Zurück zur Startseite
Bayern
Zurück zur Startseite
Bayern

Martin Hagen: Liberaler Senkrechtstarter | BR24

Audio nicht mehr verfügbar

Dieses Audio konnte leider nicht geladen werden, da es nicht mehr verfügbar ist.

Weitere Information zur Verweildauer

© Für was die FDP in Bayern steht

Martin Hagen

Per Mail sharen
Teilen
  • Artikel mit Audio-Inhalten
  • Artikel mit Video-Inhalten

Martin Hagen: Liberaler Senkrechtstarter

Mit dem 37-jährigen Martin Hagen als Spitzenkandidaten will die bayerische FDP den Wiedereinzug in den Landtag schaffen. 2013 war sie mit 3,3 Prozent aus dem Maximilianeum geflogen. Hagens Ziel: acht Prozent.

Per Mail sharen
Teilen

An diesem Tag ist für Martin Hagen die Politik nur Nebensache. Gemeinsam mit einem Freund aus Stuttgart geht es aufs Oktoberfest – weitere Bekannte warten bereits im Armbrustschützenzelt. Kaum ein Wiesnbesucher nimmt Notiz vom Spitzenkandidaten der FDP. Der 37-Jährige nimmt es gelassen.

"Wenn man auf der Wiesn ist, privat, dann ist es eigentlich ganz schön, wenn einen die Leute nicht erkennen und Fremde einen nicht dauernd ansprechen. Aber grundsätzlich wäre es für den Wahlkampf schon hilfreich, wenn wir bekannteres Personal hätten." Martin Hagen, FDP-Spitzenkandidat der FDP

Aber die FDP habe sich eben 2013 neu aufgestellt. Und zu einer solchen Erneuerung gehöre auch, dass man sich einen höheren Bekanntheitsgrad erst wieder mühsam erarbeiten müsse.

Martin Hagen: Spitzenkandidat für den Neuanfang

Im März dieses Jahres entschied Martin Hagen überraschend die erste Urwahl der Liberalen für sich: Die bayerischen FDP-Mitglieder wollen mit ihm als Spitzenkandidaten in den Wahlkampf ziehen. Der Kommunikationsberater und langjährige Geschäftsführer der bayerischen FDP nennt als Wahlziel acht Prozent und damit den Wiedereinzug in den Landtag.

Freier Markt statt sozialer Wohnungsbau

Inhaltlich punkten - so die Strategie von Martin Hagen und seiner FDP. Doch mit Bürgern ins Gespräch zu kommen, ist schwierig, außer sie sind bereits Anhänger der FDP. Freier Markt statt eines sozialen Wohnungsbaus, um Wuchermieten und Wucherpreise zu verhindern, dazu bessere Bildung und eine schnellere Integration von Asylbewerbern in den Arbeitsmarkt - das sind liberale Kernthemen. Aber reicht das?

"Die Chancen stehen, so glaube ich, gut", sagt Hagen und verweist auf die Umfragen der vergangenen Wochen, die die FDP konstant bei fünf Prozent oder mehr sehen. "Aber es sind noch viele Wähler unentschlossen", so der FDP-Spitzenkandidat. "Deswegen wird es noch darauf ankommen in den letzten Wochen, wirklich die Bürger und Bürgerinnen zu überzeugen."

Stimmkreis Rosenheim-Ost

Der im italienischen La Spezia geborene Martin Hagen lebt mit seiner Frau Anisha und seinen beiden kleinen Töchtern in einer Doppelhaushälfte. Ihren Hund Manu haben sie als Welpen aus einer Tötungsstation auf Zypern gerettet. Hagens Wohnort ist Baldham. Als Direktkandidat bewirbt er sich jedoch im Stimmkreis Rosenheim-Ost um ein Landtagsmandat – dort ist er aufgewachsen.

In der FDP habe er alle Hochs und Tiefs der vergangenen 20 Jahre erlebt, betont Hagen, sowohl das Rekordergebnis 2009 als auch den Absturz 2013 und die schwierigen Jahre in der außerparlamentarischen Opposition. "Die FDP jetzt wieder in den Landtag zu führen, ist ein ganz spannendes Projekt." Sollte dies gelingen und die FDP möglicherweise sogar als Partner der CSU mitregieren, wäre der liberale Senkrechtstarter schon früh am Ziel.

© BR

In unserer Abendschau-Landtagswahlserie stellen wir Ihnen die Spitzenkandidaten der Parteien im Porträt vor. Heute: Martin Hagen von der FDP.