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Sandsturm auf Kanaren: Augsburger konnten abreisen | BR24

© BR / Uli Moritz

Familie Moritz aus Augsburg sitzt am Flughafen in Marrakesch fest.

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    Sandsturm auf Kanaren: Augsburger konnten abreisen

    Eigentlich wollte Uli Moritz mit seiner Familie Urlaub auf Gran Canaria machen. Doch wegen eines Sandsturms wurde der Flieger der Augsburger Familie nach Marrakesch umgeleitet. Erst nach fast zwei Tagen des Wartens konnten sie abreisen.

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    Bei Uli Moritz aus Augsburg wurden Erinnerungen an den Film "Terminal" mit Tom Hanks wach. Dem Augsburger, seiner Frau und den acht- und zwölfjährigen Söhnen erging es wie der Figur in dem Hollywood-Film von 2004. Nur saßen sie nicht in New York fest, sondern in Marrakesch. Dorthin wurde der Flieger der Augsburger Familie umgeleitet - wegen eines Sandsturms auf den Kanarischen Inseln, ihrem eigentlichen Ziel.

    Transitbereich statt Strand

    Wie Uli Moritz dem BR mitteilte, versprach die Fluggesellschaft zwar schon am Samstag, die Familie mit einer anderen Maschine nach Las Palmas auf Gran Canaria zu bringen. Doch lange Zeit saßen sie im Transitbereich des Flughafens in Marrakesch fest - fast zwei Tage.

    Ohne Pass in Marrakesch gestrandet

    Da sie - wie viele andere Passagiere, die auf den Flug nach Gran Canaria gebucht waren - nur einen Personalausweis dabei hätten, durften sie den Transitbereich des Nicht-EU-Landes Marokko nicht verlassen. Niemand an Bord habe damit gerechnet, außerhalb der EU zu stranden, so Moritz. Versuche, eine Lösung mit der Airline oder dem Flughafenbetreiber zu erzielen, hätten zunächst keinen Erfolg gebracht.

    Nächte am Boden oder auf Bänken verbracht

    Auch ein Hotel sei ihnen nicht angeboten worden, so Moritz. Die Nächte hätten die Passagiere am Boden oder auf Bänken verbringen müssen. Erst nach einer rund 40-stündigen Wartezeit brachte schließlich ein Flieger die Urlauber nach Las Palmas.