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Marlene Mortler - die Europa-Bäuerin von der CSU | BR24

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Nach 17 Jahren im Bundestag zieht es die Rother CSU-Politiker Marlene Mortler nun ins EU-Parlament. Für die 63-Jährige beginnt nun ein neuer Abschnitt in ihrem politischen Leben.

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Marlene Mortler - die Europa-Bäuerin von der CSU

17 Jahre lang hat Marlene Mortler den Wahlkreis Roth für die CSU im Bundestag vertreten. Sie war Drogenbeauftragte. Ihre politische Karriere startete sie jedoch als Kreisbäuerin. Im EU-Parlament will sie wieder Landwirtschafts-Themen beackern.

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Das Abgeordneten-Büro im Bundestag ist leer. Marlene Mortler hat ihr Mandat abgegeben, die Umzugskisten sind bereits in ihrem Wahlkreisbüro in Roth. Jetzt, mit 63 Jahren, beginnt für sie ein neuer Abschnitt in ihrem politischen Leben.

"Ich hab‘ gestern meine Büros in Berlin ausgeräumt. Da schwelgt man dann in Erinnerungen, wie ging es los. Es ist Wehmut dabei, keine Frage. Es ist aber auch Freude auf eine neue spannende Aufgabe da." Marlene Mortler, EU-Abgeordnete der CSU

Dienstbesprechung im Wahlkreisbüro, auf dem Konferenztisch stehen Brezen und Wasser, an der Wand hängt noch etwas provisorisch eine Europafahne. Es gibt viel zu organisieren. Erleichterung bei den drei Mitarbeiterinnen von Marlene Mortler: Ihre Verträge werden weiterlaufen, aus dem Bundestags-Team wird ein Europa-Team.

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17 Jahre lang hat Marlene Mortler den Wahlkreis Roth für die CSU im Bundestag vertreten. Sie war Drogenbeauftragte. Zuvor war sie Kreisbäuerin. Im EU-Parlament will sie wieder Landwirtschafts-Themen beackern.

Hoffen auf Sitz im Agrarausschuss

Im Bundestag war die frühere Kreisbäuerin aus Dehnberg im Nürnberger Land Drogenbeauftragte. Im EU-Parlament hofft sie, in den wichtigen Agrar-Ausschuss zu kommen. Doch da gibt es mehr Bewerber als Plätze. Noch ist die Besetzung nicht entschieden. Aber Marlene Mortler hat im Hintergrund schon mal versucht, die Weichen zu stellen. Sie hofft auf einen guten Deal.

"Ich weiß, wie die Berliner Politik tickt, ich weiß worauf es ankommt. Das ist für mich schon einmal ein leichterer Start als für Kolleginnen und Kollegen, die jetzt ganz neu nach Brüssel gewählt werden ohne Hintergrund, ohne Erfahrungen in einem anderen Parlament." Marlene Mortler

Doch gibt Marlene Mortler zu, dass sie anderswo noch Nachholbedarf hat. Zum Beispiel bei den Fremdsprachen. Deshalb wird sie in den nächsten Wochen englische und französische Vokabeln pauken und ihr Schulenglisch auffrischen. Für die Neuen im Parlament bietet die EU-Verwaltung Sprachkurse an.

Treffen mit lokalen EU-Aktivisten

Noch bevor sie ihren Job in Brüssel angetreten hat, trifft sie sich bereits mit Vertretern der lokalen Aktionsgruppe des LEADER-Programms zur Förderung des ländlichen Raums. Diese setzen das EU-Programm auf Landkreisebene um. 1,6 Millionen Euro wurden in den vergangenen Jahren verteilt. Bernhard Böckeler, der Vorsitzende der Arbeitsgruppe, hofft darauf, dass die Fördertöpfe nicht austrocknen.

"Wir von der lokalen Aktionsgruppe erwarten uns, dass sie sich für den ländlichen Raum einsetzt wie bisher, aber jetzt auf europäischer Ebene. Dass die Mittelausstattung nach wie vor fließt, vielleicht noch etwas besser wird." Bernhard Böckeler, Vorsitzender Verein ErLebenswelt Roth

Marlene Mortler hört aufmerksam zu. Die ersten Hausaufgaben für Brüssel hat sie schon bekommen.