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Markus Söder und Kerstin Schreyer besuchen Münchner Tafel | BR24

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Markus Söder hilft an der Essensausgabe einer Münchner Tafel

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Markus Söder und Kerstin Schreyer besuchen Münchner Tafel

Ministerpräsident Markus Söder und Sozialministerin Kerstin Schreyer haben heute die Tafel in der Münchner Großmarkthalle besucht und den Ehrenamtlichen gedankt. Allein in der Landeshauptstadt gehen jede Woche 20.000 Menschen zur Essensausgabe.

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Ministerpräsident Markus Söder hat bei seinem Besuch der Münchner Tafel den verschwenderischen Umgang mit Lebensmitteln kritisiert und die Tafeln in diesem Punkt gelobt. "Es muss nicht immer alles rund um den Globus jederzeit so verfügbar sein, dass die Lebensmittel billig sind und dann weggeschmissen werden", so Söder. "Also ist der sinnvolle Umgang mit Lebensmitteln ein ganz wichtiger Anlass, der sich hier zeigt."

20.000 Menschen kommen in Landeshauptstadt zur Tafel

Es sei die Aufgabe eines reichen Landes und reicher Städte, den Menschen Hilfe zu geben, die Unterstützung brauchen, so Söder weiter. Zusammen mit Sozialministerin Kerstin Schreyer hat sich Söder ein Bild von einer Lebensmittelausgabe in München gemacht und dabei allen Ehrenamtlichen Helfern der Tafeln für ihr Engagement gedankt.

Die Münchner Tafel gehört zu den größten Deutschlands. Etwa 20.000 Menschen werden in der Landeshauptstadt mit Lebensmitteln, aber auch anderen Dingen wie Schuhen oder Kleidung versorgt. Vielen von ihnen reicht die Rente nicht. Sie kommen wöchentlich. "Ich bin froh, dass es das gibt muss ich ehrlich sagen", sagt eine Frau. "Außerordentlich froh", meint ein Anderer sogar. "Die Leute sind lieb, nicht überheblich."

Münchner Tafel hat bereits Warteliste

Ohne Ehrenamtliche ginge bei der Tafel nichts. Über 600 Helfer sind in München aktiv. Seit fünf Jahren auch Susanne Wehner.

"Was ganz wichtig ist, dass man mit den Leuten eben auch ab und zu mal reden kann. Viele haben das nicht mehr, weil sie einfach zu wenig Geld haben, um am sozialen Leben teilzunehmen." Susanne Wehner, ehrenamtliche Helferin

Dass der Ministerpräsident und die Sozialministerin die Tafel besucht haben, findet sie gut. Alles was hilft, den Verein bekannter zu machen und Spenden zu bekommen, sei ein Plus, meint die ehrenamtliche Helferin. Nach Angaben von Mitarbeitern gibt es in der Landeshauptstadt rund 130.000 Menschen, die am Rande des Existenzminimums leben. Sie alle könnten sich eigentlich bei der Tafel anmelden. Da die jedoch an ihre Kapazitätsgrenzen gekommen ist, gibt es bereits eine Warteliste.