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Für Bayerns Ministerpräsident Söder ist es derzeit keine Option, die Corona-Auflagen zu lockern. Er kritisiert, dass viele Menschen - trotz steigender Infektionszahlen - leichtsinniger geworden sind und spricht sich für härtere Strafen aus.

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Söder spricht sich gegen weitere Corona-Lockerungen aus

Für Bayerns Ministerpräsident Söder ist es derzeit keine Option, die Corona-Auflagen weiter zu lockern. Er kritisiert, dass viele Menschen - trotz steigender Infektionszahlen - leichtsinniger geworden sind und spricht sich für härtere Strafen aus.

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Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat sich für härtere Strafen bei Verstößen gegen die Corona-Auflagen ausgesprochen. Trotz der steigenden Zahl an Corona-Neuinfektionen seien viele Menschen leichtsinniger geworden, sagte er der Zeitung "Bild am Sonntag": "Dazu gehören auch die extremen Lockerer und Verschwörungstheoretiker, die alle Maßnahmen schnellstens aufheben wollten." Bisher sei aber jeder, der das Virus unterschätzt hat, widerlegt worden, so Söder.

Ziel: Vernünftige vor den Unvernünftigen schützen

Die steigenden Fallzahlen in Deutschland machten ihm "große Sorgen". "Ebenso die Urlaubs- und Familienheimkehrer, die aus den verschiedenen Teilen Europas zurückkommen", fügte er hinzu. Rückkehrer aus einem Risikogebiet, die sich einem Corona-Test verweigerten, sollten mit einem Bußgeld belegt werden, meinte Söder. "Wir müssen die Vernünftigen vor den Unvernünftigen schützen."

Söder: Zweite Corona-Welle schleicht durch Deutschland

Die zweite Welle sei praktisch schon da und schleiche durch Deutschland. Der CSU-Chef warnte daher vor einer Situation wie im März. Das Virus erfordere "absolute Wachsamkeit" und sei eine "Daueraufgabe, die uns permanent unter Stress setzt". Ähnlich äußerte sich der Ministerpräsident und CSU-Chef am Morgen via Twitter:

Keine Fußballfans im Stadion

Vor diesem Hintergrund bezweifelte Söder auch weitere Lockerungen. So hält er es für schwer vorstellbar, dass Fußballfans den Start der Bundesliga im Stadion verfolgen können. "Geisterspiele ja, aber Stadien mit 25.000 Zuschauern halte ich für sehr schwer vorstellbar", so Söder. Das wäre das falsche Signal und auch der Bevölkerung schwer zu vermitteln, "wenn man dafür Unmengen von Testkapazitäten aufbrauchen würde".

Söder forderte die Deutsche Bahn dazu auf, dafür zu sorgen, dass die Fahrgäste die Maskenpflicht einhalten. Wer dagegen verstoße, müsse die Konsequenzen tragen. Der Ministerpräsident forderte hier höhere Bußgelder. Er habe Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) gebeten, darüber mit der Bahn zu sprechen.

Söder will weiteres Rettungspaket für die Wirtschaft

Um die Wirtschaft weiter zu unterstützen, will Söder ein weiteres Rettungspaket für Automobilzulieferer, die Luft- und Raumfahrt sowie den Maschinenbau schnüren. Außerdem will er das Kurzarbeitergeld bis weit ins nächste Jahr verlängern.

Demo der Gegner von Corona-Maßnahmen

Trotz steigender Infektionszahlen hatten am Samstag in Berlin Tausende gegen die Maßnahmen zur Eindämmung gegen Corona demonstriert. Nach Schätzungen der Polizei schlossen sich bis zu 17.000 Menschen einem Demonstrationszug an, rund 20.000 beteiligten sich anschließend an einer Kundgebung. Die Demonstranten forderten ein Ende aller Auflagen.

Da bereits während der Demonstration die Hygiene-Regeln nicht eingehalten wurden, stellte die Polizei Strafanzeige gegen den Leiter der Versammlung. Der erklärte den Demonstrationszug am Nachmittag für beendet. Weil auch auf der anschließenden Kundgebung viele Demonstranten weder die Abstandsregeln einhielten noch Masken trugen, begann die Polizei am frühen Abend, die Versammlung aufzulösen.

Altmaier: Beginnenden Aufschwung nicht gefährden

Bereits am Samstag hatte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) höhere Strafen bei Verstößen gegen die Corona-Regeln gefordert. Wer andere absichtlich gefährde, müsse damit rechnen, dass dies für ihn gravierende Folgen habe. Außerdem dürfe man den gerade beginnenden Aufschwung nicht durch einen erneuten Anstieg der Infektionen gefährden.

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