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Söder lehnt Abschaffung von Corona-Tests für Reiserückkehrer ab | BR24

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Ministerpräsident Markus Söder lehnt im Gespräch mit der Bayern 2-radioWelt eine Einschränkung oder Abschaffung von Corona-Tests für Reiserückkehrer ab.

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Söder lehnt Abschaffung von Corona-Tests für Reiserückkehrer ab

Ministerpräsident Markus Söder lehnt im Gespräch mit der Bayern 2-radioWelt eine Einschränkung oder Abschaffung von Corona-Tests für Reiserückkehrer ab. Seit heute gelten in Bayern härtere Strafen bei Verstößen gegen Corona-Auflagen.

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  • BR24 Redaktion

Die Zügel wieder anziehen, das ist derzeit die Devise, nach der Ministerpräsident Markus Söder (CSU) die Corona-Pandemie in Bayern weiter eindämmen möchte. "Der Urlaub ist genau das Risiko, vor dem wir gewarnt haben", sagte Söder heute im Interview der Bayern 2-radioWelt. Die Urlaubsrückkehrer, insbesondere aus Südosteuropa, ließen, "gepaart mit einem großen Leichtsinn", überall in Deutschland das Infektionsgeschehen ansteigen.

Sehr skeptisch gegenüber möglicher Test-Pflicht-Lockerung

Eine Einschränkung oder Abschaffung von Corona-Tests für Reiserückkehrer lehnt Söder ab: "Bayern will das nicht", sagte er im radioWelt-Gespräch. Mitte September stünden in einigen Bundesländern bereits wieder Herbstferien vor der Tür, warnte der CSU-Politiker. Die Überlegung, Tests abzuschaffen oder zu begrenzen, halte er "für nicht durchdacht." Das Argument, die Testkapazitäten seien jetzt ausgeschöpft, greife nicht, denn es sei noch fast ein Viertel frei.

Angesichts steigender Fallzahlen und ständig neuer Risikogebiete hält er verpflichtende Tests und Quarantäne-Maßnahmen für eine wichtige Sicherheit. "Wir müssen gucken, dass wir nicht immer ständig der Welle nachlaufen, sondern wieder versuchen, vor die Welle zu kommen", begründete Söder seine Haltung.

Für mehr bundesweite Regelungen

Der Ministerpräsident sprach sich auch für mehr einheitliche Regelungen in Deutschland aus, etwa bei den Untergrenzen. Hier kam Söder erneut auf die Maskenpflicht zu sprechen. Den "Wildwuchs" könne er nicht gutheißen. Es gäbe momentan kaum ein sinnvolleres Instrument, um die Ausbreitung des Virus' einzudämmen.

Dies gelte auch für Großveranstaltungen wie etwa Fußballspiele. "Ich bin ein großer Fan des Fußballs, aber ich glaube nicht, dass das jetzt ein gutes Signal ist, Tausende von Fans in die Fußballstadien zu lassen beziehungsweise im gleichen Atemzug riesige Popkonzerte zu veranstalten." Söder warnte zudem vor der kommenden Grippesaison: "Beides zusammen, Grippe und Corona, kann eine sehr toxische Kombination werden."

Höhere Bußgelder in Bayern - Maskenpflicht im Unterricht?

Seit heute gelten in Bayern höhere Strafen bei Verstößen gegen Corona-Auflagen. 250 Euro werden bei einem Verstoß gegen die Maskenpflicht fällig, bei wiederholtem Verstoß auch 500 Euro. 2.000 Euro Bußgeld müssen bezahlt werden, wenn Quarantäneauflagen nicht eingehalten werden.

Auch beim Thema Maskenpflicht im Unterricht könnte es eine Änderung geben. "Wir wollen den Regelunterricht. Wir wollen die Bildung wieder stärken", bekräftigte Söder im radioWelt-Interview. Kommende Woche werde er mit allen Beteiligten darüber diskutieren, ob eine Maskenpflicht auch während des Unterrichts sinnvoll sei. Dies hänge auch vom Infektionsgeschehen ab. Außerdem soll die Digitalisierung an Schulen vorangetrieben werden.

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