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CSU-Generalsekretär Markus Blume muss den Wahlkampf organisieren und jetzt die CSU-Anhänger motivieren. Ihre Enttäuschung sei verständlich, sagt Blume im BR-Politikmagazin Kontrovers, aber hadern helfe nicht.

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Markus Blume zur Entscheidung bei K-Frage: "Hadern hilft nicht"

CSU-Generalsekretär Markus Blume muss den Wahlkampf organisieren und jetzt die CSU-Anhänger motivieren. Ihre Enttäuschung sei verständlich, sagt Blume im BR-Politikmagazin Kontrovers, aber hadern helfe nicht.

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Von
  • Gloria Stenzel

Jetzt geht es darum, die Reihen zu schließen, nachdem sich CDU-Chef Armin Laschet gegen den CSU-Vorsitzenden Markus Söder in der K-Frage durchgesetzt hat. Eine große Herausforderung für den CSU-Generalsekretär Markus Blume. Er muss den Wahlkampf organisieren und die CSU-Anhänger dafür motivieren.

Nach einer Woche der Euphorie und des Zuspruchs für Markus Söder, sei die Enttäuschung verständlich, sagt Blume im BR-Politikmagazin Kontrovers, aber hadern helfe nicht. "Markus Söder hat begeistert, die Republik aber auch natürlich seine eigene Partei, die Union insgesamt", so der CSU-Generalsekretär. Da sei am Tag danach natürlich zunächst einmal Enttäuschung verständlich. "Aber am Ende ist auch klar: In der Demokratie entscheidet nicht, wer der Kandidat der Herzen ist, sondern es entscheidet die Mehrheit."

Markus Blume sieht keine Fehler im Rennen

Bis kurz vor der Entscheidung standen die Chancen für Markus Söder, das Rennen in der K-Frage für sich zu gewinnen, sehr hoch. Einen Fehler beim Endspurt, der die Niederlage erklären könnte, kann der CSU-Generalsekretär nicht erkennen und spielt den Ball an die CDU zurück. Die habe sich dagegen entschieden, das Angebot Söders anzunehmen.

"Wir sind stolz und auch dankbar für den Zuspruch, den es für Markus Söder in weiten Teilen der CDU gab", sagte Blume. Aber am Ende gehöre es in der Demokratie dazu, dass man dann auch Entscheidungen, Mehrheitsentscheidungen akzeptiere und respektierte.

"Ziemlich transparent, aber kein Schaden"

Aus der internen Sitzung der CDU-Spitze am Montagabend wurden wie nie zuvor Inhalte bekannt. Teils wörtliche Zitate wurden per SMS oder Twitter von Beteiligten an die Presse weitergegeben. Für Markus Blume eine Entwicklung, die er schon länger beobachtet: "Das war schon ziemlich transparent. Das ist natürlich auch eine Erscheinung der Zeit: Sitzungen, die nicht in Präsenz stattfinden, sondern virtuell. Da ist dann auch der Griff zum Telefon, zur SMS offensichtlich deutlich einfacher. Unterm Strich muss man aber ganz ehrlich sagen, ich würde da jetzt nicht von großem Schaden sprechen."

CDU müsse erst einmal aufräumen

Für Markus Blume steht fest, dass die Union nur dann in den Wahlkampf ziehen könne, wenn sie geschlossen sei. Deswegen sei es wichtig, den Blick nach vorne zu richten auf die eigentlichen Felder der Auseinandersetzung und sich um Inhalte zu kümmern. Mit seinem Amtskollegen CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak hat er bereits telefoniert, berichtet Blume. Die CDU stehe jetzt vor Aufräumarbeiten und müsse neue Begeisterung entfachen.

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