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Marktredwitz: Mutmaßlicher Brandstifter soll in die Psychiatrie | BR24

© picture alliance/Nicolas Armer

Der Schwurgerichtssaal am Landgericht Hof. Hier muss sich ein 38 Jahre alter Mann aus dem Landkreis Wunsiedel verantworten.

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    Marktredwitz: Mutmaßlicher Brandstifter soll in die Psychiatrie

    Eine Brandserie hat 2018 Marktredwitz in Atem gehalten. Ein 38 Jahre alter Mann muss sich deshalb vor dem Landgericht Hof verantworten. Jetzt hat die Staatsanwaltschaft eine lange Freiheitsstrafe und die Unterbringung in einer Psychiatrie gefordert.

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    Im Prozess gegen den mutmaßlichen Brandstifter von Marktredwitz (Lkr. Wunsiedel) fordert die Staatsanwaltschaft eine Freiheitsstrafe von siebeneinhalb Jahren und eine Einweisung in die Psychiatrie. Laut Anklage besteht bei dem Mann aus dem Landkreis Wunsiedel eine leichte Intelligenzminderung mit deutlichen Verhaltensstörungen. Der Verteidiger plädiert auf Freispruch seines Mandanten.

    Schwere Brandstiftung in drei Fällen

    Die Staatsanwaltschaft legt dem 38-Jährigen schwere Brandstiftung in drei Fällen und versuchte Brandstiftung in einem Fall zur Last. Angeklagt worden war der Mann zunächst wegen schwerer Brandstiftung und versuchten Mordes in mehreren Fällen.

    Mehr als eine halbe Million Euro Schaden

    Den Ermittlern zufolge soll der Mann im Frühjahr 2018 versucht haben, Wohngebäude in Brand zu setzen. Dabei soll er in Kauf genommen haben, dass schlafende Bewohner bei dem Feuer ums Leben kommen. Die Bewohner entdeckten die Flammen noch rechtzeitig, verletzt wurde niemand. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft entstand ein Schaden von mehr als einer halben Million Euro. Unter anderem wurde ein Reihenhaus vollständig zerstört.

    Urteil soll noch im November fallen

    Gegenüber der Polizei soll der Mann die Brandstiftung eingeräumt haben. Zum Prozessauftakt widerrief er sein Geständnis aber. Mehr als vierzig Zeugen waren zu dem Prozess am Landgericht Hof geladen, bei dem jetzt die Plädoyers gehalten wurden. Das Urteil soll am 21. November fallen.