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Marktoberdorfer Traktorenhersteller Fendt trotzt Corona-Krise | BR24

© BR/Margit Siller

Ein "ordentliches Geschäftsjahr": Diese Bilanz zieht die Chefetage des Allgäuer Traktorenherstellers Fendt – trotz Corona. Bei der Jahrespressekonferenz in Marktoberdorf gab die Unternehmensführung auch eine Zielmarke für das kommende Jahr vor.

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Marktoberdorfer Traktorenhersteller Fendt trotzt Corona-Krise

Ein "ordentliches Geschäftsjahr": Diese Bilanz zieht die Chefetage des Allgäuer Traktorenherstellers Fendt – trotz Corona. Bei der Jahrespressekonferenz in Marktoberdorf gab die Unternehmensführung auch eine Zielmarke für das kommende Jahr vor.

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Von
  • Margit Siller
  • Johanna Kempter

Für die Landwirtschaft und die Hersteller von Landmaschinen ist es kein leichtes Jahr: In weiten Teilen Deutschlands herrschte Dürre, die Afrikanische Schweinepest bereitet Sorgen und Corona zerstörte wichtige Lieferketten nach Italien und Frankreich.

Produktionsausfall bei Fendt wegen Corona

Auch bei Fendt in Marktoberdorf standen die Bänder wegen der Pandemie fünf Wochen lang still. Dadurch wurden 2.100 Schlepper weniger produziert als geplant. Durch Sonderschichten konnte bis Ende September gut die Hälfte wieder aufgeholt werden, hieß es bei der Jahrespressekonferenz. Insgesamt wird Fendt in diesem Jahr die Zielmarke von 20.000 verpassen und 18.750 Traktoren produzieren. Das ist ein Prozent weniger als im Vorjahr.

Landtechnik-Markt "recht stabil"

Für den neuen Fendt-Chef Christoph Gröblinghoff zeigt sich damit, dass der Landtechnik-Markt "recht stabil" ist. Man habe eine kleine Delle im Mai und im Juni erlebt – aber das habe sich wieder relativiert, so Gröblinghoff. Er geht auch künftig von "normalen Märkten auf flachem Niveau" aus. So ist der Traktorenmarkt in Deutschland leicht gewachsen. In vielen Ländern Europas sieht das anders aus. Vor allem bei den großen Schleppern konnte Fendt die Marktanteile zwischen 40 und 50 Prozent halten.

Zielmarke für das kommende Jahr

Für das kommende Jahr will Fendt wieder mehr als 20.000 Traktoren produzieren. Das versicherte auch der scheidende Fendt-Aufsichtsratsvorsitzende und Chef des US-Mutterkonzerns AGCO, Martin Richenhagen.

Wechsel an der Aufsichtsratsspitze von Fendt

Der 68-Jährige ist einer der wenigen deutschen Manager, die es an die Spitze eines US-Konzerns geschafft haben. Er saß seit 2004 im Chefsessel von AGCO und geht nun zum Jahresende in den Ruhestand. Auf Richenhagen folgt der US-Amerikaner Eric Hansotia. Von diesem wird erwartet, dass die Marke Fendt unter seiner Führung ihre Position in Nord- und Südamerika weiter ausbauen kann.

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