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Maria-Baumer-Prozess: Viele Zeugen und Sachverständige geladen | BR24

© dpa

Justizgebäude in Regensburg

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    Maria-Baumer-Prozess: Viele Zeugen und Sachverständige geladen

    Kommende Woche beginnt der Mord-Prozess um die 2012 getötete Oberpfälzerin Maria Baumer. Die Beweisaufnahme im Prozess gegen ihren ehemals Verlobten ist umfangreich. Das Gericht möchte insgesamt 65 Zeugen laden und 18 Sachverständige hören.

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    Von
    • Andreas Wenleder

    Der Prozess um den Mord an der jungen Oberpfälzerin Maria Baumer beginnt kommende Woche, am Mittwoch den 1. Juli. Angeklagt ist der ehemalige Verlobte des Opfers. Heute hat das Landgericht Regensburg noch Einzelheiten zum Prozess bekanntgegeben.

    Dutzende Zeugen und Sachverständige sollen gehört werden

    Die Beweisaufnahme im Prozess gegen ihren ehemals Verlobten ist umfangreich. Das Gericht möchte bis zum August insgesamt 65 Zeugen laden und 18 Sachverständige hören. Ob darüber hinaus weitere Aufklärungsmaßnahmen nötig sein werden, hängt laut einem Gerichtssprecher vom Verlauf der Beweisaufnahme ab. Die Zahl der zugelassenen Besucher ist auf 21 begrenzt.

    Angeklagter bestreitet Vorwürfe

    Die Staatsanwaltschaft Regensburg hatte im März 2020 nach abgeschlossenen Ermittlungsverfahren Anklage wegen Mordes gegen den damaligen Verlobten von Maria Baumer erhoben. Der Mann sitzt seit Ende vergangenen Jahres in Untersuchungshaft. Er bestreitet die Vorwürfe.

    Spuren von Betäubungsmittel an der Leiche gefunden

    Die damals 26-jährige Vorsitzende der Katholischen Landjugendbewegung in Bayern war an Pfingsten 2012 spurlos verschwunden. Erst 2013 wurden die sterblichen Überreste von Maria Baumer in einem Wald im Landkreis Regensburg gefunden. Jahrelang führten die Ermittlungen der Polizei zu keinen entscheidenden Ergebnissen. Nachdem bereits zu Beginn erfolglos gegen den ehemaligen Verlobten ermittelt wurde, geriet der heute 35-Jährige vergangenes Jahr erneut in Verdacht. Wie die Ermittler im Dezember bekannt gaben, konnten mit Hilfe neuer Methoden Spuren des Betäubungsmittels Lorazepam an der Leiche der jungen Frau aus dem Landkreis Schwandorf nachgewiesen werden.

    Angeklagter soll Betäubungsmittel schon einmal eingesetzt haben

    Der Verdächtige soll das Mittel bereits in einem anderen Fall eingesetzt haben, um eine Frau zu betäuben. Vor der mutmaßlichen Tat soll er laut Staatsanwaltschaft außerdem im Internet nach den Begriffen "Lorazepam letale Dosis" und "der perfekte Mord" gesucht haben.

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