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"Maria 2.0" in Gerolzhofen: Frauen tragen Forderungen vor | BR24

© BR-Studio Mainfranken/Achim Winkelmann

Frauen von Maria 2.0 in der katholische Kirche Gerolzhofen

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    "Maria 2.0" in Gerolzhofen: Frauen tragen Forderungen vor

    Rund 30 weiß gekleidete Frauen haben am Samstag nach der katholischen Abendmesse in Gerolzhofen ihre Forderungen zur Reform der Kirche vorgetragen. Ein Eklat wie im August in der Gemeinde Forst blieb aus. Der Stadtpfarrer wusste von der Aktion.

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    In Gerolzhofen im Landkreis Schweinfurt haben rund 30 weiß gekleidete Frauen von "Maria 2.0" am Samstagabend nach der Abendmesse ihre Forderungen zur Reform der katholischen Kirche vorgetragen. Ein ähnlicher Eklat wie Mitte August in der Gemeinde Forst, die im gleichen Landkreis liegt, blieb aber wie erwartet aus. Denn der Stadtpfarrer wusste von der Aktion und steht offenbar auch dahinter, dass die Kirche sich reformieren muss.

    💡 Wer ist "Maria 2.0?"

    Bei der Initiative "Maria 2.0" richten sich Frauen gegen die augenblicklichen Machtstrukturen in der Kirche. Sie fordern den Zugang von Frauen zu allen kirchlichen Ämtern, außerdem die Aufhebung des Pflichtzölibats und eine umfassende Aufklärung der sexuellen Missbrauchsfälle.

    Abschaffung des Zölibats

    Am Ende des Gottesdienstes stellten sich die weiß oder hell gekleideten Frauen im Mittelgang auf und trugen ein großes Transparent der Aktion "Maria schweige nicht - als Fortführung von Maria 2.0" vor. Dazu sang Silvia Kirchhof das Lied "Was keiner wagt, das sollt ihr wagen", eine Ballade von Konstantin Wecker nach einem Gedicht des Theologen Lothar Zenetti.

    Monika Sahlender vom Katholischen Frauenbund trug die Forderungen und Wünsche vor. Dazu gehöre der Zugang von Frauen zu den Weiheämtern der Kirche, die Abschaffung des Pflichtzölibats, der Zugang von Geschiedenen und Wiederverheirateten zu den Sakramenten. Außerdem wende man sich gegen jede Form des Missbrauchs durch kirchliche Amtsträger.

    Aktion vor der Messe angekündigt

    Das mehr als zwei Meter hohe Transparent mit den Wünschen und Forderungen steht jetzt in der Kirche vorne links am Marienaltar. Pfarrer Stefan Mai hatte die Aktion am Anfang der Messe angekündigt und betont, dass sie mit ihm abgesprochen ist. In seiner Predigt ging es unter anderem darum, wie sich die Kirche verändern muss, um die christliche Botschaft immer wieder neu und frisch an den Mann und die Frau zu bringen.