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Mehr als 150.000 Menschen beim Mantelsonntag in Würzburg | BR24

© Stadtmarketing "Würzburg macht Spaß" e.V.

Beim Mantelsonntag in Würzburg füllen sich jedes Jahr die Straßen.

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Mehr als 150.000 Menschen beim Mantelsonntag in Würzburg

Der einzige verkaufsoffene Sonntag in Würzburg lockt regelmäßig zahlreiche Menschen in die Innenstadt. Dieses Jahr wurden die Erwartungen der Veranstalter weit übertroffen: Es kamen 150.000 Besucher.

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Wenn tausende Menschen an einem herbstlichen Sonntagnachmittag in die Würzburger Innenstadt strömen, dann ist wieder Mantelsonntag. Das hat Tradition in der Domstadt. Dieses Jahr wurden die Erwartungen der Veranstalter weit übertroffen: Mehr als 150.000 Menschen kamen und stöberten durch die Geschäfte. Gerechnet hatten die Veranstalter mit rund 100.000 Besuchern.

"Es war ein Wahnsinnstag", resümiert Wolfgang Weier, der Geschäftsführer des Vereins "Würzburg macht Spaß", der den Mantelsonntag organisiert hatte. Die Geschäfte hatten zwischen 13 und 18 Uhr geöffnet. Laut Weier kamen die Menschen aus dem Umland mit einem Einzugsgebiet von etwa 50 Kilometern in die Domstadt zum Bummeln und zum Einkaufen. Vor allem auch die Supermärkte freuten sich über die Menschenmassen, so Weier.

Hohe Umsätze für Würzburger Einzelhandel

Der Mantelsonntag hat eine lange Tradition. Ursprünglich sollten alle Würzburger an diesem Tag die Möglichkeit bekommen, sich für die anstehende Allerheiligen-Messe einen neuen Mantel zuzulegen. Längst öffnen beim Mantelsonntag aber nicht nur Bekleidungsgeschäfte. Auch Bücherläden, Spielwaren- oder Elektronikgeschäfte haben sich angeschlossen. Es handelt sich um einen der umsatzstärksten Tage des Jahres für den Würzburger Einzelhandel.

Mantelsonntag gibt es seit 1930er-Jahren

Eingeführt wurde der Mantelsonntag in Würzburg in den 1930er Jahren. Der Samstag war für viele ein normaler Arbeitstag, deshalb nutzten die Bürger die Gelegenheit am Sonntag einzukaufen. 1982 war dann jedoch Schluss für die verkaufsoffenen Sonntage in Würzburg: Vor allem Gewerkschaften und Betriebsräte hatten dagegen protestiert. Es dauerte bis 1996, ehe der Stadtrat für die Wiederaufnahme des Mantelsonntags grünes Licht gab. In diesem Jahr fand der wiederbelebte Mantelsonntag zum 23. Mal in Folge statt.

Erste verkaufsoffene Sonntage vor knapp 1.000 Jahren

Beim Mantelsonntag handelt es sich aktuell um den einzigen verkaufsoffenen Sonntag in Würzburg. Denkbar wären nach bayerischem Ladenschlussgesetz bis zu vier verkaufsoffene Sonn- und Feiertage im Jahr. Sie dürfen allerdings nur dann stattfinden, wenn es einen besonderen Anlass gibt.

Der Ursprung der verkaufsoffenen Sonntage in Würzburg geht laut Stadtmarketing-Verein übrigens zurück auf das Jahr 1031. Damals sei es zu Beginn und Ende der Kiliani-Messe erlaubt gewesen, auch am Wochenende zu verkaufen.

© BR.de

Um einen Mantel für die Allerheiligen-Messe zu erstehen, dafür wurde in Würzburg in den 30er Jahren der Mantelsonntag ins Leben gerufen.