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Rettungswagen im Einsatz

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    Mann stirbt nach Sturz aus Rettungswagen in München

    Ein Münchner sollte ins Krankenhaus gebracht werden, wehrte sich aber heftig und attackierte die Polizei. Nach einem Befreiungsversuch stürzte er aus einem Krankenwagen und erlitt einen Atemstillstand. Anschließend verstarb er im Krankenhaus.

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    Von
    • BR24 Redaktion
    • Frank Jordan

    Ein 40 Jahre alter Münchner ist am Sonntagnachmittag nach einem Rettungs- und Polizeieinsatz gestorben. Weil er nicht in ein Krankenhaus gebracht werden wollte, attackierte er Rettungskräfte. Während er Widerstand leistete, fiel er aus dem Rettungswagen und erlitt einen Atemstillstand. Trotz Reanimation verstarb er später im Krankenhaus.

    Angriff auf Sanitäter

    Der Mann war zunächst hilflos und halbnackt im Stadtteil Bogenhausen aufgefunden worden, weshalb eine Streife den Rettungsdienst rief. Mit dem Transport in ein Krankenhaus war der Mann laut Polizei auch einverstanden. Auf dem Weg in die Klinik griff der Mann die Sanitäter jedoch unvermittelt mit einem spitzen Gegenstand an und flüchtete anschließend. Die attackierten Helfer blieben dabei unverletzt.

    Sturz aus stehendem Rettungswagen

    Polizisten konnten den Geflüchteten kurz darauf in Schwabing festnehmen und erneut in einen Rettungswagen bringen, diesmal gefesselt. Noch vor dem Losfahren konnte sich der Mann allerdings befreien und biss einem Polizisten ins Bein, der den Transport zur Sicherheit begleiten wollte. In dem Gerangel stürzten beide aus dem stehenden Rettungswagen. Als der Mann wieder unter Kontrolle war, stellten Sanitäter und Polizisten fest, dass er auffällig atmete.

    Gegen eine Untersuchung wehrte er sich allerdings, kurz darauf erlitt der Mann einen Atemstillstand. Er wurde wiederbelebt und unter notärztlicher Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Dort starb der 40-Jährige gegen 6.30 Uhr.

    Kriminalpolizei und LKA ermitteln

    Auch nach der Obduktion war am Montag die Todesursache noch unklar. Es seien noch weitere Gutachten nötig, berichteten die Ermittler. Hinweise auf ein Fremdverschulden gebe es aber nicht.

    Die Ermittlungen in dem Fall hat die Münchner Kriminalpolizei übernommen. Wie in Einsatzfällen üblich, bei denen eine Person ums Leben kommt, untersucht das Bayerische Landeskriminalamt das Verhalten der beteiligten Polizeibeamten.

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