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Mann soll Mädchen zu sexuellen Handlungen angeboten haben | BR24

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Im Raum Schweinfurt soll ein Mann die Tochter seiner Lebensgefährtin sexuell missbraucht und für sexuelle Dienste angeboten haben. Nun sind er, die Mutter des Mädchens und ein weiterer Mann in Untersuchungshaft.

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Mann soll Mädchen zu sexuellen Handlungen angeboten haben

Im Raum Schweinfurt soll ein Mann die Tochter seiner Lebensgefährtin sexuell missbraucht und für sexuelle Dienste angeboten haben. Nun sind er, die Mutter des Mädchens und ein weiterer Mann in Untersuchungshaft.

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Von
  • Marcus Filzek

Auf einem Parkplatz an der A70 sind einem Lastwagenfahrer sexuelle Dienste von einem minderjährigen Mädchen angeboten worden. Daraufhin informierte der Mann die Polizei. So stießen Beamte auf ein Mädchen und den Lebensgefährten seiner Mutter. Bei einer Befragung des Kindes ergaben sich Hinweise auf schwere sexuelle Missbrauchsfälle. Drei Verdächtige, darunter auch die Mutter des Mädchens, befinden sich nun in Untersuchungshaft.

Schwere Vorwürfe gegen Lebensgefährten der Mutter

Laut Polizei wird den Verdächtigen vorgeworfen, das Mädchen für sexuelle Dienste angeboten zu haben. Hauptverdächtiger sei der Lebensgefährte der Mutter. Von Ende 2018 bis Juli 2020 soll er in regelmäßigen Abständen und in einer Vielzahl von Fällen sexuelle Handlungen an dem Mädchen vorgenommen haben. Das Kind war zur Tatzeit zwischen neun und elf Jahre alt. Die Taten ereigneten sich vorwiegend in der gemeinsamen Wohnung. Zum Teil soll der Mann Bilder und Videos der Missbrauchsfälle aufgenommen haben. Der Mann war zudem in Besitz einer Vielzahl von kinderpornografischen Dateien, die er sich offenbar über das Internet verschafft hatte.

50-Jähriger soll Mädchen missbraucht haben

In mindestens zwei Fällen soll der Lebensgefährte der Mutter das Mädchen einem 50-Jährigen, der ebenfalls aus der Region stammt, für sexuelle Handlungen überlassen haben. Nachdem das Mädchen dem 50-Jährigen angeboten worden war, kam es den Ermittlungen zufolge zunächst zum Austausch pornografischer Bilder. Im weiteren Verlauf soll der 50-Jährige im Juli 2020 in zwei Fällen in seiner Wohnung sexuelle Handlungen an dem Mädchen vorgenommen haben. Beide Male soll auch der Lebensgefährte der Mutter anwesend gewesen sein.

Mutter soll von Missbrauch gewusst haben

Der leiblichen Mutter soll seit spätestens Ende 2018 bewusst gewesen sein, dass es regelmäßig zu sexuellen Handlungen ihres Lebensgefährten an ihrer damals neunjährigen Tochter gekommen war. Da sie die Tathandlungen toleriert haben soll, lautet der Tatvorwurf: Beihilfe zum schweren sexuellen Missbrauch von Kindern durch Unterlassen. Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft Schweinfurt ermitteln bereits seit Ende Juli in dem Fall.

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