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Altötting: Schießwütiger ohne Waffenschein | BR24

© pa/dpa/Felix Hörhager

Polizeieinsatz in Altötting (Symbolbild).

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    Altötting: Schießwütiger ohne Waffenschein

    Der Mann, der in der Nacht von Freitag auf Samstag aus dem Fenster seiner Altöttinger Wohnung geschossen hat, besitzt keinen Waffenschein. Das bestätigte die Polizeiinspektion Altötting dem Bayerischen Rundfunk.

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    Der Mann, der in der Nacht von Freitag auf Samstag aus dem Fenster seiner Wohnung im oberbayerischen Altötting geschossen hat, besitzt keinen Waffenschein. Das bestätigte ein Beamter der Polizeiinspektion Altötting dem BR.

    Bereits im Dezember Waffen bei dem Mann sichergestellt

    Derzeit gehe man davon aus, dass der 49-Jährige sich in den letzten Monaten auf illegalem Weg die erlaubnispflichtigen Schusswaffen beschafft habe. Die Polizei hatte bereits im Dezember Waffen bei dem Mann sichergestellt. Der Verhaftete sei am Freitagabend laut Polizei stark alkoholisiert gewesen, geistig verwirrt sei er dem Eindruck nach nicht. Als politisch extremistisch sei er bislang nicht aufgefallen.

    In der Nacht von Freitag auf Samstag hatte der 49-jähriger Mann in Altötting aus bislang ungeklärtem Grund aus dem Fenster geschossen und wurde von der Polizei verhaftet. Anwohner hatten Schüsse aus einem Mehrfamilienhaus in der Trostberger Straße gemeldet. Daraufhin hatten mehrere alarmierte Streifenwagenbesatzungen das Haus umstellt, und mit dem Mann verhandelt, der an einem Fenster im Obergeschoss mit einem Gegenstand herumfuchtelte. Den Beamten gelang es, den 49-Jährigen zu überreden herunterzukommen. An der Wohnungstür überwältigten die Polizisten den Mann, der stark alkoholisiert war, und nahmen ihn fest.

    Mit Schreckschuss- oder scharfer Waffe geschossen?

    In der Wohnung fanden die Beamten mehrere erlaubnispflichtige Schusswaffen sowie dazugehörige Munition, darunter laut Polizeiangaben mindestens eine scharfe Waffe. Ob der Mann mit dieser oder ein Schreckschusswaffe geschossen, bzw. welches Ziel er anvisiert hatte, ist noch Gegenstand der Ermittlungen.

    Drohung schon an Heiligabend mit Schreckschusswaffe

    Die Polizei musste bereits an Heiligabend 2019 gegen den 49-jährigen Deutschen einschreiten, als dieser mit einer Schreckschusswaffe eine benachbarte Gaststätte betreten und lärmende Gäste bedroht hatte. Auch damals habe die Polizei seine Wohnung durchsucht und zahlreiche Waffen und Messer sichergestellt.

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