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Bayern

Täter hatte keinen Waffenschein | BR24

© BR/Benjamin Liss

In der linken Doppelhaushälfte ereignete sich das Ehedrama

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    Täter hatte keinen Waffenschein

    Nach dem Ehedrama in Wiedergeltingen im Unterallgäu ist nun herausgekommen: Der 59-Jährige, der gestern nach einem Streit mehrere Schüsse auf seine Frau abgegeben und anschließend sich selbst getötet hatte, hätte die Pistole nicht besitzen dürfen.

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    Nach aktuellen Ermittlungen der Kriminalpolizei Memmingen hatte sich der 59-jährige Ehemann die Tatwaffe illegal beschafft, einen Waffenschein besaß er nicht. Wie er an die Pistole gelangt war, ist noch unklar. Ebenso konnten die Ermittler bis jetzt nicht herausfinden, warum sich das Paar gestritten hatte.

    In das Drama war laut Polizei auch ein 72-Jähriger verwickelt, der Werbematerial verteilte. Er klingelte während des Streits an der Tür des Paares. Die 46-jährige Frau nutzte die Gelegenheit, um aus der gemeinsamen Wohnung zu flüchten. Auch der Rentner lief davon.

    Der Mann folgte seiner Frau und schoss von seinem Grundstück aus mehrere Male mit einer Pistole auf die beiden Flüchtenden. Mindestens einmal wurde die 46-Jährige getroffen. Sie konnte sich schwer verletzt bei Nachbarn in Sicherheit bringen und alarmierte die Polizei. Der Werbeausträger blieb unverletzt. Er rief - aus sicherer Entfernung - ebenfalls die Polizei.

    Mann erliegt Schussverletzungen

    Die Beamten fanden den Ehemann schwer verletzt auf seinem Grundstück. Dort starb er an den Folgen von Schussverletzungen, die er sich nach Angaben der Polizei selbst zugefügt hatte. Rettungskräfte brachten die Frau in ein Krankenhaus. Es bestand keine Lebensgefahr. Das Ehepaar hat zwei Kinder, die zur Tatzeit nicht im Haus waren.

    Die Staatsanwaltschaft Memmingen hat inzwischen beantragt, dass der Verstorbene obduziert wird. Mit einem Ergebnis ist in den nächsten Tagen zu rechnen.