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Bildrechte: picture alliance/ImageBROKER/Simon Belcher

Die Polizei ermittelt gegen einen 58-Jährigen, der ein gefundenes Maschinengewehr aufs Revier gebracht hat.

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Mann findet Kriegswaffe auf Dachboden - Polizei ermittelt

Ein 58-jähriger Mann aus Feldafing will ein Maschinengewehr, einen Nachbau der legendären Kalaschnikow, bei der Starnberger Polizei abgeben. Er habe die verbotene Kriegswaffe auf dem Dachboden gefunden. Nun ermittelt die Polizei gegen den Mann.

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Von
  • Frank Jordan

Es war am Dienstag kurz nach 17 Uhr, als ein 58-jähriger Mann aus Feldafing auf der Dienststelle der Starnberger Polizei ein Maschinengewehr auf den Tresen legte. Er habe es beim Aufräumen auf dem Dachboden gefunden und wolle es abgeben, erklärte der Mann laut Polizei. Die Aktion hat dem Waffenfinder jetzt ein Strafverfahren eingebracht.

Maschinengewehr ist verbotene Kriegswaffe

Denn bei dem Sturmgewehr handelt es sich um eine Zastava M77, einen serbischen Nachbau der legendären sowjet-russischen Kalaschnikow. Laut Polizei ist das gefundene Maschinengewehr nach dem Kriegswaffenkontrollgesetz verboten. Sollte sich bei den weiteren Ermittlungen herausstellen, dass der 58-Jährige gegen das Gesetz verstoßen hat, droht ihm eine Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr.

Mann hatte keinen Waffenschein

Außerdem hat sich der Feldafinger durch den Transport der Waffe zur Dienststelle eines zweiten Vergehens schuldig gemacht: Denn für das Führen einer Waffe wird ein Waffenschein benötigt. Den hatte der Mann nicht und für eine verbotene Kriegswaffe würde ohnehin keiner ausgestellt werden.

Staatsanwaltschaft entscheidet über weiteres Vorgehen

Über das weitere Vorgehen in diesem ungewöhnlichen Fall entscheidet jetzt die Staatsanwaltschaft. Der 58-jährige durfte nach der Vernehmung nach Hause gehen, selbstverständlich ohne das Maschinengewehr.

Polizei: Waffen und Munition nicht selbst zur Dienststelle bringen

Die Starnberger Polizei verbindet den Vorfall mit einem ernst gemeinten Hinweis: Wer Waffen oder Munition findet, sollte diese nicht zur Dienststelle bringen, sondern stattdessen die Polizei zu sich holen.

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