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Mann ersticht Ehefrau im Hotelzimmer: Acht Jahre Haft | BR24

© BR/Sylvia Bentele

Symbolbild: Ein Mann in Handschellen.

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    Mann ersticht Ehefrau im Hotelzimmer: Acht Jahre Haft

    Das Landgericht Kempten hat einen 36-Jährigen wegen Totschlags zu acht Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Nach Überzeugung des Gerichts hatte der Mann seine Ehefrau mit einem Messer so schwer am Oberschenkel verletzt, dass sie starb.

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    Von
    • Roswitha Polaschek
    • Veronika Scheidl

    Das Landgericht Kempten geht davon aus, dass der 36-jährige Angeklagte seine Ehefrau am 8. März in einem Lindauer Hotel mit einem Küchenmesser in die Leistengegend gestochen hatte. Trotz eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen starb die Frau wegen des massiven Blutverlusts.

    Zerrüttete Ehe und viele Streitereien

    Nach Ansicht des Gerichts hatte der Verurteilte erkannt, dass seine Frau sterben könnte, dies aber billigend in Kauf genommen. Das Ehepaar war aus Sicht des Gerichts seit längerem zerrüttet und hatte immer wieder gestritten.

    Verminderte Schuldfähigkeit des Angeklagten

    Da laut dem vernommenen psychiatrischen Sachverständigen bei dem Angeklagten zum Tatzeitpunkt eine akute Belastungsreaktion vorlag, ging das Gericht von einer verminderten Schuldfähigkeit des Angeklagten und einem minderschweren Fall des Totschlags aus.

    Zugunsten des Angeklagten berücksichtigte das Gericht, dass er sich zumindest teilweise zum Tatgeschehen geständig gezeigt hatte, bislang noch nicht nennenswert strafrechtlich in Erscheinung getreten war und zum Tatzeitpunkt eine psychische Ausnahmesituation vorgelegen habe. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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