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Mangel an Pflegefachkräften führt zu Insolvenz | BR24

© Rainer Aul/BR

Eingang Senioren- und Pflegeheim Onoldia Ansbach

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    Mangel an Pflegefachkräften führt zu Insolvenz

    Das Ansbacher Senioren- und Pflegeheim Onoldia mit 70 Plätzen hat Insolvenz angemeldet. 70 Beschäftigte und derzeit 56 Bewohner sind von der Insolvenz betroffen.

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    Der für die Heimaufsicht zuständige Sozialreferent der Stadt Ansbach, Holger Nießlein hat dem Bayerischen Rundfunk die Insolvenz bestätigt. Der Mangel an Fachpersonal in der Pflege sei dabei ein Grund für die wirtschaftliche Lage des Heimes gewesen, so Nießlein. Durch Krankheit und Kündigungen im Fachpersonal des Heimes sei es der Heimleitung nicht mehr möglich gewesen, genügend vorgeschriebene Fachkräfte für eine volle Auslastung der Einrichtung zu finden. Deshalb seien trotz hoher Nachfrage nur 56 Bewohner bei 70 Heimplätzen im Haus Onoldia. Dadurch sei die Einrichtung in die wirtschaftliche Insolvenz gerutscht. Das hat auch der vorläufige Insolvenzverwalter Ralf-Michael Dörr bestätigt. „Die Betreiber mussten die Reißleine ziehen“, sagte Dörr.

    Keine Beanstandungen

    Die Heimaufsicht hatte bei einer Kontrolle festgestellt, dass die Betreuung der derzeitigen Heimbewohner ohne Mängel ist und für die derzeitige Bewohnerzahl auch genügend Fachpersonal tatsächlich und nicht nur auf dem Papier vorhanden ist, sagte Nießlein. Aufgrund der momentanen Situation auf dem Markt für Pflegefachpersonal sieht der vorläufige Insolvenzverwalter nun kaum Chancen, dass ein anderer Betreiber oder Investor das Haus Onoldia retten könnte. Das Personalproblem ist wohl nicht in den Griff zu bekommen, sagte Dörr dem Bayerischen Rundfunk. Zudem müsste ein neuer Betreiber hohe Investitionen in die Gebäude stecken, so Dörr weiter.