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Wildenberg im Kreis Kelheim - Der Heimatort von Manfred Weber (CSU)
© BR / Fabian Schmerbeck

Autoren

Uli Scherr
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Wildenberg im Kreis Kelheim - Der Heimatort von Manfred Weber (CSU)

Ein Heimspiel für Manfred Weber (CSU) aus Wildenberg. Im Landkreis Kelheim wird ein neuer Fahrradweg eingeweiht - finanziert mit EU-Mitteln. Der Europapolitiker ist wieder mal zu Hause in seinem Heimatkreis. Aber natürlich entkommt er auch hier nicht den neugierigen Reporterfragen nach seiner politischen Karriere.

BR-Reporter Andreas Wenleder: "Jetzt sind sie als EU-Kommissionspräsident ja praktisch empfohlen worden. Wie ist der aktuelle Stand?" Manfred Weber: "Die Gespräche laufen. Jetzt schauen wir mal was passiert."

"Brüssel ist nicht weit weg sondern sehr nah"

Zielstrebig und konsequent hat Manfred Weber seit den 90er-Jahren an seiner politischen Karriere gearbeitet. Mit 30 Jahen wird er Berufspolitiker: Er geht 2002 als Abgeordneter in den Bayerischen Landtag. Es bleibt ein Intermezzo – schon zwei Jahre später lässt er sich in Europaparlament wählen und hat damit seine Berufung gefunden. Kein anderer CSU-Politiker wirbt so leidenschaftlich für die europäische Sache:

"Brüssel ist nicht weit weg sondern sehr nah. Landwirtschaft wird von Europa finanziert. Tourismusprojekte, der Hochwasserschutz an der Donau entlang. Das sind alles Gelder die aus Brüssel kommen. Es ist gut das sich Europa um uns kümmert."

Der stille Strippenzieher

Spätestens mit seiner Wahl zum Chef des mächtigen CSU-Bezirksverbandes Niederbayern im Jahr 2008 ist klar: Diesem Mann trauen die Parteifreunde noch höhere Aufgaben zu.

"Es gibt wahrscheinlich für einen CSU-Politiker nichts Schöneres als an diesem Platz zu stehen und beim größten Stammtisch der Welt eine Rede halten zu dürfen."

Große Bierzeltreden, wie hier beim Politischen Aschermittwoch in Passau sind eher nicht Webers Sache. Er zieht lieber im Stillen seine Strippen.

"Er ist für mich der Manfred, wie eh und je"

Und auch seine Nachbarn in der kleinen 1.300-Seelen-Ortschaft Wildenberg kennen den CSU Politiker eher als zurückhaltenden Zeitgenossen.

"Man sieht ihn in der Kirche oder bei Festen. Wenn er mal da ist, weil er ist schon die ganze Woche und auch am Wochenende eingespannt."

Die Dorf-Frisörin kennt den Europapolitiker schon seit Kindertagen.

"Der Manfred kommt schon seit dem er ein ein kleiner Bub ist zu mir ins Geschäft. Wir sind alle sehr stolz auf ihn. Vor allem darauf das er so normal und natürlich geblieben ist. Er ist für mich der Manfred, wie eh und je."

Und die Wildenberger sind auch stolz, dass einer der Ihrigen bald ein ganz Großer werden könnte auf der politischen Weltbühne.