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Manege frei: Circus Krone startet Wintersaison | BR24

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Der Münchner Circus Krone hat sein Weihnachtsprogramm präsentiert. Volles Haus und 21 neue Nummern gibt es für die Zuschauer in diesem Winter.

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Manege frei: Circus Krone startet Wintersaison

Wagemutige Artisten aus aller Welt, Clowns, Wild- und Haustiere sind wieder im Circus Krone zu sehen. Am 1. Weihnachtsfeiertag eröffnet der Circus in seinem Münchner Stammhaus die Wintersaison. Wieder dabei: das Circus-Krone-Wappentier – der Elefant.

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Nach einer Auszeit während der Sommertournee hat Circus Krone seine Elefanten zurückgeholt. Zwei der aktuell fünf Elefanten sind aus einer Tier-Residenz in Spanien nach München zurückgekehrt. So zeigen die Elefanten-Damen Bara und Burma am Abend, was ihre Tierlehrerin, Zirkusdirektorin Jana Mandana Lacey-Krone, ihnen beigebracht hat. Ein Auftritt, der bei Tierschützern auf Protest stößt. So hat die Aktionsgruppe "Tierrechte Bayern" die Rückkehr der beiden Elefanten-Kühe ein "falsches Signal" genannt. Erstmals hätten sich die Tiere in einem naturbelassenen Freipark nahezu uneingeschränkt bewegen können.

Dem Tierschutzbeauftragten des Circus Krone, Frank Keller, zufolge sei der Circus seit 40 Jahren das Zuhause der zwei Elefanten. Denn Bara und Burma kamen schon als Elefantenbabys nach München. Trotzdem wolle der Circus langfristig auf dem Krone-Gestüt in Weßling am Ammersee einen Ruhesitz für Elefanten einrichten. Man warte dafür auf die Baugenehmigung, sagte Keller. Weil viele Ämter involviert seien, dauere es aber recht lange.

Pferde und brüllende Raubtiere im Circus Krone

© picture alliance/dpa

Martin Lacey jr. bei der Vorführung einer Tiger-Dressur

Neben einer der beiden 44 Jahre alten indischen Elefantenkühe, Bara, wird Zirkusdirektorin Lacey-Krone auch ihre Pferde in der Manege präsentieren. Das Besondere daran: Erstmals sind alle Rassen des Circus Krone zu sehen: Schneeweiße Araber, pastellfarbene Cremellos, braunschimmernde Falben und pechschwarze Nonius-Hengste. Mit den Tieren zeigt die Direktorin die Hohe Kunst der Pferdedressur. Bei der Raubtier-Show tritt dann ihr Ehemann, Martin Lacey jr, auf. Der gebürtige Brite, der sich auch "König der Löwen" nennt, demonstriert, wie stark und schön seine 16 weißen und goldfarbenen Tiger und Löwen sind. Sie absolvieren weite Sprünge, setzen sich auf die Hinterbeine, schmusen aber auch mit ihrem Meister. Ein bisschen Nervenkitzel für die Zuschauer außerhalb des Manegenkäfigs: Zum Schein greifen die Großkatzen den Dompteur fauchend an und drohen ihm. Für seine Dressur-Nummern ist Lacey-Krone beim Internationalen Circus-Festival von Monte Carlo mehrmals mit höchsten Preisen gefeiert worden.

Besser als Schnitzel: sau-komische Dressur

"Hereinspaziert – Manege frei" heißt es am Abend auch für eine tierisch lustige Schweineparade. Sechs Schweine beweisen, dass sie nicht nur grunzen und fressen können. Gerettet vom Schlachthof, glänzen die Haustiere mit Intelligenz und Schönheit. So zeigen Wayne, das männliche Wollschwein, die beiden Edelschweine Diane und Lolita, sowie die drei bunten Bentheimer Carmen, Lilly und Maria, wie hoch sie über Hürden springen, wie ein Schwein Tonnen rollt und wie ein sau-guter Teppichausroller ausschaut.

Transformer im Circus – Roboter-Auto

Er liebt die amerikanischen Blockbuster-Filme über die "Transformer"- Roboter-Autos aus einer anderen Welt. Deshalb hat Lown Bilby lange an seinem Projekt getüftelt: Fast drei Jahre Zeit und 19.000 Euro hat der Ukrainer investiert – jetzt ist der Weltraumlook fertig und kommt in einer Weltpremiere schrill und bunt in die Münchner Manege.

Gefahr weit über dem Manegen-Boden

© picture alliance/dpa

Die Manege des Circus Krone

Es sieht gefährlich aus, was die Truppe Mustafa Danguir im Circus Krone vorführt. Die Artisten-Truppe aus Marokko wird auf einem vierfachen rotierenden Riesenrad, einer neuartigen Konstruktion mit zwei ineinander verzahnten Todesrädern haushohe Sprünge, Salti und Seilhüpfer wagen. Das ist Action ohne Limit der Global Gladiators. Die Truppe ist aber auch auf dem Hochseil zu sehen - in zehn Meter Höhe. Dabei erlauben zwei sich kreuzende Seilbahnen neue Varianten der Artistik. Auf dem Programm stehen zum Beispiel eine Dreier-Fahrrad-Pyramide, Überspringen der Partner und ein gewagter Stuhltrick. In die Luft geht auch ein junger Mann aus Italien -- Vioris Zoppis. Der 18-Jährige schwingt sich tarzangleich an Bändern, die wie Lianen aus der Circuskuppel herabhängen, durch die Lüfte. Seine Spezialität aber sind Spagat-Variationen.

Akrobatik zwischen Himmel und Erde und viel Spaß

Das "Circus-Theater Bingo" steht für neuen, modernen Circus. Die jungen Artisten aus der Ukraine kombinieren Disziplinen der Luft- und Bodenakrobatik mit Jonglage, Tanz und Handstandkünsten. Was natürlich auch dazugehört zur Circus-Krone-Vorstellung: Clowns. Diesmal sorgen Spaßmacher aus Russland mit Slapsticks à la Laurel & Hardy für Unterhaltung: "Prosvirnin & Family" spielen auf verschiedenen Musikinstrumenten, zeigen Stepptanz und Artistik. Die Vollblut-Komiker wurden bereits mit dem Silbernen Clown auf dem Internationalen Circus-Festival von Monte Carlo ausgezeichnet.

© picture alliance/dpa

Jana Mandana Lancey-Krone streichelt einen liegenden Elefanten in der Manege in München