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Manching: Mutter springt in den Tod – Töchter erstochen | BR24

© BR / Henning Pfeifer

Im oberbayerischen Manching hat sich am Freitagnachmittag möglicherweise ein erweiterter Suizid ereignet. Eine Frau stürzte sich in den Tod. Anschließend fand die Polizei in ihrem Auto die Leichen ihrer beiden kleinen Töchter.

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Manching: Mutter springt in den Tod – Töchter erstochen

Im oberbayerischen Manching hat sich am Freitagnachmittag möglicherweise ein erweiterter Suizid ereignet. Eine Frau stürzte sich in den Tod. Anschließend fand die Polizei in ihrem Auto die Leichen ihrer beiden kleinen Töchter.

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Schreckliche Szenen in Manching im Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm: Am Freitagnachmittag gegen 16 Uhr hat sich eine Frau in einem Bürogebäude vom fünften Stock des Treppenhauses in die Tiefe gestürzt. Ein Zeuge hatte alles mitangesehen und die Polizei verständigt. Rettungskräfte brachten die 38-Jährige in eine Klinik, wo sie in der Nacht ihren Verletzungen erlag.

Messer dürfte Tatwaffe gewesen sein

Im Auto der Frau, das auf einem Parkplatz der Firma abgestellt war, entdeckte die Polizei die Leichen ihrer beiden Kinder – zwei Mädchen im Alter von zehn Monaten und drei Jahren. Ein Messer wurde im Auto als die vermutliche Tatwaffe sichergestellt. Zum Ablauf und zu den Hintergründen des tödlichen Dramas ist noch nichts bekannt.

Krisenhelfer mussten Ehemann betreuen

Laut Polizei befand sich die Frau gegenwärtig in Elternzeit. Aus beruflichen Gründen habe sie sich daher nicht in dem Firmengebäude aufhalten müssen. Als Mitarbeiterin habe sie dennoch Zugang zu dem Gebäude gehabt. Ihr Ehemann, mit dem sie zur Tatzeit zusammenlebte, wurde ebenso wie weitere Angehörige von einem Kriseninterventionsteam betreut. Die Familie stammt den Angaben zufolge aus dem Landkreis Neuburg-Schrobenhausen.

Obduktion der Leichen am Montag geplant

Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Ingolstadt und der Kriminalpolizei dauern an. Alle drei Leichen sollen am Montag obduziert werden.

Der Bayerische Rundfunk berichtet - vor allem wegen möglicher Nachahmer-Effekte - in der Regel nicht über Suizide oder Suizidversuche, außer die zuständige Redaktion sieht es durch die Umstände der Tat geboten. Sollten Sie selbst Hilfe benötigen, kontaktieren Sie bitte umgehend die Telefonseelsorge. Beratung erhalten Sie unter der kostenlosen Rufnummer 0800-1110111 oder 0800-1110222. Weitere Hilfsangebote gibt es bei der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention.