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Feuerwehrleute löschen mit Löschschaum (Symbolbild)
© picture alliance / rtn - radio tele nord / Peter Wuest
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Feuerwehrleute löschen mit Löschschaum (Symbolbild)

Nach Meinung einer Bürgerinitiative packen Bundeswehr und Landratsamt das Thema PFC-Verschmutzung viel zu langsam an. Noch immer kontaminiert das Flugplatzgelände das Grundwasser mit der Chemikalie.

Gift im Löschschaum

PFC war in dem Löschschaum, den die Bundeswehr bis 2011 auf dem Militärflugplatz in Manching eingesetzt hat. Das Gelände dort ist kontaminiert, und auch in der Umgebung werden erhöhte PFC-Werte gemessen. Das hat der erste Gefährdungsbericht ergeben, den die Bundeswehr Ende 2018 vorgelegt hat.

Wie geht es nun weiter?

Die Bürgerinitiative "PFC Flugplatz Manching", die sich im vergangenen Sommer gegründet hat, will endlich Antworten. Sie trifft sich am Freitag zu einem Gespräch mit Pfaffenhofens Landrat Martin Wolf (CSU). Denn die Manchinger fordern, dass die anhaltende PFC-Verschmutzung baldmöglichst gestoppt wird. Schließlich gebe es durchaus technische Möglichkeiten, so der Sprecher der Bürgerinitiative Michael Weichenrieder:

"Es gibt sogenannte Abstromsicherungen, die zum Beispiel am Campus in Ingolstadt eingesetzt werden, die dort auch vom Wasserwirtschaftsamt vorgeschrieben wurden. Das Landratsamt als zuständige Behörde hat aber bei Manching noch nichts vorgeschrieben in der Sache." Michael Weichenrieder, Bürgerinitiative "PFC Flugplatz Manching"

Im Landratsamt verweist man bislang auf den Verursacher der PFC-Verschmutzung, die Bundeswehr. Die bittet um Geduld. Umfangreiche Untersuchungen und Vorbereitungen bräuchten eben Zeit. Doch die Bürgerinitiative will endlich einen verbindlichen Zeitplan und Ergebnisse.