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Proteste vor dem Werkstor von MAN in Nürnberg

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    MAN-Mitarbeiter in Nürnberg befürchten massiven Jobabbau

    Die Beschäftigten des MAN-Werks in Nürnberg legen ihre Arbeit nieder. Hintergrund sind die Pläne des MAN-Vorstands, die Vereinbarung zur Standort- und Beschäftigungssicherung zu kündigen. Die Gewerkschaft befürchtet einen massiven Stellenabbau.

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    Von
    • Daniel Peter
    • Jonas Miller

    Der MAN-Vorstand plant die Vereinbarung zur Standort- und Beschäftigungssicherung zum Ende des Monats aufkündigen. Als Grund wird die wirtschaftliche Situation angeführt. Die Beschäftigten des MAN-Werks in Nürnberg legen daher am Donnerstagvormittag ihre Arbeit aus Protest nieder.

    IG Metall will Jobabbau verhindern

    Eigentlich sollte die Vereinbarung zur Sicherung der Beschäftigung bis Ende 2030 laufen. Andreas Weidemann von der IG Metall Nürnberg ist um die Arbeitsplätze in Nürnberg besorgt: "Wir fordern, dass alle Verhandlungen zur Zukunft der MAN unter der Bedingung geführt werden, dass es keine betriebsbedingten Kündigungen gibt." Geplant ist neben dem Protestmarsch auch eine Kundgebung an der Frankenstraße Ecke Markgrafenstraße bei der sich auch Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König (CSU) angekündigt hat.

    Forderung: Standort soll Kompetenzzentrum werden

    Laut Gewerkschaft sei der Standort in Nürnberg auf einem guten Weg, entwickle sparsame und schadstoffarme Dieselmotoren, die nicht nur in den MAN-Fahrzeugen, sondern auch in Bahnen, Booten und Landmaschinen eingesetzt werden. Darüberhinaus werde in Nürnberg auch intensiv an Antrieben wie Wasserstoff und Elektromobilität geforscht. Gewerkschafter Weidemann fordert daher, "dass die MAN hier am Standort Nürnberg ein Kompetenzzentrum für Wasserstoff wird.“

    Massiver Stellenabbau befürchtet

    Rund 4.000 Beschäftigte gibt es am MAN- Standort in Nürnberg. Die Gewerkschaft befürchtet, das rund ein Drittel der Beschäftigten in Nürnberg gekündigt werden könnten. Vor allem in schwierigen Zeiten wie der Corona-Pandemie dürfe es keine betriebsbedingte Kündigungen geben, so die IG-Metall.

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