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MAN Energy Solutions streicht Stellen - davon 800 in Augsburg | BR24

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Bildrechte: Bayerischer Rundfunk 2020

Der Anlagenbauer MAN Energy Solutions muss sparen. Im Unternehmen sollen deshalb in Deutschland rund 1.600 Arbeitsplätze wegfallen, kündigte heute die Geschäftsführung an. Den Standort Augsburg trifft es dabei besonders hart.

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MAN Energy Solutions streicht Stellen - davon 800 in Augsburg

Die VW-Tocher MAN Energy Solutions baut 2.600 Stellen ab, davon 1.650 in Deutschland. Das gab das Unternehmen am Mittwoch bekannt. Stark betroffen vom Stellenabbau ist vor allem der Standort Augsburg. Kritik am Management kommt von der IG Metall.

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Von
  • Andreas Herz
  • Werner Bader

Wie am Mittwoch bekannt wurde, will die VW-Tochter MAN Energy Solutions mehr als tausend Stellen in Deutschland abbauen. Durch Frühverrentung und Abfindungen sollen betriebsbedingte Kündigungen vermieden werden. Die Gewerkschaft ist mit der Übereinkunft zufrieden, da so ein noch stärkerer Stellenabbau vermieden worden sei. Augsburgs IG-Metall-Sprecher Michael Leppek kritisiert jedoch Management-Fehler.

IG-Metall: Es hätte frühere Umorientierung gebraucht

Zu lange habe sich das Unternehmen auf die riesigen Diesel-Schiffsmotoren konzentriert, kritisiert die Gewerkschaft. Zu spät sei auf neue Technologien umgesteuert worden: "Vor allem mit Gasmotoren und hybriden Antrieben können wir gewinnen. Hätte man vor acht oder zehn Jahren dafür die Weichen gestellt, hätte der Konzern jetzt bessere Geschäftsaussichten", so Leppek.

Abbau von 800 Stellen in Augsburg

Der Konzern verweist in seiner Mitteilung auf die Pandemie und den deshalb stagnierenden Umsatz. Rund 800 Stellen werden deshalb allein in Augsburg abgebaut. Das ist weniger als zunächst geplant. Ein Entgegenkommen, dass die Belegschaft mit Lohnverzicht bezahlt.

MAN Energy Solutions soll Teil des VW-Konzerns bleiben

Vorerst soll MAN Energy Solutions auch Teil des VW-Konzerns bleiben. Diese Zusage gibt es fest für vier Jahre. Sollte dann ein bestimmtes Renditeziel erreicht werden, ist der Verbleib für zwei weitere Jahre gesichert. Wenn nicht, wird VW die Augsburger Tochter wohl verkaufen. Ein Vorhaben, dass VW schon lange verfolgt.

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