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Mammutzahn bei Riekofen freigelegt und verpackt | BR24

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Im Landkreis Regensburg haben Archäologen den Stoßzahn eines Mammuts freigelegt und zum Abtransport sicher verpackt. Er war auf einer Baustelle zufällig entdeckt worden. Für die Archäologen ist es ein außergewöhnlicher Fund.

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Mammutzahn bei Riekofen freigelegt und verpackt

Im Landkreis Regensburg haben Archäologen den Stoßzahn eines Mammuts freigelegt und zum Abtransport sicher verpackt. Er war auf einer Baustelle zufällig entdeckt worden. Für die Archäologen ist es ein außergewöhnlicher Fund.

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Von
  • Andreas Wenleder

Im Landkreis Regensburg haben Archäologen am Donnerstag (2.4.) den Stoßzahn eines Mammuts freigelegt und zum Abtransport sicher verpackt. Er war diese Woche auf einer Baustelle zufällig entdeckt worden. Der fast 2,50 Meter lange Zahn ist mindestens 20.000 Jahre alt und gehörte wohl einem Mammut-Männchen. Für die Archäologen ist es ein außergewöhnlicher Fund.

"Das ist absolut einmalig, was wir hier gefunden haben. Ein Mammut zu finden, ist unglaublich. Vor allem in dieser Gegend, wo man nicht damit rechnet. Das ist fantastisch." Christoph Steinmann, Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege Regensburg

Heikle Bergung

Die Bergung des Urzeit-Relikts gestaltete sich aber schwierig. Der Zahn ist brüchig und musste zuerst mit großer Sorgfalt freigelegt werden. Er lag nur wenige Zentimeter unter dem Fußboden eines alten Hauses. Die Überreste des Anwesens waren das eigentliche Ziel der Archäologen.

"Das war das, wonach wir eigentlich geschaut haben. Und dann schaute halt so ein kleines Stück, etwas Undefinierbares aus dem Erdboden heraus. Dann haben wir gesagt, kann das ein Mammutstoßzahn sein? So groß wie das ist. Wahnsinn." Christoph Steinmann

Weitere Mammut-Knochen entdeckt

Neben dem Stoßzahn fanden die Forscher noch weitere Teile des Mammuts. Darunter Rippen und andere Körperteile, die aber weit verstreut liegen. Die Archäologen gehen davon aus, dass die Knochen in einem Flussbett mit der Zeit auseinandergetrieben sind. Die Überreste des Eiszeittiers sollen jetzt im Labor genauer untersucht werden. Dafür wurde alles dokumentiert und fachgerecht verpackt. Um den bröseligen Stoßzahn sicher transportieren zu können, haben ihn die Archäologen in Folie gewickelt und eingegipst.

Nachbarn taufen das Mammut "Konrad"

Die Menschen aus der Nachbarschaft in Riekofen haben "ihrem" Mammut übrigens schon einen Namen gegeben: Es wurde auf den Namen "Konrad" getauft, benannt nach Konrad Beck, einem Hobby-Archäologen, der in der Gegend geforscht, und ein kleines Museum in der Ortschaft Taimering eingerichtet hat. Außerdem liegt der Fundort des Mammuts in der Beckgasse.

© BR/Andreas Wenleder

Am Fundort in Riekofen wurde alles dokumentiert und fachgerecht verpackt. Die Archäologen haben den Stoßzahn in Folie gewickelt und eingegipst.