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Malachitgrün in Isar und Moosach: Betrieb muss saniert werden | BR24

© BR / Manuel Rauch

Durch Recherchen des BR war ans Licht gekommen, dass Fische in Moosach und Isar mit dem verbotenen Tiermedikament Malachitgrün belastet sind. Schuld war ein Fischzuchtbetrieb. Das Landratsamt Freising hat nun die Sanierung des Betriebes angeordnet.

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Malachitgrün in Isar und Moosach: Betrieb muss saniert werden

Durch Recherchen des BR war ans Licht gekommen, dass Fische in Moosach und Isar mit dem verbotenen Tiermedikament Malachitgrün belastet sind. Schuld war ein Fischzuchtbetrieb. Das Landratsamt Freising hat nun die Sanierung des Betriebes angeordnet.

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Recherchen des Bayerischen Rundfunks hatten es im Frühjahr ans Licht gebracht: Fische in der Moosach und in der Isar bei Freising und Moosburg sind mit dem verbotenen Tiermedikament Malachitgrün belastet. Laut einer Selbstanzeige hatte ein Fischzuchtbetrieb Fische mit dem Arzneimittel behandelt. Jetzt ordnet das Landratsamt Freising eine Sanierung des Betriebs an.

Teiche müssen stillgelegt werden

Der Betrieb muss nicht nur Teile der Anlage stilllegen, sondern auch in anderen Teichen Staustufen einbauen. Auch die Wasserführung soll zum Teil umgeleitet werden, fordert das Freisinger Landratsamt. Denn: Die Malachitgrün-Rückstände wurden aus dem Fischzuchtbetrieb ausgeschwemmt. Zusammen mit dem Pächter der Anlage, den Fachbehörden und der Regierung von Oberbayern hat das Landratsamt die Sanierungsmaßnahmen erarbeitet. Der Betrieb muss diese nun zügig umsetzen.

Malachitgrün in EU verboten

Malachitgrün ist ein Arzneimittel, das eingesetzt wird, wenn Fische mit Pilzen oder Parasiten infiziert sind. In der EU ist das Medikament im Bereich der Lebensmittelproduktion aber verboten. Wegen Verstoßes gegen das Lebensmittelrecht hat daher die Staatsanwaltschaft Landshut im Mai auch Anklage erhoben gegen den Inhaber und einen Mitarbeiter des Fischzuchtbetriebes aus dem Raum Freising.

Geschädigte sind nicht nur Verbraucher, die die Fische gegessen haben, sondern auch Angler und Fischzüchter. Zuletzt hatten Untersuchungen des Wasserwirtschaftsamts München ergeben: der Gehalt von Malachitgrün in dem ausgeschwemmten Material hat sich bereits reduziert.