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Mainfranken bereitet sich auf Höhepunkt der Hitzewelle vor | BR24

© Nathalie Bachmann/BR-Mainfranken

Für Mainfranken sind am Donnerstag Temperaturen von bis zu 39 Grad vorausgesagt. Da dürfte es spannend werden, ob in Kitzingen die Rekordmarke von 40,3 Grad geknackt wird. Sie wurde im Sommer 2015 gleich zweimal in der Kreisstadt gemessen.

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Mainfranken bereitet sich auf Höhepunkt der Hitzewelle vor

Für Mainfranken sind am Donnerstag Temperaturen von bis zu 39 Grad vorausgesagt. Da dürfte es spannend werden, ob in Kitzingen die Rekordmarke von 40,3 Grad geknackt wird. Sie wurde im Sommer 2015 gleich zweimal in der Kreisstadt gemessen.

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Die Regierung von Unterfranken hat für Waldbrände die höchste Gefahrenstufe ausgerufen und deshalb vorsorglich Luftbeobachtung angeordnet – vorerst bis Montag, 29. Juli. Gleichzeitig wird die Bevölkerung darum gebeten, in Waldgebieten äußerste Vorsicht walten zu lassen und keinesfalls mit offenem Feuer zu hantieren oder zu rauchen. Die hohen Temperaturen lösen unterdessen immer wieder Brände aus, so etwa bei landwirtschaftlichen Maschinen. So ging am Dienstag ein Mähdrescher in der Nähe von Kitzingen in Flammen auf.

Besondere Belastung für Feuerwehrleute

Die Hitze macht die Löscharbeiten für die Feuerwehleute schwierig und anstrengend. Bei den hohen Temperaturen hat die Berufsfeuerwehr Würzburg noch keine besonderen Vorkehrungen getroffen. "Wir arbeiten mit der normalen Personaldecke und fordern, wenn nötig, Verstärkung bei den Freiwilligen Feuerwehren an", sagte Karl Vornberger, Sachgebietsleiter Einsatzorganisation, dem BR. Was die Mitarbeiter jedoch belaste, sei die recht dicke und damit warme Schutzkleidung. "Wenn sie keine Brände bekämpfen, ordnet der Einsatzleiter deshalb im Regelfall Marscherleichterung an", so Vornberger. Beim Löschen würden die Kollegen so bald wie möglich ausgetauscht, um eine noch höhere Belastung zu verhindern.

Keine Einschränkungen für Schifffahrt

Schiffsführer müssen sich laut Heinrich Schoppmann, Leiter des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts Schweinfurt, nicht auf Einschränkungen einstellen. Da der Main gestaut wird, würden überall gleichbleibende Tiefen herrschen. Für Binnenschiffe besteht also keine Gefahr, auf Grund zu laufen. Mehr Kopfzerbrechen bereite Schoppmann die Tatsache, dass der Main, gerade bei den sommerlichen Temperaturen, von immer mehr Menschen genutzt werde – so etwa von Kanufahrern, Schwimmern und Stand-Up-Paddlern. Aufgrund des Gedränges auf dem Fluss habe es schon einige Male brenzlige Situationen gegeben.

Vorwarnstufe für Main ausgerufen

Mit der Luft- steigt auch die Wassertemperatur, womit der Stress für Fische und andere Tiere zunimmt. "Wir befinden uns aktuell in der Vorwarnstufe. Eine weitere Erhöhung der Wassertemperatur ist allerdings zu erwarten", so Johannes Hardenacke, Sprecher der Regierung von Unterfranken. Einschränkungen für Wasserentnahmen würden derzeit nicht bestehen. Allerdings seien diese ohnehin erlaubnispflichtig, sofern es sich nicht um "Gemeingebrauch", wie etwa bei Schöpfen mit Eimern oder Viehtränken handelt.