BR24 Logo
BR24 Logo
Bayern

Mahnwachen gegen Altersarmut in Unterfranken | BR24

© BR/ Achim Winkelmann

Bayernweit sind Manhwachen gegen Altersarmut geplant. Auch in Unterfranken gehen Menschen auf die Straße, um auf das Thema Altersarmut aufmerksam zu machen. Die Organisatorin der Mahnwache in Würzburg hat verschiedene Forderungen.

4
Per Mail sharen
Teilen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

Mahnwachen gegen Altersarmut in Unterfranken

Bayernweit sind Mahnwachen gegen Altersarmut geplant. Auch in Unterfranken gehen Menschen auf die Straße, um auf das Thema aufmerksam zu machen. Die Organisatorin in Würzburg distanziert sich aber von der Gruppe "Fridays gegen Altersarmut".

4
Per Mail sharen
Teilen

Rund 20 Mahnwachen gegen Altersarmut sind am Freitag in Bayern geplant, am Nachmittag auch in Würzburg und Schweinfurt. So trifft sich die Gruppe WIR "gemeinsam" gegen Altersarmut von 14 bis 18 Uhr in der Würzburger Eichhornstraße. In Schweinfurt wollen sich die Protestierenden von 16 bis 18 Uhr am Marktplatz versammeln.

Altersarmut geht alle an

"Das Thema Altersarmut geht uns alle an. Deswegen gehen wir auf die Straße, um die Leute dazu zu bewegen, mit uns zu kämpfen", sagt die Organisatorin der Würzburger Mahnwache Brigitte Bauer. Die ehemalige Altenpflegerin arbeitet ehrenamtlich im Hammelburger Sozialcafe Hoffnung. "Da kommen viele mit Grundsicherung und man spürt die Altersarmut deutlich. Viele können am Leben nicht mehr richtig teilnehmen", sagt Bauer.

Forderungen der Protestierenden

Die Protestierenden fordern unter anderem eine solidarische Rente, in die Arbeiter, Angestellte, Beamte und Selbstständige den gleichen prozentualen Anteil einzahlen und eine Grundrente von 960 Euro im Monat für Jeden. Die Rente müsse außerdem als Lohnersatzleistung steuerfrei bleiben.

Distanzierung von "Fridays gegen Altersarmut"

Von der Facebook-Gruppe "Fridays gegen Altersarmut" distanzieren sich die Organisatoren der Würzburger und Schweinfurter Mahnwachen. "Da ist ein brauner Hintergrund, mit dieser Gruppe haben wir nichts zu tun", sagt Bauer.

Nach offizieller Definition ist man von Altersarmut gefährdet, wenn Menschen über 65 Jahre alt sind und weniger als 60 Prozent des Durchschnittseinkommens zur Verfügung haben. In Bayern sind das rund 450.000 Menschen. Auch in Unterfranken steigt die Zahl der Menschen, die Grundsicherung im Alter beziehen. Das zeigen Zahlen des Statistischen Landesamts.