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Schweinfurt: Atomkraftgegner erinnern an Reaktorkatastrophe | BR24

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Fahne: Atomkraft? Nein Danke

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    Schweinfurt: Atomkraftgegner erinnern an Reaktorkatastrophe

    Zum 8. Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Fukushima findet heute eine Mahnwache am Schweinfurter Georg-Wichtermann-Platz statt. Das Schweinfurter Aktionsbündnis gegen Atomkraft will der Opfer gedenken und die Situation in Deutschland beleuchten.

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    Die Situation in Fukushima sei gekennzeichnet durch dramatische Entsorgungsprobleme. In und um Fukushima stapelten sich unter freiem Himmel weiterhin unvorstellbare Massen an Plastiksäcken, gefüllt mit radioaktiv verseuchter Erde, Laub, Dreck. Das Meer werde durch stetige Einleitungen radioaktiv belasteten Wassers verseucht, heißt es in einer Pressemitteilung des "Schweinfurter Aktionsbündnis gegen Atomkraft."

    Deutsche Kernkraftwerke sollen bis 2022 abgeschaltet sein

    Bei der Mahnwache werde auch die Situation in Deutschland beleuchtet. Nach dem beschlossenen Atomausstieg seien seien aber immer noch sieben hochgefährliche AKWs am Netz. Sie gefährdeten Umwelt und Lebewesen und produzierten stetig weiteren hochradioaktiven Atommüll, für den es weltweit bisher keine ausreichend sichere Lagermöglichkeit gebe, schreibt die Sprecherin des Aktionsbündnisses, Babs Günther, in einer Pressemitteilung. Das KKW Grafenrheinfeld – rund zehn Kilometer Luftlinie von Schweinfurt entfernt – ist vor dreidreiviertel Jahren am 28.6.2015 nach 33 Jahren am Netz endgültig abgeschaltet worden. Durch die Reaktorkatastrophe von Fukushima hatte die Bundesregierung entschieden, das KKW Grafenrheinfeld weit früher abzuschalten, wie ursprünglich geplant. Bis 2022 sollen bundesweit alle KKW abgeschaltet sein.