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Mahnmal aus maskierten Mannequins | BR24

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Mahnmal zur Corona-Krise

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    Mahnmal aus maskierten Mannequins

    Eine Installation zur Corona-Krise macht Zwischenstopp in München. Und soll zum Nachdenken anregen.

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    München – 111 Schaufensterpuppen, nur bekleidet mit rot-weißem Absperrband, haben am Mittwoch den Münchner Marienplatz bevölkert. "It is like it is“ – so heißt die Installation von Künstler Dennis Josef Meseg. Und die zog alle Blicke auf sich. Schon am frühen Morgen staunten Schaulustige über die mal sitzenden, mal in Grüppchen stehenden Figuren. Teils fehlen ihnen Gliedmaßen, teils der Kopf. Immer sind sie fest eingewickelt in das Flatterband.

    Ein Mahnmal zur Corona-Krise

    Und halten gebührend Abstand zueinander. Dadurch strahlen sie Distanz aus, Hilflosigkeit. Er wollte mit seiner Installation ein Mahnmal schaffen zur Corona-Krise, so der Künstler. Seine Botschaft:

    "Niemand, egal aus welcher Bevölkerungsschicht, egal ob Jung oder Alt, kommt in diesen Tagen am Thema Corona vorbei. Es verfolgt uns rund um die Uhr, bis in den Traum. Ein tödlicher Equalizer, der die Menschen gedanklich gleichschaltet und auf nie gekannte Art vereint in ihrer Angst, ihren Verlusten, ihrer Einsamkeit und Not." Dennis Josef Meseg, Künstler

    Aufmerksamkeit erregen, viele Menschen erreichen und zum Nachdenken anregen – kurz: Auf künstlerische Weise seine Gedanken zur Corona-Krise ausdrücken. Das will Dennis Josef Meseg mit seinem Mahnmal der besonderen Art. Mit seinen Puppen tourt er durch ganz Deutschland, bringt seine Kunst zu den Menschen in die Innenstädte. Nach Berlin, Hamburg und Düsseldorf nun auch nach München. Für einen Tag. Dann geht es weiter. Nächster Halt: Essen.