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"Mahnender Mühlstein" im Vatikan aufgestellt | BR24

© Claudia Harich

Der "Mahnende Mühlstein" auf dem Petersplatz in Rom

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    "Mahnender Mühlstein" im Vatikan aufgestellt

    Der 1,4 Tonnen schwere Mühlstein, der den sexuellen Missbrauch an Kindern und Jugendlichen anprangert, hat nun seinen Platz im Vatikan gefunden. Im Juli lag der "Mahnende Mühlstein" noch vor dem Würzburger Kiliansdom.

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    Der "Mahnender Mühlstein" hat nun seinen Platz im Vatikan gefunden. Der Papst habe entschieden, ihn vor dem Sitz der Päpstlichen Kinderschutzkommission am Largo Giovanni Paolo II hinter der Audienzhalle Paul VI. aufstellen zu lassen, sagte Pressesprecher Matteo Bruni der Katholischen Nachrichtenagentur. Das 1,4 Tonnen schwere Mahnmal wurde zwischen zwei Pfeilern der Audienzhalle in einem Beet mit Usambara-Veilchen aufgestellt.

    Mahnmahl gegen Missbrauch an Kindern

    Am 27. November hatten Vertreterinnen und Vertreter der Initiative gegen Gewalt und sexuellen Missbrauch an Kindern und Jugendlichen e.V. den "Mahnenden Mühlstein" auf dem Petersplatz an Papst Franziskus übergeben. Laut der Initiative sagte der Papst zu Johannes Heibel, dem Vorsitzenden der Initiative: "Ich habe eine schwere Arbeit. Bitte beten Sie für mich."

    Auf dem Mühlstein ist in großen Lettern ein Zitat aus dem Matthäusevangelium eingraviert: "Wer aber einem von diesen Kleinen, die an mich glauben, Ärgernis gibt, dem wäre es besser, wenn ihm ein Mühlstein an den Hals gehängt und er in die Tiefe des Meeres versenkt würde."

    Der Mühlstein hatte 2008 seine Reise durch deutsche Städte angetreten. Der Vorsitzende der Initiative, Johannes Heibel, ein Sozialpädagoge, beschäftigt sich seit 1993 mit Fällen sexuellen Missbrauchs in Kirche und Gesellschaft.