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Klinikum Bayreuth

Die Staatsanwaltschaft Hof ermittelt wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung und Abrechnungsbetrug im Zusammenhang mit dem Klinikum Bayreuth. Hintergrund des Ermittlungsverfahrens gegen unbekannt ist die Frage, ob es am Klinikum Bayreuth Fehler bei der Behandlung von Epilepsie-Patienten gab oder nicht.

Tod einer Epilepsie-Patientin wird untersucht

Das Krankenhaus weist dementsprechende Vorwürfe von zwei Neurologen zurück. In einer anonymen Anzeige, die Ende Juni bei der Staatsanwaltschaft Hof eingegangen war, werde auch der Tod einer 19-jährigen Epilepsie-Patientin geschildert. Sie soll am Klinikum Bayreuth behandelt worden sein, so ein Sprecher der Staatsanwaltschaft auf Anfrage des Bayerischen Rundfunks.

Zwei Ärzte am Klinikum Bayreuth entlassen

Weitere Einzelheiten zum Stand des Verfahrens könne die Staatsanwaltschaft derzeit nicht bekannt geben, so der Sprecher weiter. Ein Ärzte-Ehepaar hatte bekanntlich auf Mängel in der Behandlung von Epilepsie-Patienten am Klinikum Bayreuth hingewiesen und den Bayreuther Stadtrat informiert. Infolge der umfangreichen Streitigkeiten wurden die beiden Ärzte entlassen.

Klinikum Bayreuth weist Vorwürfe zurück

Vom Klinikum Bayreuth heißt es auf Anfrage, dass die Behandlung der 19-Jährigen "korrekt und leitlinienkonform" verlaufen sei. Auch ein externer Gutachter habe bei der Behandlung von Epilepsie-Patienten keine Beanstandungen gehabt. "Der Tod der jungen Patientin berührt uns. Faktoren, die zu dieser dramatischen Entwicklung geführt hatten, konnte die Klinikum Bayreuth GmbH allerdings nicht beeinflussen", heißt es in einer schriftlichen Stellungnahme.