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Mädchenfußball: "An der Basis rumort es" | BR24

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Deutschlandweit sind die Zahlen im Mädchenfußball seit 2011 rückläufig. Laut einer Studie der Uni Würzburg hat sich in Bayern fast jedes zweite Juniorinnen-Team aufgelöst. Besonders dramatisch ist die Lage in Nordbayern.

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Mädchenfußball: "An der Basis rumort es"

Deutschlandweit sind die Zahlen im Mädchenfußball seit 2011 rückläufig. Laut einer Studie der Uni Würzburg hat sich in Bayern fast jedes zweite Juniorinnen-Team aufgelöst. Besonders dramatisch ist die Lage in Nordbayern.

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"An der Basis rumort es, weil die Vereine das Gefühl haben, sie machen die ganze Arbeit und der Verband schöpft die Leistungsträgerinnen ab. Das demotiviert die Vereine nachhaltig und wird das Wegsterben des Mädchenfußballs in Bayern weiter forcieren", sagt Professor Heinz Reinders, der an der Universität Würzburg das Nachwuchsförderzentrum für Juniorinnen (NFZ) leitet.

Eine Studie der Universität Würzburg mit Zahlen von 2011 bis 2018 zeigt: 2011 waren in Bayern noch 1.305 Mädchenteams bis zu den U17-Juniorinnen gemeldet. Ein Blick auf die DFB-Statistik von 2018 illustriert den deutlichen Abfall. Die Zahl der Teams ist auf 712 gesunken.

Das entspricht einer Verlustquote von 45,2 Prozent innerhalb von acht Jahren. Das Würzburger Nachwuchsförderzentrum für Juniorinnen (NFZ) ist die bundesweit einzige Forschungsstelle für Mädchenfußball.

Sportwissenschaftler: Große Unzufriedenheit bei den Vereinen

"Wir brauchen mehr Anreize durch den Verband zur Gewinnung neuer Spielerinnen", folgert der Autor der Studie, Heinz Reinders. Die finanzielle Förderung von Fußball-AGs für Mädchen an Kitas und Grundschulen wäre hier ebenso notwendig wie eine bessere Abstimmung in der Talentförderung zwischen Verband und Verein.

Schlechte Stimmung vor allem bei nordbayerischen Clubs

Während die Zufriedenheit beispielsweise in Oberbayern zwischen 2011 und 2018 konstant hoch geblieben ist, sind vor allem die Vereine aus dem strukturschwächeren Nordbayern zusehends unzufriedener. Allein in Unterfranken ist die durchschnittliche Zufriedenheit mit der Mädchenförderung um 16,9 Prozent gesunken, ein bayernweiter Spitzenwert, dem die Mittelfranken mit 14,4 Prozent und die Oberpfalz mit 12,8 Prozent rückläufiger Zufriedenheit folgen, so die Studie. "Wir können sagen, je näher es nach München geht und je strukturstärker eine Region ist, desto besser schätzen Vereine die Lage im Mädchenfußball ein", kann Reinders aus den Daten ablesen.

Mädchenfußball erhält nur geringe Förderung

Der Experte sieht einen Grund der Unzufriedenheit in einer zu geringen Strukturförderung des Mädchenfußballs. Belegen kann er diese These durch den regionalen Vergleich und die Situation der Vereine. Seit 2011 befragt das Nachwuchsförderzentrum alle zwei Jahre mindestens 700 bayerische Vereine nach ihrer Zufriedenheit mit der Förderung im Mädchenfußball. Und diese Zufriedenheit hat sich in dieser Zeit regional sehr unterschiedlich entwickelt.

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Deutschlandweit sind die Zahlen im Mädchenfußball seit 2011 rückläufig. Laut einer Studie der Uni Würzburg hat sich in Bayern fast jedes zweite Juniorinnen-Team aufgelöst. Besonders dramatisch ist die Lage in Nordbayern

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Laut einer Studie der Uni Würzburg sind die Zahlen im Mädchenfußball deutschlandweit rückläufig. Der Unmut der Vereine über die fehlende Förderung wächst. Allein in Bayern ist fast jedes zweite Juniorinnen-Team weggebrochen.