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Mädchen und junger Mann in Donau vermisst - Wasserwacht warnt | BR24

© zema medien/Zechbauer

Die Badestelle an der Donau wirkt einladend - birgt aber große Gefahren

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    Mädchen und junger Mann in Donau vermisst - Wasserwacht warnt

    Die Hoffnung schwindet mit der Zeit: Bei Bogen (Lkr. Straubing-Bogen) und Deggendorf sind zwei junge Menschen in der Donau untergegangen und gelten seitdem als vermisst. Die Wasserwacht erklärt, warum die Suchen beendet wurden - und warnt.

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    Ein 13-jähriges Mädchen und ein 23-jähriger Mann gelten aktuell nach einem Bad in der Donau in Niederbayern als vermisst. Die Wasserwacht warnt vor den Gefahren des Flusses und erklärt, warum die Suchen eingestellt wurden.

    Suche mit Hubschrauber und Booten ohne Erfolg

    Der Mann war am Montagnachmittag untergegangen, als er mit einem Freund die Donau bei Deggendorf durchschwimmen wollte. Das Mädchen war am Dienstagnachmittag bei Bogen (Lkr. Straubing-Bogen) von der Strömung im brusthohen Wasser mitgerissen worden. Bei beiden Vermissten wurde eine großangelegte Suche mit Booten und Hubschraubern eingeleitet - in beiden Fällen ohne Erfolg.

    Suchen auch wegen Unwetters eingestellt

    Im Gespräch mit dem Bayerischen Rundfunk erklärt Heribert Thöne, der technische Leiter der Kreiswasserwacht Straubing-Bogen, warum die Suche nach dem Mädchen bei Bogen bereits nach rund zwei Stunden eingestellt wurde. Zum einen besteht nach mehreren Stunden kaum mehr eine Chance, die vermisste Person lebend zu finden. Zum anderen ist am Dienstagnachmittag, während der Suchaktion, ein schweres Gewitter aufgezogen. Deswegen mussten die Hubschrauber abdrehen und die Boote aus dem Wasser, um die Helfer nicht zu gefährden. In Deggendorf erklärt der Technische Leiter der Kreiswasserwacht, Ludwig Helfrich, dass durch die starken Verwirbelungen unter Wasser der Körper des gesuchten 23-Jährigen weit weggedriftet sein kann.

    Gefahren der Donau werden oft unterschätzt

    Sowohl der Vorsitzende der Kreiswasserwacht Straubing-Bogen als auch der Vorsitzende der Kreiswasserwacht Deggendorf warnen vor den Gefahren der Donau. Auch wenn das Wasser einladend erscheint, birgt die starke Strömung eine enorme Gefahr. Der Uferbereich kann plötzlich stark abfallen, so dass man dort nicht mehr stehen kann. In den tieferen Fahrrinnen der Schiffe herrscht eine starke Strömung, ebenso hinter sogenannten Buhnen.

    Buhnen sind große Steine oder Betonblöcke, die vom Ufer aus quer zur Fahrrinne im Fluss aufgebaut werden. Damit soll das Wasser vor allem bei mittleren und niedrigen Wasserständen für die Schifffahrt zur Mitte des Flusses gelenkt werden. Hinter der Buhnenkante können starke Strömungen Menschen auch im brusthohen Wasser mitreißen.

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