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Macheten-Attacke: Mutmaßlicher Angreifer hatte Depressionen | BR24

© Regionalnachrichten aus Schwaben

Vor dem Augsburger Landgericht wird heute im sogenannten Macheten-Verfahren weiter verhandelt. Angeklagt ist ein 27 Jahre alter Mann, der im März im Augsburger Uni-Viertel mehrere Menschen attackiert haben soll.

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Macheten-Attacke: Mutmaßlicher Angreifer hatte Depressionen

Mit einer Machete und einer Axt soll ein Mann im Frühjahr in Augsburg zwei Menschen angegriffen haben. Er muss sich derzeit vor dem Landgericht Augsburg verantworten. Unter anderem muss das Gericht klären, ob er unter dem Einfluss von Drogen stand.

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Von
  • Barbara Leinfelder
  • Kilian Geiser

Vor der Augsburger Landgericht ist heute das Verfahren gegen einen Mann fortgeführt worden, der im März auf offener Straße mehrere Menschen attackiert und damit einen SEK-Einsatz ausgelöst hatte.

Ein freundlicher, hilfsbereiter Typ - eigentlich

Ein ruhiger, freundlicher und hilfsbereiter Typ sei er eigentlich, der Beschuldigte, der wegen versuchten zweifachen Totschlags vor der Augsburger Schwurgerichtskammer steht. Allerdings habe er immer wieder Probleme mit Depressionen und zu viel Marihuana gehabt und sei mehrmals im Bezirkskrankenhaus gewesen. Mehrere Studienfreunde, Nachbarn und Bekannte sagen das im Zeugenstand aus über den 27-jährigen Studenten aus Tunesien. Er soll Ende März mehrere Menschen mit einer Machete und einem Beil in den Händen angegriffen und zum Teil verletzt haben.

Zur Tatzeit möglicherweise schuldunfähig

Die Ermittler gehen davon aus, dass der junge Mann zum Zeitpunkt der Tat teilweise oder ganz schuldunfähig war. Am heutigen Verfahrenstag saß er ruhig auf der Anklagebank, mit akkurat geschnittenen Haaren, schwarzer Brille, hellgrauem Pulli und hellblauem Hemd. Das Gericht muss jetzt prüfen, ob der Mann wegen einer von den Drogen ausgelösten Psychose auch weiterhin eine Gefahr darstellen könnte und daher dauerhaft in eine Klinik muss. Am Mittwoch soll dazu der psychiatrische Gutachter gehört werden.

Opfer leidet noch heute

Anwältin Marion Zech, die ein Opfer des Mannes in der Nebenklage vertritt, gab heute zu Protokoll, dass die Frau seit der Tat unter einer posttraumatischen Belastungsstörung leidet. Er hatte laut Anklage mit der Machete auf ihren Wagen eingeschlagen, während sie darin saß. Ein Anwohner kam der Frau zu Hilfe und riss den Angreifer weg.

Am Mittwoch wird das Verfahren fortgesetzt. Ende der Woche soll das Urteil fallen.

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