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Maas in KZ-Geenkstätte Dachau
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Maas in KZ-Geenkstätte Dachau

Maas forderte bei einem Besuch in der KZ-Gedenkstätte Dachau die Menschen auf, lauter für Toleranz einzutreten. Die jüngsten Vorfälle in Chemnitz zeigten, dass man jeder Form von Antisemitismus und Alltagsrassismus die Stirn bieten müsse. "Die Lautstärke derjenigen, die mit Hitlergruß durch die Stadt laufen, beängstigt viele", sagte Maas. Aber:

"Die Lautstärke der Extremisten hängt auch von der Lautstärke der anderen ab." Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD)

Es müssten alle lauter werden, die für Weltoffenheit und Toleranz eintreten. Maas betonte zudem die Bedeutung der Erinnerungsorte. Er besichtigte die Gedenkstätte und legte einen Kranz nieder.

Hitlergruß bei Protesten in Chemnitz

Vor knapp einer Woche war ein 35-jähriger Deutscher bei einer Messerattacke in Chemnitz getötet worden. Als Tatverdächtige sitzen ein Iraker und ein Syrer in Untersuchungshaft. Die Tat war Anlass für rechtsgerichtete Demonstrationen, aus denen heraus es zu ausländerfeindlichen Attacken kam. Auch der Hitlergruß wurde gezeigt.

Lager für politische Gefangene

Die Nationalsozialisten hatten in Dachau nahe München bereits 1933 ein Lager für politische Gefangene errichtet. In dem Konzentrationslager waren bis 1945 etwa 200.000 Menschen inhaftiert, 41.500 von ihnen wurden ermordet. Die Gedenkstätte gibt es seit 1965.