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LWG vergräbt 800-Liter-Amphore | BR24

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Georgische Amphore für die LWG Veitshöchheim

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    LWG vergräbt 800-Liter-Amphore

    Die Landesanstalt für Wein- und Gartenbau in Veitshöchheim geht beim Weinausbau "back to the roots": Eine 800-Liter fassende Tonamphore wurde in der Erde vergraben. Im Herbst soll das 250 Kilogramm schwere Gefäß mit Silvaner-Trauben befüllt werden.

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    Ziel dabei ist es, einen besonders langlebigen, kräftigen und hochwertigen Wein zu produzieren. Um den Einfluss der Gärtemperatur auf die Maischegärung zu untersuchen, wurde die 250 Kilogramm schwere Tonamphore mit einem Kühlschlauch ummantelt. Dieser bisher einmalige Versuch soll zeigen, ob die Qualität der Weine in der Amphore durch die Kühlung optimiert werden kann.

    Wiederholungstäter

    Bereits 2011 hatten Studenten der LWG eine Amphore vergraben. Dieses Modell fasste 1.200 Liter. In ihr reiften 1.200 Liter Silvaner unter Verzicht auf alle Hilfsmittel des modernen Weinbaus heran. Es war das erste Mal, dass in Deutschland eine Amphore vergraben und zur Weingärung eingesetzt wurde. Bei der Verkostung des Amphoren-Weins stellte sich heraus, dass dieser über eine hervorragende Fülle und über ein bemerkenswertes Lagerpotential verfügte.

    Weinausbau nach antikem Vorbild

    Seit etwa 8.000 Jahren wird Wein in Amphoren ausgebaut. Diese Art gehört zur ältesten Tradition des Weinausbaus. In der Zwischenzeit gibt es auch Winzer in Franken, die diese Methode ebenfalls umsetzen.