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"Lust und Frust" im Bürgermeisteramt: Karin Bucher hört auf | BR24

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Traumjob Bürgermeister? Nicht immer. Sagt zum Beispiel Karin Bucher, 12 Jahre lang Bürgermeisterin der Stadt Cham. Jetzt hört Karin Bucher überraschend auf und spricht ganz offen über die Schattenseiten des Amts.

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"Lust und Frust" im Bürgermeisteramt: Karin Bucher hört auf

Traumjob Bürgermeisterin? Nicht immer. Sagt zum Beispiel Karin Bucher, 12 Jahre lang Bürgermeisterin der Stadt Cham. Jetzt hört Karin Bucher überraschend auf und spricht ganz offen über die Schattenseiten des Amts.

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Wenn man die Wahlplakate sieht, die momentan in jedem Ort hängen, könnte man auf die Idee kommen, dass es nichts Schöneres gibt, als ganz oben auf dem Chefsessel in einem Rathaus zu sitzen. Aber so ein Job ist nicht immer schön. Das sagt zum Beispiel Karin Bucher, die langjährige Bürgermeisterin der Stadt Cham. Sie ist seit 12 Jahren im Amt, saß in Cham auch ganz fest im Sattel. Trotzdem hört Karin Bucher auf und redet als eine der wenigen Kommunalpolitiker auch ganz offen über die Schattenseiten des Amts.

Wehmütig aber entschlossen

Leichte Wehmut verspürt Karin Bucher schon. Aber sie geht, weil sie das selber will. Sie macht Schluss mit einem Amt, das 12 Jahre lang viel Lebenszeit aufgefressen hat: Eine Sechs-Tage-Woche mit täglich weit mehr als 8 Stunden.

Völlig überraschend zur Politik gekommen

Die gelernte Juristin war immer schon fleißig, auch früher als Staatsanwältin und als Abteilungsleiterin am Landratsamt Cham. Zur Politik kam Karin Bucher 2008 völlig überraschend für die Freien Wähler.

Schattenseiten des Bürgermeisteramts

Bucher erhielt anonyme Beschimpfungen im Netz. Anfangs antwortete sie noch auf so etwas, inzwischen nicht mehr. Das entscheidende Signal, den Rathausjob aufzugeben, kam schließlich von ihrem Körper, sagt sie. Sie litt an Schwindelanfällen.

Was kommt nach dem Bürgermeisteramt?

Jetzt will Bucher erst einmal "runterfahren und dann wird sich etwas Neues finden."