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Klimacamp Augsburg: Luisa Neubauer kritisiert Stadtverwaltung | BR24

© BR / Mario Kubina

Luisa Neubauer (links) beim Klimacamp Augsburg

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Klimacamp Augsburg: Luisa Neubauer kritisiert Stadtverwaltung

Das Augsburger Klimacamp hat prominenten Besuch bekommen. Luisa Neubauer war da, um die Aktivisten zu unterstützen. Die Aktion sei bundesweit einmalig - und deshalb so wichtig für die Fridays-for-Future-Bewegung.

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Seit rund vier Wochen demonstrieren sie vor dem Augsburger Rathaus für mehr Tempo bei der Energiewende, vor allem für einen schnelleren Kohleausstieg: Jetzt haben die Aktivisten von Fridays for Future Unterstützung von einer der bekanntesten Vertreterinnen der Klimaschutz-Bewegung bekommen: Luisa Neubauer war am Dienstag beim Klimacamp am Rathausplatz.

Klimacamp Augsburg bundesweit einmalig

Das Klimacamp in Schwabens größter Stadt ist laut Neubauer in ganz Deutschland das einzige, das so lange durchhält. Fridays for Future hatte es angestoßen, andere Aktivisten haben sich inzwischen angeschlossen. Neubauer nannte die Aktion im BR-Gespräch "wahnsinnig inspirierend" und sehr wichtig.

© BR

Das Klimacamp vor dem Augsburger Rathaus hat prominenten Besuch bekommen. Die Klimaaktivistin Luisa Neubauer ist in Schwabens größte Stadt gekommen, um ihre Mitstreiterinnen und Mitstreiter zu unterstützen.

Luisa Neubauer: Augsburg muss Klimaziele einhalten

Das Verhalten der Stadtverwaltung bezeichnete Neubauer als "feige". Wenn die Stadt nicht wolle, dass hier protestiert werde, müsse sie ihre Verpflichtungen aus dem Pariser Klimaschutzabkommen einhalten. Angesichts der ursprünglichen Pläne, dass Klimacamp räumen zu lassen, müsse man sich fragen "ob da die Prioritäten richtig gesetzt sind", so Neubauer.

Klima-Aktivisten wollen am Augsburger Rathaus bleiben

Das Klimacamp sei eine "friedliche demokratische Versammlung" - und damit schützenswert. Ähnlich äußerte sich Leon Ueberall von Fridays for Future Augsburg. Er kündigte an, dass die Aktivisten so lange vor dem Rathaus bleiben "wie nötig". Die Klimakrise lasse keine Kompromisse zu: "Wir kämpfen hier um unsere Zukunft."

Endgültige Gerichtsentscheidung zum Klimacamp im Herbst

Im Schnitt machten zwischen 20 und 30 junge Leute bei dem Camp mit. Seit Ferienbeginn sei der Zulauf noch größer geworden als in den ersten Wochen, so Ueberall. Das Augsburger Verwaltungsgericht hatte in einem Eilverfahren entschieden, dass das Klimacamp vorerst bleiben kann. Die Stadt wollte es eigentlich räumen lassen, weil sie darin eher einen Workshop als eine politische Versammlung sieht. Die Entscheidung im Hauptsacheverfahren wird für den Herbst erwartet.

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