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Luftbrücke aus China: So kommen Masken nach Bayern | BR24

© BR / Birgit Grundner

So reisen Masken aus China mit der Lufthansa nach München.

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Luftbrücke aus China: So kommen Masken nach Bayern

Am Flughafen München werden nur rund 50 Flüge am Tag abgewickelt – und fast die Hälfte davon sind Frachtflüge. Die meisten Maschinen bringen medizinische Hilfsgüter, die in der Coronakrise dringend benötigt werden. Es ist die Luftbrücke nach China.

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Die Hälfte aller Flüge, die momentan in München an einem Tag starten und landen sind Frachtflüge. Damit kommen auch die in Bayern begehrten Masken. Die meisten Maschinen bringen nämlich medizinische Hilfsgüter, die in der Coronakrise dringend benötigt werden.

Prachter - umgebaute Passagiermaschinen bringen die Corona-Hilfsgüter

Weil es aber gar nicht so viele Frachtmaschinen gibt, wie für die Transporte gebraucht würden, landen im Erdinger Moos regelmäßig auch "Prachter". So nennen sie bei Lufthansa Cargo die Passagierflugzeuge, die zu Frachtern umfunktioniert wurden, und in denen sogar auf den Sitzplätzen Kisten festgezurrt sind.

Wenn ihm das vor fünf Wochen jemand erzählt hätte, "dann hätte ich gesagt, das wird in diesem Leben nicht mehr passieren", räumt Johannes Zinkl ein. Aber dann kam Corona, und jetzt steht der Experte von Lufthansa Cargo mit dem BR-Team auf dem Vorfeld und wartet auf so einen "Prachter" der Lufthansa aus China.

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Drei Millionen Schutzmasken und eine Crew

Diesmal sind gut drei Millionen Schutzmasken in dem Airbus A 350 – und trotz allem auch eine Kabinencrew. "Wir haben das getan, was eigentlich unser ureigenste Aufgabe bei jedem Flug ist", erzählt Purserette Helga Beren. Das Team habe einfach dafür gesorgt, dass nirgendwo etwas zu brennen beginne und in der Kabine alles in Ordnung sei: "Wir haben regelmäßig unsere Runden gedreht, in alle Ecken und in die Toiletten geschaut und sichergestellt, dass die Pakete wie sonst unsere Passagiere gut und sicher ankommen." Ein ungewöhnlicher Einsatz war es auch für Jonas Hipp: keine Passagiere, keine Durchsagen - und niemand habe bei der Landung geklatscht, schmunzelt er. Aber die Kisten seien alle noch heil, "insofern war die Landung - glaub ich ganz gut".

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Für die Crew ist die Arbeit erledigt, für andere geht sie erst los

Kaum steht die Maschine, wird die Fluggastbrücke herangefahren. Niemand steigt aus, aber ein gutes Dutzend Mitarbeiter des Bodendienstleisters Areoground steigt ein, um die Schutznetze über den Kisten zu entfernen und die Fracht zum Ausgang durchzureichen. Mit Hubfahrzeugen, den Highloadern, werden die Kisten ausgeladen – auch aus dem großen Frachtraum. Alles in allem sind es diesmal 20 Tonnen oder 5.000 Pieces, wie die Leute von Lufthansa Cargo zu Stücken sagen.

Eine Stunde nach der Landung: Johannes Zinkl ist jetzt im Warehouse auf dem Flughafengelände. Jetzt wird die Fracht kontrolliert, ob sie unversehrt und vollzählig ist. Nach der Freigabe durch den Zoll wird sie den Kunden übergeben. Bei der Organisation der Fracht helfen auch deutsche Weltkonzerne mit ihren Kontakten und ihrer Logistik in China.

Polizei sichert die Auslieferung der Masken

Und in Deutschland sorgt nicht zuletzt die Polizei dafür, dass alles an den richtigen Stellen ankommt – an diesem Tag die wertvollen Schutzmasken. "Der Wert ist fast wie Gold", sagt Johannes Zinkl, "und dementsprechend verschwinden solche Kisten auch ganz gerne mal." Um das zu verhindern, ist eine Streife dabei - vom Ausladen bis zum Abtransport.

Bis mindestens Juni werden nach jetzigem Stand weitere Frachter und "Prachter" mit medizinischen Hilfsgütern  im Erdinger Moos landen.

© BR

Seit einigen Wochen läuft eine Schutzausrüstungs-Luftbrücke von Shanghai/Peking nach München. Fast täglich landen zwei A350, die sonst für Passagierflüge eingesetzt werden und bringen Masken, Schutzkitel und andere Ausrüstung.

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