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Löwen-Fans nähen Behelfsmasken und bekommen Ärger mit dem Verein | BR24

© Traudi Neußendorfer

Ohne Logo dürfen die Löwenfans jetzt die Behelfsmasken produzieren

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    Löwen-Fans nähen Behelfsmasken und bekommen Ärger mit dem Verein

    Eine Familie aus dem Landkreis Dingolfing-Landau hat Atemmasken mit dem Logo des TSV 1860 München produziert. Deswegen haben die Löwen-Fans jetzt Ärger mit dem Verein - der möchte nämlich nicht, dass sein Logo verwendet wird.

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    Weil eine Familie aus Mamming im Kreis Dingolfing-Landau Atemmasken mit dem Logo des TSV 1860 München produziert hat, ist ihr von der Merchandise-Firma des Münchner Profifußballvereins mit einer Anzeige gedroht worden. Das hat die Familie Neußendorfer auf Anfrage des BR bestätigt.

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    Von Gardinen auf Masken umgestiegen

    Die siebenköpfige Familie, die eigentlich ein Gardinengeschäft in Mamming betreibt, hat wegen der Corona-Pandemie ihre Produktion umgerüstet und näht seitdem Masken, die wie Fanartikel der "Sechzger" anmuten. Die ersten Masken waren sowohl mit dem markenrechtlich geschützten Vereinslogo als auch mit dem Spruch "Einmal Löwe, immer Löwe" verziert. Deswegen hat die Merchandise-Firma des Vereins mit einer Klage gedroht.

    Reaktion des Vereins sorgte für Empörung

    Bei vielen 1860-Fans sorgte das rigide Vorgehen für Empörung. "Sofort haben sich Löwen-Gruppierungen bei mir gemeldet, haben mir kostenlos Anwälte zur Verfügung gestellt. Das war eine Solidarität – sowas habe ich in meinem Leben noch nicht erlebt", erzählt Traudi Neußendorfer.

    Die Familie ist mittlerweile auf nicht geschützte Sprüche umgestiegen, wie zum Beispiel "Oamoi Löwe, oiwei Löwe" oder "Bleibts gsund, Löwen-Fans". Die Ideen seien von Fans gekommen, die "ganz begeistert von den Masken" gewesen seien, berichtet Traudi Neußendorfer weiter.

    "Alles, nur keine FC Bayern-Masken"

    Mittlerweile wurden schon 5.000 Masken bestellt – auch für andere Vereine und ihre Fanclubs. "Ich mach alles, nur keine FC Bayern-Masken", sagt Traudi Neußendorfer. Ihr Highlight wäre jetzt noch, wenn sich die Spieler des TSV 1860 München melden würden.

    Die Löwen-Masken kosten zehn Euro. Einen Teil des Erlöses will die Familie an die Stiftung des früheren Löwen-Profis Olaf Bodden spenden.

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