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Löschschaumdusche: Verfahren gegen Feuerwehrmänner eingestellt | BR24

© BR-Studio Franken/Schülein, Simone

Im Berufungsverfahren gegen zwei Feuerwehrmänner, die ihren Kursleiter mit Löschschaum attackiert hatten, hat das Landgericht Nürnberg-Fürth die Sache gegen Geldauflage eingestellt.

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Löschschaumdusche: Verfahren gegen Feuerwehrmänner eingestellt

Zwei Feuerwehrmänner haben ihren Kursleiter mit Löschschaum attackiert. Dafür wurden sie wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilt. Nun hat das Landgericht Nürnberg-Fürth das Berufungsverfahren gegen Geldauflage eingestellt.

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Es war als Scherz gedacht und hatte weitreichende Folgen: Im April 2017 hatten mehrere Kursteilnehmer ihren Ausbilder zur Verabschiedung auf dem Hof der Erlanger Feuerwache in einen Käfig für Feuerwehrschläuche gesperrt und ihn mit Löschschaum abgesprüht – auch im Gesicht.

Ausbilder in Panik

Bei der Schaumdusche geriet der Ausbilder in Panik und war danach mehrere Monate arbeitsunfähig. Er litt unter einer posttraumatischen Belastungsstörung und ist weiterhin in psychologischer Behandlung. In einem ersten Verfahren vor dem Erlanger Amtsgericht waren die beiden Feuerwehrmänner wegen gefährlicher Körperverletzung in einem minderschweren Fall verurteilt worden und damit auch vorbestraft. Das Urteil lautete ein Jahr Bewährungsstrafe. Außerdem mussten sie 1.500 Euro beziehungsweise 2.500 Euro an den geschädigten Kursleiter bezahlen.

Feuerwehrmänner damit nicht vorbestraft

Die beiden Feuerwehrmänner wollten das Urteil nicht annehmen und gingen in Berufung. Das nächst höhere Landgericht Nürnberg-Fürth entschied nun, das Verfahren gegen Geldauflage einzustellen. Die beiden Männer müssen jeweils 1.000 Euro bezahlen. Das hat der Nürnberger Justizsprecher Friedrich Weitner mitgeteilt. Die beiden Männer gelten damit nicht als vorbestraft.