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Löhne, Porto, Zigaretten-Verbot: Das ändert sich zum 1. Mai | BR24

© picture alliance / Klaus Ohlenschläger

Kalenderblätter sind an eine Wand gepinnt. Das obere Blatt zeigt den 1. Mai.

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    Löhne, Porto, Zigaretten-Verbot: Das ändert sich zum 1. Mai

    Nicht nur wegen Corona gibt es momentan jede Menge Neuerungen und neue Gesetze. Unabhängig von der Pandemie treten ab dem 1. Mai mehrere Regelungen und Änderungen in Kraft, die den Alltag vieler Bürger betreffen.

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    Kurzarbeiter haben künftig mehr Geld in der Tasche, wenn sie etwas dazu verdienen. Wer bisher zusätzlich einer Nebenbeschäftigung nachging, dem wurde der Zuverdienst in voller Höhe angerechnet. Entsprechend gab es weniger Kurzarbeitergeld. Diese Regelung fällt nun vorübergehend weg. Im Klartext: Kurzarbeiter können zusätzlich Geld verdienen, ohne dass es sich auch ihr Kurzarbeitergeld auswirkt.

    Verlängerung des Arbeitslosengelds

    Auch für Arbeitslose gibt es Entlastungen. Alle, deren Bezug von Arbeitslosengeld zwischen dem 1. Mai und dem 31. Dezember auslaufen würde, erhalten für drei Monate länger Bezüge.

    Höhere Mindestlöhne

    In der Alten- und ambulanten Krankenpflege werden nun branchenweit verbindliche Mindestlöhne eingeführt. So werden die Löhne für Pflegehilfskräfte in vier Schritten bis zum 1. April 2022 auf 12,55 Euro in Ost- und Westdeutschland erhöht. Qualifizierte Pflegehilfskräfte erhalten dann bundeseinheitlich 13,20 Euro, Pflegefachkräfte 15,40 Euro pro Stunde.

    Der Mindestlohn steigt auch in anderen Branchen. So erhalten ungelernte Arbeitnehmer im Maler- und Lackiererhandwerk künftig statt 10,85 Euro einen Stundenlohn von 11,10 Euro. Bei Gesellen steigt der Mindestlohn auf 13,50 Euro. Beschäftigte im Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerk verdienen ab dem 1. Mai nicht mehr 11,85 Euro pro Stunde, sondern 12,20 Euro.

    Ein Feiertag für Berlin

    Wer in Berlin lebt, darf sich über einen weiteren Feiertag freuen. Am 8. Mai jährt sich das Ende des Zweiten Weltkriegs mit der Kapitulation der Wehrmacht zum 75. Mal. Dieser "Tag der Befreiung" ist in diesem Jahr einmalig ein gesetzlicher Feiertag.

    Post-Porto wird billiger

    Ab 1. Mai wird das Versenden von Paketen und Päckchen billiger. Zwar hatte die Post zu Beginn des Jahres das Porto erhöht, doch mittlerweile, nach einer Auseinandersetzung mit der Bundesnetzagentur, wieder zurückgenommen. Ab dem 1. Mai gelten also wieder die alten Filial- und Online-Preise für Privatkunden. So kostet etwa ein bis zu zwei Kilo schweres Päckchen statt der momentanen 4,79 Euro dann wieder 4,50 Euro.

    Aus für Menthol-Zigaretten

    Für einige Raucher gibt es eine einschneidende Veränderung. Ab Mai tritt das EU-weite Verbot von Menthol-Zigaretten in Kraft. Wer sich noch mit einem Vorrat eindecken will, hat dafür noch bis zum 20. des Monats Zeit. Dann ist der Verkauf der Glimmstängel, die als Einsteiger-Zigaretten gelten, Schluss.

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