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Lkw-Fahrer steht in Amberg wegen Mordes vor Gericht | BR24

© BR/ Margit Ringer

Am Landgericht Amberg beginnt der Mordprozess gegen einen Lkw-Fahrer. Der Amberger soll einen anderen Lkw-Fahrer heimtückisch erstochen haben.

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Lkw-Fahrer steht in Amberg wegen Mordes vor Gericht

Am Landgericht Amberg beginnt der Mordprozess gegen einen Lkw-Fahrer. Der Amberger soll einen anderen Lkw-Fahrer heimtückisch erstochen haben. Nach der Tat setzte er seinen Sattelauflieger in den Graben - im Krankenhaus wurde er festgenommen.

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Am Vormittag beginnt am Landgericht Amberg der Mordprozess gegen einen 44-jährigen Lkw-Fahrer aus Amberg. Er soll im Oktober in Burglengenfeld (Lkr. Schwandorf) einen weiteren Lkw-Fahrer mit einem Messer getötet haben. Der Tat soll ein Streit vorausgegangen sein.

Streit im Alkoholrausch

Die beiden Lastwagenfahrer waren laut Anklage am Tatabend im Lkw-Führerhaus des späteren Opfers auf dem Gelände einer Spedition zusammengesessen. Hier sollen sie - beide stark alkoholisiert - in Streit geraten sein. Der Deutsche mit kirgisischen Wurzeln soll dann unvermittelt mit einem Messer auf den 41 Jahre alten Kollegen eingestochen haben. Der Verletzte versuchte noch aus dem Führerhaus zu klettern und über den Hof zu entkommen, sei aber in der Mitte des Hofes zusammen gebrochen und liegen geblieben.

Lkw-Fahrer im Krankenhaus festgenommen

Dem Angeklagten wird vorgeworfen, dass er noch einmal mit dem Messer auf den Hals seines Opfers eingestochen habe. Gefunden wurde der Tote unter einem Laubhaufen in einem Depot für Gartenabfälle auf dem Hof der Spedition. Er starb laut Anklage binnen weniger Minuten. Der mutmaßliche Mörder versuchte zu fliehen. Einsatzkräfte bargen ihn in der Nacht aus seinem Sattelauflieger, mit dem er zwei Kilometer vom Tatort entfernt in einem Graben landete. Im Krankenhaus nahm die Polizei den Lkw-Fahrer fest.

Vorwurf: Mord aus Heimtücke

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann Mord aus Heimtücke vor. Bei der Tat hatte er vermutlich gut drei Promille Alkohol im Blut, das geht aus der Anklage hervor. Möglicherweise sei dadurch die Impulskontrolle gemindert und die Steuerungsfähigkeit beeinträchtigt gewesen. Angesetzt sind fünf Verhandlungstage bis Freitag, ein Urteil fällt also voraussichtlich noch diese Woche.

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