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Corona-Ticker Schwaben: Wenige Neuinfektionen | BR24

© picture alliance/Bildagentur-online

Immer mehr Proben im Labor werden analysiert.

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    Corona-Ticker Schwaben: Wenige Neuinfektionen

    Acht neue Corona-Infektion in Schwaben meldet das LDL. Positives Testergebnis in einer Asylbewerberunterkunft in Mühlhausen. Kinos auf dem Land können noch nicht öffnen. Die Entwicklungen im Live-Ticker

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    02.07.2020, 16.40 Uhr: Acht neue Corona-Fälle für Schwaben

    Das Landesamt für Gesundheit meldet aus den vergangenen 24 Stunden acht neue Corona-Fälle für Schwaben. Damit haben sich nach Angaben der Behörde seit Beginn der Pandemie im Regierungsbezirk 4.011 Menschen mit Sars-CoV-2 angesteckt. Die Zahl der Toten liegt in Schwaben unverändert bei 209.

    01.07.2020, 6.50 Uhr: Neue Corona-Infektionen im Landkreis Ostallgäu

    Im Landkreis Ostallgäu sind in den vergangenen sechs Tagen acht Neuinfektionen mit dem Coronavirus entdeckt worden. Nach Auskunft des Landratsamtes verteilen sich die Fälle auf acht verschiedene Gemeinden. Ein Fall betrifft die Staatliche Berufsschule Kaufbeuren. Dort wurde eine Lehrkraft positiv auf das Coronavirus getestet. Die Schüler, mit denen die Lehrkraft im praktischen Unterricht Kontakt hatte, wurden bereits getestet und sind in häuslicher Quarantäne. Auch die Schüler aus zwei weiteren Klassen und Lehrerkollegen, mit denen engerer Kontakt bestand, werden getestet. Für alle Infizierten hat das Gesundheitsamt bereits über 70 enge Kontaktpersonen ermittelt.

    30.06.2020, 18.30 Uhr: Covid-19-Fall in Asylbewerberunterkunft Mühlhausen

    In einer Asylbewerberunterkunft in Mühlhausen hat sich ein Bewohner mit Covid-19 angesteckt. Wie das zuständige Landratsamt heute mitteilte, liegt ein positives Testergebnis vor. Der Bewohner wurde demnach umgehend alleine in einer separaten Unterkunft untergebracht. Sechs Kontaktpersonen wurden ebenfalls unter Quarantäne gestellt, das Gesundheitsamt ermittelt derzeit, mit dem der Mann noch Kontakt hatte. Symptome zeigt er laut Gesundheitsamt keine.

    30.06.2020, 16 Uhr: Ein weiterer Corona-Fall in Schwaben

    In Schwaben ist am Dienstag ein weiterer Corona-Fall bekannt geworden. Das hat das Landesamt für Gesundheit mitgeteilt. Damit haben sich im Regierungsbezirk seit dem Beginn der Pandemie 3.998 Menschen mit Sars-CoV-2 angesteckt. Die Zahl der Toten liegt in Schwaben unverändert bei 209.

    29.6.2020, 18.30 Uhr: Schwäbische Cineplex Kinos verschieben Corona-Neustart

    Die schwäbischen Cineplex-Kinos können nach der Corona-Zwangspause doch nicht diese Woche eröffnen, sondern verschieben ihren Neustart weiter in den Sommer. Grund dafür sind zwei Filme, deren Start von Ende Juli auf Mitte August verschoben wurde - besonders für Kinos im ländlichen Raum sei das ein Problem, erklärte Geschäftsführer Alexander Rusch: Während in größeren Städten ältere Filme oder Nischenproduktionen ausreichend besucht würden, könne man darauf im ländlichen Raum nicht bauen, so Rusch. "Nach den hohen Kosten durch die Komplettschließung der großen Räumlichkeiten, können wir es uns schlicht nicht leisten, noch mehr drauf zu zahlen und warten lieber noch einen Monat länger", erklärte er. Betroffen davon sind die schwäbischen Cineplex-Kinos in Aichach, Königsbrunn, Meitingen und Memmingen. Spätestens zu den Sommerferien soll es dann auch dort wieder losgehen.

    29.6.2020, 17.20 Uhr: Erstmals neue Corona-Fälle in Memmingen

    In Memmingen sind zwei neue Fälle einer Covid-19-Infektion aufgetreten. Das teilte die Stadt heute (29.6.20) mit. Nachdem dort über einen Monat keine bestätigten Infektionen mehr aufgetaucht waren, steigt die Zahl der Fälle jetzt auf 53. 51 von ihnen sind seit Mitte Mai genesen.

    29.6.2020, 16.15 Uhr: Gewerkschaften fordern Hilfen für Metall- und Chemiebranche in Schwaben

    Die IG Metall und die Industriegewerkschaft IG BCE (Bergbau, Chemie, Energie) haben heute in Augsburg die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die regionalen Metall- und Chemiebetriebe skizziert. Besonders stark getroffen sind, den Gewerkschaften zufolge, die Zulieferer der Auto-Industrie. Ali Can Cagliyan, Betriebsrat bei Faurecia Augsburg mit rund 1.400 Beschäftigten sagte: „Wir haben seit Ende März Kurzarbeit, weil die Automobilbauer weniger bestellen. Aktuell geht es wieder ein bisschen aufwärts, aber es ist keine normale Auslastung“. Seine Sorge: Mit Ende des Jahres endet der aktuelle Beschäftigungssicherungsvertrag. „Das wird spannend, was sich in den nächsten Jahren da entwickelt.“ Cagliyan fordert daher, dass auch für emissionsarme Verbrennungsmotoren eine Kaufprämie umgesetzt werden sollte.

    Tim Kattner, Betriebsrat von MAN Energy mit knapp 4.500 Mitarbeitern am Standort Augsburg, sieht noch lange kein Licht am Horizont für den Dieselmotorenbauer: „Solange die Werften keine Kreuzfahrtschiffe mehr bauen, verkaufen wir auch keine Motoren.“ Nur das Geschäft mit Energienanlagen laufe derzeit. Kattner richtet daher einen Appell an die Politik: „Wir brauchen dringend eine Verlängerung der Kurzarbeit, auf 24 Monate“.

    Armin Kolb, Betriebsratschef des Roboterbauers KUKA, fordert, dass die Sozialleistungen für die Löhne vom Staat getragen werden. Das würde viel helfen. Kolb fordert, dass gerade jetzt das Motto Ausbildung heißen müsse: „Die Firmen dürfen jetzt hier keinesfalls auf Sparflamme gehen“, notfalls müsse es einen festen Zahlenschlüssel für Ausbildung geben. Auch die Digitalisierung müsse weiter ausgebaut werden, das sei durch die Corona-Krise klar geworden.

    Bei Betrieben wie der PCI in Augsburg mit rund 500 Mitarbeitern läuft das Geschäft noch unverändert gut, von Kurzarbeit keine Spur. Der Grund: Das Unternehmen stellt Baumaterialien wie Fliesenkleber, Grundierungen und Dichtstoffe her. Und „da das Handwerk keinen Lockdown hatte, lief bei uns das Geschäft weiter“, so Betriebsratschef Thomas Heichele. Die Verpackungsindustrie im Allgäu profitiert ebenfalls, denn durch Corona wird viel mehr verpackt, zum Teil mit neuen, recyclebaren Materialien. Auch bei Trevira in Bobingen gibt es viel zu tun, weil der Betrieb hochwertige Textilmatten für den Medizinmarkt herstellt, zum Beispiel Stoffe, die durch eingewebte Silberfäden das Wachstum von Mikroben verhindern.

    29.6.2020, 15.15 Uhr: Corona-Pandemie trifft besonders den Arbeitsmarkt im Oberallgäu

    Die gewerkschaftsnahe Hans-Böckler-Stiftung hat in einer Studie die Folgen der Corona-Pandemie für den Arbeitsmarkt aufgezeigt. Der Studie zufolge sind in den beiden Lockdown-Monaten März und April die Arbeitslosigkeits- und die Kurzarbeits-Quote insbesondere in Tourismus-Regionen wie dem Allgäu deutlich angestiegen.

    So erhöhte sich laut Böckler-Studie die Zahl der Arbeitslosen in den Kreisen Lindau, Ostallgäu und Oberallgäu spürbar, in Lindau um 1,4, im Oberallgäu um 1,2 und im Ostallgäu um 1,0 Prozentpunkte. Vor allem im Gastgewerbe wurde stark auf Kurzarbeit gesetzt, entsprechend hoch sind die Zahlen im Oberallgäu mit einer Kurzarbeits-Quote von 40,4 Prozent, das entspricht 22.801 Menschen. Schwabenweiter Spitzenreiter bei der Kurzarbeit ist laut Studie allerdings der Kreis Donau-Ries mit einer Quote von 44,7 Prozent bzw. 28.449 Menschen. Zum Vergleich: In Kaufbeuren liegt die Kurzarbeits-Quote bei 24,7 Prozent, im Unterallgäu bei 30,5 Prozent.

    Die Umfrage-Ergebnisse zeigen laut den Verfassern der Studie einen Zusammenhang zwischen dem Anteil des Gastgewerbes, dem von den Betrieben angemeldeten Umfang der Kurzarbeit und der Lage in einer Tourismusregion. Kurzarbeit ist demnach eher in Regionen geplant worden, in denen die Beschäftigung in großen, industriellen Unternehmen eine unterdurchschnittliche Bedeutung hat. Fazit der Hans-Böckler-Stiftung: Die Corona-Krise hat den Arbeitsmarkt schwer getroffen. Das Ausmaß, in dem die Betriebe auf Kurzarbeit zurückgreifen, hängt aber offenbar nicht von der Größe ab, sondern davon, wie sehr die wirtschaftliche Aktivität des Betriebes von der Corona-Krise betroffen ist. In der Gesamtschau erweckt dies den Eindruck eines bedarfsgerechten Einsatzes der Kurzarbeit.

    29.6.2020, 14.00 Uhr: Fünf Neu-Infektionen in Schwaben

    Laut dem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit haben sich seit Sonntag, dem 28. Juni 2020, fünf weitere Personen aus Schwaben mit SARS-CoV-2 angesteckt. Damit haben sich bislang 3997 Menschen aus Schwaben mit dem Corona-Virus angesteckt. Neue Todesfälle in Zusammenhang mit SARS-CoV-2 gab es laut Landesamt nicht. Bislang sind im Regierungsbezirk 209 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben.

    29.06.20, 10.40 Uhr: Kein Corona-Streik bei Amazon in Graben

    Amazon in Graben wird nicht bestreikt – anders als Standorte in anderen Bundesländern. Unter anderem in Leipzig, Rheinberg, Koblenz und Bad Hersfeld sind die Mitarbeiter des Internetversandhandels heute und morgen wegen Corona zum Ausstand aufgerufen. Die Gewerkschaft Ver.di sieht die Mitarbeiter nicht ausreichend geschützt, das zeigten die Infektionen von 30 bis 40 Mitarbeitern. In Graben ist es laut Ver.di aufgrund der strengeren Pandemie-Schutzvorschriften derzeit aber nicht möglich, "mehr als hundert Leute vors Werkstor zu holen", so eine Sprecherin von Ver.di. Daher wird auf Streikmaßnahmen verzichtet. Stattdessen tragen die Mitarbeiter im Werk einen Textilaufkleber am Arbeitshemd mit dem Slogan "Gesundheit ist keine Ware – Wie fordern einen Tarifvertrag – Gesunde und gute Arbeit bei Amazon".

    29.06.20, 09.50 Uhr: Mehrere Infektionen an Neu-Ulmer Grundschule

    An der Neu-Ulmer Weststadt-Grundschule sind zwei Klassen wegen Corona-Infektionen in Quarantäne geschickt worden, so das Landratsamt. Demnach wurde bei mehreren Schülern das Virus nachgewiesen. Auch eine Hortgruppe musste geschlossen werden. Das Gesundheitsamt hat entsprechende Tests gemacht und sucht aktuell nach den Kontaktpersonen der Schüler. Am Freitag waren sieben Menschen im Landkreis Neu-Ulm mit dem Coronavirus infiziert. Dabei handelte es sich nicht ausschließlich um die Schüler.

    28.6.2020, 9.00 Uhr: Sechs Neu-Infektionen in Schwaben

    Laut dem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit haben sich sechs weitere Personen aus Schwaben mit SARS-CoV-2 angesteckt. Damit haben sich bislang 3992 Menschen aus Schwaben mit dem Corona-Virus infiziert. Neue Todesfälle in Zusammenhang mit SARS-CoV-2 gab es laut Landesamt nicht. Bislang sind im Regierungsbezirk 209 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben.

    27.6.2020, 19.30 Uhr: Mehrere Gesetzesverstöße bei Demo in Augsburg

    Rund 250 Menschen demonstrierten am Samstagnachmittag auf dem Plärrergelände in Augsburg gegen die eingeschränkten Grundrechte während der Corona-Pandemie. Laut Polizeiangaben waren auf dem Gelände mehrere Teilnehmende ohne den Mund-Nasen-Schutz unterwegs, dessen Tragen als Auflage für die Veranstaltung gegolten hatte. Bei der anschließenden Kontrolle hätten viele der Teilnehmenden ein ärztliches Attest vorlegen können, das sie von der Tragepflicht befreite. Demonstrierende, die kein solches Attest vorlegen konnten, wurden wegen des Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz angezeigt.

    27.6.2020, 14.50 Uhr: Elf Neu-Infektionen in Schwaben

    Elf weitere Personen aus Schwaben haben sich mit SARS-CoV-2 angesteckt, das berichtet das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit. Damit haben sich bislang 3986 Menschen aus Schwaben mit dem Corona-Virus infiziert. Neue Todesfälle in Zusammenhang mit SARS-CoV-2 gab es laut Landesamt nicht. Bislang sind im Regierungsbezirk 209 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben.

    27.6.2020, 13.20 Uhr: Polizei löst Schulabschlussfeiern im Allgäu auf

    Die Polizei hat am Freitag, 26.6.2020, gegen 16 und 19 Uhr zwei Schulabschlussfeiern in Kempten am Herrenwieser Weiher und auf dem Mariaberg aufgelöst, wie die Polizeiinspektion Kempten heute mitgeteilt hat. Am Mariaberg trafen sich den Angaben der Polizei zufolge circa 60 Feiernde, am Mariaberg etwa 30. Die Polizei klärte jeweils die Jugendlichen in kleinen Gruppen über die aktuell gültige Infektionsschutzmaßnahmenverordnung auf, woraufhin alle die Feier verließen.

    27.6.2020, 12.43 Uhr: Demo in Mindelheim "ohne besondere Vorkommnisse"

    Die achte Kundgebung zum Thema „Friedlicher Widerstand zum Erhalt unserer Grundrechte" verlief am Freitagnachmittag auf dem Mindelheimer Marienplatz wieder ohne besondere Vorkommnisse, wie die Polizei heute mitteilte. Im Versammlungsbereich fanden sich laut Polizei bei schönstem Wetter bis zu 45 Personen ein. Eine Wiederholung der Kundgebung am kommenden Freitag im Bereich des Marienplatzes ist angedacht.

    27.6.2020, 12.30 Uhr: Friedliche Corona-Demo in Weißenhorn

    Am Freitagabend, 26.06., fand zwischen 19 und 20.05 Uhr zum achten Mal eine angemeldete Versammlung unter dem Motto „Für unsere Grundrechte, unsere Freiheit und Impffreiheit“ auf dem Kirchplatz in Weißenhorn, Lkr. Neu-Ulm, statt. Das teilte die Polizei heute mit. Es fanden sich insgesamt 25 Versammlungsteilnehmer ein und 20 Zuschauer. Die Kundgebung verlief nach Angaben der Polizei absolut friedlich und störungsfrei.

    26.6.2020, 17.13 Uhr: Kaufbeurer Partnerstadt will wegen Corona-Ausfall eigenes Tänzelfest veranstalten

    Das Tänzelfest in Kaufbeuren lockt normalerweise zehntausende Besucher ins Allgäu – doch dieses Jahr muss es wegen der Corona-Pandemie ausfallen. Die Partnerstadt von Kaufbeuren, Ferrara in Italien, will das aber nicht hinnehmen. Wie der Kaufbeurer Oberbürgermeister Stefan Bosse in einer Videobotschaft mitteilte, wird am Wochenende eine Delegation aus Ferrara nach Kaufbeuren kommen, um 300 Liter Bier, Wimpel und Fahnen abzuholen. Mit diesem Equipment wollen die Italiener dann vom 10. bis zum 12. Juli ein eigenes Tänzelfest in Ferrara veranstalten. Wie dies genau aussehen soll, ist laut Oberbürgermeister Bosse noch nicht klar, allerdings soll das Fest unter Einhaltung der Corona-Regelungen abgehalten werden.

    26.6.2020, 16.45 Uhr: Reihentests im Landkreis Aichach-Friedberg

    In fünf sozialen Einrichtungen im Landkreis Aichach-Friedberg sind Corona-Reihentestungen durchgeführt worden, das hat das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit dem Bayerischen Rundfunk mitgeteilt. Ob es sich bei den Einrichtungen um Pflegeheime, um Einrichtungen der Eingliederungshilfe oder um beides handelt, hat das Amt nicht mitgeteilt. Außerdem finden laut Landesamt für Gesundheit seit dem 22. Juni in allen 12 Pflegeheimen und in ausgewählten Einrichtungen der Eingliederungshilfe im Landkreis Aichach-Friedberg Heimbegehungen statt. Bislang sind nach Informationen des Landesamts für Gesundheit zehn Einrichtungen begangen und beraten worden, in fünf von ihnen wurden Reihentests bei Bewohnern und Personal durchgeführt.

    Die Begehungen und die Reihentests führt die LGL-Task Force Infektiologie durch. Sie macht seit längerem regelmäßig anlassbezogene Reihentests in Seniorenheimen im Rahmen von Ausbrüchen, seit Mitte Mai auch verstärkt präventiv in ganz Bayern. Der Zeitpunkt der Begehungen und der Tests erfolgte nach Informationen des Landesamts für Gesundheit auf Basis der 7-Tage Inzidenz, die zeitweise durch den Ausbruch auf dem Spargelhof in Inchenhofen den bayerischen Risikowert von 35 Neu-Infizierten pro 100.000 Einwohner überschritten hatte.

    26.6.2020, 15 Uhr: Landkreis Augsburg veranstaltet zwei Online-Konzertabende

    Der Landkreis organisiert am Freitag und Samstag, 26. und 27. Juni, zwei Konzertabende mit Musikerinnen und Musikern aus dem Augsburger Land. Sie finden im Rahmen der Kampagne „für ALLE“ statt und sind kostenfrei im Livestream im Internet abrufbar. Damit wollen die Verantwortlichen den von der Corona-Situation stark betroffenen Musikern Bühne und Publikum bieten, sagt auch der Augsburger Landrat Martin Sailer.

    Während am Freitag Künstler und Gruppen aus dem Pop- und Alternative-Bereich auftreten werden, ist der Samstag der klassischen Musik gewidmet. An beiden Abenden stehen jeweils vier bzw. fünf musikalische Beiträge und damit jede Menge Abwechslung auf dem Programm. Alle teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler oder Ensembles haben sich im Vorfeld beworben und wurden von einer Jury ausgewählt. Für ihren Auftritt erhalten sie eine Gage von 500 Euro pro Person.

    Die Livestream-Konzerte werden über den Facebook-, den Instagram- und den Youtube-Kanal des Landkreises Augsburg übertragen. Beginn ist jeweils um 18 Uhr. (Facebook: http://www.facebook.com/LandkreisAugsburg / www.facebook.com/LandkreisAugsburg / Instagram: http://www.instagram.com/landkreis_augsburg / www.instagram.com/landkreis_augsburg / Youtube: http://www.youtube.com/landratsamt_augsburg www.youtube.com/landratsamt_augsburg).

    26.6.2020, 14.40 Uhr: Zehn neue Infektionen in Schwaben

    Zehn weitere Menschen in Schwaben haben sich mit SARS-CoV-2 angesteckt, das zeigen die neuen Zahlen des Landesamts für Gesundheit. Damit wurden bislang insgesamt 3975 Menschen in Schwaben mit dem Corona-Virus infiziert. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus ist laut Landesamt für Gesundheit im Regierungsbezirk nicht gestiegen, sie liegt nach wie vor bei 209.

    25.6.2020, 14.50 Uhr: Keine weiteren Todesfälle in Schwaben

    Nach den neuen Zahlen des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit gab es seit gestern keine neuen Todesfälle in Schwaben, aber vier Neuinfektionen. Damit haben sich bislang insgesamt 3965 Menschen aus dem Regierungsbezirk Schwaben mit SARS-CoV-2 angesteckt, gestorben sind an oder mit dem Virus bisher 209 Menschen.

    25.6.2020, 13.45 Uhr: Wünschewagen darf wieder unterwegs sein

    Auch für die Wünschewagen ist die Zwangspause vorbei: Jetzt dürfen sich wieder schwerstkranke Menschen letzte Wünsche erfüllen lassen. Für die Fahrten gilt ein Hygienekonzept. wo der Abstand nicht eingehalten werden kann, muss Mundschutz getragen werden. Außerdem wird der Wagen nach jeder Fahrt gründlich desinfiziert. Wer sich selbst oder einem schwerkranken Angehörigen einen solchen letzten Wunsch erfüllen will, kann sich entweder im Internet über die Homepage www.asb-allgaeu.de anmelden oder sich telefonisch an den ASB wenden.

    25.6.2020, 13.35 Uhr: BRK Augsburg Land zieht positive Bilanz zur Krisenzeit

    Der wegen Corona ausgerufene Katastrophenfall ist aufgehoben, die Kontaktbeschränkungen werden immer mehr gelockert. Deshalb hat der BRK-Kreisverband Augsburg-Land auf die vergangenen Monate zurück geblickt und eine Bilanz gezogen. Demnach sind die Materialversorgung und der Schutz der Helfer die größte Herausforderung des Krisenmanagements gewesen. Durch eine entsprechende Planung und Organisation war die rettungsdienstliche Versorgung des Landkreises jederzeit gewährleistet, heißt es.

    Im März (9.3.20) zum Beispiel, hat das BRK Augsburg Land ein sogenanntes Corona-Mobil aufgebaut und dem Gesundheitsamt für Einsätze bereit gestellt. Im April hat der Kreisverband unter anderem den Einkaufsservice für Bedürftige aufgenommen, um sie mit Nahrung und Hygieneartikeln zu versorgen. Außerdem hat das BRK Augsburg-Land Videos mit Tipps und Tricks zu den Corona-Bedingungen produziert und online gestellt. Die Verantwortlichen haben deshalb jetzt ein positives Fazit gezogen und sich noch einmal bei allen Helfern und Unterstützern bedankt.

    25.6.2020, 13.20 Uhr: Schwäbische Landräte zu Corona: „Wir müssen wachsam bleiben“

    Schwaben ist bislang gut durch die Corona-Pandemie gekommen, trotzdem müssen alle wachsam bleiben. Das ist die Botschaft, die die zehn schwäbischen Landrätinnen und Landräte nach ihrem Treffen am Mittwoch in Marktoberdorf ausgesendet haben. „In den letzten beiden Wochen sind in sieben von zehn schwäbischen Landkreisen keine neuen Fälle aufgetreten – das sind positive Nachrichten“, sagt der Lindauer Landrat und Vorsitzende der schwäbischen Landräte, Elmar Stegmann. Die aktuellen Entwicklungen vor allem in Nordrhein-Westfalen zeigten aber, wie schnell sich so etwas ändern könne. „Deswegen müssen wir darauf vorbereitet sein und wachsam sein, dass wir jederzeit, wenn auch bei uns wieder so ein Fall auftreten sollte, die Strukturen hochfahren, um die Corona-Pandemie zu bekämpfen.“, so Stegmann. Die Landratsämter in Schwaben haben laut Stegmann wegen der Pandemie einen enormen Personaleinsatz hinter sich: Die Mitarbeiter hätten zum Teil sieben Tage die Woche gearbeitet, manchmal sogar 24 Stunden am Tag. Es seien „massig Überstunden aufgelaufen“. Angesichts des Personalmangels in den Gesundheitsämtern seien die Landräte froh, dass der Freistaat nun 13 zusätzliche Stellen in der Gesundheitsverwaltung an jedem Landratsamt schaffen will. Allerdings müssten diese Stellen erst noch besetzt werden. „Und das geschieht nicht von heute auf morgen“, so Stegmann.

    Wie hoch die Einbußen für Städte, Landkreise und Gemeinden durch wegbrechende Gewerbesteuereinnahmen und steigende Sozialausgaben wegen Corona sein werden, ist laut Stegmann noch nicht abschätzbar. Die Landräte fordern dringend Hilfe vom Freistaat: „Wenn nun Schutzschirme für alle möglichen Zweige aufgestellt werden, dann darf der Freistaat auch seine Städte, Landkreise und Gemeinden nicht vergessen“, sagt Stegmann.

    Seine Ostallgäuer Amtskollegin Maria Rita Zinnecker geht davon aus, dass sich Corona auch in ihrem Landkreis deutlich auf die Wirtschaft auswirken wird: „Dass es Einbrüche im Herbst geben wird – das sagen die Wirtschaftsweisen ja klar voraus. Das spiegeln auch unsere Betriebe wieder. Aber in welchem Umfang – das bleibt abzuwarten“. Der Landkreis wolle deshalb versuchen, in den kommenden Jahren trotz Corona kräftig zu investieren, um Aufträge zu schaffen und Arbeitsplätze zu sichern.

    23.6.2020, 19 Uhr: Therme Bad Wörishofen öffnen am Samstag

    Die Therme Bad Wörishofen öffnen am 27. Juni um 9 Uhr, das hat die Geschäftsleitung der Therme mitgeteilt. Sie hat in einer Mitteilung ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Besucher ihre Eintrittskarten nicht reservieren müssen. Die Kunden müssen allerdings einige persönliche Daten abgeben. Der Mindestabstand von eineinhalb Metern gilt in den gesamten Thermen, Mund- und Nasenschutz muss im Eingangsbereich und in den Umkleiden getragen werden. Hinweisschilder informieren darüber, wieviele Personen jeweils die Becken, Bäder und Saunen nutzen dürfen. DieSprudelliegen und Nackenduschen in den Pools bleiben vorerst ausgeschaltet. Auch Saunaaufgüsse sind laut Geschäftsleitung nicht erlaubt.

    23.6.2020, 18.12 Uhr: Unterallgäu fährt Pandemie-Strukturen herunter

    Weil es seit Ende Mai keine Corona-Neuinfizierten mehr gegeben hat und die davor Infizierten fast alle wieder gesund sind, hat die Infektpraxis im Unterallgäu ab sofort geschlossen und die Bürger-Hotline wird zum 1. Juni eingestellt. Das hat das Landratsamt Unterallgäu mitgeteilt. Die Bereitschaftspraxis der Kassenärztlichen Vereinigung in der Reinpoldstraße 5 in Mindelheim bleibt aber vorerst bestehen.

    Bürgeranfragen bearbeiten nach dem 1. Juli wieder die Beschäftigten im Landratsamt. Der Drive-In am Kreisbauhof, den die Johanniter betrieben haben, ist laut Landratsamt inzwischen geschlossen. Test werden bei Bedarf von einem Fahrdienst übernommen. Laut Landrat Alex Eder können die Neuerungen jederzeit wieder verändert werden: "Wir schalten sozusagen in den Stand-by-Modus. Im Falle neuer Infektionen können wir die Strukturen umgehend wieder hochfahren."

    23.6.2020, 16.05 Uhr: Keine Neuinfizierten in Schwaben

    Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit meldet heute für Schwaben weder Neuinfizierte noch weitere Todesfälle. Damit bleibt es dabei, dass in Schwaben bislang 3960 Menschen mit Sars-Cov-2 infiziert worden sind und 209 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben sind.

    22.6.2020, 18.30 Uhr: Stadtbibliothek Memmingen lockert Corona-Regeln

    In der Stadtbibliothek Memmingen können wieder zu den üblichen Öffnungszeiten Medien ausgeliehen werden, wie die Bibliothek heute mitgeteilt hat. Die Nutzer sollen ihre Medien aber bis auf Weiteres nur über die Rückgabeklappe rechts vom Eingangstor zurückgeben. Es dürfen nur höchstens 40 Personen gleichzeitig in der Bibliothek sein. Menschen aus dem gleichen Haushalt, zum Beispiel eine Mutter mit zwei Kindern, werden als eine Person gezählt. Außerdem stehen laut der Stadtbibliothek ab sofort wieder Einzelarbeitsplätze zur Verfügung und der Zeitschriften-Lesesaal ist wieder geöffnet. Auch die Fernleihe ist wieder möglich. Die üblichen Hygiene- und Abstandsregelungen sowie die Mundschutzpflicht gelten weiterhin.

    22.6.2020, 15.15 Uhr: Keine weiteren Todesfälle in Schwaben

    In Schwaben sind seit gestern keine weiteren Menschen an oder mit Covid-19 gestorben, das hat das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit mitgeteilt. Damit sind in Schwaben bislang insgesamt 209 Menschen in Zusammenhang mit dem neuartigen Corona-Virus gestorben. Die Zahl der Neuinfizierten im Bezirk ist laut Landesamt seit gestern um drei gestiegen. Folglich haben sich bislang 3960 Menschen in Schwaben mit SARS-CoV-2 angesteckt. Schwaben ist nach wie vor der Regierungsbezirk in Bayern mit den wenigsten Corona-Virus-Infizierten gemessen an der Bewohnerzahl.

    22.6.2020, 14.15 Uhr: Endlich wieder Chorproben - Erleichterung bei Sängern in Schwaben

    Seit heute sind Chorproben wieder erlaubt, unter strengen Hygieneauflagen. Die Erleichterung darüber bei den Sängern in Schwaben sei groß, sagte Paul Wengert, Präsident des Chorverbands Bayerisch-Schwaben, dem BR. „Die Ensembles hatten jetzt eine Zwangspause von über zwölf Wochen. Das schadet nicht nur dem Zusammenhalt, sondern natürlich der Vorbereitung für Konzerte.“ Deshalb sei es wichtig, dass die Chöre nun wieder proben dürften. „Bei der menschlichen Stimme ist es nicht viel anders als bei einem Instrument: Sie muss geübt werden, sie muss gepflegt werden, sonst kommt nichts Vernünftiges dabei raus“, so Wengert.

    Der schwäbische Chorverbandspräsident hofft darauf, dass die Chöre im Sommer auch das eine oder andere Konzert vor begrenztem Publikum geben können. Voraussetzung für die Chorproben sollen laut dem Kunstministerium unter anderem ein Mindestabstand der Sänger von zwei Metern, regelmäßige Lüftungsintervalle und eine Begrenzung der Probendauer sein. Die genauen Details will das Ministerium in einem Hygienekonzept noch veröffentlichen. „Wir hoffen sehr, dass heute (22.6.) ein Rahmenkonzept aus dem Ministerium kommt, damit wir auf dieser Basis Hygieneregelungen für unsere Chöre vorbereiten können. Damit nicht jeder Chor, nicht jedes Ensemble, sich selber hinsetzen und ein solches Hygienekonzept entwerfen muss“, so Wengert.

    Sobald das Rahmenkonzept des Ministeriums vorliegt, will der Chorverband sein Musterkonzept auf seiner Internetseite veröffentlichen. Trotz der Corona-Auflagen geht Chorverbandspräsident Wengert nicht davon aus, dass der Spaß am Singen bei den Chorproben auf der Strecke bleiben wird. „Sängerinnen und Sänger sind sehr disziplinierte Mitmenschen. Sie werden das so umsetzen, dass sie sich und andere nicht gefährden und dass das Singen auch Spaß macht. Und das natürlich vor allem im Chor und nicht nur unter der Dusche, wie das jetzt leider die letzten zwölf Wochen der Fall war.“

    22.6.2020, 13.47 Uhr: Viele Hochzeiten in Augsburg

    Trotz der Pandemie verzeichnet das Augsburger Standesamt nach wie vor einen regen Andrang. Von Jahresanfang bis Mitte Juni 2020 hat es 440 Trauungen gegeben. Das teilte die Augsburger Stadtverwaltung auf BR-Anfrage mit. Das sind lediglich 60 weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Während des Lockdowns haben viele ihre Hochzeit auf den Sommer verschoben. Entsprechend groß ist jetzt der Andrang: Bis zum Herbst sind zum Beispiel die beliebten Freitagstermine fast schon alle vergeben.

    Auch bei Trauungen gelten zurzeit die üblichen Abstandsregeln, weshalb die Hochzeitsgemeinde zahlenmäßig begrenzt ist: Im Fürstenzimmer des Augsburger Rathauses und im Seminarraum im Botanischen Garten können jeweils 20 Menschen teilnehmen, im Agnes-Bernauer-Zimmer sind es zehn – jeweils einschließlich Brautpaar. Heute (22.6.) werden die Corona-Regeln in Bayern erneut gelockert: Hochzeiten sind ab sofort im Prinzip mit bis zu 100 Gästen im Freien und bis zu 50 Gästen innen möglich - je nachdem, wie die räumlichen Gegebenheiten sind.

    20.06.2020, 16.15 Uhr: Drei neue Corona-Fälle in Schwaben

    Nach Angaben des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) sind in Schwaben seit gestern drei neue Infektionen mit dem Corona-Virus festgestellt worden. Zwei Fälle wurden aus dem Landkreis Oberallgäu gemeldet, einer aus dem Landkreis Neu-Ulm. Aus den übrigen Landkreisen und kreisfreien Städten in Schwaben gibt es keine Meldungen über neue Infektionen. Im Laufe der vergangenen sieben Tage gab es insgesamt 15 neue Fälle im Regierungsbezirk. Die 7-Tage-Inzidenz je 100.000 Einwohner lag bei 0,79. Die Angaben beziehen sich auf die am Samstag bis 10 Uhr beim LGL eingegangenen Meldungen.

    19.06.2020, 14.45 Uhr: Nur ein weiterer Corona-Fall in Schwaben

    Die Zahl der bekannten Corona-Fälle in Schwaben stagniert. Laut Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit ist seit dem Vortag lediglich ein neuer Fall gemeldet worden. Seit Beginn der Tests wurden im Bezirk damit insgesamt 3.954 Menschen positiv auf das Virus getestet. Die Zahl der Toten liegt nach wie vor bei 209 (Stand: 10.00 Uhr).

    19.06.2020, 12.33 Uhr: Dillingen unterstützt Gastronomen – mehr mobile Angebote in der Stadt

    Auch die Stadt Dillingen will ihre Gastronomen wegen der Auswirkungen der Corona-Pandemie unterstützen. Ab diesem Wochenende werden sowohl in der Königstraße als auch auf dem Bayerisch-Hof Platz örtliche Café- und Barbesitzer mobile Verkaufsstationen aufstellen und dort Getränke und Snacks anbieten können. Ein Barinhaber hat etwa einen Oldtimer umgebaut, um aus diesem Getränke und andere Angebote mobil verkaufen zu können. Ab heute Abend wird der Gastronomiebereich in der Königsstraße aufgebaut. Schon vor einigen Jahren hatte der Stadtrat beschlossen, die Königsstraße am Wochenende teilweise zu sperren, um dort ein gastronomisches Angebot zu ermöglichen. Das wird jetzt umgesetzt. Zahlreiche Bürger hatten sich in einer Umfrage dafür ausgesprochen. Derzeit laufen Gespräche, wie das Angebot auch auf die Werktage ausgeweitet werden kann.

    19.06.2020, 08.08 Uhr: Lindauer Marionettenoper nimmt Spielbetrieb wieder auf

    Die Lindauer Marionettenoper nimmt ihren Spielbetrieb nach dem Corona-Shutdown wieder auf. Heute Abend zeigen die Künstler Bernhard und Patrick Leismüller mit ihrem Team "Die Zauberflöte" von Wolfgang Amadeus Mozart – eine Oper in zwei Akten. Die ersten Aufführungen sind bereits ausverkauft. Wegen der geltenden Abstandsregeln dürfen zunächst rund 30 Zuschauer live dabei sein. Normalerweise passen in die private Spielstätte rund 100 Menschen.

    Während der Corona-Zwangspause hatte die Marionettenoper zahlreiche Gratis-Stücke in Video-Premieren online gestellt und die fanden ihr Publikum: Tausende Zuschauer klickten sie an. Patrick Leismüller sagte, er sei sehr überrascht gewesen über die Resonanz. Die Spendenbereitschaft der Fans habe die Spielstätte gerettet. Die Marionettenoper hat fünf fest angestellte Mitarbeiter, einige weitere erhalten bei Auftritten Gagen. Die Marionettenoper in Lindau feiert in diesem Jahr 20-jähriges Bestehen.

    19.06.2020, 07.09 Uhr: Berghütten im Allgäu freuen sich auf mehr Übernachtungsgäste

    Die Hüttenwirte im Allgäu freuen sich darüber, dass durch die gelockerten Corona-Regeln jetzt mehr Gäste übernachten dürfen. Der Wirt der Kemptener Hütte Martin Braxmair sagte dem BR auf Nachfrage, dass ab Montag dann 100 Gäste pro Tag übernachten könnten. Grund dafür ist vor allem, dass jetzt auch Gruppen von 10 Personen zusammen kommen dürfen und nicht nur zwei Haushalte. Deshalb kann er seine Räume jetzt besser auslasten. Auch die Waschräume dürfen jetzt dann wieder benutzt werden. Zwar müsse man nach jeder Gruppe oder Familie putzen, aber das nehme man in Kauf.

    Die Rappenseehütte hatte bisher überhaupt keine Übernachtungen, ab Montag können Bergsteiger aber auch hier wieder schlafen. 50 Übernachtungsgäste pro Tag sind hier das Maximum, sagt Hüttenwirtin Sylvia Socher. Mehr bringen die Hüttenwirte hier nicht im Gastraum mit den geltenden Abstandsregeln unter.

    Für alle Hütten gilt nach wie vor, dass jeder, der übernachten will, vorher reservieren muss. Das geht über ein Kontaktformular auf den Internetseiten der Hütten. Warme Schlafsäcke und Kopfkissen muss man auch mitbringen, da die sonst üblichen Wolldecken nicht herausgegeben werden dürfen.

    19.06.2020, 06.55 Uhr: Jeweils etwa 400 Anzeigen in Kempten und Memmingen

    In Kempten und Memmingen sind seit Beginn der Corona-Pandemie jeweils rund 400 Anzeigen wegen Verstößen gegen die Corona-Regeln eingegangen. Das teilten beide Städte dem BR auf Nachfrage mit. Inzwischen sind es selten mehr als fünf Anzeigen an einem Tag, heißt es aus dem Rechtsamt der Stadt Kempten. Am Anfang waren es vor allem nicht eingehaltene Kontaktbeschränkungen, die angezeigt wurden, derzeit geht es häufiger um die Masken, die nicht getragen werden. Vereinzelt gab es in Memmingen und Kempten auch Verstöße von Gastronomen, die Tische zu nah zusammengestellt hatten. Dafür droht ein Bußgeld von bis zu 5.000 Euro.

    18.06.2020, 16.00 Uhr: Zahl der Corona-Infektionen nahezu unverändert

    In Schwaben stagniert die Zahl der Corona-Infektionen. Wie das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit mitteilte, ist im Vergleich zum Vortag nur eine neue Corona-Infektion gemeldet worden. Die Gesamtzahl im Regierungsbezirk liegt damit bei 3.953. Die Zahl der Todesfälle bleibt mit 209 unverändert. Gemessen an der Einwohnerzahl ist Schwaben nach wie vor bayernweit am wenigsten von Corona betroffen (Stand: 18.06.2020, 10 Uhr).

    18.06.20, 11.00 Uhr: Verstöße gegen Corona-Maßnahmen werden Gericht in Augsburg beschäftigen

    Seit Beginn der Corona-Pandemie wurden im Stadtgebiet Augsburg etwa 2.600 Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen des Verstoßes gegen die Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung eingeleitet, so der Leiter des Augsburger Ordnungsamtes Andreas Bleymaier. Vor allem im März und April habe es Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkungen gegeben. Bleymaier betonte jedoch: „Grobe Uneinsichtigkeit war die absolute Ausnahme. Insgesamt verhielten sich die allermeisten Betroffenen einsichtig.“ Bislang wurden 1.437 Buß- und Verwarnungsgelder durch die Stadt Augsburg erlassen. In 356 Fälle wurden Einsprüche erhoben. Eine gerichtliche Entscheidung liegt laut Bleymaier bislang aber nicht vor. Für die Bearbeitung sei eine eigene sechsköpfige Arbeitsgruppe im Ordnungsamt gebildet worden. Die Verfahren seien aber sehr aufwendig und würden die Verwaltung und Gerichte noch einige Zeit beschäftigen. Beim Amtsgericht Augsburg sind laut einem Gerichtssprecher derzeit rund 40 Verfahren anhängig.

    17.06.2020, 14:30 Uhr: Zehn weitere Corona-Infektionen in Schwaben gemeldet

    In Schwaben sind seit dem Vortag zehn neue Corona-Infektionen gemeldet worden. Weitere Todesopfer in Zusammenhang mit Covid-19 gibt es nicht, wie aus dem täglichen Update des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) hervorgeht.

    Seit Beginn der Tests wurden in Schwaben damit insgesamt 3.952 Menschen positiv auf das Virus getestet. Die Zahl der Toten liegt bei 209 (Stand: 17.06.2020, 10 Uhr).

    16.06.2020, 14.50 Uhr: AWO fordert Klärung von Todesfällen

    Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) in Schwaben wünscht sich, dass Experten klären, wie es zu den gehäuften Corona-Todesfällen in einzelnen ihrer Seniorenheime kommen konnte. Man könne es sich trotz eigener Nachprüfungen bisher nicht erklären, warum fast alle Todesfälle in schwäbischen Einrichtungen der AWO in dem Heim in Aichach aufgetreten seien – und das, obwohl alle 25 schwäbischen AWO-Seniorenheime in etwa gleich organisiert seien, so der Vorsitzende Heinz Münzenrieder. Er werde sich in dieser Frage auch an das bayerische Gesundheitsministerium wenden. Man müsse diesem Phänomen der Hotspots nachgehen, um für künftige Gefahren gewappnet zu sein. Dies sei man den an Covid-19 verstorbenen Bewohnern schuldig, so Münzenrieder. In den schwäbischen AWO-Heimen gab es bislang insgesamt 18 Corona-Todesfälle, so die AWO. Wegen der Häufung von Todesfällen in dem AWO-Heim in Aichach gab es gegenseitige Vorwürfe zwischen AWO und Gesundheitsamt. Die Augsburger Staatsanwaltschaft prüft in einem Todesfall, ob strafrechtlich relevante Pflichtverletzungen vorliegen.

    16.06.2020, 7.00 Uhr: Bücherbus fährt wieder durch den Landkreis Dillingen

    Nach einer Corona-bedingten Pause nimmt der Bücherbus im Landkreis Dillingen seine Fahrten wieder auf. Die rollende Bücherei steuert nach und nach insgesamt 26 Gemeinden und Städte im Landkreis an. Zum Start wird der Bus heute die Haltestellen Reistingen, Dattenhausen, Ziertheim, Mödingen, Bergheim, Zöschlingsweiler und Wittislingen anfahren. Es gelten die üblichen Corona-Hygienevorschriften: Bücherfreunde müssen etwa Mund-Nasen-Schutz tragen und auf genügend Abstand achten.

    15.06.2020, 7.30 Uhr: Kulturleben in Schwaben läuft wieder an

    In Schwaben dürfen ab heute – wie in ganz Bayern – Theater, Konzertsäle und Kinos wieder öffnen. Die Augsburger Philharmoniker planen diese Woche gleich vier Konzerte im Kongress am Park. Auf dem Programm stehen Werke von Igor Strawinski, Béla Bartók und Johannes Brahms. Das erste Konzert findet heute Abend um 19.30 Uhr statt. Pro Veranstaltung sind 50 Besucher zugelassen – sonst sind bis zu 800 im üblich. Auch auf der Bühne spielen stehen nur 42 Musiker des 70-köpfigen Orchesters.

    In Städten wie Kempten, Türkheim oder Füssen können Filmfans ab heute wieder ins Kino gehen. Anderenorts, zum Beispiel in Aichach, Memmingen und Meitingen, bleiben die Kinos noch geschlossen. Die Betreiber halten es nicht für rentabel, zu öffnen.

    In den Sälen muss nämlich Sicherheitsabstand zwischen den Besuchern eingehalten werden. Daher können etwa nur ein Fünftel der Plätze genutzt werden. Auch große Säle bringen keinen Vorteil, weil sich in geschlossenen Räumen maximal 50 Personen aufhalten dürfen.

    14.06.2020, 14.00 Uhr: Keine neuen Corona-Fälle in Schwaben

    Die Corona-Zahlen in Schwaben bleiben stabil. Im Vergleich zum Vortag gibt es laut Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit keine neuen gemeldeten Infektionen oder Todesfälle (Stand: 14.06.2020, 10 Uhr). Insgesamt wurden im Bezirk seit dem Frühjahr 3.940 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet. 209 Menschen starben im Zusammenhang mit Covid-19.

    12.06.20, 17:30 Uhr: Erlebnis-Weihnachtsmarkt Bad Hindelang fällt wegen Corona aus

    Corona macht bereits auch weihnachtlichen Veranstaltungen einen Strich durch die Rechnung. So wird der Erlebnis-Weihnachtsmarkt Bad Hindelang in diesem Jahr zum allerersten Mal ausfallen, teilen die Organisatoren mit. Da aktuell niemand abschätzen könne, ob eine erneute coronabedingte Ausgangs-Beschränkung droht, habe man sich für eine Absage zu einem frühen Zeitpunkt entschieden, heißt es in einer Pressemitteilung. Die Gesundheit von Besuchern und Mitwirkenden müsse an erster Stelle stehen. Die Großveranstaltung hätte am 27. November 2020 eröffnet werden sollen. Nach Angaben der Organisatoren lockte der Erlebnis-Weihnachtsmarkt in den vergangenen Jahren mehrere Zehntausend Gäste aus dem In- und Ausland nach Bad Hindelang.

    12.06.20, 15:20 Uhr: 95 Spargelhof-Mitarbeiter positiv auf Corona getestet

    Von den insgesamt 525 Mitarbeitern des Spargelhofes Lohner in Inchenhofen (Lkr. Aichach-Friedberg) wurden bis jetzt 95 positiv auf das Coronavirus getestet. Das gab das Landratsamt Aichach-Friedberg bekannt. Zuvor waren beim ersten Reihentest von rund 50 Mitarbeitern 21 Erntehelfer positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der Spargelbauer beendete daraufhin die Saison vorzeitig. Am kommenden Montag will das Landratsamt erläutern, was die Testergebnisse für den Spargelbetrieb sowie den Landkreis Aichach-Friedberg bedeuten.

    12.6.20, 9 Uhr: Geführte Stadt- und Radlführungen in Kaufbeuren starten wieder

    Ab kommenden Mittwoch, 17. Juni werden in Kaufbeuren wieder Stadtführungen durch die historische Altstadt und Radlführungen ins Kaufbeurer Umland angeboten. Die Stadt Kaufbeuren weist darauf hin, dass wegen der Corona-Bestimmungen die Teilnehmerzahl für eine Führung zurzeit auf 15 Personen beschränkt ist. Teilnehmen kann man außerdem nur, wenn man sich vorher angemeldet hat. Ende Juni beginnen auch wieder die Führungen durch das Stadtmuseum Kaufbeuren, durch die aktuelle Sonderausstellung „Kaufbeuren unterm Hakenkreuz. Eine Stadt geht auf Spurensuche“. Für alle Angebote können sich Einzelpersonen, Familien oder Gruppen anmelden.

    12.6.20, 7.30 Uhr: Neu-Ulm bekommt sehr bald neuen Biergarten

    Seit Monaten steht in Neu-Ulm das Gelände der ehemaligen „Barfüßer“-Wirtschaft direkt an der Donau leer. Die Stadt hatte für eine schnelle Wiederbelebung in Corona-Zeiten einen Wettbewerb ausgeschrieben, um dort möglichst kurzfristig wieder einen Biergarten für die Sommermonate zu etablieren. Jetzt stehen die Gewinner fest: Zwei Ulmer Gastronomen, die schon länger als Team arbeiten, wollen dort „Pauls Biergarten“ eröffnen, nach Möglichkeit schon nächste Woche. Weil das alte „Barfüßer“-Gebäude marode ist und vorerst nicht genutzt werden darf, wird der Betrieb ausschließlich draußen laufen. Wegen der Corona-Regelungen sollen dort Gartentische in möglichst großem Abstand stehen, an denen maximal vier Personen sitzen können.

    Die Stadt hat sich aus 24 Bewerbungen für das Team aus Ulm entschieden. Die Eröffnung soll nach Möglichkeit am Freitag, 19.6., stattfinden. Bis zum Herbst soll dort der kurzfristig ins Leben gerufene Biergarten betrieben werden, bevor die Stadt eine langfristige Lösung für das für Neu-Ulm wichtige Gelände finden will. Bevor dort viele Jahre lang die Barfüßer-Brauerei ein Lokal mit Biergarten betrieben hatte, stand auf dem Gelände der Offiziersclub der stationierten Amerikaner. Laut Neu-Ulms Oberbürgermeisterin Katrin Albsteiger wollte die Stadt jetzt eine kurzfristige Lösung für einen Biergarten in der Sommersaison, um den Menschen „ein Stück Normalität“ zurückzugeben nach den vielen Corona-Beschränkungen.

    11.6.20, 15.28 Uhr: Zahl der Infizierten in Schwaben steigt um 41

    In Schwaben ist die offizielle Zahl der Corona-Infizierten innerhalb eines Tages um 41 gestiegen - auf 3.915. Das zeigen die aktuellen Daten des Landesamts für Gesundheit. Damit verzeichnet der Regierungsbezirk im Moment bayernweit den stärksten Anstieg. Gemessen an der Einwohnerzahl ist Schwaben im Vergleich zu anderen bayerischen Regierungsbezirken allerdings nach wie vor am wenigsten von Corona betroffen. Die neuen Fälle entfallen größtenteils auf den Landkreis Aichach-Friedberg. Dort hatte es einen Corona-Ausbruch auf einem Spargelhof gegeben.

    Nachdem auf dem Spargelhof 21 Erntehelfer positiv auf das Coronavirus getestet worden waren, wurden nun 500 weitere Mitarbeiter des Betriebs getestet. Unter den Getesteten gibt es laut Landesamt weitere Corona-Fälle. Bei 200 dieser Mitarbeiter stehe das Ergebnis noch aus, hieß es weiter. Symptome waren bei keinem der Getesteten aufgetreten. Die neuen Infektionszahlen sollen am Montag bekanntgegeben werden.

    Vergangenes Wochenende waren laut dem Landratsamt Aichach-Friedberg zwei Erntehelfer positiv auf das Virus getestet worden. Bei 19 Kontaktpersonen fiel der Test ebenfalls positiv aus. Nun könnte im Landkreis der Grenzwert für Neuinfektionen überschritten werden.

    Der Freistaat Bayern hatte die Grenze auf 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gesenkt. Bund und Länder hatten sich auf einen Grenzwert von 50 Neuinfektionen geeinigt. Offenbar beschränken sich die neuen Corona-Fälle im Kreis Aichach-Friedberg aber weitestgehend auf den Spargelhof: "Außerhalb des Spargelhofs sind die Infiziertenzahlen im Landkreis weiterhin völlig unauffällig, lagen zuletzt bei Null", teilte das Landratsamt mit.

    11.6.20, 12.12 Uhr: Polizei löst Corona-Party in Kempten auf

    Die Polizei hat am späten Mittwochabend eine Party im Kemptener Stadtteil Sankt Mang beendet. Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, hatten mehrere Jugendliche aus mehr als zwei Haushalten daran teilgenommen und Alkohol getrunken. Wegen der noch geltenden Kontaktbeschränkungen wurde die Feier aufgelöst. Die Jugendlichen erhalten nun eine Ordnungswidrigkeitenanzeige aufgrund eines Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz.

    10.6.2020, 16.20 Uhr: 15 neue Corona-Fälle in Schwaben

    Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit meldet 15 neue Corona-Fälle in Schwaben. Damit ist die Zahl der Menschen, die sich bislang mit SARS-CoV-2 angesteckt haben, auf 3874 gestiegen. Weitere Todesfälle gab es laut dem Landesamt für Gesundheit seit gestern nicht. Bisher sind in Schwaben insgesamt 209 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben.

    10.6.2020, 14.05 Uhr: Bauministerin lobt Baustelle in Donauwörth

    Wie Bauarbeiter auf Montage in Zeiten von Corona untergebracht sind, davon hat sich die bayerische Bauministerin Kerstin Schreyer heute Vormittag am Donauwörther Bahnhof  persönlich ein Bild gemacht. Sie besichtigte sowohl in Containern eingerichtete Büroräume als auch die Wohncontainer der Arbeiter. Auf dieser Baustelle hat jeder der 30 Bauarbeiter einen eigenen Container samt WC, Waschbecken und Dusche  für sich, das sei schon vor Corona in seinem Betrieb so gewesen, so der Bauunternehmer aus Waldsassen. Allerdings habe man jetzt weitere Gemeinschaftsräume eingerichtet, die Arbeiter würden außerdem im Schichtbetrieb beschäftigt, so dass sich nicht zu viele auf einmal träfen, die Schreibtische der Büromitarbeiter wurden außerdem weiter auseinandergestellt.

    Die Ministerin lobte die Bemühungen des Unternehmens sowie der Baubranche an sich: „In der Baubranche klappt das sehr gut, die Menschen sind gut untergebracht, auch in den Büros haben wir die Situation, dass die Abstände gehalten werden“. Allerdings gebe es auch Situationen bei der Arbeit, wo dies nicht möglich sei, hier sei es wichtig, dass jeder diszipliniert sei.  Schwarze Schafe gebe es immer, allerdings kenne sie keinen einzigen Corona Ausbruch auf einer Baustelle in Bayern. Es sei den Unternehmen ja sicher auch selbst daran gelegen, einen Ausbruch und damit Ausfall der Mitarbeiter zu vermeiden. In Donauwörth wird derzeit der Bahnhof unter anderem  barrierefrei gemacht

    10.6.2020, 13.45 Uhr: Ein Großteil der AVV-Busse sind virensicher

    Die Regionalbusse des Augsburger Verkehrs- und Tarifverbund AVV sind inzwischen zu fast 90 Prozent mit Infektionsschutzscheiben ausgestattet worden. Damit sei laut Pressemitteilung des AVV ein bestmöglicher Schutz für Fahrgäste und Fahrpersonal gewährleistet. In den bereits umgerüsteten Fahrzeugen kann man nur noch vorne einsteigen. Bei Fahrzeugen ohne Schutzscheiben muss weiterhin bei der zweiten Tür eingestiegen werden. Ab kommendem Montag (15.6.2020) ist es in den meisten AVV-Bussen wieder möglich, Fahrscheine beim Fahrer zu kaufen. Die Fahrgäste sollten dafür das Bargeld möglichst passend bereithalten. Bis voraussichtlich Ende Juni werden alle AVV-Regionalbusse mit Infektionsschutzscheiben nachgerüstet sein. Dann ist auch in allen AVV-Regionalbussen der Fahrscheinkauf wieder möglich und der Zustieg findet generell nur noch über die vordere Tür statt. Weiterhin gilt in allen Fahrzeugen des ÖPNV Maskenpflicht.

    9.6.2020, 18.34 Uhr: Friedberger Jugendzentrum öffnet wieder

    Das Friedberger Jugendzentrum öffnet laut Stadt am 12. Juni. Wegen der neuen Verhaltens- und Hygieneregeln können sich höchstens sechs Jugendliche gleichzeitig im Haus an der Aichacher Straße aufhalten. Mund-Nasen-Maske ist dabei verpflichtend. Die Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag von 14 bis 20 Uhr und Freitag von 13 bis 20 Uhr.

    9.6.2020, 18.27 Uhr: Reihentests bei Spargelhof-Mitarbeitern

    Das Gesundheitsamt des Landkreises Aichach-Friedberg hat gestern und heute ca. 500 Beschäftigte der Lohner Agrar GmbH in Inchenhofen getestet, ohne jegliche Komplikationen. Das hat das Landratsamt heute mitgeteilt. Mit den Ergebnissen rechnet das Amt in den nächsten Tagen.

    9.6.2020, 18.15 Uhr: Volkshochschule Augsburg kündigt erste Präsenzkurse an

    Die Volkshochschue, VHS, Augsburg will nächste Woche mit den ersten Präsenzkursen beginnen, wie die VHS Augsburg heute mitgeteilt hat. Im Angebot sind laut VHS Yoga, Fitness, Rückentraining, Kultur, Zeichenkurse, Verhandlungsführung, EDV-Kurse, Stadtführungen, historische und naturwissenschaftliche Vorträge. Viele weitere Präsenzkurse werden nach Angaben der Volkshochschule im Lauf der nächsten Wochen und Monate hinzu kommen, sobald jeweils sichergestellt werden kann, dass die Corona-Schutzmaßnahmen eingehalten werden könnten. Das gesamte Programm ist nach Angaben der VHS neu. Wer sich vor dem Lockdown für Juni/Juli-Kurse angemeldet hatte, muss sich daher für alle Kurse neu anmelden.

    9.6.2020, 16.30 Uhr: Zwei neue Corona-Fälle in Schwaben

    Zwei weitere Menschen in Schwaben haben sich laut Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit mit SARS-Cov-2 infiziert, darunter ein Mädchen aus dem südlichen Landkreis Oberallgäu. Das Kind hat sich laut dem zuständigen Landratsamt bei seiner Mutter angesteckt, beide wohnen in einer Flüchtlingsunterkunft. Der Kindergarten, in dem das Mädchen war, wurde vorübergehend geschlossen, die betroffene Familie isoliert. Die Betreuerinnen des Kindergartens und die weiteren Kinder, die mit der kleinen Patientin in Kontakt gekommen waren, sind häuslich isoliert und werden am Mittwoch getestet. Nach Angaben des Landratsamtes steht der Fall wohl in Zusammenhang mit acht Corona-Fällen, die vor kurzem in der Unterkunft aufgetreten waren.

    9.6.2020, 14.45 Uhr: Zahl der Hotelgäste in Schwaben am stärksten gesunken

    Die bayerischen Beherbergungsbetriebe haben im April einen dramatischen Einbruch hinnehmen müssen. Wie das Landesamt für Statistik mitteilt, konnten nur 6.400 Betriebe im Freistaat im April öffnen. 173.000 Gäste wurden beherbergt, was einem Rückgang von 94,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht. Auch die Zahl der Übernachtungen sank im Vergleich zum April 2019 um 89,8 Prozent. Die Auswirkungen der CoViD-19-Pandemie treffen die bayerischen Beherbergungsbetriebe damit besonders hart. Am Schlimmsten war es laut Statistikamt in Schwaben: Die Gästeankünfte sanken im April um 96,3 Prozent, verglichen mit April 2019.

    8.6.2020, 18.04 Uhr: Medienzentrum des Landkreises Dillingen öffnet am 17. Juni

    Das Medienzentrum wird am 17. Juni wieder öffnen, wie das Landratsamt Dillingen mitgeteilt hat und zwar immer mittwochs von 11.30 Uhr bis 15.30 Uhr. Das Team des Medienzentrums bittet darum, den Aufenthalt nach Möglichkeit auf maximal 15 Minuten zu begrenzen, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen und die Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten. Das Medienzentrum in der Kapuzinerstraße 7 versorgt Schulen und Bildungseinrichtungen im Landkreis Dillingen mit aktuellen Unterrichts- und Online-Medien. Das Angebot steht allen Lehrkräften an den staatlichen und privaten Schulen im Landkreis und den Kindertageseinrichtungen zur Verfügung.

    8.6.2020, 16.10 Uhr: Keine weiteren Todesfälle in Schwaben

    In Schwaben gab es laut dem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit seit gestern keine Corona-Neuinfektionen. Es gab auch keine weiteren Todesfälle seit gestern. Damit sind in Schwaben bislang insgesamt 209 Menschen im Zusammenhang mit SARS-CoV-2 gestorben. Infiziert haben sich nach den Zahlen des Landesamts für Gesundheit bisher insgesamt 3857 Menschen.

    8.6.2020, 15.57 Uhr: Nördlinger Freibad - erste Schwimmerin bekommt ein Geschenk

    Das Nördlinger Freibad auf der Marienhöhe hat heute um 7 Uhr morgens aufgemacht. Oberbürgermeister David Wittner schenkte der ersten Frühschwimmerin, Simone Hopf, ein Badetuch. Das Freibad-Team freut sich laut der Stadt Nördlingen über weitere Badegäste, hoffentlich viele. Um lange Warteschlangen an der Eingangskasse zu vermeiden, gibt es Eintrittskarten nur online unter www.noerdlingen.de/kultur-und-freizeit/baeder/

    8.6.2020, 14.40 Uhr: Günzburger Waldbad hat wieder geöffnet

    Nach der Corona-Pause hat seit heute früh, 9 Uhr, das Günzburger Waldbad, ein großes Freibad, wieder geöffnet. Schon um Punkt 9 Uhr waren die ersten Frühschwimmer vor Ort. Sie mussten sich auf neue Maßnahmen einstellen. Dazu gehört: Masken- und Abstandspflicht im Eingangsbereich und das Hinterlassen der Kontaktdaten an der Kasse. An den Schwimmbecken selber sind nur bestimmte Zugänge geöffnet, rund um die Beckenränder hängen Absperrbänder.

    Die Mitarbeiter müssen darauf achten, dass nicht zu viele Badegäste im Becken schwimmen. Insgesamt ist die Anzahl der erlaubten Badegäste im ganzen Bad auf 800 beschränkt. Auf den Liegewiesen wird es keine eingezeichneten Abstandsbereiche geben, hier setzten die Verantwortlichen auf die Eigenverantwortung der Badegäste. Die können sich laut Lothar Böck von den Günzburger Stadtwerken auch zu Hause per Internet darüber informieren, wie viele Gäste sich gerade schon im Bad befinden.

    08.06.2020, 07:30 Uhr: Tag der offenen Gartentür fällt aus

    Ende Juni hätte in Schwaben der Tag der offenen Gartentür stattfinden sollen. Doch wegen der geltenden Corona-Einschränkungen und des Großveranstaltung-Verbots haben die Verantwortlichen den Aktionstag abgesagt. Wie das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Augsburg mitteilt, sehe man sich leider zu diesem Schritt gezwungen. Es sei die erste Absage dieser über zwanzigjährigen Aktion, bei der sich garteninteressierte Besucher und Gartenbesitzer zum Erfahrungsaustausch treffen. Die Veranstalter wollen im kommenden Jahr am 27. Juni den nächsten Tag der offenen Gartentür organisieren.

    07.06.2020, 14.40 Uhr: Keine neuen Infektionen in Schwaben

    Die Zahl der positiv auf das Corona-Virus getesteten Menschen in Schwaben hat sich seit gestern nicht erhöht. Das zeigen die neuesten Zahlen des bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit. In den letzten sieben Tagen waren dem Landesamt aus Schwaben 27 neu Infizierte gemeldet worden. 19 der in dieser Woche positiv getesteten Menschen sind Erntehelfer der Lohner Agrar in Inchenhofen (Lk. Aichach-Friedberg), die sich bei der Spargelernte angesteckt haben. Die Lohner Agrar hat deswegen gestern mitgeteilt, die Saison vorzeitig zu beenden.

    06.06.2020, 14.27 Uhr: Landesamt meldet weiteren Corona-Toten

    Die Zahl der positiv auf das Corona-Virus getesteten Menschen in Schwaben ist auf 3857 gestiegen. Das sind drei Personen mehr als gestern. Das geht aus Zahlen des bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit hervor. Eine infizierte Person ist seit gestern verstorben; damit steigt die Zahl der mit oder an dem Virus gestorbenen Menschen in Schwaben auf 209.

    06.06.2020, 11.44 Uhr: 21 Covid-19-Fälle - größter schwäbischer Spargelbauer beendet Saison

    Der größte Spargelbauer der Region, die Lohner Agrar in Inchenhofen, beendet vorzeitig die Spargelsaison. Grund sind die positiven Tests auf Covid-19 bei insgesamt 21 Erntehelfern. Nachdem bereits in der vergangenen Woche zwei Erntehelfer positiv auf das Virus getestet worden waren, ist der Erreger nun bei 19 weiteren Erntehelfern des Spargelbauern nachgewiesen worden. Das hatte das Landratsamt Aichach-Friedberg mitgeteilt. Ein Sprecher des Spargel-Bauern sagte, die Geschäftsleitung habe sich dazu entschieden, die Spargelsaison vorzeitig zu beenden. Die Gesundheit der Mitarbeiter sei das höchste Gut, da verzichte man lieber auf drei Wochen Geschäft, so der Sprecher.

    Bereits in der vergangenen Woche hatte das Gesundheitsamt Aichach-Friedberg den Erreger bei zwei Erntehelfern des Spargelhofes nachgewiesen. Daraufhin waren die Infizierten isoliert sowie 47 Kontaktpersonen unter Quarantäne gestellt worden. Bei 19 dieser Kontaktpersonen war nach der Untersuchung Mitte der Woche das Virus nachgewiesen worden. Wie das Landratsamt Aichach-Friedberg mitteilte, seien die Maßnahmen vor Ort umgehend angepasst sowie alle positiv-getesteten Personen isoliert worden. Nächste Woche ist eine Reihentestung aller Mitarbeiter des betroffenen Hofes geplant, so das Landratsamt.

    5.6.2020, 17.21 Uhr: Wieder Kurkonzerte in Bad Wörishofen

    Ab kommenden Sonntag sollen wieder Konzerte in der schwäbischen Kneippstadt stattfinden. Das Orchester "Musica Hungarica" tritt im Kursaal auf, wegen der Corona-Bestimmungen aber nur als Quintett und nicht in voller Stärke. Die Anzahl der Konzertbesucher ist auf 50 begrenzt. Alle Besucher müssen eine Mund-Nase-Bedeckung tragen und sich wegen der Nachverfolgbarkeit bei einer möglichen Ansteckung registrieren lassen. Drei Konzerte stehen am Sonntag auf dem Programm: um 10.30 Uhr, 15.00 Uhr und 19.30 Uhr.

    Die Therme vor den Toren der Stadt bleibt unterdessen weiterhin geschlossen. Eine Öffnung der Außenanlage allein, was ab 8. Juni wieder erlaubt ist, sei nicht rentabel, so eine Sprecherin. Der Kern der Therme samt Umkleiden und Duschen liege aber im Innenbereich, der weiterhin geschlossen bleiben muss.

    5.6.2020, 12.05 Uhr: Memmingen begrüßt Konjunkturpaket

    Memmingens Oberbürgermeister Manfred Schilder sagte, er sei positiv überrascht gewesen, wie schnell Prozesse ablaufen und milliardenschwere Unterstützungen verabschiedet werden können. Die Stadt kenne zwar noch keine konkreten Zahlen im Hinblick auf eine Unterstützung für Memmingen. Die Gelder seien aber auf jeden Fall hilfreich, um Planungen des Haushalts durchzuführen, ohne dabei Pflichtaufgaben zu vernachlässigen, so Schilder. Er lobte die Zuschüsse für den Umbau von Kitas oder Krippen. Hier müssten die Einrichtungen bedingt durch die Corona-Abstandsregeln größere belüftete Räume schaffen und teils auch mehr Personal einstellen. Schilder hofft, dass viele Händler die Senkung der Gewerbesteuer an die Kunden weitergeben. Nur so könne der Konjunkturimpuls wirksam werden. Die von der SPD ursprünglich favorisierte Übernahme von Altschulden für klamme Gemeinden bezeichnete Memmingens Oberbürgermeister als „falschen Ansatz“. Man sollte Gelder lieber für die Zukunftssicherung einsetzen.

    5.6.2020, 11.55 Uhr: Uniklinikum Augsburg verteidigt strenge coronabedingte Besuchsregelung

    Michael Beyer, der Vorstandsvorsitzende und Ärztliche Direktor des Uniklinikums Augsburg, sagte dem Bayerischen Rundfunkt: "Die sehr einschneidenden Maßnahmen zur Infektionsprävention sind keine Schikane, sondern sollen den maximalen Schutz unserer Patienten und Mitarbeitenden gewährleisten". Beyer zufolge darf auf Normalstationen nur eine feste Bezugsperson den Patienten in der Klinik besuchen, und das maximal eine Stunde lang.

    Andreas S. aus Kissing (Lkr. Aichach-Friedberg) übt scharfe Kritik an dieser Besuchsregelung und hatte sich an das BR Studio Schwaben gewandt. Denn seine schwangere Frau Carina liegt seit 25. Mai 2020 im Mutter-Kind-Zentrum des UK Augsburg, darf einmal täglich Besuch von ihrem Mann empfangen, nicht aber von der gemeinsamen 19 Monate alten Tochter. Die Frau ist bettlägerig, da sie einen verkürzten Gebärmutterhals hat und somit das Risiko für eine riskante Frühgeburt sehr groß ist. Laut einer ärztlichen Untersuchung am heutigen Freitag (5.6.2020) muss sie noch mindestens die kommenden zwei Wochen im Uniklinikum bleiben.

    Die Uniklinik wirbt um Verständnis. Man könne den Unmut und die schwierige Situation menschlich sehr gut nachvollziehen, sagt der Ärztliche Direktor Michael Beyer. Die Besuchsregelung sei eine Gratwanderung. "Wir wissen, dass das für Patienten und Angehörige furchtbar ist. Aber trotzdem müssen wir das oberste Gebot, nämlich die Gewährleistung der medizinischen Sicherheit, immer über alles andere stellen", erklärt Beyer. Im konkreten Fall sei aus medizinischer Sicht zu beachten, dass Schwangere und ihre ungeborenen Kinder generell einer besonderen Schutzbedürftigkeit und einem höheren Risiko unterliegen, besonders in Zusammenhang mit dem Coronavirus. Bei Risikoschwangerschaften erhöhe sich aus medizinischer Sicht die Schutzbedürftigkeit zusätzlich.

    5.6.2020, 9.42 Uhr: Stadt Neu-Ulm lobt Corona-Konjunkturpaket der Bundesregierung

    Wie Neu-Ulms Oberbürgermeisterin Katrin Albsteiger (CSU) dem Bayerischen Rundfunk schriftlich mitteilte, sei man froh, „dass die Verantwortlichen ein sehr umfangreiches Paket geschnürt haben, das so breit angelegt ist, damit den Bürgerinnen und Bürgern, der Wirtschaft und vor allem aber auch den Kommunen in ihrer derzeitigen Situation geholfen werden kann.“ Unabhängig von der Corona-Krise spüre die Stadt als Automobilstandort auch die Krise der Automobilindustrie und der Zulieferer. Die Gewerbesteuer sei seit 2017 eingebrochen. Die Stadt habe deshalb bereits sehr früh einen Rettungsschirm für die Kommunen gefordert. Albsteiger wünscht sich jetzt „eine schnelle und unbürokratische Ausreichung“ der zur Verfügung gestellten Mittel.

    5.6.2020, 7.05 Uhr: Schwäbischer Handelsverband Bayern begrüßt Corona-Konjunkturpaket

    Andreas Gärtner, Bezirksgeschäftsführer Schwaben beim Handelsverband Bayern, bewertet das 130 Milliarden schwere Konjunkturpaket der Bundesregierung grundsätzlich als gut: "Wir erwarten eine gewisse Belebung im Investitionsgüterbereich, also bei hochpreisigen Gütern wie Möbel und Autos", erklärt Gärtner gegenüber dem BR. Die von der Regierung beschlossene Mehrwertsteuersenkung von 19 auf 16 Prozente führe dazu, dass Verbraucher sowohl gefühlt als auch tatsächlich mehr Geld in der Tasche hätten: "Die Kauflaune und die Verbraucherstimmung steigen.

    Die Senkung der Mehrwertsteuer käme auch dem Handwerk und den Dienstleistern entgegen. Toll sei auch der Kinderbonus, so Gärtner: "Da erwarten wir uns schon, dass weite Teile des Geldes in den Handel fließen. Ich gehe davon aus, dass die Eltern Investitionen für die Kinder tätigen werden, sei es für Spielzeug oder Kleidung." Positiv sieht der Handelsverband auch den Rettungsfonds für besonders betroffene Branchen und Betriebe. "Wir haben in Schwaben viele Unternehmen, etwa im Textilbereich, die die erforderlichen Kriterien für die finanzielle Unterstützung erfüllen".

    Dazu zählt laut Gärtner, dass die Umsätze eines Betriebes im April und Mai 2020 um mindestens 60 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen sind. Insgesamt enthalte das Konjunkturpaket der Regierung Maßnahmen, die einige Betriebe durch die Zeit bringen könnten. "Der Handelsverband ist positiv gestimmt. Zwar erhoffen wir uns in vielen Bereichen noch mehr. Aber wegen der coronabedingten immensen Staatsausgaben müssen wir immer von Schritt zu Schritt denken", sagt Gärtner. Falls das Paket nicht greifen sollte, müsse nachgesteuert werden.

    4.6.2020, 17.35 Uhr: Burgauer Gsundbrunnenbad testet für Badesaison

    Am kommenden Montag öffnen wieder alle Freibäder im Freistaat. Die Saison 2020 dürfte jedoch anders werden als alle anderen zuvor. In diesem Jahr gelten unter anderem Maskenpflicht und Abstand-Halten. Wie das funktioniert, das haben jetzt städtische Mitarbeiter im Burgauer "Gsundbrunnenbad" ausprobiert und einen Probelauf durchgeführt. Geschwommen wird aufgeteilt nach Geschwindigkeit und immer nur in eine Richtung. Die Anzahl der Badegäste ist auf 300 pro Tag beschränkt. Jeder Badegast darf für 90 Minuten ins Freibad.

    4.6.2020, 6.10 Uhr: Der Tourismus in und um Füssen läuft wieder an

    Der Corona-Lockdown hat auch den wirtschaftlich bedeutenden Tourismus in Füssen im Königswinkel abrupt gestoppt. Verantwortliche fürchteten Millionenverluste. Seit dieser Woche hat das Schloss Neuschwanstein wieder geöffnet und auch Übernachtungen im Hotel sind möglich. Viele Hotelbesitzer schauen inzwischen einigermaßen hoffnungsvoll in die Zukunft, sagt Anke Hiltensperger von Füssen Tourismus.

    Ferienwohnungen, Campingplätze und auch normale Hotels sind laut Hiltensperger recht gut gebucht. Schwerer tun sich Hotels, die auf ausländische Reisegruppen spezialisiert sind und Wellness-Hotels. Hiltensperger fürchtet für die Wellness-Hotels eine schwierige Situation, wenn im benachbarten Österreich Sauna und Whirlpool öffnen dürfen, in Bayern dagegen zubleiben müssen.

    3.6.2020, 19.40 Uhr: IHK sieht Fortschritte in Schwaben

    Matthias Köppel von der Industrie- und Handelskammer Schwaben sieht leichte Verbesserungen bei den Lieferketten. Die Engpässe lösen sich laut Köppel wegen der Grenzöffnungen langsam auf. Allerdings ist die wirtschaftliche Lage auch in Schwaben nach wie vor schlecht. Deshalb fordert die IHK Schwaben von der Politik, dass Betriebe rückwirkend ihre Gewinne mit den aktuellen Verlusten gegenrechnen dürfen, weil dieser Mechanismus allen Branchen gleichermaßen zugute käme.

    3.6.2020, 17.05 Uhr: Augsburg stattet Schulen mit Laptops für Unterricht zuhause aus

    Augsburg erhält aus dem Bundesförderprogramm "DigitalPakt Schule" mehr als 1,6 Millionen Euro, wie die Stadt mitgeteilt hat. Mit dem Geld will die Stadt Laptops für Schulen kaufen. Die Schulen sollen die Laptops an Schüler verleihen, "um möglichst allen den digitalen Unterricht zuhause zu ermöglichen". Im Rahmen des "DigitalPakts Schule" hat die Bundesregierung das „Sonderbudget Leihgeräte“ in Höhe von 500 Millionen Euro beschlossen.

    3.6.2020, 15.50 Uhr: Zwei weitere Todesfälle in Schwaben

    In Schwaben sind laut dem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit zwei weitere Menschen an oder mit Covid-19 gestorben. Damit gibt es in Schwaben mittlerweile 206 Todesfälle in Zusammenhang mit dem Corona-Virus. Die Zahl der Neuinfizierten hat sich nach Angaben des Landesamts für Gesundheit seit gestern um zwei erhöht. Somit haben sich bislang insgesamt 3834 Menschen im Bezirk mit SARS-CoV-2 infiziert.

    3.6.2020, 15.30 Uhr: Weiterer Todesfall in Bissinger Seniorenheim

    Im Bissinger Seniorenheim "Pro Seniore" ist gestern (2.6.2020) eine 89-jährige Bewohnerin an den Spätfolgen iner Covid-19-Erkrankung gestorben, wie das Heim heute mitteilte. Die Frau wurde Mitte April positiv getestet und galt seit einem negativen Test Anfang Mai als nicht mehr ansteckend und weitgehend genesen. Mit ihrem Tod hat sich die Zahl der verstorbenen Bewohner des Seniorenheims auf 25 erhöht. Im Landkreis Dillingen sind damit insgesamt 29 Personen in Verbindung mit Covid-19 verstorben.

    3.6.2020, 14.15 Uhr: Hilfskrankenhäuser in Schwaben sollen weiter in der Planung bleiben

    Wegen der Corona-Pandemie gab es in Schwaben in den vergangenen Monaten Planungen für Hilfskrankenhäuser, für den Fall dass die Kapazitäten in den Kliniken nicht mehr ausreichen sollten. Die Verantwortlichen wollen an den Planungen festhalten. "Das Hilfskrankenhaus ist unser Trumpf im Ärmel." Das sagt der Corona-Koordinator für den Großraum Augsburg, Medizinprofessor Axel Heller. Er hat das alte Krankenhausgebäude in Aichach für ein Hilfskrankenhaus reserviert. Mehr ist bislang nicht passiert. Denn die bisherigen Betten in den Krankenhäusern haben ausgereicht. Nur im Notfall, wenn die Zahlen stark steigen, dann könnte er innerhalb von einer Woche das Aichacher Hilfskrankenhaus einrichten. Als stille Reserve soll es im Konzept bleiben. Auch in anderen Regionen Schwabens plant man für den Notfall weiter mit Hilfskrankenhäusern: Mit dem Claretiner-Kolleg in Weißenhorn zum Beispiel oder mit mehreren Kurkliniken im Allgäu

    3.6.2020, 13.45 Uhr: Internetsüchtige wegen Corona zusätzlich gefährdet

    Die Suchtberatung des Caritasverbandes für die Diözese Augsburg sorgt sich um die Menschen, die unter Internet- und Computerspielsucht leiden. Wegen der sozialen Distanzierungsmaßnahmen in der Pandemie bestehe die Gefahr, dass die Betroffenen weiter in die Sucht abgleiten, befürchtet Suchtberater Niels Pruin von der Caritas. Er leitet eine feste Gruppe Mediensüchtiger, die vor der Ausgangsbeschränkungen alle zwei bis drei Wochen zusammengekommen sind, um sich über ihre Probleme auszutauschen. „Das ist sehr wichtig für Menschen mit Mediensucht, denn oft ist es eins der wenigen Male im Monat, in der die Leute aus ihrer Wohnung, aus ihrer Isolation rauskommen.“, sagt Pruin.

    Während der letzten Monate sei die Gruppe allerdings auseinandergebrochen. Die Möglichkeit, als Ersatz Videokonferenzen abzuhalten, werde derzeit ergründet. Noch stehen dem allerdings Datenschutzgründe entgegen. Laut Pruin arbeite man an einer sicheren, verschlüsselten Videokommunikation. Derzeit stünden die Berater in den Startlöchern mit dem Angebot einer ambulanten Therapie für Mediensucht, die in Zusammenarbeit mit der Suchtfachambulanz Augsburg organisiert werde. Interessenten können sich dafür schon jetzt bewerben.

    3.6.2020, 13.40 Uhr: Burgauer Freibad startet Testlauf mit städtischen Mitarbeitenden

    Das städtische Freibad in Burgau testet heute das Hygienekonzept des Bads. Dafür hat die Stadt zunächst alle Mitarbeiter*innen aus Verwaltung, Kindergärten und kommunalen Einrichtungen zum „Testbaden“ eingeladen.   Denn dem „Gsundbrunnenbad“ steht keine gewöhnliche Freibad-Saison bevor: Zugelassen sind maximal 300 Gäste pro Tag, statt der sonst üblichen 3.500 Besucher. Baden dürfen diese dann in drei verschiedenen Zeitfenstern von jeweils drei Stunden. Außerdem neu: Begrenzte Personenanzahlen für Schwimmbecken, Sprungturm und Liegefläche, eine sogenannte „Schwimmautobahn“ statt der üblichen Wende-Bahnen, weniger Umkleiden und überhaupt keine Duschen.

    Entwickeln muss diese Regeln jedes Freibad einzeln, abgestimmt auf die aktuelle bayerische Infektionsschutzverordnung und das Rahmenkonzept des zuständigen Ministeriums. Für den Freibadbetrieb wurde bisher kein solches Konzept veröffentlicht, deshalb orientiert sich das Burgauer Freibad an den Empfehlungen verschiedener Fachverbände. Der heutige Testlauf soll zeigen, inwiefern sich die bademeisterliche Aufsichtspflicht mit der Kontrolle der Corona-Regeln vereinbaren lässt. Neben dem Badebetrieb testet die Stadtverwaltung auch das neue Online-System, über das Besucher*innen künftig Eintrittskarten für das Bad vorab buchen müssen – das wird laut Verwaltung ab Freitag möglich sein. Wer keinen Internetzugang hat, kann über das Kulturamt der Stadt an Karten kommen.  

    3.6.2020, 13.30 Uhr: Stadt Augsburg unterstützt Kulturlandschaft und ändert dafür Förderzweck

    Die Stadt Augsburg unterstützt in der Corona-Krise auch die Kulturlandschaft. Darüber hat die Stadt in einer Pressemitteilung informiert. Damit das Geld weiterhin an Kulturschaffende ausbezahlt werden kann, hat der Stadtrat beschlossen, den Förderzweck zu ändern. Denn ursprünglich gefördert werden sollten Kulturveranstaltungen, die aber seit Mitte März wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden mussten. Auch Theater, Museen, Kultureinrichtungen und Spielstätten wurden geschlossen. Damit konnten die Empfänger des städtischen Zuschusses den Förderzweck nicht einhalten.

    Damit die Einrichtungen trotzdem nicht leer ausgehen, sollen die Zuschüsse jetzt unabhängig von durchgeführten Veranstaltungen fließen, so Oberbürgermeistern Eva Weber, die interimsweise das Kulturressort führt. Sie betont, eine Existenzgefährdung geförderter Einrichtungen müsse unbedingt vermieden werden. Weiter führt sie aus: "Gerade in diesen Krisenzeiten zeigt sich deutlich, welchen wesentlichen Beitrag die Kultur in unserer Gesellschaft leistet. Dass wir den Förderzweck ändern, schafft die Voraussetzungen dafür, dass das vielfältige kulturelle Angebot in Augsburg auch nach dieser Krise weiterbesteht.“ Vereinbarte Zuschüsse werden ungekürzt ausbezahlt, Rückzahlungen sind nicht erforderlich.

    2.6.2020, 18.10 Uhr: Spendenaktion der Augsburger Philharmoniker bringt 30.000 Euro

    Die Spendenaktion der Mitglieder des Orchestervortands der Augsburger Philharmoniker und der Augsburger Oberbürgermeisterin Eva Weber zugunsten Kulturschaffender, hat bislang insgesamt 30.000 Euro eingebracht. Heute hat der Orchestervorstand wieder Schecks verteilt. 20.000 Euro gingen an das Grandhotel Cosmopolis mit seinem interkulturellen Programm und an sieben Augsburger Kindertheater. Die Augsburger Philharmonie plant zusammen mit dem Kulturamt noch eine weitere Solidaritätsaktion, sie heißt „Kultur-vor-dem-Fenster“. Dabei sollen freischaffende Künstler unterstützt werden, die vor ihrer Haustür oder zum Beispiel auf dem Balkon ihre Kunst anbieten.

    2.6.2020, 18 Uhr: Keine neuen Todesfälle in Schwaben

    Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit meldet eine neue Infektion mit Corona, aber keine Todesfälle seit gestern. Damit sind in Schwaben bislang insgesamt 3832 Menschen mit dem SARS-CoV-2 Virus infiziert worden, gestorben sind in Zusammenhang mit Covid-19 insgesamt 204 Personen

    2.6.2020, 7.45 Uhr: Zwei Saisonarbeiter im Kreis Aichach-Friedberg infiziert

    Im Landkreis Aichach-Friedberg wurden zwei Saisonarbeitskräfte eines Spargelbauern positiv auf Sars-CoV-2 getestet. Das teilte Wolfgang Müller, Pressesprecher des Landkreises mit. Das Gesundheitsamt war Müller zufolge umgehend vor Ort, um die notwendigen Maßnahmen zu treffen. So wurden die beiden Infizierten isoliert und alle Kontaktpersonen der Kategorie 1 unter Quarantäne gestellt. "Das Gesundheitsamt überwacht die Situation vor Ort und ist im ständigen Austausch mit den Betreibern des Spargelhofes, die sich sehr kooperativ verhalten", so Müller.

    31.05.2020, 14.45 Uhr: Kein weiteren Todesfälle in Schwaben

    In Schwaben hat es nach den aktuellen Zahlen des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit seit gestern keine weiteren Todesfälle und keine Neuinfektionen in Zusammenhang mit SARS-CoV-2 gegeben. Damit sind laut Landesamt in Schwaben bislang 204 Menschen gestorben, die an Covid-19 erkrankt waren. Insgesamt haben sich im Bezirk bislang 3829 Menschen mit dem Corona-Virus infiziert.

    31.05.2020, 14.20: Gesamtbilanz der Corona-Demos am Samstag

    Alle Demonstrationen gegen Einschränkungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie am Samstag (30.5.) sind nach Angaben der Polizei friedlich verlaufen. Zur größten Demo in Augsburg kamen laut Polizei ca. 800 Menschen, 1000 waren angemeldet. Nach Dillingen kamen ungefähr 100 Personen. In Memmingen haben sich bis zu 106 Menschen auf dem Marktplatz versammelt. In Buchloe waren es der Polizei zufolge ca. 75 Teilnehmer. Außerdem fand in Kempten eine Demonstration gegen rechtes Gedankengut und Verschwörungstheorien statt, auch die verlief laut Polizei störungsfrei.

    31.05.2020, 13.40 Uhr: Party in Senden - trotz Ansteckungsgefahr

    Die Polizei hat in der Nacht von Samstag auf Sonntag auf einem Parkplatz in Senden (Lkr. Neu-Ulm) ein Fest beendet. Die Feiernden zeigten sich dabei, laut Polzei, uneinsichtig. Alle Beteiligten müssen jetzt mit einer Anzeige nach dem Infektionsschutzgesetz rechnen. (PI Weißenhorn)

    31.05.2020, 10 Uhr: Corona-Demos in Schwaben

    Für heute (31.5.) sind laut Polizei in Schwaben drei Demonstrationen gegen Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie angekündigt: In Füssen von 15 bis 16 Uhr, in Illertissen auch von 15 bis 16 Uhr und in Pfronten zwischen 11 und 12 Uhr, es sind jeweils 50 Teilnehmer angemeldet.

    31.05.2020, 8.50 Uhr: Friedliche Corona-Demos in Schwaben

    Gestern gab es mehrere Demonstrationen gegen die aktuellen Vorschriften in Zusammenhang mit der Corona-Pandemie: Laut dem Polizeipräsidium Schwaben Nord verliefen die Demos in Augsburg und in Dillingen "störungsfrei". In Augsburg waren 1000 Teilnehmer angemeldet, ca. 800 sind nach Angaben des Präsidiums gekommen, in Dillingen waren es 100. Das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West hat seine gestrigen Einsätze bei den Corona-Demonstrationen noch nicht ausgewertet.

    30.05.2020, 20.40 Uhr: elf Neuinfizierte, zwei Corona-Todesfälle in Schwaben

    In Schwaben haben sich seit Beginn der Corona-Pandemie 3.829 Menschen mit dem neuartigen Virus infiziert (Stand 30.5.2020, 10 Uhr). Das sind elf Fälle mehr als gestern, teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Erlangen mit. Gestorben im Zusammenhang mit oder an dem Virus sind in Schwaben insgesamt 204 Personen, von gestern auf heute starben zwei Personen.

    29.05.2020, 18.45 Uhr: zwei Corona-Todesfälle und fünf Neuinfizierte in Schwaben

    Seit gestern (28.5.2020) sind in Schwaben fünf Corona-Infektionen dazugekommen, zwei infizierte Menschen starben. Das geht aus dem täglichen Update des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Erlangen hervor (Stand 29.5.2020, 10 Uhr). Damit liegt die Zahl der Corona-Infizierten in Schwaben bei 3.823. Bei der Fallzahl pro 100.000 Einwohner liegt Schwaben mit 202 Fällen hinter den anderen sechs bayerischen Regierungsbezirken.

    28.05.2020, 19.00 Uhr: Acht positive Corona-Tests in Asylbewerberunterkunft im Allgäu

    In einer Asylbewerberunterkunft im südlichen Landkreis Oberallgäu haben sich insgesamt acht Bewohner mit dem Coronavirus infiziert, fünf Erwachsene und drei Kinder. Das teilte das Landratsamt Oberallgäu mit. Außerdem seien zwei Personen aus dem Umfeld der Einrichtung betroffen. Die infizierten Personen wurden unter Quarantäne gestellt. Das Virus wurde vermutlich von einem mittlerweile positiv getesteten Besucher aus Karlsruhe in die Einrichtung getragen.

    27.05.2020, 20.00 Uhr: Dringlichkeitsantrag zu Nutzung des öffentlichen Raums im Augsburger Stadtrat

    Mehrere Parteien stellen einen gemeinsamen Dringlichkeitsantrag zur Nutzung des öffentlichen Raums, von Verkehrsflächen und Straßen für Gastronomie, Sport, Handel und Freizeit. Das haben Generation AUX, CSU und Bündnis 90/Die Grünen jetzt mitgeteilt. Der Antrag soll in der Stadtratssitzung am Donnerstag (28.05.02020) Thema sein.

    Zur Unterstützung der Augsburger Wirtschaft und der Gastronomie, um die Folgen der Corona-Krise abzumildern und um die Abstandregelungen gewährleisten zu können, schlagen die Parteien mehrere Maßnahmen vor. Darunter die Umnutzung etwa von Parkplätzen und Gehwegen für gastronomische Zwecke, wo das rechtlich zulässig ist und temporäre Sperrungen von Straßen, in denen sich viele gastronomische Betriebe befinden für Gastronomie, Spiel und Sport.

    Außerdem soll die Stadt prüfen, inwieweit auf öffentlichen Flächen eine temporäre Nutzung für den Einzelhandel möglich ist. Die Gastronomie und der Einzelhandel hätten in den vergangenen Wochen schließlich hohe finanzielle Einbußen hinnehmen müssen, so die Parteien.

    27.05.2020, 16:30 Uhr: Kliniken in Schwaben müssen ab Donnerstag geringere Kapazitäten für Covid-19-Patienten bereithalten

    Die Krankenhäuser und Rehakliniken in Schwaben kehren langsam wieder zurück zum Regelbetrieb. Wie die Regierung von Schwaben mitteilte, müssen ab Donnerstag, 28.05.2020, nur noch 15 Prozent der Allgemein- und Intensivkapazitäten mit invasiver Beatmungsmöglichkeit für Covid-19-Patienten vorgehalten werden.

    Die Staatsregierung hatte den Bezirken eingeräumt, die Vorhaltepflicht auf 15 Prozent zu reduzieren, wenn es die örtlichen Verhältnisse erlauben. Die Regierung von Schwaben macht nun vollumfänglich Gebrauch von dieser Möglichkeit. Zur Begründung teilte sie mit, dass sich die Zahl der Neuinfektionen sowie die Auslastung in den Kliniken in den vergangenen Wochen konstant auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau gehalten hat.

    27.05.2020, 14:20: LGL meldet vier weitere Corona-Infektionen in Schwaben

    In Schwaben sind seit dem Vortag vier neue Corona-Infektionen gemeldet worden. Weitere Todesopfer in Zusammenhang mit Covid-19 gibt es nicht, wie aus dem täglichen Update des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit hervorgeht.

    Seit Beginn der Tests wurden in Schwaben damit insgesamt 3.800 Menschen positiv auf das Virus getestet. Die Zahl der Toten liegt bei 197.

    27.05.2020, 11:15 Uhr: Corona-Lage in Bissinger Seniorenheim hat sich entspannt

    Im Bissinger Seniorenheim "Pro Seniore" hat sich die Lage nach zahlreichen Corona-Infektionen und Todesfällen weitgehend entspannt. Wie das Landratsamt Dillingen mitteilte, sind bis auf eine Ausnahme alle positiv getesteten Bewohnerinnen und Bewohner wieder genesen. Lediglich eine Person, die bereits vor mehreren Wochen ins Krankenhaus verlegt wurde, ist dort noch in Behandlung.

    Allerdings ist ein positiv auf das Coronavirus getesteter Heimbewohner verstorben. Laut Landratsamt war der 73-Jährige vorgestern ins Dillinger Krankenhaus gebracht worden. Dort starb er in der Nacht vom 26.05.2020. Der Mann war den Angaben zufolge vor der Einlieferung in die Klinik schon lange immobil und in einem Einzelzimmer isoliert. Das Gesundheitsamt geht daher nicht davon aus, dass sich weitere Bewohner angesteckt haben könnten. Zur Sicherheit sollen zeitnah alle bislang negativ getesteten BewohnerInnen und MitarbeiterInnen getestet werden.

    Im Heim steht derzeit kein Bewohner mehr unter Quarantäne. Da seit dem 11.05.2020 keine Neuerkrankungen mehr aufgetreten sind, wurden mittlerweile alle Isolierbereiche aufgehoben.

    Im "Pro Seniore" gab es den ersten positiven Corona-Test bereits am 06.04.2020. Seitdem wurden insgesamt 71 von 87 BewohnerInnen positiv getestet. 24 der Covid-19-Patienten sind verstorben.

    26.05.2020, 14:30: Keine weiteren Corona-Todesfälle in Schwaben

    Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit meldet in seinem täglichen Update vier neue Corona-Infektionen in Schwaben. Damit liegt die Gesamtzahl derer, die sich im Bezirk seit Beginn der Tests mit dem Virus angesteckt haben, bei 3.796. Die Zahl der Todesopfer in Zusammenhang mit Covid-19 bleibt konstant bei 197 (Stand: 26.05.2020, 10.00 Uhr).

    26.05.2020, 10:30 Uhr: Mindelheim verschiebt mehrere Bauvorhaben

    Der Mindelheimer Stadtrat hat in seiner Sitzung am Montag beschlossen, wegen fehlender Steuereinnahmen durch die Corona-Krise mehrere Bauvorhaben zu verschieben. Dabei handelt es sich nicht um Millionenprojekte, sondern zum Beispiel um neue Teppiche in der Grundschule. Die müssen jetzt erstmal warten, 10.000 Euro werden so heuer gespart. Auch die Sanierung der Rathausfassade wird verschoben, um 300.000 Euro geht es da. Und im Stadion wird die Tartanbahn vorerst nicht erneuert, 80.000 Euro fallen somit weg. Die Entscheidung fiel nach Angaben der Stadt gestern Abend einstimmig – die Projekte seien jetzt auf keinen Fall komplett gestrichen, sondern nur verschoben. Insgesamt spart Mindelheim so in diesem Jahr 1,5 Millionen Euro.

    25.05.2020, 15.00 Uhr: Nur eine neue Corona-Infektion in Schwaben

    In Schwaben gibt es laut Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit nur eine neue gemeldete Corona-Infektion (Stand: 25.05.2020, 10.00 Uhr). Im Vergleich zum Vortag stieg die Zahl der bekannten Fälle damit auf insgesamt 3.792. Die meisten der Covid-19-Patienten dürften bereits wieder genesen sein. Das LGL meldet einen weiteren Todesfall in Schwaben. Damit liegt die Zahl der Todesopfer insgesamt bei 197.

    25.05.2020, 13.15 Uhr: IHK Schwaben fordert Abstimmungen mit Baden-Württemberg

    Die Lockerung der geltenden Corona-Maßnahmen sollten Bayern und Baden-Württemberg mit einander abstimmen. Das fordert die Industrie- und Handelskammer für Schwaben (IHK) gemeinsam mit der zuständigen Kammer im baden-württembergischen Ulm.

    Sie sehen in einem einheitlichen Vorgehen gleich mehrere Vorteile: Es würde den Unternehmen in beiden Bundesländern gleiche Wettbewerbsbedingungen bieten, den Menschen unnötige Wege ersparen und die Akzeptanz von staatliche Entscheidungen stärken, so IHK-Schwaben-Präsident Andreas Kopton.

    Sein Ulmer Kollege, Jan Stefan Roell, ergänzt, dass die Unternehmen in beiden Bundesländern jetzt wieder mehr Eigenverantwortung übernehmen könnten. Händler und Gastronomen hätten bewiesen, dass sie branchenspezifische Konzepte konsequent und kreativ umsetzen könnten. Beide Kammern fordern, das alle Unternehmen, die Corona-konforme Hygiene-Konzepte entwickelt haben, wieder wirtschaften dürfen.

    25.05.2020, 12.00 Uhr: Eine Woche ohne Neuinfektionen im Landkreis Aichach-Friedberg

    Innerhalb der vergangenen sieben Tage hat es im Landkreis Aichach-Friedberg keine gemeldete Neuinfektion mit dem Corona-Virus gegeben. Das hat das Landratsamt in Aichach mitgeteilt. Aktuell sind demnach noch zwei Covid-19-Patienten in den Kliniken an der Paar in Behandlung.

    Im Landkreis Aichach-Friedberg hatten sich seit März bis heute insgesamt 302 Menschen mit dem Corona-Virus infiziert. 20 von ihnen sind an den Folgen gestorben. 275 der Infizierten sind inzwischen wieder gesund.

    23.05.2020, 15.50 Uhr: Ruhige Demo am Augsburger Plärrergelände gegen Grundrechtseinschränkungen

    Die Demonstration auf dem Plärrergelände gegen die Einschränkung von Grundrechten wegen der Corona-Pandemie ist laut Polizei ruhig verlaufen. Ca. 500 Menschen hatten sich nach Angaben der Polizei versammelt, 1000 waren angemeldet. Verstöße gegen die Abstandsregelungen gab es den Beamten zufolge nicht. Weil es geregnet hat, hatten viele Demonstranten ihre Schirme aufgespannt. Die Gruppierung "Grundrechte wahren" hatte zu der Demonstration aufgerufen.

    23.5.2020, 14.30 Uhr: Gesundheitsamt meldet zwei weitere Todesfälle in Schwaben

    Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit verzeichnet zwei weitere Todesopfer in Zusammenhang mit dem Corona-Virus seit gestern. Damit sind in Schwaben bislang 196 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben. Außerdem sind laut Landesamt fünf weitere Personen mit Sars-CoV2 infiziert worden. Damit steigt die Zahl der Infizierten auf insgesamt 3784.

    23.5.2020, 11 Uhr: Greenpeace-Demo für Radwege in Augsburg

    Greenpeace hat für 11 Uhr eine Demonstration in Augsburg für mehr Radwege angekündigt. Die Demo ist Teil einer deutschlandweiten Aktion. Bis 12 Uhr wollen Aktivisten auf der Augsburger Volkhartstraße eine Spur mit Pylonen und Blumenkästen abtrennen und zum Radweg erklären. Lena Harttmann von Greenpeace Augsburg verweist auf Berlin als Vorbild, wo mit sogenannten Pop-Up-Radwegen jüngst provisorisch Flächen für Radfahrer abgegrenzt worden sind, die später in dauerhafte Radwege umgewandelt werden sollen. Nach Angaben des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs nutzen wegen der Corona-Pandemie zur Zeit deutlich weniger Menschen öffentliche Verkehrsmittel, was auch dazu führt, dass Radwege oft überfüllt sind.

    23.5.2020, 9.55 Uhr: Diebstahl von Schutz-Masken in Wittislingen

    Aus dem Alten-Pflegeheim in Wittislingen sind 146 wiederverwendbare Behelfs- Mund- und Nasenmasken gestohlen worden, wie die Polizei heute mitteilte. Der Tatzeitraum erstreckt sich vom 1. Mai bis zum 20. Mai. Die Masken haben einen Wert von ca. 900 Euro. Hinweise zum Täter nimmt die Polizeiinspektion Dillingen unter der Telefonnummer 09071/56-0 entgegen.

    23.05.20, 9.20 Uhr: Demo in Augsburg mit 1000 Teilnehmern angekündigt

    Die Gruppierung "Grundrechte wahren" hat laut Polizei für heute zwischen 15 und 16 Uhr eine Demonstration mit bis zu 1000 Teilnehmern angemeldet. Die Demo wird auf dem Plärrergelände stattfinden. Die Gruppierung "Grundrechte wahren" sieht sich durch die Schutzmaßnahmen gegen das Corona-Virus in ihren Grundrechten eingeschränkt. Auch in anderen schwäbischen Städten sind nach Angaben der Polizei Demonstrationen gegen die Corona-Schutzmaßnahmen angemeldet, allerdings deutlich kleinere, zum Beispiel in Memmingen, Kempten, Krumbach, Kaufbeuren oder Buchloe.

    22.05.20, 17.28 Uhr: Gewerkschaft sucht gebrauchte Laptops für Familien ohne Computer

    Der Kreisverband der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Augsburg bittet um abgelegte Laptops, um sie für den Homeschooling Einsatz in Familien herzurichten, die über kein geeignetes Gerät verfügen. Der Kreisvorsitzende Tobias Bevc sagte: „Wir sammeln gebrauchte Laptops, die in funktionstüchtigem Zustand sind und die in der Lage sein müssen, die aktuelle Office Software zu verwenden. Wir möchten die Daten auf gespendeten Geräten datenschutzkonform löschen und mit Open Source Betriebssystem und Software versehen. Gegen ein geringes Pfand werden wir dann die Geräte verleihen".

    22.05.20, 16.55 Uhr: Obduktionen an der Uni Augsburg zeigen schwere Lungenschädigungen bei Covid-19-Opfern

    Eine Studie des Augsburger Universitätsklinikums hat gezeigt, dass das Lungengewebe von verstorbenen COVID-19 Patienten irreversibel geschädigt war, wie die Uni Augsburg mitgeteilt hat. Ursache der Schädigungen war der Uni zufolge das Virus, dessen Erbgut noch in den Atemwegen nachgewiesen werden konnte. Lungenschädigungen durch die maschinelle Beatmung konnten als Ursache weitgehend ausgeschlossen werden, da mehr als die Hälfte der Patienten nicht künstlich beatmet wurde. Die massiv beeinträchtigte Sauerstoffaufnahme der Lungen führte laut der Universität schließlich zum Tod der Erkrankten. Für die Studie sind 19 Menschen obduziert worden.

    „Alle Patienten litten an schweren Grunderkrankungen, die jedoch nicht unmittelbar zum Tod führten“, sagte Prof. Dr. Bruno Märkl, Direktor des Instituts für Pathologie und Molekulare Diagnostik des Universitätsklinikums Augsburg. In den übrigen Organen konnten laut Uni keine augenscheinlich schweren Veränderungen nachgewiesen werden.

    22.05.20, 16.25 Uhr: Keine neuen positiven Corona-Tests im Regierungsbezirk Schwaben

    Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit hat es seit gestern keine neuen positiven Coronatests in Schwaben gegeben. Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen liegt weiter bei 3779. Auch die Zahl der Toten bleibt gleich bei 194.

    22.5.20, 14.50 Uhr: Bisher kein positiver Coronatest bei Mitarbeitern am Schlachthof in Buchloe

    Alle Corona-Testergebnisse der Schlachthof-Mitarbeiter in Buchloe sind bislang negativ ausgefallen. Das teilte das zuständige Landratsamt Ostallgäu dem Bayerischen Rundfunk auf Nachfrage mit. 465 Personen seien getestet worden, vier Ergebnisse fehlten noch, die anderen 461 seien negativ. Der Schlachthof in Buchloe gehört zu Vion, einem internationalen Lebensmittelproduzenten. Das Bayerische Gesundheitsministerium hatte Reihentests angeordnet und damit auf Corona-Ausbrüche unter Arbeitern in anderen Schlachthöfen Deutschlands reagiert.

    22.05.20, 11 Uhr: Ruhiger Vatertag für schwäbische Polizei

    Die Befürchtung, am Vatertag könnte es weiterreichende Verstöße gegen die geltenden Infektionsschutz-Bestimmungen zur Corona-Eindämmung geben, hat sich zumindest im Regierungsbezirk Schwaben nicht bewahrheitet. "Aus unserer Sicht ist das ein sehr ruhiger Vatertag", so der diensthabende Beamte in der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Schwaben/Nord in Augsburg. Auch die Einsatzzentrale Kempten meldet keine besonderen Vorkommnisse, allerdings seien sehr viele Radunfälle passiert, nicht unbedingt unter Alkohol.

    22.05.20, 7.30 Kinderärzte sehen mehr Vernachlässigungen, Depressionen und Angstzustände bei Kindern

    Exzessiver Medienkonsum, Vernachlässigungen, Depressionen und Angstzustände sind Probleme, mit denen sich die Kinderärzte in Schwaben im Zuge der Corona-Krise verstärkt befassen müssen. Das erklärte Dr. med. Christian Voigt, Obmann für Augsburg und Nordschwaben im Berufsverband Kinder- und Jugendärzte (BVKJ).

    Eltern berichten in den Praxen von aggressiven Wutausbrüchen bei Kindern, wenn sie versuchen, diese mitten in der Nacht vom Computerspielen abzuhalten ebenso wie von verschärften Essstörungen, die zu erheblichen Gewichtszunahmen führen.

    22.05.20, 7.15 Uhr: Augsburger Domsingknaben fordern rasche Rückkehr zu Chorproben

    Die Corona-Krise trifft die Knabenchöre - wie etwa die Augsburger Domsingknaben - in besonderer Weise. Darauf hat der Augsburger Domkapellmeister Stefan Steinemann im Gespräch mit dem BR hingewiesen. "Der Stimmbruch bleibt ja während Corona nicht aus", so Steinemann. Den notwendigen Umbau und die Verjüngung der Knabenchöre sei aber mit Online-Chorproben nicht zu bewerkstelligen. Es drohe "ein Einbruch" bei den Knabenchören und der "Verlust von jahrhundertealtem Kulturgut", sollte die Kontinuität der Knabenchöre nachhaltig gebrochen werden.

    18.05.20, 7.20 Uhr: Fugger-Express fährt im normalen Rhythmus

    Pendler, die mit dem Zug von Augsburg nach München fahren, haben jetzt wieder mehr Fahrtmöglichkeiten. Die Bahn kehrt beim Fugger-Express ab heute zum normalen Fahrplan zurück.

    17.05.20, 14.50 Uhr: Keine neuen Corona-Infektionen in Schwaben

    Keine neuen Corona-Infektionen in Schwaben, das meldet das Landesamts für Lebensmittelsicherheit und Gesundheit. In Schwaben sind weiterhin 3.759 Covid 19-Infektionen bekannt (Stand 17.05. 10 Uhr). Schon in der vergangenen Woche war die Zahl nur langsam angestiegen, innerhalb der vergangenen sieben Tage sind lediglich 34 Neuinfektionen gemeldet worden.

    16.5.20, 18.09 Uhr: Zahl der Corona-Toten unverändert

    Die Zahl der Corona-Infizierten in Schwaben wird aktuell mit 3.759 angegeben. Laut Landesamt für Gesundheit ist die Zahl im Vergleich zum Vortag um zwei gestiegen. 192 Menschen sind im Regierungsbezirk nach einer Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben. Damit ist die Zahl der Corona-Toten unverändert. Nach wie vor gibt es in Schwaben - gemessen an der Einwohnerzahl - im bayernweiten Vergleich die wenigsten bekannten Corona-Fälle.

    16.05.20, 16.50 Uhr: Corona-Demo in Augsburg verläuft friedlich

    Die Groß-Kundgebung auf dem Augsburger Plärrer-Gelände ist zu Ende. Wie unser Reporter berichtet, ist sie ohne Zwischenfälle verlaufen. Die Stimmung sei im Großen und Ganzen friedlich gewesen. Rund 500 Menschen hätten sich an der Kundgebung beteiligt. Nachdem eine ähnliche Demonstration vergangene Woche mit Verstößen gegen die Abstandsregeln einhergegangen war, hatte die Stadtverwaltung die Demonstration an diesem Samstag auf das weitläufige Plärrer-Gelände verlegt.

    16.05.20, 15.12 Uhr: Demo auf Augsburger Plärrer-Gelände gestartet

    In Augsburg hat am Samstagnachmittag eine größere Demonstration von Gegnern der Corona-Maßnahmen begonnen. Wie unser Reporter berichtet, verläuft die Kundgebung auf dem Augsburger Plärrer-Gelände bisher ruhig. Im Laufe des Tages finden mehrere Demonstrationen in Augsburg statt, deren Teilnehmer die Schutzmaßnahmen gegen die Ausbreitung von Corona kritisch sehen.

    16.5.20, 13.58 Uhr: Memmingen laut Stadtverwaltung "coronafrei"

    In Memmingen ist nach offiziellen Angaben niemand mehr an Covid-19 erkrankt. Wie die Memminger Stadtverwaltung am Samstag mitteilte, sind alle 51 Menschen, die sich mit Sars-CoV-2 angesteckt hatten, wieder gesund. Als gesund gelte, wer 48 Stunden lang keine Symptome wie Fieber oder Husten gehabt habe. Infizierte ohne schweren Symptome würden nach 14 Tagen als genesen betrachtet. Negative Testergebnisse müssten dafür nicht vorliegen. Oberbürgermeister Manfred Schilder rief die Memminger dazu auf, auch in Zukunft die Abstandsregeln zu beachten sowie Mund und Nase - etwa beim Einkaufen - zu bedecken.

    16.05.20, 11.06 Uhr: Corona-Gegner demonstrieren in Mindelheim

    Rund 70 Menschen sind am Freitagnachmittag in Mindelheim auf die Straße gegangen, um gegen die Einschränkung von Grundrechten zu demonstrieren. Das teilte die Polizei am Samstag mit. Die Veranstaltung sei friedlich verlaufen und habe eine Stunde gedauert. Auf Transparenten war etwa zu lesen "Für unsere Grundrechte" und "In Freiheit miteinander und füreinander". Die Teilnehmer haben sich laut Polizei an die Hygiene-Regeln gehalten - also Abstand gewahrt und Mundschutz getragen.

    15.05.2020, 16 Uhr: 192 Covid-19 Todesfälle in Schwaben

    Nach Angaben des Landesamts für Gesundheit (LGL) sind im Regierungsbezirk Schwaben mittlerweile insgesamt 192 Menschen an den Folgen von Covid-19 gestorben. Damit hat sich die Zahl seit gestern um fünf erhöht, alle fünf Toten wurden aus dem Landkreis Neu-Ulm gemeldet. Die Zahl der Infizierten stieg laut LGL seit gestern um fünf auf 3.757 Personen.

    15.05.2020, 14:04 Uhr: Haushaltssperre für Stadt Donauwörth

    Wegen der Corona-Pandemie ist die Haushaltslage der Stadt Donauwörth angespannt. Deswegen hat der neue Donauwörther Oberbürgermeister Jürgen Sorré eine Haushaltssperre für die Stadt angeordnet. Er sehe sich zu diesem Schritt gezwungen, damit die Stadt weiter handlungsfähig bleibe, erklärt Sorré in Abstimmung mit dem Ältestenrat.

    Ziel sei es, die Handlungshoheit zu behalten: "Wir wollen nicht in eine Situation geraten, in der letztlich andere bestimmen“, sagt Oberbürgermeister Sorré. Die Haushaltssperre greift ab sofort und gilt zunächst zeitlich unbefristet so lange, bis sich die Rahmenbedingungen und finanziellen Grundlagen weiter klären.

    Nicht betroffen von der Haushaltssperre sind laut der Mitteilung Ausgaben, zu denen die Stadt gesetzlich oder durch Verträge verpflichtet ist. Bereits laufende Vorhaben sollen weitergeführt werden.

    15.05.2020, 13:50 Uhr: Ärzteinitiative will Seil mit Friedens-Fahnen in Neu-Ulm aufhängen

    Auch während der Corona-Pandemie soll Europa offen, friedlich und bunt bleiben. Dafür will eine Ärzteinitiative ein Zeichen in Neu-Ulm und Ulm setzen. Am morgigen Samstag (16.05.20, 12.15-12.45 Uhr) will die Initiative von der Herdbrücke aus, die Neu-Ulm mit Ulm verbindet, ein Seil mit Friedens-Fahnen spannen. Am Flussufer der Ulmer Seite schließt sich dann laut Initiative eine Menschenkette an, deren Teilnehmer sich im Sicherheitsabstand von 1,50 Metern aneinander reihen. Diese Mahnwache soll dann am Ulmer Rathaus vorbei bis hin in die Neue Mitte gehen.

    Mit dieser Aktion wollen die Veranstalter darauf aufmerksam machen, dass es mitten in Europa Menschen gibt, die in überfüllten Aufnahmelagern leben müssen, keinen Corona-Infektionsschutz und so gut wie keinen Zugang zu sauberem Wasser haben. An der Menschenkette kann man nicht spontan teilnehmen, sondern muss sich offiziell anmelden unter der Mailadresse ulm.neu-ulm@tdh-ag.de.

    15.05.2020, 08.52 Uhr: Corona-Proteste in Augsburg auf Plärrer-Gelände verlegt

    Die Demonstrationen gegen die Beschränkungen wegen der Corona-Pandemie am Samstag (16.5.2020) werden nicht in der Augsburger Innenstadt, sondern am Augsburger Plärrergelände stattfinden. Das hat die Stadt Augsburg dem BR bestätigt. Sechs Demos sind angemeldet. Diese werden nicht gleichzeitig, sondern zeitlich nacheinander abgehalten. Die Augsburger Oberbürgermeisterin Eva Weber und der Augsburger Ordnungsreferent Frank Pintsch kündigten außerdem an, dass Abstandsregeln durchgesetzt werden. Jede Veranstaltung dürfe nicht länger als eine Stunde dauern. Dies sei abgestimmt mit der Polizei Augsburg, die die Einhaltung der Auflagen überwachen werde, so Frank Pintsch.

    Die Stadt wolle Demonstrationen keinesfalls verhindern, sie werde sich deswegen demonstrationsfreundlich verhalten, betonte Oberbürgermeisterin Eva Weber. Mit der Verlagerung auf das weitläufige Augsburger Plärrergelände solle aber sichergestellt werden, dass die Abstandsregeln eingehalten werden, so Weber. Erlaubt sind nach dem Infektionsschutzgesetz nur 50 Teilnehmer, die Stadt rechnet aber mit deutlich mehr Demonstrierenden. Sollten die Abstandsregeln nicht eingehalten werden, werde die Polizei je nach Einzelfall “konsequent vorgehen”, so Ordnungsreferent Pintsch.

    15.05.2020, 08.10 Uhr: Dillingen soll Autokino bekommen während der Pandemie

    Auch in Dillingen soll während der Corona-Pandemie ein Autokino geben: Die Betreiberfamilie des Dillinger Filmcenters will voraussichtlich schon am Mittwoch, 20.Mai, zum ersten Mal einen Film auf dem Dillinger Festplatz zeigen. Das teilt die Stadt mit. Oberbürgermeister Frank Kunz freut sich sehr, zahlreiche Firmen sowie der Dillinger Kulturring würden die Aktion unterstützen. Unterhaltung und Abwechslung gerade in dieser Zeit jetzt anzubieten, sei wichtig, so Kunz. Noch wird geklärt, wie viele Fahrzeuge genau kommen dürfen und wie der Online Verkauf der Karten gestaltet werden soll. Details sollen auf der Internetseite des Dillinger Kinos bekannt gegeben werden.

    15.05.2020, 05.55 Uhr: Corona-Vorschriften für manche Biergarten-Wirte zu streng

    Ab Montag, 18.5. dürfen in Bayern die Biergärten wieder öffnen. Allerdings sind die Vorgaben der Behörden für die Wirte vor Ort nicht leicht umzusetzen. Deshalb werden nicht alle Wirte ihren Betrieb am Montag öffnen, zum Beispiel Oliver Hüttenmüller, von der "Kulperhütte", er hat angekündigt, vorerst weiter nur To-Go-Service anzubieten.

    Die Biergarten-Betreiber müssen dafür sorgen, dass pro Tisch eineinhalb Meter Abstand herrschen, sie sollen Gäste von Eingang an den Tisch geleiten, darauf achten, dass sich die Leute nicht zu nah aufeinandersetzen, einen Mund-Nasenschutz tragen und sie sollen bei Besuchern, die nicht reserviert haben, Namen, Telefonnummer und die Dauer des Aufenthalts notieren.

    14.05.2020, 17:50 Uhr: Forderung nach mehr Außenflächen für Gastwirte

    In einem gemeinsamen Aufruf fordern die IHK Schwaben, der Tourismusverband Allgäu/Bayerisch-Schwaben und der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband Schwaben alle Kommunen dazu auf, den Gastronomen mehr Flächen im Außenbereich zu ermöglichen. Das soll zum einen den Neustart in der Corona-Krise erleichtern. Und zum anderen die Gastwirte vor der drohenden Insolvenz bewahren. In der gemeinsamen Mitteilung fordern IHK Schwaben und die Verbände, dass die Kommunen den Gastwirten erlauben sollen, den Außenbereich möglichst gebührenfrei zu erweitern. So könnten die Gastronomen die auferlegten Sicherheitsabstände und Hygieneregeln besser einhalten, heißt es in der gemeinsamen Mitteilung. Mehr Freiflächen würden auch bedeuten, dass mehr Gäste bedient werden können.

    14.05.2020, 15:40 Uhr: 13 neue Coronavirus-Fälle in Schwaben, eine Person verstirbt

    Das Landesamt für Gesundheit (LGL) hat bekannt gegeben, dass es in Schwaben im Vergleich zum Vortag (13.05.2020) 13 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gibt. In den vergangenen sieben Tagen sind damit insgesamt 47 weitere Neuinfektionen neu gemeldet geworden. Nach Angaben des LGL ist im Vergleich zu gestern zudem ein weiterer Mensch gestorben, der aus dem Landkreis Neu-Ulm stammt. Somit sind nun laut LGL 187 Menschen in Schwaben an den Folgen des Coronavirus verstorben.

    14.05.2020, 13.15 Uhr: Landesausstellung 2020 in Aichach und Friedberg eröffnet am 10. Juni

    Wie der bayerische Kunstminister Bernd Sibler bei einer Pressekonferenz in Aichach bekannt gab, wird die Landesausstellung 2020 unter dem Titel „Stadt befreit. Wittelsbacher Gründerstädte“ am 10. Juni offiziell eröffnet. In Friedberg und Aichach wird dann laut dem Haus der Bayerischen Geschichte eine der ersten großen Ausstellungen Europas nach dem Corona-Ausbruch zu sehen sein. Ursprünglich hätte die Ausstellung Ende April eröffnet werden sollen. Die Landesausstellung 2020 findet an zwei Hauptspielorten statt. Im Wittelsbacher Schloss in Friedberg wird als zentralem Ort die Hauptausstellung zu sehen sein. Im Feuerhaus in Aichach ist außerdem eine multimediale Ausstellung zu sehen, die den Besuchern das Herrschergeschlecht der Wittelsbacher als Stadtgründer näherbringen soll.

    14.05.2020, 12.53 Uhr: Neu-Ulm unterstützt Gastronomie

    Auch die Stadt Neu-Ulm unterstützt die lokalen Gastronomen während der Corona-Pandemie mit zusätzlichen Möglichkeiten der Außenbewirtung. Um die Sitzplätze, die wegen der Abstandsregeln wegfallen, zu kompensieren, dürfen die Gastronomen die Flächen ihrer Außengastronomie erweitern und auch neue Flächen für eine Außenbewirtschaftung ausweisen. Das hat die Stadt heute mitgeteilt. In der Mitteilung heißt es, "darüber hinaus verzichtet die Stadt Neu-Ulm in diesem Jahr auf die fälligen Sondernutzungsgebühren für Außengastronomie". Auch das Aufstellen von Hinweistafeln soll kostenfrei möglich sein, sofern mit den Tafeln auf die Einhaltung der Hygienemaßnahmen hingewiesen wird. Diese Maßnahmen sollen im Zeitraum vom 18. Mai bis zum 31. Dezember 2020 gelten.

    14.05.2020, 12.40 Uhr: Landkreis Günzburg - erste Isoliereinrichtungen für ältere Menschen in Betrieb

    Die Corona-Isoliereinrichtungen sind in der Kurzzeitpflege Krumbach und in der Reha-Klinik Ichenhausen untergebracht. Hintergrund ist der aktuelle Aufnahmestopp in den Pflegeeinrichtungen des Landkreises Günzburg. Um die Bewohner nicht zu gefährden, müssen nach einem Krankenhausaufenthalt pflegebedürftige Menschen zunächst in eine 14-tägige Isolation bevor sie neu einziehen können. Weil aber bislang solche Isoliermöglichkeiten nicht zur Verfügung standen, konnten Patienten nicht in die Pflegeheime verlegt werden. Das ist seit dem 12. Mai anders. Inzwischen konnten die ersten acht Patienten in die neuen Isolierräume gebracht werden. Im Anschluss daran können die pflegebedürftigen Menschen wie gewohnt ins Pflegeheim umziehen.

    14.5.2020, 10.03 Uhr: Gastronomie stärken - Diskussion um „Sonderbiergärten“ in Nördlingen

    In der Nördlinger Kommunalpolitik hat sich eine Diskussion über die Stärkung der Gastronomie in der Corona-Krise entwickelt. Die CSU fordert „Sonderbiergärten“, der Oberbürgermeister will „mediterranes Flair“ in die Altstadt bringen. Als Sofortmaßnahme werden laut einer Mitteilung der Stadt die Sondernutzungsgebühren für das Aufstellen von Tischen im Freien „deutlich reduziert“. Auch sei man großzügig, wenn Cafés und Restaurants wegen der Abstandsregeln draußen mehr Platz für ihre Tische in Anspruch benötigten. In einem Antrag fordert die CSU-Stadtratsfraktion zu prüfen, ob „Sonderbiergärten“ eingerichtet werden könnten, etwa im Stadtgraben direkt an der historischen Stadtmauer oder auf der Kaiserwiese. Die könnten dann auch von mehreren Gastronomen gleichzeitig bewirtet werden, heißt es in dem Antrag. So wolle man die heimische Gastronomie in der Corona-Krise unterstützen.

    14.05.2020, 8 Uhr: Augsburger Stadtrat berät über Kurzarbeit für städtische Mitarbeiter

    Im Augsburger Stadtrat wird es heute Nachmittag unter anderem darum gehen, ob die Stadt Augsburg für einige städtische Mitarbeiter Kurzarbeit beantragen soll. Dabei geht es laut Stadt ausschließlich um solche Mitarbeiter, deren Tätigkeit corona-bedingt nicht oder nicht mehr in vollem Umfang benötigt wird und die nicht in einer anderen Dienststelle eingesetzt werden können. Die Kurzarbeit soll enden, sobald sie wieder in vollem Umfang ihrer Arbeit nachgehen können. In Augsburg wären derzeit laut Ordnungsamt noch 70 Mitarbeiter und damit nicht einmal ein Prozent der städtischen Mitarbeiter von einer Kurzarbeits-Regelung betroffen, 57 im Sport- und Bäderamt und 13 in der Sing- und Musikschule Mozartstadt Augsburg. Die Stadt könne dadurch mit Einsparungen von Personalkosten in Höhe von 40.000 Euro pro Monat rechnen.

    Im Sport- und Bäderamt beträfe die Regelung ausschließlich Mitarbeitende der Bäder, die noch zu 50 Prozent benötigt werden. Die Bäder sind derzeit zwar geschlossen, aber auf Stand-by-Modus, um schnell für Besucher geöffnet werden zu können, falls die Regelungen gelockert werden. Im Fall der Sing- und Musikschule würde die Kurzarbeit die Lehrkräfte betreffen, die normalerweise Unterricht für Ensembles, also zum Beispiel Chöre geben. Die Stadt Augsburg will die Gehälter der betroffenen Mitarbeiter je nach Gehaltsgruppe auf bis zu 95 Prozent aufstocken.

    14.05.2020, 6.18 Uhr: Museum im Wittelsbacher Schloss in Friedberg öffnet wieder

    Unter strengen Auflagen für die Besucher öffnet heute das Museum im Wittelsbacher Schloss in Friedberg wieder seine Tore. Wie auch in anderen Museen gilt in Friedberg ein Schutz- und Hygienekonzept. So müssen Besucher im gesamten Bereich des Schlosses und des Museums einen Mund-Nasen-Schutz tragen und 1,5 Meter Abstand halten. Die Anzahl der Personen, die gleichzeitig im Museum und in den Ausstellungsräumen sein dürfen, ist außerdem begrenzt. Sollte es deshalb zu Warteschlangen vor der Kasse kommen, hat das Museum Wartelinien unter den Südarkaden angebracht. Das Museumscafé bleibt vorerst geschlossen.

    14.05.2020, 6.14 Uhr: Bürgerbüro im Friedberger Rathaus und Standesamt für Besucher geöffnet

    Auch andere Einrichtungen in Friedberg kehren langsam wieder zum Normalbetrieb zurück. So hat etwa die städtische Jugendkapelle wieder den Einzelunterricht aufgenommen. Dieser findet im Musikpavillon statt und es dürfen jeweils nur ein Lehrer und ein Schüler daran teilnehmen. In der Stadtverwaltung sind derzeit das Bürgerbüro im Rathaus und das Standesamt für Besucher geöffnet. Auch hier gelten die entsprechenden Schutzvorkehrungen. So führt das Standesamt derzeit etwa nur Trauungen für Hochzeitsgesellschaften mit maximal 10 Personen durch. Auch die Stadtbücherei St. Jakob wird wieder öffnen – und zwar ab Dienstag, 19. Mai. Aufgrund der langen Schließung der Bücherei wurde die Rückgabepflicht für die Nutzer bis zum 17. Juni verlängert.

    13.5.2020, 18.10 Uhr: Ermittlungen wegen Todesfall in Aichacher AWO-Altenheim

    Nach dem Tod eines 81-jährigen Bewohners des AWO Seniorenheims in Aichach hat eine Angehörige Strafanzeige gestellt, das hat der Sprecher der Staatsanwaltschaft Augsburg, Matthias Nickolai, dem BR bestätigt. Jetzt ermittelt, Nickolai zufolge, die Staatsanwaltschaft Augsburg zusammen mit der Kripo Augsburg, ob strafrechtlich relevante Pflichtverletzungen vorliegen, die ursächlich für den Tod waren.

    Im Aichacher Seniorenheim der Arbeiterwohlfahrt sind bislang 17 Menschen gestorben. Die Todesfälle haben in den vergangenen Wochen zu einem Streit zwischen dem Gesundheitsamt des Landkreises Friedberg und dem Seniorenheim geführt.

    13.05.2020, 18.02 Uhr: Die Stadt Nördlingen reduziert Sondernutzungsgebühren für die Gastronomie

    Die Stadt Nördlingen reduziert laut einer Mitteilung die Sondernutzungsgebühren für die Nutzung von Tischen und Stühlen auf öffentlichem Grund deutlich. Sie will damit die Gastronomie unterstützen, auch weil wegen der vorgeschriebenen Hygiene- und Abstandsregeln weniger Plätze angeboten werden können. Für die konkreten Flächen, die die Wirte bestuhlen, sollen in Abstimmung mit der Stadtverwaltung "großzügige Regelungen" gefunden werden.

    13.05.2020, 16.12 Uhr: Acht Neuinfektionen in Schwaben

    Im Regierungsbezirk Schwaben ist die Zahl der insgesamt mit dem Coronvirus infizierten Menschen nach Angaben des Landesamts für Lebensmittelsicherheit und Gesundheit um acht auf 3.739 gestiegen. Die Zahl der Toten erhöhte sich seit gestern um einen auf 186.

    13.05.2020, 15.45 Uhr: Keine Coronafälle am Schlachthof von Vion in Buchloe

    Am Schlachthof der A. Moksel AG in Buchloe, die zum Vion-Konzern gehört, sind bisher nach Angaben des Unternehmens keine Mitarbeiter positiv auf Corona getestet worden. Man habe bereits Anfang März umfassende Schutzmaßnahmen eingeführt. Die Arbeitsplätze in der Schlachtung und Zerlegung wurden laut Vion so verändert, dass ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten wird. Sofern das bei einzelnen Positionen nicht möglich ist, wurden demnach Abtrennungen wie Streifenvorhänge eingesetzt oder die Mitarbeiter müssen einen Mund-Nasen-Schutz tragen.

    Auf die Frage, ob die Mitarbeiter am Standort Buchloe auch in Gemeinschaftsunterkünften wohnen, hieß es wörtlich: "Die ca. 140 Mitarbeiter unserer Werkvertragspartner am Standort Buchloe verteilen sich aktuell auf nahezu 40 Wohnanschriften. Dabei handelt es sich um von den Mitarbeitern direkt privat angemietete Unterkünfte und um Werksdienstwohnungen."

    Der Vion-Schlachthof in Bad Bramstedt, in Schleswig-Holstein, musste geschlossen werden, weil sich viele Mitarbeiter mit dem Corona-Virus infiziert hatten, nicht wenige von ihnen lebten in Sammelunterkünften.

    13.05.2020, 14.25 Uhr: 20. Corona-Todesopfer in Bissinger Seniorenheim

    In einem Seniorenheim in Bissingen ist eine weitere Bewohnerin, die an Covid-19 erkrankt war, verstorben. Sie ist das 20. Todesopfer in der Einrichtung, in der das Virus grassiert. Zwar wurden bereits mehrfach Hygieneschulungen durchgeführt, außerdem die Einrichtung in verschiedene Bereiche mit Gesunden und Infizierten unterteilt, die Maßnahmen scheinen aber weitere Todesfälle nicht verhindern zu können. Die heute verstorbene 99-Jährige war bereits seit einigen Wochen krank und ist in der Einrichtung gestorben. Insgesamt gibt es im Landkreis damit 23 Personen, die bei ihrem Tod mit dem neuartigen Corona Virus infiziert waren. 265 Personen sind im Landkreis Dillingen bisher an Corona erkrankt, das ist eine Person mehr als gestern. 197 sind wieder genesen. 106 Personen befinden sich in Quarantäne.

    13.05.2020, 14.15 Uhr: Ersatzprogramm für Volksfeste - Augsburg prüft Sommerfest

    Die Stadt Augsburg, die Stadtmarketinggesellschaft “Augsburg Marketing” und der Schaustellerverband Schwaben prüfen Möglichkeiten, ein Fest schon während der Sommerwochen zu veranstalten. Die schwäbischen Schausteller sollen hierbei die Möglichkeit bekommen, ihre Fahrgeschäfte in der Innenstadt zu errichten. Das sei kein Ersatz für Volksfestausfälle, auch kein „Plärrer light“, aber immerhin könne es für Schausteller und auch die Augsburger Bürger ein Trostpflaster sein, so Ekkehard Schmölz, Leiter von “Augsburg Marketing”.

    Schmölz spricht von einem “Augsburger Familiensommer” unter anderem mit Fahrgeschäften an beliebten Plätzen wie dem Moritz-, Rathaus- oder Willy-Brandt-Platz. Konkrete Angaben zu diesem Fest lassen sich derzeit aber noch nicht machen, so Schmölz. Es sei ungewiss, welche Entwicklung die Coronakrise in den nächsten Wochen und Monaten nehmen werde. Entsprechend der Lage müsse ein Hygienekonzept ausgearbeitet werden. Auch sei es aktuell schwierig, ein Datum für den Familiensommer festzulegen.

    Erst wenn das alles feststehe, könne man die Genehmigungen für die Stände beim Ordnungsamt beantragen. Joseph Diebold vom Schwäbischen Schaustellerverband äußert sich dem BR gegenüber vorsichtig optimistisch, dass so ein Sommerfest stattfinden kann. “Aber man muss noch abwarten”, so Diebold. Es seien noch sehr viele Dinge zu klären.

    13.05.2020, 12.23: Landkreis Augsburg startet Plattform zur Unterstützung der regionalen Wirtschaft

    „Für ALLE – für dich. für mich. für uns.“: Unter diesem Slogan startet der Landkreis Augsburg nun eine Kampagne mit Unterstützungsangeboten in den Bereichen Kultur, Sport, Wirtschaft und Klimaschutz. Ziel sei es, ein Ersatzangebot zu den Veranstaltungen zu schaffen, die wegen der Corona-Pandemie ausfallen müssen, und Menschen im Landkreis zu unterstützen, deren Haupteinnahmequellen weggebrochen sind.

    Alle Inhalte der Kampagne sollen auf der Online-Plattform HYPERLINK "http://www.landkreis-fuer-alle.de"www.landkreis-fuer-alle.de zusammengefasst werden. Das Angebot soll in den kommenden Wochen laufend erweitert werden. Unter anderem sind dort auf einer interaktiven Karte Angebote und Sonderaktionen von regionalen Einzelhändlern und Dienstleistern zu sehen.

    Um regionale Künstler zu unterstützen, will der Landkreis auf der Plattform auch Livestream-Konzerte anbieten. Bewerben können sich alle Musiker, die ihren Wohnsitz im Landkreis Augsburg haben oder den Großteil ihres Lebens im Landkreis gelebt haben. Die Auswahl der teilnehmenden Künstler erfolgt dann durch ein Kulturkomitee. Für einen Auftritt gibt es vom Landkreis 500 Euro pro Künstler.

    Im sportlichen Bereich ist auf der Plattform unter anderem eine virtuelle Variante des Landkreislaufs geplant, außerdem soll es praktische Tipps für körperliche Betätigung daheim geben. Und auch die positiven Auswirkungen der Ausgangsbeschränkungen auf das Klima will der Landkreis auf der Plattform berücksichtigen und nützliche Tipps geben, wie sich die Ökobilanz jedes Einzelnen verbessern lässt.

    13.05.2020, 12.10 Uhr: Corona-Exit-Strategie für VHS Augsburg vereinbart

    Vorstand und Geschäftsführung der Volkshochschule Augsburg-Stadt haben sich auf eine Corona-Exit-Strategie verständigt. Ein zentraler Punkt dabei wird die neue Website sein, die am 25. Mai online gehen soll. Auf dieser wird es in Zukunft auch eine eigene Sparte mit Online-Vortragsangeboten und Kursangeboten geben. In den meisten Programmbereichen wird es laut VHS außerdem keine Planung in festen Semestern geben. Stattdessen sollen ständig neue Kurse und Vorträge ergänzt werden, so dass das VHS-Team schneller auf aktuelle Ereignisse und Themen reagieren kann.

    Sollte es keine erneuten Verschärfungen der Corona-Bestimmungen geben, will die VHS ab dem 15. Juni auch wieder Präsenzkurse anbieten. Allerdings sei klar, so Sieghard Schramm, der Vorstandsvorsitzende der VHS; dass das Programm nicht mehr in der geplanten Form fortgesetzt werden könne. Das Sommerprogramm der VHS Augsburg wird daher aus einem wachsenden Angebot an Vorträgen und Kursen in kleineren Gruppen bestehen, ergänzt durch das Angebot an Online-Kursen.

    Ab Juni soll es dabei zunächst Onlinevorträge zu Themen wie Stadtentwicklung, Wasser und Gesundheits- und Fitnesskurse geben, aber auch Überbrückungskurse für die laufenden Sprachkurse. Auf der neuen Webseite der VHS (HYPERLINK "http://www.vhs-augsburg.de"www.vhs-augsburg.de) sind alle wichtigen Infos zu finden und auch die Anmeldung für die Kurse findet über die Plattform statt. Ein gedrucktes Programm wird es dagegen bis auf Weiteres nicht geben.

    13.05.2020, 7.20 Uhr: Botanischer Garten öffnet mit geänderten Öffnungszeiten

    Der Botanische Garten in Augsburg öffnet heute wieder. Auch wenn die Besucher sich im Freien bewegen, gelten auch im Garten besondere Regeln. Die größte Einschränkung dürften dabei vorerst die geänderten Öffnungszeiten sein. Der Botanische Garten hat demnach von Mittwoch bis Sonntag jeweils von 12 bis 19.30 Uhr geöffnet. Nur so könnten die erhöhten Reinigungsstandards und die Aufsicht im Garten sichergestellt werden, erklärt Augsburgs Umweltreferent Reiner Erben. Außerdem dürfen vorerst nur 500 Besucher gleichzeitig auf dem Gelände sein, der Ein- und Ausgang wurden getrennt. Die Stadt Augsburg empfiehlt den Besuchern, im Bereich der Kasse, am Ein- und Ausgang und bei den Toiletten einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Das Schauhaus bleibt aus hygienischen Gründen vorerst noch geschlossen. Die Leitung des Botanischen Gartens bittet um Verständnis dafür, dass die Mitarbeitenden von den Besuchern nicht angesprochen werden dürfen. Die Veranstaltungen und Führungen im Mai fallen alle aus.

    12.05.2020, 17.15 Uhr: Stadt Kempten stellt Schülern 100 Computer zur Verfügung

    Die Stadt Kempten hat aus ihrem Verwaltungsbereich 100 gut erhaltene Rechner aus Leasing-Rückläufen zur Verfügung gestellt, wie die Stadt mitteilte. Die PCs wurden demnach an ausgesuchte Kemptener Schüler der Klassen 5 bis 10 verteilt. Diese Kinder und Jugendlichen waren laut Stadt bislang nicht ausreichend ausgestattet, um daheim am digitalen Unterricht teilnehmen zu können.

    12.05.2020, 14 Uhr: Schloss Neuschwanstein öffnet nicht vor Pfingsten

    Obwohl die meisten Museen wieder geöffnet sind, wird das Schloss Neuschwanstein frühestens Pfingsten für Besucher öffnen, das teilte die bayerische Schlösserverwaltung dem Bayerischen Rundfunk mit. Denn obwohl sich die Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen selbst als „größter staatlicher Museumsträger in Deutschland“ bezeichnet, gehören die Einrichtungen in Zeiten der Corona-Pandemie zum Bereich Tourismus. Und deshalb ist laut Beschluss der bayerischen Staatsregierung von 5. Mai erst für das Pfingstwochenende eine mögliche Öffnung von Schlössern angedacht, parallel mit Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätzen.

    12.05.2020, 13.45 Uhr: Keine Corona-Patienten mehr im Klinikum Memmingen

    Im Klinikum Memmingen wird aktuell kein Patienten mit Covid-19-Infektion mehr behandelt. Das teilte die Stadt Memmingen mit. Gestern war nur noch ein Corona-Patient stationär im Klinikum betreut worden. Insgesamt meldet die Stadt Memmingen vier Corona-Infektionen, 47 Personen seien bereits wieder genesen.

    12.05.2020, 11.58 Uhr: Günzburg will mehr Außenflächen für Gastronomen schaffen

    Die Stadt Günzburg will den Gastronomen mehr Außenflächen für die Freiluftbewirtung zur Verfügung stellen und damit die Branche nach dem Corona-Lockdown unterstützen. Laut OB Gerhard Jauernig ist die Außengastronomie ein wichtiger Schlüssel für die Zukunftssicherung der Gastronomen. Deshalb müsse es jetzt einen Schulterschluss geben zwischen allen Beteiligten, den Cafés, Bars, Kneipen und Hotels. So heißt es in einem heute (12.05.20) veröffentlichten Schreiben, dass die Stadtverwaltung bereits mit Sicherheitskräften in der Günzburger Innenstadt unterwegs war, um zu prüfen, wo genau zusätzliche Außenflächen bewirtet werden können. Und OB Jauernig verspricht, dass die Abgaben trotz größerer Flächen der Sondernutzung nicht steigen werden. "Es geht uns als Stadt nicht darum, Geld zu verdienen, sondern mit einem kommunalen Beitrag unserer Wirtschaft beizustehen", erklärt das Stadtoberhaupt.

    12.05.2020, 11:34 Uhr: Fahrtkartenverkauf in AVV-Bussen

    Kein Einstieg mehr an der Vordertür und ein Absperrband hinter dem Fahrer – das war bisher der einzige Schutz für die Busfahrerinnen und Busfahrer im Augsburger Verkehrs- und Tarifverbund (AVV). Doch das ändert sich nun: Der AVV installiert in allen Regionalbussen nun zusätzliche Schutzscheiben, um den Infektionsschutz zu verbessern. Damit soll auch das Fahrpersonal langfristig besser vor Übergriffen geschützt sein. Auch der Fahrkartenverkauf wird im Bus wieder möglich. In den neuen Sicherheitsscheiben sei nun eine kleine Öffnung, durch die die Fahrerinnen und Fahrer Karten verkaufen könnten, ohne sich oder die Fahrgäste einem erhöhten Infektionsrisiko auszusetzen, teilt der AVV mit. Die Umrüstung des kompletten Fuhrparks mit rund 200 Bussen soll in den nächsten Wochen erfolgen.

    12.05.2020, 10 Uhr: Humedica stellt eine Million Euro bereit

    Die internationale Hilfsorganisation Humedica aus Kaufbeuren stellt eine Million Euro für die weltweite Coronahilfe zur Verfügung. "Besonders die Ärmsten der Armen leiden unter den weltweiten Lockdowns: Tagelöhner, die keine Arbeit mehr haben. Die hungern müssen, ihre Familie nicht versorgen können, trifft es hart", sagt Humedica-Vorstand Johannes Peter. In vielen Ländern habe der Lockdown zu einer prekären Situation für viele Menschen geführt, heißt es in der Pressemitteilung. Die Pandemie stelle für die Hilfsorganisation eine ganz besondere Herausforderung dar, weil Hilfe an vielen Orten der Welt gleichzeitig nötig sei.

    11.05.2020, 19.26 Uhr: Augsburgs Oberbürgermeisterin kritisiert Hygieneverstöße bei Demos

    Die Oberbürgermeisterin von Augsburg, Eva Weber, hat das Verhalten vieler Demonstranten am vergangenen Samstag scharf kritisiert. Weber betonte, dass Augsburg zu den Großstädten mit vergleichsweise niedrigen Corona-Infektionszahlen zähle. Sie sagte laut einer Mitteilung: "Eine solch positive Entwicklung lassen wir uns durch eine ignorante, lauthalse und rücksichtslose Minderheit, wie sie am Samstag aufgetreten ist, nicht kaputt machen. Die Zeche bezahlen Menschen, die unseren Schutz als Gesellschaft am meisten brauchen. Hier sind Haltung und Disziplin üben angezeigt. Das heißt: Mund-Nase-Bedeckung tragen und mindestens 1.50 Meter Abstand halten".

    Es gehe nicht darum, das Demonstrationsrecht oder andere Grundrechte in Frage zu stellen, sondern um das Einhalten zwingender Hygieneregeln und um Vernunft, um die weitere Verbreitung des Virus einzudämmen, so Weber. Am vergangenen Samstag, 9.5., haben laut Polizei ca. 500 Menschen auf dem Augsburger Rathausplatz gegen die Einschränkung von Grundrechten demonstriert. Angekündigt waren 50 Personen. Die meisten Demonstranten hielten den vorgeschriebenen Sicherheitsabstand nicht ein und trugen keine Mund- und Nasenbedeckung.

    11.05.2020, 17.04 Uhr: Stadt Augsburg kündigt Danke-Aktion für Altenpfleger an

    Am Tag der Pflege, dem 12. Mai, möchte die Stadt Augsburg Pflegekräften danken. Dafür sollen große Danke-Banner an den Eingängen der fünf Senioren-Einrichtungen angebracht werden. Die Pfleger sollen Zoo-Eintrittsgutscheine bekommen. Damit möchte die Stadt öffentlich darauf aufmerksam machen, dass Pfleger wichtige Leistungsträger der Gesellschaft sind.

    11.05.2020, 16.50 Uhr: Mindelheim - Kinder dürfen auf Spielplätze nur mit Erwachsenen

    Die Stadt Mindelheim macht darauf aufmerksam, dass gemäß der vierten Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung Spielplätze für Kinder nur in Begleitung von Erwachsenen geöffnet sind. Bürgerinnen und Bürger werden darum gebeten, dies zu beachten.

    11.05.2020, 16.17 Uhr: Verbot von Mottfeuern im Landkreis Lindau aufgehoben

    Nachdem der Freistaat Bayern am 16. März den Katastrophenfall ausgerufen hat und infolge der Corona-Pandemie alle Einsatzkräfte zu deren Bewältigung gebündelt waren, hatte das Landratsamt Lindau das Verbrennen von pflanzlichen Abfällen per Allgemeinverfügung im Landkreis bis auf Weiteres verboten. Wegen der stagnierenden Infektionszahlen hat das Landratsamt Lindau das Verbot ab dem 11. Mai aufgehoben.

    11.05.20202, 16 Uhr: Gesundheitsamt meldet nur eine Neuinfektion in Schwaben

    In Schwaben sind laut dem Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit 3.729 Personen mit dem Coronavirus infiziert (Stand 11.5. 10 Uhr). Das ist eine Infektion mehr als gestern. Die Zahl der Todesfälle bleibt bei 183. Damit bleibt Schwaben der mit Abstand am wenigsten von SARS-CoV-2 betroffene Regierungsbezirk.

    11.05.2020, 13 Uhr: Keine Neuinfektion in Augsburg laut Gesundheitsamt

    Das Gesundheitsamt der Stadt Augsburg meldet für die letzten 24 Stunden keinen neuen Covid-19-Fall. Bisher wurden in Augsburg insgesamt 388 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet, 352 davon sind wieder genesen, insgesamt starben 14 Personen. In den vergangenen sieben Tagen gab es insgesamt drei Neuinfektionen in der Stadt Augsburg.

    11.05.2020, 07:30 Uhr: Möbelhäuser und Einkaufszentren sind komplett geöffnet

    Heute beginnt die nächste Stufe der Lockerungen der Corona-Maßnahmen: In Bayern dürfen in den Einkaufszentren auch die großen Geschäfte aufmachen. In der City-Galerie Augsburg, im Forum Allgäu in Kempten und in der Glacis-Galerie in Neu-Ulm kann man damit wieder in allen Geschäften einkaufen, allerdings sind die Öffnungszeiten teilweise noch eingeschränkt. Die Center stellen sicher, dass nicht zu viele Menschen eingelassen werden und haben Laufwege markiert, damit sich die Besucher möglichst nur in eine Richtung bewegen. Auch die Einrichtungshäuser wie Segmüller, IKEA, LUTZ oder Innhofer haben wieder geöffnet. Damit endet für viele wohl auch der Einkaufs-Tourismus nach Baden-Württemberg, wo auch in den letzten Wochen zum Beispiel die Baumärkte offen waren.

    09.05.2020, 12:00 Uhr: Kliniken lockern Besuchsverbot

    In den "Wertach"-Kliniken im Landkreis Augsburg können Patienten ab heute wieder Besuch bekommen. Die bisher strikten Verbote zur Vermeidung einer Corona-Infektion werden mit dem heutigen tag gelockert.

    Allerdings müssen die Patienten in Bobingen und Schwabmünchen genau eine Kontaktperson benennen. Deren Name wird am Eingang der Krankenhäuser hinterlegt. Die Besucher dürfen im Zeitraum von 14 bis 18 Uhr nur eine halbe Stunde zum Patienten und müssen dabei durchgehend eine Mund-Nase-Maske tragen. Die Klinikleitung verlangt von Patienten und deren Besuchern, auf "Umarmungen und Küsse" zu verzichten. Es darf jeweils nur ein Besucher in ein Patientenzimmer.

    Besucher mit Husten, Schnupfen oder gar Fieber dürfen die Kliniken nach wie vor nicht betreten. Patienten, bei denen ein Covid-19-Verdacht besteht, können keinen Besuch bekommen.

    08.05.2020, 15:45 Uhr: Sechs neue Corona-Fälle in Schwaben bestätigt

    Sechs neue Corona-Infektionen für den Regierungsbezirk Schwaben meldet das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (Stand: 08.052020, 10 Uhr). Damit steigt die Zahl der gemeldeten Corona-Infektionen im Bezirk auf 3.713 an. Im Vergleich zum Vortag ist lediglich ein weiterer Todesfall hinzugekommen. Damit sind in Schwaben 180 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben.

    08.05.2020, 13.15 Uhr: Kurzarbeit jetzt auch bei Airbus in Donauwörth

    500 Airbus-Mitarbeiter am Standort Donauwörth müssen wegen der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise in Kurzarbeit. Die Geschäftsführung und der Betriebsrat haben sich laut einer Mitteilung von Airbus darauf geeinigt. Die Kurzarbeit soll bis voraussichtlich Ende des Jahres gelten.

    Eigentlich werden in Donauwörth hauptsächlich Hubschrauber gebaut und gewartet, betroffen sind deshalb auch nur die 500 Mitarbeiter der Flugzeugtüren-Sparte. In Donauwörth werden Türen für alle gängigen Flugzeuge von Airbus wie den A350 oder den A320. Weil viele Airlines durch Corona massive Verluste machen, ist auch der Bedarf an neuen Flugzeugen eingebrochen.

    08.05.2020, 11.15 Uhr: IHK Schwaben startet bald Prüfungsbetrieb

    Mehr als 10.000 Auszubildende und fast 4.000 Teilnehmer von Fortbildungen sollen bei der IHK Schwaben ab Mitte Mai ihre Abschlussprüfungen nachholen. Seit Mitte März ruht der Prüfungsbetrieb. Nun soll es bald mit den ersten mündlichen Prüfungen wieder losgehen. Wie die IHK Schwaben mitteilte, wurden für die schriftlichen Prüfungen eigens größere Hallen angemietet, um die Auflagen in Sachen Hygiene und Sicherheit zu erfüllen. Das zentrale Ziel der IHK Schwaben sei es, dem Abgangsjahrgang einen regulären Berufsabschluss zu ermöglichen.

    08.05.2020, 9.00 Uhr: "Allgäu Skyline Park" will Ende Mai öffnen

    Der "Allgäu Skyline Park" in Rammingen im Unterallgäu will am 30. Mai dieses Jahres wieder öffnen. Das teilte eine Sprecherin dem BR mit. Bislang konnte der Freizeitpark an der A96 wegen der Coronavirus-Pandemie nicht in die Saison starten. Bereits im April hatte die Parkleitung erklärt, dass man sich in der Lage sehe, Hygiene- und Abstandsregeln umzusetzen, da der Park zum allergrößten Teil ein Freiluftbetrieb ist.

    07.05.2020, 17.00 Uhr: Ämter und Kultureinrichtungen in Augsburg öffnen kommende Woche

    Ab der kommenden Woche wird die Verwaltung der Stadt Augsburg Schritt für Schritt wieder geöffnet. Ordnungsreferent Frank Pintsch erklärte auf einer Pressekonferenz, dass für den Besuch auf einem der Bürgerämter weiter ein Termin nötig ist. Die Termine können telefonisch oder im Internet vereinbart werden.

    In der kommenden Woche werden auch einige Freizeiteinrichtungen geöffnet. Ab Montag etwa die Stadtbücherei. Ab Dienstag öffnen die Kunsteinrichtungen ihre Tore. Das Mozarthaus bleibt noch bis zum 18. Mai geschlossen. Die Eröffnungstermine für das H2-Zentrum und die Neue Galerie sind noch offen. Ab Mittwoch wird der Botanischer Garten täglich zwischen 12 und 19.30 Uhr unter Auflagen geöffnet. So ist etwa die Zahl der Besucher auf 500 begrenzt. Sie müssen zudem Mund und Nase bedecken.

    07.05.2020, 15.45: LGL meldet zwölf neue Corona-Infektionen in Schwaben

    Im Bezirk Schwaben ist die Zahl der gemeldeten Corona-Infektionen um zwölf gestiegen. Sie liegt laut Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit jetzt bei 3.707. Im Vergleich zum Vortag ist ein weiterer Todesfall hinzugekommen. Insgesamt gibt es damit in Schwaben 179 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19.

    07.05.2020, 13.45 Uhr: Augsburg bereitet sich auf mögliche zweite Corona-Welle im Herbst

    Die Führungsgruppe Katastrophenschutz der Stadt Augsburg bereits sich bereits auf eine mögliche zweite Welle des Coronavirus in einigen Monaten vor. Aktuell sei genügend Schutzausrüstung vorhanden, sagte Oberbürgermeisterin Eva Weber auf einer Pressekonferenz. Jetzt werde Material eingelagert, um im Herbst, wenn die zweite Corona-Welle erwartet wird, vorbereitet zu sein.

    Aktuell hat sich die Lage in Augsburg der Oberbürgermeisterin zufolge deutlich entspannt. Im Uniklinikum werden noch 15 mit dem Coronavirus infizierte Patienten behandelt. Laut Weber liegt die Zahl derjenigen, die beatmet werden müssen, im unteren einstelligen Bereich.

    06.05.2020, 16.00 Uhr: Corona-Krise erschwert Flüchtlingsberatung

    Die Corona-Krise sorgt bei der Flüchtlings-, Asyl- und Migrationsberatung der Caritas im Bistum Augsburg für schwierige Bedingungen. Statt in den Beratungsbüros der Flüchtlingsunterkünfte direkt mit den Betroffenen reden zu können, muss jetzt per Telefon oder Mail kommuniziert werden. Ohne deutsche Sprachkenntnisse sei das nicht einfach, so die Beraterinnen der Caritas. Auch anerkannten Flüchtlingen und Menschen mit Migrationshintergrund fehle oft der Zugang zum Internet, schreibt die Caritas in einer Pressemitteilung. Besonders schlimm sei die Situation für psychisch erkrankte Flüchtlinge und Asylbewerber, die aktuell keine Therapien machen könnten.

    06.05.2020, 15.30 Uhr: Nur fünf Neuinfektionen mit Corona in Schwaben - vier weitere Todesfälle

    Das Landesamt für Gesundheit meldet im Regierungsbezirk Schwaben im Vergleich zu gestern fünf neue Coronafälle. Damit infizierten sich seit Beginn der Pandemie insgesamt 3.695 Menschen mit dem Virus. 178 Menschen, die sich angesteckt hatten, sind gestorben. Ihre Zahl liegt damit in Schwaben um vier höher als gestern.

    06.05.2020, 12.10 Uhr: Günzburger Legoland will Ende Mai wieder öffnen

    Ab dem 30. Mai 2020 dürfen laut Staatsregierung Freizeitparks in Bayern unter Auflagen wieder öffnen. Das Legoland Deutschland in Günzburg plant, an diesem Tag den Betrieb wieder aufzunehmen. Laut der Pressesprecherin des Parks, Marion Pachmann, soll bis dahin ein bereits erarbeiteter Maßnahmenkatalog angepasst werden. Mit den Behörden muss nun etwa abgesprochen werden, ob im Park generell Mund und Nase bedeckt werden müssen und wie ein Abstandskonzept in den Fahrgeschäften umgesetzt werden kann. Zum Legoland gehört auch ein Feriendorf mit Hotels und Bungalows – auch dort werden Corona-Maßnahmen getroffen.

    06.05.2020, 11.45 Uhr: Corona-Zahlen in Augsburg bleiben zweiten Tag in Folge stabil

    In Augsburg bleibt die Zahl der gemeldeten Corona-Infektionen bei 385. Wie das Gesundheitsamt mitteilte, wurden den zweiten Tag in Folge keine neue COVID-19-Infektion gemeldet. 334 Augsburger, bei denen das Virus nachgewiesen wurde, sind bereits wieder genesen.

    06.05.2020, 7.00 Uhr: Augsburger Kulturzentrum Kresslesmühle startet "Mühle Home Edition"

    Die Augsburger Kresslesmühle startet heute eine digitale Konzertreihe. Zum Auftakt der "Mühle Home Edition" ist ab 20.00 Uhr das Konzert der Jazz-Band "Los Molineros" auf der Internetseite des Kulturzentrums abrufbar.

    Für die Künstler der Kresslesmühle ist die Aktion eine Möglichkeit, endlich wieder aufzutreten – auch wenn das Publikum zuhause am Computer oder Smartphone zuschaut. Außerdem bekommen die Künstler eine kleine Aufwandsentschädigung.

    Etwa ein Mal in der Woche will die Kresslesmühle jetzt auf ihrer Homepage ein rund 15-minütiges Konzert veröffentlichen. Neben den Musikern sollen sich dann auch Mieter und Vereine der Mühle vorstellen und auch die Zuschauer können mitmachen: Unter dem Motto "Die Mühle und ich" sind Geschichten gesucht, die man dichten, trommeln oder rappen kann.

    05.05.2020, 18.00 Uhr: Augsburger Textil- und Industriemuseum öffnet wieder

    Im Textil- und Industriemuseum (tim) geht kommende Woche die Corona-bedingte Pause zu Ende. Wie Direktor Karl Borromäus Murr dem BR jetzt mitteilte, kann das staatliche Museum ab Dienstag (12.5.) wieder besucht werden. Murr verspricht den Besucherinnen und Besuchern eine Reihe kultureller Highlights in nächster Zeit. Ab 19. Mai ist nach seinen Worten die neue Sonderausstellung "Amish Quilts meet Modern Art" zu sehen.

    05.05.2020, 16.30 Uhr: IHK Schwaben fordert faire Wettbewerbsbedingungen

    Die IHK Schwaben begrüßt die von der Bayerischen Staatsregierung angekündigten Lockerungen für Wirtschaft, Hotellerie und Gastrogewerbe in der Corona-Krise. "Mit dem Bayernplan hat die Staatsregierung weiteren Teilen der bayerisch-schwäbischen Unternehmen aus Produktion, Handel und Dienstleistungen eine inhaltliche und zeitliche Perspektive für den Re-Start gegeben", teilt Marc Lucassen, Hauptgeschäftsführer der IHK Schwaben mit. Damit hätten diese Branchen einen bis Pfingsten gültigen und zugleich flexiblen Fahrplan. Dieser Schritt sei richtig und zwingend notwendig gewesen. Für Bayerisch-Schwaben sei besonders das schrittweise Hochfahren von Hotellerie und Gastronomie wichtig sowie die Stärkung der Automobilindustrie und damit der regionalen Zulieferer. "Wir setzen auf faire Wettbewerbsbedingungen mit unseren Nachbarn in Baden-Württemberg und nach Wiederöffnung der Grenzen zu Österreich", teilt die IHK Schwaben weiter mit.

    05.05.2020, 15.35 Uhr: 14 neue Infektionen in Schwaben

    Nur 14 neue Infektionen mit dem Coronavirus in ganz Schwaben hat das Bayerische Landesamt für Gesundheit in den vergangenen 24 Stunden (Stand: 05.05., 10.00 Uhr) verzeichnet. Damit haben sich bisher insgesamt 3.690 Personen mit dem Sars-CoV-2 Erreger infiziert. Weitere zwei infizierte Personen sind gestorben, so dass die Zahl der Todesopfer auf 174 steigt. Die Fallzahl pro 100.000 Einwohnern liegt in Schwaben bei 195,47 - das ist weiterhin der niedrigste Wert aller Regierungsbezirke.

    05.05.2020, 10.30 Uhr: Spendenaktion für freie Kulturinstitutionen in Augsburg

    Als Zeichen der Solidarität mit den freien Kulturinstitutionen hat der Orchestervorstand der Augsburger Philharmoniker die Spendenaktion "Kultur hält zusammen" ins Leben gerufen. Nach nur zwei Wochen haben die Musiker ihr erstes Spendenziel erreicht und 10.000 Euro gesammelt. Als erste Institutionen bekamen das Sensemble Theater und die Bayerische Kammerphilharmonie jeweils 5.000 Euro. Mit dem Kulturamt der Stadt Augsburg laufen nach Angaben des Orchestervorstandes bereits Gespräche, um weitere Ensembles auszuwählen, die unterstützt werden sollen. Die Augsburger Philharmoniker selbst gehören zum Staatstheater Augsburg.

    4.5.2020, 15.30 Uhr: 162 Anzeigen in Nordschwaben am langen Wochenende

    Die Polizei in Nordschwaben war am langen Wochenende wieder verstärkt im Einsatz, um die Ausgangsbeschränkungen und das Kontaktverbot zu überprüfen. In ganz Nordschwaben wurde dabei nach Polizeiangaben in den vergangenen vier Tagen gegen 162 Personen Anzeige erstattet. Die meisten Verstöße gab es in Augsburg mit 89 Personen. Es gab zum Beispiel einige Haus-Partys, etwa am Samstagmorgen in der Augsburger Innenstadt. Dort versteckten sich mehrere Personen zunächst auf einem angrenzenden Dach vor der Polizei. Die Beamten trafen in der Wohnung aber letztlich zehn Personen aus verschiedenen Hausständen an, die miteinander gefeiert hatten.

    Neben den Ausgangsbeschränkungen kontrolliert die Polizei, ob die Menschen in Geschäften und in öffentlichen Verkehrsmitteln wie vorgeschrieben Mund und Nase bedecken. Insgesamt habe sich der überwiegende Teil der Bevölkerung daran gehalten, so die Polizei. Allerdings mussten die Beamten immer wieder an Haltestellen wartende Personen darauf hinweisen, dass die Masken-Pflicht bereits dort gilt.

    4.5.2020, 08.45 Uhr: Zahnärzte im Landkreis Dillingen wieder im Normalbetrieb

    Viele der 38 Zahnarztpraxen im Landkreis Dillingen gehen wieder in den Normalbetrieb. Sie sind also nicht mehr nur für Notfälle da, sondern auch für Routinekontrollen oder Zahnreinigungen. Möglich sei das, weil die Praxen inzwischen mit Schutzkleidung ausgestattet seien. Anfangs habe die Politik die Zahnärzte komplett im Regen stehen lassen, kritisiert Gerhrad Frieß, Sprecher der Zahnärzte im Landkreis Dillingen. Deshalb hätten sie sich selbst Schutzausrüstung besorgt und gegenseitig geholfen. Inzwischen haben man auch vom Landratsamt Masken bekommen. Frieß hofft nun, dass die Patienten ihre Termine auch einhalten. Er habe seine Praxis schon länger geöffnet – viele seien aber nicht gekommen, weil sie dachten, es sei zu. Wer Symptome einer Corona-Erkrankung aufweist, muss sich allerdings in speziellen Praxen in Memmingen, Augsburg oder an der Uniklinik in Ulm behandeln lassen.

    4.5.2020, 08.30 Uhr: Wieder Publikumsverkehr in Landratsämtern Günzburg und Neu-Ulm

    In den Landratsämtern Günzburg und Neu-Ulm sind ab dieser Woche wieder eingeschränkt Vor-Ort-Termine möglich. Allerdings sei es nach wie vor erforderlich, persönliche Kontakte auf das unbedingt notwendige Maß zu begrenzen, so der stellvertretende Pressesprecher des Landkreises Günzburg, Meinrad Gackowski. Viele Behördenangelegenheiten, etwa Kfz-Zulassungen, könnten online erledigt werden. Falls es notwendig sei, persönlich zu erscheinen, müsse ein Termin vereinbart werden. Vor Ort muss außerdem eine Schutzmaske getragen werden. Menschen, die an Corona erkrankt sind oder entsprechende Anzeichen zeigen, dürfen die Landratsämter nicht betreten. Das Landratsamt Neu-Ulm bittet außerdem um Geduld. In der letzten Zeit hätten sich viele Anfragen gehäuft. Nicht jede Kundin oder jeder Kunde kriege deshalb gleich einen Termin, so Andrea Kocev, die Leiterin der Kfz-Zulassungsstelle am Landratsamt Neu-Ulm. Zulassungen, die nicht zwingend notwendig sind, sollten deshalb auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden.

    3.5.2020, 14.40 Uhr: Weiterer Corona-Patient verstorben

    In Schwaben sind laut den aktuellen Zahlen des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit mittlerweile 171 Menschen an oder mit SARS-CoV-2 gestorben, das ist ein Todesfall mehr als gestern.

    3.5.2020, 14.40 Uhr: Zwei neue Infektionen in Schwaben

    Infiziert haben sich laut dem Landesamt für Gesundheit bislang insgesamt 3673 Menschen in Schwaben, das sind zwei mehr als gestern. Schwaben ist nach wie vor der Bezirk mit den wenigsten SARS-CoV-2-Infizierten im Verhältnis zur Einwohnerzahl.

    3.5.2020, 12 Uhr: Verstoß gegen Ausgangsbeschränkungen - Party mit Feuerwerk

    Heute Nacht gegen ein Uhr ist die Polizei nach Aufheim im Landkreis Neu-Ulm gerufen worden, wie das Polizeipräsidium Neu-Ulm heute mitteilte. Dort feierte ein Mann seinen Geburtstag inklusive Feuerwerk, laut Polizei ein illegales Feuerwerk. Dem Polizeibericht zufolge beleidigte der Gastgeber die Beamten als sie die Personalien der Party-Teilnehmer aufnehmen wollten. Die Partygäste erhielten Ordnungswidrigkeitenanzeigen wegen Verstößen gegen die bestehende Rechtsverordnung, da sie ihre eigene Wohnung ohne triftigen Grund verlassen hatte. Außerdem erwarten den Gastgeber Anzeigen wegen Beamtenbeleidigung und wegen eines Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz.

    2.5.2020, 18 Uhr: 150 Menschen bei abgesagter Demo in Memmingen

    Zu einer Demo auf dem Memminger Parktplatz gegen die Einschränkung von Grundrechten sind laut Polizei am Samstag, 2.5., zwischen 16 und 17 Uhr ca. 150 Teilnehmer gekommen, obwohl die Demonstration von der Anmelderin selbst abgesagt worden war. Unter den Teilnehmern war auch die Anmelderin der ursprünglichen Demo. Von der Stadt Memmingen wurde die Zusammenkunft als neue Versammlung gewertet, die unter den zuvor erlassenen Auflagen, vor allem der Einhaltung der persönlichen Abstände, durchgeführt werden kann. Eine Versammlungsleitung gab sich der Polizei zufolge nicht zu erkennen, die Versammlung verlief aber ausgesprochen friedlich. Auch die persönlichen Abstände wurden eingehalten. Nach der Demo sprach die Polizei allerdings Platzverweise aus, da sich laut den Beamten einige Teilnehmer nicht rasch genug vom Versammlungsort entfernt hatten. Die Polizei Memmingen prüft nun gemeinsam mit der Stadt Memmingen, ob wegen der fehlenden Anmeldung Verstöße gegen das Versammlungsgesetz vorliegen.

    2.5.2020, 17 Uhr: Flugbetrieb wird beim Allgäu Airport wird langsam hochgefahren

    Der Allgäu Airport Memmingen fährt seinen Betrieb langsam wieder hoch. Am Samstag sei erstmals seit der Einstellung des regulären Flugbetriebs wieder eine Maschine gestartet und gelandet, teilte der Flughafen mit. Weitere Flüge sollen folgen. In Memmingen dürfen nur Passagiere mit Ticket das Terminal betreten, an den Schaltern sind Spuckschutz-Vorrichtungen installiert und auch an Bord der Flugzeuge herrschen strenge Hygienevorschriften. In den nächsten Tagen seien weitere Flüge nach Sofia sowie ins bulgarische Varna und nach Kiew in der Ukraine geplant.

    2.5.20, 16.50 Uhr: Großer Andrang bei Demo gegen Grundrechte-Einschränkungen in Krumbach

    Trotz des schlechtens Wetter sind laut Polizei am Samstagnachmittag in Krumbach deutlich mehr Menschen zu einer Demonstration gegen die Einschränkung der Grundrechte gekommen als angemeldet waren. Die zweite Demo im Stadtgarten zum Thema fand zwischen 15 und 16 Uhr statt und war für 50 Menschen genehmigt. Nach Angaben der Polizei war die Höchstteilnehmerzahl sehr schnell erreicht und an den einzelnen Zugängen des Stadtgartens liefen noch ca. 450 Bürger auf, die auch zur Bühne wollten. Nachdem die Polizei und Ordner den Bürgern den Zugang zur Demo verwehrt hatten, positionierten sich die Menschen rund um den Stadtgarten, um die Redebeträge hören zu können. Trotz einiger missmutiger Kommentare blieb die Veranstaltung friedlich, auch die ausgeschlossenen Bürger hatten laut Polizei letztendlich Verständnis dafür, dass ihnen der Zutritt verwehrt wurde.

    2.5.20, 15.10 Uhr: Corona-Demos in Kempten und Buchloe

    Die für den heute geplante Demonstration unter der Überschrift „Einschränkungen der Grundrechte aufheben“ wurde von den Organisatoren kurz vor Beginn bei der Kemptener Polizei abgesagt. Sie konnten die von der Stadt geforderten Auflagen für die Kundgebung nicht sicherstellen. Einige Teilnehmer hatten die Absage nicht mitbekommen, sie wurden von Polizeibeamten darauf aufmerksam gemacht und folgten zum großen Teil deren Anordnungen. Die musste allerdings auch einige Platzverweise und Anzeigen aussprechen. Zu einer Demonstration am Bahnhofsvorplatz von Buchloe unter dem Motto „Covid 19 - geben wir zu viel Freiheit auf?“ kamen etwa 35 Teilnehmer. Laut Polizei wurde die Veranstaltung von wenigen Schaulustigen aufmerksam beobachtet. Das Verhalten der Versammlungsteilnehmer und der sonstigen Zuschauer war insgesamt vorbildlich, so die Polizei.

    2.5.20, 14.50 Uhr: 14 neue Corona-Fälle in Schwaben

    Das Landesamt für Gesundheit meldet heute 3.671 bekannte Corona-Fälle in Schwaben. Das sind 14 mehr als gestern. Schwaben ist weiterhin gemessen an der Bevölkerungszahl der am wenigsten betroffene bayerische Regierungsbezirk. Gemeldet wurde auch ein weiterer Todesfall aus Augsburg.

    2.5.2020, 8 Uhr: Freinacht fällt im Raum Augsburg wegen Corona praktisch aus

    In Augsburg und den Landkreisen Augsburg, Aichach-Friedberg und Donau-Ries musste die Polizei nur selten in Zusammenhang mit der Freinacht ausrücken. Wie auch in den letzten Wochen hielten sich laut Polizei fast alle Bürger an die aktuellen Bestimmungen. Streiche oder gemeinsame Streifzüge blieben die Ausnahme.

    1.5.20, 14.41 Uhr: 16 weitere Fälle in Schwaben

    Aktuell gibt es in Schwaben 3.657 bekannte Corona-Fälle. Das hat das Landesamt für Gesundheit am Freitag mitgeteilt. Damit ist die Zahl der Infizierten innerhalb eines Tages um 16 gestiegen. Nach wie vor ist Schwaben - gemessen an der Bevölkerungszahl - der am wenigsten betroffene bayerische Regierungsbezirk. Die Zahl der Corona-Toten liegt in Schwaben jetzt bei 169. Damit sind zwei weitere Tote zu beklagen.

    30.4.20, 19.59 Uhr: in Augsburg Kurzarbeit in jeder dritten Firma

    In Schwabens größter Stadt hat seit Beginn der Corona-Pandemie offenbar mehr als ein Drittel aller Unternehmen Kurzarbeit angemeldet. Das hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten am Donnerstag mitgeteilt. Die NGG beruft sich auf Zahlen der Bundesagentur für Arbeit (BA). Danach haben bis Ende April 2.838 der insgesamt 7.727 Betriebe in der Stadt Kurzarbeitergeld bei der BA beantragt.

    Besonders betroffen sei das Gastgewerbe. "Es ist an der Zeit, dass die Politik jetzt überlegt, wie die Branche wieder langsam anlaufen kann. Aber der Gesundheitsschutz für Beschäftigte und Gäste muss an oberster Stelle stehen", sagt Tim Lubecki von der NGG-Region Schwaben. Restaurants und Hotels könnten nur wieder öffnen, wenn die Behörden genau kontrollierten, ob die Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten werden.

    30.4.20, 17.30 Uhr: Lage in Pflegeheim in Waal entspannt sich

    Nach Angaben des Landratsamts Ostallgäu entspannt sich die Lage im Pflegeheim in Waal langsam. Für den Großteil der Bewohner endete inzwischen die Quarantäne im Heim. Auch Bewohner, die wegen Corona ins Krankenhaus mussten, konnten mittlerweile zurückverlegt werden. "Die jüngsten Testergebnisse waren erfreulich", sagte Landrätin Maria Rita Zinnecker. Von den 31 Bewohnern auf der Isolierstation wurden zwei Drittel aus der Quarantäne entlassen, weitere werden aller Voraussicht in den nächsten Tagen folgen.

    Von den Mitarbeitern wurden laut Landratsamt bei den jüngsten Tests 50 negativ getestet, nur noch ein Mitarbeiter ist positiv. Die Verstorbenen und deren Angehörige dürfe man aber keinesfalls vergessen, betonte die Landrätin. Ihnen gehöre die Anteilnahme des Landkreises und seiner Bürgerinnen und Bürger. In dem Heim waren sieben Menschen an Corona gestorben, sechs Bewohner und ein Mitarbeiter. "Wir hoffen nun, dass die Bewohner und Mitarbeiter in Waal wieder ein wenig in den Alltag zurückfinden können. Normalität wird sich angesichts der Todesfälle natürlich noch eine geraume Zeit nicht einstellen", sagte Zinnecker. Sie bekräftigte, dass die pflegerische und medizinische Versorgung in der schweren Zeit dank des Einsatzes der Mitarbeiter und des Heimarztes großartig gewesen sei.

    30.4.20, 13.45 Uhr: Auch Azubis wegen Krise in Kurzarbeit

    Die wirtschaftlichen Probleme infolge der Corona-Krise treffen zunehmend auch Auszubildende. Was früher nicht möglich war, ist nun unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt: Betriebe dürfen auch Azubis in Kurzarbeit schicken. Wie der Hotel- und Gaststättenverband mitteilt, stand der betriebliche Nachwuchs bislang unter einem besonderen Schutz. Nun aber kann nach einem Ablauf von sechs Wochen bzw. 30 Arbeitstagen ein Betrieb auch für seine Auszubildenden Kurzarbeitergeld erhalten.

    Allerdings, so stellt die Industrie- und Handelskammer Schwaben klar: Der Zweck der Beschäftigung des Auszubildenden ist in erster Linie die Ausbildung, nicht die Arbeitsleistung. Ausbildung sei in den meisten Fällen auch noch dann möglich, wenn keine Arbeitsleistung mehr erbracht werden könne. Deshalb fand für die meisten Azubis in Schwaben auch weiterhin der Berufsschulunterricht statt, wenn auch in digitaler Form.

    Mit der Öffnung der Schulen für Abschlussklassen kehrt auch für etliche Azubis ein Stück Alltag zurück. Die Lage am Ausbildungsmarkt bleibe insbesondere wegen der Corona-Krise angespannt, so Wolfgang Haschner, Leiter des Fachbereichs Ausbildung bei der IHK Schwaben. Aufgrund der konjunkturellen Abschwächung habe sich schon zu Jahresbeginn ein leichter Rückgang bei der Zahl der Ausbildungsverhältnisse für September angedeutet.

    "Mit der Corona-Pandemie ist der Abschluss neuer Verträge nochmals gesunken", sagt Haschner in einer Mitteilung der IHK. Viele Bewerbungen lägen auf Eis. Andererseits zeigt ein Blick in die Lehrstellenbörse der IHK, dass derzeit noch mehr als 1.000 Ausbildungsstellen unbesetzt sind. Aktuell erlernen knapp 23.000 junge Leute in Schwaben einen IHK-Beruf.

    29.4.20, 15.36 Uhr: Neun weitere Corona-Infizierte im Seniorenheim in Bissingen

    Trotz umfänglicher Schutzmaßnahmen ist die Anzahl der infizierten Bewohner im pro Seniore Bissingen weiter angestiegen, das teilte das Landratsamt mit. Weitere neun Menschen wurden posititiv auf das Virus getestet. Sie leben im sogenannten beschützenden Bereich und waren beim täglichen Screening aufgefallen. Sie zeigten Symptome wie leicht erhöhte Temperatur, allgemeine Schwäche und Husten. In Absprache mit der Einrichtung und den gesetzlichen Betreuern legte das Gesundheitsamt Maßnahmen zur Unterbringung der Bewohner des beschützenden Bereichs fest, zeitnah sollen alle Mitarbeiter und Bewohner der Einrichtung wieder getestet werden – auch um festzustellen, wer davon als genesen gilt.

    29.4.20, 15.36 Uhr: Ein weiterer Todesfall in Schwaben

    Nach den neuen Zahlen des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit sind in Schwaben mittlerweile 165 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben, einer mehr als gestern. Die Zahl der mit Corona infizierten Menschen in Schwaben ist laut Landesamt seit gestern um 11 gestiegen, auf 3612.

    29.4.20, 15.30 Uhr: Augsburger Hospital-Stift gibt Corona-Entwarnung

    Aufatmen im Hospital-Stift. Nachdem ein positiv auf das Corona-Virus getesteter 83-jähriger Bewohner der städtischen Einrichtung vergangene Woche gestorben ist, teilt die Stadt nun mit: Es hat sich keine Kontaktperson des Mannes mit dem Virus infiziert. Der 83-jährige verstorbene Mann hatte im Paritätischen Hospital-Stift gewohnt und war seit Mitte April im Krankenhaus wegen einer chronischen Erkrankung behandelt worden. Vor seiner Rückkehr in die Senioreneinrichtung war er zur Sicherheit auf SARS-CoV2 getestet worden, der Test war positiv ausgefallen. Kurz darauf verschlechterte sich der Gesundheitszustand des Mannes rapide und er starb innerhalb weniger Tage. Deswegen wurden im Hospital-Stift umgehend alle Kontaktpersonen des Mannes ausfindig gemacht und auf eine Ansteckung hin getestet. Das Ergebnis: Keiner der Mitarbeiter scheint sich infiziert zu haben.

    29.4.20, 15 Uhr: Kurzarbeitergeld-Aufstockung - Gewerkschaft kritisiert Ihle

    Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten, kurz NGG, kritisiert in einer Mitteilung, dass es die Großbäckerei Ihle, im Gegensatz zu anderen Unternehmen, ablehnt, das Kurzarbeitergeld ihrer Mitarbeiter generell aufzustocken. Geschäftsführer Wilhelm-Peter Ihle sagte dagegen, die meisten seiner Mitarbeiter hätten nur geringfügige Einbußen durch die Kurzarbeit. Sie wären auf 85 bis 95 Prozent ihres regulären Gehalts gekommen. Von rund 3.500 Mitarbeitern seines Unternehmens seien lediglich 18 von einem Totalausfall des monatlichen Gehalts betroffen, etwa weil sie als Bedienung nicht mehr in den Cafés arbeiten könnten. Mit ihnen suche er nach individuellen Lösungen, um ihr Kurzarbeitergeld von 60 bis 67 Prozent auf etwa 80 Prozent aufzustocken. Wilhelm-Peter Ihle zieht die individuelle Regelung einer von der Gewerkschaft geforderten generellen tarifvertraglichen Vereinbarung vor.

    29.4.20, 10.32 Uhr: Mitarbeiter von Reisebüros demonstrieren

    Die Grenzen dicht, Urlaubsreisen hinfällig, viele Geschäftsreisen ebenfalls. Auch Reisebüros bekommen die Corona-Krise zu spüren. Für Mittwoch haben die Mitarbeiter der Reisebranche bundesweit zu Demonstrationen aufgerufen. Auch in Kempten ist eine Kundgebung geplant. Unter dem Motto: "Wir zeigen Gesicht! Rettet die Reisebüros - rettet die Touristik!" wollen die Teilnehmenden für staatliche Hilfen kämpfen, wie es in dem Demo-Aufruf heißt.

    Die Tourismusbranche bestehe nicht nur aus Konzernen wie TUI und Lufthansa, sondern auch aus kleinen und mittelständischen Unternehmen und Reiseveranstaltern. Doch viele von ihnen stünden vor dem Aus, heißt es weiter, weil die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie den Tourismus in Deutschland und weltweit in einem beispiellosen Ausmaß träfen. Die Organisatoren fordern in ihrem Aufruf unter anderem eine staatlich finanzierte Soforthilfe für alle Arten touristischer Unternehmen.

    29.4.20, 7.01 Uhr: Augsburger Uniklinik fährt Corona-Kapazitäten zurück

    Die Augsburger Uniklinik reagiert auf die sinkende Zahl von Neuinfektionen. Dort werden jetzt mehr Kapazitäten für die Behandlung von Krankheiten frei, die nicht im Zusammenhang mit Corona stehen. Die Uniklinik wird zum Beispiel einen von drei speziell für Corona-Patienten eingerichteten Intensivbereiche mit jeweils 12 Betten wieder auflösen. Das heißt: Er wird wieder für Patienten genutzt werden können, die aus anderen Gründen intensiv behandelt werden müssen.

    Außerdem waren mehrere "Normalpflegestationen" an der Augsburger Uniklinik wegen Corona geschlossen worden, um Personal zu schonen oder für die Betreuung von Überwachungspatienten zu schulen. Auch eine solche Station ist jetzt wieder geöffnet worden. Wegen der Corona-Pandemie waren zudem Operationen verschoben worden. Damit kamen Patienten auf eine Warteliste, die jetzt abgearbeitet werden soll. Dennoch sei an einen normalen Klinikalltag auch in den nächsten Monaten nicht zu denken, heißt es von der Uniklinik.

    28.4.20, 19.21 Uhr: Zahl der Corona-Toten um zwölf gestiegen

    In Schwaben haben sich bis Dienstag 3.601 Menschen mit Sars-CoV-2 angesteckt. Laut Landesamt für Gesundheit ist die Zahl der Infizierten damit im Vergleich zum Vortag um zehn angestiegen. Damit gibt es in Schwaben nach wie vor bayernweit - gemessen an der Einwohnerzahl - die wenigsten bekannten Corona-Fälle. Die Zahl der Toten stieg um zwölf auf 164.

    28.4.20, 17.03 Uhr: FCA-Spieler wollen auf Teile ihres Gehalts verzichten

    Der FC Augsburg zieht finanzielle Konsequenzen aus der Coronakrise. Wie der Bundesligist am Dienstag bekanntgegeben hat, sind Management und Mannschaft bereit, auf Teile ihres Gehalts zu verzichten. Damit reagiert der FCA darauf, dass im Moment kein Ball in der Fußball-Bundesliga rollt. Selbst wenn der Spielbetrieb – wenn auch ohne Zuschauer – in absehbarer Zeit wieder aufgenommen werden sollte, müsste der Verein nach eigenen Angaben bis Jahresende mit Einnahmeverlusten im zweistelligen Millionenbereich rechnen.

    "Es war von Anfang an klar, dass zum Überstehen dieser Situation viele Ihren Beitrag leisten und wir den Gürtel in vielen Bereichen enger schnallen müssen", betont FCA-Geschäftsführer Michael Ströll. Man wolle die Krise aus eigener Kraft überstehen und nicht auf staatliche Hilfen wie Kurzarbeit zurückgreifen. Neben der Geschäftsführung und Chef-Trainer Heiko Herrlich habe auch die Mannschaft signalisiert, auf Gehalt zu verzichten. Dem haben sich laut Mitteilung das komplette Trainer- und Funktionsteam sowie die Abteilungsleiter des FCA angeschlossen.

    "Es ist uns bewusst, dass wir diese herausfordernden Zeiten nur gemeinsam überstehen werden", betont Ströll. Der Gehaltsverzicht solle auch der Aktion #augsburghältzusammen2020 zugutekommen. Im Rahmen dieser Initiative werden regionale Restaurants, Kneipen und Geschäfte in der Coronakrise unterstützt.

    28.4.20, 16.00 Uhr: Donautal-Radelspaß wird verschoben

    Der Donautal-Radelspaß wird auf kommendes Jahr verschoben. Das Rad-Event, an dem seit 15 Jahren jeden Sommer tausende Radfahrer teilnehmen, fällt heuer aufgrund der Corona-Pandemie aus. Damit wird dem Beschluss der Bundesregierung entsprochen, dass bis mindestens 31. August 2020 keine Großveranstaltungen durchgeführt werden dürfen. Aktuell ist noch unklar, ob dieses Verbot verlängert wird. Nach Rücksprache mit dem Dillinger Landrat Leo Schrell und der Stadt Wertingen wurde entschieden, dass die Veranstaltung im kommenden Jahr in Wertingen stattfinden wird. Eigentlich sollte das Event ja schon heuer dort angesiedelt sein. Der neue Termin wurde bereits festgelegt: Im Jahr 2021 findet der 16. Donautal-Radelspaß am 11. und 12. September statt.

    28.4.20, 10.30 Uhr: Produktion beim Traktorenhersteller Deutz-Fahr wieder angelaufen

    Beim Traktorenhersteller Deutz-Fahr in Lauingen wird wieder produziert: Wie ein Unternehmenssprecher bestätigte, seien die Bänder gestern wieder angelaufen. In Kurzarbeit seien nur noch einige wenige der insgesamt rund 680 Mitarbeiter, insbesondere im administrativen Bereich. Etwa 70 Prozent arbeiten damit wieder normal, bei den restlichen 30 Prozent würde man „langsam wieder hochfahren“, teilweise mit Gleitzeit, teilweise mit Kurzarbeit. Da die Lieferketten weitgehend wieder hergestellt seien, könne man jetzt auch wieder produzieren. Die Nachfrage nach Traktoren sei die ganze Zeit über da gewesen, vorübergehend habe man versucht, sie mit bereits gebauten Traktoren aus dem Händlerbestand zu befriedigen. Seit Ende März waren die Bänder in Lauingen, dem nach Unternehmensangaben „modernsten Traktorenwerk Europas“, stillgestanden.

    28.4.20, 10.30 Uhr: Gespräche wegen Umsatzeinbußen bei Airbus Helicopters in Donauwörth

    Bei Airbus Helicopters in Donauwörth laufen zur Zeit, laut einem Unternehmenssprecher, Gespräche der Unternehmensleitung mit den Sozialpartnern wegen Umsatzrückgängen im Betrieb. Allerdings sei die Hubschraubersparte nicht so sehr betroffen wie die Flugzeugsparte. Hubschrauber würden weiter ausgeliefert. Die Situation im Hubschrauberbereich sei eine andere als in der Luftfahrt, da Hubschrauber in der Regel für hoheitliche Zwecke genutzt würden und vor allem an Behörden ausgeliefert würden, nicht an Unternehmen, so der Sprecher. Hier sehe er im Moment keinen drastischen Einbruch. Allerdings sind am Werk in Donauwörth auch etwa 500 Mitarbeiter mit der Fertigung von Türen und Toren für Airbus beschäftigt. Wie es in dem Bereich weitergeht, darüber verhandelt der Betriebsrat zur Zeit noch mit der Unternehmensleitung.

    28.4.20, 6.40 Uhr: Bayerische Landesausstellung auf unbestimmte Zeit verschoben

    Die Bayerische Landesausstellung hätte heute mit einem großen Festakt beginnen sollen. Wegen der Pandemie ist sie auf unbestimmte Zeit verschoben worden. Der Leiter des Hauses der Bayerischen Geschichte, Dr. Richard Loibl und sein Team hoffen, dass die Landesausstellung mit geringer Verspätung öffnen kann, das Ende der Ausstellungszeit steht unweigerlich mit dem 8. November bereits fest. Eine Verlängerung oder ein Verschieben ins nächste Jahr sei unter anderem wegen der Leihgaben nicht möglich, heißt es im Haus der Bayerischen Geschichte. Anders sieht es aus beim Rahmenprogramm des Tourismusverbandes Wittelsbacher Land. Denkbar sei, manche Veranstaltungen auch über den November hinaus in den Winter hinein zu verschieben, heißt es im Landratsamt Aichach-Friedberg.

    28.4.20, 6.30 Uhr: Stadt Augsburg gedenkt dem Ende des Zweiten Weltkriegs im Internet

    Die Stadt Augsburg gedenkt dieses Jahr dem Ende des Zweiten Weltkrieges im Internet, da wegen der Corona-Pandemie eine Gedenkstunde im goldenen Saal des Rathauses nicht möglich ist, wie die Stadt mitgeteilt hat. Am 28. April 1945 marschierten amerikanische Streitkräfte in die Stadt ein, damit war für Augsburg der Krieg beendet. Unter https://www.augsburg.de/augsburg.de/75jahrekriegsende wird der historisch wichtig Tag gewürdigt: In kurzen Videobotschaften geben Oberbürgermeister Kurt Gribl, die Historikerin Prof. Marita Krauss von der philologischhistorischen Fakultät der Universität Augsburg, die US-Generalkonsulin in München und Meghan Gregonis ihre Einschätzung zum Kriegsende in Augsburg ab. Außerdem bietet der Internetauftritt Hintergrundinformationen, Zahlen und historische Fotografien.

    27.4.20, 20.06 Uhr: FCA-Fans spenden 50.000 Euro

    Der FC Augsburg hat im Rahmen der Initiative "#augsburghältzusammen2020" eine digitale Spendenplattform ins Leben gerufen - gemeinsam mit "Augsburg Marketing". Das Ziel ist es laut FCA, regionalen Restaurants, Kneipen und Geschäften in der Coronakrise unter die Arme zu greifen. Wie der Bundesligist am Montag mitteilte, haben Fußball-Fans mittlerweile mehr als 50.000 Euro gespendet. Auf der Spendenplattform können sich Augsburger Unternehmen kostenfrei registrieren. Auf einer Karte können Fans dann auswählen, an welchen Betrieb sie spenden wollen. Inzwischen haben sich rund 60 Augsburger Restaurants, Kneipen und Einzelhändler auf der Seite registriert.

    27.4.20, 16.36 Uhr: Landesamt für Gesundheit meldet sieben weitere Corona-Tote in Schwaben

    In Schwaben haben sich nach aktuellem Stand 3.591 Menschen mit Sars-CoV-2 angesteckt. Das hat das Landesamt für Gesundheit am Montag bekanntgegeben. Damit liegt die Zahl der Infizierten jetzt um 15 höher als am Sonntag. Im Verhältnis zur Einwohnerzahl hat Schwaben nach wie vor die wenigsten Corona-Fälle aller bayerischen Regierungsbezirke. Bis Montag sind sieben weitere Infizierte gestorben. Damit stieg die Zahl der Corona-Toten in Schwaben auf 152.

    27.4.20, 12.52 Uhr: Stadt Friedberg meldet Kurzarbeit an

    Wegen Corona brechen der Stadt Friedberg Einnahmen aus der Einkommen- und der Gewerbesteuer in Höhe von rund 10 Millionen Euro weg. Jetzt meldet die Stadt Kurzarbeit an. Wie Bürgermeister Roland Eichmann bei der vergangenen Stadtratssitzung bekannt machte, soll das etwa für Mitarbeiter der Museumsaufsicht oder des Stadtbads, möglicherweise auch in der Ganztagsbetreuung an Schulen gelten. Betroffen sind demnach bis zu 60 von den insgesamt 420 städtischen Mitarbeitern. Die Kommune stockt, wie im Tarifvertrag vereinbart, das Kurzarbeitergehalt auf 95 Prozent des bisherigen Nettoentgelts auf. Diesen Vertrag namens "Tarifvertrag Covid" hatten die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände und die Gewerkschaften geschlossen.

    27.04.2020, 9.00 Uhr: Ausleihe in der Augsburger Stadtbücherei wieder möglich

    Spezieller Corona-Service: In der Augsburger Stadtbücherei können Nutzer ab heute wieder Bücher und andere Medien ausleihen. Nach Angaben der Stadtbücherei müssen sie sich dazu im Online-Katalog der Stadtbücherei anmelden und können dann bis zu zehn Bücher, Zeitschriften oder DvDs reservieren. Die Mitarbeiter der Stadtbücherei richten dann die Bestellung her, die die Nutzer am nächsten Tag unter Vorlage ihres Ausweises abholen können. Wer in die Bücherei kommt, muss neben dem Leseausweis eine eigene Tasche mitbringen und einen Mundschutz aufsetzen. Auch die Filialen in den Stadtteilen bieten diesen Service. Dort kann man telefonisch oder per Mail bestellen.

    27.04.2020, 8.00 Uhr: Verwaltungsgericht Augsburg - wieder reguläre Sitzungen

    Heute beginnt das Verwaltungsgericht Augsburg wieder mit regulären Sitzungen. Nach Angaben des Verwaltungsgerichts wird die Zahl der Verhandlungen fast das Niveau der Zeit vor Corona erreichen. Allerdings können nicht alle Sitzungssäle belegt werden, weil nicht alle ausreichend Platz für die Corona-Abstandsregeln bieten. Für Verhandlungen gelten die üblichen derzeit gültigen Vorschriften wie Mundschutzpflicht und Mindestabstand, so das Verwaltungsgericht.

    27.04.2020, 6.00 Uhr: Straßenbahnen in Augsburg fahren häufiger

    Die Stadtwerke Augsburg verdichten ab heute den Takt bei den Straßenbahnen an Werktagen weiter, denn ab heute dürfen die ersten Einzelhandelsgeschäfte wieder öffnen und die Schüler der Abschlussklassen wieder zum Unterricht. Weil die Stadtwerke mit mehr Fahrgästen rechnen, verdichten sie den Straßenbahntakt von 15 auf 7,5 Minuten untertags. Nachdem abends und an Sonntagen der ÖPNV kaum genutzt wird, so die swa, fahren die Straßenbahnen und Busse ab 20.30 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen im Halbstundentakt. Samstags gibt es wie bisher bei den Straßenbahnen und Bussen tagsüber in der Regel einen 15-Minuten-Takt. Die Stadtwerke wollen das Fahrgastaufkommen beobachten und gegebenenfalls zur Verstärkung weitere Busse und Straßenbahnen einsetzen.

    Mithilfe des Roboters "swa*lly" erinnern die swa ihre Kunden daran, dass ab heute in öffentlichen Verkehrsmitteln eine Maskenpflicht gilt.

    26.04.2020, 14.29 Uhr: Drei weitere Todesfälle in Schwaben

    Die Zahl der Personen, die sich in Schwaben mit dem neuartigen Corona-Virus angesteckt haben, ist auf 3576 gestiegen. Das sind 19 Personen mehr als noch am Vortag. Dies geht aus Zahlen hervor, die das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Nachmittag veröffentlicht hat. Zudem sind seit gestern drei Menschen in Schwaben gestorben, die mit dem Virus infiziert waren. Damit steigt die Zahl der Todesfälle in Schwaben auf insgesamt 145. Nach Angaben des LGL wurden die Todesfälle im Landkreis Aichach-Friedberg, im Landkreis Lindau sowie in Kempten gemeldet. Von den sieben bayerischen Regierungsbezirken hat Schwaben nach wie vor die mit Abstand niedrigste Fallzahl pro 100.000 Einwohner. Diese beträgt 189,43.

    26.04.2020, 13.38 Uhr: Streit an einem Augsburger Gabenzaun

    Ein Unbekannter hat sich am Freitagabend an einem Augsburger Gabenzaun reichlich bedient und anschließend einen 65-Jährigen attackiert. Wie die Polizei mitteilte, hatte der 65-Jährige den Unbekannten angesprochen und ihn gebeten, auch anderen Bedürftigen etwas übrig zu lassen. Daraufhin griff der Unbekannte den 65-Jährigen an und beschimpfte ihn. Zudem warf er sein Fahrrad in Richtung des 65-Jährigen und stieß ihn anschließend zu Boden. Der 65-Jährige wurde mit leichten Verletzungen am Bein ins Krankenhaus gebracht. Der Unbekannte wird im Polizeibericht als etwa 35 Jahre alt beschrieben, mit kräftiger Statur und stark hervortretendem Bauch, abgetragener Kleidung, einem beigen Basecap und einer bunten Umhängetasche. Der einen Meter 70 große Mann hat ein Fahrrad dabei. Zeugen sollen sich bei der Polizeiinspektion Augsburg Mitte melden.

    25.04.2020, 15.30 Uhr: Bissinger Seniorenheim meldet 16. Todesfall und neue Infektionen

    Im Seniorenheim "Pro Seniore" in Bissingen sind sechs weitere Bewohner positiv auf Covid-19 getestet worden. Wie das Landratsamt Dillingen mitteilte, ist zudem heute eine 85-jährige positiv getestete Bewohnerin verstorben. Es ist bereits der 16. Todesfall in Zusammenhang mit dem Coronavirus in der Einrichtung.

    Um die Ausbreitung des Virus in dem Seniorenheim in den Griff zu bekommen, wurden dort gestern in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt sogenannte Pandemiezonen eingerichtet. Auf der Grundlage des Konzeptes wurden die positiv getesteten Bewohner von Verdachtsfällen und von nachweislich nicht infizierten Bewohnern räumlich getrennt. Das Gesundheitsamt hatte bereits mit der Erkrankung der ersten Bewohnerin Isolierbereiche mit positiv und negativ getesteten Personen ausgewiesen. Seitdem werden auch alle Bewohnerinnen und Bewohner im Rahmen eines täglichen Corona-Screenings auf Symptome überwacht.

    25.04.2020, 14.30 Uhr: 3.557 gemeldete Corona-Infektionen in Schwaben

    Im Bezirk Schwaben ist die Zahl der gemeldeten Corona-Infektionen um 22 auf nun 3.557 Fälle gestiegen. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit mit. 142 Menschen sind in Schwaben laut LGL mittlerweile an den Folgen der Corona-Infektion gestorben. Im Vergleich zu gestern ist die Zahl der Toten damit um vier gestiegen.

    25.04.2020, 11.00 Uhr: Demonstration für Grundrechte in Kempten

    Vor der Residenz in Kempten findet heute eine Demonstration gegen die Aussetzung von Grundrechten wegen der Corona-Pandemie statt. Nach Angaben der Veranstalter haben Behörden und Polizei erlaubt, dass sich 20 Menschen an der Versammlung beteiligen dürfen. Alle müssen aber mindestens eineinhalb Meter Abstand voneinander halten.

    Die Organisatoren der Demonstration bezeichnen sich selbst als Gruppe überzeugter Demokraten und Demokratinnen. Sie betonen in einer Pressemitteilung, dass sie keiner politischen Partei oder Richtung angehören und distanzieren sich klar von jeglicher politisch-extremistischer Position. Man möchte die Gefahr, die von dem neuen Corona Virus ausgeht, nicht verharmlosen oder leugnen. Hauptanliegen sei, dass der Infektionsschutz niemals, auch nicht vorübergehend auf unbestimmte Zeit, den Schutz der verfassungsmäßigen Grundrechte einschränken dürfe und solle.

    24.04.2020, 17.00 Uhr: Mundschutz aus Polizei-Hemden

    Zwei Polizisten in Buchloe tragen künftig selbstgefertigten Mundschutz aus alten Diensthemden. Wie die Polizei heute mitteilte, sind auf den Mund-Nasen-Masken der Schriftzug Polizei und das Dienstwappen zu sehen. Die Idee hatte Polizeihauptmeisterin Heike Burger. Sie fragte eine Freundin, ob diese nicht aus den zerschlissenen Diensthemden sogenannte Community-Masken nähen könnte. Nun sind zumindest zwei Beamte mit einem farblich passenden Schutz ausgestattet, den sie benötigen, um Ladengeschäfte oder öffentliche Verkehrsmittel betreten zu können. Die anderen Kollegen müssten aber weiter mit normalen Masken vorlieb nehmen.

    24.04.2020, 15.00 Uhr: Sieben weitere Todesfälle in Schwaben

    Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit meldet sieben weitere Todesfälle in Schwaben. Damit sind mittlerweile 138 Personen an oder mit Covid-19 gestorben. Die Zahl der mit Corona infizierten Menschen ist in Schwaben im Vergleich zu gestern um 47 gestiegen. Nach Angaben des Landesamts für Gesundheit sind damit insgesamt 3535 Menschen mit dem neuen Virus infiziert worden.

    24.04.2020, 14.15 Uhr: Polizei in Nordschwaben registriert 167 Verstöße gegen Corona-Bestimmungen

    Das Polizeipräsidium Schwaben-Nord hat eine Bilanz der Verstöße gegen die Corona-Bestimmungen in dieser Woche gezogen. Seit Montag haben die Beamten insgesamt 167 Verstöße registriert. Dabei ging es vor allem um die Ausgangsbeschränkungen. So trafen die Beamten gestern Abend in einer Gaststätte in Schwabmünchen auf den Wirt, der mit zwei Gästen an einem Tisch Bier und Schnaps trank. Mehrfach mussten die Beamten auch eingreifen, weil es auf Balkonen und in Gärten zu Treffen mehrerer Menschen kam, die nicht alle unter einem Dach wohnen. Die Polizei kündigte an, auch die ab Montag geltende Maskenpflicht kontrollieren zu wollen.

    24.04.2020, 10.00 Uhr: Augsburger Zoo startet Spendenaktion

    Der Augsburger Zoo ist wegen der Corona-Pandemie geschlossen. Um die fehlenden Einnahmen zumindest etwas zu kompensieren, hat der Zoo eine Spendenaktion gestartet. Unterstützer können auf den Internetseiten des Zoos "virtuelle" Tickets ab zwei Euro erwerben. Wenn insgesamt 10.000 Tickets verkauft sind, wird der Zoo dafür ein Video seiner Tiere ins Internet stellen. Welche Tierart zu sehen sein wird, bestimmen die Unterstützer. In der ersten Runde der Aktion, die seit heute läuft, stehen Erdmännchen und Robben zur Auswahl.

    24.04.2020, 6.05 Uhr: Schwäbische Gastronomen beteiligen sich an Aktion "Leere Stühle"

    Vor vielen Restaurants werden heute Mittag leere Stühle auf die Lage der Gastronomen in der Corona-Pandemie aufmerksam machen. An der bundesweiten Aktion "Leere Stühle" wollen sich auch Gastronomen aus Schwaben beteiligen, etwa aus Augsburg und Nördlingen. Uli Raab vom Schlösslerestaurant in Nördlingen sagte dem BR, dass Gastronomen in den Monaten Februar und März regelmäßig auf Rücklagen zurückgreifen müssten. Wenn sie erst, wie befürchtet, im Juli öffnen dürften, würde das für die meisten von ihnen die Geschäftsaufgabe bedeuten. Raab geht davon aus, dass mindestens jeder dritte Gastronom nicht bis Juli durchhalten wird.

    23.4.2020, 15.17 Uhr: In Schwaben sechs Corona-Tote - Zahl der Infizierten steigt auf 3488

    Im Regierungsbezirk Schwaben sind sechs weitere Menschen an Corona gestorben. Insgesamt starben nach Angaben des Landesamts für Gesundheit 131 mit Corona infizierte Menschen. Die Zahl der Infizierten stieg im Vergleich zu gestern um 45 auf 3488.

    23.4.2020, 12.27 Uhr: Städtische Kitas in Augsburg "gut vorbereitet" auf schrittweise Öffnung

    Die Städtischen Kitas sind laut einer Mitteilung der Stadt gut auf die schrittweise Öffnung der Einrichtungen vorbereitet. So hat die Stadt die Räume der Kitas umgestalten lassen, damit "Infektionswege überschaubar" bleiben und die "pädagogischen Fachkräfte gezielt für die Bildung und Betreuung eingesetzt werden". Bislang waren die Räume in den Kitas nach Funktionen oder Themen wie "Atelier", "Bewegung" oder "Hauswirtschaft" eingeteilt, jetzt wurden die Zimmer in einzelne, kleinere Gruppenbereiche zusammengefasst. Ab Montag, 27. April, gilt bayernweit die erweiterte Notbetreuung auch in den städtischen Kitas.

    23.04.2020, 12.00 Uhr: Neu-Ulmer Lehrerinnen nähen Masken

    Fast hundert Lehrerinnen aus dem Landkreis Neu-Ulm sitzen seit zwei Wochen an der Nähmaschine: Sie nähen Atemschutzmasken für ihre Kolleginnen und Kollegen. Rund 2.000 Stück sind bereits fertig. Sie sind aus dem Stoff gemacht, aus dem normalerweise zertifizierte FFP2-Masken hergestellt sind. Nun sitzen die Lehrerinnen an weiteren Masken aus herkömmlichem Stoff mit einem Inlay aus FFP2-Material. Bis zur Öffnung der ersten Schulen am kommenden Montag wollen sie insgesamt 4.500 Masken produziert haben. Landrat Thorsten Freudenberger und Dr. Ansgar Batzner, der Leiter des Staatlichen Schulamts Neu-Ulm, reagierten begeistert und danken den Lehrerinnen für ihre "großartige" Leistung.

    23.04.2020, 10.45 Uhr: Gemeinsames Gebet und Fastenbrechen im Ramadan fällt aus

    Heute Abend beginnt der muslimische Fastenmonat Ramadan. Wegen der Corona-Pandemie können ihn die Gläubigen in diesem Jahr nicht so begehen wie gewöhnlich: Die gemeinsamen Gebete in der Moschee und das gemeinsame Fastenbrechen fallen aus. Mehmet Yalcin, der Vorsitzende des "Süleymaniye Moschee Integrations- und Bildungsvereins Kempten", sagte dem BR, die Gesundheit der Menschen stehe im Vordergrund. Nach seinen Worten wird es vielen Muslimen aber sehr schwer fallen, den Ramadan alleine oder höchstens im engen Familienkreis zu begehen. Das gemeinsame Gebet sei gerade während des Fastenmonats besonders wichtig. Yalcin hofft, dass das rituelle Festgebet nach dem Ende der Fastenzeit am 24. Mai 2020 in der Moschee in Kempten stattfinden kann.

    23.04.2020, 9.30 Uhr: HWK-Internetseite für Bezug von Virenschutz-Produkten

    Die Handwerkskammer für Schwaben listet auf ihrer Internetseite Handwerksbetriebe aus dem Bezirk auf, die Produkte rund um den Virenschutz anbieten. Zu finden sind zum Beispiel Maßschneider, die sogenannte Community-Masken anbieten. Auch Schreiner und Messebauer, die Hygieneschutz etwa für Verkaufstresen fertigen, sind aufgelistet. Schwäbische Betriebe, die ihre Daten auf der Internetseite veröffentlichen wollen, können sich bei der Handwerkskammer melden.

    23.04.2020, 8.30 Uhr: Flüchtlingshelfer kritisieren Diskriminierung beim Schulunterricht in Corona-Zeiten

    Die Dillinger Unterstützergruppe "Asyl/Migration Dillingen" kritisiert die Diskriminierung" von Geflüchteten und anderen Menschen beim Homeschooling. Nicht alle könnten am digitalen Unterricht teilnehmen, so der Verein in einer Pressemitteilung. Knapp ein Fünftel der dezentralen Flüchtlingsunterkünfte im Landkreis Dillingen sei nicht mit WLAN ausgestattet. Es fehle auch an entsprechenden Endgeräten für die Kinder. Problematisch sei außerdem, dass die Schüler in vielen Unterkünften schlichtweg keinen Ort hätten, an dem sie in Ruhe lernen könnten. Die Deutschkurse für die Erwachsenen seien inzwischen fast alle eingestellt, sodass sich viele wieder fast nur in ihrer Muttersprache unterhielten. Es bestünde deshalb die Gefahr, dass wichtige Fortschritte bei der Integration verloren gingen.

    22.04.2020, 15.15 Uhr: Fast 3.500 gemeldete Corona-Infektionen in Schwaben

    Die Zahl der gemeldeten Corona-Fälle in Schwaben liegt mittlerweile bei 3.443. Das teilt das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit mit. Im Vergleich zum Vortag ist das ein Plus von 26 Fällen. Eine weitere Person ist an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesopfer in Schwaben liegt damit bei 125.

    22.04.2020, 9.45 Uhr: Zahl der Todesfälle in Bissinger Seniorenheim steigt auf neun

    In einem Seniorenheim in Bissingen ist ein 83-Jähriger an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben. Das teilte das Landratsamt Dillingen mit. Es ist der neunte Todesfall im Zusammenhang mit Covid-19 in der Einrichtung.

    22.04.2020, 8.45 Uhr: Fridays For Future Augsburg sammelt Klima-Demo-Schilder

    Wegen der Corona-Krise kann der für Freitag (24.04.2020) geplante globale Klimastreik von Fridays For Future nicht auf den Straßen stattfinden. Die Bewegung will aber trotzdem demonstrieren: Fridays For Future Augsburg ruft daher – wie andere FFF-Gruppen – alle Menschen dazu auf, Demo-Schilder mit ihren Bitten und Forderungen zu basteln.

    Diese Schilder können bei verschiedenen Sammelstellen in Augsburg abgegeben werden, etwa in einem Unverpackt-Laden in der Prinzregentenstraße. Eine Übersicht über die Sammelstellen gibt es auf den Internetseiten von Fridays For Future Augsburg. Die Demoschilder wollen die Organisatoren dann am Freitag auf dem Augsburger Rathausplatz verteilen, um so auch in Corona-Zeiten Präsenz zu zeigen.

    22.04.2020, 7.00 Uhr: Maibaum-Aufstellen im Unterallgäu unter bestimmten Voraussetzungen möglich

    Trotz Corona-Krise dürfen im Landkreis Unterallgäu Maibäume aufgestellt werden. Das teilte das Landratsamt nach Rücksprache mit der Regierung von Schwaben mit. Aufgrund der Ausgangsbeschränkungen dürfen Maibäume aber nicht von Vereinen aufgestellt werden, sondern nur von den Mitarbeitern gemeindlicher Bauhöfe oder Firmen. Das Landratsamt schlägt vor, dass die Maibaum-Kränze von verschiedenen Familien getrennt zuhause angefertigt werden könnten. Maibaumfeste sind in diesem Jahr nicht möglich; auch auf das traditionelle Maibaumklauen muss verzichtet werden.

    21.04.2020, 15.32 Uhr: 3.417 bestätigte Corona-Infektionen in Schwaben

    Die Zahl der gemeldeten Corona-Fälle in Schwaben liegt mittlerweile bei 3.417. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit mit. Im Vergleich zum Vortag ist das ein Plus von 13 Fällen. Sieben weitere Menschen sind an den Folgen des Coronavirus gestorben. Insgesamt gibt es in Schwaben damit 124 Corona-Opfer zu beklagen.

    21.04.2020, 14.00 Uhr: Betrug mit gefälschten Online-Shops

    Wegen der Ausgangsbeschränkungen kaufen viele Menschen bevorzugt im Internet ein. Die Polizeiinspektion Dillingen warnt deswegen vor Betrug mit gefälschten Online-Shops. Geld fließt dabei oft ins Ausland. Seit Beginn der Beschränkungen hat die Polizei in Dillingen in diesem Zusammenhang neun Anzeigen aufgenommen. Einen Betrugsfall beim Online-Shopping meldet auch die Polizei in Donauwörth. Für eine Küchenmaschine bezahlte ein Mann aus Asbach-Bäumenheim knapp 1.000 Euro per Banküberweisung. Sein Gerät konnte er bei der vereinbarten Adresse allerdings nicht abholen. Die Polizei vermutet, dass der oder die Täter für den Betrug die Daten einer anderen, real existierenden Person genutzt haben.

    21.04.2020, 13.34 Uhr: Weitere Bewohnerin eines Bissinger Seniorenheims verstorben

    Eine weitere positiv auf das Coronavirus getestete Bewohnerin des Bissinger Pro-Seniore-Heims ist gestern im Donauwörther Krankenhaus verstorben. Das teilte das Dillinger Landratsamt mit. Die 92 Jahre alte Frau war dort einige Tage lang stationär behandelt worden. Damit ist die Zahl der verstorbenen Bewohner der Einrichtung auf sieben gestiegen. Im Landkreis Dillingen sind insgesamt acht Personen an Covid-19 verstorben.

    21.04.2020, 11.15 Uhr: Aus Triathlon wird Duathlon

    Wegen des Corona-Virus wird der "Kuhsee-Triathlon" in diesem Jahr zum Duathlon. Wie die Veranstalter mitteilten, wird das Sportereignis vom 19. Juli 2020 auf den 18. Oktober 2020 verlegt.

    Wegen des im Herbst voraussichtlich kühleren Wetters müssen die Teilnehmer nicht schwimmen, sondern nur in zwei Disziplinen antreten: Zunächst geht es in einem 2,5-Kilometer-Lauf eine Runde um den See. Anschließend folgt die 17 Kilometer lange Radstrecke. Den Abschluss bildet wie gewohnt der 5-Kilometer-Lauf.

    21.04.2020, 11.07 Uhr: THW im Dauereinsatz

    In der Corona-Krise ist auch das Technische Hilfswerk im Dauereinsatz. Nach rund vier Wochen zieht der Ortsverband Augsburg eine positive Bilanz: Seit dem 18. März 2020 sind demnach beinahe täglich Ehrenamtliche des Ortsverbands im Einsatz.

    Insgesamt beteiligten sich bisher mehr als 120 Helfer. Ihre Aufgabe ist es beispielsweise, Schutzausrüstung wie Masken und Desinfektionsmittel von einem zentralen Lager nach Augsburg zu transportieren. Auch beim Transport von Feldbetten ins Saarland waren Augsburger THW-Mitglieder beteiligt.

    20.4.2020, 15.36 Uhr: Mehrheit der Schwaben hält sich an Ausgangsbeschränkungen

    Am vergangenen Wochenende (18.-19.4.20) hat es erneut Verstöße gegen die geltende Ausgangsbeschränkung gegeben. Im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Schwaben-Nord wurden insgesamt 3.100 Menschen kontrolliert und 47 Anzeigen geschrieben. Das waren weniger als am Wochenende zuvor. Zum Beispiel hatten sich auf einem Parkdeck in Stadtbergen, im Landkreis Augsburg, mehrere Jugendliche zu einem Treffen verabredet. Das musste die Polizei auflösen und sie wegen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz anzeigen. In Senden, im Landkreis Neu-Ulm, hatten sich mehrere Menschen in einer Hofeinfahrt zum Grillen zusammengefunden. Auch hier musste die Polizei einschreiten, weil die Betroffenen nicht zu einem Haushalt gehörten und es eben keinen triftigen Grund für sie gab, das eigene Haus zu verlassen. In Vöhringen trafen die Beamten am Sonntagnachmittag einen 39-Jährigen putzend in einer Autowaschanlage an. Weil aber auch das aktuell nur aus gewerblichen Gründen erlaubt ist und der Mann diese nicht hatte, gab es eine Anzeige wegen Verstoßes gegen die geltenden Ausgangsbeschränkungen. Insgesamt aber, so betont die Polizei, hält sich die Mehrheit der Schwaben an die Regelungen.

    20.4.2020, 12.58 Uhr: BRK Augsburg-Land bittet um Blutspenden

    Viele Menschen brauchen Hilfe, auch abseits der Corona-Krise. Darauf weist Thomas Haugg vom Bayerischen Roten Kreuz Augsburg-Land hin. "Bitte nicht vergessen: Wir brauchen Blutspender, auch in dieser Zeit", so der BRK-Geschäftsführer. Denn in Bayern werden nach wie vor "rund 2.000 Blutkonserven pro Tag" benötigt, weiß Haugg. "Deshalb sollten die Menschen unbedingt zur Blutspende gehen." Dort läuft es – aufgrund der Corona-Sicherheitsbestimmungen – aktuell etwas anders als sonst, so Haugg: Es wird ein großzügiger Mindestabstand eingehalten und den üblichen kleinen Stärkungsimbiss gibt es nur noch verpackt. "Die Teams sind auf Hygienevorschriften gedrillt." Im Landkreis Augsburg findet der nächste Blutspendetermin am Dienstag in Langerringen statt (21.04.2020, 17 Uhr bis 20.30 Uhr, Gemeindezentrum St. Gallus). Am Mittwoch (22.04.2020) besteht die Möglichkeit zur Blutspende in Königsbrunn-Nord in der Mittelschule, von 16.30 Uhr bis 20.30 Uhr. Mehr Infos unter www.blutspendedienst.com

    Corona-Schutz für Busfahrer: Augsburger Verkehrsverbund rechnet mit aufwändigen Glaseinbauten

    Auch wenn die Staatsregierung die Mund-Nase-Maske im öffentlichen Nahverkehr zur Pflicht macht: Die Betreiber von Bussen stehen wohl vor aufwändigen Arbeiten. Der Geschäftsführer des Augsburger Verkehrsverbunds (AVV), Andreas Mayr, erklärte im Gespräch mit dem BR, dass Fahrer und Fahrgäste durch feste Glasscheiben voneinander getrennt werden sollen. Mit einem "Spuckschutz" wie an der Supermarktkasse sei es aber nicht getan, das sei in einem Fahrzeug nicht zulässig. Deshalb müssten Verbundglasscheiben fest installiert werden, das werde momentan diskutiert. Allein im Großraum Augsburg müssten hunderte Busse entsprechend umgerüstet werden. Kritischer Zeitpunkt ist aus Sicht des AVV die Wiederaufnahme des Schulbetriebs, auch wenn zunächst nur die Schüler weniger Jahrgänge zu ihren Schulen unterwegs sein werden. In den Straßenbahnen ist die Situation deutlich einfacher, da die Fahrer hier ohnehin meist in einer abgeschlossenen Kabine sitzen.

    20.04.2020, 11.50 Uhr: Rathaus Kaufbeuren wieder geöffnet

    Seit dem 18. März war es wegen Corona für den Publikumsverkehr geschlossen, seit heute ist es wieder geöffnet: Das Rathaus in Kaufbeuren. Allerdings gilt, in welcher Angelegenheit auch immer, vorher einen Termin zu vereinbaren. Außerdem sollen Besucher im Rathaus selbst eine Mund-Nasenbedeckung tragen. Um einen kontrollierten Zugang zum Rathaus sicher zu stellen, müssen Besucher am Eingang klingeln. Ansprechpartner für die verschiedenen Anliegen und Terminvereinbarungen sind unter www.kaufbeuren.de zu finden oder bei der zentralen Servicestelle unter 08341/437-0 zu erfahren. Zahlreiche Verwaltungsdienstleistungen der Stadt Kaufbeuren stehen auch digital auf der Homepage der Stadt Kaufbeuren zur Verfügung.

    20.04.2020, 08.25 Uhr: Zwei neue Fieberambulanzen im Landkreis Neu-Ulm

    Um in Coronazeiten die Arztpraxen zu entlasten, sind im Landkreis Neu-Ulm seit heute zwei sogenannte Fieberambulanzen im Einsatz, und zwar in Neu-Ulm selbst sowie in Altenstadt. Vor Ort können Menschen mit Grippe- und Fiebersymptomen untersucht werden. Die Ambulanzen sollen auch eine Anlaufstelle für all diejenigen sein, die aufgrund der Ansteckungsgefahr nicht in die Hausarztpraxis kommen können, so das Landratsamt Neu-Ulm. Eine Untersuchung ist nur nach Anmeldung möglich, die vom Haus- bzw. jeweiligen Facharzt gemacht wird.

    19.04.2020, 14.10 Uhr: Polizei meldet 75 Verstöße gegen Ausgangsbeschränkungen

    In Nordschwaben gab es im Zeitraum von Samstag (18.04. 6 Uhr) bis Sonntag (19.04. 6 Uhr) erneut 75 Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkung. Das teilte die Polizei mit. Das ist in etwa die Zahl aus den vorausgegangenen 24 Stunden. Nach Polizeiangaben gab es in der Stadt Augsburg mit 24 Verstößen die meisten Zwischenfälle, gefolgt von 23 im Landkreis Donau-Ries. Häufig mussten die Beamten Treffen von Bekannten aus verschiedenen Hausständen auflösen.

    Darunter war zum Beispiel ein Treffen von sechs Bekannten am Samstagabend in Augsburg-Kriegshaber. Die beiden Wohnungsinhaber hatten mehrere Bekannte zu sich nach Hause auf den Balkon eingeladen. Die vier Männer im Alter zwischen 36 und 48 Jahre wurden von den Beamten nach Hause geschickt. Für alle hat das Treffen nun eine Anzeige nach dem Infektionsschutzgesetz zur Folge. Rund 200 Einsatzkräfte waren für die Überwachungsmaßnahmen im Einsatz, in den 24 Stunden haben sie rund 3.000 relevante Örtlichkeiten und Personen kontrolliert.

    In Neu-Ulm trafen Polizeibeamte auf 17 Personen in einer Wohnung, die sich dort getroffen hatten und teilweise uneinsichtig zeigten. Auch aus dem Allgäu meldet die Polizei diverse Verstöße. In Pforzen im Ostallgäu wurde in der Nacht von Samstag auf Sonntag eine lautstarke Gartenparty gefeiert. Die Beamten stellten mehrere haushaltsfremde Gäste fest und beendete die Party. Die größtenteils einsichtigen Gäste erwartet nun ein Bußgeld. In Füssen gab es nach Polizeiangaben ebenfalls mehrere Verstöße, bei denen sich kleine Gruppe zu Partys trafen.

    19.04.2020, 8.20 Uhr: Zahl der infizierten steigt in Augsburg auf 356

    Das Gesundheitsamt der Stadt Augsburg verzeichnet 16 weitere COVID-19-Fälle. Insgesamt wurden damit 356 in Augsburg gemeldete Personen positiv auf das Coronavirus getestet. 243 von diesen 356 Personen sind genesen und konnten aus der häuslichen Isolierung entlassen werden. Die Zahl der Todesfälle ist am Samstag auf 10 gestiegen. Nach Angaben des Gesundheitsamtes handelt es sich bei der Verstorbenen um eine 1929 geborene Patientin.

    18.04.2020, 16.10 Uhr: 77 Verstöße gegen Ausgangsbeschränkungen

    Die Polizei in Nordschwaben hat von Freitagmorgen (17.04.2020, 06:00 Uhr) bis Samstagmorgen (18.04.2020, 06:00 Uhr) 77 Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkungen festgestellt. Das hat die Polizei am Samstag mitgeteilt. Es habe sich häufig um Gruppen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen gehandelt, die sich draußen getroffen hätten. In Nördlingen waren laut Polizei vier junge Erwachsene besonders uneinsichtig. Sie seien gegen Mitternacht von der Polizei kontrolliert worden, weil sie zusammen auf einer Parkbank gesessen, Pizza gegessen und Bier getrunken hätten. Einer von ihnen kam dem Platzverweis offenbar erst nach, als ihm angedroht wurde, ihn in Gewahrsam zu nehmen.

    Auch im Bereich des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West kam es zu Verstößen gegen die Ausgangsbeschränkungen. In den vergangenen Tagen seien etwa bei der Polizeiinspektion Mindelheim viele Mitteilungen über vermeintliche oder tatsächliche Verstöße gegen die Allgemeinverfügung eingegangen, die die Polizei kontrollieren musste.

    18.04.2020, 11:30 Uhr: Neunter Corona-Todesfall in Augsburg bestätigt

    Am Freitag wurde der neunte Coronavirus-Todesfall in Augsburg bestätigt. Das hat die Stadt am Samstag mitgeteilt. Nach Angaben des Gesundheitsamtes handelt es sich bei der Verstorbenen um eine Frau, die im Jahr 1930 geboren wurde. Das Gesundheitsamt der Stadt verzeichnet außerdem sieben weitere COVID-19-Fälle. Insgesamt steigt die Zahl der Augsburger, die positiv auf das neuartige Coronavirus getestet wurden, damit auf 340. 241 davon seien wieder genesen und aus der häuslichen Isolierung entlassen worden.

    17.04.2020, 17.00 Uhr: Drei neue Todesfälle in Neu-Ulmer Altersheim

    Im Neu-Ulmer SeniorenWohnen gibt es drei weitere Todesfälle nach einer Coronainfektion. Wie das zuständige Landratsamt mitteilte, waren die Verstorbenen über 80 Jahre alt und hatten eine Vorerkrankung. Damit erhöht sich die Zahl der Todesfälle im Neu-Ulmer SeniorenWohnen auf insgesamt sieben. Die Einrichtung im Ortsteil Ludwigsfeld steht seit vergangener Woche unter Quarantäne. Auslöser waren die Coronainfektionen von Bewohnern und Mitarbeitern. Insgesamt haben sich 59 der 195 Bewohner mit dem Virus infiziert und 41 der insgesamt 161 Mitarbeiter. Das SeniorenWohnen ist die erste Einrichtung im Landkreis Neu-Ulm, die in dieser Weise vom Coronavirus betroffen ist, so das Landratsamt.

    17.04.2020, 16.50 Uhr: Bayerische Regiobahn erhöht Zug-Angebot

    Die Sonderfahrpläne im Rahmen der Corona-Krise gelten noch bis zum 19. April, wie die Regiobahn heute mitteilte. Ab 20. April will die BRB das Zug-Angebot auf allen Strecken in Absprache mit den zuständigen Behörden weiter erhöhen. Ab dem 4. Mai sollen die Züge dann fast wieder im Regelbetrieb fahren. Die Bayerische Regiobahn weist daraufhin, dass in den Zügen das Maskengebot gilt. In einer Mitteilung heißt es: "Helfen Sie uns, andere und damit auch sich selbst zu schützen".

    17.04.2020, 15.55 Uhr: Kreis Günzburg - Zahl der Neu-Infektionen geht zurück

    Im Landkreis Günzburg ist die Zahl der neu nachgewiesenen Coronainfektionen zurück gegangen. Das hat das Landratsamt bekannt gegeben. Demnach wurde im Vergleich zum Vortag nur ein weiterer neuer Fall bekannt. Damit gibt es aktuell 204 Menschen, die im Landkreis Günzburg positiv auf das Virus getestet worden sind. Auch die Zahl der Verdachtsfälle hat sich seit Donnerstag um fünf auf aktuell 31 verringert. Insgesamt 337 Menschen sind derzeit in Quarantäne.

    17.04.2020, 14.50 Uhr: Dr. Jakob Berger koordiniert im Landkreis Augsburg die ärztliche Versorgung

    Das Landratsamt Augsburg hat mitgeteilt, dass der Allgemeinmediziner Dr. Jakob Berger als Versorgungsarzt für den Landkreis Augsburg im Einsatz ist. In dieser Funktion sei er dafür zuständig, die ärztliche Versorgung der Bevölkerung im Zuge der Corona-Pandemie aufrecht zu halten. Als Versorgungsarzt habe Berger unter anderem die Aufgabe, die Verfügbarkeit der ärztlichen Leistungen und die Ausstattung mit entsprechender Schutzausrüstung zu planen und zu koordinieren.

    Außerdem ernennt und errichtet Berger Schwerpunktpraxen, in denen Menschen untersucht und behandelt werden, die mit dem Coronavirus infiziert sein könnten. Diese Praxen sollen unter anderem dabei helfen, die Anzahl möglicher Kontaktpersonen zu reduzieren, Infektionsschutz-Vorkehrungen zu etablieren und für einen ressourcenschonenden Einsatz von Schutzausrüstungen und Desinfektionsmitteln zu sorgen.

    Die ersten beiden Schwerpunktpraxen für den Landkreis Augsburg seien derzeit in der Praxis von Dr. Andreas Schittko in Inningen und in der Praxis von Dr. Sören Dülsner in Langweid-Stettenhofen vorgesehen. Personen mit Symptomen, die auf eine Corona-Infektion hindeuten könnten und nicht von ihrem Hausarzt behandelt werden können, haben die Möglichkeit, sich dort nach Anmeldung und Überweisung durch den Hausarzt untersuchen zu lassen. Die Schwerpunktpraxen sollen ab Montag, 20. April 2020, ihren Betrieb aufnehmen.

    Aktuell gibt es laut Landratsamt 339 bestätigte Coronavirusfälle im Landkreis Augsburg. Davon sind 207 Personen wieder genesen. Fünf Personen sind verstorben.

    17.04.2020, 14.45 Uhr: Oberallgäuer Schüler fordern in offenem Brief Verzicht auf Abschlussprüfungen

    Zwei Schüler aus dem Oberallgäu wenden sich mit einem offenen Brief an die bayerische Staatsregierung und fordern darin, das Festhalten an den schulischen Abschlussprüfungen zu überdenken. Die zwei Jugendlichen richten ihrem Brief an Ministerpräsident Markus Söder und Kultusminister Michael Piazolo, das Schreiben liegt dem BR vor. Darin erklären sie, die Schüler in Bayern stünden gemeinsam, egal ob Gymnasium, Mittelschule oder Realschule, vor dem Schulabschluss 2020 und fragen: „Wie soll das gehen? Unsere Prüfungen wurden verschoben, an geregelten Unterricht war nicht zu denken, geschuldet dem Virus.“

    Neun Punkte listen sie auf, die sie am meisten beschäftigen und die nach ihrer Ansicht gegen herkömmliche Abschlussprüfungen sprechen. So heißt es unter anderem: „Digital ersetzt niemals analog“, „Computer ersetzten niemals Menschen und Pädagogik“, „Stressfreies Lernen sieht anders aus - als Homeoffice in der Familie mit all den Problemen momentan.“ Sie sorgen sich um ihre Zukunft. Denn nach der Schule gehe es in einem System weiter, in dem Dokumente entscheidend den Lebensweg prägten. Sie fordern deshalb: Keine Abschlussarbeiten in 2020, stattdessen sollte jeder einen sogenannten Durchschnittsabschluss erhalten, basierend auf der Durchschnittsnote der jüngsten drei Zeugnisse.

    17.04.2020, 14.00 Uhr: Landratsamt Donau-Ries bittet Kunden um Mundschutz bei Behördengängen

    Das Landratsamt Donau-Ries bittet die Bürger, einen Mundschutz zu tragen, wenn sie eine Dienststelle des Landkreises betreten. Die Bürger sollten möglichst selbst einen Mundschutz mitbringen, falls sie keinen haben, wird das Landratsamt Masken bereitstellen. Das Landratsamt bittet außerdem darum, "Behördenkontakte telefonisch oder online zu erledigen". Persönliche Termine sind möglich, aber weiterhin nur mit Termin. Das Landratsamt bemüht sich laut Mitteilung, den Regelbetrieb aufrecht zu erhalten.

    17.04.2020, 13.45 Uhr: Weiterer Todesfall in Seniorenheim in Bissingen

    Heute Morgen ist eine weitere Bewohnerin des Bissinger Seniorenheims Pro Seniore gestorben. Sie wurde laut Amt zuvor positiv auf das Coronavirus getestet. Damit habe sich die Zahl der verstorbenen Heimbewohner auf fünf erhöht. Im Landkreis Dillingen sind nach Angaben des Landratsamtes seit Beginn der Corona-Pandemie insgesamt sechs Menschen verstorben. Heute seien zudem zwei weitere positiv getestete Bewohner des Pro Seniore zur stationären Behandlung in die umliegenden Krankenhäuser eingewiesen worden. Insgesamt befinden sich laut Amt derzeit acht Bewohner des Seniorenheims in stationärer Behandlung.

    17.04.2020, 12.30 Uhr: Neu-Ulm sagt weitere städtische Veranstaltungen ab

    Wegen der Coronapandemie können in Neu-Ulm folgende Veranstaltungen nicht staffinden, wie die Stadt mitgeteilt hat: der Markt für Kunsthandwerk, der verkaufsoffene Sonntag am 2. und 3. Mai, das Neu-Ulmer Stadtfest am 6. Juni, „Neu-Ulm spielt“ am 20. Juni und „Kultur auf der Straße“ am 15. und 16. August 2020. Möglicherweise können kleinere städtische Veranstaltungen zwischen dem 15. Juni und dem 31. August stattfinden. Darüber muss noch die Landesregierung entscheiden.

    17.04.2020, 12.20 Uhr: ÖPNV im Unterallgäu fährt noch eine Woche nach Ferienfahrplan

    Mit den etwas gelockerten Ausgangsbeschränkungen und dem langsam startenden Schulbetrieb in Bayern wird auch der Takt im öffentlichen Personennahverkehr im Unterallgäu wieder verstärkt. Das teilt das Landratsamt mit. Kommende Woche, bis Sonntag 26.4., fahren die Busse zwar noch nach dem Ferienfahrplan. Doch ab Montag, 27.4., fahren die Busse wieder wie an Schultagen, also nach dem Regelfahrplan. Auch die Beförderung der Schüler findet wieder normal statt, davon ausgenommen sind allerdings Grund- und Förderschulen.

    Sollten manche Schüler eine Notbetreuung benötigen, wird die Schule gemeinsam mit dem Schulverband oder dem Landkreis nach einer Alternative suchen, heißt es beim Landratsamt. Diese Regelungen gelten vorerst bis Sonntag, 10. Mai. Wie es danach weitergeht, werde zeitnah bekanntgegeben, so die Behörde weiter.

    Der Flexibus fährt ab Montag, 4. Mai, wieder in allen Gebieten ohne Einschränkungen. Das Amt macht darauf aufmerksam, dass auch in den Schulbussen, wie überall in Bayern, ab sofort Gesichtsmasken getragen werden sollten.

    17.04.2020, 9.30 Uhr: AVV empfiehlt dringend den Gebrauch von Mund-Nasen-Schutz in Bus und Bahn

    Der Ausgburger Verkehrs- und Tarifverbund (AVV) schließt sich der dringenden Empfehlung des Bayerischen Gesundheitsministeriums an, dass Fahrgäste in öffentlichen Verkehrsmitteln einen Mund-Nasen-Schutz tragen sollten. AVV-Geschäftsführer Andreas Mayr forderte die Fahrgäste in einer Pressemitteilung auf: "Schützen Sie sich und andere und tragen Sie eine Abdeckung für Mund und Nase, gerne auch selbst genäht oder in Form eines Halstuches, wenn Sie mit Bus und Bahn unterwegs sind". Weiterhin wichtig bleibe auch die Einhaltung der Hygieneregeln wie sorgfältiges Händewaschen, Husten und Niesen nur in die Armbeuge und nach Möglichkeit keine Berührung des Gesichts mit den Händen. Außerdem solle man drauf achten, ausreichend Abstand zu anderen Fahrgästen einzuhalten und sich nicht direkt mit dem Gesicht gegenüber zu stehen. Da der AVV in den kommenden Wochen mit steigenden Fahrgastzahlen rechnet, bittet der Verkehrsverbund seine Fahrgäste darum, wenn möglich die Hauptverkehrszeiten zu meiden und früher oder später in die Arbeit zu fahren.

    17.04.2020, 8.50 Uhr: Kluftinger im Livestreamangebot des Kulturamts Kempten

    Die Allgäuer Bestseller-Autoren Volker Klüpfel und Michael Kobr lesen ab 19 Uhr Freitag aus ihrem jüngsten Kluftinger-Krimi. Die Übertragung im Livestream ( https://kulturlieferdienst.de) ist Teil eines Angebots des Kulturamts der Stadt Kempten, mit dem regionale Künstler unterstützt werden. "Die Beiden verlangen deshalb dafür keine Gage", sagte Kulturamtsleiter Martin Fink. Auf der Streaming-Plattform sollen nach Angaben des Kulturamtes Künstler aus Kempten und Umgebung ihr Schaffen vorstellen. Pro Video garantiert die Stadt eine Aufwandsentschädigung von mindestens 100 Euro. Über ein Spendenportal können die Zuschauer die Künstler zudem unterstützen.

    17.04.2020, 8.15 Uhr: Studenten der Hochschule Kempten forschen an Schutzausrüstung

    Anfragen mit 3D-Druckern Schutzkleidung für die Corona-Krise herzustellen musste die Hochschule Kempten zunächst abweisen. Die 3D-Drucker der Hochschule konnten das notwendige Material nicht verarbeiten. Einige Studenten wollten aber nicht aufgeben und haben im Forschungsbereich der Fahrassistenzsysteme Möglichkeiten gefunden. Derzeit werden dort Materialien gesucht und Drucker umgerüstet. Der Präsident der Hochschule, Wolfgang Haucke, schränkt allerdings ein, dass man nur einen kleinen Anteil der benötigten Teile für Masken beisteuern und nicht die tatsächlich erforderlichen Mengen liefern könne.

    16.04.2020, 18.03 Uhr: Gribl begrüßt geplante Lockerungen der Corona-Regeln

    Der Vorsitzende des Bayerischen Städtetags, Augsburgs amtierender Oberbürgermeister Kurt Gribl (CSU), hält die geplanten Lockerungen der Corona-Maßnahmen für den richtigen Weg. Im BR-Interview sagte er am Donnerstag, dass andere zwar mit weiteren Lockerungen gerechnet hätten. Er sei aber der Auffassung, lieber vorsichtig zu sein, weil die Folgen eines Rückfalls erheblich wären und noch länger Schwierigkeiten machen würden. Die eindringliche Empfehlung der Staatsregierung, im ÖPNV Masken zu tragen, sei für ihn gut nachvollziehbar. Er persönlich finde, dass nicht alles über Gebote und Verbote geregelt werden müsse.

    16.04.2020, 17.28 Uhr: Fünf weitere Corona-Tote in Schwaben

    Das Landesamt für Gesundheit hat am Donnerstag 67 weitere Corona-Infizierte für Schwaben gemeldet. Damit beträgt ihre Zahl im Regierungsbezirk mittlerweile 3.171. Gemessen an der Gesamtbevölkerung ist das der niedrigste Wert aller bayerischen Regierungsbezirke. 98 Menschen, die sich mit Sars-CoV-2 angesteckt hatten, sind bis Donnerstag in Schwaben gestorben. Im Vergleich zum Mittwoch ist diese Zahl um fünf gestiegen.

    16.04.2020, 14.43 Uhr: FCA-Spieler Niederlechner rechnet mit Geisterspielen

    Florian Niederlechner vom FC Augsburg sieht in der Corona-Krise Geisterspiele in der Bundesliga als notwendiges Übel an. "Für mich und viele Fußballer ist es eine schlimme Vorstellung, wenn keine Fans im Stadion sind. Aber es ist die einzige Lösung, um den Profifußball zu retten", sagte der 29 Jahre alte Stürmer dem "Kicker". "Also müssen wir das annehmen. Fußball ist nicht nur Spaß, es geht wie bei anderen Unternehmen auch um viel Geld und viele Arbeitsplätze, die unmittelbar am Fußball hängen."

    Der FCA ist seit vier Wochen im eingeschränkten Teamtraining ohne Körperkontakt. Wann wieder Spiele stattfinden und der Augsburger Neu-Trainer Heiko Herrlich sein Debüt geben kann, ist unklar.

    16.04.2020, 7.45 Uhr: E-Scooter-Anbieter: Umsatz bricht um 80 bis 90 Prozent ein

    Es hat sich ausgerollt in Augsburg – zumindest für den Elektroroller-Anbieter Voi. Das Unternehmen hat bis zu 500 Roller in Augsburg eingesammelt. Durch die Corona-Krise ist der Umsatz des Unternehmens um 80 bis 90 Prozent eingebrochen. Auch bei TIER, dem zweiten E-Scooter-Anbieter in Augsburg, ist der Umsatz um 80 Prozent zurückgegangen. Die E-Scooter von TIER und Dott bleiben trotzdem bis auf weiteres in Augsburg vertreten.

    16.04.2020, 6.10 Uhr: Zwei weitere Todesfälle in Seniorenheim in Bissingen

    Innerhalb von 24 Stunden hat es zwei weitere Todesfälle im Seniorenheim pro Seniore in Bissingen gegeben. Das hat das Landratsamt Dillingen am Mittwochabend mitgeteilt. Damit ist die Anzahl der verstorbenen Bewohner seit Ausbruch der Corona-Infektion im Heim auf vier gestiegen. Gemeinsam wollen die Einrichtung und das Gesundheitsamt Dillingen alles daran setzen, eine weitere Ausbreitung des Virus unter den Bewohnern zu verhindern. Dafür werden kurzfristig erneut alle vermeintlich gesunden Bewohnern auf das Corona-Virus getestet, heißt es in der Mitteilung.

    15.04.2020, 17.50 Uhr: Finanzielle Unterstützung für Corona-Hilfprojekte im Landkreis Neu-Ulm

    Um soziale Bürgerprojekte in Coronazeiten zu unterstützen, leitet das Landratsamt Neu-Ulm jetzt Geld in insgesamt 17 kreisangehörige Städte, Märkte und Gemeinden weiter. Die finanzielle Unterstützung kommt vom bayerischen Sozialministerium. Das hatte, gemeinsam mit kommunalen Spitzenverbänden und den Wohlfahrtsverbänden, die Initiative "Unser Soziales Bayern: Wir helfen zusammen!", auf den Weg gebracht. Das Geld soll Projekten zugutekommen, die konkret vor Ort Menschen in Not helfen. Insgesamt 60.000 Euro gibt es. Und das Geld wird in Form eines Sockelbetrages von je 1.000 Euro und im Verhältnis zur jeweiligen Einwohnerzahl verteilt.

    15.04.2020, 16.45 Uhr: Weiter leichter Anstieg der Infizierten in Schwaben

    Schwaben bleibt der bayerische Regierungsbezirk mit den wenigsten Corona-Fällen, bezogen auf die Einwohnerzahl. Wie das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) mitteilte, gibt es in Schwaben aktuell 3.104 Corona-Infizierte. Das sind 57 Personen mehr als am Vortag. Die Zahl der Todesfälle ist auf 93 angestiegen, vier Menschen starben in den vergangenen 24 Stunden.

    15.4.2020, 16.15 Uhr: Freiwilligen-Zentrum Augsburg und Stadt starten Aufruf zum Nähen von Masken

    Gemeinsam mit der Stadt Augsburg ruft das Freiwilligen-Zentrum Augsburg dazu auf, für den Eigengebrauch Mund- und Nasenmasken zu nähen. "Wer für sich selbst und andere Menschen Mund- und Nasenschutz-Masken näht, trägt mit dazu bei, dass die medizinischen Masken dort zur Verfügung stehen, wo sie dringend gebraucht werden", teilt Augsburgs scheidender Oberbürgermeister Kurt Gribl in einer Pressemitteilung mit. Wer Behelfsmasken genäht hat oder noch nähen möchte, kann diese ab sofort beim Freiwilligen-Zentrum Augsburg kontaktlos abgeben oder per Post zusenden. Soziale Einrichtungen und andere Organisationen, die Bedarf an Masken haben, können sich beim Freiwilligen-Zentrum melden. Wer Stoffe für die Herstellung von Masken spenden möchte, kann sich ebenfalls beim Freiwilligen-Zentrum melden.

    15.4.2020, 11 Uhr: Achter Coronavirus-Todesfall in Augsburg bestätigt

    Das Gesundheitsamt der Stadt Augsburg hat mitgeteilt, dass am Dienstag (14. April 2020) der achte Coronavirus-Todesfall im Stadtgebiet bestätigt worden ist. Bei der Verstorbenen handelt es sich um eine 85-jährige Patientin mit Vorerkrankung. Laut Gesundheitsamt gibt es zudem einen weiteren Covid-19-Fall in Augsburg. Insgesamt wurden somit 312 Augsburger positiv auf das Coronavirus getestet. 212 von diesen 312 Personen sind laut Stadt genesen und konnten aus der häuslichen Isolierung entlassen werden.

    15.4.2020, 07.15 Uhr: Augsburger "Aktion Hoffnung" näht Stoffmasken für Hilfsprojekt in Albanien

    Die Hilfsorganisation "Aktion Hoffnung" des Bistums Augsburg startet wegen der Corona-Pandemie jetzt die Solidaritätsaktion "Masken helfen Helfen". Deren Erlös soll dann nach Albanien gehen. Aus Hemden, Blusen, Kleidern und Bettwäsche haben haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter schon rund 500 bunte Stoff-Masken angefertigt, weitere sollen noch folgen. Die Masken gehen dann laut "Aktion Hoffnung" an soziale Einrichtungen und Privatpersonen – gegen eine kleine Spende in Höhe von jeweils fünf Euro. Die Spendengelder sollen dann an ein Hilfsprojekt in Albanien fließen. Dort kümmert sich laut "Aktion Hoffnung" das Kinder- und Jugendzentrum "Arche Noah" in Shkodra um junge Menschen aus sozial- und wirtschaftlich schwierigen Verhältnissen, aber auch um notleidende Menschen in den umliegenden Gebieten. Jeden Tag stünden Unmengen von Leuten vor der Tür, die nichts mehr zum Essen haben. Das Jugendzentrum versorge die Menschen mit Grundnahrungsmitteln wie Nudeln, Reis, Mehl, Salz und Zucker. Es werde aber immer schwieriger, diese Lebensmittel zu besorgen. Die Helfer dort seien dringend auf Spenden angewiesen. Mit seiner Masken-Aktion will die Organisation des Augsburger Bistums sich nach eigenen Angaben solidarisch zeigen – und sucht noch nach weiteren Menschen, die für den guten Zweck Masken nähen.

    14.4.2020, 16.15 Uhr: Zwei neue Fieberpraxen im Kreis Aichach-Friedberg

    Das Landratsamt Aichach-Friedberg hat mitgeteilt, dass noch diese Woche zwei "Fieberpraxen" ihren Betrieb aufnehmen werden. Die erste Praxis soll am Mittwoch, 15.04.2020, am alten Krankenhaus in Aichach öffnen. Dort seien laut LRA ein Untersuchungsraum und ein Wartezimmer eingerichtet. Die Fieberpraxis für den südlichen Landkreis öffne am Donnerstag, 16.04.2020, in Friedberg, in den Räumen des Gehörlosenzentrums.

    In den beiden Fieberpraxen kann sich nach Angaben des Landratsamtes jeder ohne vorherige Anmeldung untersuchen und behandeln lassen, bei dem der Verdacht auf eine Corona-Infektion bestehen könnte. Auch auf das Coronavirus positiv getestete Personen können in diese Fieberpraxen kommen.

    14.4.2020, 16.00 Uhr: Zehn weitere Menschen in Schwaben gestorben

    In Schwaben sind nach den neuen Zahlen des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit aktuell 3047 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Das sind 33 mehr als gestern. Die Zahl der Menschen, die an SARS-CoV-2 gestorben sind, ist seit gestern um zehn gestiegen, damit sind in Schwaben mittlerweile insgesamt 89 Menschen an dem Virus gestorben.

    14.4.2020, 15.30 Uhr: Am Ostermontag weniger Verstöße gegen Ausgangsbeschränkungen

    Im Bereich Nordschwaben waren am Ostermontag etwa 180 Einsatzkräfte unterwegs. Sie mussten deutlich weniger Verstöße ahnden als an den Tagen zuvor. Nicht nur gegen die Ausgangsbeschränkungen verstießen fünf junge Männer, die sich in Augsburg offenbar ein verbotenes Autorennen lieferten. Ein BMW und ein Mercedes fuhren laut Polizei nebeneinander auf der Bürgermeister-Ackermann-Straße mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit, innerorts teilweise mit über 100 Stundenkilometern.

    14.4.2020, 12 Uhr: Insgesamt 311 bestätigte Covid-19-Fälle in Augsburg

    Das Gesundheitsamt der Stadt Augsburg hat mitgeteilt, dass es einen weiteren bestätigten COVID-19-Fall gibt. Insgesamt seien somit 311 Augsburger positiv auf das Coronavirus getestet worden. 221 dieser 311 Personen sind laut Gesundheitsamt genesen und konnten aus der häuslichen Isolierung entlassen werden. Von Karfreitag bis Ostermontag wurden laut Stadt Augsburg im Stadtgebiet 17 neue Fälle gemeldet. Nach Angaben des Gesundheitsamtes kann derzeit noch nicht eingeschätzt werden, inwieweit die vergleichsweise geringe Anzahl an gemeldeten Neuinfektionen durch die Feiertage bedingt ist oder ob es sich um einen tatsächlichen Rückgang der Neuinfektionen handle.

    14.4.2020, 8 Uhr: Weitere Bewohnerin eines Seniorenheims in Bissingen gestorben

    Eine zweite Bewohnerin des Seniorenheims "Pro Seniore" in Bissingen ist gestorben. Sie starb bereits am Karsamstag im Nördlinger Krankenhaus. Zum Zeitpunkt ihres Todes sei sie mit dem SARS-Cov-2 Erreger infiziert gewesen. Das hat das Landratsamt Dillingen a. d. Donau gestern Nachmittag mitgeteilt. Die Frau sei dort bereits im März längere Zeit wegen einer Lungenentzündung behandelt worden. Damals wurde der Erreger offenbar nicht nachgewiesen. Nachdem sich ihr Zustand verbessert hatte, wurde sie im Bissinger Pflegeheim aufgenommen. Am Karfreitag hatte sich ihr Gesundheitszustand laut Mitteilung wieder verschlechtert, sie hatte demnach wieder Atemprobleme. Daraufhin wurde sie ins Krankenhaus eingeliefert und erneut getestet. Diesmal war der Befund positiv. Am Samstag ist die Frau dann an einer Lungenentzündung gestorben, wie es in der Mitteilung heißt. Als sie starb, sei sie demnach mit dem SARS-Cov-2 Erreger infiziert gewesen.

    13.4.2020, 15 Uhr: Dutzende neue Corona-Infektionen in Schwaben

    In Schwaben haben sich laut dem Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) mittlerweile 3.014 Menschen mit dem neuartigen Corona-Virus infiziert. Das sind 44 mehr als gestern. Trotzdem ist die Zahl der Infizierten pro Einwohner in Schwaben so niedrig wie in keinem anderen Regierungsbezirk. 79 Menschen sind nach Angaben des LGL insgesamt bereits an Covid-19 gestorben, damit verzeichnet das Amt heute einen Todesfall mehr als gestern.

    13.4.2020, 14.30 Uhr: Bewohnerin eines Seniorenheims in Bissingen verstorben

    Die Bewohnerin des Seniorenheims "Pro seniore" war wenige Stunden vor ihrem Tod positiv auf das Corona-Virus getestet worden, wie das Gesundheitsamt Dillingen mitteilte. Nach Angaben des behandelnden Hausarztes waren bei den Hausbesuchen in den Tagen zuvor keine Anzeichen einer Corona-Infektion erkennbar. Die Bewohnerin hatte dem Arzt zufolge eine Grunderkrankung, die nicht mit den Risikofaktoren einer schwer verlaufenden Corona-Infektion in Zusammenhang zu bringen war. Außerdem litt die Frau weder an Fieber noch an Atemnot. Weil sie aber einen Reizhusten hatte, sieht das Gesundheitsamt den Tod in Zusammenhang mit der Corona-Infektion.

    13.4.2020, 11.45 Uhr: Neue Infektionen in Kemptener Seniorenbetreuung

    In der Seniorenbetreuung Altstadt (SBA) in Kempten sind laut Stadt insgesamt elf Bewohner und vier Mitarbeiter positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Unter der Anleitung des Gesundheitsamtes wurde mittlerweile in der SBA eine Quarantänestation eingerichtet.

    13.4.2020, 8.30 Uhr: Zwei Drittel der Infizierten in Augsburg sind genesen

    310 Menschen, die in Augsburg leben, sind bislang laut dem Gesundheitsamt der Stadt positiv auf Sars-CoV-2 getestet. Das ist nur ein zusätzlicher Fall im Vergleich zum Vortag. 204 der Infizierten sind dem Amt zufolge wieder gesund und konnten aus der häuslichen Isolierung entlassen werden.

    12.4.2020, 16 Uhr: Zahl der Todesfälle in Schwaben auf 78 gestiegen

    Zehn weitere Todesfälle gab es in Schwaben seit gestern, damit sind mittlerweile 78 Menschen an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung gestorben, wie das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) heute mitgeteilt hat. Auch die Zahl der Neu-Infizierten ist gestiegen und zwar um 111. Somit sind jetzt 2.970 Menschen in Schwaben mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Schwaben hat von allen Regierungsbezirken die niedrigste Zahl von Infektionen pro 100.000 Einwohner.

    12.4.2020, 16 Uhr: Weniger Verdachtsfälle im Landkreis Günzburg

    Stand 16 Uhr, gibt es im Landkreis Günzburg 178 Personen, die positiv auf das Corona-Virus getestet sind. Das sind zwei mehr als am Karsamstag. Die Verdachtsfälle haben sich allerdings reduziert und zwar um 11 auf 19. Auch die Zahl der Personen, die in Quarantäne sind, ist von gestern auf heute gesunken: von 152 auf 124. Genesen sind im Landkreis 73 Menschen. Nach wie vor sind zwei Todesfälle aus dem Landkreis im Zusammenhang mit einer Covid-19 Erkrankung bekannt.

    12.4.2020, 14.30 Uhr: Seniorenheim Pro seniore in Bissingen: Zahl der infizierten Mitarbeiter weiter gestiegen

    Mindestens fünf weitere Mitarbeiter des Seniorenheims Pro seniore in Bissingen sind an Covid-19 erkrankt, das hat das Landratsamt Dillingen mitgeteilt. Damit seien nun insgesamt elf Mitarbeiter und 40 Bewohner mit dem neuartigen Corona-Virus infiziert. Ein Bewohner ist laut Landratsamt in stationärer Krankenhausbehandlung. Die anderen Infizierten zeigten bis jetzt wenig Symptome und könnten weiter in dem Seniorenheim betreut werden. Es müssten tägliche Meldungen an das Gesundheitsamt erfolgen. Um den bestmöglichen Schutz sowohl des Personals als auch der Bewohner zu gewährleisten, will das Landratsamt über die Führungsgruppe Katastrophenschutz dem Seniorenheim zeitnah weitere Schutzausstattung bereitstellen.

    12.4.2020, 10.50 Uhr: Zahl der Verstöße gegen Ausgangsbeschränkung leicht gestiegen

    Die Polizei Schwaben Süd/West hat am Karsamstag 136 Einsätze "mit Corona-Bezug" verzeichnet. Am Karfreitag waren es insgesamt 116 Einsätze, also etwas weniger. So hat die Polizei in Memmingen beispielsweise mehrfach Autofahrer angehalten, die mit ihrem Fahrzeug "spazieren fuhren". Andere trafen sich mit Freunden in der Innenstadt, in Grünanlagen oder am Baseball-Platz in Steinheim.

    Auch im nördlichen Schwaben ist die Anzahl der Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkungen am Samstag leicht gestiegen, verglichen mit Freitag, das meldet die Polizei Schwaben Nord auf Nachfrage. Zahlen dazu will das Präsidium Montagmittag präsentieren.

    12.4.2020, 8.25 Uhr: Fünf neue Corona-Fälle in Augsburg

    Das Gesundheitsamt der Stadt Augsburg hat fünf weitere Corona-Fälle gemeldet. Damit sind bislang insgesamt 309 Menschen, die in Augsburg wohnen, positiv auf das Coronavirus getestet. 202 der infizierten Personen sind aber mittlerweile wieder gesund und nicht mehr in Quarantäne.

    11.04.2020, 17.30 Uhr - Weiterer Todesfall im Landkreis Augsburg

    Ein 85-jähriger Mann ist im Landkreis Augsburg nach einer Covid-19-Erkrankung verstorben. Es ist der vierte Todesfall im Landkreis Augsburg.

    11.04.2020, 15.40 Uhr - Zahl der Corona-Infizierten in Schwaben steigt um 73

    In Schwaben sind insgesamt 2859 Personen auf das neuartige Corona-Virus getestet worden. Im Vergleich zu gestern gibt es einen Zuwachs von 73 Infizierten; das meldet das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen. Seit gestern sind zwei Menschen an dem Virus gestorben; damit steigt die Zahl der Todesopfer auf 68.

    11.04.2020, 19 Uhr - Landratsamt Lindau ändert Anweisung zu grenzüberschreitenden Besuchen von Partnern

    Der Besuch einer Lebenspartnerin oder eines Lebenspartners über die Landesgrenze hinweg ist laut Landratsamt Lindau anders als zuvor bekannt gegeben doch nicht möglich. Das Landratsamt teilt mit: "gemäß § 2 Abs. 1 Satz 1 Nr. 5 der bayerischen Einreise-Quarantäneverordnung (EQV) darf ein Besuch des Lebenspartners im EU-Ausland erfolgen. Dauert der Besuch nicht länger als 48 Stunden, wird bei der Rückkehr im Regelfall keine Quarantäne verhängt. Diese Regelung findet derzeit wohl noch keine Anwendung, da eine weitere Abstimmung mit der Bundespolizei notwendig ist."

    11.04.2020, 12.34 Uhr - Polizei muss in Nordschwaben mehrere Feiern auflösen

    Die Polizei hat in Nordschwaben in den vergangenen zwei Tagen die Ausgangsbeschränkungen mit 200 Beamtinnen und Beamten kontrolliert. Dabei hat es rund 230 Beanstandungen gegeben, wie das Polizeipräsidium in Augsburg heute mitteilte. Die Beamten hatten in der Zeit zwischen Gründonnerstag und Karfreitag fast 7.000 Einrichtungen, Orte und Personen kontrolliert.

    Die meisten Gewerbetreibenden hielten sich sehr diszipliniert an die Betriebsuntersagungen, hieß es bei der Polizei - allerdings nicht alle. So wurde der Polizei am Donnerstag ein geöffnetes Nagelstudio im Landkreis Donau-Ries mitgeteilt. Die Inhaberin bestritt zwar, dass sie Behandlungen durchführe, allerdings trafen die Beamten drei fremde Personen in der Wohnung, der Arbeitsplatz war offenbar in Benutzung, wie die Polizei am Samstag mitteilte.

    Zudem musste die Polizei in den Abend- und Nachtstunden des Karfreitags mehrmals Feiern und Treffen auflösen. In Gersthofen hatten sechs Personen auf einem Industriegelände eine Feier mit lauter Musik und Alkohol veranstaltet, in Neusäß, Langweid und Gersthofen gingen Mitteilungen über Personengruppen ein, die sich in Grünanlagen trafen, in Königsbrunn musste eine Grillfeier mit sieben Personen in einem Garten aufgelöst werden. In Augsburg-Kriegshaber wurde eine Gruppe von sechs Personen auf einer Parkbank angetroffen, die sich unterhielten und Getränke konsumierten. In Nördlingen und Mertingen feierten mehrere Personen zusammen in ihren Gärten.

    Die Feiern wurden von der Polizei beendet und allen Personen ein Platzverweis ausgesprochen. Sie erwartet eine Anzeige nach dem Infektionsschutzgesetz.

    11.04.2020, 10.43 Uhr: Besuch von Lebenspartnern auch über Landesgrenzen hinweg möglich

    Lindau - Das Landratsamt Lindau weist darauf hin, dass der Besuch einer Lebenspartnerin oder eines Lebenspartners auch über die Landesgrenze hinweg möglich ist. Seit der Wiedereinführung der Grenzkontrollen zwischen Österreich und Deutschland hätten sich Paare, die auf unterschiedlichen Seiten der Grenze leben, nicht mehr treffen können. Das ändert sich nun, heißt es aus dem Lindauer Landratsamt. Demnach darf ein in Deutschland lebender Partner seinen Lebenspartner im Ausland besuchen, er muss jedoch innerhalb von 48 Stunden wieder nach Deutschland zurückkehren. Auch der im Ausland lebende Partner kann seinen Lebenspartner in Deutschland besuchen, unabhängig davon, ob er sich vor Grenzübertritt länger als 48 Stunden im Ausland aufgehalten hat.

    11.04.2020, 08.38 Uhr: Zahl der Augsburger Corona-Fälle steigt auf 304

    Das Gesundheitsamt der Stadt Augsburg verzeichnet drei weitere COVID-19-Fälle. Insgesamt wurden somit 304 in Augsburg wohnhafte Personen positiv auf das Coronavirus getestet. 172 von 304 Personen sind laut Gesundheitsamt genesen und konnten aus der häuslichen Isolierung entlassen werden.

    10.04.2020, 17.54 Uhr: Heimbewohner aus Bad Wörishofen stirbt

    Ein 89-jähriger Mann, der positiv auf das Corona-Virus getestet worden war, ist bereits am Donnerstag im Krankenhaus in Kaufbeuren gestorben. Das teilte der Landkreis heute mit. Demnach handelte es sich um einen Bewohner des Kreis-Seniorenwohnheims "Am Anger" in Bad Wörishofen. Der Betroffene litt nach Angaben des Landratsamtes unter Vorerkrankungen.

    10.04.2020, 17.25 Uhr - Im Landkreis Augsburg sterben zwei weitere Menschen an Covid-19

    Im Landkreis Augsburg sind zwei weitere Menschen an den Folgen einer Corona-Erkrankung gestorben. Das teilte das Landratsamt mit. Es handelt sich demnach um zwei Männer im Alter von 75 und 83 Jahren. Damit hat der Landkreis Augsburg drei Todesfälle zu verzeichnen. Insgesamt haben sich im Landkreis Augsburg insgesamt 309 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Davon sind bereits 140 Personen wieder genesen. In Quarantäne befinden sich aktuell 347 Menschen, 1210 Personen wurden bereits wieder aus der Quarantäne entlassen.

    10.04.2020, 17.00 Uhr: Künftiger Augsburger Bischof spricht den Gläubigen Hoffnung zu

    Der ernannte Augsburger Bischof und Apostolische Administrator Bertram Meier hat in seiner Karfreitagspredigt allen Menschen, die vom Coronavirus direkt oder indirekt betroffen sind, Hoffnung und Zuversicht zugesprochen. Jesus mache keinen Bogen um Elend, Angst, Armseligkeit und Sterblichkeit. "Wo wir selbst den geliebtesten Menschen allein den Weg gehen lassen müssen, da ist uns Jesus vorausgegangen. Er ist für uns gestorben, damit wir im kleinen und großen Sterben des Alltags nicht allein bleiben", sagte Meier. Dies solle jenen Trost spenden, die einen Freund oder Verwandten in der Intensivstation oder beim Sterben alleine lassen müssten. "Jesus ist da – und Jesus bleibt da. Der Schmerzensmann mit Dornenkrone ist stärker als Corona“, erklärte der ernannte Bischof.

    10.04.2020, 15:04 Uhr: Präsident des FC Augsburg Hofmann kritisiert große Bundesligisten

    Klaus Hofmann, Präsident des FC Augsburg, hat in einem Interview mit der Augsburger Allgemeinen das Verhalten großer Fußball-Bundesligisten in der Corona-Krise kritisiert. Er fühle sich wie in einem falschen Film, wenn er lese, "dass Fußball-Vereine, die ein paar hundert Millionen Euro Umsatz machen, ihre Geschäftsstellenmitarbeiter in Kurzarbeit schicken." Der FCA versuche, einen anderen Weg zu gehen, die finanzielle Ausstattung des Vereins sei gut. Man werde auch überleben, selbst wenn die Bundesliga-Saison nicht mehr zu Ende gespielt werden würde. Im Interview erklärte Hofmann weiter: "Wenn man liest, dass der eine oder andere Klub schon seine künftigen Fernseheinnahmen abgetreten, also verpfändet hat, dann kann man schon ein Stück weit von Wettbewerbsverzerrung sprechen.“ Der FCA-Präsident forderte deshalb, dass Transfererlöse und Gehälter der Spieler niedriger werden müssten.

    10.04.2020, 13:48 Uhr: Weitere Seniorenheim-Mitarbeiter und eine Bewohnerin erkranken in Bissingen

    Das Landratsamt Dillingen hat mitgeteilt, dass drei weitere Mitarbeiter des Seniorenheims "Pro seniore" am Coronavirus erkrankt sind. In der Einrichtung seien damit inzwischen fünf Mitarbeiter betroffen. Auch eine Bewohnerin ist laut Gesundheitsamt nachweislich am Coronavirus erkrankt. Sie habe bereits am vergangenen Sonntag (05.04.2020) erste Symptome wie Husten und Fieber gezeigt und sei seither isoliert gewesen. Sie befinde sich in einem stabilen Zustand. Das Gesundheitsamt habe am Freitagvormittag vom gesamten Personal Abstriche genommen. Daneben wurden alle 20 Bewohner des Wohnbereichs, in dem die erkrankte Bewohnerin untergebracht ist, auf das Coronavirus getestet.

    10.04.2020, 12:00 Uhr: Europa-Abgeordnete Ferber spricht sich gegen Corona-Bonds aus

    Der Augsburger Europa-Abgeordnete Markus Ferber (CSU) hat sich gegen Corona-Bonds ausgesprochen. Er habe wenig Verständnis für Forderungen nach Corona-Bonds oder neuen gemeinsamen Schuldentöpfen. "Corona-Bonds lösen kein einziges der derzeitigen Probleme", teilte Ferber mit. Der Augsburger begrüßte, dass die EU-Staaten sich jetzt auf ein Hilfspaket von mehr als 500 Milliarden Euro für Arbeitnehmer, Firmen und Staaten geeinigt haben. "Die Maßnahmen sind ausgewogen und der Größe der Herausforderung angemessen. Das Paket zeigt, dass Solidarität auch ohne Schuldenvergemeinschaftung auskommen kann“, kommentierte Ferber den Beschluss der Eurogruppe.

    10.04.2020, 09:56 Uhr: Füssen befürchtet millionenschwere Umsatzeinbußen

    Die Stadt Füssen rechnet wegen ausbleibender Touristen während der Corona-Krise mit Umsatzeinbußen in Millionenhöhe bei ortsansässigen Betrieben. Die Kommune gehe normalerweise von einem durchschnittlichen Bruttoumsatz von etwa vier Millionen Euro pro Woche aus, sagte eine Sprecherin von Füssen Tourismus und Marketing der dpa. Die Stadt Füssen profitiere vom Tourismus vor allem über die Gewerbesteuer, die Zweitwohnungssteuer und einem gewerblichen Fremdenverkehrsbeitrag. In welcher Höhe die Einnahmen wegen der Corona-Krise einbrechen werden, lasse sich gegenwärtig nicht ermitteln. Man gehe aber davon aus, nach dem Sommer einen Nachtragshaushalt verabschieden zu müssen.

    10.04.2020, 09:30 Uhr: Mehr als die Hälfte der Covid-Patienten in Augsburg bereits genesen

    Die Gesundheitsamt Augsburg hat Stand Freitagmorgen sieben weitere COVID-19-Fälle in der Stadt verzeichnet. Insgesamt seien somit 301 Augsburger positiv auf das Coronavirus getestet worden. 155 von diesen 301 Personen seien bereits genesen und konnten aus der häuslichen Isolierung entlassen werden. Laut Gesundheitsamt gab es aber einen siebten Coronavirus-Todesfall in Augsburg. Dabei handele es sich um einen im Jahr 1946 geborenen Patienten mit Vorerkrankung.

    09.04.2020, 19:34 Uhr: FC Augsburg startet Gutschein-Aktion

    Unter dem Motto #augsburghältzusammen2020 will der FC Augsburg nach eigenen Angaben einen Dank an die Menschen aussprechen, die wegen Corona besonders viel leisten. So sei bereits die Spendenplattform www.augsburghältzusammen2020.de online gegangen, um Augsburger Gastronomiebetriebe und Einzelhändler zu unterstützen.

    Nun startet der Bundesligist zusammen mit Sponsoren eine Gutschein-Aktion und verschenkt deswegen Gutscheine an "jene Menschen, die sich besonders um das Wohl unserer Gesellschaft verdient machen." Es solle bewusst jeder angesprochen werden, der sich auf besondere Art und Weise für die Gemeinschaft einsetze und damit das Motto #augsburghältzusammen2020 lebe. Der FCA ruft dazu auf, sich per Email an aktionen@fcaugsburg.de zu wenden. Darin soll erklärt werden, wem und warum der FCA einen Gutschein zukommen lassen sollte.

    09.04.2020, 17:30 Uhr: Landkreis Neu-Ulm meldet 15 neue Corona-Fälle

    Das Landratsamt Neu-Ulm hat am Donnerstagnachmittag aktuelle Zahlen zu Corona herausgegeben: Demnach sind im Landkreis Neu-Ulm insgesamt 289 bestätigte Fälle für eine Infektion mit dem neuen Coronavirus SARS-CoV-2 gemeldet worden. Das seien 15 Personen mehr als gestern. Zehn Personen würden klinisch betreut. Außerdem sei heute eine weitere Person aus einem Seniorenheim in Neu-Ulm gestorben, die sich mit dem Coronavirus infiziert hatte.

    09.04.2020, 16:10 Uhr: Jeder fünfte Unternehmer in Schwaben fürchtet Insolvenz

    Eine Mitgliederumfrage der IHK Schwaben hat ergeben, dass aktuell jeden fünften Unternehmer die Angst vor einer Insolvenz umtreibt. Unter der weltweiten Corona-Krise leiden besonders die 3.000 schwäbischen Unternehmen mit Außenwirtschaftsgeschäften. Der prognostizierte Rückgang der Weltproduktion um 2,5 Prozent trifft laut IHK vor allem die Maschinenbauer und Automobilzulieferer. Dagegen hoffen die Unternehmer, die auf dem regionalen Markt unterwegs sind, dass die Beschränkungen für die Wirtschaft bald schrittweise gelockert werden können. Laut IHK Schwaben haben bereits über 30.000 Unternehmen bei der Regierung von Schwaben einen Antrag auf Corona-Soforthilfe gestellt, rund 10.000 haben bei den schwäbischen Arbeitsagenturen Kurzarbeitergeld beantragt. IHK-Präsident Andreas Kopton nannte die internationalen und nationalen Beschränkungen durch die Corona-Krise einen gewaltigen Stresstest für die regionale Wirtschaft.

    09.04.2020, 15:56 Uhr: BRK bricht Blutspendetermin in Oberstaufen ab

    Weil Schutzkleidung gefehlt hat, hat das Bayerische Rote Kreuz gestern in Oberstaufen einen Blutspendetermin abbrechen müssen. Nach Angaben des BRK-Kreisverbandes Oberallgäu konnte "der Termin unter Einhaltung der gebotenen Sicherheitsvorkehrungen leider nicht zu Ende geführt werden“. Alexander Schwägerl, der Kreisgeschäftsführer des BRK Oberallgäu, entschuldigte sich bei den Spendern und erklärte: "Wir dürfen es uns nicht leisten, ein erhöhtes Risiko einzugehen und mussten daher zu dieser drastischen, jedoch konsequenten Maßnahme greifen." Grund sei ein logistischer Fehler gewesen.

    09.04.2020, 15:06 Uhr: Theater Augsburg bietet virtuelles Theater-Erlebnis für Zuhause

    Das Staatstheater Augsburg startet zu den Osterfeiertagen mit einem "Virtual-Reality-Theater-Lieferservice". Das Ein-Personen-Stück "Judas", das in dieser Spielzeit bereits auf dem Programm stand, wurde vergangene Woche mit Schauspieler Roman Pertl in der Goldschmiedekapelle von St. Anna in einer modifizierten Inszenierung aufgezeichnet. Auf der Homepage des Staatstheaters können Interessierte mit Wohnsitz in Augsburg ab sofort den VR-Lieferservice buchen. Für 9,90 € wird eine VR-Brille mit dem aufgespielten Theaterstück von Mitarbeitern des Staatstheaters für zwei Stunden zu einem vereinbarten Termin nach Hause geliefert. Die Brillen werden nach jeder Nutzung gereinigt und desinfiziert, zudem liefert das Theater eine Einwegmaske mit aus. Nach Ablauf der Leihfrist wird die Brille wieder abgeholt. Intendant André Bücker hatte bereits vor der Corona-Krise angekündigt, künftig ein Virtual-Reality-Repertoire aufbauen zu wollen. Er wolle damit das digitale Theater auf eine neue Ebene heben, sagt Bücker. Das Virtual-Reality-Angebot soll Stück für Stück ausgebaut werden, auch eine Ballett-Produktion und eine weitere Schauspielinszenierung sind bereits in Arbeit.

    09.09.2020, 14:30: Weitere Seniorenheim-Mitarbeiter in Bissingen erkrankt

    Ein weiterer Mitarbeiter des Seniorenheims Pro seniore ist jetzt an Corona erkrankt. Wie im ersten bestätigten Fall stammt der Mitarbeiter ebenfalls aus dem Landkreis Donau-Ries. Beide Mitarbeiter standen laut Mitteilung des Dillinger Landratsamts allerdings nicht in Kontakt zueinander. Alle Bewohner waren Stand gestern Nachmittag gesund und werden seither einem regelmäßigen Screenings auf Anzeichen einer Atemwegserkrankung und Fieber unterzogen. Die betroffenen Wohnbereiche sind abgeriegelt und werden nur von Personal mit Schutzausrüstung versorgt. Das teilt das Dillinger Landratsamt mit.

    09.04.2020, 14:22 Uhr: Bistum Augsburg hilft Menschen in Albanien, Venezuela und Indien in der Corona-Krise

    Das Bistum Augsburg stellt aus dem jüngst aufgelegten Hilfsfonds "Stephana" 500.000 Euro für Soforthilfe in weltkirchlichen Projekten zur Verfügung. Damit sollen in der Corona-Krise Projekt-Partner der Diözese unterstützt werden, die den Ärmsten in ihrem Land das Lebensnotwendigste wie Lebensmittel, Medikamente und Schutzausrüstungen zur Verfügung stellen. Unter den ersten Ländern, in die die Hilfe geht, sind Albanien, Venezuela und Indien, erklärte der ernannte Bischof Bertram Meier. Weil im Moment keine Gottesdienste stattfinden, fallen sowohl die regelmäßigen Kollekten für Hilfswerke wie Misereor als auch spezielle Sammelaktion wie zum Beispiel das Rätschen weg. Daher ruft das Bistum alle Gläubigen auf, die Hilfswerke und deren Projektarbeit großzügig zu unterstützen.

    09.04.2020, 13:20 Uhr: Stadt Memmingen sagt alle Großveranstaltungen ab

    Die Stadt Memmingen sagt wegen der Corona-Krise alle für den Sommer geplanten Großveranstaltungen ab. Das städtische Kulturfestival "Memminger Meile" und das Memminger Kinderfest mit Kinderfestumzug und tausenden Zuschauern am Straßenrand werden heuer nicht stattfinden. In Absprache mit dem Stadtmarketingverein wird auch das Memminger Stadtfest abgesagt, bei dem traditionell tausende Menschen zusammen feiern, teilt die Stadt mit. Es habe im Moment oberste Priorität, die Ausbreitung des Coronavirus zu bremsen, so Oberbürgermeister Manfred Schilder, der die Absagen bedauerte.

    09.4.2020, 11.47 Uhr: Dillinger Volksfest fällt aus

    Das Dillinger Volksfest, auch der "Dillinger Frühling" genannt, ist abgesagt worden. Das hat die Stadt am Donnerstag mitgeteilt. In Abstimmung mit dem Gesundheitsamt, den Festreferenten, den Festplatz- Organisatoren, dem Festwirt und den Schaustellern sei man zu dem Ergebnis gekommen, dass die Durchführung einer solchen Großveranstaltung in der jetzigen Zeit nicht verantwortbar wäre.

    09.04.2020, 10.26 Uhr: Landkreis Augsburg will Masken beschaffen

    Der Landkreis Augsburg will gemeinsam mit den Kommunen dafür sorgen, dass alle Bürgerinnen und Bürger mit Mehrfach-Schutzmasken ausgestattet werden. Derzeit werde ein Konzept erarbeitet, in das auch freiwillige NäherInnen eingebunden werden könnten, so Landrat Martin Sailer. Einer der wichtigsten Punkte dabei sei die Beschaffung von tauglichen Masken zum Schutz der Belegschaft und Bewohner in sozialen Einrichtungen.

    Am Mittwoch hatte das Landratsamt 33.000 medizinische Mund-Nasenschutz-Masken an Pflege-, Alten- und Behinderteneinrichtungen im Landkreis Augsburg geliefert. Weitere sollen folgen. Große Hoffnungen hatte der Landkreis dabei in die Lieferung der angekündigten Stoffrollen von Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger gesetzt. Bislang sei davon eine Rolle im Landratsamt Augsburg eingetroffen – von der Qualität habe man sich jedoch mehr erhofft, so der Landrat. Die Stoffe eigneten sich lediglich zum Nähen von Einmal-Masken und nicht, wie erhofft, für Mehrweg-Masken, die bei 90 Grad Celsius gewaschen und dann wiederverwendet werden könnten.

    09.04.2020, 8.02 Uhr: An Ostern keine Ausflüge ins südliche Ostallgäu

    Das Landratsamt Ostallgäu untersagt für das Osterwochenende touristische Aktivitäten im südlichen Landkreis. Damit sind dort Wandern oder andere sportliche Aktivitäten für Personen, die außerhalb des Landkreises Ostallgäu wohnen, verboten. Die Allgemeinverfügung des Landratsamtes umfasst folgende Gemeindegebiete: Rückholz, Seeg, Roßhaupten, Lechbruck am See, Nesselwang, Eisenberg, Hopferau, Rieden am Forggensee, Halblech, Schwangau, Pfronten und Füssen.

    Ausgenommen sind Personen mit Wohnsitz im Landkreis oder in den Gemeinden Oy-Mittelberg, Wertach, Bad Hindelang, Bernbeuren, Steingaden, Prem, Wildsteig und Bad Saulgrub. Hintergrund der Maßnahme sind vor allem die vorhergesagte gute Witterung für die Osterfeiertage und die bereits am vergangenen Wochenende aufgetretenen Unfälle in den Bergregionen des Landkreises. In diesem Zusammenhang bittet das Landratsamt auch die Einheimischen, auf Wanderungen in den Bergen zu verzichten. Die Verfügung gilt von Karfreitag bis einschließlich Ostermontag.

    09.04.2020, 6.02 Uhr: Internationales Donaufest abgesagt

    Das Internationale Donaufest in Neu-Ulm und Ulm kann in diesem Jahr nicht stattfinden. Das haben die Veranstalter bekanntgegeben. Eigentlich war das Fest für die Zeit vom 3.7. bis 12.7.20 geplant. Mit einem erwarteten Besucheraufkommen von rund 350.000 Menschen sei es zurzeit aber angesichts der Corona-Pandemie nicht möglich, eine solche Großveranstaltung durchzuführen. Kern des Internationalen Donaufestes ist laut Mitteilung dessen internationaler Begegnungscharakter. Doch gerade die persönliche Begegnung von Festbesuchern sei wegen der Ansteckungsgefahr im Moment unmöglich. Eine Verschiebung des Donaufestes auf das Jahr 2021 werde aus unterschiedlichen Gründen nicht befürwortet. Damit findet das nächste Internationale Donaufest voraussichtlich im Sommer 2022 statt.

    08.04.2020, 19.26 Uhr: Augsburg bereitet sich auf mehr Fälle vor

    In den Krankenhäusern im Stadtgebiet Augsburg stehen aktuell mehr als 2.300 Krankenhausbetten zur Verfügung, davon über 130 Intensivbetten und über 110 Beatmungsplätze. So steht es in einer Mitteilung der Stadtverwaltung vom Mittwoch. "Im Moment haben wir durch Verlegungen, Verschiebung von Operationsterminen und Freihaltung von Betten freie Kapazitäten, aber das kann sich in den nächsten Wochen ändern", sagt Prof. Dr. Axel Heller, Intensivmediziner am Uniklinikum Augsburg und Ärztlicher Leiter der Führungsgruppe Katastrophenschutz in Augsburg.

    Die Verantwortlichen in der Region bereiten sich laut Mitteilung drauf vor, die Kapazitäten bei Bedarf auszuweiten. Nach dem bayerischen "Notfallplan Corona-Pandemie" seien in allen Krankenhäusern zunächst die bestehenden Kapazitäten zu nutzen und zu erweitern. In einem nächsten Schritt könnten in der Stadt Augsburg, den benachbarten Landkreisen Augsburg und Aichach-Friedberg sowie den Landkreisen Donau-Ries und Dillingen zusätzlich fast 1.000 Betten geschaffen werden. In diesem Zusammenhang ruft die Stadtspitze die Bürgerinnen und Bürger dazu auf, in den kommenden Tagen auf Ausflüge zu verzichten und die Abstandsregeln einzuhalten.

    08.04.2020, 18.47 Uhr: Zahl der Toten in der Region steigt

    Innerhalb eines Tages ist die Zahl der Corona-Toten in Schwaben um zehn gestiegen. Wie das Landesamt für Gesundheit am Mittwoch mitteilte, sind im Regierungsbezirk inzwischen 56 Menschen gestorben, die sich mit Sars-CoV-2 angesteckt hatten. Die Zahl der Infektionen wird aktuell mit 2.588 angegeben - ein Anstieg um 138 im Vergleich zum Vortag.

    08.04.2020, 17.46 Uhr: Acht Corona-Tote in Pflegeheimen

    Das Landratsamt Ostallgäu meldet sechs Corona-Tote in einem Senioren- und Pflegeheim in Waal. Bei den Verstorbenen handele es sich um fünf Bewohner im Alter von 47 bis 99 Jahren, die unter schweren Vorerkrankungen gelitten hätten, sowie um einen Mitarbeiter des Heims. Derzeit sind laut Mitteilung vom Mittwoch zwei Mitarbeiter und zwölf Bewohner in stationärer Behandlung. Im Heim selbst sei sofort nach Bekanntwerden der ersten Fälle eine Isolierstation eingerichtet worden, in der erkrankte Bewohner gepflegt würden. Insgesamt wurden laut Landratsamt 36 Bewohner und 17 Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getest. "Unser Mitgefühl gilt vor allem allen Angehörigen der Verstorbenen", so Landrätin Maria Rita Zinnecker. Ein Kriseninterventionsteam sei vor Ort.

    Auch das Neu-Ulmer Landratsamt hat einen Corona-Ausbruch in einem Pflegeheim bekanntgegeben. In einer Einrichtung in Neu-Ulm/Ludwigsfeld seien 24 Beschäftigte und 19 Bewohnern positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden. Eine über 80-jährige Person sei bereits am Montag gestorben. Am Mittwoch sei eine 69-jährige Person mit etlichen Vorerkrankungen gestorben. Beide Personen hatten sich laut Mitteilung mit dem Coronavirus angesteckt. Das gesamte Haus sei umgehend unter Quarantäne gestellt worden. Nur Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie medizinisches Personal dürften das Haus betreten. Ansonsten sei jeglicher Zutritt untersagt.

    08.04.2020, 15.04 Uhr: Zahl der Infektionen in Memmingen bleibt gleich

    Seit drei Tagen verzeichnet die Stadt Memmingen keinen Anstieg der Infektionen mit dem Corona-Virus. Die Zahl der bestätigten Sars-CoV-2-Infektionen liegt konstant bei 40. Nach Auskunft der Stadt werden im Klinikum Memmingen aktuell sechs Patientinnen und Patienten mit einer Covid-19-Erkrankung behandelt - eine Person mehr als zuletzt. Zwei Infizierte werden auf der Intensivstation versorgt. Das Klinikum behandelt Patientinnen und Patienten aus der gesamten Region, nicht nur aus der Stadt Memmingen.

    08.04.2020, 13.13 Uhr: Hygiene auch bei Feldarbeit wichtig

    Die IG Bauen-Agrar-Umwelt Schwaben weist daraufhin, dass in Zeiten der Corona-Krise auch bei der Arbeit auf den Feldern Hygiene wichtig sei. Es komme darauf an, auch draußen das regelmäßige Händewaschen und Desinfizieren sicherzustellen. Michael Jäger von der IG Bau sagte, ein sonst übliches Mobil-WC reiche jetzt nicht mehr aus, die Toilette am Feldrand brauche einen Wasseranschluss.

    Wenn Pflanz- und Erntehelfer in Unterkünften untergebracht werden, dann seien Einzelzimmer notwendig. Die Corona-Pandemie bedeute das Aus der sonst üblichen Sammelunterkünfte, so Jäger. Denn dort gelte das gleiche wie auf den Feldern: Der Abstand von mindestens 1,5 Metern ist Pflicht. Zudem müssten Sozial- und Sanitärräume alle zwei Tage fachmännisch gereinigt werden.

    Auch Sammelfahrten von Feld zu Feld müssen laut Jäger tabu sein. Erntehelfer sollten möglichst alleine und mit dem eigenen Pkw, Motorroller oder Fahrrad zur Feldarbeit fahren. Dafür müsse ihnen der Landwirt eine Entschädigung bezahlen. Jäger forderte darüberhinaus Menschen in der Region auf, die Landwirte zu unterstützen. Viele hätten ein Problem, jetzt Erntehelfer zu finden. Wer zupacken könne, solle das jetzt tun, so Jäger. Es sei die Chance, Geld nebenbei zu verdienen und die Zeit sinnvoll zu investieren.

    08.04.2020, 10:30 Uhr: Bauteile für Gesichtsschutz aus dem 3D-Drucker für Uniklinik Augsburg

    Wie die Hochschule Augsburg mitteilt, haben Studierende der Fakultät für Informatik Bauteile für einen Vollgesichtsschutz gefertigt, der in der Corona-Krise helfen könnte. Für das Universitätsklinikum Augsburg hat das "FabLab" bereits mehr als 250 Rundbögen für einen Vollgesichtsschutz produziert - mittels 3D-Druckern. Diese Faceshields seien laut Hochschule Augsburg aktuell in Krankenhäusern Mangelware.

    Das Team, bestehend aus sechs Studierenden, habe bis zu 17 Stunden täglich an den Bauteilen gearbeitet - und sie teils auch mit privaten 3D-Druckern gefertigt. Zusätzlich habe dann noch die Fakultät für Elektrotechnik weitere 3D-Drucker zur Verfügung gestellt. So stünden laut Hochschule Augsburg aktuell 15 3D-Drucker zur Produktion bereit. Nachdem der Bedarf des Augsburger Uniklinikums an den Faceshields momentan gedeckt sei, wolle das "FabLab" seine Hilfe auch noch weiteren Projekten anbieten: Aktuell laufen laut Hochschule Augsburg Anfragen beim Bayerischen Gesundheitsministerium sowie beim Katastrophenschutz.

    08.04.2020, 09:18 Uhr: Stadt Günzburg unterstützt regionales Einkaufsportal

    Die Stadt Günzburg übernimmt ab sofort die Lieferkosten für alle, die von Montag bis Freitag beim regionalen Einkaufsportal www.wir-in-guenzburg.de bestellen. Eigentlich wäre seit dem 30. März eine Zustellgebühr von 5,95 Euro pro Bestellung seitens des Anbieters fällig gewesen. Weil die Stadt in Corona-Zeiten nach eigenen Angaben aber den Kauf beim Händler vor Ort fördern will, werden vorerst städtische Bauhofmitarbeiter mit städtischen Dienstwagen die Ware im Stadtgebiet überbringen und so die Lieferkosten für die Besteller einsparen. Der Kunde muss dann nur noch die Ware selbst bezahlen. Über die Initiative „wir-in-guenzburg“ kann man in Günzburg seit 2018 bei regionalen Händlern Waren bestellen. Das Portal war als Alternative zu Amazon und Co. ins Leben gerufen worden, um die lokalen Geschäfte zu unterstützen

    7.4.20, 19.29 Uhr: Corona-Regeln betreffen auch Zweitwohnungen

    Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, ist auch der Aufenthalt in einer Zweitwohnung an triftige Gründe geknüpft. Darauf weist das Landratsamt Oberallgäu hin. Die Hauptwohnung dürfe nur aus beruflichen Gründen, zum Zweck des Einkaufs oder wegen eines Arztbesuchs verlassen werden. Fahrten zum Zweitwohnsitz oder zum Dauercampingplatz bedürfen deshalb eines triftigen Grundes - zum Beispiel, um Schäden am Eigentum zu verhindern, etwa bei einem Wasserrohrbruch.

    Das Landratsamt appelliert deshalb an die Bürgerinnen und Bürger, sich zu überlegen, ob die Fahrt zwingend notwendig ist oder doch zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden kann. Jede Zweitwohnungsnutzung unterlaufe die derzeitigen Anstrengungen, das Reiseaufkommen drastisch zu verringern und das Gesundheitssystem im Oberallgäu zu entlasten, heißt es aus dem Landratsamt.

    7.4.20, 18.21 Uhr: Osterplärrer fällt aus

    Wie die Stadt Augsburg mitteilt, kann der eigentlich für 12. bis 26.4. geplante Osterplärrer wegen der Corona-Krise nicht stattfinden. Auch eine Verlegung in den Mai ist nicht möglich. Zunächst hatte die Stadt noch überlegt, ob in Abstimmung mit den Schaustellern und den beiden Festwirten eine Verschiebung um wenige Wochen möglich sei. Ordnungsreferent Dirk Wurm sagte jedoch, aufgrund der aktuellen Lage sei eine Veranstaltung wie ein Volksfest auch in den nächsten Wochen nicht durchführbar.

    Ob der Osterplärrer zu einem späteren Zeitpunkt oder auch in veränderter Form nachgeholt werden könne, sei aktuell nicht absehbar. Wurm sagte außerdem, er bedauere diese Entscheidung sehr, da der Osterplärrer zum Leben in der Stadt gehöre und sich viele Augsburgerinnen und Augsburger immer sehr auf das Volksfest freuten. Er stehe weiterhin in Gesprächen mit Schaustellern, Festwirten und dem Marktamt, um Alternativen zu diskutieren. Ein Ergebnis dieser Gespräche erwarte er allerdings erst nach den Osterferien.

    7.4.20, 17.16 Uhr: Vier weitere Corona-Tote in Schwaben

    Das Landesamt für Gesundheit hat am Dienstag für Schwaben 125 zusätzliche Corona-Fälle gemeldet. Damit haben sich im Regierungsbezirk bisher insgesamt 2.450 Menschen mit dem Sars-CoV-2-Virus angesteckt. Die Zahl der Toten stieg auf 46 und liegt damit um vier höher als am Montag.

    7.4.20, 13.50 Uhr: FC Augsburg sieht sich bis Juni nicht insolvenzbedroht

    Der FC Augsburg kommt nach Vereinseinschätzung in der Corona-Krise in dieser Saison nicht in existenzielle Nöte. Der Geschäftsführer Michael Ströll sagte dem "Kicker" und der "Augsburger Allgemeinen", dass in den nächsten Wochen zunächst keine Zahlungsunfähigkeit drohe. "Sollte bis Ende Juni nicht gespielt werden, sind wir als FCA zwar nicht insolvenzbedroht, die Situation würde sich für uns jedoch ebenfalls verschärfen", sagte er.

    Falls der Spielbetrieb länger ruht, könne es aber finanziell kritisch werden. "Wenn sogar über Juni hinaus die Einnahmen ausblieben, so wäre es für viele Vereine vermutlich nur eine Frage der Zeit, bis nicht mehr bezahlt werden kann. Auch wir würden da keine Ausnahme darstellen", sagte Ströll.

    Der FC Augsburg hat bereits sämtliche größeren Investitionen gestoppt. Zur Unterstützung in der Krise organisiert der Verein mit Sponsoren und Partnern mehrere Hilfsaktionen etwa für betroffene Betriebe in der Region, für Ärzte und Krankenhauspersonal oder für hilfsbedürftige Menschen. Einen organisierten Gehaltsverzicht der Spieler gibt es bislang nicht.

    7.4.20, 12.38 Uhr: Junges Theater Augsburg startet Schreibwerkstatt

    Das Junge Theater Augsburg sucht Corona-Geschichten von Kindern und Jugendlichen. Im Rahmen einer Schreibwerkstatt wollen die Macher Erlebnisse, Geschichten oder Gedanken zu dieser Zeit sammeln. Aus allen Einsendungen wird im Sommer im Rahmen des Tschamp-Ferienprogramms das Theaterstück "Ausgebremst" entwickelt.

    Die Geschichten können per Mail an info@jt-augsburg geschickt werden. Einsendeschluss für die Schreibwerkstatt ist der 30. April. Außerdem geht das Theater vorläufig bis Ende April zweimal pro Woche per Web-Radio on air: jeweils montags und donnerstags von 14 bis 15 Uhr gibt es auf stayfm, einem unabhängigen Web-Radio, ein abwechslungsreiches Programm für kleine und große Theaterfans.

    07.04.2020, 09:12 Uhr: Augsburger Radbegehren kommt ins Stocken

    Wegen Corona können die Aktivisten von "Fahrradstadt jetzt" in Augsburg derzeit keine Unterschriften für ein Fahrradbegehren sammeln. Unterschriften können wegen der Ausgangsbeschränkungen nur per Post entgegen genommen werden. In den ersten beiden Sammlungswochen im März habe das Aktionsbündnis “Fahrradstadt jetzt” schon zwei Drittel der benötigten 11.000 Unterschriften sammeln können, sagt Arne Schäffler, einer der Initiatoren. Doch jetzt verabschiedet sich das Aktionsbündnis vom erklärten Ziel, zu Beginn der neuen Legislaturperiode Anfang Mai dem Stadtrat mindestens 11.000 Unterschriften vorzulegen. Frühestens Ende Mai, aber vielleicht auch erst im Juni oder Juli, werde das Bündnis die Unterlagen einreichen. Das Ziel lautet nun, 20.000 Unterschriften vorzulegen. Mit dem Fahrradbegehren wollen die Aktivisten für mehr und bessere Radwege sorgen.

    07.04.2020, 07:26 Uhr: Augsburger Tafel gibt wieder Lebensmittel aus

    Eine Woche hatte die Augsburger Tafel geschlossen, ab heute werden wieder Lebensmittel ausgegeben. Allerdings können Tafelkunden die Waren nicht mehr selbst aussuchen, sondern bekommen fertig gepackte Tüten.

    Und auch die Arbeit der Tafel-Helfer hat sich verändert, denn sowohl im Lager als auch in den Lieferautos war es viel zu eng. Deshalb haben die Tafel-Mitarbeiter zusammen mit der Stadt Augsburg ein neues Konzept erarbeitet: Gelagert werden die Lebensmittel jetzt in einer Halle der Messe Augsburg, dort packen Tafel-Helfer zusammen mit städtischen Angestellten die Tüten mit Lebensmitteln. Beim Transport zu den Ausgabestellen hilft der FC Augsburg mit Fahrzeugen und Personal und stellt Security, die aufpasst, dass alles geordnet abläuft. Für Menschen, die die Lebensmittel nicht selbst abholen können, will das Freiwilligen-Zentrum Augsburg eine Art Bring-Service organisieren.

    6.4.20, 19.43 Uhr: Augsburg richtet "Krisenstab Altenhilfe" ein

    Die Stadt Augsburg will Alten- und Pflegeheime dabei unterstützen, Corona-Ausbrüche in den Einrichtungen zu verhindern beziehungsweise einzudämmen. Wie es in einer Mitteilung vom Montag heißt, wurde vor drei Wochen ein "Krisenstab Altenhilfe" als regelmäßig tagendes Gremium eingerichtet. Die Stadtverwaltung verstehe sich als Bindeglied zwischen den Einrichtungs-Trägern, dem Freistaat Bayern und der Kassenärztlichen Vereinigung.

    In zwei von 26 Augsburger Altenheimen haben sich bisher laut Mitteilung Bewohner mit Sars-CoV-2 angesteckt: Zehn Erkrankungsfälle wurden bestätigt, darunter ein Todesfall am 4. April. In beiden Heimen hätten die Träger gemeinsam mit dem städtischen Gesundheitsamt sofort die nötigen Schutzmaßnahmen ergriffen: Die betroffenen Stationen seien unter Quarantäne gestellt worden, Personal und Bewohner seien umfangreich getestet worden.

    Währenddessen beklagt die Arbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege in Augsburg, von Politik und Behörden im Stich gelassen zu werden. "Wir erhalten ständig Anordnungen, die sich teilweise widersprechen und teilweise falsch sind", so Pfarrer Fritz Graßmann, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft und Theologischer Vorstand der Diakonie Augsburg.

    Als Beispiel führt die Arbeitsgemeinschaft einen Vorgang in St. Verena an, einer Caritas-Einrichtung in der Augsburger Innenstadt. Dort hätten Pflegekräfte vergangene Woche beobachtet, dass Bewohner Erkältungs-Symptome hatten. "Wir mussten dann einen ganzen Tag herumbetteln, bis alle zehn Bewohner getestet waren", klagte Brigitta Hofmann, Geschäftsführerin der CAB Caritas Augsburg Betriebsträger gGmbH. Zwei seien positiv getestet worden, für die anderen acht Personen lägen bis jetzt keine Ergebnisse vor. Nur aufgrund eigenen Bemühens sei es gelungen, alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in St. Verena zu testen.

    Vor diesem Hintergrund fordert die Arbeitsgemeinschaft, dass einheitlich alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Pflegediensten bevorzugt getestet werden und dass Reihentestungen durchgeführt werden. Es könne nicht sein, dass Gesundheitsämter dazu jeweils eigene Anordnungen erließen.

    6.4.20, 17.40 Uhr: Zahl der Toten im Kreis Donau-Ries steigt auf sechs

    Inzwischen liegen weitere Testergebnisse aus dem Harburger Seniorenheim vor, in dem es einen Corona-Ausbruch gegeben hat. Bei einem weiteren der insgesamt neun verstorbenen Bewohnern des Heims ist das Ergebnis positiv. Damit gibt es inzwischen sechs bestätigte Covid-19-Tote im Landkreis Donau-Ries. Das teilte das Landratsamt Donau-Ries am späten Montagnachmittag mit.

    Zur Aufrechterhaltung der Versorgung der Bewohner in dem Harburger Seniorenheim wurden vom Gesundheitsamt umfangreiche Maßnahmen getroffen. Die Bewohner sind jetzt in Einzelzimmern untergebracht. Das Heim wurde außerdem in positiv und negativ getestete Personen aufgeteilt. Außerdem wurde ein Aufnahme- und Verlegungsstopp für das Heim angeordnet. Eine Ausnahme wird gemacht, falls ein Bewohner ins Krankenhaus muss.

    6.4.20, 16.32 Uhr: Corona-Regeln für Müllentsorgung

    Abfälle aus Privathaushalten, in denen mit dem Corona-Virus infizierte oder erkrankte Menschen wohnen, müssen gut verpackt über den Restmüll entsorgt werden. Darauf weist das Landratsamt Unterallgäu hin. Das gilt auch, wenn die Abfälle normalerweise über die Gelbe oder die Altpapiertonne entsorgt würden: In diesem Fall müssen sie in den Restmüll wandern, heißt es in einer Mitteilung.

    Wichtig sei dabei, dass die Abfälle in stabile, reißfeste Säcke verpackt und verknotet werden. Diese Maßnahme empfiehlt das Landesamt für Umwelt. Lediglich für Glas, Pfandverpackungen, Elektrogeräte, Batterien und Schadstoffe gilt die Regel mit dem Restmüll nicht. Sie müssen wie gewohnt entsorgt werden - aber erst, wenn die infizierte Person wieder gesund und die Quarantäne aufgehoben ist, so das Landratsamt.

    6.4.20, 14.23 Uhr: Zahl der Corona-Toten steigt auf 42

    In Schwaben haben sich nach aktuellem Stand 2.325 Menschen mit dem Sars-CoV-2-Virus angesteckt. Damit liegt die Zahl der Infizierten um 120 höher als am Sonntag. Das zeigen Daten des Landesamts für Gesundheit. Fünf weitere Corona-Tote sind demnach im Regierungsbezirk zu beklagen - damit liegt die Zahl der Toten jetzt insgesamt bei 42.

    06.04.2020, 10:40 Uhr: Neun weitere COVID-19-Fälle in Augsburg

    Das Gesundheitsamt der Stadt Augsburg verzeichnet neun weitere COVID-19-Fälle. Nach Angaben des Amtes wurden somit 256 in Augsburg wohnhafte Personen positiv auf das Coronavirus getestet. 75 von ihnen sind inzwischen wieder genesen und konnten aus der häuslichen Isolierung entlassen werden, so das Gesundheitsamt. Statistisch gesehen kommen damit auf 100.000 Einwohner in Augsburg rund 85 positiv getestete Fälle. Im bayernweiten Durchschnitt sind es aktuell 168.

    06.04.2020, 08:20 Uhr: Offinger Firma produziert 40.000 Liter Desinfektionsmittel

    Das Offinger Chemieunternehmen Richard Geiss (Lkr. Günzburg) fährt seine Produktion an Desinfektionsmitteln hoch: So werde man ab sofort 40.000 Liter wöchentlich produzieren, "um Bayern und Schwaben mit Desinfektionsmittel versorgen zu können“, sagt Unternehmens-Chef Bastian Geiss. Die ersten knapp 15.000 Liter Desinfektionsmittel, die Geiss bereits produziert hat, gingen vereinzelt an Krankenhäuser und Apotheken sowie das Landratsamt Günzburg.

    Das Unternehmen liefert erst einmal an öffentliche Einrichtungen in Schwaben. Diese wiederum verteilen das Desinfektionsmittel dann weiter dorthin, wo es gebraucht wird: in Krankenhäusern, Kliniken, Seniorenheimen und Pflegeeinrichtungen sowie in sämtliche öffentliche Einrichtungen. Die Firma hatte in den vergangenen Wochen seine Produktion im chemisch-pharmazeutischen Bereich umgestellt. Geiss liefert nun ein komplett fertiges Mittel zur hygienischen Händedesinfektion. Apotheken und Krankenhäuser müssen nichts mehr anmischen oder verdünnen.

    06. April, 07:02 Uhr: Arbeiten zur Bayerischen Landesausstellung gehen weiter

    In Aichach gehen die Arbeiten zur Landesausstellung "Stadt befreit" ungeachtet aller Einschränkungen planmäßig voran. Bis zum heutigen Montag werden die Arbeiten am FeuerHaus in Aichach abgeschlossen sein. "Die Aufträge waren vergeben, die Fassade ist fertig", sagte der Aichacher Bürgermeister Klaus Habermann. Im Haus arbeiten auch die Kuratoren der Landesausstellung wie geplant. Auch am Oberwittelsbacher Burgplatz und im Wittelsbacher Museum wird gearbeitet. "Wir wollen alles fertig kriegen", so Habermann. Die Eröffnung der Landesausstellung war ursprünglich für den 28. April 2020 geplant, die Dauer vom 29. April bis 8. November 2020 angesetzt. Wann sie nun stattfinden wird, steht noch nicht fest.

    5. April, 16.41 Uhr: Offenbar drei Corona-Tote in Aichacher Seniorenheim

    In einem Aichacher Seniorenheim sind sieben Bewohner positiv auf Corona getestet worden. Das hat das Landratsamt am Sonntagnachmittag bekanntgegeben. Drei von ihnen seien verstorben. Ein Vertreter des Heims sagte auf BR-Anfrage, man könne die Zahlen weder bestätigen noch dementieren. Weitere Einzelheiten sind noch nicht bekannt.

    5. April, 14.35: Vier weitere Corona-Tote in Schwaben

    In Schwaben hat sich die Zahl der Corona-Toten auf 37 erhöht. Das geht aus den aktuellen Zahlen des Landesamts für Gesundheit hervor. Damit sind am Sonntag in Schwaben vier Todesopfer mehr zu beklagen als am Samstag. Die zusätzlichen Todesfälle entfallen auf Augsburg, Lindau, Kaufbeuren und den Landkreis Ostallgäu. Mit dem Sars-CoV-2-Virus angesteckt haben sich in Schwaben inzwischen 2.205 Menschen - 116 mehr als am Vortag.

    5. April, 10.05 Uhr: Kaufbeuren meldet ersten Todesfall

    Kaufbeuren hat bekanntgegeben, dass in der Stadt erstmals ein Mensch mit einer Corona-Infektion gestorben ist. Wie es in der Mitteilung heißt, handelt es sich um eine Person im fortgeschrittenen Alter, die neben schweren Vorerkrankungen auch mit dem Sars-CoV-2-Virus infiziert war. Die Person lebte in einem Seniorenheim und war vor Kurzem in eine Klinik gebracht worden.

    Auch der Landkreis Augsburg meldet einen ersten Corona-Todesfall. "Wir haben im Landkreis Augsburg leider einen Menschen durch das Corona-Virus verloren", teilt Landrat Martin Sailer mit. Ein 64-jähriger Mann sei an der Lungenkrankheit verstorben. "Unser Beileid gilt den Angehörigen und allen, denen der Verstorbene lieb und teuer war", so Sailer.

    Die Zahl der Infizierten beläuft sich aktuell im Landkreis Augsburg auf 250 Personen. 86 Menschen sind nach der Erkrankung wieder gesund, 315 befinden sich derzeit in Quarantäne und 879 haben die Quarantäne bereits hinter sich.

    4. April, 19.40 Uhr: Drei weitere Todesfälle in Schwaben

    Das Landesamt für Gesundheit meldet für Schwaben 2.089 Corona-Fälle. Damit ist die Zahl der Infektionen im Regierungsbezirk im Vergleich zum Vortag um 186 gestiegen. Die Zahl der Corona-Toten wird aktuell mit 33 angegeben. Das sind drei mehr als am Vortag.

    4. April, 11.30: Stadtrat Füssen: Ferienausschuss übernimmt bis Ende April

    Während der Corona-Krise übernimmt in der Stadt Füssen ab sofort der Hauptverwaltungs-, Finanz- und Personalausschuss die Aufgaben des Stadtrats. Er wurde mit den Befugnissen eines nach der Gemeindeordnung vorgesehenen „Ferienausschusses“ ausgestattet, teilt die Stadt mit. Bis zum Ende der laufenden Wahlperiode am 30. April wird der Stadtrat daher nicht mehr in voller Besetzung tagen. Damit folgt die Stadt Füssen einer Empfehlung des Bayerischen Gesundheitsministeriums. So könne trotz Schutz vor Ausbreitung des Coronavirus die Handlungsfähigkeit der Stadtverwaltung aufrechterhalten werden. Die nächsten Sitzungen des Füssener Stadtrats finden am 21. April und am 28. April statt. Die Tagesordnungspunkte dieser beiden Sitzungen werden auf das Notwendigste beschränkt. Die beiden Sitzungen sollen weiter öffentlich sein. Sie finden aber nicht wie gewohnt im Großen Sitzungssaal im Rathaus, sondern in der Turnhalle der Anton-Sturm-Mittelschule in Füssen statt. Je nach Bedarf behält sich die Stadt aus Gründen des Infektionsschutzes vor, den Zugang für die Öffentlichkeit mengenmäßig zu regulieren.

    4. April, 10.50: Klinik Oberstdorf setzt stationären Betrieb vorübergehend aus

    Aufgrund der Allgemeinverfügung wird jetzt die Klinik Oberstdorf bis Montag (06.04.) geräumt. Damit will man auf den zu erwartenden Anstieg an COVID-19-Patienten infolge der Corona-Pandemie vorbereitet sein. Das teilt der Klinikverbund Allgäu mit. Die stationären Patienten werden an die Kliniken Kempten und Immenstadt verlegt. Die Mitarbeiter der Klinik Oberstdorf werden ab kommender Woche ebenfalls an anderen Standorten eingesetzt und für die Versorgung in den hochspezialisierten Bereichen geschult. Derzeit sind noch ausreichende Behandlungskapazitäten an den Standorten Kempten und Immenstadt vorhanden. Sollten diese Kapazitäten aufgrund der Pandemie in den nächsten Tagen bzw. Wochen voll belegt werden, könne die Patientenversorgung in der Klinik Oberstdorf kurzfristig wiederaufgenommen werden. Die ambulante Notfallversorgung am Standort Oberstdorf bleibt weiterhin erhalten.

    4. April, 09.50: Pflegekraft und Bewohner in Kaufbeurer Altenheim positiv getestet

    Im Alten- und Pflegeheim der Kaufbeurer Hospitalstiftung zum Heiligen Geist sind jetzt eine Pflegekraft und ein Bewohner positiv auf das Virus getestet worden. Das teilt die Stadt Kaufbeuren mit. Durch die Pflegekraft gibt es eine Reihe von Kontaktpersonen unter den Bewohnerinnen, Bewohnern und Pflegekräften.

    In Abstimmung mit dem Gesundheitsamt wurde für die Kontaktpersonen unter den Bewohnern ein extra Bereich geschaffen (KP1-Bereich). Sollten bei weiteren durchgeführten Tests positive Befunde gestellt werden, ist bereits ein Ausweichbereich für diese Bewohnerinnen und Bewohner in Vorbereitung (COVID19-Bereich). Diese beiden Bereiche sind durch Schleusen von den übrigen getrennt und werden von geson-derten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern versorgt, die keinen direkten Kontakt zu ihren übrigen Kolleginnen und Kollegen haben. Die als Kontaktpersonen ermittelten Pflegekräfte wurden vom Gesundheitsamt getesttet und dürfen vorerst nicht weiter in der Einrichtung tätig sein.

    3. April, 19.08: Rettungskräfte erleben Ruhe vor dem Sturm

    Der Augsburger Allgemeinmediziner Stefan Doesel fährt neben der Arbeit in seiner Hausarztpraxis auch regelmäßig Notarzt-Einsätze. Derzeit herrsche "die Ruhe vor dem Sturm". Die Notaufnahme im Augsburger Uniklinikum habe er in 20 Jahren noch nie so leer gesehen wird jetzt. Doch der Blick auf anderen Länder zeige, dass die Zahl der Corona-Fälle in einem Ort binnen kurzer Zeit schnell steigen könne: "Das kann innerhalb von zwei bis drei Tagen losbrechen, und dann wird es auch im Rettungsdienst hochploppen", befürchtet der Arzt. Andererseits könnten in seinen Augen die Ausgangsbeschränkungen nicht allzu lange aufrecht erhalten werden. Vor allem die Älteren, die allein leben, litten sehr unter der Isolation.

    3. April, 17.40: DGB Schwaben fordert mehr Kurzarbeitergeld

    Der DGB Schwaben fordert eine deutliche Anhebung des Kurzarbeitergeldes. Nach Angaben des DGB sind inzwischen fast 12.500 Arbeitnehmer von Kurzarbeit betroffen. Allein für die Stadt Augsburg seien es fast 3.000 Beschäftigte, und das, bevor die Krise überhaupt zugeschlagen habe, so Silke Klos-Pöllinger, Regionsgeschäftsführerin des DGB Schwaben und Augsburger DGB-Kreisvorsitzende. Diese Zahl werde noch weiter steigen, besonders Beschäftigte mit kleinen Einkommen seien betroffen. Arbeitgeber und Bundesregierung müssten sich deshalb jetzt bewegen. Die Arbeitgeber sollten verpflichtet werden, die Entlastung bei den Lohnkosten an die Beschäftigten weiterzugeben. Auch die Beschäftigten, die nicht unter dem Schutz eines Tarifvertrags stehen, müssten ohne Absturz durch die Krise kommen. Das Kurzarbeitergeld müsse deshalb auf mindestens 80 Prozent angehoben werden, so Klos-Pöllinger. „Nur wenn die Menschen mehr Geld zur Verfügung haben, wird noch konsumiert und können auch dem Handwerk die benötigten Aufträge erteilt werden.“

    3. April, 16.58 Uhr: 20 Mitarbeiter in Harburger Pflegeheim infiziert

    Im Harburger Pflegeheim "Ellen-Märker-Haus" sind mindestens 20 der insgesamt 50 Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert. Das teilt das Landratsamt Donau-Ries mit. Noch lägen aber nicht die Testergebnisse aller Mitarbeiter vor. In dem Pflegeheim sind in dieser Woche bereits neun Bewohner durch das Coronavirus gestorben. Das ist fast jeder fünfte Bewohner des Seniorenheims, das von der Diakonie betrieben wird.

    Wie der BR aus Mitarbeiterkreisen des Heims erfahren hat, wussten die Angestellten bis Freitagmittag selbst noch nichts von ihren Infektionen. Erst durch Medienanfragen, als Reaktion auf die Pressemitteilung des Landratsamtes, habe man erfahren, dass es 20 Infektionen unter den Mitarbeitern geben soll. Laut Landratsamt sind außerdem aktuell drei weitere Bewohner des Heims mit Corona infiziert, zwei von ihnen sind ins Krankenhaus gebracht worden.

    3. April, 15.46 Uhr: Zahl der Corona-Toten steigt

    Die Zahl der im Regierungsbezirk Schwaben mit Sars-CoV-2 Infizierten ist nach Angaben des Landesamts für Gesundheit seit Donnerstag um 190 auf inzwischen 1.903 gestiegen. Innerhalb eines Tages seien vier Infizierte gestorben. Damit erhöht sich die Zahl der Corona-Toten in Schwaben auf 30. Je einen Todesfall gibt es in Kempten, in Lindau, in Neu-Ulm und im Unterallgäu.

    3. April, 14.55 Uhr: Zoo Augsburg bittet Bürger um Hilfe

    Der Augsburger Zoo sorgt sich wegen der Corona-bedingten Ausgangsbeschränkungen um seine Zukunft und bittet die Bürger um Unterstützung. Viele Menschen riefen an und fragten, wie sie dem Zoo helfen könnten, heißt es in einer Mitteilung. Der Zoo weist deshalb auf die Möglichkeit einer Tierpatenschaft hin: Ab 50 Euro könne man die Patenschaft etwa für ein Kaninchen übernehmen.

    Ein Elefant fällt etwas mehr ins Gewicht: Hier kostet eine Patenschaft 4.000 Euro. Dafür lässt sich diese individuell für ein bestimmtes Tier übernehmen, während für Kosten von weniger als 500 Euro nur generell eine Patenschaft für ein Tier einer Art übernommen werden kann - nicht aber für ein bestimmtes Tier.

    Der Beitrag entspricht in etwa den Futterkosten für ein Jahr, auch die Patenschaft gilt immer ein Jahr. Außerdem erlässt der Zoo ab sofort die Vorverkaufsgebühren für den Ticketkauf im Onlineshop. Das gilt für Einzel- und Jahreskarten gleichermaßen.

    3. April, 13.18 Uhr: Augsburger Tafel macht wieder auf

    Die seit dem 27. März geschlossene Tafel in Augsburg nimmt am kommenden Dienstag ihren Betrieb wieder auf. Das hat die künftige Augsburger Oberbürgermeisterin Eva Weber angekündigt. Die Ausgabe der Lebensmittel an Bedürftige werde im Freien erfolgen, die Ware werde nur in vorgepackten Tüten verteilt, es sei auch ein Bringservice geplant. Die Helfer sollen mit Schutzmasken ausgestattet werden.

    Neukunden erhalten mit entsprechenden Nachweisen vorübergehende Abholberechtigungen an bestimmten Ausgabestellen. Die veränderten Bestimmungen gelten nach Angaben der Tafel vorerst bis zum Ende der Ausgangsbeschränkungen.

    3. April, 10.40 Uhr: Erster Corona-Fall im Landratsamt Ostallgäu

    Im Landratsamt Ostallgäu gibt es einen ersten Corona-Fall. Das hat Landrätin Maria Rita Zinnecker dem BR mitgeteilt. Der Betrieb der Behörde sei dadurch aber nicht stark beeinträchtigt. Nach Angaben der Landrätin handelt es sich um einen Mitarbeiter aus der Poststelle.

    Zwar sei der Mann im gesamten Haus unterwegs gewesen, habe bei seiner Tätigkeit aber nur mit wenigen anderen Mitarbeitern längeren Kontakt gehabt. Personen, die mindestens 15 Minuten Gesichts-Kontakt mit dem Erkrankten hatten, befänden sich inzwischen im Homeoffice oder in Quarantäne. Sie würden nun als Kontaktpersonen der Kategorie 1 auf Corona getestet.

    Der Mitarbeiter aus der Poststelle habe glücklicherweise durch seinen Vorgänger ersetzt werden können, der aus dem Ruhestand zurückgeholt worden sei. "Und wir haben die systemrelevanten Bereiche bereits so organisiert, dass ein Team zuhause im Homeoffice ist und das andere Team hier. Und dann wird gewechselt, sodass, wenn irgendwelche Infektionen auftreten, wir trotzdem noch leistungsfähig sind", so Zinnecker.

    3. April, 5.29 Uhr: "Soforthilfe Corona" erlebt Antragsflut - IHK Schwaben unterstützt Regierung von Schwaben

    Die IHK übernimmt den Betrieb der Service-Hotline, die Fragen rund um die "Soforthilfe Corona" für Unternehmen beantwortet. Grund dafür ist eine Welle von Anrufen und Anträgen auf Fördermitteln, die seit Ankündigung der Förderprogramme bei der Regierung von Schwaben eingingen.

    Laut Auskunft des Wirtschaftsministeriums vom 1. April seien allein bei der Regierung von Schwaben mehr als 26.000 Anträge von Freiberuflern, Selbständigen sowie kleinen und mittleren Unternehmen eingegangen.

    Rund 20 Millionen Euro an Fördergeldern wurden bereits zur Auszahlung angewiesen. Die IHK hat sich bereit erklärt, die Telefon-Hotline zu übernehmen, um die Mitarbeiter der Regierung von Schwaben zu entlasten, so IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Marc Lucassen.

    "An erster Stelle steht die schnelle Unterstützung der heimischen Unternehmen. Daher bringen wir gerne die Beratungskompetenz aus unserem Kerngeschäft ein, im Schulterschluss mit der Regierung von Schwaben.“ Marc Lucassen, IHK-Hauptgeschäftsführer

    Regierungspräsident Erwin Lohner erwartet sich von der Unterstützung kürzere Verfahrenszeiten und schnellere Geldflüsse dorthin, wo Kapital jetzt dringend gebraucht werde.

    3. April, 5.15 Uhr: Bistum Augsburg legt Corona-Hilfsfonds für Pfarrgemeinden auf

    Das Bistum Augsburg legt in der Corona-Krise einen zehn Millionen Euro schweren Hilfsfonds für Pfarreien und kirchliche Einrichtungen auf. "Wir stehen Euch in der jetzigen Situation, die viele Unwägbarkeiten birgt, solidarisch zur Seite", sagte der ernannte Augsburger Bischof Bertram Meier an die Adresse der Betroffenen. "Macht Euch keine Sorgen über die Finanzierbarkeit laufender Projekte."

    Finanziert wird der «Stephana» genannte Hilfsfonds aus Rücklagen des Bistums. Es gebe die Möglichkeit, ihn um zehn Prozent aufzustocken oder sogar um fünf Millionen Euro zu erhöhen. Durch das Kontaktverbot und andere Corona-Vorgaben sei es derzeit viel schwerer als sonst, Mittel einzuwerben. Das treffe gerade die Kirchenstiftungen in besonderem Maße, hieß es in einer Bistums-Mitteilung. Gerade auch Bauprojekte sollten so weiter realisierbar sein, denn «von diesen wiederum hängen gerade bei Bauvorhaben auch zahlreiche Arbeitsplätze in Mittelstand und Handwerk ab». Das Bistum wolle mit dem Fonds "ein Zeichen der Hoffnung setzen".

    2. April, 19.34 Uhr: Corona: Fahrten zu Baumärkten nach Baden-Württemberg verboten

    Fahrten über die Grenze nach Baden-Württemberg zum Besuch eines Baumarktes verstoßen gegen die Bayerische Infektionsschutzmaßnahmen-Verordnung. Darauf weist das Landratsamt Oberallgäu hin. Da die Baumärkte seit Inkrafttreten der Ausgangsbeschränkungen in Bayern geschlossen sind, habe sich ein reger Besucherstrom auch aus dem Oberallgäu ins benachbarte Bundesland entwickelt. Solche Verstöße werden von der Polizei geahndet, darauf macht das Landratsamt Oberallgäu aufmerksam.

    2. April, 19.20 Uhr: Ausgangsbeschränkungen: Polizei Schwaben Süd/West zieht positive Zwischenbilanz

    In einer Zwischenbilanz zeigt sich die Polizei zufrieden mit der Einhaltung der vorläufigen Ausgangsbeschränkung im Bereich Schwaben Süd/West. Seit Inkrafttreten der Regelung am 21. März stellten die Polizisten laut Pressemitteilung bis heute bei mehr als 25.000 Kontrollen nur relativ wenige Verstöße fest. Insgesamt wurden 896 Bußgeldverfahren eingeleitet, weil Menschen ohne triftigen Grund oder in Gruppen unterwegs waren. Mit Blick auf das gute Wetter am bevorstehende Wochenende appelliert die Polizei an die Menschen, Ausflüge in die Berge oder an den See zu vermeiden. Sonst könne es dort zu Menschenansammlungen kommen.

    2. April, 19.10 Uhr: 14 Bewohner und 15 Mitarbeiter des Pflegeheims in Waal positiv auf Corona getestet.

    Im Senioren- und Pflegeheim in Waal sind insgesamt 15 Mitarbeiter und 14 Bewohner positiv auf das neue Coronavirus getestet worden. Das teilte das Landratsamt vor kurzem mit. Die Heimleitung setze nun den vorhandenen Notfallplan um und isoliere die positiv getesteten Bewohner innerhalb des Heims. Die positiv getesteten Mitarbeiter sind demnach in häuslicher Quarantäne. Die Pflege der erkrankten und gesunden Bewohner ist nach Angaben des Landratsamts gewährleistet. Am Dienstag (31.3.) war bekannt geworden, dass sich fünf Bewohner des Heims und neun Pflegekräfte mit dem neuen Virus angesteckt hatten. Daraufhin wurden alle Bewohner und Mitarbeiter getestet.

    2. April, 16.30 Uhr: Grünanlagen in Augsburg ab dem Wochenende wegen Corona gesperrt

    Das schöne Wetter der vergangenen Tage und die Aussichten für das Wochenende und die nächste Woche veranlassen die Stadt Augsburg dazu, beliebte Grünanlagen zu sperren, um die Ausgangsbeschränkungen durchzusetzen. So sollen die Wiesen im Wittelsbacher Park und am Kuhsee abgesperrt werden, um damit das Niederlassungsverbot zu kontrollieren. „Der Nachfragedruck in den Grünanlagen und Parks nimmt zu“, sagte der Augsburger Ordnungsreferent Dirk Wurm und forderte die Bürger auf, sich an die Regeln zu halten.

    2. April, 16.07 Uhr: Zweiter Todesfall im Kreis Neu-Ulm

    Im Landkreis Neu-Ulm ist ein zweiter Mensch gestorben, der sich mit dem Corona-Virus angesteckt hatte. Das teilt das Landratsamt Neu-Ulm mit. Die Person war 94 Jahre alt. Im Landkreis Neu-Ulm sind aktuell insgesamt 187 bestätigte Corona-Patienten gemeldet. Das sind 17 Infizierte mehr als am Mittwoch. 13 Personen werden klinisch betreut.

    2. April, 14.45 Uhr: Pflegekräfte an Uniklinik möchten substantielle Hilfe, keinen Essenszuschuss

    Als Zeichen der Anerkennung für Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen übernimmt der Freistaat die Kosten für die Verpflegung der Pflegekräfte - 6,50 Euro pro Tag und Mitarbeiter können sich die Kliniken erstatten lassen. Dafür können sie seit Mittwoch einen Antrag beim bayerischen Landesamt für Finanzen stellen.

    Bei den Mitarbeitern des Uniklinikums Augsburgs sorge dieser Zuschuss nicht für Begeisterung, sagte Peter Biederwolf, Krankenpfleger in der Uniklinik und Vorstandsmitglied der Verdi-Betriebsgruppe dem BR auf Nachfrage. "Wir hatten schon in den Jahren vor Corona deutlich zu wenig Personal - oft nur eine Pflegekraft für 20 Patienten. Die Situation wird jetzt durch Corona noch massiv verschlechtert. Die Kollegen haben Angst, verheizt zu werden.", so Biederwolf.

    Die Sorge vor einem Massenansturm Corona-Erkrankter sowie das Wissen, dass die Sterberate in Italien unter den Pflegekräften höher sei als unter dem Rest der Bevölkerung, treibe viele Kollegen um. "Da ist der Essenszuschuss nur ein Zuckerle, uns Pflegenden wird dadurch aber substantiell nicht geholfen", meinte Biederwolf. Das Misstrauen vieler Pflegekräfte gegenüber der Politik sei ausgeprägt, weil sie über Jahre hinweg alleingelassen worden seien.

    Das Personal hätte auch große Sorge, dass aufgrund des Mangels an Schutzkleidung und Atemschutzmasken die Hygienevorgaben aufgeweicht werden könnten. Jetzt in der Krisenzeit räche sich, so der Verdi-Vertreter, dass man die letzten Jahre und Jahrzehnte in den Kliniken auf Profitmaximierung gesetzt habe

    2. April, 11.15 Uhr: Unterstützung für die Kultur

    Der Kulturbeirat der Stadt Augsburg will weitreichende Unterstützungsmaßnahmen für die Kulturschaffenden in der Region. Viele seien existenziell bedroht, heißt es heute in einer Mitteilung des Beirats, der ein umfangreiches Rettungsprogramm verlangt.

    So sollen bereits ausgezahlte Fördergelder nicht zurückgegeben werden müssen, bereits bewilligte Projekte möglicherweise vorfinanziert werden.

    Zu den Maßnahmen zählt auch eine grundsätzliche Aufstockung des Kulturetats, um Mindereinnahmen aufzufangen, sowie ein Notfallfonds für die Struktursicherung von freien Kulturinstitutionen.

    Die Aufforderung des Beirats richtet sich auch an den Freistaat Bayern: Die Kommunen müssten finanziell so ausgestattet werden, dass sie ihrer Kulturhoheit gerecht werden könnten, heißt es in der Mitteilung.

    2. April, 3.50 Uhr: Weiße Flotte am Bodensee bleibt vorerst in den Häfen

    Der Start für die Schifffahrt auf dem Bodensee ist weiterhin unklar. Das hat ein Sprecher der Bodensee-Schiffsbetriebe dem BR auf Anfrage gesagt. Die Wartungs- und Reparaturarbeiten aus dem Winter waren bereits abgeschlossen und eigentlich sollten die Kursschiffe am Sonntag (5.4.20) auslaufen - sie bleiben wegen der Corona-Pandemie aber vorerst in den Häfen und Werften.

    Auch die traditionelle Sternfahrt der Weißen Flotte wurde abgesagt. Viele der Schiffe sind derzeit noch in Konstanz und in Friedrichshafen. Unter ihnen auch die "MS Bayern", die sonst in Lindau stationiert ist.

    Die Bodensee-Schiffsbetriebe sprechen von einer schwierigen Situation, auch für die Mitarbeiter. Noch können Kapitäne, Techniker und anderes Personal kleinere Arbeiten erledigen; für mehr als 150 von ihnen ist nach Angaben des Sprechers aber bereits Kurzarbeit beantragt. Klar ist demnach: Es wird ein finanzieller Schaden entstehen – wie hoch der sein wird, das lässt sich derzeit aber noch nicht abschätzen.

    1. April, 18.53 Uhr: In JVA Aichach ist Betrieb heruntergefahren

    Die bundesweiten Ausgangsbeschränkungen treffen auch die Justizvollzugsanstalt Aichach. Derzeit finden dort keine Freizeitangebote für die Häftlinge statt, sie dürfen - mit Ausnahme von Anwälten - keinen Besuch bekommen und Vollzugslockerungen - wie Ausgänge oder Urlaub - sind auch gestrichen, sagte der Leiter der JVA Aichach, Konrad Meier, dem BR auf Anfrage.

    Die Arbeit im Gefängnis für die 450 Gefangenen wird allerdings aufrechterhalten. Auch werden die Gefangenen weiterhin psychologisch betreut und zwar ausschließlich in Form von Einzelgesprächen.

    Um das Ansteckungsrisiko zu minimieren, seien mobile Trennscheiben in den Räumen angebracht worden. Auch der Hofgang finde statt, sagte Meier, jeweils eine Abteilung mit bis zu 100 Personen darf sich gleichzeitig im Hof bewegen. Die Gefangenen dürften sich auch miteinander unterhalten, dabei werde jedoch auf den Mindestabstand geachtet. Die Mahlzeiten werden in der Zelle eingenommen, das Essen wird auf einem Tablett ausgeteilt.

    Nachdem am vergangenen Freitag (27.3.20) ein Corona-Fall unter den Angestellten bekannt geworden war, mussten knapp 90 Häftlinge über das Wochenende isoliert werden. Da der letzte Kontakt mit der betroffenen Mitarbeiterin für die meisten von ihnen nach dem Wochenende bereits mehr als 14 Tage zurücklag, ist ihre Isolierung wieder aufgehoben worden. Lediglich knapp 20 Personen, die näheren Kontakt zur Infizierten hatten, seien noch in Quarantäne, sie zeigten aber keine Symptome.

    © picture-alliance/ dpa/ Karl-Josef Hildenbrand

    Corona-Schutzmaßnahmen in der JVA Aichach

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    20.5.20, 15 Uhr: Nördlingen - Disco im Auto

    In Nördlingen findet am Freitag Abend, 22.5., eine "Drive In-Disco" statt. Auf der Kaiserwiese legen drei DJs aus der Festivalszene auf, dazu gibt es eine große Showbühne. Tickets sind nur im Vorverkauf erhältlich und jeder feiert laut der Facebook-Werbung in seiner „eigenen Quarantänekapsel“. Das bedeutet, dass die Teilnehmer, ähnlich wie im Autokino, in ihren Fahrzeugen feiern. Tickets gibt es für alle ab 18 Jahren unter http://festival.autoarena-disco.de. Erlaubt sind maximal zwei Personen pro Fahrzeug. Die Musik empfangen die Besucher über ihre Autoradios. Ein Ticket kostet 29,50 Euro.

    20.5.20, 14.45 Uhr: Keine weiteren Corona-Toten im Regierungsbezirk Schwaben

    Nach Angaben des Landesamts für Lebensmittelsicherheit und Gesundheit gab es bei der Zahl der Toten im Vergleich zu gestern keine Veränderung. Bisher sind an dem neuen Virus in Schwaben insgesamt 194 Menschen gestorben. Die Zahl der Menschen, die sich mit dem Corona-Virus infiziert haben, ist seit gestern auf 3773 gestiegen, das sind sechs mehr als gestern.

    20.5.20, 14.30 Uhr: Legoland öffnet einen Tag vor Pfingsten

    Ab 30.5. darf der Freizeitpark „Legoland Deutschland“ im schwäbischen Günzburg nach der zwangsbedingten Pause im Zuge der Corona-Krise wieder öffnen. Die Öffnung darf allerdings nur unter Auflagen erfolgen – ein entsprechendes Sicherheitskonzept hat die Leiterin des Freizeitparks, Manuela Stone, heute vorgestellt. Demnach wird die Besucherkapazität zunächst auf 25 Prozent der Auslastung begrenzt, wie viele Besucher genau das sein werden, dazu will das Legoland keine Angaben machen.

    Wer den Park besuchen möchte, muss vorher für einen bestimmten Tag online reservieren, vor Ort wird es keinen Ticketverkauf geben. Bisher gekaufte Tickets können online in ein verbilligtes tagesdatiertes Ticket umgewandelt werden. Darüber hinaus werden alle Kontaktdaten der Besucher erfasst. Eine Umbuchung oder die Weitergabe ist jedoch nicht über die Webseite möglich. Wer eine Jahreskarte besitzt, kann in den ersten zwei Wochen der Öffnung einmalig einen Platz reservieren, danach werden die Reservierungsmöglichkeiten erhöht. Jahreskarten werden wegen der längeren Schließung um drei Monate verlängert.

    Außerdem wird es eine Maskenpflicht in den Wartebereichen geben, ebenso bei allen Fahrgeschäften und Attraktionen. Auf den Freiflächen zwischen den Fahrgeschäften muss keine Maske getragen werden. In den Shops und den Gastronomie-Betrieben auf dem Gelände gelten die gleichen Regeln wie auch außerhalb von Freizeitparks, das heißt, dass auf dem Weg zum Platz und den Toiletten eine Maske getragen werden muss. Außerdem sollen im gesamten Park Hinweisschilder zu Hygienemaßnahmen und Abstandsregelungen bereitstehen, auch Desinfektionsmittelspender sollen auf dem Gelände verteilt werden.

    Attraktionen, in denen das Einhalten von Abstanden kaum möglich ist – wie etwa dem Spiegellabyrinth, bleiben geschlossen. Laut Manuela Stone seien aber die meisten großen Attraktionen geöffnet. Auch im Feriendorf werden weniger Besucher als sonst übernachten können, der Campingplatz bleibt komplett geschlossen. Die Anzahl der Mitarbeiter, die im Legoland arbeiten, bleibt weiter reduziert, rund 110 Arbeitskräfte aus dem Ausland können nicht anreisen. Etwa 600 Mitarbeiter können laut Stone die Arbeit wieder aufnehmen, der Rest wird in Kurzarbeit bleiben.

    20.5.20, 14.00 Uhr: Sammel-Aktion für digitale Ausstattung von Grundschülern im Ostallgäu gestartet

    Der Landkreis Ostallgäu, die Stadt Kaufbeuren, die Kinderbrücke Allgäu und die VR-Bank Augsburg Ostallgäu haben heute eine Crowdfunding-Aktion für Grundschüler gestartet. Gesammelt wird für die Kinder und Familien, die keine Computer zuhause haben oder denen es an Geld fehlt, um zum Beispiel Druckerpatronen und Papier nachzukaufen. Die Kinder der Klassen 1 bis 4 sollen damit die Chance haben, wie alle anderen auch am digitalen Unterricht teilzunehmen.

    Wie viele Familien mit Grundschulkindern unterstützt werden müssen, ist noch nicht sicher. Sobald 60.000 Euro zusammengekommen sind, wird das Geld über die Schulen und Lehrer verteilt. Die Bank und der Verein haben bereits jeweils 10.000 Euro in den Spendentopf eingezahlt, damit die 60.000 Euro zügiger erreicht werden. Ziel ist nämlich, möglichst schnell aktiv werden zu können. Die Spendenplattform ist in den kommenden sechs Wochen unter der Internetadresse "http://www.vrbank-hilft.de" zu finden.

    19.05.20, 7 Uhr: Corona-Tests am Kemptener Schlachthof

    Das Gesundheitsamt Oberallgäu wird heute Arbeiter und weiteres Personal im Kemptener Schlachthof auf eine mögliche Infektion mit dem Corona-Virus testen. Dazu wird die Behörde nach Angaben des Landratsamtes Oberallgäu eine mobile Teststation aufbauen, mit der dann ingesamt 130 Menschen getestet werden sollen, darunter Arbeiter und Personal mit Zugang zum Schlachthof wie Amtstierärzte oder Putzfirmen. Weil es bisher keine Hinweise auf Infektionen von dem zur Tönnies-Gruppe gehörenden Schlachthof gegeben habe, geht das Landratsamt derzeit von keinen hohen Fallzahlen aus. Die Ergebnisse sollen frühestens an diesem Mittwoch feststehen.

    19.05.20, 06.30 Uhr: Vatertag unter Corona-Regeln

    Die beliebten Ausflüge mit dem Bollerwagen müssen am Donnerstag wegen der Kontaktbeschränkungen in etwas kleinerer Form stattfinden. Wer sich am Vatertag lieber gemütlich auf eine Halbe treffen möchte, kann das jetzt wieder im Biergarten machen. Aber auch hier gilt: Man darf sich nur mit Personen aus höchstens einem weiteren Haushalt treffen. Auch Ausflüge in die Berge oder an Seen sind unter diesen Voraussetzungen erlaubt, solange die Abstandsregeln zu anderen Menschen eingehalten werden, wie eine Polizeisprecherin in Augsburg sagte. Bei viel Sonne und Temperaturen mit Höchstwerten von 20 bis 27 Grad ist am Donnerstag also auch ein erfrischendes Bad in einem See möglich.

    Es sei zu erwarten, dass am Donnerstag mehr Leute unterwegs sind als sonst, sagte ein Polizeisprecher in Kempten. "Wenn gutes Wetter und ein Feiertag zusammenkommen, ist natürlich immer mehr los." Die Polizei werde verstärkt dort kontrollieren, wo es nötig ist, teilte das Innenministerium mit.

    18.05.20, 18.15 Uhr: FCA-Trainer Herrlich wieder auf dem Platz

    Nach der "Zahnpasta-Affäre" darf der Trainer des Bundesligisten FC Augsburg wieder mit der Mannschaft arbeiten. Wie der Verein auf Twitter mitteilt, hat Heiko Herrlich nach zwei negativen Corona-Tests heute die Arbeit mit seinem Team wieder aufgenommen. Dazu postete der Verein Fotos vom Training mit Herrlich und der Mannschaft. Heiko Herrlich hatte trotz der von der DFL beschlossenen Quarantäne vergangene Woche das Mannschaftshotel verlassen, um in einem benachbarten Supermarkt Zahnpasta und Handcreme zu kaufen. Wegen dieses Regel-Verstoßes stoppte Heiko Herrlich die Arbeit und coachte das Team auch nicht beim Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg am vergangenen Samstag.

    18.05.20, 15.30 Uhr: Maskenautomat in Lauingen

    In Lauingen gibt es jetzt einen Automat mit Masken: Für zwei Euro erhält man dort eine so genannte "Community Maske", also eine selbstgenähte Maske aus Stoff. Die kommt aus einem ehemaligen Kaugummiautomat, verpackt in ein kleines Plastik-Ei. Wie die Stadt Lauingen weiter mitteilt, werden die Masken von vier ehrenamtlichen Näherinnen hergestellt. Laut Sabine Kettler vom Quartiersbüro Lauingen sind die Masken aus Stoff, waschbar sowie wiederverwendbar.

    18.05.20, 15.20 Uhr: Kritik an Arbeitsbedingungen in Schlachthöfen

    Die schwäbische Bundestagsabgeordnete Susanne Ferschl (Die Linke) fordert angesichts der mit Corona infizierten Schlachthofmitarbeiter ein Verbot von Werksverträgen. Die "verheerenden Zustände" in den Schlachthöfen seien seit langem bekannt. Die osteuropäischen Mitarbeiter würden schon seit langem "extrem" ausgebeutet.

    Ferschl, die selbst lange in der Lebensmittelindustrie gearbeitet hat, sagte auf Anfrage des BR, dass jetzt aufgrund der hohen Infektionszahlen in den Fleischbetrieben ganze Lockerungsmaßnahmen in den Landkreisen nicht möglich seien oder neue Auflagen verhängt werden müssten.

    "Wir brauchen schnellstmöglich ein Verbot von Werkverträgen", weil sonst Arbeit an "undurchsichtige Sub-Sub-Unternehmer" ausgelagert werde, sagte die Ostallgäuerin heute dem BR.

    18.5.20, 7.20 Uhr: Fugger-Express fährt im normalen Rhythmus

    Pendler, die mit dem Zug von Augsburg nach München fahren, haben jetzt wieder mehr Fahrtmöglichkeiten. Die Bahn kehrt beim Fugger-Express ab heute zum normalen Fahrplan zurück.

    17.5.20, 14.50 Uhr: Keine neuen Corona-Infektionen in Schwaben

    Keine neuen Corona-Infektionen in Schwaben, das meldet das Landesamts für Lebensmittelsicherheit und Gesundheit. In Schwaben sind weiterhin 3.759 Covid 19-Infektionen bekannt (Stand 17.05. 10 Uhr). Schon in der vergangenen Woche war die Zahl nur langsam angestiegen, innerhalb der vergangenen sieben Tage sind lediglich 34 Neuinfektionen gemeldet worden.

    16.5.20, 18.09 Uhr: Zahl der Corona-Toten unverändert

    Die Zahl der Corona-Infizierten in Schwaben wird aktuell mit 3.759 angegeben. Laut Landesamt für Gesundheit ist die Zahl im Vergleich zum Vortag um zwei gestiegen. 192 Menschen sind im Regierungsbezirk nach einer Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben. Damit ist die Zahl der Corona-Toten unverändert. Nach wie vor gibt es in Schwaben - gemessen an der Einwohnerzahl - im bayernweiten Vergleich die wenigsten bekannten Corona-Fälle.

    16.5.20, 16.50 Uhr: Corona-Demo in Augsburg verläuft friedlich

    Die Groß-Kundgebung auf dem Augsburger Plärrer-Gelände ist zu Ende. Wie unser Reporter berichtet, ist sie ohne Zwischenfälle verlaufen. Die Stimmung sei im Großen und Ganzen friedlich gewesen. Rund 500 Menschen hätten sich an der Kundgebung beteiligt. Nachdem eine ähnliche Demonstration vergangene Woche mit Verstößen gegen die Abstandsregeln einhergegangen war, hatte die Stadtverwaltung die Demonstration an diesem Samstag auf das weitläufige Plärrer-Gelände verlegt.

    16.5.20, 15.12 Uhr: Demo auf Augsburger Plärrer-Gelände gestartet

    In Augsburg hat am Samstagnachmittag eine größere Demonstration von Gegnern der Corona-Maßnahmen begonnen. Wie unser Reporter berichtet, verläuft die Kundgebung auf dem Augsburger Plärrer-Gelände bisher ruhig. Im Laufe des Tages finden mehrere Demonstrationen in Augsburg statt, deren Teilnehmer die Schutzmaßnahmen gegen die Ausbreitung von Corona kritisch sehen.

    16.5.20, 13.58 Uhr: Memmingen laut Stadtverwaltung "coronafrei"

    In Memmingen ist nach offiziellen Angaben niemand mehr an Covid-19 erkrankt. Wie die Memminger Stadtverwaltung am Samstag mitteilte, sind alle 51 Menschen, die sich mit Sars-CoV-2 angesteckt hatten, wieder gesund. Als gesund gelte, wer 48 Stunden lang keine Symptome wie Fieber oder Husten gehabt habe. Infizierte ohne schweren Symptome würden nach 14 Tagen als genesen betrachtet. Negative Testergebnisse müssten dafür nicht vorliegen. Oberbürgermeister Manfred Schilder rief die Memminger dazu auf, auch in Zukunft die Abstandsregeln zu beachten sowie Mund und Nase - etwa beim Einkaufen - zu bedecken.

    16.5.20, 11.06 Uhr: Corona-Gegner demonstrieren in Mindelheim

    Rund 70 Menschen sind am Freitagnachmittag in Mindelheim auf die Straße gegangen, um gegen die Einschränkung von Grundrechten zu demonstrieren. Das teilte die Polizei am Samstag mit. Die Veranstaltung sei friedlich verlaufen und habe eine Stunde gedauert. Auf Transparenten war etwa zu lesen "Für unsere Grundrechte" und "In Freiheit miteinander und füreinander". Die Teilnehmer haben sich laut Polizei an die Hygiene-Regeln gehalten - also Abstand gewahrt und Mundschutz getragen.

    15.05.2020, 16 Uhr: 192 Covid-19 Todesfälle in Schwaben

    Nach Angaben des Landesamts für Gesundheit (LGL) sind im Regierungsbezirk Schwaben mittlerweile insgesamt 192 Menschen an den Folgen von Covid-19 gestorben. Damit hat sich die Zahl seit gestern um fünf erhöht, alle fünf Toten wurden aus dem Landkreis Neu-Ulm gemeldet. Die Zahl der Infizierten stieg laut LGL seit gestern um fünf auf 3.757 Personen.

    15.05.2020, 14:04 Uhr: Haushaltssperre für Stadt Donauwörth

    Wegen der Corona-Pandemie ist die Haushaltslage der Stadt Donauwörth angespannt. Deswegen hat der neue Donauwörther Oberbürgermeister Jürgen Sorré eine Haushaltssperre für die Stadt angeordnet. Er sehe sich zu diesem Schritt gezwungen, damit die Stadt weiter handlungsfähig bleibe, erklärt Sorré in Abstimmung mit dem Ältestenrat.

    Ziel sei es, die Handlungshoheit zu behalten: "Wir wollen nicht in eine Situation geraten, in der letztlich andere bestimmen“, sagt Oberbürgermeister Sorré. Die Haushaltssperre greift ab sofort und gilt zunächst zeitlich unbefristet so lange, bis sich die Rahmenbedingungen und finanziellen Grundlagen weiter klären.

    Nicht betroffen von der Haushaltssperre sind laut der Mitteilung Ausgaben, zu denen die Stadt gesetzlich oder durch Verträge verpflichtet ist. Bereits laufende Vorhaben sollen weitergeführt werden.

    15.05.2020, 13:50 Uhr: Ärzteinitiative will Seil mit Friedens-Fahnen in Neu-Ulm aufhängen

    Auch während der Corona-Pandemie soll Europa offen, friedlich und bunt bleiben. Dafür will eine Ärzteinitiative ein Zeichen in Neu-Ulm und Ulm setzen. Am morgigen Samstag (16.05.20, 12.15-12.45 Uhr) will die Initiative von der Herdbrücke aus, die Neu-Ulm mit Ulm verbindet, ein Seil mit Friedens-Fahnen spannen. Am Flussufer der Ulmer Seite schließt sich dann laut Initiative eine Menschenkette an, deren Teilnehmer sich im Sicherheitsabstand von 1,50 Metern aneinander reihen. Diese Mahnwache soll dann am Ulmer Rathaus vorbei bis hin in die Neue Mitte gehen.

    Mit dieser Aktion wollen die Veranstalter darauf aufmerksam machen, dass es mitten in Europa Menschen gibt, die in überfüllten Aufnahmelagern leben müssen, keinen Corona-Infektionsschutz und so gut wie keinen Zugang zu sauberem Wasser haben. An der Menschenkette kann man nicht spontan teilnehmen, sondern muss sich offiziell anmelden unter der Mailadresse ulm.neu-ulm@tdh-ag.de.

    15.5.2020, 08.52 Uhr: Corona-Proteste in Augsburg auf Plärrer-Gelände verlegt

    Die Demonstrationen gegen die Beschränkungen wegen der Corona-Pandemie am Samstag (16.5.2020) werden nicht in der Augsburger Innenstadt, sondern am Augsburger Plärrergelände stattfinden. Das hat die Stadt Augsburg dem BR bestätigt. Sechs Demos sind angemeldet. Diese werden nicht gleichzeitig, sondern zeitlich nacheinander abgehalten. Die Augsburger Oberbürgermeisterin Eva Weber und der Augsburger Ordnungsreferent Frank Pintsch kündigten außerdem an, dass Abstandsregeln durchgesetzt werden. Jede Veranstaltung dürfe nicht länger als eine Stunde dauern. Dies sei abgestimmt mit der Polizei Augsburg, die die Einhaltung der Auflagen überwachen werde, so Frank Pintsch.

    Die Stadt wolle Demonstrationen keinesfalls verhindern, sie werde sich deswegen demonstrationsfreundlich verhalten, betonte Oberbürgermeisterin Eva Weber. Mit der Verlagerung auf das weitläufige Augsburger Plärrergelände solle aber sichergestellt werden, dass die Abstandsregeln eingehalten werden, so Weber. Erlaubt sind nach dem Infektionsschutzgesetz nur 50 Teilnehmer, die Stadt rechnet aber mit deutlich mehr Demonstrierenden. Sollten die Abstandsregeln nicht eingehalten werden, werde die Polizei je nach Einzelfall “konsequent vorgehen”, so Ordnungsreferent Pintsch.

    15.5.2020, 08.10 Uhr: Dillingen soll Autokino bekommen während der Pandemie

    Auch in Dillingen soll während der Corona-Pandemie ein Autokino geben: Die Betreiberfamilie des Dillinger Filmcenters will voraussichtlich schon am Mittwoch, 20.Mai, zum ersten Mal einen Film auf dem Dillinger Festplatz zeigen. Das teilt die Stadt mit. Oberbürgermeister Frank Kunz freut sich sehr, zahlreiche Firmen sowie der Dillinger Kulturring würden die Aktion unterstützen. Unterhaltung und Abwechslung gerade in dieser Zeit jetzt anzubieten, sei wichtig, so Kunz. Noch wird geklärt, wie viele Fahrzeuge genau kommen dürfen und wie der Online Verkauf der Karten gestaltet werden soll. Details sollen auf der Internetseite des Dillinger Kinos bekannt gegeben werden.

    15.5.2020, 05.55 Uhr: Corona-Vorschriften für manche Biergarten-Wirte zu streng

    Ab Montag, 18.5. dürfen in Bayern die Biergärten wieder öffnen. Allerdings sind die Vorgaben der Behörden für die Wirte vor Ort nicht leicht umzusetzen. Deshalb werden nicht alle Wirte ihren Betrieb am Montag öffnen, zum Beispiel Oliver Hüttenmüller, von der "Kulperhütte", er hat angekündigt, vorerst weiter nur To-Go-Service anzubieten.

    Die Biergarten-Betreiber müssen dafür sorgen, dass pro Tisch eineinhalb Meter Abstand herrschen, sie sollen Gäste von Eingang an den Tisch geleiten, darauf achten, dass sich die Leute nicht zu nah aufeinandersetzen, einen Mund-Nasenschutz tragen und sie sollen bei Besuchern, die nicht reserviert haben, Namen, Telefonnummer und die Dauer des Aufenthalts notieren.

    14.05.2020, 17:50 Uhr: Forderung nach mehr Außenflächen für Gastwirte

    In einem gemeinsamen Aufruf fordern die IHK Schwaben, der Tourismusverband Allgäu/Bayerisch-Schwaben und der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband Schwaben alle Kommunen dazu auf, den Gastronomen mehr Flächen im Außenbereich zu ermöglichen. Das soll zum einen den Neustart in der Corona-Krise erleichtern. Und zum anderen die Gastwirte vor der drohenden Insolvenz bewahren. In der gemeinsamen Mitteilung fordern IHK Schwaben und die Verbände, dass die Kommunen den Gastwirten erlauben sollen, den Außenbereich möglichst gebührenfrei zu erweitern. So könnten die Gastronomen die auferlegten Sicherheitsabstände und Hygieneregeln besser einhalten, heißt es in der gemeinsamen Mitteilung. Mehr Freiflächen würden auch bedeuten, dass mehr Gäste bedient werden können.

    14.05.2020, 15:40 Uhr: 13 neue Coronavirus-Fälle in Schwaben, eine Person verstirbt

    Das Landesamt für Gesundheit (LGL) hat bekannt gegeben, dass es in Schwaben im Vergleich zum Vortag (13.05.2020) 13 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gibt. In den vergangenen sieben Tagen sind damit insgesamt 47 weitere Neuinfektionen neu gemeldet geworden. Nach Angaben des LGL ist im Vergleich zu gestern zudem ein weiterer Mensch gestorben, der aus dem Landkreis Neu-Ulm stammt. Somit sind nun laut LGL 187 Menschen in Schwaben an den Folgen des Coronavirus verstorben.

    14.5.2020, 13.15 Uhr: Landesausstellung 2020 in Aichach und Friedberg eröffnet am 10. Juni

    Wie der bayerische Kunstminister Bernd Sibler bei einer Pressekonferenz in Aichach bekannt gab, wird die Landesausstellung 2020 unter dem Titel „Stadt befreit. Wittelsbacher Gründerstädte“ am 10. Juni offiziell eröffnet. In Friedberg und Aichach wird dann laut dem Haus der Bayerischen Geschichte eine der ersten großen Ausstellungen Europas nach dem Corona-Ausbruch zu sehen sein. Ursprünglich hätte die Ausstellung Ende April eröffnet werden sollen. Die Landesausstellung 2020 findet an zwei Hauptspielorten statt. Im Wittelsbacher Schloss in Friedberg wird als zentralem Ort die Hauptausstellung zu sehen sein. Im Feuerhaus in Aichach ist außerdem eine multimediale Ausstellung zu sehen, die den Besuchern das Herrschergeschlecht der Wittelsbacher als Stadtgründer näherbringen soll.

    14.5.2020, 12.53 Uhr: Neu-Ulm unterstützt Gastronomie

    Auch die Stadt Neu-Ulm unterstützt die lokalen Gastronomen während der Corona-Pandemie mit zusätzlichen Möglichkeiten der Außenbewirtung. Um die Sitzplätze, die wegen der Abstandsregeln wegfallen, zu kompensieren, dürfen die Gastronomen die Flächen ihrer Außengastronomie erweitern und auch neue Flächen für eine Außenbewirtschaftung ausweisen. Das hat die Stadt heute mitgeteilt. In der Mitteilung heißt es, "darüber hinaus verzichtet die Stadt Neu-Ulm in diesem Jahr auf die fälligen Sondernutzungsgebühren für Außengastronomie". Auch das Aufstellen von Hinweistafeln soll kostenfrei möglich sein, sofern mit den Tafeln auf die Einhaltung der Hygienemaßnahmen hingewiesen wird. Diese Maßnahmen sollen im Zeitraum vom 18. Mai bis zum 31. Dezember 2020 gelten.

    14.5.2020, 12.40 Uhr: Landkreis Günzburg - erste Isoliereinrichtungen für ältere Menschen in Betrieb

    Die Corona-Isoliereinrichtungen sind in der Kurzzeitpflege Krumbach und in der Reha-Klinik Ichenhausen untergebracht. Hintergrund ist der aktuelle Aufnahmestopp in den Pflegeeinrichtungen des Landkreises Günzburg. Um die Bewohner nicht zu gefährden, müssen nach einem Krankenhausaufenthalt pflegebedürftige Menschen zunächst in eine 14-tägige Isolation bevor sie neu einziehen können. Weil aber bislang solche Isoliermöglichkeiten nicht zur Verfügung standen, konnten Patienten nicht in die Pflegeheime verlegt werden. Das ist seit dem 12. Mai anders. Inzwischen konnten die ersten acht Patienten in die neuen Isolierräume gebracht werden. Im Anschluss daran können die pflegebedürftigen Menschen wie gewohnt ins Pflegeheim umziehen.

    14.5.2020, 10.03 Uhr: Gastronomie stärken - Diskussion um „Sonderbiergärten“ in Nördlingen

    In der Nördlinger Kommunalpolitik hat sich eine Diskussion über die Stärkung der Gastronomie in der Corona-Krise entwickelt. Die CSU fordert „Sonderbiergärten“, der Oberbürgermeister will „mediterranes Flair“ in die Altstadt bringen. Als Sofortmaßnahme werden laut einer Mitteilung der Stadt die Sondernutzungsgebühren für das Aufstellen von Tischen im Freien „deutlich reduziert“. Auch sei man großzügig, wenn Cafés und Restaurants wegen der Abstandsregeln draußen mehr Platz für ihre Tische in Anspruch benötigten. In einem Antrag fordert die CSU-Stadtratsfraktion zu prüfen, ob „Sonderbiergärten“ eingerichtet werden könnten, etwa im Stadtgraben direkt an der historischen Stadtmauer oder auf der Kaiserwiese. Die könnten dann auch von mehreren Gastronomen gleichzeitig bewirtet werden, heißt es in dem Antrag. So wolle man die heimische Gastronomie in der Corona-Krise unterstützen.

    14.5.2020, 8 Uhr: Augsburger Stadtrat berät über Kurzarbeit für städtische Mitarbeiter

    Im Augsburger Stadtrat wird es heute Nachmittag unter anderem darum gehen, ob die Stadt Augsburg für einige städtische Mitarbeiter Kurzarbeit beantragen soll. Dabei geht es laut Stadt ausschließlich um solche Mitarbeiter, deren Tätigkeit corona-bedingt nicht oder nicht mehr in vollem Umfang benötigt wird und die nicht in einer anderen Dienststelle eingesetzt werden können. Die Kurzarbeit soll enden, sobald sie wieder in vollem Umfang ihrer Arbeit nachgehen können. In Augsburg wären derzeit laut Ordnungsamt noch 70 Mitarbeiter und damit nicht einmal ein Prozent der städtischen Mitarbeiter von einer Kurzarbeits-Regelung betroffen, 57 im Sport- und Bäderamt und 13 in der Sing- und Musikschule Mozartstadt Augsburg. Die Stadt könne dadurch mit Einsparungen von Personalkosten in Höhe von 40.000 Euro pro Monat rechnen.

    Im Sport- und Bäderamt beträfe die Regelung ausschließlich Mitarbeitende der Bäder, die noch zu 50 Prozent benötigt werden. Die Bäder sind derzeit zwar geschlossen, aber auf Stand-by-Modus, um schnell für Besucher geöffnet werden zu können, falls die Regelungen gelockert werden. Im Fall der Sing- und Musikschule würde die Kurzarbeit die Lehrkräfte betreffen, die normalerweise Unterricht für Ensembles, also zum Beispiel Chöre geben. Die Stadt Augsburg will die Gehälter der betroffenen Mitarbeiter je nach Gehaltsgruppe auf bis zu 95 Prozent aufstocken.

    14.5.2020, 6.18 Uhr: Museum im Wittelsbacher Schloss in Friedberg öffnet wieder

    Unter strengen Auflagen für die Besucher öffnet heute das Museum im Wittelsbacher Schloss in Friedberg wieder seine Tore. Wie auch in anderen Museen gilt in Friedberg ein Schutz- und Hygienekonzept. So müssen Besucher im gesamten Bereich des Schlosses und des Museums einen Mund-Nasen-Schutz tragen und 1,5 Meter Abstand halten. Die Anzahl der Personen, die gleichzeitig im Museum und in den Ausstellungsräumen sein dürfen, ist außerdem begrenzt. Sollte es deshalb zu Warteschlangen vor der Kasse kommen, hat das Museum Wartelinien unter den Südarkaden angebracht. Das Museumscafé bleibt vorerst geschlossen.

    14.5.2020, 6.14 Uhr: Bürgerbüro im Friedberger Rathaus und Standesamt für Besucher geöffnet

    Auch andere Einrichtungen in Friedberg kehren langsam wieder zum Normalbetrieb zurück. So hat etwa die städtische Jugendkapelle wieder den Einzelunterricht aufgenommen. Dieser findet im Musikpavillon statt und es dürfen jeweils nur ein Lehrer und ein Schüler daran teilnehmen. In der Stadtverwaltung sind derzeit das Bürgerbüro im Rathaus und das Standesamt für Besucher geöffnet. Auch hier gelten die entsprechenden Schutzvorkehrungen. So führt das Standesamt derzeit etwa nur Trauungen für Hochzeitsgesellschaften mit maximal 10 Personen durch. Auch die Stadtbücherei St. Jakob wird wieder öffnen – und zwar ab Dienstag, 19. Mai. Aufgrund der langen Schließung der Bücherei wurde die Rückgabepflicht für die Nutzer bis zum 17. Juni verlängert.

    13.5.2020, 18.10 Uhr: Ermittlungen wegen Todesfall in Aichacher AWO-Altenheim

    Nach dem Tod eines 81-jährigen Bewohners des AWO Seniorenheims in Aichach hat eine Angehörige Strafanzeige gestellt, das hat der Sprecher der Staatsanwaltschaft Augsburg, Matthias Nickolai, dem BR bestätigt. Jetzt ermittelt, Nickolai zufolge, die Staatsanwaltschaft Augsburg zusammen mit der Kripo Augsburg, ob strafrechtlich relevante Pflichtverletzungen vorliegen, die ursächlich für den Tod waren.

    Im Aichacher Seniorenheim der Arbeiterwohlfahrt sind bislang 17 Menschen gestorben. Die Todesfälle haben in den vergangenen Wochen zu einem Streit zwischen dem Gesundheitsamt des Landkreises Friedberg und dem Seniorenheim geführt.

    13.5.2020, 18.02 Uhr: Die Stadt Nördlingen reduziert Sondernutzungsgebühren für die Gastronomie

    Die Stadt Nördlingen reduziert laut einer Mitteilung die Sondernutzungsgebühren für die Nutzung von Tischen und Stühlen auf öffentlichem Grund deutlich. Sie will damit die Gastronomie unterstützen, auch weil wegen der vorgeschriebenen Hygiene- und Abstandsregeln weniger Plätze angeboten werden können. Für die konkreten Flächen, die die Wirte bestuhlen, sollen in Abstimmung mit der Stadtverwaltung "großzügige Regelungen" gefunden werden.

    13.5.2020, 16.12 Uhr: Acht Neuinfektionen in Schwaben

    Im Regierungsbezirk Schwaben ist die Zahl der insgesamt mit dem Coronvirus infizierten Menschen nach Angaben des Landesamts für Lebensmittelsicherheit und Gesundheit um acht auf 3.739 gestiegen. Die Zahl der Toten erhöhte sich seit gestern um einen auf 186.

    13.5.2020, 15.45 Uhr: Keine Coronafälle am Schlachthof von Vion in Buchloe

    Am Schlachthof der A. Moksel AG in Buchloe, die zum Vion-Konzern gehört, sind bisher nach Angaben des Unternehmens keine Mitarbeiter positiv auf Corona getestet worden. Man habe bereits Anfang März umfassende Schutzmaßnahmen eingeführt. Die Arbeitsplätze in der Schlachtung und Zerlegung wurden laut Vion so verändert, dass ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten wird. Sofern das bei einzelnen Positionen nicht möglich ist, wurden demnach Abtrennungen wie Streifenvorhänge eingesetzt oder die Mitarbeiter müssen einen Mund-Nasen-Schutz tragen.

    Auf die Frage, ob die Mitarbeiter am Standort Buchloe auch in Gemeinschaftsunterkünften wohnen, hieß es wörtlich: "Die ca. 140 Mitarbeiter unserer Werkvertragspartner am Standort Buchloe verteilen sich aktuell auf nahezu 40 Wohnanschriften. Dabei handelt es sich um von den Mitarbeitern direkt privat angemietete Unterkünfte und um Werksdienstwohnungen."

    Der Vion-Schlachthof in Bad Bramstedt, in Schleswig-Holstein, musste geschlossen werden, weil sich viele Mitarbeiter mit dem Corona-Virus infiziert hatten, nicht wenige von ihnen lebten in Sammelunterkünften.

    13.5.2020, 14.25 Uhr: 20. Corona-Todesopfer in Bissinger Seniorenheim

    In einem Seniorenheim in Bissingen ist eine weitere Bewohnerin, die an Covid-19 erkrankt war, verstorben. Sie ist das 20. Todesopfer in der Einrichtung, in der das Virus grassiert. Zwar wurden bereits mehrfach Hygieneschulungen durchgeführt, außerdem die Einrichtung in verschiedene Bereiche mit Gesunden und Infizierten unterteilt, die Maßnahmen scheinen aber weitere Todesfälle nicht verhindern zu können. Die heute verstorbene 99-Jährige war bereits seit einigen Wochen krank und ist in der Einrichtung gestorben. Insgesamt gibt es im Landkreis damit 23 Personen, die bei ihrem Tod mit dem neuartigen Corona Virus infiziert waren. 265 Personen sind im Landkreis Dillingen bisher an Corona erkrankt, das ist eine Person mehr als gestern. 197 sind wieder genesen. 106 Personen befinden sich in Quarantäne.

    13.5.2020, 14.15 Uhr: Ersatzprogramm für Volksfeste - Augsburg prüft Sommerfest

    Die Stadt Augsburg, die Stadtmarketinggesellschaft “Augsburg Marketing” und der Schaustellerverband Schwaben prüfen Möglichkeiten, ein Fest schon während der Sommerwochen zu veranstalten. Die schwäbischen Schausteller sollen hierbei die Möglichkeit bekommen, ihre Fahrgeschäfte in der Innenstadt zu errichten. Das sei kein Ersatz für Volksfestausfälle, auch kein „Plärrer light“, aber immerhin könne es für Schausteller und auch die Augsburger Bürger ein Trostpflaster sein, so Ekkehard Schmölz, Leiter von “Augsburg Marketing”.

    Schmölz spricht von einem “Augsburger Familiensommer” unter anderem mit Fahrgeschäften an beliebten Plätzen wie dem Moritz-, Rathaus- oder Willy-Brandt-Platz. Konkrete Angaben zu diesem Fest lassen sich derzeit aber noch nicht machen, so Schmölz. Es sei ungewiss, welche Entwicklung die Coronakrise in den nächsten Wochen und Monaten nehmen werde. Entsprechend der Lage müsse ein Hygienekonzept ausgearbeitet werden. Auch sei es aktuell schwierig, ein Datum für den Familiensommer festzulegen.

    Erst wenn das alles feststehe, könne man die Genehmigungen für die Stände beim Ordnungsamt beantragen. Joseph Diebold vom Schwäbischen Schaustellerverband äußert sich dem BR gegenüber vorsichtig optimistisch, dass so ein Sommerfest stattfinden kann. “Aber man muss noch abwarten”, so Diebold. Es seien noch sehr viele Dinge zu klären.

    13.5.2020, 12.23: Landkreis Augsburg startet Plattform zur Unterstützung der regionalen Wirtschaft

    „Für ALLE – für dich. für mich. für uns.“: Unter diesem Slogan startet der Landkreis Augsburg nun eine Kampagne mit Unterstützungsangeboten in den Bereichen Kultur, Sport, Wirtschaft und Klimaschutz. Ziel sei es, ein Ersatzangebot zu den Veranstaltungen zu schaffen, die wegen der Corona-Pandemie ausfallen müssen, und Menschen im Landkreis zu unterstützen, deren Haupteinnahmequellen weggebrochen sind.

    Alle Inhalte der Kampagne sollen auf der Online-Plattform HYPERLINK "http://www.landkreis-fuer-alle.de"www.landkreis-fuer-alle.de zusammengefasst werden. Das Angebot soll in den kommenden Wochen laufend erweitert werden. Unter anderem sind dort auf einer interaktiven Karte Angebote und Sonderaktionen von regionalen Einzelhändlern und Dienstleistern zu sehen.

    Um regionale Künstler zu unterstützen, will der Landkreis auf der Plattform auch Livestream-Konzerte anbieten. Bewerben können sich alle Musiker, die ihren Wohnsitz im Landkreis Augsburg haben oder den Großteil ihres Lebens im Landkreis gelebt haben. Die Auswahl der teilnehmenden Künstler erfolgt dann durch ein Kulturkomitee. Für einen Auftritt gibt es vom Landkreis 500 Euro pro Künstler.

    Im sportlichen Bereich ist auf der Plattform unter anderem eine virtuelle Variante des Landkreislaufs geplant, außerdem soll es praktische Tipps für körperliche Betätigung daheim geben. Und auch die positiven Auswirkungen der Ausgangsbeschränkungen auf das Klima will der Landkreis auf der Plattform berücksichtigen und nützliche Tipps geben, wie sich die Ökobilanz jedes Einzelnen verbessern lässt.

    13.5.2020, 12.10 Uhr: Corona-Exit-Strategie für VHS Augsburg vereinbart

    Vorstand und Geschäftsführung der Volkshochschule Augsburg-Stadt haben sich auf eine Corona-Exit-Strategie verständigt. Ein zentraler Punkt dabei wird die neue Website sein, die am 25. Mai online gehen soll. Auf dieser wird es in Zukunft auch eine eigene Sparte mit Online-Vortragsangeboten und Kursangeboten geben. In den meisten Programmbereichen wird es laut VHS außerdem keine Planung in festen Semestern geben. Stattdessen sollen ständig neue Kurse und Vorträge ergänzt werden, so dass das VHS-Team schneller auf aktuelle Ereignisse und Themen reagieren kann.

    Sollte es keine erneuten Verschärfungen der Corona-Bestimmungen geben, will die VHS ab dem 15. Juni auch wieder Präsenzkurse anbieten. Allerdings sei klar, so Sieghard Schramm, der Vorstandsvorsitzende der VHS; dass das Programm nicht mehr in der geplanten Form fortgesetzt werden könne. Das Sommerprogramm der VHS Augsburg wird daher aus einem wachsenden Angebot an Vorträgen und Kursen in kleineren Gruppen bestehen, ergänzt durch das Angebot an Online-Kursen.

    Ab Juni soll es dabei zunächst Onlinevorträge zu Themen wie Stadtentwicklung, Wasser und Gesundheits- und Fitnesskurse geben, aber auch Überbrückungskurse für die laufenden Sprachkurse. Auf der neuen Webseite der VHS (HYPERLINK "http://www.vhs-augsburg.de"www.vhs-augsburg.de) sind alle wichtigen Infos zu finden und auch die Anmeldung für die Kurse findet über die Plattform statt. Ein gedrucktes Programm wird es dagegen bis auf Weiteres nicht geben.

    13.5.2020, 7.20 Uhr: Botanischer Garten öffnet mit geänderten Öffnungszeiten

    Der Botanische Garten in Augsburg öffnet heute wieder. Auch wenn die Besucher sich im Freien bewegen, gelten auch im Garten besondere Regeln. Die größte Einschränkung dürften dabei vorerst die geänderten Öffnungszeiten sein. Der Botanische Garten hat demnach von Mittwoch bis Sonntag jeweils von 12 bis 19.30 Uhr geöffnet. Nur so könnten die erhöhten Reinigungsstandards und die Aufsicht im Garten sichergestellt werden, erklärt Augsburgs Umweltreferent Reiner Erben. Außerdem dürfen vorerst nur 500 Besucher gleichzeitig auf dem Gelände sein, der Ein- und Ausgang wurden getrennt. Die Stadt Augsburg empfiehlt den Besuchern, im Bereich der Kasse, am Ein- und Ausgang und bei den Toiletten einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Das Schauhaus bleibt aus hygienischen Gründen vorerst noch geschlossen. Die Leitung des Botanischen Gartens bittet um Verständnis dafür, dass die Mitarbeitenden von den Besuchern nicht angesprochen werden dürfen. Die Veranstaltungen und Führungen im Mai fallen alle aus.

    12.5.2020, 17.15 Uhr: Stadt Kempten stellt Schülern 100 Computer zur Verfügung

    Die Stadt Kempten hat aus ihrem Verwaltungsbereich 100 gut erhaltene Rechner aus Leasing-Rückläufen zur Verfügung gestellt, wie die Stadt mitteilte. Die PCs wurden demnach an ausgesuchte Kemptener Schüler der Klassen 5 bis 10 verteilt. Diese Kinder und Jugendlichen waren laut Stadt bislang nicht ausreichend ausgestattet, um daheim am digitalen Unterricht teilnehmen zu können.

    12.5.2020, 14 Uhr: Schloss Neuschwanstein öffnet nicht vor Pfingsten

    Obwohl die meisten Museen wieder geöffnet sind, wird das Schloss Neuschwanstein frühestens Pfingsten für Besucher öffnen, das teilte die bayerische Schlösserverwaltung dem Bayerischen Rundfunk mit. Denn obwohl sich die Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen selbst als „größter staatlicher Museumsträger in Deutschland“ bezeichnet, gehören die Einrichtungen in Zeiten der Corona-Pandemie zum Bereich Tourismus. Und deshalb ist laut Beschluss der bayerischen Staatsregierung von 5. Mai erst für das Pfingstwochenende eine mögliche Öffnung von Schlössern angedacht, parallel mit Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätzen.

    12.5.2020, 13.45 Uhr: Keine Corona-Patienten mehr im Klinikum Memmingen

    Im Klinikum Memmingen wird aktuell kein Patienten mit Covid-19-Infektion mehr behandelt. Das teilte die Stadt Memmingen mit. Gestern war nur noch ein Corona-Patient stationär im Klinikum betreut worden. Insgesamt meldet die Stadt Memmingen vier Corona-Infektionen, 47 Personen seien bereits wieder genesen.

    12.05.2020, 11.58 Uhr: Günzburg will mehr Außenflächen für Gastronomen schaffen

    Die Stadt Günzburg will den Gastronomen mehr Außenflächen für die Freiluftbewirtung zur Verfügung stellen und damit die Branche nach dem Corona-Lockdown unterstützen. Laut OB Gerhard Jauernig ist die Außengastronomie ein wichtiger Schlüssel für die Zukunftssicherung der Gastronomen. Deshalb müsse es jetzt einen Schulterschluss geben zwischen allen Beteiligten, den Cafés, Bars, Kneipen und Hotels. So heißt es in einem heute (12.05.20) veröffentlichten Schreiben, dass die Stadtverwaltung bereits mit Sicherheitskräften in der Günzburger Innenstadt unterwegs war, um zu prüfen, wo genau zusätzliche Außenflächen bewirtet werden können. Und OB Jauernig verspricht, dass die Abgaben trotz größerer Flächen der Sondernutzung nicht steigen werden. "Es geht uns als Stadt nicht darum, Geld zu verdienen, sondern mit einem kommunalen Beitrag unserer Wirtschaft beizustehen", erklärt das Stadtoberhaupt.

    12.05.2020, 11:34 Uhr: Fahrtkartenverkauf in AVV-Bussen

    Kein Einstieg mehr an der Vordertür und ein Absperrband hinter dem Fahrer – das war bisher der einzige Schutz für die Busfahrerinnen und Busfahrer im Augsburger Verkehrs- und Tarifverbund (AVV). Doch das ändert sich nun: Der AVV installiert in allen Regionalbussen nun zusätzliche Schutzscheiben, um den Infektionsschutz zu verbessern. Damit soll auch das Fahrpersonal langfristig besser vor Übergriffen geschützt sein. Auch der Fahrkartenverkauf wird im Bus wieder möglich. In den neuen Sicherheitsscheiben sei nun eine kleine Öffnung, durch die die Fahrerinnen und Fahrer Karten verkaufen könnten, ohne sich oder die Fahrgäste einem erhöhten Infektionsrisiko auszusetzen, teilt der AVV mit. Die Umrüstung des kompletten Fuhrparks mit rund 200 Bussen soll in den nächsten Wochen erfolgen.

    12.05.2020, 10 Uhr: Humedica stellt eine Million Euro bereit

    Die internationale Hilfsorganisation Humedica aus Kaufbeuren stellt eine Million Euro für die weltweite Coronahilfe zur Verfügung. "Besonders die Ärmsten der Armen leiden unter den weltweiten Lockdowns: Tagelöhner, die keine Arbeit mehr haben. Die hungern müssen, ihre Familie nicht versorgen können, trifft es hart", sagt Humedica-Vorstand Johannes Peter. In vielen Ländern habe der Lockdown zu einer prekären Situation für viele Menschen geführt, heißt es in der Pressemitteilung. Die Pandemie stelle für die Hilfsorganisation eine ganz besondere Herausforderung dar, weil Hilfe an vielen Orten der Welt gleichzeitig nötig sei.

    11.5.2020, 19.26 Uhr: Augsburgs Oberbürgermeisterin kritisiert Hygieneverstöße bei Demos

    Die Oberbürgermeisterin von Augsburg, Eva Weber, hat das Verhalten vieler Demonstranten am vergangenen Samstag scharf kritisiert. Weber betonte, dass Augsburg zu den Großstädten mit vergleichsweise niedrigen Corona-Infektionszahlen zähle. Sie sagte laut einer Mitteilung: "Eine solch positive Entwicklung lassen wir uns durch eine ignorante, lauthalse und rücksichtslose Minderheit, wie sie am Samstag aufgetreten ist, nicht kaputt machen. Die Zeche bezahlen Menschen, die unseren Schutz als Gesellschaft am meisten brauchen. Hier sind Haltung und Disziplin üben angezeigt. Das heißt: Mund-Nase-Bedeckung tragen und mindestens 1.50 Meter Abstand halten".

    Es gehe nicht darum, das Demonstrationsrecht oder andere Grundrechte in Frage zu stellen, sondern um das Einhalten zwingender Hygieneregeln und um Vernunft, um die weitere Verbreitung des Virus einzudämmen, so Weber. Am vergangenen Samstag, 9.5., haben laut Polizei ca. 500 Menschen auf dem Augsburger Rathausplatz gegen die Einschränkung von Grundrechten demonstriert. Angekündigt waren 50 Personen. Die meisten Demonstranten hielten den vorgeschriebenen Sicherheitsabstand nicht ein und trugen keine Mund- und Nasenbedeckung.

    11.5.2020, 17.04 Uhr: Stadt Augsburg kündigt Danke-Aktion für Altenpfleger an

    Am Tag der Pflege, dem 12. Mai, möchte die Stadt Augsburg Pflegekräften danken. Dafür sollen große Danke-Banner an den Eingängen der fünf Senioren-Einrichtungen angebracht werden. Die Pfleger sollen Zoo-Eintrittsgutscheine bekommen. Damit möchte die Stadt öffentlich darauf aufmerksam machen, dass Pfleger wichtige Leistungsträger der Gesellschaft sind.

    11.5.2020, 16.50 Uhr: Mindelheim - Kinder dürfen auf Spielplätze nur mit Erwachsenen

    Die Stadt Mindelheim macht darauf aufmerksam, dass gemäß der vierten Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung Spielplätze für Kinder nur in Begleitung von Erwachsenen geöffnet sind. Bürgerinnen und Bürger werden darum gebeten, dies zu beachten.

    11.5.2020, 16.17 Uhr: Verbot von Mottfeuern im Landkreis Lindau aufgehoben

    Nachdem der Freistaat Bayern am 16. März den Katastrophenfall ausgerufen hat und infolge der Corona-Pandemie alle Einsatzkräfte zu deren Bewältigung gebündelt waren, hatte das Landratsamt Lindau das Verbrennen von pflanzlichen Abfällen per Allgemeinverfügung im Landkreis bis auf Weiteres verboten. Wegen der stagnierenden Infektionszahlen hat das Landratsamt Lindau das Verbot ab dem 11. Mai aufgehoben.

    11.5.20202, 16 Uhr: Gesundheitsamt meldet nur eine Neuinfektion in Schwaben

    In Schwaben sind laut dem Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit 3.729 Personen mit dem Coronavirus infiziert (Stand 11.5. 10 Uhr). Das ist eine Infektion mehr als gestern. Die Zahl der Todesfälle bleibt bei 183. Damit bleibt Schwaben der mit Abstand am wenigsten von SARS-CoV-2 betroffene Regierungsbezirk.

    11.5.2020, 13 Uhr: Keine Neuinfektion in Augsburg laut Gesundheitsamt

    Das Gesundheitsamt der Stadt Augsburg meldet für die letzten 24 Stunden keinen neuen Covid-19-Fall. Bisher wurden in Augsburg insgesamt 388 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet, 352 davon sind wieder genesen, insgesamt starben 14 Personen. In den vergangenen sieben Tagen gab es insgesamt drei Neuinfektionen in der Stadt Augsburg.

    11.05.2020, 07:30 Uhr: Möbelhäuser und Einkaufszentren sind komplett geöffnet

    Heute beginnt die nächste Stufe der Lockerungen der Corona-Maßnahmen: In Bayern dürfen in den Einkaufszentren auch die großen Geschäfte aufmachen. In der City-Galerie Augsburg, im Forum Allgäu in Kempten und in der Glacis-Galerie in Neu-Ulm kann man damit wieder in allen Geschäften einkaufen, allerdings sind die Öffnungszeiten teilweise noch eingeschränkt. Die Center stellen sicher, dass nicht zu viele Menschen eingelassen werden und haben Laufwege markiert, damit sich die Besucher möglichst nur in eine Richtung bewegen. Auch die Einrichtungshäuser wie Segmüller, IKEA, LUTZ oder Innhofer haben wieder geöffnet. Damit endet für viele wohl auch der Einkaufs-Tourismus nach Baden-Württemberg, wo auch in den letzten Wochen zum Beispiel die Baumärkte offen waren.

    09.05.2020, 12:00 Uhr: Kliniken lockern Besuchsverbot

    In den "Wertach"-Kliniken im Landkreis Augsburg können Patienten ab heute wieder Besuch bekommen. Die bisher strikten Verbote zur Vermeidung einer Corona-Infektion werden mit dem heutigen tag gelockert.

    Allerdings müssen die Patienten in Bobingen und Schwabmünchen genau eine Kontaktperson benennen. Deren Name wird am Eingang der Krankenhäuser hinterlegt. Die Besucher dürfen im Zeitraum von 14 bis 18 Uhr nur eine halbe Stunde zum Patienten und müssen dabei durchgehend eine Mund-Nase-Maske tragen. Die Klinikleitung verlangt von Patienten und deren Besuchern, auf "Umarmungen und Küsse" zu verzichten. Es darf jeweils nur ein Besucher in ein Patientenzimmer.

    Besucher mit Husten, Schnupfen oder gar Fieber dürfen die Kliniken nach wie vor nicht betreten. Patienten, bei denen ein Covid-19-Verdacht besteht, können keinen Besuch bekommen.

    08.05.2020, 15:45 Uhr: Sechs neue Corona-Fälle in Schwaben bestätigt

    Sechs neue Corona-Infektionen für den Regierungsbezirk Schwaben meldet das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (Stand: 08.052020, 10 Uhr). Damit steigt die Zahl der gemeldeten Corona-Infektionen im Bezirk auf 3.713 an. Im Vergleich zum Vortag ist lediglich ein weiterer Todesfall hinzugekommen. Damit sind in Schwaben 180 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben.

    08.05.2020, 13.15 Uhr: Kurzarbeit jetzt auch bei Airbus in Donauwörth

    500 Airbus-Mitarbeiter am Standort Donauwörth müssen wegen der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise in Kurzarbeit. Die Geschäftsführung und der Betriebsrat haben sich laut einer Mitteilung von Airbus darauf geeinigt. Die Kurzarbeit soll bis voraussichtlich Ende des Jahres gelten.

    Eigentlich werden in Donauwörth hauptsächlich Hubschrauber gebaut und gewartet, betroffen sind deshalb auch nur die 500 Mitarbeiter der Flugzeugtüren-Sparte. In Donauwörth werden Türen für alle gängigen Flugzeuge von Airbus wie den A350 oder den A320. Weil viele Airlines durch Corona massive Verluste machen, ist auch der Bedarf an neuen Flugzeugen eingebrochen.

    08.05.2020, 11.15 Uhr: IHK Schwaben startet bald Prüfungsbetrieb

    Mehr als 10.000 Auszubildende und fast 4.000 Teilnehmer von Fortbildungen sollen bei der IHK Schwaben ab Mitte Mai ihre Abschlussprüfungen nachholen. Seit Mitte März ruht der Prüfungsbetrieb. Nun soll es bald mit den ersten mündlichen Prüfungen wieder losgehen. Wie die IHK Schwaben mitteilte, wurden für die schriftlichen Prüfungen eigens größere Hallen angemietet, um die Auflagen in Sachen Hygiene und Sicherheit zu erfüllen. Das zentrale Ziel der IHK Schwaben sei es, dem Abgangsjahrgang einen regulären Berufsabschluss zu ermöglichen.

    08.05.2020, 9.00 Uhr: "Allgäu Skyline Park" will Ende Mai öffnen

    Der "Allgäu Skyline Park" in Rammingen im Unterallgäu will am 30. Mai dieses Jahres wieder öffnen. Das teilte eine Sprecherin dem BR mit. Bislang konnte der Freizeitpark an der A96 wegen der Coronavirus-Pandemie nicht in die Saison starten. Bereits im April hatte die Parkleitung erklärt, dass man sich in der Lage sehe, Hygiene- und Abstandsregeln umzusetzen, da der Park zum allergrößten Teil ein Freiluftbetrieb ist.

    07.05.2020, 17.00 Uhr: Ämter und Kultureinrichtungen in Augsburg öffnen kommende Woche

    Ab der kommenden Woche wird die Verwaltung der Stadt Augsburg Schritt für Schritt wieder geöffnet. Ordnungsreferent Frank Pintsch erklärte auf einer Pressekonferenz, dass für den Besuch auf einem der Bürgerämter weiter ein Termin nötig ist. Die Termine können telefonisch oder im Internet vereinbart werden.

    In der kommenden Woche werden auch einige Freizeiteinrichtungen geöffnet. Ab Montag etwa die Stadtbücherei. Ab Dienstag öffnen die Kunsteinrichtungen ihre Tore. Das Mozarthaus bleibt noch bis zum 18. Mai geschlossen. Die Eröffnungstermine für das H2-Zentrum und die Neue Galerie sind noch offen. Ab Mittwoch wird der Botanischer Garten täglich zwischen 12 und 19.30 Uhr unter Auflagen geöffnet. So ist etwa die Zahl der Besucher auf 500 begrenzt. Sie müssen zudem Mund und Nase bedecken.

    07.05.2020, 15.45: LGL meldet zwölf neue Corona-Infektionen in Schwaben

    Im Bezirk Schwaben ist die Zahl der gemeldeten Corona-Infektionen um zwölf gestiegen. Sie liegt laut Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit jetzt bei 3.707. Im Vergleich zum Vortag ist ein weiterer Todesfall hinzugekommen. Insgesamt gibt es damit in Schwaben 179 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19.

    07.05.2020, 13.45 Uhr: Augsburg bereitet sich auf mögliche zweite Corona-Welle im Herbst

    Die Führungsgruppe Katastrophenschutz der Stadt Augsburg bereits sich bereits auf eine mögliche zweite Welle des Coronavirus in einigen Monaten vor. Aktuell sei genügend Schutzausrüstung vorhanden, sagte Oberbürgermeisterin Eva Weber auf einer Pressekonferenz. Jetzt werde Material eingelagert, um im Herbst, wenn die zweite Corona-Welle erwartet wird, vorbereitet zu sein.

    Aktuell hat sich die Lage in Augsburg der Oberbürgermeisterin zufolge deutlich entspannt. Im Uniklinikum werden noch 15 mit dem Coronavirus infizierte Patienten behandelt. Laut Weber liegt die Zahl derjenigen, die beatmet werden müssen, im unteren einstelligen Bereich.

    06.05.2020, 16.00 Uhr: Corona-Krise erschwert Flüchtlingsberatung

    Die Corona-Krise sorgt bei der Flüchtlings-, Asyl- und Migrationsberatung der Caritas im Bistum Augsburg für schwierige Bedingungen. Statt in den Beratungsbüros der Flüchtlingsunterkünfte direkt mit den Betroffenen reden zu können, muss jetzt per Telefon oder Mail kommuniziert werden. Ohne deutsche Sprachkenntnisse sei das nicht einfach, so die Beraterinnen der Caritas. Auch anerkannten Flüchtlingen und Menschen mit Migrationshintergrund fehle oft der Zugang zum Internet, schreibt die Caritas in einer Pressemitteilung. Besonders schlimm sei die Situation für psychisch erkrankte Flüchtlinge und Asylbewerber, die aktuell keine Therapien machen könnten.

    06.05.2020, 15.30 Uhr: Nur fünf Neuinfektionen mit Corona in Schwaben - vier weitere Todesfälle

    Das Landesamt für Gesundheit meldet im Regierungsbezirk Schwaben im Vergleich zu gestern fünf neue Coronafälle. Damit infizierten sich seit Beginn der Pandemie insgesamt 3.695 Menschen mit dem Virus. 178 Menschen, die sich angesteckt hatten, sind gestorben. Ihre Zahl liegt damit in Schwaben um vier höher als gestern.

    06.05.2020, 12.10 Uhr: Günzburger Legoland will Ende Mai wieder öffnen

    Ab dem 30. Mai 2020 dürfen laut Staatsregierung Freizeitparks in Bayern unter Auflagen wieder öffnen. Das Legoland Deutschland in Günzburg plant, an diesem Tag den Betrieb wieder aufzunehmen. Laut der Pressesprecherin des Parks, Marion Pachmann, soll bis dahin ein bereits erarbeiteter Maßnahmenkatalog angepasst werden. Mit den Behörden muss nun etwa abgesprochen werden, ob im Park generell Mund und Nase bedeckt werden müssen und wie ein Abstandskonzept in den Fahrgeschäften umgesetzt werden kann. Zum Legoland gehört auch ein Feriendorf mit Hotels und Bungalows – auch dort werden Corona-Maßnahmen getroffen.

    06.05.2020, 11.45 Uhr: Corona-Zahlen in Augsburg bleiben zweiten Tag in Folge stabil

    In Augsburg bleibt die Zahl der gemeldeten Corona-Infektionen bei 385. Wie das Gesundheitsamt mitteilte, wurden den zweiten Tag in Folge keine neue COVID-19-Infektion gemeldet. 334 Augsburger, bei denen das Virus nachgewiesen wurde, sind bereits wieder genesen.

    06.05.2020, 7.00 Uhr: Augsburger Kulturzentrum Kresslesmühle startet "Mühle Home Edition"

    Die Augsburger Kresslesmühle startet heute eine digitale Konzertreihe. Zum Auftakt der "Mühle Home Edition" ist ab 20.00 Uhr das Konzert der Jazz-Band "Los Molineros" auf der Internetseite des Kulturzentrums abrufbar.

    Für die Künstler der Kresslesmühle ist die Aktion eine Möglichkeit, endlich wieder aufzutreten – auch wenn das Publikum zuhause am Computer oder Smartphone zuschaut. Außerdem bekommen die Künstler eine kleine Aufwandsentschädigung.

    Etwa ein Mal in der Woche will die Kresslesmühle jetzt auf ihrer Homepage ein rund 15-minütiges Konzert veröffentlichen. Neben den Musikern sollen sich dann auch Mieter und Vereine der Mühle vorstellen und auch die Zuschauer können mitmachen: Unter dem Motto "Die Mühle und ich" sind Geschichten gesucht, die man dichten, trommeln oder rappen kann.

    05.05.2020, 18.00 Uhr: Augsburger Textil- und Industriemuseum öffnet wieder

    Im Textil- und Industriemuseum (tim) geht kommende Woche die Corona-bedingte Pause zu Ende. Wie Direktor Karl Borromäus Murr dem BR jetzt mitteilte, kann das staatliche Museum ab Dienstag (12.5.) wieder besucht werden. Murr verspricht den Besucherinnen und Besuchern eine Reihe kultureller Highlights in nächster Zeit. Ab 19. Mai ist nach seinen Worten die neue Sonderausstellung "Amish Quilts meet Modern Art" zu sehen.

    05.05.2020, 16.30 Uhr: IHK Schwaben fordert faire Wettbewerbsbedingungen

    Die IHK Schwaben begrüßt die von der Bayerischen Staatsregierung angekündigten Lockerungen für Wirtschaft, Hotellerie und Gastrogewerbe in der Corona-Krise. "Mit dem Bayernplan hat die Staatsregierung weiteren Teilen der bayerisch-schwäbischen Unternehmen aus Produktion, Handel und Dienstleistungen eine inhaltliche und zeitliche Perspektive für den Re-Start gegeben", teilt Marc Lucassen, Hauptgeschäftsführer der IHK Schwaben mit. Damit hätten diese Branchen einen bis Pfingsten gültigen und zugleich flexiblen Fahrplan. Dieser Schritt sei richtig und zwingend notwendig gewesen. Für Bayerisch-Schwaben sei besonders das schrittweise Hochfahren von Hotellerie und Gastronomie wichtig sowie die Stärkung der Automobilindustrie und damit der regionalen Zulieferer. "Wir setzen auf faire Wettbewerbsbedingungen mit unseren Nachbarn in Baden-Württemberg und nach Wiederöffnung der Grenzen zu Österreich", teilt die IHK Schwaben weiter mit.

    05.05.2020, 15.35 Uhr: 14 neue Infektionen in Schwaben

    Nur 14 neue Infektionen mit dem Coronavirus in ganz Schwaben hat das Bayerische Landesamt für Gesundheit in den vergangenen 24 Stunden (Stand: 05.05., 10.00 Uhr) verzeichnet. Damit haben sich bisher insgesamt 3.690 Personen mit dem Sars-CoV-2 Erreger infiziert. Weitere zwei infizierte Personen sind gestorben, so dass die Zahl der Todesopfer auf 174 steigt. Die Fallzahl pro 100.000 Einwohnern liegt in Schwaben bei 195,47 - das ist weiterhin der niedrigste Wert aller Regierungsbezirke.

    05.05.2020, 10.30 Uhr: Spendenaktion für freie Kulturinstitutionen in Augsburg

    Als Zeichen der Solidarität mit den freien Kulturinstitutionen hat der Orchestervorstand der Augsburger Philharmoniker die Spendenaktion "Kultur hält zusammen" ins Leben gerufen. Nach nur zwei Wochen haben die Musiker ihr erstes Spendenziel erreicht und 10.000 Euro gesammelt. Als erste Institutionen bekamen das Sensemble Theater und die Bayerische Kammerphilharmonie jeweils 5.000 Euro. Mit dem Kulturamt der Stadt Augsburg laufen nach Angaben des Orchestervorstandes bereits Gespräche, um weitere Ensembles auszuwählen, die unterstützt werden sollen. Die Augsburger Philharmoniker selbst gehören zum Staatstheater Augsburg.

    4.5.2020, 15.30 Uhr: 162 Anzeigen in Nordschwaben am langen Wochenende

    Die Polizei in Nordschwaben war am langen Wochenende wieder verstärkt im Einsatz, um die Ausgangsbeschränkungen und das Kontaktverbot zu überprüfen. In ganz Nordschwaben wurde dabei nach Polizeiangaben in den vergangenen vier Tagen gegen 162 Personen Anzeige erstattet. Die meisten Verstöße gab es in Augsburg mit 89 Personen. Es gab zum Beispiel einige Haus-Partys, etwa am Samstagmorgen in der Augsburger Innenstadt. Dort versteckten sich mehrere Personen zunächst auf einem angrenzenden Dach vor der Polizei. Die Beamten trafen in der Wohnung aber letztlich zehn Personen aus verschiedenen Hausständen an, die miteinander gefeiert hatten.

    Neben den Ausgangsbeschränkungen kontrolliert die Polizei, ob die Menschen in Geschäften und in öffentlichen Verkehrsmitteln wie vorgeschrieben Mund und Nase bedecken. Insgesamt habe sich der überwiegende Teil der Bevölkerung daran gehalten, so die Polizei. Allerdings mussten die Beamten immer wieder an Haltestellen wartende Personen darauf hinweisen, dass die Masken-Pflicht bereits dort gilt.

    4.5.2020, 08.45 Uhr: Zahnärzte im Landkreis Dillingen wieder im Normalbetrieb

    Viele der 38 Zahnarztpraxen im Landkreis Dillingen gehen wieder in den Normalbetrieb. Sie sind also nicht mehr nur für Notfälle da, sondern auch für Routinekontrollen oder Zahnreinigungen. Möglich sei das, weil die Praxen inzwischen mit Schutzkleidung ausgestattet seien. Anfangs habe die Politik die Zahnärzte komplett im Regen stehen lassen, kritisiert Gerhrad Frieß, Sprecher der Zahnärzte im Landkreis Dillingen. Deshalb hätten sie sich selbst Schutzausrüstung besorgt und gegenseitig geholfen. Inzwischen haben man auch vom Landratsamt Masken bekommen. Frieß hofft nun, dass die Patienten ihre Termine auch einhalten. Er habe seine Praxis schon länger geöffnet – viele seien aber nicht gekommen, weil sie dachten, es sei zu. Wer Symptome einer Corona-Erkrankung aufweist, muss sich allerdings in speziellen Praxen in Memmingen, Augsburg oder an der Uniklinik in Ulm behandeln lassen.

    4.5.2020, 08.30 Uhr: Wieder Publikumsverkehr in Landratsämtern Günzburg und Neu-Ulm

    In den Landratsämtern Günzburg und Neu-Ulm sind ab dieser Woche wieder eingeschränkt Vor-Ort-Termine möglich. Allerdings sei es nach wie vor erforderlich, persönliche Kontakte auf das unbedingt notwendige Maß zu begrenzen, so der stellvertretende Pressesprecher des Landkreises Günzburg, Meinrad Gackowski. Viele Behördenangelegenheiten, etwa Kfz-Zulassungen, könnten online erledigt werden. Falls es notwendig sei, persönlich zu erscheinen, müsse ein Termin vereinbart werden. Vor Ort muss außerdem eine Schutzmaske getragen werden. Menschen, die an Corona erkrankt sind oder entsprechende Anzeichen zeigen, dürfen die Landratsämter nicht betreten. Das Landratsamt Neu-Ulm bittet außerdem um Geduld. In der letzten Zeit hätten sich viele Anfragen gehäuft. Nicht jede Kundin oder jeder Kunde kriege deshalb gleich einen Termin, so Andrea Kocev, die Leiterin der Kfz-Zulassungsstelle am Landratsamt Neu-Ulm. Zulassungen, die nicht zwingend notwendig sind, sollten deshalb auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden.

    3.5.2020, 14.40 Uhr: Weiterer Corona-Patient verstorben

    In Schwaben sind laut den aktuellen Zahlen des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit mittlerweile 171 Menschen an oder mit SARS-CoV-2 gestorben, das ist ein Todesfall mehr als gestern.

    3.5.2020, 14.40 Uhr: Zwei neue Infektionen in Schwaben

    Infiziert haben sich laut dem Landesamt für Gesundheit bislang insgesamt 3673 Menschen in Schwaben, das sind zwei mehr als gestern. Schwaben ist nach wie vor der Bezirk mit den wenigsten SARS-CoV-2-Infizierten im Verhältnis zur Einwohnerzahl.

    3.5.2020, 12 Uhr: Verstoß gegen Ausgangsbeschränkungen - Party mit Feuerwerk

    Heute Nacht gegen ein Uhr ist die Polizei nach Aufheim im Landkreis Neu-Ulm gerufen worden, wie das Polizeipräsidium Neu-Ulm heute mitteilte. Dort feierte ein Mann seinen Geburtstag inklusive Feuerwerk, laut Polizei ein illegales Feuerwerk. Dem Polizeibericht zufolge beleidigte der Gastgeber die Beamten als sie die Personalien der Party-Teilnehmer aufnehmen wollten. Die Partygäste erhielten Ordnungswidrigkeitenanzeigen wegen Verstößen gegen die bestehende Rechtsverordnung, da sie ihre eigene Wohnung ohne triftigen Grund verlassen hatte. Außerdem erwarten den Gastgeber Anzeigen wegen Beamtenbeleidigung und wegen eines Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz.

    2.5.2020, 18 Uhr: 150 Menschen bei abgesagter Demo in Memmingen

    Zu einer Demo auf dem Memminger Parktplatz gegen die Einschränkung von Grundrechten sind laut Polizei am Samstag, 2.5., zwischen 16 und 17 Uhr ca. 150 Teilnehmer gekommen, obwohl die Demonstration von der Anmelderin selbst abgesagt worden war. Unter den Teilnehmern war auch die Anmelderin der ursprünglichen Demo. Von der Stadt Memmingen wurde die Zusammenkunft als neue Versammlung gewertet, die unter den zuvor erlassenen Auflagen, vor allem der Einhaltung der persönlichen Abstände, durchgeführt werden kann. Eine Versammlungsleitung gab sich der Polizei zufolge nicht zu erkennen, die Versammlung verlief aber ausgesprochen friedlich. Auch die persönlichen Abstände wurden eingehalten. Nach der Demo sprach die Polizei allerdings Platzverweise aus, da sich laut den Beamten einige Teilnehmer nicht rasch genug vom Versammlungsort entfernt hatten. Die Polizei Memmingen prüft nun gemeinsam mit der Stadt Memmingen, ob wegen der fehlenden Anmeldung Verstöße gegen das Versammlungsgesetz vorliegen.

    2.5.2020, 17 Uhr: Flugbetrieb wird beim Allgäu Airport wird langsam hochgefahren

    Der Allgäu Airport Memmingen fährt seinen Betrieb langsam wieder hoch. Am Samstag sei erstmals seit der Einstellung des regulären Flugbetriebs wieder eine Maschine gestartet und gelandet, teilte der Flughafen mit. Weitere Flüge sollen folgen. In Memmingen dürfen nur Passagiere mit Ticket das Terminal betreten, an den Schaltern sind Spuckschutz-Vorrichtungen installiert und auch an Bord der Flugzeuge herrschen strenge Hygienevorschriften. In den nächsten Tagen seien weitere Flüge nach Sofia sowie ins bulgarische Varna und nach Kiew in der Ukraine geplant.

    2.5.20, 16.50 Uhr: Großer Andrang bei Demo gegen Grundrechte-Einschränkungen in Krumbach

    Trotz des schlechtens Wetter sind laut Polizei am Samstagnachmittag in Krumbach deutlich mehr Menschen zu einer Demonstration gegen die Einschränkung der Grundrechte gekommen als angemeldet waren. Die zweite Demo im Stadtgarten zum Thema fand zwischen 15 und 16 Uhr statt und war für 50 Menschen genehmigt. Nach Angaben der Polizei war die Höchstteilnehmerzahl sehr schnell erreicht und an den einzelnen Zugängen des Stadtgartens liefen noch ca. 450 Bürger auf, die auch zur Bühne wollten. Nachdem die Polizei und Ordner den Bürgern den Zugang zur Demo verwehrt hatten, positionierten sich die Menschen rund um den Stadtgarten, um die Redebeträge hören zu können. Trotz einiger missmutiger Kommentare blieb die Veranstaltung friedlich, auch die ausgeschlossenen Bürger hatten laut Polizei letztendlich Verständnis dafür, dass ihnen der Zutritt verwehrt wurde.

    2.5.20, 15.10 Uhr: Corona-Demos in Kempten und Buchloe

    Die für den heute geplante Demonstration unter der Überschrift „Einschränkungen der Grundrechte aufheben“ wurde von den Organisatoren kurz vor Beginn bei der Kemptener Polizei abgesagt. Sie konnten die von der Stadt geforderten Auflagen für die Kundgebung nicht sicherstellen. Einige Teilnehmer hatten die Absage nicht mitbekommen, sie wurden von Polizeibeamten darauf aufmerksam gemacht und folgten zum großen Teil deren Anordnungen. Die musste allerdings auch einige Platzverweise und Anzeigen aussprechen. Zu einer Demonstration am Bahnhofsvorplatz von Buchloe unter dem Motto „Covid 19 - geben wir zu viel Freiheit auf?“ kamen etwa 35 Teilnehmer. Laut Polizei wurde die Veranstaltung von wenigen Schaulustigen aufmerksam beobachtet. Das Verhalten der Versammlungsteilnehmer und der sonstigen Zuschauer war insgesamt vorbildlich, so die Polizei.

    2.5.20, 14.50 Uhr: 14 neue Corona-Fälle in Schwaben

    Das Landesamt für Gesundheit meldet heute 3.671 bekannte Corona-Fälle in Schwaben. Das sind 14 mehr als gestern. Schwaben ist weiterhin gemessen an der Bevölkerungszahl der am wenigsten betroffene bayerische Regierungsbezirk. Gemeldet wurde auch ein weiterer Todesfall aus Augsburg.

    2.5.2020, 8 Uhr: Freinacht fällt im Raum Augsburg wegen Corona praktisch aus

    In Augsburg und den Landkreisen Augsburg, Aichach-Friedberg und Donau-Ries musste die Polizei nur selten in Zusammenhang mit der Freinacht ausrücken. Wie auch in den letzten Wochen hielten sich laut Polizei fast alle Bürger an die aktuellen Bestimmungen. Streiche oder gemeinsame Streifzüge blieben die Ausnahme.

    1.5.20, 14.41 Uhr: 16 weitere Fälle in Schwaben

    Aktuell gibt es in Schwaben 3.657 bekannte Corona-Fälle. Das hat das Landesamt für Gesundheit am Freitag mitgeteilt. Damit ist die Zahl der Infizierten innerhalb eines Tages um 16 gestiegen. Nach wie vor ist Schwaben - gemessen an der Bevölkerungszahl - der am wenigsten betroffene bayerische Regierungsbezirk. Die Zahl der Corona-Toten liegt in Schwaben jetzt bei 169. Damit sind zwei weitere Tote zu beklagen.

    30.4.20, 19.59 Uhr: in Augsburg Kurzarbeit in jeder dritten Firma

    In Schwabens größter Stadt hat seit Beginn der Corona-Pandemie offenbar mehr als ein Drittel aller Unternehmen Kurzarbeit angemeldet. Das hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten am Donnerstag mitgeteilt. Die NGG beruft sich auf Zahlen der Bundesagentur für Arbeit (BA). Danach haben bis Ende April 2.838 der insgesamt 7.727 Betriebe in der Stadt Kurzarbeitergeld bei der BA beantragt.

    Besonders betroffen sei das Gastgewerbe. "Es ist an der Zeit, dass die Politik jetzt überlegt, wie die Branche wieder langsam anlaufen kann. Aber der Gesundheitsschutz für Beschäftigte und Gäste muss an oberster Stelle stehen", sagt Tim Lubecki von der NGG-Region Schwaben. Restaurants und Hotels könnten nur wieder öffnen, wenn die Behörden genau kontrollierten, ob die Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten werden.

    30.4.20, 17.30 Uhr: Lage in Pflegeheim in Waal entspannt sich

    Nach Angaben des Landratsamts Ostallgäu entspannt sich die Lage im Pflegeheim in Waal langsam. Für den Großteil der Bewohner endete inzwischen die Quarantäne im Heim. Auch Bewohner, die wegen Corona ins Krankenhaus mussten, konnten mittlerweile zurückverlegt werden. "Die jüngsten Testergebnisse waren erfreulich", sagte Landrätin Maria Rita Zinnecker. Von den 31 Bewohnern auf der Isolierstation wurden zwei Drittel aus der Quarantäne entlassen, weitere werden aller Voraussicht in den nächsten Tagen folgen.

    Von den Mitarbeitern wurden laut Landratsamt bei den jüngsten Tests 50 negativ getestet, nur noch ein Mitarbeiter ist positiv. Die Verstorbenen und deren Angehörige dürfe man aber keinesfalls vergessen, betonte die Landrätin. Ihnen gehöre die Anteilnahme des Landkreises und seiner Bürgerinnen und Bürger. In dem Heim waren sieben Menschen an Corona gestorben, sechs Bewohner und ein Mitarbeiter. "Wir hoffen nun, dass die Bewohner und Mitarbeiter in Waal wieder ein wenig in den Alltag zurückfinden können. Normalität wird sich angesichts der Todesfälle natürlich noch eine geraume Zeit nicht einstellen", sagte Zinnecker. Sie bekräftigte, dass die pflegerische und medizinische Versorgung in der schweren Zeit dank des Einsatzes der Mitarbeiter und des Heimarztes großartig gewesen sei.

    30.4.20, 13.45 Uhr: Auch Azubis wegen Krise in Kurzarbeit

    Die wirtschaftlichen Probleme infolge der Corona-Krise treffen zunehmend auch Auszubildende. Was früher nicht möglich war, ist nun unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt: Betriebe dürfen auch Azubis in Kurzarbeit schicken. Wie der Hotel- und Gaststättenverband mitteilt, stand der betriebliche Nachwuchs bislang unter einem besonderen Schutz. Nun aber kann nach einem Ablauf von sechs Wochen bzw. 30 Arbeitstagen ein Betrieb auch für seine Auszubildenden Kurzarbeitergeld erhalten.

    Allerdings, so stellt die Industrie- und Handelskammer Schwaben klar: Der Zweck der Beschäftigung des Auszubildenden ist in erster Linie die Ausbildung, nicht die Arbeitsleistung. Ausbildung sei in den meisten Fällen auch noch dann möglich, wenn keine Arbeitsleistung mehr erbracht werden könne. Deshalb fand für die meisten Azubis in Schwaben auch weiterhin der Berufsschulunterricht statt, wenn auch in digitaler Form.

    Mit der Öffnung der Schulen für Abschlussklassen kehrt auch für etliche Azubis ein Stück Alltag zurück. Die Lage am Ausbildungsmarkt bleibe insbesondere wegen der Corona-Krise angespannt, so Wolfgang Haschner, Leiter des Fachbereichs Ausbildung bei der IHK Schwaben. Aufgrund der konjunkturellen Abschwächung habe sich schon zu Jahresbeginn ein leichter Rückgang bei der Zahl der Ausbildungsverhältnisse für September angedeutet.

    "Mit der Corona-Pandemie ist der Abschluss neuer Verträge nochmals gesunken", sagt Haschner in einer Mitteilung der IHK. Viele Bewerbungen lägen auf Eis. Andererseits zeigt ein Blick in die Lehrstellenbörse der IHK, dass derzeit noch mehr als 1.000 Ausbildungsstellen unbesetzt sind. Aktuell erlernen knapp 23.000 junge Leute in Schwaben einen IHK-Beruf.

    29.4.20, 15.36 Uhr: Neun weitere Corona-Infizierte im Seniorenheim in Bissingen

    Trotz umfänglicher Schutzmaßnahmen ist die Anzahl der infizierten Bewohner im pro Seniore Bissingen weiter angestiegen, das teilte das Landratsamt mit. Weitere neun Menschen wurden posititiv auf das Virus getestet. Sie leben im sogenannten beschützenden Bereich und waren beim täglichen Screening aufgefallen. Sie zeigten Symptome wie leicht erhöhte Temperatur, allgemeine Schwäche und Husten. In Absprache mit der Einrichtung und den gesetzlichen Betreuern legte das Gesundheitsamt Maßnahmen zur Unterbringung der Bewohner des beschützenden Bereichs fest, zeitnah sollen alle Mitarbeiter und Bewohner der Einrichtung wieder getestet werden – auch um festzustellen, wer davon als genesen gilt.

    29.4.20, 15.36 Uhr: Ein weiterer Todesfall in Schwaben

    Nach den neuen Zahlen des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit sind in Schwaben mittlerweile 165 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben, einer mehr als gestern. Die Zahl der mit Corona infizierten Menschen in Schwaben ist laut Landesamt seit gestern um 11 gestiegen, auf 3612.

    29.4.20, 15.30 Uhr: Augsburger Hospital-Stift gibt Corona-Entwarnung

    Aufatmen im Hospital-Stift. Nachdem ein positiv auf das Corona-Virus getesteter 83-jähriger Bewohner der städtischen Einrichtung vergangene Woche gestorben ist, teilt die Stadt nun mit: Es hat sich keine Kontaktperson des Mannes mit dem Virus infiziert. Der 83-jährige verstorbene Mann hatte im Paritätischen Hospital-Stift gewohnt und war seit Mitte April im Krankenhaus wegen einer chronischen Erkrankung behandelt worden. Vor seiner Rückkehr in die Senioreneinrichtung war er zur Sicherheit auf SARS-CoV2 getestet worden, der Test war positiv ausgefallen. Kurz darauf verschlechterte sich der Gesundheitszustand des Mannes rapide und er starb innerhalb weniger Tage. Deswegen wurden im Hospital-Stift umgehend alle Kontaktpersonen des Mannes ausfindig gemacht und auf eine Ansteckung hin getestet. Das Ergebnis: Keiner der Mitarbeiter scheint sich infiziert zu haben.

    29.4.20, 15 Uhr: Kurzarbeitergeld-Aufstockung - Gewerkschaft kritisiert Ihle

    Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten, kurz NGG, kritisiert in einer Mitteilung, dass es die Großbäckerei Ihle, im Gegensatz zu anderen Unternehmen, ablehnt, das Kurzarbeitergeld ihrer Mitarbeiter generell aufzustocken. Geschäftsführer Wilhelm-Peter Ihle sagte dagegen, die meisten seiner Mitarbeiter hätten nur geringfügige Einbußen durch die Kurzarbeit. Sie wären auf 85 bis 95 Prozent ihres regulären Gehalts gekommen. Von rund 3.500 Mitarbeitern seines Unternehmens seien lediglich 18 von einem Totalausfall des monatlichen Gehalts betroffen, etwa weil sie als Bedienung nicht mehr in den Cafés arbeiten könnten. Mit ihnen suche er nach individuellen Lösungen, um ihr Kurzarbeitergeld von 60 bis 67 Prozent auf etwa 80 Prozent aufzustocken. Wilhelm-Peter Ihle zieht die individuelle Regelung einer von der Gewerkschaft geforderten generellen tarifvertraglichen Vereinbarung vor.

    29.4.20, 10.32 Uhr: Mitarbeiter von Reisebüros demonstrieren

    Die Grenzen dicht, Urlaubsreisen hinfällig, viele Geschäftsreisen ebenfalls. Auch Reisebüros bekommen die Corona-Krise zu spüren. Für Mittwoch haben die Mitarbeiter der Reisebranche bundesweit zu Demonstrationen aufgerufen. Auch in Kempten ist eine Kundgebung geplant. Unter dem Motto: "Wir zeigen Gesicht! Rettet die Reisebüros - rettet die Touristik!" wollen die Teilnehmenden für staatliche Hilfen kämpfen, wie es in dem Demo-Aufruf heißt.

    Die Tourismusbranche bestehe nicht nur aus Konzernen wie TUI und Lufthansa, sondern auch aus kleinen und mittelständischen Unternehmen und Reiseveranstaltern. Doch viele von ihnen stünden vor dem Aus, heißt es weiter, weil die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie den Tourismus in Deutschland und weltweit in einem beispiellosen Ausmaß träfen. Die Organisatoren fordern in ihrem Aufruf unter anderem eine staatlich finanzierte Soforthilfe für alle Arten touristischer Unternehmen.

    29.4.20, 7.01 Uhr: Augsburger Uniklinik fährt Corona-Kapazitäten zurück

    Die Augsburger Uniklinik reagiert auf die sinkende Zahl von Neuinfektionen. Dort werden jetzt mehr Kapazitäten für die Behandlung von Krankheiten frei, die nicht im Zusammenhang mit Corona stehen. Die Uniklinik wird zum Beispiel einen von drei speziell für Corona-Patienten eingerichteten Intensivbereiche mit jeweils 12 Betten wieder auflösen. Das heißt: Er wird wieder für Patienten genutzt werden können, die aus anderen Gründen intensiv behandelt werden müssen.

    Außerdem waren mehrere "Normalpflegestationen" an der Augsburger Uniklinik wegen Corona geschlossen worden, um Personal zu schonen oder für die Betreuung von Überwachungspatienten zu schulen. Auch eine solche Station ist jetzt wieder geöffnet worden. Wegen der Corona-Pandemie waren zudem Operationen verschoben worden. Damit kamen Patienten auf eine Warteliste, die jetzt abgearbeitet werden soll. Dennoch sei an einen normalen Klinikalltag auch in den nächsten Monaten nicht zu denken, heißt es von der Uniklinik.

    28.4.20, 19.21 Uhr: Zahl der Corona-Toten um zwölf gestiegen

    In Schwaben haben sich bis Dienstag 3.601 Menschen mit Sars-CoV-2 angesteckt. Laut Landesamt für Gesundheit ist die Zahl der Infizierten damit im Vergleich zum Vortag um zehn angestiegen. Damit gibt es in Schwaben nach wie vor bayernweit - gemessen an der Einwohnerzahl - die wenigsten bekannten Corona-Fälle. Die Zahl der Toten stieg um zwölf auf 164.

    28.4.20, 17.03 Uhr: FCA-Spieler wollen auf Teile ihres Gehalts verzichten

    Der FC Augsburg zieht finanzielle Konsequenzen aus der Coronakrise. Wie der Bundesligist am Dienstag bekanntgegeben hat, sind Management und Mannschaft bereit, auf Teile ihres Gehalts zu verzichten. Damit reagiert der FCA darauf, dass im Moment kein Ball in der Fußball-Bundesliga rollt. Selbst wenn der Spielbetrieb – wenn auch ohne Zuschauer – in absehbarer Zeit wieder aufgenommen werden sollte, müsste der Verein nach eigenen Angaben bis Jahresende mit Einnahmeverlusten im zweistelligen Millionenbereich rechnen.

    "Es war von Anfang an klar, dass zum Überstehen dieser Situation viele Ihren Beitrag leisten und wir den Gürtel in vielen Bereichen enger schnallen müssen", betont FCA-Geschäftsführer Michael Ströll. Man wolle die Krise aus eigener Kraft überstehen und nicht auf staatliche Hilfen wie Kurzarbeit zurückgreifen. Neben der Geschäftsführung und Chef-Trainer Heiko Herrlich habe auch die Mannschaft signalisiert, auf Gehalt zu verzichten. Dem haben sich laut Mitteilung das komplette Trainer- und Funktionsteam sowie die Abteilungsleiter des FCA angeschlossen.

    "Es ist uns bewusst, dass wir diese herausfordernden Zeiten nur gemeinsam überstehen werden", betont Ströll. Der Gehaltsverzicht solle auch der Aktion #augsburghältzusammen2020 zugutekommen. Im Rahmen dieser Initiative werden regionale Restaurants, Kneipen und Geschäfte in der Coronakrise unterstützt.

    28.4.20, 16.00 Uhr: Donautal-Radelspaß wird verschoben

    Der Donautal-Radelspaß wird auf kommendes Jahr verschoben. Das Rad-Event, an dem seit 15 Jahren jeden Sommer tausende Radfahrer teilnehmen, fällt heuer aufgrund der Corona-Pandemie aus. Damit wird dem Beschluss der Bundesregierung entsprochen, dass bis mindestens 31. August 2020 keine Großveranstaltungen durchgeführt werden dürfen. Aktuell ist noch unklar, ob dieses Verbot verlängert wird. Nach Rücksprache mit dem Dillinger Landrat Leo Schrell und der Stadt Wertingen wurde entschieden, dass die Veranstaltung im kommenden Jahr in Wertingen stattfinden wird. Eigentlich sollte das Event ja schon heuer dort angesiedelt sein. Der neue Termin wurde bereits festgelegt: Im Jahr 2021 findet der 16. Donautal-Radelspaß am 11. und 12. September statt.

    28.4.20, 10.30 Uhr: Produktion beim Traktorenhersteller Deutz-Fahr wieder angelaufen

    Beim Traktorenhersteller Deutz-Fahr in Lauingen wird wieder produziert: Wie ein Unternehmenssprecher bestätigte, seien die Bänder gestern wieder angelaufen. In Kurzarbeit seien nur noch einige wenige der insgesamt rund 680 Mitarbeiter, insbesondere im administrativen Bereich. Etwa 70 Prozent arbeiten damit wieder normal, bei den restlichen 30 Prozent würde man „langsam wieder hochfahren“, teilweise mit Gleitzeit, teilweise mit Kurzarbeit. Da die Lieferketten weitgehend wieder hergestellt seien, könne man jetzt auch wieder produzieren. Die Nachfrage nach Traktoren sei die ganze Zeit über da gewesen, vorübergehend habe man versucht, sie mit bereits gebauten Traktoren aus dem Händlerbestand zu befriedigen. Seit Ende März waren die Bänder in Lauingen, dem nach Unternehmensangaben „modernsten Traktorenwerk Europas“, stillgestanden.

    28.4.20, 10.30 Uhr: Gespräche wegen Umsatzeinbußen bei Airbus Helicopters in Donauwörth

    Bei Airbus Helicopters in Donauwörth laufen zur Zeit, laut einem Unternehmenssprecher, Gespräche der Unternehmensleitung mit den Sozialpartnern wegen Umsatzrückgängen im Betrieb. Allerdings sei die Hubschraubersparte nicht so sehr betroffen wie die Flugzeugsparte. Hubschrauber würden weiter ausgeliefert. Die Situation im Hubschrauberbereich sei eine andere als in der Luftfahrt, da Hubschrauber in der Regel für hoheitliche Zwecke genutzt würden und vor allem an Behörden ausgeliefert würden, nicht an Unternehmen, so der Sprecher. Hier sehe er im Moment keinen drastischen Einbruch. Allerdings sind am Werk in Donauwörth auch etwa 500 Mitarbeiter mit der Fertigung von Türen und Toren für Airbus beschäftigt. Wie es in dem Bereich weitergeht, darüber verhandelt der Betriebsrat zur Zeit noch mit der Unternehmensleitung.

    28.4.20, 6.40 Uhr: Bayerische Landesausstellung auf unbestimmte Zeit verschoben

    Die Bayerische Landesausstellung hätte heute mit einem großen Festakt beginnen sollen. Wegen der Pandemie ist sie auf unbestimmte Zeit verschoben worden. Der Leiter des Hauses der Bayerischen Geschichte, Dr. Richard Loibl und sein Team hoffen, dass die Landesausstellung mit geringer Verspätung öffnen kann, das Ende der Ausstellungszeit steht unweigerlich mit dem 8. November bereits fest. Eine Verlängerung oder ein Verschieben ins nächste Jahr sei unter anderem wegen der Leihgaben nicht möglich, heißt es im Haus der Bayerischen Geschichte. Anders sieht es aus beim Rahmenprogramm des Tourismusverbandes Wittelsbacher Land. Denkbar sei, manche Veranstaltungen auch über den November hinaus in den Winter hinein zu verschieben, heißt es im Landratsamt Aichach-Friedberg.

    28.4.20, 6.30 Uhr: Stadt Augsburg gedenkt dem Ende des Zweiten Weltkriegs im Internet

    Die Stadt Augsburg gedenkt dieses Jahr dem Ende des Zweiten Weltkrieges im Internet, da wegen der Corona-Pandemie eine Gedenkstunde im goldenen Saal des Rathauses nicht möglich ist, wie die Stadt mitgeteilt hat. Am 28. April 1945 marschierten amerikanische Streitkräfte in die Stadt ein, damit war für Augsburg der Krieg beendet. Unter https://www.augsburg.de/augsburg.de/75jahrekriegsende wird der historisch wichtig Tag gewürdigt: In kurzen Videobotschaften geben Oberbürgermeister Kurt Gribl, die Historikerin Prof. Marita Krauss von der philologischhistorischen Fakultät der Universität Augsburg, die US-Generalkonsulin in München und Meghan Gregonis ihre Einschätzung zum Kriegsende in Augsburg ab. Außerdem bietet der Internetauftritt Hintergrundinformationen, Zahlen und historische Fotografien.

    27.4.20, 20.06 Uhr: FCA-Fans spenden 50.000 Euro

    Der FC Augsburg hat im Rahmen der Initiative "#augsburghältzusammen2020" eine digitale Spendenplattform ins Leben gerufen - gemeinsam mit "Augsburg Marketing". Das Ziel ist es laut FCA, regionalen Restaurants, Kneipen und Geschäften in der Coronakrise unter die Arme zu greifen. Wie der Bundesligist am Montag mitteilte, haben Fußball-Fans mittlerweile mehr als 50.000 Euro gespendet. Auf der Spendenplattform können sich Augsburger Unternehmen kostenfrei registrieren. Auf einer Karte können Fans dann auswählen, an welchen Betrieb sie spenden wollen. Inzwischen haben sich rund 60 Augsburger Restaurants, Kneipen und Einzelhändler auf der Seite registriert.

    27.4.20, 16.36 Uhr: Landesamt für Gesundheit meldet sieben weitere Corona-Tote in Schwaben

    In Schwaben haben sich nach aktuellem Stand 3.591 Menschen mit Sars-CoV-2 angesteckt. Das hat das Landesamt für Gesundheit am Montag bekanntgegeben. Damit liegt die Zahl der Infizierten jetzt um 15 höher als am Sonntag. Im Verhältnis zur Einwohnerzahl hat Schwaben nach wie vor die wenigsten Corona-Fälle aller bayerischen Regierungsbezirke. Bis Montag sind sieben weitere Infizierte gestorben. Damit stieg die Zahl der Corona-Toten in Schwaben auf 152.

    27.4.20, 12.52 Uhr: Stadt Friedberg meldet Kurzarbeit an

    Wegen Corona brechen der Stadt Friedberg Einnahmen aus der Einkommen- und der Gewerbesteuer in Höhe von rund 10 Millionen Euro weg. Jetzt meldet die Stadt Kurzarbeit an. Wie Bürgermeister Roland Eichmann bei der vergangenen Stadtratssitzung bekannt machte, soll das etwa für Mitarbeiter der Museumsaufsicht oder des Stadtbads, möglicherweise auch in der Ganztagsbetreuung an Schulen gelten. Betroffen sind demnach bis zu 60 von den insgesamt 420 städtischen Mitarbeitern. Die Kommune stockt, wie im Tarifvertrag vereinbart, das Kurzarbeitergehalt auf 95 Prozent des bisherigen Nettoentgelts auf. Diesen Vertrag namens "Tarifvertrag Covid" hatten die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände und die Gewerkschaften geschlossen.

    27.04.2020, 9.00 Uhr: Ausleihe in der Augsburger Stadtbücherei wieder möglich

    Spezieller Corona-Service: In der Augsburger Stadtbücherei können Nutzer ab heute wieder Bücher und andere Medien ausleihen. Nach Angaben der Stadtbücherei müssen sie sich dazu im Online-Katalog der Stadtbücherei anmelden und können dann bis zu zehn Bücher, Zeitschriften oder DvDs reservieren. Die Mitarbeiter der Stadtbücherei richten dann die Bestellung her, die die Nutzer am nächsten Tag unter Vorlage ihres Ausweises abholen können. Wer in die Bücherei kommt, muss neben dem Leseausweis eine eigene Tasche mitbringen und einen Mundschutz aufsetzen. Auch die Filialen in den Stadtteilen bieten diesen Service. Dort kann man telefonisch oder per Mail bestellen.

    27.04.2020, 8.00 Uhr: Verwaltungsgericht Augsburg - wieder reguläre Sitzungen

    Heute beginnt das Verwaltungsgericht Augsburg wieder mit regulären Sitzungen. Nach Angaben des Verwaltungsgerichts wird die Zahl der Verhandlungen fast das Niveau der Zeit vor Corona erreichen. Allerdings können nicht alle Sitzungssäle belegt werden, weil nicht alle ausreichend Platz für die Corona-Abstandsregeln bieten. Für Verhandlungen gelten die üblichen derzeit gültigen Vorschriften wie Mundschutzpflicht und Mindestabstand, so das Verwaltungsgericht.

    27.04.2020, 6.00 Uhr: Straßenbahnen in Augsburg fahren häufiger

    Die Stadtwerke Augsburg verdichten ab heute den Takt bei den Straßenbahnen an Werktagen weiter, denn ab heute dürfen die ersten Einzelhandelsgeschäfte wieder öffnen und die Schüler der Abschlussklassen wieder zum Unterricht. Weil die Stadtwerke mit mehr Fahrgästen rechnen, verdichten sie den Straßenbahntakt von 15 auf 7,5 Minuten untertags. Nachdem abends und an Sonntagen der ÖPNV kaum genutzt wird, so die swa, fahren die Straßenbahnen und Busse ab 20.30 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen im Halbstundentakt. Samstags gibt es wie bisher bei den Straßenbahnen und Bussen tagsüber in der Regel einen 15-Minuten-Takt. Die Stadtwerke wollen das Fahrgastaufkommen beobachten und gegebenenfalls zur Verstärkung weitere Busse und Straßenbahnen einsetzen.

    Mithilfe des Roboters "swa*lly" erinnern die swa ihre Kunden daran, dass ab heute in öffentlichen Verkehrsmitteln eine Maskenpflicht gilt.

    26.04.2020, 14.29 Uhr: Drei weitere Todesfälle in Schwaben

    Die Zahl der Personen, die sich in Schwaben mit dem neuartigen Corona-Virus angesteckt haben, ist auf 3576 gestiegen. Das sind 19 Personen mehr als noch am Vortag. Dies geht aus Zahlen hervor, die das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Nachmittag veröffentlicht hat. Zudem sind seit gestern drei Menschen in Schwaben gestorben, die mit dem Virus infiziert waren. Damit steigt die Zahl der Todesfälle in Schwaben auf insgesamt 145. Nach Angaben des LGL wurden die Todesfälle im Landkreis Aichach-Friedberg, im Landkreis Lindau sowie in Kempten gemeldet. Von den sieben bayerischen Regierungsbezirken hat Schwaben nach wie vor die mit Abstand niedrigste Fallzahl pro 100.000 Einwohner. Diese beträgt 189,43.

    26.04.2020, 13.38 Uhr: Streit an einem Augsburger Gabenzaun

    Ein Unbekannter hat sich am Freitagabend an einem Augsburger Gabenzaun reichlich bedient und anschließend einen 65-Jährigen attackiert. Wie die Polizei mitteilte, hatte der 65-Jährige den Unbekannten angesprochen und ihn gebeten, auch anderen Bedürftigen etwas übrig zu lassen. Daraufhin griff der Unbekannte den 65-Jährigen an und beschimpfte ihn. Zudem warf er sein Fahrrad in Richtung des 65-Jährigen und stieß ihn anschließend zu Boden. Der 65-Jährige wurde mit leichten Verletzungen am Bein ins Krankenhaus gebracht. Der Unbekannte wird im Polizeibericht als etwa 35 Jahre alt beschrieben, mit kräftiger Statur und stark hervortretendem Bauch, abgetragener Kleidung, einem beigen Basecap und einer bunten Umhängetasche. Der einen Meter 70 große Mann hat ein Fahrrad dabei. Zeugen sollen sich bei der Polizeiinspektion Augsburg Mitte melden.

    25.04.2020, 15.30 Uhr: Bissinger Seniorenheim meldet 16. Todesfall und neue Infektionen

    Im Seniorenheim "Pro Seniore" in Bissingen sind sechs weitere Bewohner positiv auf Covid-19 getestet worden. Wie das Landratsamt Dillingen mitteilte, ist zudem heute eine 85-jährige positiv getestete Bewohnerin verstorben. Es ist bereits der 16. Todesfall in Zusammenhang mit dem Coronavirus in der Einrichtung.

    Um die Ausbreitung des Virus in dem Seniorenheim in den Griff zu bekommen, wurden dort gestern in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt sogenannte Pandemiezonen eingerichtet. Auf der Grundlage des Konzeptes wurden die positiv getesteten Bewohner von Verdachtsfällen und von nachweislich nicht infizierten Bewohnern räumlich getrennt. Das Gesundheitsamt hatte bereits mit der Erkrankung der ersten Bewohnerin Isolierbereiche mit positiv und negativ getesteten Personen ausgewiesen. Seitdem werden auch alle Bewohnerinnen und Bewohner im Rahmen eines täglichen Corona-Screenings auf Symptome überwacht.

    25.04.2020, 14.30 Uhr: 3.557 gemeldete Corona-Infektionen in Schwaben

    Im Bezirk Schwaben ist die Zahl der gemeldeten Corona-Infektionen um 22 auf nun 3.557 Fälle gestiegen. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit mit. 142 Menschen sind in Schwaben laut LGL mittlerweile an den Folgen der Corona-Infektion gestorben. Im Vergleich zu gestern ist die Zahl der Toten damit um vier gestiegen.

    25.04.2020, 11.00 Uhr: Demonstration für Grundrechte in Kempten

    Vor der Residenz in Kempten findet heute eine Demonstration gegen die Aussetzung von Grundrechten wegen der Corona-Pandemie statt. Nach Angaben der Veranstalter haben Behörden und Polizei erlaubt, dass sich 20 Menschen an der Versammlung beteiligen dürfen. Alle müssen aber mindestens eineinhalb Meter Abstand voneinander halten.

    Die Organisatoren der Demonstration bezeichnen sich selbst als Gruppe überzeugter Demokraten und Demokratinnen. Sie betonen in einer Pressemitteilung, dass sie keiner politischen Partei oder Richtung angehören und distanzieren sich klar von jeglicher politisch-extremistischer Position. Man möchte die Gefahr, die von dem neuen Corona Virus ausgeht, nicht verharmlosen oder leugnen. Hauptanliegen sei, dass der Infektionsschutz niemals, auch nicht vorübergehend auf unbestimmte Zeit, den Schutz der verfassungsmäßigen Grundrechte einschränken dürfe und solle.

    24.04.2020, 17.00 Uhr: Mundschutz aus Polizei-Hemden

    Zwei Polizisten in Buchloe tragen künftig selbstgefertigten Mundschutz aus alten Diensthemden. Wie die Polizei heute mitteilte, sind auf den Mund-Nasen-Masken der Schriftzug Polizei und das Dienstwappen zu sehen. Die Idee hatte Polizeihauptmeisterin Heike Burger. Sie fragte eine Freundin, ob diese nicht aus den zerschlissenen Diensthemden sogenannte Community-Masken nähen könnte. Nun sind zumindest zwei Beamte mit einem farblich passenden Schutz ausgestattet, den sie benötigen, um Ladengeschäfte oder öffentliche Verkehrsmittel betreten zu können. Die anderen Kollegen müssten aber weiter mit normalen Masken vorlieb nehmen.

    24.04.2020, 15.00 Uhr: Sieben weitere Todesfälle in Schwaben

    Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit meldet sieben weitere Todesfälle in Schwaben. Damit sind mittlerweile 138 Personen an oder mit Covid-19 gestorben. Die Zahl der mit Corona infizierten Menschen ist in Schwaben im Vergleich zu gestern um 47 gestiegen. Nach Angaben des Landesamts für Gesundheit sind damit insgesamt 3535 Menschen mit dem neuen Virus infiziert worden.

    24.04.2020, 14.15 Uhr: Polizei in Nordschwaben registriert 167 Verstöße gegen Corona-Bestimmungen

    Das Polizeipräsidium Schwaben-Nord hat eine Bilanz der Verstöße gegen die Corona-Bestimmungen in dieser Woche gezogen. Seit Montag haben die Beamten insgesamt 167 Verstöße registriert. Dabei ging es vor allem um die Ausgangsbeschränkungen. So trafen die Beamten gestern Abend in einer Gaststätte in Schwabmünchen auf den Wirt, der mit zwei Gästen an einem Tisch Bier und Schnaps trank. Mehrfach mussten die Beamten auch eingreifen, weil es auf Balkonen und in Gärten zu Treffen mehrerer Menschen kam, die nicht alle unter einem Dach wohnen. Die Polizei kündigte an, auch die ab Montag geltende Maskenpflicht kontrollieren zu wollen.

    24.04.2020, 10.00 Uhr: Augsburger Zoo startet Spendenaktion

    Der Augsburger Zoo ist wegen der Corona-Pandemie geschlossen. Um die fehlenden Einnahmen zumindest etwas zu kompensieren, hat der Zoo eine Spendenaktion gestartet. Unterstützer können auf den Internetseiten des Zoos "virtuelle" Tickets ab zwei Euro erwerben. Wenn insgesamt 10.000 Tickets verkauft sind, wird der Zoo dafür ein Video seiner Tiere ins Internet stellen. Welche Tierart zu sehen sein wird, bestimmen die Unterstützer. In der ersten Runde der Aktion, die seit heute läuft, stehen Erdmännchen und Robben zur Auswahl.

    24.04.2020, 6.05 Uhr: Schwäbische Gastronomen beteiligen sich an Aktion "Leere Stühle"

    Vor vielen Restaurants werden heute Mittag leere Stühle auf die Lage der Gastronomen in der Corona-Pandemie aufmerksam machen. An der bundesweiten Aktion "Leere Stühle" wollen sich auch Gastronomen aus Schwaben beteiligen, etwa aus Augsburg und Nördlingen. Uli Raab vom Schlösslerestaurant in Nördlingen sagte dem BR, dass Gastronomen in den Monaten Februar und März regelmäßig auf Rücklagen zurückgreifen müssten. Wenn sie erst, wie befürchtet, im Juli öffnen dürften, würde das für die meisten von ihnen die Geschäftsaufgabe bedeuten. Raab geht davon aus, dass mindestens jeder dritte Gastronom nicht bis Juli durchhalten wird.

    23.4.2020, 15.17 Uhr: In Schwaben sechs Corona-Tote - Zahl der Infizierten steigt auf 3488

    Im Regierungsbezirk Schwaben sind sechs weitere Menschen an Corona gestorben. Insgesamt starben nach Angaben des Landesamts für Gesundheit 131 mit Corona infizierte Menschen. Die Zahl der Infizierten stieg im Vergleich zu gestern um 45 auf 3488.

    23.4.2020, 12.27 Uhr: Städtische Kitas in Augsburg "gut vorbereitet" auf schrittweise Öffnung

    Die Städtischen Kitas sind laut einer Mitteilung der Stadt gut auf die schrittweise Öffnung der Einrichtungen vorbereitet. So hat die Stadt die Räume der Kitas umgestalten lassen, damit "Infektionswege überschaubar" bleiben und die "pädagogischen Fachkräfte gezielt für die Bildung und Betreuung eingesetzt werden". Bislang waren die Räume in den Kitas nach Funktionen oder Themen wie "Atelier", "Bewegung" oder "Hauswirtschaft" eingeteilt, jetzt wurden die Zimmer in einzelne, kleinere Gruppenbereiche zusammengefasst. Ab Montag, 27. April, gilt bayernweit die erweiterte Notbetreuung auch in den städtischen Kitas.

    23.04.2020, 12.00 Uhr: Neu-Ulmer Lehrerinnen nähen Masken

    Fast hundert Lehrerinnen aus dem Landkreis Neu-Ulm sitzen seit zwei Wochen an der Nähmaschine: Sie nähen Atemschutzmasken für ihre Kolleginnen und Kollegen. Rund 2.000 Stück sind bereits fertig. Sie sind aus dem Stoff gemacht, aus dem normalerweise zertifizierte FFP2-Masken hergestellt sind. Nun sitzen die Lehrerinnen an weiteren Masken aus herkömmlichem Stoff mit einem Inlay aus FFP2-Material. Bis zur Öffnung der ersten Schulen am kommenden Montag wollen sie insgesamt 4.500 Masken produziert haben. Landrat Thorsten Freudenberger und Dr. Ansgar Batzner, der Leiter des Staatlichen Schulamts Neu-Ulm, reagierten begeistert und danken den Lehrerinnen für ihre "großartige" Leistung.

    23.04.2020, 10.45 Uhr: Gemeinsames Gebet und Fastenbrechen im Ramadan fällt aus

    Heute Abend beginnt der muslimische Fastenmonat Ramadan. Wegen der Corona-Pandemie können ihn die Gläubigen in diesem Jahr nicht so begehen wie gewöhnlich: Die gemeinsamen Gebete in der Moschee und das gemeinsame Fastenbrechen fallen aus. Mehmet Yalcin, der Vorsitzende des "Süleymaniye Moschee Integrations- und Bildungsvereins Kempten", sagte dem BR, die Gesundheit der Menschen stehe im Vordergrund. Nach seinen Worten wird es vielen Muslimen aber sehr schwer fallen, den Ramadan alleine oder höchstens im engen Familienkreis zu begehen. Das gemeinsame Gebet sei gerade während des Fastenmonats besonders wichtig. Yalcin hofft, dass das rituelle Festgebet nach dem Ende der Fastenzeit am 24. Mai 2020 in der Moschee in Kempten stattfinden kann.

    23.04.2020, 9.30 Uhr: HWK-Internetseite für Bezug von Virenschutz-Produkten

    Die Handwerkskammer für Schwaben listet auf ihrer Internetseite Handwerksbetriebe aus dem Bezirk auf, die Produkte rund um den Virenschutz anbieten. Zu finden sind zum Beispiel Maßschneider, die sogenannte Community-Masken anbieten. Auch Schreiner und Messebauer, die Hygieneschutz etwa für Verkaufstresen fertigen, sind aufgelistet. Schwäbische Betriebe, die ihre Daten auf der Internetseite veröffentlichen wollen, können sich bei der Handwerkskammer melden.

    23.04.2020, 8.30 Uhr: Flüchtlingshelfer kritisieren Diskriminierung beim Schulunterricht in Corona-Zeiten

    Die Dillinger Unterstützergruppe "Asyl/Migration Dillingen" kritisiert die Diskriminierung" von Geflüchteten und anderen Menschen beim Homeschooling. Nicht alle könnten am digitalen Unterricht teilnehmen, so der Verein in einer Pressemitteilung. Knapp ein Fünftel der dezentralen Flüchtlingsunterkünfte im Landkreis Dillingen sei nicht mit WLAN ausgestattet. Es fehle auch an entsprechenden Endgeräten für die Kinder. Problematisch sei außerdem, dass die Schüler in vielen Unterkünften schlichtweg keinen Ort hätten, an dem sie in Ruhe lernen könnten. Die Deutschkurse für die Erwachsenen seien inzwischen fast alle eingestellt, sodass sich viele wieder fast nur in ihrer Muttersprache unterhielten. Es bestünde deshalb die Gefahr, dass wichtige Fortschritte bei der Integration verloren gingen.

    22.04.2020, 15.15 Uhr: Fast 3.500 gemeldete Corona-Infektionen in Schwaben

    Die Zahl der gemeldeten Corona-Fälle in Schwaben liegt mittlerweile bei 3.443. Das teilt das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit mit. Im Vergleich zum Vortag ist das ein Plus von 26 Fällen. Eine weitere Person ist an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesopfer in Schwaben liegt damit bei 125.

    22.04.2020, 9.45 Uhr: Zahl der Todesfälle in Bissinger Seniorenheim steigt auf neun

    In einem Seniorenheim in Bissingen ist ein 83-Jähriger an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben. Das teilte das Landratsamt Dillingen mit. Es ist der neunte Todesfall im Zusammenhang mit Covid-19 in der Einrichtung.

    22.04.2020, 8.45 Uhr: Fridays For Future Augsburg sammelt Klima-Demo-Schilder

    Wegen der Corona-Krise kann der für Freitag (24.04.2020) geplante globale Klimastreik von Fridays For Future nicht auf den Straßen stattfinden. Die Bewegung will aber trotzdem demonstrieren: Fridays For Future Augsburg ruft daher – wie andere FFF-Gruppen – alle Menschen dazu auf, Demo-Schilder mit ihren Bitten und Forderungen zu basteln.

    Diese Schilder können bei verschiedenen Sammelstellen in Augsburg abgegeben werden, etwa in einem Unverpackt-Laden in der Prinzregentenstraße. Eine Übersicht über die Sammelstellen gibt es auf den Internetseiten von Fridays For Future Augsburg. Die Demoschilder wollen die Organisatoren dann am Freitag auf dem Augsburger Rathausplatz verteilen, um so auch in Corona-Zeiten Präsenz zu zeigen.

    22.04.2020, 7.00 Uhr: Maibaum-Aufstellen im Unterallgäu unter bestimmten Voraussetzungen möglich

    Trotz Corona-Krise dürfen im Landkreis Unterallgäu Maibäume aufgestellt werden. Das teilte das Landratsamt nach Rücksprache mit der Regierung von Schwaben mit. Aufgrund der Ausgangsbeschränkungen dürfen Maibäume aber nicht von Vereinen aufgestellt werden, sondern nur von den Mitarbeitern gemeindlicher Bauhöfe oder Firmen. Das Landratsamt schlägt vor, dass die Maibaum-Kränze von verschiedenen Familien getrennt zuhause angefertigt werden könnten. Maibaumfeste sind in diesem Jahr nicht möglich; auch auf das traditionelle Maibaumklauen muss verzichtet werden.

    21.04.2020, 15.32 Uhr: 3.417 bestätigte Corona-Infektionen in Schwaben

    Die Zahl der gemeldeten Corona-Fälle in Schwaben liegt mittlerweile bei 3.417. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit mit. Im Vergleich zum Vortag ist das ein Plus von 13 Fällen. Sieben weitere Menschen sind an den Folgen des Coronavirus gestorben. Insgesamt gibt es in Schwaben damit 124 Corona-Opfer zu beklagen.

    21.04.2020, 14.00 Uhr: Betrug mit gefälschten Online-Shops

    Wegen der Ausgangsbeschränkungen kaufen viele Menschen bevorzugt im Internet ein. Die Polizeiinspektion Dillingen warnt deswegen vor Betrug mit gefälschten Online-Shops. Geld fließt dabei oft ins Ausland. Seit Beginn der Beschränkungen hat die Polizei in Dillingen in diesem Zusammenhang neun Anzeigen aufgenommen. Einen Betrugsfall beim Online-Shopping meldet auch die Polizei in Donauwörth. Für eine Küchenmaschine bezahlte ein Mann aus Asbach-Bäumenheim knapp 1.000 Euro per Banküberweisung. Sein Gerät konnte er bei der vereinbarten Adresse allerdings nicht abholen. Die Polizei vermutet, dass der oder die Täter für den Betrug die Daten einer anderen, real existierenden Person genutzt haben.

    21.04.2020, 13.34 Uhr: Weitere Bewohnerin eines Bissinger Seniorenheims verstorben

    Eine weitere positiv auf das Coronavirus getestete Bewohnerin des Bissinger Pro-Seniore-Heims ist gestern im Donauwörther Krankenhaus verstorben. Das teilte das Dillinger Landratsamt mit. Die 92 Jahre alte Frau war dort einige Tage lang stationär behandelt worden. Damit ist die Zahl der verstorbenen Bewohner der Einrichtung auf sieben gestiegen. Im Landkreis Dillingen sind insgesamt acht Personen an Covid-19 verstorben.

    1. April, 16.47 Uhr: 30 Corona-Patienten in Augsburger Uniklinik

    Derzeit werden im Uniklinikum Augsburg 30 Corona-Patienten behandelt. Von ihnen müssen 13 auf der Intensivstation beatmet werden. Das hat die Pressestelle des Klinikums am Mittwochnachmittag auf BR-Anfrage mitgeteilt. Am Dienstag war eine Seniorin verstorben, die sich mit dem Virus angesteckt hatte. Zwei Patienten wurden allerdings von den Normalstationen in häusliche Quarantäne entlassen. Zwei weitere kommen inzwischen ohne maschinelle Beatmung aus. Vorwiegend sind laut Klinik Patienten im Rentenalter und mit Vorerkrankungen betroffen, aber auch vereinzelt jüngere Patienten ohne Vorerkrankungen. Auch das Rauchen sei ein erheblicher Faktor.

    Was die Ausstattung mit Schutzkleidung und Mundschutz-Masken angeht, sei die Lage im Fluss. Über das Wochenende sei eine größere Menge FFP2-Masken geliefert worden, noch für Mittwoch werde eine weitere Lieferung erwartet, so die Klinik.

    1. April, 15.02 Uhr: 111 mehr Corona-Fälle in Schwaben

    Das Landesamt für Gesundheit meldet aktuell für Schwaben 1.549 Corona-Patienten. Das sind 111 mehr als am Dienstag. 22 Menschen, die sich mit dem Sars-CoV-2-Erreger angesteckt haben, sind mittlerweile gestorben. Damit liegt die Zahl der Toten in Schwaben am Mittwoch um zwei höher als am Vortag. Einer der beiden Todesfälle wurde aus dem Landkreis Aichach-Friedberg gemeldet, der andere aus der Stadt Augsburg.

    1. April, 12.55 Uhr: "Gabenzaun" in Augsburger Fußgängerzone

    Um Menschen in schwierigen Lebenslagen, ohne Zuhause oder ohne Einkommensquelle durch die Corona-Krise zu helfen, haben Augsburger Aktivisten jetzt einen sogenannten Gabenzaun eingerichtet.

    In der Fußgängerzone haben sie Plastikbeutel mit Essens- und Sachspenden an einen Zaun gehängt. Dort kann sich bedienen, wer in Not ist.

    Die Initiatoren ist eine Gruppe mit dem Namen AK Wohnen, die sich vor einem Jahr in Augsburg begründet hat, um alternative Wohnprojekte in Augsburg zu verwirklichen. Die Gruppe ruft dazu auf, ihrem Beispiel zu folgen und ebenfalls Beutel auszuhängen.

    Die Beutel sollen entweder Lebensmittel enthalten, die man ohne Kochen gleich verzehren kann, oder aber Hygieneartikel, Kleidungsstücke oder auch Tierfutter. Wichtig sei es, die Spendentüten für jeweils eine Person zu packen und deutlich zu beschriften. Die Initiatoren hoffen darauf, dass sich solche Gabenzäune auch in weiteren Stadtvierteln etablieren.

    1. April, 12.54 Uhr: Schwäbische Logistikunternehmen wollen sich gegenseitig helfen

    Solidarität in der Krise: Die schwäbischen Logistikunternehmen wollen sich gegenseitig helfen, wenn krankheitsbedingt Fahrer ausfallen sollten. Das sagte Michael Krupp, Professor für Logistik an der Hochschule Augsburg. Und: Während im Lebensmittel- und Konsumgütergewerbe derzeit der Laden brummt, haben viele Logistiker, die der Industrie zuliefern, derzeit wenig zu tun. Auch deshalb wäre es wünschenswert, dass die Fuhrunternehmen sich gegenseitig unterstützen, so der Wissenschaftler.

    Die LKW-Lenker gelten laut Krupp mittlerweile als systemrelevant. Um sie möglichst vor einer Ansteckung mit Corona zu schützen, praktizieren viele Betriebe eine kontaktlose Übergabe, wo nicht einmal mehr ein Lieferschein abgezeichnet werden muss. Kritisch sei aber, so Krupp, dass viele Fahrer schon älter sind und der Nachwuchs fehlt.

    Krupp plädiert im Gespräch mit dem BR auch dafür, den stationären Einzelhandel unbedingt zu unterstützen und wann immer es gehe, regional zu kaufen bzw. die neuen Online-Angebote der Geschäfte vor Ort zu nützen. Viele Läden könnten sonst nicht überlegen, so der Augsburger Experte.

    1. April, 12.44 Uhr: Lebensmittelindustrie-Mitarbeiter am Limit

    Sie sind offiziell "systemrelevant", trotzdem warnt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) Schwaben in einer Pressemitteilung davor, dass die Mitarbeiter in der Lebensmittelindustrie schon jetzt am Limit seien. Keinesfalls dürften die Arbeitszeitvorschriften angesichts leerer Regale in den Supermärkten ausgehebelt werden.

    „In Tarifverträgen und Betriebsvereinbarungen haben wir in der Lebensmittelindustrie längst die nötige Flexibilität, um Hochphasen zu stemmen.", so NGG-Geschäftsführer Tim Lubecki. Wenn Nudelregale einmal leer und Tiefkühlpizzen ausverkauft seien, läge das vor allem an Hamsterkäufen und an Problemen der Logistik und keinesfalls daran, dass es in der Lebensmittelindustrie Versorgungsengpässe gäbe.

    Der Gewerkschaftler betont, dass die Einhaltung gesetzlicher Standards gerade jetzt wichtig sei. Sonst leide am Ende die Gesundheit der Beschäftigten, die durch ihre Arbeit dafür sorgten, dass Essen und Trinken nicht ausgehen. Scharfe Kritik übt der NGG-Geschäftsführer vor allem an den Vorgaben von Supermarktketten. Die Konzerne forderten von den Herstellern auf der einen Seite, in der Krise noch schneller und noch mehr zu produzieren. Zugleich wolle man die Preise drücken.

    „Das geht letztlich auf Kosten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die ohnehin unter Volllast arbeiten“, so Lubecki. Auch der richtige Arbeitsschutz sei mit Blick auf den laufenden Hochbetrieb in der Ernährungsindustrie und im Lebensmittelhandwerk „extrem ernst“ zu nehmen.

    „Die Firmen müssen dafür sorgen, dass genug Schutzkleidung da ist und die Abstandsregeln – etwa an Produktionsstraßen – eingehalten werden. Der Schutz vor Infektionen hat höchste Priorität“, so Lubecki. Er rät den rund 1.600 Beschäftigten in Augsburg, sich an die Gewerkschaft oder den Betriebsrat zu wenden, sollten ihnen Missstände auffallen oder sie an ihre Grenzen kommen.

    1. April, 12.41 Uhr: Genderkinger produziert 3-D Schilder zum "Schutz" vor Viren

    Bei Thomas Hornauer aus Genderkingen (Kreis Donau-Ries) läuft zur Zeit der 3D-Drucker heiß. Er produziert damit Halterungen für Gesichtsmasken: Wie eine Art Schutzschild wird in diese Halterung eine Overhead-Folie gespannt. Einen Zahnarzt habe er schon ausgestattet, dort sei man sehr froh, so Hornauer, weitere Interessenten gäbe es. Die Herstellung der Schilder kostet ihn zwei Euro – mehr möchte er dafür auch nicht verlangen. Auf der Internetseite https://www.makervsvirus.org/de/#need tauschen sich „Techniknerds“ aus, und entwickeln Produkte, die in Zeiten von Corona helfen können. Grundsatz sei dabei, so Hornauer: Keiner wolle sich bereichern, man wolle nur helfen.

    1. April, 12.31 Uhr: Volle Mülltonnen: AWV nimmt Säcke kostenlos mit

    Wegen der Ausgangsbeschränkungen verbringen die Menschen mehr Zeit als gewohnt zu Hause. Aus diesem Grund fällt mehr Müll an.  Damit die Restmülltonnen nicht überquellen, bietet der Abfallwirtschaftsverband in Donauwörth an, diesen Müll in festen Säcken zu den Tonnen dazu zu stellen. Dieser wird ohne Mehrkosten abgeholt. Die Müllabfuhr im Gebiet des AWV findet wie gewohnt statt, Recyclinghöfe, Grünsammelplätze und Deponien sind allerdings laut AWV geschlossen.

    1. April, 12.30 Uhr: Caritas bündelt Hilfsangebote

    Corona stürzt viele Menschen in Existenzsorgen und seelische Nöte - der Caritasverband Augsburg hat nun ein gutes Dutzend Hilfsangebote auf ihrer Internetseite zusammengestellt, Adressen, wo man sich telefonisch und online Rat holen kann - sei es Erziehungstipps oder Hilfe bei Kummer oder häuslicher und sexueller Gewalt. Des Weiteren finden sich dort Ansprechpartner für pflegende Angehörige und pädagogische Angebote für Kinder. Bei psychischen Problemen bieten die Sozialpsychiatrischen Dienste in Schwaben zurzeit telefonisch Hilfe und Beratung an: Die Kontaktdaten findet man bei den jeweiligen Homepages unter www.caritas.de und www.diakonie.de. Auch an die Suchtberatungsstellen kann man sich weiterhin telefonisch wenden.

    1. April, 12.11 Uhr: Stress in der Logistikbranche in Schwaben

    Während sich die einen Unternehmen in Zeiten von Corona kaum retten können vor Arbeit, müssen andere erwägen, in Kurzarbeit zu gehen, so der Speditionsexperte Gianluca Crestani. Er arbeitet seit rund 30 Jahren in der Branche, aktuell für das Unternehmen Roman Mayer Logistik Group in Gersthofen. Die Branche sei zweigeteilt: Die Fuhrunternehmen, die Bereich Lebensmittel, Konsumgüter und Pharmazieprodukte tätig sind, müssten sich derzeit  „fast totarbeiten“, sagt Crestani.

    Speditionen aber, die bislang vor allem dem Automobilbereich und dem Maschinenbau zuliefern würden, seien jetzt in der Situation, dass reihenweise Aufträge wegbrächen. Viele Unternehmen in der Metallbranche hätten Kurzarbeit angemeldet, weil Lieferketten zusammenbrechen. Das treffe viele Logistikbetriebe hart, so Crestani. „Wir sind derzeit noch gut aufgestellt, weil wir viele Handels- und Konsumgüter fahren“, so der Gersthofer.

    Alle Unternehmen in der Branche aber seien alarmiert – die herkömmlichen Analyse- und Planungstools „bringen nix mehr“, so Crestani, keiner könne langfristige Prognosen abgeben: „Wir schauen jeden Abend die Tagesschau und bewerten dann, was am nächsten Tag zu tun ist.

    „Ich habe den Golfkrieg, 9/11 und die Finanzkrise miterlebt, aber die aktuelle Lage ist einzigartig“. Er reflektiere die Lage durchaus selbstkritisch, meint Crestani, ob etwa die Produktion wichtiger Güter weiterhin ins Ausland verlagert werden dürfe, auch wenn die Logistikbranche als solche davon lange Jahre profitiert habe.

    1. April, 10.11 Uhr: Augsburg meldet dritten Corona-Todesfall

    Das Gesundheitsamt der Stadt Augsburg verzeichnet sieben weitere Covid-19-Fälle. Damit wurden insgesamt 190 Menschen, die in Schwabens größter Stadt leben, positiv auf das Coronavirus getestet. 48 von ihnen sind wieder gesund und konnten die häusliche Quarantäne beenden.

    Inzwischen hat das Augsburger Gesundheitsamt den dritten Coronavirus-Todesfall bestätigt. Bei der Verstorbenen handelt es sich um eine Seniorin mit Vorerkrankung.

    1. April, 6.40 Uhr: Blutspenden heute in Augsburg

    Der Blutspendedienst des Bayerischen Roten Kreuzes ruft dazu auf, trotz der Corona-Krise weiterhin Blut zu spenden. Aktuell könne der Bedarf zwar bedient werden, doch habe es in den vergangenen Wochen einen spürbaren Rückgang gegeben. Der Blutspendedienst weist darauf hin, dass die aktuellen Ausgangsbeschränkungen sich nicht auf die Blutspende erstrecken. Auch bestehe dabei keine erhöhte Ansteckungsgefahr. In Augsburg kann man heute (1.4.) im BRK Stadtteilzentrum Augsburg-Haunstetten in der Johann-Strauß-Straße spenden und zwar zwischen 16 und 20 Uhr.

    31. März, 17.17 Uhr: Neues Corona-Testzentrum in Lauingen

    Seit Dienstagnachmittag gibt es auf dem ehemaligen Lauinger Recyclinghof ein lokales Corona-Testzentrum. Zunächst können dort Menschen, die von ihrem Hausarzt oder über die Bereitschaftsnummer 116 117 einen Termin für einen Test bekommen haben, täglich zwischen 16 und 19 Uhr einen Abstrich machen lassen. Es sollen nur erkrankte Menschen getestet werden, damit die Labore nicht überlastet werden.

    Gegen Ende der Woche wird die Gesundheitsverwaltung gemeinsam mit Ärzten und der Führungsgruppe Katastrophenschutz eine Bilanz ziehen und entscheiden, ob und wie das Testzentrum in Lauingen weitergeführt wird. Ziel der Staatsregierung ist es, in jedem Landkreis und in jeder kreisfreien Stadt ein Testzentrum einzurichten.

    Im Landkreis Dillingen gibt es - Stand Dienstagnachmittag - 53 Corona-Erkrankte. Außerdem sind 197 Menschen in Quarantäne, ein Corona-Patient ist gestorben.

    31. März, 12.50 Uhr: SWU stellt auf Selbstablesung der Zähler um

    Ab dieser Woche erhalten rund 3.000 Haushalte von den Stadtwerken Ulm/Neu-Ulm eine frankierte Zählerablesekarte zugesandt. Der Grund: Die Ableser der Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm Netze kommen vorläufig nicht mehr ins Haus. Wie die Stadtwerke mitteilen, wolle man damit den Infektionsrisiken aus dem Weg gehen.

    Der Brief der Stadtwerke enthält ein Anschreiben und eine abtrennbare Zählerkarte. In die Karte ist die Zählernummer eingedruckt. Das Anschreiben erklärt in einer bebilderten Anleitung, wie die unterschiedlichen Zählertypen richtig abgelesen werden. Die ermittelten Zählerstände - für Strom, Gas, Wasser oder Fernwärme - können entweder per Post an die Stadtwerke gesandt werden oder online über die Homepage www.ulm-netze.de gemeldet werden

    31. März, 12.11 Uhr: Abfall- und Wertstoffsammlung in Burgau geschlossen

    Wegen der Ausgangsbeschränkungen bleiben die Wertstoffhöfe und Annahmestellen für pflanzliche Abfälle des Landkreises Günzburg sowie das Abfall- und Wertstoffzentrum Burgau bis auf Weiteres geschlossen. Das Abfall- und Wertstoffzentrum Burgau bleibt mit Zugangskontrollen für gewerbliche Anlieferungen geöffnet.

    Die Abfälle des täglichen Bedarfs können laut Landratsamt natürlich weiterhin über die Mülltonnen entsorgt werden. Die Müllabfuhr leert weiterhin Rest- und Biomüllgefäße sowie die Altpapiertonne und die Gelbe Tonne.

    31. März, 11.34 Uhr: Unterallgäu richtet zentrale Infektpraxis für Corona-Patienten ein

    Um die niedergelassenen Hausärzte zu entlasten, richtet der Landkreis Unterallgäu in Mindelheim eine zentrale Infektpraxis für Corona-Patienten ein. Wie das Landratsamt mitteilt, soll diese Praxis eine Anlaufstelle für diejenigen sein, die vermuten, sich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert zu haben. So soll auch verhindert werden, dass tatsächlich Infizierte in die Hausarzt-Praxen kommen, das Personal und weitere Personen anstecken und die Praxen vorübergehend schließen müssen. Die Infektpraxis wird im ehemaligen Gebäude der Firma Riebel in der Reinpoldstraße untergebracht und soll täglich von 8 bis 17 Uhr geöffnet sein. Nach Angaben des Landratsamtes wird Dr. Max Kaplan aus Pfaffenhausen als zuständiger Versorgungsarzt die Verantwortung für die Praxis übernehmen. Damit erfüllt der Landkreis den Beschluss der Staatsregierung, wonach die Landkreise und kreisfreien Städte in Bayern einen Versorgungsarzt benennen müssen. Er soll alle notwendigen Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der ärztlichen Grundversorgung im Katastrophenfall treffen.

    Neben der neu eingerichteten Infektpraxis wird auch der Drive-In-Schalter in der Landsberger Straße in Mindelheim weiter betrieben. Während die Infektpraxis vor allem für Patienten mit unklaren Symptomen bei Verdacht auf eine Coronainfektion gedacht ist, lässt das Gesundheitsamt am Drive-In alle sogenannten begründeten Verdachtsfälle testen. Also zum Beispiel auch Kontaktpersonen von Infizierten ohne Krankheitssymptome. Auf diese Weise soll in den kommenden Wochen die ambulante und stationäre Versorgung der Patienten im Unterallgäu sichergestellt werden, erklärte Landrat Hans-Joachim Weirather. - Dr. Max Kaplan betrieb bis 2015 selbst eine Hausarztpraxis in Pfaffenhausen, war viele Jahre Notarzt und bis 2018 Präsident der Bayerischen Landesärztekammer sowie Vizepräsident der Bundesärztekammer.

    31. März, 10.38 Uhr: Augsburg: 183 Corona-Fälle bestätigt

    Das Gesundheitsamt der Stadt Augsburg verzeichnet seit gestern elf weitere Fälle von Covid-19. Insgesamt wurden inzwischen also 183 in Augsburg wohnende Menschen positiv auf das Coronavirus getestet. Gleichzeitig konnten elf Personen als genesen aus der häuslichen Isolierung entlassen werden. Damit gelten insgesamt 40 von 183 Personen als genesen.

    31. März, 10.00 Uhr: Pflegeheim in Waal betroffen

    Im Landkreis Ostallgäu haben sich die Infektionen mit dem Covid-19-Virus "flächendeckend ausgebreitet"; zu dieser Einschätzung kommt das zuständige Gesundheitsamt in Marktoberdorf. Angesteckt haben sich auch Bewohner eines Senioren- und Pflegeheims in Waal bei Buchloe. Fünf Senioren und neun Pflegekräfte seien betroffen, heißt es in der Mitteilung der Behörde.

    Nach Bekanntwerden der Infektionen sei umgehend der Notfallplan in Kraft getreten, die Erkrankten seien isoliert worden, die betroffenen Mitarbeiter in häusliche Quarantäne geschickt. Alle anderen Menschen im Heim, Bewohner wie Mitarbeiter, wurden auf eine Ansteckung getestet, Ergebnisse liegen noch nicht vor.

    Insgesamt fünf Menschen sind seit Ausbruch der Epidemie im Ostallgäu gestorben, der jüngste verstorbene Patient war 45 Jahre alt. Landrätin Maria Rita Zinnecker appelliert eindringlich an alle Bürger*innen, die bestehenden Einschränkungen im öffentlichen und privaten Leben weiter zu respektieren und sich daran zu halten.

    30. März, 16.35 Uhr: Erster Patient im Landkreis Günzburg an Corona verstorben

    Im Landkreis Günzburg ist ein Mensch an den Folgen von Corona verstorben. Die Person war 78 Jahre alt und litt an Vorerkrankungen. Nähere Details gab es vom Landratsamt Günzburg vorerst nicht.

    Derzeit sind 90 Menschen im Landkreis postiv auf das Corona-Virus getestet. Das sind im Vergleich zu gestern 6 Menschen mehr. Die Verdachtsfälle sind von 87 auf 44 Personen gesunken. Ebenso ist die Zahl der Personen, welche sich derzeit unter Quarantäne befinden von 352 auf 205 Personen gesunken.

    Im Zusammenhang mit Corona ruft der Landkreis Handwerksbetriebe auf, Atemschutzmasken des Typs FFP2 per E-Mail unter corona@landkreis-guenzburg.de zu melden. Neben Masken ist auch anderes Schutzmaterial derzeit schwer zu bekommen. Es werden daher zusätzlich erbeten: Schutzanzüge, die möglichst virendicht sind, Schutzbrillen, Kopfhauben, medizinische Gummihandschuhe und Überzieher für Schuhe. Der Landkreis freut sich auch über kleinste Mengen.

    30. März, 16.13 Uhr: Hilfsverein Reischenau bietet Lieferservice

    Der Wirtschaftsförderverein Reischenau im Westen von Augsburg will lokale Geschäfte und Firmen der Corona-Krise unterstützen und hat daher einen kostenlosen Lieferservice für den Raum Dinkelscherben ins Leben gerufen. Ziel sei es, dass alle Kunden gut versorgt sind und "keines der Unternehmen in Dinkelscherben dauerhaft schließen muss“, so ein Sprecher.

    Bestellt wird per Telefon oder email, die Lieferung erfolgt innerhalb von 24 Stunden direkt vor die Haustüre, bezahlt wird per Rechnung. Mit dabei sind Bäckereien, ein Modehaus, ein Brillenladen, Hauswaren- und Elektrogeschäfte, Apotheke und Tierfutterhändler. Mehr Info unter www.wirtschaft-reischenau.de

    30. März, 16.05 Uhr: AWO Schwaben: Lage in den Seniorenheimen ist stabil

    Die Arbeiterwohlfahrt Schwaben (AWO) bezeichnet die Lage in ihren 25 Seniorenheimen im Regierungsbezirk Schwaben als stabil und relativ ruhig. Es habe sich bewährt, dass mit dem Corona-Virus infizierte Heimbewohner unter entsprechenden Schutzvorkehrungen in medizinisch vertretbaren Fällen in den Heimen bleiben könnten, ließ der Vorsitzende der schwäbischen AWO Heinz Münzenrieder in einer Pressemitteilung wissen. Das erspare den Betroffenen, meist Hochbetagten, den Stress einer Verlegung in die Klinik.

    Derzeit verzeichne die AWO, die in Schwaben für 2.100 Senioren in Heimen sorgt, fünf Heimpflegefälle. Bislang sei ein Bewohner im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Münzenrieder betonte: „Wir kennen die Handicaps unserer Bewohner und wir können sie professionell versorgen!“ Als ausreichend bezeichnete er gegenwärtig auch die Versorgung der Heime mit Atemschutzmasken und Schutzbekleidung für Pflegekräfte.

    Die Pflegerinnen und Pfleger würdigte Münzenrieder ausdrücklich: „Ohne diese großartigen Menschen würde uns der Laden um die Ohren fliegen!“ Als relativ entspannt bewertet er auch die Situation in den Kindertageseinrichtungen: „Das staatlich verordnete Notgruppenkonzept hat sich bewährt.“ Positiv findet er, dass das Bayerische Sozialministerium seine erste Anweisung nachgebessert habe und nun beispielsweise auch die alleinerziehende Kassiererin im Supermarkt als „systemrelevant“ gelte.

    30. März, 15.46 Uhr: Prozess um ausgesetzten Säugling von Blindheim verschoben

    Der Prozess wegen versuchten Totschlags gegen eine Mutter, die ihren Säugling auf einer Wiese in Blindheim im Landkreis Dillingen ausgesetzt haben soll, beginnt voraussichtlich erst im Juli. Das gab das Landgericht Augsburg heute bekannt. Das Verfahren war zunächst auf den 19. März terminiert gewesen, dann aber aufgrund der aktuellen Corona-Situation abgesetzt worden.

    Die Hauptverhandlung beginnt nunmehr am 7. Juli und wird am 8. sowie am 14. und 21. Juli fortgesetzt. Die zur Tatzeit 31-jährige Mutter befindet sich derzeit in Untersuchungshaft. Ihr wird vorgeworfen, ihren neugeborenen Sohn am 22. Juli 2019 auf einer Wiese ausgesetzt und sich selbst überlassen zu haben. Der Bub wurde durch Zufall gefunden und konnte in der Kinderklinik Augsburg gerettet und wieder aufgepäppelt werden.

    30. März, 15.34 Uhr: Nach Vorfall in Bodolzer Supermarkt - Rentner negativ auf Corona getestet

    Am vergangenen Freitag soll ein 89-jähriger Mann in einem Supermarkt in Bodolz (Kreis Lindau) auf Lebensmittel gespuckt haben. Eine Kundin, die das beobachtet haben will, informierte die Marktleitung, die wiederum die Polizei alarmierte. Wegen der Corona-Pandemie wurde der Supermarkt vorsichtshalber umgehend geschlossen.

    Bei dem Senior wurde ein Abstrich genommen und er auf das Virus getestet. Das Landratsamt Lindau teilt nun mit, dass der Mann nicht infiziert ist. Der Senior selbst will sich nicht zu dem Vorfall äußern, die Polizei wertet derzeit noch die Videos der Überwachungskameras in dem Markt aus und hofft, darauf sehen zu können, ob der Mann wirklich die Lebensmittel bespuckt hat. Sollte dies der Fall sein, dann muss er mit einem Strafverfahren wegen eines Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz rechnen, so die Polizei.

    30. März, 14.50 Uhr: Nordschwäbische Polizei überprüft Ausgangsbeschränkung: 58 Fälle von Ordnungswidrigkeit

    Zwischen Sonntag- und Montagmorgen (29.3./30.3.) jeweils 6 Uhr haben im Bereich Nordschwaben mehr als 200 Einsatzkräfte der Polizei die Einhaltung der Ausgangsbeschränkung überprüft. Dies gab das Polizeipräsidium Schwaben Nord in einer Pressemitteilung bekannt.

    In diesem Zeitraum kontrollierte die nordschwäbische Polizei mehr als 3.000 Einrichtungen, Örtlichkeiten und Personen. Alle kontrollierten Gaststätten und sonstigen gewerblichen Betriebe hielten sich an die Beschränkungen.

    Insgesamt waren, wohl auch aufgrund des regnerischen Wetters, weniger Menschen im öffentlichen Raum unterwegs als am Samstag. Die Polizei belangte in 58 Fällen Personen wegen einer Ordnungswidrigkeit nach dem Infektionsschutzgesetz. Viele von ihnen zeigten sich nicht informiert über die aktuellen Corona-bedingten Ausgangsbeschränkungen oder uneinsichtig.

    30. März, 14.16 Uhr: Corona-Isolation führt zu Stress und Gewalt - mehr Schutzräume für Opfer häuslicher Gewalt

    Die Augsburger SPD-Landtagsabgeordnete und familienpolitische Sprecherin Simone Strohmayr fordert mehr Hilfen für Opfer häuslicher Gewalt. Zusammen mit zwei Kolleginnen hat sie sich in einem Brief an Sozialministerin Carolina Trautner gewandt.

    Aufgrund der Ausgangsbeschränkungen und der Isolation vieler Familien sei mit einem Anstieg von innerfamiliärem Stress und Gewalt zu rechnen. "Wir haben jetzt schon zu wenige Plätze in Frauenhäusern und jetzt fallen einige wegen Quarantänemaßnahmen weg. Eine rechtzeitige Vorbereitung auf zusätzliche Anforderungen halten wir für dringend notwendig.", so Strohmayr. Die SPD schlägt vor, kurzfristig weitere Unterbringungsmöglichkeiten in Hotels oder leerstehenden Apartments bereitzustellen.

    30. März, 12.16 Uhr: Prekäre Situation für Prostituierte durch Corona

    “Die Notsituation für Frauen in der Prostitution hat sich seit Corona verschärft.” Das sagt Linda Greiter vom Verein Solwodi e.V. in Augsburg.

    Solwodi steht für "Solidarity with women in distress" (Solidarität für Frauen in Not). Der internationale Verein, der 2014 mit dem Augsburger Friedenspreis geehrt wurde, engagiert sich für Opfer von Menschenhandel und Zwangsprostitution.

    In Augsburg bietet Solwodi auch gesundheitliche Beratung und Ausstiegshilfe. Die Schließung der Bordelle als Maßnahme gegen die weitere Ausbreitung des Corona-Virus sei grundsätzlich richtig gewesen, so Linda Greiter. Doch seither stehen viele Frauen einer Wohnungslosigkeit gegenüber. Genaue Zahlen kann Greiter nicht nennen.

    In Augsburg arbeiten in normalen Zeiten laut Solwodi circa 500 Prostituierte. Zu circa 180 hatte Solwodi im letzten Jahr direkten Kontakt. Dieser ist seit Corona zu vielen Frauen abgebrochen, weil mit der Schließung der Bordelle die Sexarbeiterinnen aus den Gebäuden mussten. Auch nur zur Übernachtung ist es ihnen nämlich nicht gestattet, dort zu bleiben. Laut Solwodi sind viele Frauen rechtzeitig vor den Schließungen in ihre Heimatländer gefahren, ein Großteil nach Osteuropa. Seit aber auch Anbieter wie Flixbus ihre Tätigkeit einstellen mussten und die Frauen nicht mehr ausreisen konnten, ist die Not besonders groß. “Trotz des Verbots boomt die illegale Prostitution. Wir gehen davon aus, dass viele der Prostitution nachgehen.”, sagt Linda Greiter. Käuflichen Sex gebe es weiterhin in Hotels oder Wohnungen, die über Airbnb vermittelt werden zu Dumpingpreisen.

    Prostituierte, die vielfach ohne Sozial- und Krankenversicherung in Deutschland arbeiten, kommen derzeit bei Kunden unter, zu welchen Bedingungen, darüber lasse sich nur spekulieren. Für Solwodi sei es schwierig, Frauen, die privat untergekommen sind, zu erreichen. Kritik richtet Linda Greiter von Solwodi an die Behörden. Laut Greiter sei im Zuge der Bordellschließungen zu wenig an sichere Notunterkünfte für die Frauen gedacht worden.

    30. März, 12.16 Uhr: 172 Corona-Fälle in Augsburg bestätigt

    Das Gesundheitsamt der Stadt Augsburg verzeichnet 15 weitere Fälle von Covid-19, das gab die Pressestelle der Stadt in einer Mitteilung bekannt. Insgesamt sind damit 172 Menschen in Augsburg infiziert. 29 von ihnen seien bereits genesen und konnten die häusliche Isolierung verlassen.

    30. März, 11.29 Uhr: Landsbergs neue Oberbürgermeisterin sieht Corona als wichtigste Aufgabe

    Die neue Oberbürgermeisterin von Landsberg am Lech, Doris Baumgartl (UBV), hat bei der Stichwahl einen überwältigenden Erfolg gegen den bisherigen Oberbürgermeister Mathias Neuner (CSU) geschafft. Im Wahlkampf punktete sie vor allem mit den Themen Bürgerbeteiligung, Wohnen und Verkehr.

    Jetzt stehe aber erst einmal das Coronavirus im Vordergrund. Es sei nun „das Wichtigste, diese Krise zu meistern“, sagte Baumgartl von der lokalen Wählergruppe UBV dem BR. Sie danke außerdem allen Wahlhelfern, die es möglich gemacht hätten, „unter diesen Umständen diese Stichwahl durchzuziehen“. Wenn alles überstanden sei, könnten die anderen stadtpolitischen Probleme wieder verstärkt angegangen werden.

    Für Baumgartl ist das zum Beispiel Transparenz und Bürgerbeteiligung, sagt sie. Sie glaube, die Landsberger hätten mit ihrer Wahl diesen Wunsch zum Ausdruck gebracht. Entsprechend sei Baumgartls Zweidrittelmehrheit gegenüber dem bisherigen Amtsinhaber Mathias Neuner von der CSU bei der Stichwahl auch „eine große Verpflichtung“. Auch bezahlbarer Wohnraum ist eines ihrer großen Themen – und es werde angesichts möglicher wirtschaftlicher Nachwirkungen der Coronavirus-Krise vielleicht bald sogar noch wichtiger.

    Das dritte große Thema, mit dem Baumgartl im Wahlkampf mutmaßlich punkten konnte, ist die Lösung des gravierenden Verkehrsproblems in Landsberg. Gegen die oft langen Staus durch die Innenstadt hat sie, wie auch der wiedergewählte Landrat Thomas Eichinger (CSU), die bereits seit langem diskutierte Süd-Umgehungsstraße wieder ins Gespräch gebracht.

    Die Stichwahl am Sonntag hat die bisherige Zweite Bürgermeisterin mit 66,83 Prozent der Stimmen deutlich gewonnen. Amtsinhaber Neuner kam nur auf 33,17 Prozent. Der Wahlsieg der 57-jährigen Diplom-Verwaltungswirtin und Referentin der Stadt Landsberg für Kindergärten und Spielplätze überraschte nicht, hatte sie Neuner doch schon bei der Kommunalwahl am 15. März um mehr als fünf Prozentpunkte übertrumpft. Mit einem Sieg in dieser Höhe hatte aber auch Baumgartl selbst nicht gerechnet.

    Im Vorfeld der Stichwahl hatte sich Kritik an ihrem Wahlkampf geregt, da sie sich in einer Zeitungsanzeige auf einem Foto vor der Kulisse des traditionellen Landsberger Ruethenfestes gezeigt hatte: Der Ruethenfestverein kritisierte dies über die Medien, weil man politisch neutral auftreten wolle. Wegen eines Flyers von Baumgartl zur Corona-Nachbarschaftshilfe gab es in den Medien außerdem Kritik von zwei darauf abgelichteten Pfarrern, die ebenfalls als politisch neutral verstanden werden wollten.

    Bei der Kommunalwahl am 15. März hatte Baumgartl mit 34,11 Prozent bereits die meisten Stimmen erhalten, für Neuner hatten 28,61 Prozent gestimmt. Felix Bredschneijder von der SPD war auf 19,8 Prozent der Stimmen gekommen. Grünen-Kandidat Moritz Hartmann, Bruder des Grünen-Fraktionsvorsitzenden im Bayerischen Landtag Ludwig Hartmann hatte 17,49 Prozent erzielt.

    30. März, 6.00 Uhr: 36 Menschen wieder gesund im Landkreis Augsburg

    Die Zahl der Personen, die das Coronavirus unbeschadet überstanden haben steigt. Im Landkreis Augsburg sind insgesamt 36 Menschen nach ihrer Infektionwieder gesund. Insgesamt hatten sich im Landkreis bis zum Sonntag 171 Menschen mit dem Corona-Virus infiziert.

    29. März, 22.20 Uhr: Augsburgers neue Oberbürgermeisterin will wegen Corona viele Vorhaben auf den Prüfstand stellen

    Die künftige Augsburger Oberbürgermeisterin Eva Weber (CSU) stellt sich auf schwierige Sondierungsgespräche für die Bildung der künftigen Stadtregierung ein. Weber machte in ihrer Rede nach dem Wahlsieg deutlich, dass wegen der Corona-Krise viele Wahlversprechen nochmal auf den Prüfstand müssen. Ihre Priorität liege darauf, dass nach der Krise "wieder an den wirtschaftlichen Erfolg der Stadt angeknüpft werden kann."

    29. März, 10.00 Uhr: Weiterer Anstieg in Augsburg

    Die Stadt Augsburg verzeichnet 21 weitere COVID-19-Fälle. Insgesamt wurden damit 157 in Augsburg lebende Personen positiv auf das Coronavirus getestet. 29 der 157 Personen sind inzwischen genesen und konnten aus der häuslichen Isolierung entlassen werden.

    28. März, 19.41 Uhr: Weniger Menschen in den Ausflugsregionen unterwegs

    Die Polizei im Allgäu hat eine positive Bilanz der Ausgangsbeschränkungen am heutigen Samstag gezogen. Trotz des sonnigen Wetters seien weniger Menschen in den Ausflugsregionen im Allgäu unterwegs gewesen als erwartet. Die Bürger hätten sich einsichtig gezeigt und sich zumeist an die Vorgaben gehalten, so ein Sprecher des Polizeipräsidiums Schwaben-Südwest in Kempten. Die meisten Gruppen, die von der Polizei kontrolliert worden waren, hätten die Abstandsbestimmungen eingehalten. Auch diejenigen, die zu nah beieinander gestanden hätten, seien "sehr einsichtig" gewesen und hätten den Aufforderungen der Beamten Folge geleistet. Zudem seien alle von der Polizei kontrollierten Berghütten geschlossen gewesen.

    Auch habe es nur wenige Personen gegeben, die über die Grenze nach Baden-Württemberg gefahren seien - dort sind nach wie vor etwa Baumärkte geöffnet. Man habe im angrenzenden Bundesland nur wenige Fahrzeuge mit bayerischem Kennzeichen feststellen können, hieß es bei der Polizei in Kempten.

    28. März, 16.30 Uhr: Vorsitzender der Impfkommission warnt: Ende der Corona-Beschränkungen wäre "grotesk"

    Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert-Koch-Institut, Dr. Thomas Mertens, hat in der Corona-Krise zu Geduld aufgerufen. Bevölkerung wie auch Politiker und Fachleute müssten nun abwarten, wie sich die Zahl der Neuinfektionen in den kommenden Tagen entwickle. Im Gespräch mit dem BR sagte Mertens in Neu-Ulm, Ziel sei ein "Plateau der Neuinfektionen", sprich die Zahl müsse sich auf einem Niveau einpendeln. Noch sei es zu früh, aus den Zahlen eine Wirksamkeit der ergriffenen Maßnahmen herauszulesen.

    Italien, so Mertens, habe eine solche "flache Kurve" vor einer Woche, seit dem 21. März erreicht. Auch in der Schweiz sei ein entsprechender Effekt zu beobachten. Im Übrigen seien die in diesen Ländern ergriffenen Maßnahmen ähnlich zu denen in Deutschland. "Im Gegensatz dazu sehen sie in Großbritannien einen praktisch ungebremsten, exponentiellen Anstieg", so Mertens wörtlich: "Und das hängt sicher mit der unsinnigen Politik dort zusammen."

    Zur Frage einer raschen Lockerung der Ausgangsbeschränkungen sagt Mertens, das sei der "ungeeignetste Zeitpunkt, um über so etwas zu diskutieren". Deutschland befinde sich "vor der Welle". Nun aber die "sinnvollen und vernünftigen Maßnahmen" der Politik infrage zu stellen, wäre "geradezu grotesk". "Hinterher" könne man "Manöverkritik" üben, nicht aber jetzt, so Mertens.

    28. März, 16.08 Uhr: Zahl der Corona-Infektionen steigt auf 1089 in Schwaben

    In Schwaben sind bis Samstag 1089 Menschen positiv auf das neuartige Corona-Virus getestet worden. Das hat das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit mitgeteilt (Stand 28.03.2020, 10 Uhr). Dies ist ein Anstieg von 121 Fällen seit gestern. In Schwaben hat es demnach aber im Vergleich zum Freitag keinen Todesfall in Verbindung mit dem Virus gegeben.

    28. März, 11.32 Uhr: Stadt Augsburg schränkt Winterdienst ein

    In der Stadt Augsburg ist der Winterdienst von Montag an nur eingeschränkt einsatzbereit. Das teilte die Stadt vorsorglich bereits am Wochenende mit; für den Montag werden Schneefälle erwartet. Der Winterdienst könne nur eingeschränkt räumen, sollte es in den nächsten Tagen zu einem Wintereinbruch mit Schneefall kommen, warnt die Stadt. Aufgrund der Corona-Pandemie stehe dem Winterdienst nicht die volle Personalkapazität zur Verfügung. Wegen der Ausgangsbeschränkungen würden vorrangig Gefahrenstellen, Brücken und Gefälle sowie stark frequentierte Haltestellen geräumt. Die Stadt bittet daher die Verkehrsteilnehmer, ihr Verhalten im Verkehr an die Witterungsverhältnisse anzupassen.

    28. März, 09.05 Uhr: Sechs neue Corona-Infektionen in Augsburg

    Das Gesundheitsamt der Stadt Augsburg verzeichnet sechs weitere COVID-19-Fälle. Insgesamt wurden somit 136 in Augsburg wohnhafte Personen positiv auf das Coronavirus getestet. 24 der 136 positiv getesteten Personen sind genesen und konnten aus der häuslichen Isolierung entlassen werden.

    27. März, 19.55 Uhr: Drei neue Corona-Infektionen und Regeln für Trauerfeiern in Memmingen

    In Memmingen ist die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen heute um drei auf jetzt insgesamt 26 gestiegen. Das teilte die Stadt am Nachmittag mit. Wegen der Pandemie hat Memmingen neue Regelungen für Beerdigungen erlassen. Trauerfeiern dürfen nicht mehr in geschlossenen Räumen stattfinden. Außerdem wird die Teilnahme auf den engsten Kreis mit höchstens 15 Trauernden sowie Bestattungsmitarbeiter und einen Pfarrer begrenzt.

    27. März, 18.02 Uhr: 23 neue Infektionen mit dem Coronavirus im Landkreis Günzburg

    Im Landkreis Günzburg sind heute 23 weitere Infektionen mit dem Coronavirus bestätigt worden. Insgesamt liegt die Zahl der positiv getesteten Personen im Landkreis bei 77. Das teilte das Landratsamt am späten Nachmittag mit. Die Verdachtsfälle sind nach Angaben des Landratsamts um 33 auf 63 gestiegen. Die Zahl der Personen, die sich unter Quarantäne befinden, ist von gestern auf heute von 270 auf 318 Personen gestiegen.

    27. März, 15.02 Uhr: Polizei in Norschwaben löst Party auf

    Im Rahmen der Corona-Kontrollen durch die nordschwäbische Polizei haben fast 200 Beamte zwischen Donnerstag- und Freitagfrüh knapp 3.600 Kontrollen durchgeführt. Eklatantester Verstoß war eine Party in der vergangenen Nacht in einer Garage in Buttenwiesen im Landkreis-Dillingen. Der 25 Jahre alte Gastgeber behauptete, mit dem Coronavirus infiziert zu sein und hustete zwei Polizisten an. Gegen ihn wird unter anderem wegen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz und versuchter Körperverletzung ermittelt.

    27. März, 14.43 Uhr: Polizeipräsidium Kempten meldet wenige Verstöße

    Die Ausgangsbeschränkungen im Bereich des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West werden nach Angaben der Polizei zum großen Teil eingehalten. "Wir ziehen bisher eine positive Bilanz, was das Verhalten der Bürgerinnen und Bürger betrifft. Es werden in Relation zur Anzahl der Kontrollen tatsächlich nur wenige Personen angetroffen, die ohne triftige Gründe unterwegs sind", so Polizeipräsident Strößner. Vom 21.03.20 bis heute früh 06.00 Uhr wurden laut Polizei im Allgäu sowie in den Landkreisen Lindau, Neu-Ulm und Kempten insgesamt 14.552 stichprobenartige Kontrollen durchgeführt. Dabei wurden 440 Verstöße festgestellt und 292 Anzeigen erstattet.

    27. März, 14.29 Uhr: 25.000-Euro-Spende für Wertinger Krankenhaus

    Das Wertinger Unternehmer-Ehepaar Wiesia und Dieter Romakowski spenden 25.000 Euro für das Wertinger Kreiskrankenhaus als Hilfe für die Bewältigung der Corona-Pandemie. Die Spende geht an den Förderverein der Klinik, dessen Vorsitzender Dieter Romakowski früher selbst war.

    Laut einer Pressemitteilung des Vereins will das Ehepaar mit der Spende auch um Nachahmer und weitere Spender werben. Das Geld solle bei einer noch bevorstehenden Zunahme der Corona-Fälle helfen, den steigenden Bedarf des Krankenhauses an Hilfsmitteln zu decken, heißt es in der Mitteilung weiter.

    Wertingen ist derzeit kein besonderer Hotspot an Corona-Fällen. Der Förderverein unterstützt das Krankenhaus immer wieder finanziell bei der Anschaffung von medizinischem Gerät.

    27. März, 14.26 Uhr: Sechs neue Corona-Fälle im Landkreis Neu-Ulm

    Im Landkreis Neu-Ulm gibt es mittlerweile 100 bestätigte Fälle, in denen Menschen nachweislich am Coronavirus "SARS-CoV-2" erkrankt sind. Das teilte das Landratsamt Neu-Ulm heute mit. Seit gestern sind damit sechs Fälle dazugekommen.

    27. März, 13.21 Uhr: Lebenshilfe Kempten sucht Näher für Mundschutzmasken

    Die Lebenshilfe in Kempten braucht dringend Mund-Nasen-Schutz für Mitarbeiter und Bewohner. Deshalb ruft sie jetzt dazu auf, solche Masken selbst zu nähen. Eine Anleitung für sogenannten Behelf-Mund-Nasen-Schutz (BMNS) findet sich auf der Website der Lebenshilfe. Gebraucht werden nach Angaben der Lebenshilfe etwa 700 dieser Schutzmasken. Ein Behelf-Mund-Nasen-Schutz kann das Risiko der Übertragung des Coronavirus reduzieren, da er die Verteilung von Tröpfchen verhindert, die beim Sprechen, Husten oder Niesen entstehen.

    27. März, 12.50 Uhr: Landsberg weitet Personenkreis für Corona-Tests aus

    Die Drive-In-Teststation für das Coronavirus am Sportzentrum in Landsberg öffnet sich für einen größeren Personenkreis. Der Aufenthalt in einem Risikogebiet wie Italien spielt keine Rolle mehr, um für einen Test zugelassen zu werden, teilte das Landratsamt mit. Man folge damit einer Anpassung der Kriterien zur Verdachtsabklärung durch das Robert-Koch-Institut. Insbesondere sollen Menschen in Medizinberufen und Risikogruppen getestet werden. Weiterhin zwingend erforderlich ist laut Landratsamt eine vorherige Terminvereinbarung. Diese ist über die Corona-Hotline des Landkreises 08191 129 1680, über die bayernweite Corona-Hotline 116117 oder per E-Mail an corona@LRA-LL.Bayern.de möglich.

    27. März, 12.46 Uhr: Designierter Augsburger Bischof Meier - Amtsausübung vorerst auch ohne Weihe möglich

    Weil die für den 21. März geplante Bischofsweihe des designierten Augsburger Bischof Bertram Meier verschoben werden musste, hat Papst Franziskus den bisherigen Diözesanadministrator Meier jetzt über die Ernennung zum Apostolischen Administrator mit den notwendigen Rechten zur Ausübung seines Amts ausgestattet, auch ohne die Weihe. Die Ernennung trat bereits zum 25. März in Kraft und gilt bis zur Bischofsweihe, deren Termin noch nicht feststeht. Bis dahin kann Meier als Apostolischer Administrator alle Entscheidungen treffen, die ihm in seinem bisherigen Amt als Diözesanadministrator nicht erlaubt waren. Die Bestellung zum Apostolischen Administrator sei für ihn sowohl Ansporn als auch Sicherheit, teilte Meier mit.

    27. März, 12.20 Uhr: Uniklinik Augsburg zuversichtlich im Kampf gegen Corona

    Die Augsburger Uniklinik sieht sich gut gerüstet für den befürchteten Anstieg von Corona-Patienten. Die Zahl der Intensivbetten werde auf bis zu 160 aufgestockt, erklärte der Ärztliche Direktor der Klinik, Prof. Dr. Michael Beyer, heute Wissenschaftsminister Bernd Sibler bei dessen Besuch vor Ort. Zusätzlich zu den bereits vorhandenen zwei Stationen mit je 20 Zimmern für stabile Corona-Patienten und dringende Verdachtsfälle könnten kurzfristig bis zu 57 Zimmer aktiviert werden. Für schwere Fälle würden derzeit 27 Plätze vorgehalten, diese könnten um weitere 9 erweitert werden.

    27. März, 11.36 Uhr: Augburger OB Gribl ruft zu Solidarität auf – Stadt richtet Spendenkonto ein

    Der scheidende Augsburger Oberbürgermeister Kurt Gribl ruft die Bürger dazu auf, sich an die Hygieneregeln und Ausgangsbeschränkungen zu halten und bittet um Solidarität für sozial Schwache. Für soziale Härtefälle infolge der Verbreitung des Coronavirus richtet die Stadt Augsburg ein zentrales Spendenkonto ein. Unter der Organisation durch die Sozialverbände sollen mit dem Geld vor allem Menschen unterstützt werden, die keinen Anspruch auf Sozialleistungen haben und deren finanzielle Situation sich durch die Maßnahmen zur Eindämmung des Virus massiv verschlechtert hat. Die Beratungsstellen vor Ort vermitteln den Kontakt, in jedem Einzelfall werde die Bedürftigkeit geprüft, heißt es von der Stadt Augsburg. Zum 7. April will die Augsburger Tafel ihre Arbeit wiederaufnehmen. Unterdessen koordiniert das Freiwilligenzentrum Augsburg private Hilfsangebote, dort haben bereits mehr als 800 Menschen Unterstützung angeboten. Einen Überblick zu Hilfsmöglichkeiten in Augsburg, wie auch zum Thema Nachbarschaftshilfe, bietet die Stadt Augsburg auf ihrer Website www.augsburg.de.

    27. März, 11.25 Uhr: Schwäbische Handwerksbetriebe bitten Kunden um Treue

    Die Handwerkskammer für Schwaben bittet im Namen der ihr angeschlossenen Betriebe um Unterstützung von ihren Kunden und Auftraggebern. Die Unternehmen bräuchten jetzt Stabilität, damit sie ihre Arbeits- und Ausbildungsplätze halten könnten, heißt es heute in einer Mitteilung der Handwerkskammer "hwk". Auch bei Arbeiten in Wohnungen und Häusern sei man in der Lage, die Abstandsregeln einzuhalten, damit könnten beispielsweise bereits vereinbarte Umbaumaßnahmen an Fenstern und Türen ohne Probleme ausgeführt werden. Auch Kaminkehrer können ihre Arbeit verrichten. Weil Bäckereien, Metzgereien und Konditoreien geöffnet bleiben dürfen, müsse man nicht auf gute Handwerksqualität verzichten, auch auf den Baustellen werde soweit wie möglich gearbeitet. Mitarbeiter würden auf mehrere Fahrzeuge aufgeteilt, die Firmen stellten größere Pausencontainer zur Verfügung. „Die Geschäftstätigkeit in den meisten Handwerksbetrieben in Schwaben läuft noch“, teilte die Handwerkskammer mit.

    27. März, 11.20 Uhr: Füssen ruft zu Spenden für italienische Partnerstadt auf

    Füssen ruft seine Bürger zu Spenden für die italienische Partnerstadt Cremona auf. Die Menschen in Cremona litten besonders unter der Corona-Pandemie, heißt es in einer Mitteilung. Die Verwaltung Cremonas habe sich an Füssen gewandt und um finanzielle Hilfe gebeten, um dringend notwendige medizinische Hilfe kaufen zu können. Die Kontoinformationen findet man auf der Internetseite der Stadt Füssen (stadt-fuessen.de). Die Stadt überweist das Geld nach eigenen Angaben an die zuständigen Stellen in Cremona.

    27. März, 8.15 Uhr: Nach 30 Jahren: Pause für AKW-Mahnwache

    Seit rund 30 Jahren treffen sich die Mitglieder der "Mahnwache" jeden Sonntag um 15 Uhr vor dem Kernkraftwerk in Gundremmingen, um friedlich gegen die Atomkraft zu demonstrieren. Jetzt werden sie – wegen der Corona-Krise – ihren Protest erstmals länger unterbrechen. "Es ist ein Riesen-Einschnitt für uns, weil wir tatsächlich ja seit über 30 Jahren jeden Sonntag vor dem AKW stehen. Jetzt haben wir gesagt: Bis zum Ende der Ausgangsbeschränkungen bleiben wir daheim", sagte Thomas Wolf, Organisator der Mahnwache, dem BR.

    27. März, 7.50 Uhr: Produktionsstopp bei BSH in Dillingen

    Beim Geschirrspüler-Hersteller Bosch Siemens Hausgeräte in Dillingen wird am Samstag die Produktion gestoppt. Dies gilt erst einmal für zwei Wochen. Die Nachfrage ist aktuell rückläufig, heißt es. Mit den zuständigen Arbeitnehmervertretungen werden standortspezifische Regelungen getroffen. So sollen z.B.  Arbeitszeitkonten abgebaut, Urlaub genommen oder auch Kurzarbeit angemeldet werden. BSH ist mit rund 2500 Mitarbeitern der größte Arbeitgeber im Landkreis Dillingen.

    27. März, 7.30 Uhr: Polizeieinsatz in Asylbewerberunterkunft

    Nachdem ein Asylbewerber in Augsburg positiv auf das Corona-Virus getestet worden ist, mussten Polizei und Mitarbeiter der Regierung von Schwaben verängstigte Bewohner in seiner Unterkunft beruhigen. Eine Gruppe von Schwarzafrikanern hatte panisch reagiert, als sie erfuhr, dass die Kontaktpersonen des Erkrankten in der Unterkunft untergebracht werden sollten. Außerdem trug der Fahrer des Transports Schutzkleidung. Trotz der aufgeheizten Stimmung konnte die Situation friedlich geklärt werden. Die Kontaktpersonen werden auf einer getrennten Quarantänestation betreut.

    26. März, 19.05 Uhr: Sommersemester an der Hochschule Neu-Ulm virtuell

    Das Sommersemester an der Hochschule Neu-Ulm (HNU) findet virtuell statt. Das teilte die Hochschule heute mit. Mit E-Learning-Angebote soll das Lehrangebot trotz Corona sichergestellt werden. Auch für digitale Prüfungen will die Hochschule Lösungen finden. "Professorinnen und Professoren sowie Dozentinnen und Dozenten halten ihre Vorlesungen zukünftig digital und interagieren in Videokonferenzen direkt mit ihren Studierenden", teilte die Hochschule mit. 98 Prozent der Semesterwochenstunden sollen digital abgedeckt werden können.

    26. März, 18.56 Uhr: 109 Corona-Infektionen in Kaufbeuren und im Ostallgäu bestätigt

    Im Ostallgäu und in Kaufbeuren ist die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen von unter 100 auf 109 gestiegen. Das teilte das Landratsamt Ostallgäu mit. In Kaufbeuren gibt es 15 bestätigte Fälle, im Landkreis sind es 94.

    26. März, 16.00 Uhr: Nordschwäbische Polizei zieht positive Bilanz

    Das Polizeipräsidium Schwaben Nord meldet 45 Fälle, in denen Bürgerinnen und Bürger die derzeit geltenden Ausgangsbeschränkungen missachtet haben. Diese Zahl bezieht sich auf die 24 Stunden von gestern (6 Uhr) bis heute (6 Uhr). Meist handelte es sich um kleinere Gruppenbildungen im Freien, bei denen Freunde oder Bekannte zusammenstanden oder -saßen. Den etwa 190 Einsatzkräften fiel bei ihren Kontrollen wiederholt auf, dass sich viele Menschen bei Spaziergängen auf Parkbänken oder anderen Sitzgelegenheiten im Freien niederlassen. Das ist laut Polizei jedoch – im Gegensatz zur Bewegung im Freien – nicht erlaubt. Mit Blick auf die 24 Stunden zeigt sich die Polizei zufrieden und zieht ein "überwiegend positives Fazit".

    26. März, 15.05 Uhr: Chemiebetrieb sucht Alkohol für Desinfektionsmittel

    Auf ungewöhnliche Art und Weise hat der Chemiebetrieb Witty in Dinkelscherben im Landkreis Augsburg um Hilfe gebeten, um weiterhin Desinfektionsmittel herstellen zu können: Die Geschäftsführung hat sich an das Landratsamt Augsburg gewandt. Das ersucht nun über seine Internetseite alle Augsburger Betriebe, nicht benötigte Vorräte an Ethanol und Isopropanol zur Verfügung zu stellen, damit die im Landkreis akut benötigten Desinfektionsmittel produziert werden können. "Wir haben Bedarf ohne Ende und könnten rund um die Uhr produzieren", so Firmenchef Hubert Witty. Witty beschäftigt in Dinkelscherben rund 350 Mitarbeiter und produziert Reinigungsmittel und Desinfektionslösungen.

    26. März, 14.20 Uhr: Stadt Augsburg informiert in vielen Sprachen – auch über Integreat-App

    In der Stadt Augsburg leben Menschen aus über 120 Nationen zusammen. Das städtische Büro für Migration arbeitet deshalb mit anderen städtischen Stellen "mit Hochdruck daran, dass wichtige Informationen in vielen Sprachen bereitgestellt werden", erklärte die Leiterin des Büros, Margret Spohn auf Anfrage des BR.

    Auch die Handy-App "Integreat", die ursprünglich für Geflüchtete entwickelt wurde, wurde um Inhalte für alle Neuzugewanderten erweitert. Abrufen lässt sich die App unter https://integreat.app/augsburg/de/.

    26. März, 14.00 Uhr: Angebote lokaler Händler in Kaufbeuren

    Die Aktionsgemeinschaft Kaufbeuren hat auf einer Internetseite alle Kaufbeurer Unternehmen aufgelistet, die während der Corona-Krise nach Hause liefern oder bei denen Ware abgeholt werden kann. Das Angebot reicht von Gastwirtschaften, die jetzt ihr Essen nach Hause liefern, Fahrradläden, die auf ihre geöffneten Werkstätten aufmerksam machen wollen, das Creszentia-Kloster mit seiner Essensausgabe für Bedürftigen, bis zu Schmuckläden, die Ketten und Uhren nach telefonischer Bestellung nach Hause liefern. Unternehmer können sich per Mail bei der Aktionsgemeinschaft melden Dazu ist keine Mitgliedschaft in der Aktionsgemeinschaft notwendig.

    26. März, 13.55 Uhr: Kreiskliniken Günzburg-Krumbach suchen Unterstützung

    Die Kreiskliniken Günzburg-Krumbach suchen externe Unterstützung von Pflegekräften und Ärztinnen: "Wir stellen uns auf einen Ausfall von Mitarbeitern im Bereich der Pflege und bei Medizinern ein, da die Infektionskette in absehbarer Zeit nicht mehr nachvollzogen werden kann und Mitarbeiter daher in Quarantäne müssen", sagt Klinikvorstand Dr. Volker Rehbein. "In den nächsten Wochen sind wir für externe Unterstützung sehr dankbar", sagt Rehbein.

    26. März, 13.30 Uhr: 21 neue Corona-Infektionen im Landkreis Augsburg

    Im Landkreis Augsburg haben sich mittlerweile 143 Personen mit dem Corona-Virus infiziert – das sind 21 mehr als gestern. Wie das Landratsamt mitteilte, wird derzeit ermittelt, wie viele der Erkrankten bereits wieder genesen sind.

    Landrat Martin Sailer lobte das nachbarschaftliche Engagement in der Region. Überall gründen sich Sailer zufolge sogenannte Nachbarschaftshilfe-Gruppen. Deren Mitglieder übernehmen zum Beispiel Einkäufe, Fahrdienste oder führen Hunde aus.

    Der Landkreis hat für die Helfer eine Handlungsempfehlung verfasst, die unter www.landkreis-augsburg.de abgerufen werden kann. Darin wird beispielsweise empfohlen, dass Helfer keine Privatwohnungen betreten. www.landkreis-augsburg.de/nachbarschaftshilfen

    26. März, 13.20 Uhr: BayWa sorgt sich um Ernte am Bodensee

    Deutschlands größter Agrarhändler BayWa macht sich in der Corona-Krise Sorgen um den Nachschub an Dünger und Pflanzenschutzmitteln für die Landwirtschaft. Die Lieferketten seien "durchaus beeinträchtigt", sagte Vorstandschef Klaus Josef Lutz in einer Telefonkonferenz am Donnerstag.

    Kopfzerbrechen macht Lutz mit Blick auf die Ernte auch das Fehlen von Saisonarbeitern aus Osteuropa. In Deutschland fehlten rund 300.000 dieser Hilfskräfte. Auch die BayWa brauche bei der Apfelernte am Bodensee jährlich einige tausend Erntehelfer.

    26. März, 11.45 Uhr: Deutsch-Japanisches Frühlingsfest fällt aus

    Das Deutsch-Japanisches Frühlingsfest in Augsburg, eine der größten Open-Air-Veranstaltungen im Botanischen Garten der Stadt, wird abgesagt. Das hat Wolfgang Bockhold, der Präsident der Deutsch-Japanischen Gesellschaft in Augsburg und Schwaben, am Vormittag mitgeteilt. Zu dem Fest, das traditionell am Muttertag stattfindet, kommen jedes Jahr Tausende von Japan-Fans nach Augsburg, um Kampfkunst und Kalligraphie live zu erleben, Manga-Kostüme und Teezeremonie, Bonsaipflege und Haiku-Dichtkunst. Ob das Fest zu einem späteren Zeitpunkt, etwa im Herbst, nachgeholt wird oder ganz auf das nächste Jahr verschoben wird, sei von der Entwicklung der Corona-Lage in den nächsten Monaten abhängig, so Bockhold.

    25. März, 17.50 Uhr: Quarantäne im Kurhotel endet

    Das Landratsamt Unterallgäu beendet morgen die Quarantäne im Sebastianeum in Bad Wörrishofen. Anfangs saßen rund 120 Menschen in dem Kurbetrieb fest. Bei einer Mitarbeiterin des Hotels war am 13. März das Coronavirus diagnostiziert worden. Die anderen Angestellten sowie sämtliche Gäste wurden daraufhin getestet – die Ergebnisse fielen alle negativ aus. Die gut 60 Männer und Frauen, die noch im Hotel bleiben mussten, werden von einem Arzt noch einmal nach möglichen Symptomen gefragt und dann nach Hause geschickt. Auf der Homepage des Kurhotels beschreiben die Gäste ihre Lage: Zuerst seien viele besorgt und irritiert gewesen, doch dann habe sich Gelassenheit und Ruhe eingestellt.

    25. März, 17.00 Uhr: Strafanzeigen gegen Moschee-Besucher und Schließung von Geschäften

    Die Polizei in Nordschwaben hat diverse Verstöße gegen die Allgemeiverfügung geahndet. Innerhalb von 24 Stunden gab es in ihrem Gebiet 31 Fälle, in denen die Ausgangsbeschränkung nicht beachtet wurde. In drei Fällen wurde die Nichteinhaltung von Betriebsuntersagungen beanstandet. In einer Moschee in Friedberg trafen die Polizisten in den internatsähnlichen Gemeinderäumen auf 13 Besucher. Die Polizei musste die Veranstaltung auflösen und erstattete Strafanzeige.

    25. März, 16.50 Uhr: Mittlerweile 80 Corona-Infizierte im Landkreis Neu-Ulm

    Wie das Landratsamt Neu-Ulm mitteilt, gibt es im Landkreis aktuell (Stand 25.03.2020, 10:00 Uhr) insgesamt 80 Personen, die mit dem Corona-Virus infiziert sind. Das sind acht Fälle mehr als am Tag zuvor. Sieben Personen werden derzeit in den Kliniken behandelt.

    25. März, 15.10 Uhr: Betrügerische Kontrolleure in Augsburg unterwegs

    Die Polizei in Augsburg warnt vor Betrügern, die sich als Kontrolleure vom Gesundheitsamt Zugang zu Privatwohnungen verschaffen möchten. Anlass ist ein Vorfall im Augsburger Herrenbachviertel. Dort hatten am Dienstagmittag (24.03.) zwei Männer in grüner Schutzkleidung an der Haustür einer Anwohnerin geläutet. Der Frau gegenüber gaben sie an, vom Gesundheitsamt zu sein und wegen der aktuellen Corona-Situation medizinische Abstriche machen zu müssen. Die Bewohnerin, die alles vom Türspion aus verfolgte, öffnete nicht und verlangte den Ausweis der Beiden. Die angeblichen Corona-Kontrolleure gaben daraufhin zur Antwort, ihre Ausweise im Auto vergessen zu haben, gingen weg und kamen nicht wieder. Besuche vom Gesundheitsamt werden in der Regel zuvor angekündigt, insbesondere in Verbindung mit Corona-Infektionen. Im Zweifelsfall sollte man umgehend die Polizei unter der Notrufnummer 110 informieren.

    25. März, 14.20 Uhr: Foodsharing Kempten: Gesammelte Lebensmittel suchen Abnehmer

    Viele Restaurant, Cafes und Kantinen sind inzwischen geschlossen. Damit die bereits gekauften Lebensmittel nicht verderben und weggeworfen werden müssen, hat der Verein Foodsharing Kempten kräftig in der Stadt und umliegenden Gemeinden eingesammelt. Jetzt platzen die Lager aus allen Nähten. Brot, frisches Gemüse, Milchprodukte, Fertiggerichte, noch verschlossene Eimer aus der Großgastronomie – die ganze Palette habe man mittlerweile vorrätig, sagt Sigrid Braunegger von Foodsharing Kempten. Die Produkte sind kostenlos im Laden im Ankergässele 1 in Kempten abzuholen. Geöffnet ist Montag bis Freitag von 17-19 Uhr und samstags von 16-18 Uhr.

    25. März, 14.10 Uhr: "Dicht an dicht" am Gipfelkreuz - Bergwanderer kassieren Anzeigen

    Die Polizei hat bei den Kontrollen der Ausgangsbeschränkung festgestellt, dass vor allem am Riedberger Horn und Grasgehren viele Wanderer und Skitourengeher unterwegs sind. Vereinzelt sind sie laut Polizei für ihre Touren auch aus anderen Landkreisen angereist. Die Bergwacht teilte weiter mit, dass sich im Bereich des Gipfelkreuzes Menschen dicht an dicht drängen und somit gegen die Abstandsregeln verstoßen.

    25. März, 11.20 Uhr: Weitere Infektionen in Memmingen

    In Memmingen gibt es jetzt 21 bestätigte Corona-Fälle. Das sind drei mehr als gestern. Zur Schwere oder zum Verlauf der Krankheit bei den Betroffenen machte das Gesundheitsamt keine Angaben.

    25. März, 11.00 Uhr: Infektions-Fälle in Augsburg nehmen stark zu

    In Augsburg ist die Zahl der bestätigten Corona-Fälle auf 90 gestiegen. Nach Angaben der Stadt sind 15 weitere Augsburger positiv getestet worden - die größte Zahl von Neuinfektionen innerhalb eines Tages seit dem ersten Fall am 6. März.

    Betroffen sind demnach alle Altersgruppen: Ältere genauso wie Kinder und junge Erwachsene. Nur Patienten mit starken Beschwerden werden im Krankenhaus behandelt.

    25. März, 10.15 Uhr: Große Nachfrage bei Wirtschaftshilfe

    Für das bayerische Soforthilfe-Programm für Betriebe und Freiberufler sind bei der Regierung von Schwaben offenbar schon zahlreiche Anträge eingegangen. Nach Angaben der Behörde wird zur Bearbeitung mehr Personal eingesetzt.

    Das Wirtschafts-Programm der Staatsregierung richtet sich an Betriebe und Freiberufler, die durch die Corona-Krise in eine existenzbedrohende Lage kommen und laufende Kosten wie etwa Mieten nicht mehr decken können.

    25. März, 10.00 Uhr: Strikte Regeln bei Bestattungen

    Für Bestattungen im Landkreis Augsburg schreibt das zuständige Landratsamt ab heute einschneidende Maßnahmen vor: Per Allgemeinverfügung wird festgelegt, dass zum Schutz vor Corona-Infektionen nur noch der engste Verwandtenkreis zu einer Trauerfeier kommen darf. Mehr als 15 Personen dürfen nicht zusammenkommen.

    Personen mit Fieber oder Symptomen einer Atemwegsinfektion dürfen nicht teilnehmen. Bei Trauerfeiern sollen alle Teilnehmer einen Mindestabstand von anderthalb Metern einhalten.

    Darüber hinaus dürfen Bestattungstermine bis auf Weiteres nicht mehr bekanntgegeben werden, weder in der Tagespresse noch auf anderen Wegen. Wer sich nicht an die Anordnungen hält, muss mit Strafen rechnen, so das Landratsamt in seiner Mitteilung.

    25. März, 9.30 Uhr: Medizinische Schutzausrüstung erreicht Kreis Neu-Ulm

    Die ersten Material-Lieferungen zur Bewältigung der Corona-Krise haben den Landkreis Neu-Ulm erreicht. Das Technische Hilfswerk hat Schutzmasken, Schutzanzüge sowie Desinfektionsmittel vom Zentrallager in München in den Landkreis gebracht. Weitere Materiallieferungen durch den Bund und die Eigenproduktionen im Freistaat sollen folgen.

    Die Feuerwehr im Landkreis Neu-Ulm wird die weitere Verteilung an die Einrichtungen vor Ort übernehmen. Dabei stehen zunächst die Kliniken sowie die Alten- und Pflegeheime im Fokus.

    25. März, 9.20 Uhr: Ringeisen-Werk sucht Schutzmasken

    Mundschutz und Schutzkleidung dringend gesucht: Das gilt auch beim Dominikus-Ringeisen-Werk, einer Behinderten-Einrichtung in Ursberg. Das Ringeisen-Werk appelliert jetzt dringend an Unternehmen und Handwerksbetriebe, momentan nicht benötigtes Material abzugeben: Schutzmasken der Klassen FFP2 und FFP3, flüssigkeitsdichte Einweg-Overalls, einfache Schutzbrillen und Einweghandschuhe.

    All das könnte etwa im Lager von Lackierereien liegen. Wer Schutzausrüstung zur Verfügung stellen kann, erreicht das Ringeisen-Werk in Ursberg per Mail unter corona-schutz@drw.de

    25. März, 8.00 Uhr: Augsburg setzt Ausgangs-Bußgeld fest

    Für Verstöße gegen die Corona-Ausgangsbeschränkungen hat die Stadt Augsburg jetzt einen Bußgeldbetrag festgesetzt: 55 Euro soll zahlen, wer sich nach einer erste Belehrung durch Ordnungskräfte weigert, der Allgemeinverfügung Folge zu leisten. Ein bayernweiter Bußgeld-Katalog der Staatsregierung steht noch aus.

    25. März, 8.00 Uhr: Osterfest ohne Kirchenbesucher

    Die Pfarrer im Bistum Augsburg werden das Osterfest in menschenleeren Kirchen feiern. Mindestens bis 19. April wird es keine öffentlichen Gottesdienste geben. Die Osterkerzen würden zwar entzündet, so das Bistum. Die Gläubigen könnten allenfalls im Gebet am Gottesdienst teilnehmen; deshalb sollen die Gläubigen über die genauen Zeiten der Osterfeiern informiert werden.

    25. März, 7.45 Uhr: Auch Bundeswehr dünnt Personal aus

    Auch bei der Bundeswehr gilt "Corona-Betrieb": Die Kasernen in Sonthofen und Füssen wie auch auf dem Lechfeld sind weitgehend "verwaist". Ein Sprecher sagte auf BR-Anfrage, viel Soldaten erledigten Aufgaben von zuhause und seien dort in Bereitschaft. Lediglich der Sanitätsdienst sei normal besetzt. Soldaten, die sich auf einen Auslandseinsatz etwa in Mali vorbereiten, müssen zwei Wochen vor Abflug in vorsorgliche Quarantäne.

    25. März, 7.30 Uhr: Keine Starts und Landungen am Flughafen Memmingen

    Weil der Reiseverkehr fast vollständig zum Erliegen gekommen ist, hat auch die Fluggesellschaft Wizz-Air alle Starts und Landungen am Allgäu Airport für heute abgesagt. Damit wird es zum ersten Mal in dieser Corona-Krise keinerlei Flugbewegungen auf Schwabens wichtigstem Flughafen geben. Ob der Flugbetrieb in den kommenden Tagen zumindest wieder eingeschränkt laufen wird, ist noch unklar.

    24. März, 19.15 Uhr: Zwei weitere Tote im Allgäu

    Ein Corona-Patient aus dem Unterallgäu ist auf der Intensivstation am Klinikum MIndelheim gestorben. Nach Angaben der behandelnden Ärzte war der Mann Ende 60 und litt an mehreren schweren Vorerkrankungen. Gleiches gelte im Fall einer weiteren Person im Ostallgäu, die den Folgen ihrer Virusinfektion erlegen ist.

    24. März, 18.55 Uhr: Zahl der Infizierten steigt auch in Günzburg

    Aktuell gibt es im Landkreis Günzburg 30 Personen, die positiv auf das Corona-Virus getestet worden sind. Dies sind im Vergleich zum Montag vier Personen mehr. 18 Verdachtsfälle sind aktuell registriert, ebenso 155 Personen, die sich in Quarantäne befinden.

    24. März, 18.15 Uhr: Soforthilfe Corona: Bereits viele Anträge

    Für das Soforthilfeprogramm der Bayerischen Staatsregierung sind bereits viele Anträge von Betrieben und Freiberuflern, die durch die Corona-Krise in eine existenzbedrohliche wirtschaftliche Schieflage geraten sind, eingegangen. Um die Wartezeit auf die Entscheidungen auf ein Minimum zu begrenzen appelliert die Regierung an die Antragsteller keine Nachfragen über die geschaltete Hotline zu stellen. Auch Eingangsbestätigungen zu den Anträgen gibt es aktuell nicht.

    24. März, 15.00 Uhr: Gratis WLAN und Telefon am Uniklinikum Augsburg

    Gratis WLAN und Telefon am Uniklinikum Augsburg Augsburg: Weil Besuche zum Schutz von Patienten, Mitarbeitern und Angehörigen am Uniklinikum Augsburg derzeit stark eingeschränkt sind, sind dort ab sofort Telefon und WLAN für Patienten gratis. Das teilt das Uniklinikum Augsburg mit. Mit dieser Neuregelung, die bis auf weiteres gilt, möchte der Vorstand das derzeit stark eingeschränkte Besuchsrecht ein wenig abfedern.

    24. März, 12.00 Uhr: Schutzbekleidungs-Hersteller Franz Mensch überwältigt von Hilfsbereitschaft

    Der Schutzbekleidungs-Hersteller Franz Mensch in Buchloe zeigt sich überwältigt von der Hilfsbereitschaft der Menschen. Über den Rundfunk und soziale Medien hatte das Unternehmen dringend Mitarbeiter für die Logistik gesucht. Über 850 Menschen haben sich daraufhin seit vergangenem Freitag dort gemeldet. Bereits gestern starteten elf neue Mitarbeiter, die unter anderem beim Verpacken von Overalls und Atemmasken mit anpacken. Weitere acht Neueinstellungen sind geplant. Viele Angebote kamen von Selbstständigen und aus Bereichen, die von den aktuellen Schließungen betroffen sind. Die Geschäftsführer Achim und Axel Theiler sind erleichtert: „Wir sagen allen, die sich gemeldet haben, von ganzem Herzen Danke. Sie haben uns und ganz Deutschland in dieser Notlage sehr geholfen.“

    In den kommenden Wochen erwartet die Franz Mensch GmbH knapp 60 Millionen Mundschutzmasken und 2 Millionen Atemschutzmasken. Normalerweise würde ein Bestand an Mundschutz in dieser Größenordnung für 6 Jahre reichen. Aktuell entspreche das dem Bedarf für nur einen Monat, so das Unternehmen. Auch im Bereich der Schutzbekleidung sei neue Ware unterwegs: 80.000 Overalls, 130.000 Schutzbrillen und mehr als eine Million Schutzkittel.

    24. März, 11.15 Uhr: 10 neue Corona-Fälle in Augsburg

    Das Gesundheitsamt der Stadt Augsburg meldet jetzt zehn weitere COVID-19-Fälle. Dies ist die zweithöchste Anzahl an Neuinfektionen innerhalb eines Tages seit dem ersten Fall am 6. März, teilt die Stadt mit.

    Betroffen seien Menschen aller Altersstufen: Neben Älteren auch junge Erwachsene und Kinder. Die Patienten haben demnach auch schwere Symptome. In diesen Fällen seien die Menschen im Krankenhaus.

    Insgesamt wurden somit 75 Augsburger positiv auf das Coronavirus getestet. Bei zwei der 75 Personen konnte die häusliche Isolierung inzwischen wieder aufgehoben werden.

    24. März, 11.00 Uhr: Oberallgäuer Landratskandidat Alfons Hörmann in Quarantäne

    Alfons Hörmann, Landratskandidat für das Oberallgäu und Präsident des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB), ist in Corona-Quarantäne. Sein Sohn Roland Hörmann ist gestern positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Vor einer Woche hatte dieser nach eigenen Angaben noch persönlichen Kontakt mit seinem Vater. Deshalb dauert die Quarantäne für Alfons Hörmann nach Angaben des Sohns noch bis zum Dienstag in einer Woche und damit über die Stichwahl hinaus.

    24. März, 9.30 Uhr: Höchstädter Hausarzt schlägt Alarm

    Allgemeinmediziner Jürgen Arnhardt aus Höchstädt (Lkr. Dillingen) schlägt Alarm: Ohne neue Schutzkleidung werden viele Praxen zusperren müssen, fürchtet er. Zwei Praxen im Landkreis mussten wegen Corona-Fällen bzw. Verdachtsfällen schon vorübergehend geschlossen werden. Viele Hausärzte bräuchten dringend die von Bundesgesundheitsminister Spahn und Ministerpräsident Söder angekündigten Schutzmasken und weitere Schutzkleidung, so Arnhardt. Es gebe aber im Moment keine Klarheit darüber, wann und ob diese geliefert würden. Weil die Telefonnummer des ärztlichen Bereitschaftsdienst 116117 häufig belegt sei und die Krankenhäuser verständlicherweise Patienten ablehnten, um Kapazitäten für schwerere Fälle vorzuhalten, sei es umso wichtiger, dass die Hausärzte einsatzbereit blieben. Ohne Schutzausrüstung sei dies aber fahrlässig.

    24. März, 8.00 Uhr: Landkreis Donau-Ries richtet Führungsgruppe im Katastrophenschutz ein

    Das Landratsamt Donau-Ries hat jetzt eine Führungsgruppe des Katastrophenschutzes eingerichtet. Die Führungsgruppe arbeitet an sieben Tagen in der Woche im 24-Stunden-Modus. Die Mitglieder der Gruppe fragen jeden Tag in den Krankenhäusern des Landkreises nach, wie viele Betten und Beatmungsplätze zur Verfügung stehen und melden den Bedarf gegebenenfalls an zentrale Stellen weiter. In der Führungsgruppe wird auch die Verteilung von Schutzkleidung oder Atemschutzmasken an Einrichtungen im Landkreis koordiniert.

    Das Gesundheitsamt des Landratsamtes Donau-Ries meldet mittlerweile 33 bestätigte Erkrankte. Ein Schwerpunkt von Neuinfizierungen ergab sich durch einen Ausbruch im Umfeld der Kindertagesstätte in Heroldingen. Alle betroffenen Personen sind mittlerweile in Quarantäne.

    24. März, 7.30 Uhr: Nobelpreisträger-Treffen in Lindau abgesagt

    Die Nobelpreisträgertagung in Lindau wird wegen der Corona-Pandemie um ein Jahr verschoben. Das hat ein Sprecher dem BR gesagt. Demnach wird die interdisziplinäre Tagung im kommenden Jahr stattfinden (Ende Juni, Anfang Juli 2021). Auch für die Tagung der Wirtschaftswissenschaftler muss ein neuer Termin gefunden werden, voraussichtlich auch in einem Jahr.

    Heuer soll es nach Angaben der Nobelpreisträgertagung weitreichende Online-Aktivitäten geben, bei denen junge Forscher mit den Nobelpreisträgern virtuell in Kontakt treten können. Details dazu sollen im Laufe des Tages bekannt gegeben werden.

    23. März, 19.30 Uhr: Unterstützung für Tafeln in Augsburg

    Die Stadt Augsburg will den Augsburger Tafeln helfen. Laut Wirtschaftsreferentin Eva Weber sollen künftig auf dem Messegelände Lebensmittelpakete geschnürt werden, die an den Ausgabestellen verteilt werden können. In Zusammenarbeit mit den Tafeln entstehen gerade Listen, um den Bedarf zu klären. In Planung ist auch ein Lieferservice für Bedürftige, wenn sich die Situation weiter verschlechtert.

    23. März, 17.20 Uhr: Positive Nachrichten aus Aichach-Friedberg

    Im Landkreis Aichach-Friedberg sind von den insgesamt 39 bisher am Coronavirus erkrankten Personen mittlerweile fünf wieder gesund, das teilte das Landratsamt mit. Die Anzahl der Kontaktpersonen von Erkrankten, die sich in Quarantäne befinden, liegt aktuell bei rund 350. Etwa 50 konnten die Quarantäne bereits wieder verlassen.

    23. März, 15.15 Uhr: Diakonie weiter für Menschen in Not da

    Die aktuelle Lage ist für viele Menschen eine große Herausforderung und psychische Belastung, gerade für diejenigen, die schon vorher psychisch erkrankt waren. Die Diakonie Augsburg ist weiter für sie da. Der Sozialpsychiatrische Dienst (SPDI) Augsburg mit seinen Außenstellen in Gersthofen, Meitingen und dem Beratungszentrum Süd ist weiterhin telefonisch und per Mail erreichbar. Das Angebot gelte für alle Menschen, die sich gerade in einem seelischen Ausnahmezustand befinden. Um Menschen in akuter materieller Not helfen zu können, bietet die Kirchliche Allgemeine Sozialarbeit (KASA) der Diakonie telefonische Beratung an. Unter (0821) 45019-3211 sind die Mitarbeiterinnen montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr zu erreichen und bieten eine Notversorgung für Menschen mit existenziellen Problemen.

    23. März, 12:20 Uhr: Erster Corona-Todesfall in Augsburg

    In Augsburg ist ein erster Corona-Todesfall zu beklagen: Nach Angaben der Stadt starb eine 90 Jahre alte Frau. Die Patientin habe unter Vorerkrankungen gelitten.

    Gleichzeitig steigt die Zahl der Infizierten in der schwäbischen Bezirkshauptstadt. Nach Angaben der Stadt wurden 13 weitere Fälle registriert. Damit liegt die offizielle Zahl der Infizierten in Augsburg jetzt bei 65.

    23. März, 9:00 Uhr: Wertinger Kinderarzt-Praxis wegen Infektions-Fall geschlossen

    Die Wertinger Kinderarztpraxis "Berweck und Steinheber" muss vorübergehend wegen einer Corona-Infektion einer Mitarbeiterin geschlossen werden. Das teilt das Dillinger Landratsamt mit. Der Fall sei gestern bekannt geworden, heißt es in der Mitteilung weiter. Alle Mitglieder der Belegschaft werden jetzt als Kontaktpersonen erfasst.

    Nach Einschätzung des Gesundheitsamts hat es für die Patienten der Praxis nur ein sehr geringes Ansteckungsrisiko gegeben. Die Praxis bleibt voraussichtlich eine Woche geschlossen. Für Notfälle ist die Praxis unter (08272) 3010 zu erreichen.

    23. März, 8:00 Uhr: Ausgangsbeschränkung - Polizei in Nordschwaben trifft auf uneinsichtige Männer

    Von zwei Verstößen gegen die geltenden Ausgangsbeschränkungen berichtet die Polizei in Nordschwaben. Demnach hätten sich vier Männer am Sonntagabend (22.3.) in einem Garten in Höchstädt zu einer Grillparty getroffen. Weil sie auch ein Lagerfeuer entfachten, blieb das Treffen kein Geheimnis. Auf die Aufforderung der Polizei, die Party zu beenden, hätten die vier allerdings "uneinsichtig" reagiert. Sie müssen jetzt mit Anzeigen rechnen.

    In Lauingen, so der Polizeibericht, hatten sich währenddessen drei junge Männer vor einer Spielhalle verabredet, einer von ihnen hatte offenbar einen Schlüssel dazu. Die Folge der Polizeikontrolle: Platzverweis und Anzeige nach dem Infektionsschutzgesetz.

    22. März, 13:51 Uhr: Seit Freitag acht neue Fälle im Landkreis Aichach-Friedberg

    Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen im Landkreis Aichach-Friedberg liegt jetzt bei 39. Das teilte das Landratsamt mit. Etwa 300 Menschen befinden sich in Quarantäne. Während auf der einen Seite erste Personen aus der Quarantäne entlassen wurden, kamen auf der anderen Seite auch neue Quarantäne-Fälle dazu, heißt es in einer Mitteilung vom Sonntagmittag. Wie das Landratsamt weiter erklärte, gibt es im Landkreis mittlerweile Menschen, die infiziert waren und wieder gesund sind. Weitere Details dazu sollen morgen bekannt gegeben werden. Am Freitag lag die Zahl der bestätigten Infektionen noch bei 31.

    22. März, 10:49 Uhr: Nur wenige Verstöße gegen Ausgangsbeschränkungen

    In Schwaben sind in der Nacht einige wenige Gruppen wegen der geltenden Ausgangsbeschränkungen aufgelöst worden. Im Bereich des Präsidiums Schwaben Süd / West in Kempten wurden einige Menschen belehrt. Es gab außerdem eine kleinere Zahl von Platzverweisen, teilte das Präsidium mit. Ein Sprecher des Präsidiums Schwaben Nord in Augsburg erklärte, die Nacht sei sehr ruhig gewesen – auch wegen des kalten Wetters. Insbesondere an Tankstellen habe es kleinere Gruppen gegeben, die von der Polizei mit Belehrungen aufgelöst worden seien.

    22. März, 09:10 Uhr: Sechs neue Corona-Fälle in Augsburg

    In Augsburg gibt es nach Angaben des Gesundheitsamtes sechs weitere bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus. Die Zahl der bestätigten Fälle liegt damit bei 52.

    21. März, 22:10 Uhr: Corona-Fall bei Kuka in Augsburg

    Ein Augsburger Mitarbeiter des Roboterherstellers Kuka ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Auf Nachfrage des Bayerischen Rundfunks bestätigte das Unternehmen einen entsprechenden Zeitungsbericht. Der Mitarbeiter war nach Kuka-Angaben im Urlaub erkrankt und kam im Anschluss nicht mit Kollegen in Kontakt.

    21. März, 19:35 Uhr: Drei Kliniken im Allgäu bauen Zelte auf

    Vor den kommunalen Krankenhäusern in Immenstadt, Kempten und Mindelheim sollen Zelte die ambulante Notfallversorgung in der Region unterstützen. In Immenstadt wird das Zelt schon eingerichtet. In Kempten und Mindelheim laufen noch die Planungen.

    21. März, 13:34 Uhr: Erster Todesfall nach Corona-Infektion im Landkreis Dillingen

    Ein chronisch kranker Bewohner eines Pflegeheims im Landkreis Dillingen ist bereits am Donnerstag an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben. Das teilte das Landratsamt mit. Die Infektion sei nach dem Tod des Mannes am Freitag "labordiagnostisch bestätigt" worden.Die Übertragung des Virus auf den Verstorbenen sei demnach "offensichtlich über eine zwischenzeitlich positiv getestete Kontaktperson aus dem Kreis der Besucher" erfolgt. Die Einrichtung sei dennoch „mit einem spezifischen Hygieneplan auf die Epidemie so gut wie möglich vorbereitet“ gewesen.Das Gesundheitsamt ermittele nun die Kontaktpersonen beim Pflegepersonal. In Abstimmung mit der Regierung von Schwaben soll festgelegt werden, "ob und unter welchen Bedingungen weiter gearbeitet werden darf".Unabhängig von diesem Fall sei eine weitere Person positiv getestet worden, ein Reiserückkehrer aus Südtirol "mit milden Symptomen". Die Zahl der bestätigten Fälle im Landkreis Dillingen an der Donau steigt damit auf insgesamt acht.

    21. März, 13:17 Uhr: Augsburg nähert sich der Zahl von 50 Infizierten

    Das Gesundheitsamt der Stadt Augsburg verzeichnet drei weitere Corona-Fälle, teilte Stadt-Sprecher Stefan Sieber mit. Die Zahl der bestätigten Fälle von Corona-Infizierten im Stadtgebiet von Augsburg steigt damit auf insgesamt 46.

    20. März, 19.27 Uhr: Sieben weitere Corona-Infektionen im Lkr. Aichach-Friedberg

    Im Landkreis Aichach-Friedberg gibt es sieben weitere Corona-Infektionen. Das hat das zuständige Landratsamt mitgeteilt. Stand Freitagmittag sind es nun insgesamt 31. Die erkrankten Personen befinden sich laut Mitteilung in Quarantäne. Die Anzahl der Kontaktpersonen von Erkrankten, die sich in Quarantäne befinden, ist aktuell bei rund 300, heißt es weiter.

    Das Bürgertelefon des Landratsamtes Aichach-Friedberg (Tel. 08251 92 444) ist für medizinische Belange im Zusammenhang mit Covid 19 auch Samstag und Sonntag von 10 bis 13 Uhr erreichbar.

    20. März, 18.59 Uhr: Hochschule Augsburg geht bald in "sehr eingeschränkten" Betrieb

    Die Hochschule Augsburg geht ab Montag, 23. März 2020, in einen "sehr eingeschränkten Betrieb". Das hat die Universität mitgeteilt. In diesem Zeitraum dürfe die Hochschule Augsburg nicht mehr betreten werden. Ausgenommen seien Personen, die den Betrieb der Hochschule aufrechterhalten. Die 480 Beschäftigten arbeiten laut Mitteilung im Homeoffice und seien weiterhin für die Studierenden online und telefonisch erreichbar. Bis Montag, 20. April 2020, finden an der Hochschule Augsburg keine Präsenzveranstaltungen statt. Es gibt laut Universität stattdessen digitale Angebote. Wenn der normale Betrieb am 20. April, wie derzeit geplant, starten kann, würden die Studierenden fristgerecht ihre Noten bekommen, schreibt die Hochschule.

    20. März, 17.20 Uhr: Bücher elektronisch ausleihen in Neu-Ulm

    Die Stadtbücherei in Neu-Ulm hat aufgrund der Coronavirus-Pandemie geschlossen. Doch auch wenn eine Ausleihe vor Ort derzeit nicht möglich ist, müssen Kunden der Stadtbücherei nicht auf Ausleihen verzichten. Den Nutzern stehen nach wie vor elektronische Medien wie E-Books, E-Zeitschriften, E-Audios sowie E-Videos zur Verfügung. Diese können über die "Onleihe Schwaben" geliehen werden. Anmeldungen hierzu sind laut Stadt Neu-Ulm unkompliziert und jederzeit möglich: Einfach eine Mail an stadtbuecherei@neu-ulm.de schreiben und Vor- und Nachname, Adressdaten, Geburtsdatum und E-Mail-Adresse angeben. Nach Erhalt der Mail wird das Team der Bücherei die Anmeldung bearbeiten und entsprechende Zugangsdaten per Mail zur Verfügung stellen.

    20. März, 15.23 Uhr: Augsburgs Oberbürgermeister kündigt strikte Durchsetzung der Corona-Allgemeinverfügung an

    Augsburgs Oberbürgermeister Gribl hat die Maßnahmen, die der Freistaat am Mittag per Allgemeinverfügung angeordnet hat, gelobt. In einer im Netz gestreamten Pressekonferenz sagte er, durch diese klaren Verfügungen würden die Verhältnisse noch klarer. Die Stadt hatte nach seinen Worten bereits weitere Restriktionen auf lokaler Ebene vorbereitet. Sie hätten heute verkündet werden sollen, wenn nicht der Freistaat bayernweite Maßnahmen angeordnet hätte.

    Die Stadt hatte die Restriktionen für nötig erachtet, da sich "einige" Personen nicht an die Empfehlungen gehalten hatten. Gribl kündigte an, dass die Stadt die Allgemeinverfügung des Freistaates Bayern unter Einsatz der Polizeikräfte und des städtischen Ordnungsdienstes durchsetzen wird. Verstöße dagegen würden als Ordnungswidrigkeiten oder gar Straftaten geahndet.

    In der Stadt Augsburg gibt es momentan 43 nachgewiesene Corona-Infektionen. Unter den neun seit gestern hinzugekommenen Fällen ist eine Person mit schwerem Verlauf.

    20. März, 13.18 Uhr: SKM Augsburg passt Hilfsangebote an

    Der SKM Augsburg, der katholische Verband für soziale Dienste e.V. Augsburg, hat wegen der Corona-Krise seine Angebote den aktuellen Umständen angepasst. Existenzsichernde Hilfen des SKM würden aufrecht erhalten – nur eben mit gewissen Einschränkungen, so die Öffentlichkeitsreferentin des Verbands, Pia Haertinger.

    Die Wärmestube in der Klinkertorstraße bleibt geschlossen. Stattdessen gibt der SKM aber von neun bis zwölf Uhr am Eingang der Wärmestube Lunch-Pakete aus. Zu diesen Zeiten von Montag bis Freitag können die Klienten auch weiterhin duschen oder dringend benötigte Kleidung abholen.

    Die Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter des SKM bieten derzeit bevorzugt telefonische Beratung an. In dringenden Fällen können Hilfesuchende auch zum SKM kommen und sich im dortigen Innenhof persönlich, aber mit dem entsprechenden Sicherheitsabstand beraten lassen.

    Der SKM hat seinen Klienten außerdem ein Infoblatt über die aktuell notwendigen Maßnahmen zukommen lassen. Diese Information sei "vorrangiges Ziel" gewesen, so Öffentlichkeitsreferentin Haertinger.

    Änderungen betreffen auch das Übergangswohnheim für obdachlose Männer, das der SKM Augsburg im Auftrag der Stadt Augsburg betreibt. Dort würden die Abläufe immer wieder an die neuen Erkenntnisse angepasst. Die Aufenthaltsräume, die in den vergangenen Tagen geschlossen waren, wurden jetzt wieder geöffnet. Laut dem Leiter des Wohnheims, Knut Bliesener, hatten sich die Bewohner weiterhin auf ihren Zimmern in größeren Gruppen getroffen. Das sei schließlich auch nicht Ziel der Sache, so Bliesener.

    20. März, 12.47 Uhr: Die Zahl der Corona-Fälle im Landkreis Donau-Ries steigt auf 20

    Das Gesundheitsamt im Landkreis Donau-Ries meldet nun insgesamt 20 bestätigte Corona-Fälle. Deshalb würden nun vermehrt vorsorgliche Quarantänemaßnahmen gegenüber Kontaktpersonen verhängt, heißt es in einer Mitteilung des Landratsamtes.

    Wie eine Sprecherin des Landratsamtes mitteilt, sei ein Katastrophen-Team auf Anweisung des bayerischen Gesundheitsministeriums zurzeit damit beschäftigt, für den Ernstfall zusätzliche Bettenkapazitäten zu planen. So könnten Turnhallen in der Nähe der Krankenhäuser in Donauwörth, Nördlingen und Oettingen zu Notfall-Lagern werden. Auch werde geprüft, auf welchen freien Flächen, Zelte aufgestellt werden können. Die Sprecherin betont, dass es sich um eine Vorsichtsmaßnahme handle, in den Krankenhäusern im Landkreis würden erst wenige Corona-Fälle behandelt.

    20. März, 12.39 Uhr: Versorgung des Uniklinikums Augsburg mit desinfizierter Stationswäsche gesichert

    Entgegen anderslautender Gerüchte ist die krisensichere Versorgung mit desinfizierter Stationswäsche und Bekleidung für das Personal am Uniklinikum Augsburg gewährleistet. Dies hat Ines Lehmann, Pressesprecherin der Uniklinik, dem BR-Studio Schwaben auf Nachfrage bestätigt.

    Die Wäschelogistik des Uniklinikums managt eine Firma aus Österreich. Trotz Kontrollen, geschlossener Übergänge und kilometerlanger Staus dürften die LKW aber die Grenzen passieren. Grundlage dafür sei eine Erleichterung durch das Bundeswirtschaftsministerium, so Lehmann. An der Augsburger Uniklinik fallen täglich rund zehn Tonnen Wäsche an. Für den laufenden Betrieb sei die Versorgung essentiell, so Ines Lehmann.

    20. März, 12.30 Uhr: Bislang 31 Personen im Ostallgäu und Kaufbeuren positiv auf Corona getestet

    Im Landkreis Ostallgäu und der kreisfreien Stadt Kaufbeuren sind inzwischen 31 Personen positiv auf Corona getestet worden. Das teilte das Landratsamt Ostallgäu mit. Damit hat sich die Zahl der Infizierten seit Montag fast verdoppelt, da waren 16 Personen als infiziert gemeldet. Diese neuen Zahlen geben aber keine Auskunft darüber, ob alle Infizierten auch krank geworden sind oder wie schwer die Fälle sind. Die Fälle werden einfach addiert, Genesene werden nicht abgezogen.

    20. März, 11.06 Uhr: Eröffnung der Bayerischen Landesausstellung verschoben

    Wegen des Coronavirus wird die Eröffnung der Bayerischen Landesausstellung 2020 "Stadt befreit. Wittelsbacher Städtegründer" in Aichach und Friedberg verschoben. Das teilte Wissenschafts- und Kunstminister Bernd Sibler mit. Die Eröffnung war für den 28. April geplant. Wann sie nun stattfinden wird, steht noch nicht fest.

    20. März, 10.43 Uhr: Landestheaters Schwaben führt Streaming-Angebot ein

    Die Theatermacher am Landestheater Schwaben in Memmingen haben während der Coronavirus bedingten Schließung einen neues Projekt auf Youtube: Unter "landestheater@home" werden jeden Tag von einem Mitglied des Ensembles entweder ein kleiner Text oder ein Gedichte vorgetragen. "Wir erzählen weiter Geschichten in einer sicherlich krisenhaften Zeit, um Mut zu machen.", sagte Kathrin Mädler, die Intendantin des Landestheaters dem BR. Das Angebot kann entweder über die Internetseite des Landestheaters www.landestheater-schwaben.de oder direkt auf Youtube gesucht werden.

    20. März, 10.17 Uhr: Neun neue Corona-Infektionen in Augsburg bestätigt

    In Augsburg ist die Zahl der Corona-Fälle weiter gestiegen. Laut Gesundheitsamt sind neun weitere Infektionen bestätigt. Den Angaben zufolge handelt es sich um die bislang höchste Anzahl an Neuinfektionen innerhalb eines Tages seit Nachweis des ersten Corona-Falles in Augsburg am 6. März. Insgesamt sind im Stadtgebiet 43 Menschen nachweislich mit dem Virus infiziert worden.

    20. März, 10.00 Uhr: Bistum Augsburg reagiert mit TV-Gottesdiensten auf Corona

    Nach der Absage öffentlicher Gottesdienste reagiert das Bistum Augsburg mit TV-Gottesdiensten. Sie werden Sonntags ab 10 Uhr und an den übrigen Wochentagen ab 19 Uhr übertragen und von Bischof Betram Meier geleitet.

    20. März, 09.55 Uhr: Augsburger Frühjahrsdult fällt wegen Corona aus

    Wegen des Coronavirus fällt in diesem Jahr auch die Augsburger Frühjahrsdult im gesamten Zeitraum vom 11. bis zum 26. April aus. Das teilte die Stadt Augsburg mit. Überlegungen für einen späteren Beginn gibt es nach Angaben der Stadt derzeit nicht.

    20. März, 09.14 Uhr: Memmingen will Liste mit Lieferdiensten veröffentlichen

    Die Stadt Memmingen will eine Liste mit lokalen Unternehmen, die einen Lieferdienst anbieten, veröffentlichen. Dazu bittet sie alle Läden, die jetzt wegen der Coronakrise Waren ausliefern, sich zu melden - möglichst mit Angaben zur Branche und den Bestellmodalitäten. Dei Stadt bitte um Kontakt per E-Mail an wirtschaftsfoerderung@memmingen.de.

    20. März, 08.40 Uhr: Studienorientierungstag an der Hochschule Augsburg findet online statt

    Wegen der Corona-Krise hält die Hochschule Augsburg ihren Studienorientierungstag in diesem Jahr online ab. Am Freitag, den 27. März 2020, können sich Interessenten an einem virtuellen Infostand über das Angebot informieren. Wer teilnehmen will, muss sich vorher dafür registrieren. Informationen dazu gibt es auf den Internetseiten der Hochschule Augsburg.

    20. März, 08.10 Uhr: Acht Grenzübergänge von Schwaben nach Österreich

    In Schwaben sollen bis auf Weiteres acht Grenzübergänge nach Österreich geöffnet bleiben. Das geht aus einer Aufstellung hervor, die die Bundespolizei am Morgen veröffentlichte.

    Bundespolizei und Landespolizei kontrollieren an den Übergängen an der A96, an der A7, an der B17 bei Füssen, an der B19 bei Oberstdorf, an den Grenzübergängen Balderschwang, Jungholz und Lindau Ziegelhaus sowie am Bahnhof von Lindau. Alle anderen Übergänge im Bereich der Bundespolizei in Kempten sind bereits geschlossen oder werden geschlossen.

    Die Bundespolizei bittet alle Reisenden, Ausweisdokumente und eine Pendlerbescheinigung oder Nachweise für eine dringende Ausnahme griffbereit zu haben.

    20. März, 06.33 Uhr: Nur wenige Verstöße Corona-Beschränkungen

    In Schwaben hat es in der Nacht nur wenige kleinere Verstöße gegen die in Zusammenhang mit dem Coronavirus erlassenen Beschränkungen gegeben. Im Stadtgebiet von Augsburg habe die Polizei im Laufe der Nacht zwei oder drei Mal Gruppen von Jugendlichen aufgelöst, teilte ein Sprecher des Präsidiums Schwaben Nord am Morgen mit. Die Beamten mussten dabei keine Platzverweise erteilen. Weitere Verstöße gegen die Allgemeinverfügung im Zuständigkeitsbereich des Präsidiums sind nicht bekannt. Auch im Bereich des Präsidiums Schwaben Süd/West in Kempten hat es im Zusammenhang mit der Allgemeinverfügung wegen des Coronavirus jedenfalls keine größeren Einsätze gegeben. Das teilte ein Sprecher des Präsidiums in Kempten mit.

    19. März, 20.32 Uhr: Corona-Test-Station in Senden ab Freitagmittag

    Der Landkreis Neu-Ulm startet am Mittag in Senden ein Corona-Test-Zentrum als Drive In. Das Angebot richtet sich an Menschen mit Krankheitssymptomen, für die ein Verdacht besteht, dass sie am Coronavirus erkrankt sind. Sie müssen selbstständig zur Teststation fahren können. Getestet werden nur von der KVB ausgewählte Patienten. Alle anderen erhalten keinen Zugang und können nicht getestet werden. Bei Menschen, die nicht mobil sind und so schwere Symptome zeigen, dass sie nicht zur Teststation fahren können, kommt weiterhin ein Arzt über den KVB-Fahrdienst ins Haus, um dort einen Abstrich für den Corona-Test zu nehmen.

    19. März, 17.40 Uhr: Acht Corona-Fälle in Memmingen

    Im Stadtgebiet Memmingen gibt es aktuell acht Personen mit einer bestätigten Corona-Infektion. Der erste Fall in Memmingen ist am 14. März 2020 aufgetreten. Wer nach Aufenthalt in einem Risikogebiet Krankheitssymptome zeigt oder Kontakt mit einer infizierten Person hatte, soll sich bitte beim Hausärztlichen Notdienst unter der Nummer 116 117 oder beim städtischen Gesundheitsamt unter der Nummer 08331/96687-0 melden. Am Telefon werden Betroffene über die weiteren Maßnahmen informiert.

    19. März, 17:38 Uhr: Zahl der Corona-Infektionen im Landkreis Dillingen steigt

    Die Zahl der Corona-Infektionen im Landkreis Dillingen ist um drei weitere Fälle gestiegen. Es handelt sich dabei um zwei Kontaktpersonen zu bereits bestätigten Fällen außerhalb des Landkreises und um einen Reiserückkehrer aus den USA. Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit bei den Betroffenen die Kontaktpersonen und veranlasst die gebotenen Maßnahmen.

    19. März, 16:32 Uhr: Besuchsverbot in Augsburger Heimen und Kliniken

    Am morgigen Freitag (20.3.) tritt in Augsburg ein Besuchsverbot für Altenheime und Krankenhäuser in Kraft. Augsburgs Ordnungsreferent Dirk Wurm verlas die Verfügung während einer Pressekonferenz der Stadt. Entsprechende Einrichtungen dürfen nicht mehr betreten werden. Das gilt bis zum 19. April. Ausnahmen sind in Notfällen bei telefonischer Anmeldung möglich.

    19.März, 16.19 Uhr: Wörishofer "Kneippianum" als Corona-Notklinik im Gespräch

    Paul Gruschka, Bürgermeister von Bad Wörishofen, hat das leerstehende "Kneippianum" als Corona-Klinik ins Spiel gebracht. Der Träger des Gebäudes - der Orden der Barmherzigen Brüder, habe den Vorschlag bereits geprüft. Nach knapp zwei Jahren Leerstand sei das ehemalige Kurhaus derzeit zwar als "nicht bewohnbar" zu bezeichnen. Sollte allerdings das Gesundheitsministerium das Gebäude trotz der Mängel nutzen wollen, würde der Orden einer Nutzung zustimmen. Gruschka wörtlich: "Dies wäre eine Nutzung ganz im Sinne von Pfarrer Kneipp."

    19. März, 15.29 Uhr: Wohnbaugruppe Augsburg stellt Mietern Unterstützung in Aussicht

    Mieter der städtischen Wohnbaugruppe Augsburg (WBG), die durch Auswirkungen von Corona in Zahlungsschwierigkeiten geraten, können mit Unterstützung durch die WBG rechnen. Unternehmenssprecherin Andrea Wolf sagte dem BR: "Die WBG ist als sozialverpflichtetes, kommunales Unternehmen ohnehin immer bemüht, mit unseren MieterInnen gemeinsam eine Lösung zu finden, wenn diese Schwierigkeiten haben, die Miete zu zahlen. Insbesondere in der aktuellen Situation werden wir in jedem Einzelfall versuchen, belastbare Vereinbarungen zu schließen." Die Wohnbaugruppe ist ein städtisches Tochterunternehmen und der größte Vermieter in der Stadt. Die WBG bewirtschaftet in Augsburg rund 10.000 Wohnungen für rund 20.000 Menschen.

    19. März, 13.17 Uhr: Stadt Augsburg würde notfalls Ausgangssperre verhängen

    Wegen der Ausbreitung des Coronavirus schließt Augsburgs Oberbürgermeister Kurt Gribl eine Ausgangssperre in Augsburg nicht aus. Derzeit sieht die Stadtverwaltung keinen Anlass für eine solche Maßnahme. Man würde eine Ausgangssperre aber erlassen, falls es in der Stadt eine deutliche Erhöhung des Infektionsrisikos geben sollte, oder falls die derzeit verordneten Einschränkungen nicht befolgt werden sollten. Das erklärte der OB auf Nachfrage von Journalisten während einer per Livestream übertragenen Pressekonferenz der Stadt. "Wir wollen das nicht, werden aber davon Gebrauch machen, wenn es nötig ist" erklärte Gribl.

    19. März, 12.25 Uhr: Donau-Ries-Kliniken stoppen ab sofort alle Patientenbesuche

    Die Donau-Ries-Kliniken stoppen zum Schutz gegen Corona-Infektionen ab sofort alle Patientenbesuche. Betroffen sind damit alle drei Klinik-Standorte in Donauwörth, Nördlingen und Oettingen. Bereits zuvor gab es einen Besuchsstopp in den Altenheimen des gemeinsamen Kommunalunternehmens (gKU) in Trägerschaft des Landkreises Donau-Ries. Die Altenheime befinden sich in Nördlingen, Wemding, Monheim und Rain.

    In einer Mitteilung begründet der Klinik-Chef Jürgen Busse die Maßnahme damit, dass man die Patienten vor einer Corona-Infektion schützen müsse. Die bisher eingeschränkten Besuchszeiten könnten nicht mehr aufrechterhalten werden: "Der Aufwand für die Gesundheitskontrolle an den Eingängen und die Steuerung der Besucherströme war zu aufwändig. Wir brauchen jetzt alle Mitarbeiter zur Vorbereitung weiterer Schutz- und Behandlungsmaßnahmen und zur Aufrechterhaltung des Krankenhausbetriebs", so Busse in der Mitteilung.

    19. März, 11:05 Uhr: Vier weitere Corona-Fälle in Augsburg bestätigt

    Vier weitere Menschen in Augsburg sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Damit sind in Augsburg aktuell 34 Covid-19-Fälle bestätigt. Das teilte die Stadt am Donnerstagvormittag (19.03.2020) mit.

    19. März, 08.49 Uhr: Plakataktion in Augsburg fordert: Abstand halten!

    Abstand halten ist aktuell wichtig, um sich und andere zu schützen. Um Bürgerinnen und Bürger an so vielen Orten wie möglich daran zu erinnern, stellt die Stadt Augsburg Plakate zur Verfügung. In A3 oder A4 können die Schilder, die dazu auffordern den Mindestabstand von 1.50 Meter einzuhalten, unter augsburg.de heruntergeladen werden.

    19. März, 07.37 Uhr: Tirol stellt Gemeinden unter Quarantäne

    Das gesamte österreichische Bundesland Tirol wurde wegen der Ausbreitung des Coronavirus unter Quarantäne gestellt. "Wir erlassen Quarantäneverordnungen für alle 279 Tiroler Gemeinden. Das bedeutet: Die Gemeinde darf nur dann verlassen werden, wenn es um die Deckung der Grundversorgung geht, um die Daseinsvorsorge oder um zur Arbeit zu kommen – und dann nur zum nächstgelegenen Ort", teilte Tirols Landeschef Günther Platter am Mittwochabend via Facebook mit. "Sofern es einen Arzt, eine Apotheke, einen Lebensmittelhandel und eine Bank im Ort gibt, darf die Gemeinde für diese Zwecke nicht verlassen werden."

    18. März, 19.00 Uhr: Polizei in Schwaben überwacht Corona-Maßnahmen

    Die Polizei in Schwaben überwacht die Einhaltung der Corona-Maßnahmen. Beamte im Bereich Schwaben Süd/West haben bereits vereinzelt Platzverweise ausgesprochen, wie das Präsidium mitgeteilt hat. Es habe sich um Personen gehandelt, die sich an Orten wie Spielplätzen oder Freizeiteinrichtungen aufgehalten hätten. Michael Jakob vom Polizeipräsidium Schwaben Nord wies darauf hin, dass die Polizei gezielt unterwegs ist, um die Verfügung zu überwachen. Er betonte, dass trotz der umfangreichen Maßnahmen die Polizei in Nordschwaben weiterhin zu erreichen ist und in Notfällen nach wie vor sofort helfen kann.

    18. März, 17.07 Uhr: Corona-Krise in Allgäuer Partnerstädten: "Aus Erfahrungen in Italien lernen"

    Füssen im Ostallgäu will aus den Erfahrungen ihrer italienischen Partnerstadt Cremona in der Lombardei lernen. Das hat Claudia Gaiotti, die sich um die Städtepartnerschaften Füssens kümmert, dem BR mitgeteilt. Die Lombardei in Norditalien ist in Europa besonders schwer vom Coronavirus betroffen. Im April sei eine Reise nach Cremona geplant gewesen, diese wurde abgesagt. Gaiotti habe vor etwa einem Monat von einer Kollegin aus der italienischen Stadt erfahren, dass es damals nur vier Infizierte gegeben habe, nun seien es über 400. Das Krankenhaus sei überfordert, nicht nur das in Cremona selbst, sondern auch die Einrichtungen in den Dörfern. Deshalb müsse man aus der Erfahrung Italiens lernen, um einen Notstand in Krankenhäusern hierzulande zu verhindern. Auch andere Allgäuer Städte haben Partnerschaften mit Städten in Italien. Kaufbeuren zum Beispiel hat ebenfalls Treffen mit der italienischen Stadt Ferrara in Oberitalien abgesagt. In Memmingen steht erst im August ein Treffen mit der Partnerstadt Teramo in den Abruzzen an. Im Moment sei die Stadt im Allgäu aber ohnehin genug mit sich selbst beschäftigt, wie ein Mitarbeiter sagt.

    18.März, 15.05 Uhr: FC Memmingen hat wegen Corona finanzielle Schwierigkeiten

    Beim FC Memmingen haben sie wegen der Pause im Spielbetrieb jetzt drastische Maßnahmen ergriffen. Das Präsidium hat beschlossen, dass alle "veränderbaren Zahlungen" ab sofort eingestellt werden. Das betrifft unter anderem Spieler- und Trainergehälter, Ehrenamtspauschalen und Ausbildungsentschädigungen für Übungsleiter im Jugendbereich. Sie alle sollen demnach kein Geld mehr bekommen. Die Betroffen würden per E-Mail ausführlich informiert, die Mail ist nach Angaben des Vereins mit einem Appell an die Solidarität aller, auch derer, die bestehende Verträge haben, versehen. Diese Entscheidung betrifft nach Angaben der Vereinsführung alle Mannschaften des FC Memmingen von den Bambinis bis zur ersten Herrenmannschaft. "Dies ist ein einschneidender Schritt. Aber nur mit der maximalen Reduzierung der Ausgaben kann die Überlebensfähigkeit des FC Memmingen gewährleistet werden. Dies ist das einzige Kriterium für unsere Entscheidungen, um größtmöglichen Schaden abzuwenden“, erklärt der Präsident des FC Memmingen, Armin Buchmann. Die FCM-Verantwortlichen seien zum Schluss gekommen, dass in den nächsten Wochen oder Monaten aus Verantwortung und gesundheitlicher Vorsorge heraus, Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen kein Trainingsbetrieb zugemutet werden kann.

    18. März, 14.34 Uhr: Erster Corona-Fall im Landkreis Dillingen

    Im Landkreis Dillingen gibt es jetzt auch einen ersten bestätigten Corona-Fall. Das teilt das Landratsamt mit. Die betroffene Person hat sich laut Mitteilung bis zwei Tage vor dem Ausbrechen der Erkrankung in einem vom Robert-Koch-Institut erklärten Risikogebiet aufgehalten. Unabhängig von diesem Fall stünden im Landkreis Dillingen aktuell 36 Personen als Kontaktpersonen zu anderen Infizierten unter Quarantäne. In den letzten Tagen hatte es Gerüchte gegeben, im Landkreis Dillingen gebe es nur deshalb noch keinen bestätigten Corona-Fall, weil das Gesundheitsamt zu wenig testen würde. Diesem Vorwurf widerspricht die Leiterin des Gesundheitsamtes, Uta-Maria Kastner, in der Mitteilung erneut und verweist auf die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts, welche Personen- bzw. Risikogruppen vorrangig getestet werden sollen.

    18. März, 12.17 Uhr: Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen im Allgäu schließen – Touristen müssen sofort abreisen

    Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen im Allgäu schließen, Touristen müssen noch heute abreisen. Das teilte die Allgäu GmbH soeben mit. Die Allgäuer Gastgeber folgen damit der bayerischen Allgemeinverfügung von gestern und vorgestern, die besagt, dass der Betrieb von Hotels und Beherbergungsbetrieben und die Zurverfügungstellung jeglicher Unterkünfte zu privaten touristischen Zwecken untersagt wird. Ausgenommen sind hiervon Hotels und Pensionen, die ausschließlich Geschäftsreisende und Gäste für nicht private touristische Zwecke aufnehmen.

    18. März, 12.08 Uhr: Schülerbetreuung in Augsburg nur wenig gefragt

    Die Kinderbetreuung an Augsburgs Grund- und Mittelschulen wird nicht so stark in Anspruch genommen, wie das beim staatlichen Schulamt zunächst befürchtet wurde. Im Zuge der Corona-Krise wurden an allen 36 Grund-, den 14 Mittelschulen und den neun so genannten Vollschulen (Grund- und Mittelschule) Schülerbetreuungen eingerichtet, an lediglich 19 davon wird diese aber auch aktiv durchgeführt, erklärte Markus Wörle vom staatlichen Schulamt in Augsburg

    18. März, 11.35 Uhr: 19 Fälle im Unterallgäu – Test in Drive In nur nach Aufforderung

    Im Landkreis Unterallgäu sind inzwischen 19 Personen positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Ein Patient wird derzeit isoliert in der Klinik in Mindelheim behandelt. „Jeder kann dazu beitragen, dass sich das Corona-Virus langsamer ausbreitet“, sagt Ludwig Walters, Leiter des Unterallgäuer Gesundheitsamts. Dazu sollte jeder seine persönlichen Kontakte auf das Nötigste reduzieren. Walters bittet um Verständnis, dass nicht jeder, der befürchtet, am Corona-Virus erkrankt zu sein, getestet werden kann. „Getestet werden nur Personen, die aus Risikogebieten zurückgekehrt sind und entsprechende Symptome aufweisen oder Menschen, die mit infizierten Personen Kontakt hatten.“ Deshalb dürfen den Drive-In-Schalter für die Corona-Tests des Landratsamts nur Personen anfahren, die vorab vom ein entsprechendes Ticket mit einer Nummer erhalten haben.

    18. März, 10.50 Uhr: Acht neue Corona-Fälle in Augsburg

    Acht weitere Personen in Augsburg wurden positiv auf das Coronavirus getestet, das hat die Stadt Augsburg mitgeteilt. Damit steigt die Zahl in der Stadt auf 30 bestätigte COVID-19-Fälle. Bei den acht neuen Personen handelt es sich um Kontaktpersonen bestätigter Fälle und Reiserückkehrer aus unterschiedlich Gebieten.

    18. März, 10.40 Uhr: Augsburger Gerichte versuchen Publikumsverkehr zu minimieren

    Am Landgericht Augsburg wird wegen des Coronavirus versucht, den Geschäftsbetrieb zu minimieren. Nur notwendige Verfahren sollen stattfinden, so Geschäftsleiter Alfred Schwarz. Ob und wann Gerichtstermine stattfinden, entscheiden die Richterinnen und Richter im Einzelfall. Das Gericht verzichtet auf vermeidbaren Publikumsverkehr, aber die Gerichtsverfahren bleiben öffentlich. Die Zahl der Zuschauer wird gegebenenfalls reduziert. Am Amtsgericht Augsburg sind die Beratungshilfestelle, die Grundbucheinsichtsstellte und der Bürgerservice Nachlass vorübergehend für Besucher geschlossen. Hier kann man seine Anliegen aber schriftlich einreichen.

    18. März, 10.03 Uhr: Gerichte im Allgäu reagieren auf Corona

    Bei den Gerichten im Allgäu wird wegen des Coronavirus jetzt geprüft, welche Verhandlungen und Gerichtstermine verschoben werden können. In Memmingen und Kaufbeuren entscheiden die Richter im Rahmen der richterlichen Unabhängigkeit, ob die Sitzungen stattfinden. In Kempten werden viele Zivilsachen abgesetzt oder verlegt. Die Verhandlungen in Strafsachen finden überwiegend statt.

    18. März, 09.19 Uhr: Kleinere Grenzübergänge im Allgäu geschlossen

    Im Allgäu sind derzeit die kleineren Grenzübergänge nach Österreich gesperrt. An den größeren Übergängen an der A7 und der A96 wird kontrolliert. Das teilte die Bundespolizei in Kempten auf Anfrage des BR mit. Eine Sprecherin begründete die Schließung mit einsatztaktischen Erwägungen und der Notwendigkeit Schwerpunkte zu setzen. Berufspendler kommen wegen der gesperrten Übergänge nur auf Umwegen über die Grenze.

    17. März, 18.17 Uhr : Angst vor Corona-Infektionen: Viele Tafeln schließen

    Die Ausbreitung des Coronavirus wirkt sich auf die Tafeln in Schwaben und Oberbayern aus. Der Betrieb des Vereins Tafel Augsburg e.V. geht vorerst weiter. Die Caritas dagegen hat die Abgabe von Lebensmitteln an Bedürftige vielerorts eingestellt.

    17. März, 18.07 Uhr: So leidet die Wirtschaft in der Region unter Corona

    Im Bezirk Schwaben leiden die Branchen Gastgewerbe, Reisewirtschaft und Tourismus am meisten unter den Folgen der Corona-Krise. Das erklärte Dr. Marc Lucassen, Hauptgeschäftsführer der IHK Schwaben, auf einer Pressekonferenz zu den Folgen von Corona auf die regionale Wirtschaft. Starke Einschränkungen seien durch den Katastrophenfall im Bereich der Lieferketten zu verzeichnen, auch die Industrie würde die Folgen auf dem Absatzmarkt deutlich spüren. Zudem seien besonders kleine und mittlere Unternehmen von der Krise betroffen – darauf zielten auch die Maßnahmen von Bund und Land ab, die jetzt beschlossen wurden. Entscheidend, so Lucassen, sei jetzt die schnelle und unbürokratische Umsetzung dieser Maßnahmen: „Gut gemeint sei noch nicht gut gemacht.“ Die Restriktionen seien zwar massiv – aber jede Krise sei auch eine Chance. Die Wirtschaft müsse die Herausforderung annehmen. Diese Krise werde die Wirtschaft hierzulande dauerhaft verändern.

    17. März, 17.52 Uhr: Neu-Ulm ruft medizinisches Personal auf, sich zu melden

    Der Landkreis Neu-Ulm ruft alle Menschen, die über medizinische oder pflegerische Sachkenntnisse verfügen - und derzeit nicht im Gesundheitssektor arbeiten - auf, sich zu melden. So rechnet auch der Landkreis mit einer weiteren Verbreitung des Coronavirus. Um das Gesundheitssystem und die Kräfte, die bereits im Einsatz sind, zu verstärken, wendet sich der Einsatzstab am Landratsamt Neu-Ulm daher frühzeitig an seine Landkreisbewohner.

    Die entsprechend qualifizierten Menschen werden gebeten, sich bei den Kreis-Kliniken unter der Telefonnummer 07309/870-1511 zu melden. Besonders Ärztinnen und Ärzte oder Pflegekräfte im Ruhestand, in Elternzeit, im Studium oder in Ausbildung werden vom Landkreis gesucht. Sie könnten das Personal in den Krankenhäusern oder Praxen verstärken, unterstützen und entlasten. Es geht laut Landratsamt nicht um einen sofortigen Einsatz, sondern um die Vorbereitung für eine Lage, die den verstärkten Einsatz medizinisch erfahrener Kräfte gegebenenfalls erforderlich macht.

    17. März, 17.20 Uhr: Schutzkleidungsmangel: Vertreiber aus Buchloe hofft auf Entspannung

    Medizinische Schutzkleidung ist wegen der Corona-Krise derzeit weltweit Mangelware. Vergangene Woche hatte das Unternehmen Franz Mensch GmbH aus Buchloe, das unter anderem Mundschutz- und Atemschutzmasken importiert und vertreibt, noch vor einem massiven Notstand gewarnt. Nachdem China nun den Exportstopp für diese Waren aufgehoben hat, rechnet das Unternehmen mit einer Entspannung und erwartet eine große Lieferung mit Mundschutz und Atemschutzmasken.

    17. März 17.10 Uhr: FC-Augsburg-Fanclub will in Corona-Krise helfen

    Der FC-Augsburg-Fanclub "Ulrich Biesinger Tribüne e.V." möchte in der Corona-Krise bedürftigen und gefährdeten Menschen helfen. Wer Unterstützung in der Bewältigung des eingeschränkten Alltags benötigt, könne sich per Anruf, SMS oder Whatsapp unter 0170- 4961167 an die Organisatoren wenden, erklärte der FC Augsburg in einer Presseerklärung. Es

    17. März, 11.10 Uhr: Drive-In-Schalter für Corona-Tests in Mindelheim

    Das Unterallgäuer Landratsamt in Mindelheim richtet ab heute Nachmittag (14 Uhr) einen Drive-In-Schalter für Corona-Schnelltests ein. Die Teststation ist für Reiserückkehrer mit Krankheitssymptomen sowie für Kontaktpersonen von infizierten Menschen vorgesehen. Diese Personengruppen können vom Gesundheitsamt eine Nummer erhalten, mit der sie dann für einen Test zugelassen werden. Wer zu einer der beiden genannten Risikogruppen gehört, kann sich unter der Telefonnummer 08261 995 406 beim Gesundheitsamt melden. Die Teststation steht beim Kreisbauhof in der Landsberger Straße 45.

    17. März, 11.05 Uhr: Zwei neue Fälle in Augsburg

    In Augsburg wurden zwei weitere Menschen positiv auf das Coronavirus getestet. Das teilte die Stadt mit. Die Zahl der bestätigten Infektionen in Augsburg steigt damit auf 22.

    17. März, 10.26 Uhr: AVV stellt Nachtbuslinien in der ganzen Region ein

    Der Augsburger Verkehrsverbund stellt ab sofort seine Nachtbuslinien ein. Betroffen sind sowohl die Nachtbusse, die im Raum Augsburg Stadtteile und Nachbargemeinden verbinden, als auch die Verbindungen in die Region etwa nach Aindling, Dinkelscherben und Untermeitingen. Seit gestern fahren alle Busse und Straßenbahnen im Verbundgebiet nach dem reduzierten Ferienfahrplan. Alle Verbindungen, die in den Fahrplänen mit einem "S" für Schülerverstärkerfahrten gekennzeichnet sind, fallen aus.

    17. März, 10 Uhr: Noch kein Corona-Fall im Landkreis Dillingen - getestet wird selbstverständlich trotzdem

    Der Landkreis Dillingen gehört zu den wenigen Landkreisen in Bayern, in denen es noch keinen bestätigten Corona-Fall gibt. Das führt offenbar dazu, dass vermehrt Gerüchte aufkommen, dass im Landkreis nicht ausreichend getestet wird. Dem widerspricht ein Sprecher des Landratsamts vehement: Im Krankenhaus, im Gesundheitsamt und auch durch den Ärztlichen Bereitschaftsdienst seien bereits zahlreiche Tests durchgeführt worden. Allerdings, wie anderswo auch,  nur in begründeten Verdachtsfällen: Die Labore hätten nur begrenzte Kapazitäten, und es sei wichtig, dass Kranke mit einem hohen Risiko einer Erkrankung in der Diagnostik Vorrang hätten. Ein Mitarbeiter einer Lauinger Firma wurde positiv getestet, er wohnt aber im Landkreis Heidenheim.

    16. März, 16:23 Uhr: Gemeinde Heimenkirch vermittelt Hilfe für Risikogruppen wegen Corona-Virus

    Die Gemeinde Heimenkirch will Menschen, die durch das Corona-Virus besonders gefährdet sind, Hilfsangebote von Gemeindebewohnern und örtlichen Unternehmen vermitteln. In einer Mitteilung heißt es, ältere und erkrankte Bürger seien bei Besorgungen und dergleichen auf Unterstützung angewiesen. Falls sich Menschen aus Heimenkirch in dieser Situation befinden und nicht auf Dritte zurückgreifen können, sollen sie sich im Rathaus melden. Zugleich bittet die Gemeinde  Einwohner aus Heimenkirch, die Angehörigen von Risikogruppen helfen wollen, sich ebenfalls im Rathaus zu melden. Auch Gastronomiebesitzer und Supermärkte, die Essen und weitere lebensnotwendige Produkte nach Hause liefern wollen, sollen sich an die Rathausmitarbeiter wenden. Diese würden Hilfesuchende und Hilfeanbietende dann zusammenzubringen. Wichtig: Kontakt laut Mitteilung der Gemeinde nur per Mail und Telefon, Besuche im Rathaus sind – soweit möglich – zu vermeiden.

    16. März, 15:23 Uhr: Zehn Infizierte im Landkreis Neu-Ulm

    Im Landkreis Neu-Ulm sind aktuell insgesamt zehn Fälle für eine Erkrankung am neuen Coronavirus SARS-CoV-2 gemeldet. Eine Person befindet sich in stationärer Behandlung.

    16. März, 14:43 Uhr: Dillinger OB Kunz: Betreten der Spielplätze verboten - sonst Polizei

    Die Stadt Dillingen sagt alle städtischen Veranstaltungen ab, auch alle städtischen Einrichtungen sind geschlossen, alle Kurse der VHS abgesagt. Das teilt Oberbürgermeister Frank Kunz in einer Videobotschaft mit. Er weist auch daraufhin, dass alle Spielplätze in Bayern gesperrt seien, das Betreten sei verboten. Die Bürger sollten auch nicht zögern, die Polizei zu verständigen, wenn sie Personen auf einem Spielplatz sähen. Die Lage werde sich jetzt jeden Tag verändern, was heute festgelegt werde, könne morgen schon verschärft werden. Damit müsse man umgehen, dürfe aber auch nicht in Panik oder Angst verfallen, so der Dillinger Oberbürgermeister Frank Kunz weiter.

    16. März, 13:34: Coronavirus: Insgesamt 20 Fälle in Augsburg bestätigt

    Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus in Augsburg ist übers Wochenende auf 20 gestiegen. Neun Augsburger wurden am Samstag (14.03.2020) und Sonntag (15.03.2020) positiv auf den Virus getestet. Das teilte die Stadt am Montagmittag mit.

    16. März, 13:09 Uhr: Stau wegen der Einreisegrenzkontrollen an der Grenze bei Lindau

    Wegen der Einreisegrenzkontrollen der deutschen Bundespolizei in Zusammenhang mit dem Corona-Virus kommt es im Bereich Lindau zu kilometerlangen Staus. In einer Mitteilung der Landespolizeidirektion Vorarlberg heißt es, die Rückstauungen auf der Rheintalautobahn A14 reichten bis zur knapp zwanzig Kilometer entfernten Ausfahrt Dornbirn-Süd. Auch die Nebenstraßen sind demzufolge von der Staubildung betroffen, da auch die kleinen Grenzübergänge nach Deutschland kontrollierten werden. Die Polizei rät deshalb, sofern möglich, keine Fahrten nach Deutschland zu machen.

    16. März, 13:07 Uhr: Deutsche Bahn stellt Regionalverkehr nach Tirol ein

    Die Bahn hat den grenzüberschreitenden Regionalverkehr zwischen Bayern und Tirol eingestellt. Wie die Bahn mitteilte, ist weder Zug- noch Busverkehr möglich. Züge der DB Regio in Richtung Seefeld in Tirol und Innsbruck Hbf enden in Mittenwald. Zwischen den österreichischen Bahnhöfen Scharnitz und Innsbruck Hbf verkehren Züge der ÖBB. Die DB-Regionalzüge aus Richtung Garmisch-Partenkirchen und in Richtung Reutte in Tirol enden in Griesen. Auf österreichischer Seite ist zwischen Ehrwald Zugspitzbahn und Reutte in Tirol ein Schienenersatzverkehr eingerichtet worden. Die DB-Regionalzüge aus Richtung Kempten Hbf und in Richtung Reutte in Tirol enden in Pfronten-Steinach. Auf österreichischer Seite ist ein Schienenersatzverkehr zwischen Vils und Reutte in Tirol eingerichtet worden.

    16. März, 12:00 Uhr: Zoo Augsburg wegen Katastrophenfall ab Dienstag geschlossen

    Nachdem Ministerpräsident Söder den Katastrophenfall ausgerufen hat, bleibt ab Dienstag, den 17.03. auch der Augsburger Zoo geschlossen. Nach Angaben des Zoos ist noch offen, wie lange die Schließung dauern wird. Bereits gebuchte Veranstaltungen wie Kindergeburtstage, Tierkontakte, Führungen, und Ähnliches sind bis Ostern abgesagt.

    16. März, 12:00 Uhr: Bistum Augsburg sagt Gottesdienste ab

    Im Bistum Augsburg sind alle öffentlichen Gottesdienstfeiern abgesagt. Wie das Bistum mitteilte, gilt die Regelung vorerst bis zum Freitag, 03.04.2020. Das Bistum bittet die Gläubigen, Gottesdienstübertragungen in Fernsehen, Radio oder Internet zu verfolgen. Als Ort für persönliche Gebete sollen die Kirchen nach Möglichkeit zu den gewohnten Zeiten geöffnet bleiben.

    16. März, 9:00 Uhr: Grenzen zu Österreich geschlossen

    Seit dem Morgen werden in Schwaben die Grenzübergängen am Grenztunnel A 7 bei Füssen und an der A 96 bei Lindau kontrolliert. Auch die vielen kleinen Grenzübergänge sollen überwacht werden, dazu gehören zum Beispiel die Übergänge Pfronten-Steinach, Oberreute, Balderschwang-Hittisaus oder Füssen Ziegelwies. Die Bundespolizeiinspektion Kempten übernimmt die Kontrollen gemeinsam mit den Kollegen der zuständigen Polizei-Dienststellen.

    14. März, 12:30 Uhr: Augsburg bestätigt elften Infektionsfall

    In der Bezirkshauptstadt gibt es jetzt elf Patienten mit einer bestätigten Corona-Infektion. In einer Pressemitteilung der Stadt heißt es, der Erwachsene befinde sich seit Freitag (13.3.) in häuslicher Isolation. Die Person habe "mäßige Symptome wie Fieber und Husten", die ambulant behandelbar seien. Kontaktpersonen würden vom Gesundheitsamt ermittelt.

    14. März, 11:30 Uhr: Auch Kulturbetrieb abseits der großen Städte betroffen

    Die Angst vor einer Verbreitung des Coronavirus bringt auch den Kultur-Betrieb auf dem Land zum Erliegen. So hat das Frauenmuseum Hittisau "bis auf Weiteres" geschlossen. Damit wolle man sich den "Maßnahmen zur Verlangsamung der Coronavirus-Ausbreitung" anschließen. "Es ist die Zeit der Solidarität, des Schulterschlusses und der gesellschaftlichen Verantwortung", erklärt das Museum.

    Auch ein Konzert des lettischen Musikers Reinis Jaunais im "Kulturgewächshaus Birkenried" in Gundelfingen am morgigen Sonntagnachmittag (15.3.) wird nicht stattfinden. Der Veranstalter erklärt, dass der Musiker die letzte Chance ergriffen habe in seine Heimat zurückzukehren, bevor die Grenzen zu Polen geschlossen wurden. Bis Mitte April sind in Gundelfingen bereits drei weitere Konzerte abgesagt.

    Der kleine Kulturbetrieb beklagt, solche Absagen seien "für die Künstler im Kleinkunstbereich eine Katastrophe", da sie "kaum finanzielle Polster zum Überstehen solcher Durstzeiten" hätten. Auch das "Kulturgewächshaus Birkenried" treffe all das "mehr als empfindlich".

    14. März, 9:30 Uhr: Schlösserverwaltung macht Neuschwanstein zu

    Wegen der Corona-Krise schließt die Bayerische Schlösserverwaltung alle ihre Sehenswürdigkeiten. Das teilt die Abteilung des Finanzministeriums online auf ihren Webseiten mit. Damit ist ab sofort ein Besuch von Neuschwanstein im Ostallgäu nicht mehr möglich. Der Bus-Shuttle dort ist eingestellt.

    Wie lange diese Maßnahme dauern soll oder wann sie überprüft wird, sagt die Schlösserverwaltung in ihrer Online-Mitteilung nicht.

    13. März, 19:32 Uhr: Nachbarschaftshilfe in Donauwörth via Facebook

    Auf Facebook haben sich spontan zahlreiche Donauwörther zu einer solidarischen Gruppe zusammengeschlossen: Sie bieten sich gegenseitig Hilfe an, sei es beim Einkaufen oder bei der Kinderbetreuung. Bereits 355 Menschen sind der virtuellen Nachbarschaftshilfe beigetreten.

    In einer Liste werden die Hilfsangebote thematisch gegliedert aufgelistet, sodass jeder schnell finden kann, was er braucht. Der Initiator schreibt auf Facebook, diese Gruppe diene der einfacheren Organisation der täglichen Herausforderungen in den kommenden Tagen und Wochen. Die Angebote richten sich an ältere Menschen, Menschen die unter Quarantäne stehen, Eltern, die Hilfe bei der Kinderbetreuung brauchen und Menschen, die zur Risikogruppe gehören.

    13. März, 19:00 Uhr: Profis vom FC Augsburg trainieren trotz Corona und Spieltagsabsage weiter

    Der FC Augsburg hat mitgeteilt, dass die Profis trotz der coronabedingten Absage des 26. Bundesliga-Spieltages weiter trainieren werden, allerdings unter Ausschluss der Öffentlichkeit. So soll am Samstag wie geplant trainiert werden, am Sonntag habe die Mannschaft frei. Am Montag geht das Training normal weiter. Allerdings wird der Trainingsbetrieb am Nachwuchsleistungszentrum bis zum 22. März komplett eingestellt, "um der Fürsorgepflicht der Nachwuchspieler gerecht zu werden".

    Wie Geschäftsführer Michael Strölll erklärt, werde der FCA seinen Geschäftsbetrieb ab Montag auf ein Minimum reduzieren. Die Geschäftsstelle und auch der Fanshop in der WWK-Arena bleiben bis einschließlich Sonntag, 22. März, geschlossen.

    13. März, 18:22 Uhr: Oberallgäu verbietet Benutzung von kommunalen Sporthallen; Bergbahnen und Ski-Lifte sind geschlossen

    Das Landratsamt Oberallgäu hat mitgeteilt, dass die Nutzung der Turn- und Sporthallen in kommunaler Verantwortung ab Montag, 16.03. untersagt ist. Ausgenommen davon bleiben die Sportplätze im Freien. Vereine seien aber dazu aufgerufen, Wettkämpfe abzusagen.

    Bereits ab dem morgigen Samstag sind laut Behörde das Wonnemar Sonthofen, das Aquaria Oberstaufen und das Hallenbad Immenstadt bis 19. April geschlossen. Alle Bergbahnen und Skilifte im Landkreis Oberallgäu und weitere touristische Einrichtungen wie Skiflugschanze und Audi-Arena bleiben ebenfalls ab Montag bis zum 19. April geschlossen. Die öffentlichen Pflichthegeschauen sind abgesagt und werden auf einen späteren Zeitpunkt verlegt.

    13. März, 17:15 Uhr: Bistum Augsburg beschränkt Gottesdienste auf maximal 100 Personen, keine Bischofsweihe

    Das Bistum Augsburg hat auf seiner Webseite mitgeteilt, dass für alle Gottesdienste eine maximale Teilnehmerzahl von 100 Personen gelte. Die Pfarrer seien angehalten, dafür Sorge zu tragen, dass diese Anordnung vor Ort in allen Gottesdiensten umgesetzt wird. Ob im Bistum Augsburg, wie im Erzbistum München und Freising, ebenfalls alle öffentlichen Gottesdienste abgesagt werden müssen, solle die weitere Entwicklung zeigen und zeitnah entschieden werden.

    Derweil hat sich das Bistum auch dazu entschieden, die Bischofsweihe am 21. März doch nicht stattfinden zu lassen. Die Weihe von Bertram Meier zum Augsburger Bischof wurde auf einen noch unbekannten Termin verschoben.

    13. März, 15:30 Uhr: Augsburg schließt städtische Einrichtungen, vier Wahllokale werden verlegt

    In Augsburg werden ab morgen (Samstag, 14.3.2020) wegen Corona neben Schulen und Kitas auch viele städtische Einrichtungen geschlossen. Laut Augsburgs Oberbürgermeister Kurt Gribl (CSU) gehören dazu alle Stadtbüchereien, die städtischen Hallenbäder, die Sporthallen und Sportplätze sowie die geschlossenen Räume im Botanischen Garten. Wegen der Schulschließungen sei an diesen Orten sonst ein erhöhter Andrang zu erwarten.

    Zur Kommunalwahl am Sonntag hat die Stadt zudem vier Wahllokale verlegt, die ursprünglich in Altenheim hätten untergebracht werden sollen.

    13. März, 15:11 Uhr: Memminger Kinobesucher sollen sich beim Gesundheitsamt melden

    Laut Landratsamt sind im Landkreis Unterallgäu zehn Personen mit dem Coronavirus infiziert. Darunter ist auch eine junge Frau, die am Mittwoch (11.3.) das Cineplex-Kino in Memmingen besucht hat. Das Gesundheitsamt am Landratsamt Unterallgäu bittet nun alle, die am 11. März um 19.45 Uhr den Film "Nightlife" besucht haben, sich unter der Bürgerhotline zu melden (Telefon (08261) 995-406).

    Zudem hat sich das Kind eines Erkrankten infiziert, das die Anton-Fugger-Realschule in Babenhausen besucht. Hier wurde eine weitere Klasse unter Quarantäne gestellt. Laut Gesundheitsamt verlaufen die neuen Fälle bislang mild.

    Aufgrund der Schulschließungen in Bayern verkehrt der öffentliche Personennahverkehr im gesamten Bereich des Verkehrsverbunds Mittelschwaben (VVM) und somit auch im Landkreis Unterallgäu ab Montag, 16. März, bis voraussichtlich 19. April wie an Ferientagen.

    13. März, 14:30 Uhr: Fuggerei weiterhin für Besucher offen, Textilmuseum reduziert sein Angebot

    Die Fuggerei in Augsburg hat weiterhin ganz normal für Besucher geöffnet, bestätigen die Fuggerschen Stiftungen dem BR. Da sich die Besuchergruppen hauptsächlich im Außenbereich bewegen, können die Menschen genug Abstand voneinander halten. Es können weiterhin Führungen gebucht und wahrgenommen werden durch die älteste bestehende Sozialsiedlung der Welt. Allerdings stehe es den oft älteren Gästeführern frei, ob sie weiterhin ihre Führungen anbieten möchten oder sich wegen Corona lieber zurückhalten.

    Das Staatliche Textil- und Industriemuseum Augsburg (tim) reduziert dagegen sein Angebot. In einer Mitteilung heißt es, dass ab sofort alle öffentlichen Veranstaltungen, Führungen, Maschinenvorführungen, Kindergeburtstage und Workshops bis auf weiteres abgesagt sind. Für Einzelbesucher ist das Museum derzeit noch geöffnet.

    13. März, 14:22 Uhr: Stadtwerke Augsburg stellen auf Ferientakt in Bus und Tram um, Kundencenter werden geschlossen

    Die Stadtwerke Augsburg lassen ihre Busse und Straßenbahnen ab Montag (16.3.) bis auf Weiteres nach dem Ferienfahrplan im durchgängigen 7,5-Minuten-Takt statt im üblichen Fünf-Minuten-Takt fahren. Damit reagieren sie auf die Schulschließungen, die die Staatsregierung aufgrund des grassierenden Coronavirus heute für die Zeit ab der kommenden Woche bekannt gegeben hat.

    Außerdem werden die Kundencenter ab Montag geschlossen, Auskünfte gibt es dann nur noch telefonisch und online. Um Fahrer und Kunden zu schützen, kann man ab kommender Woche auch nicht mehr vorne im Bus einsteigen, der Fahrerbereich wird mit einem Band abgesperrt. Auch Tickets werden dann nicht mehr in Bus oder Tram verkauft, sondern nur noch am Fahrkartenautomaten oder über die App.

    13. März, 12:29 Uhr: Sechster Corona-Fall im Landkreis Donau-Ries

    Im Landkreis Donau-Ries ist eine weitere Frau mit Corona infiziert. Insgesamt gibt es damit sechs Fälle im Landkreis, teilt das Landratsamt mit. Gleichzeitig empfiehlt das Gesundheitsamt Donau-Ries allen Senioren- und Pflegeheimen, die Besuchszeiten einzuschränken.

    In ganz Nordschwaben häufen sich zudem die Absagen von Terminen, Konzerten und Veranstaltungen. Die öffentliche Präsentation der Wahlergebnisse fallen in den Rathäusern von Nördlingen und Dillingen, sowie im Landratsamt Dillingen aus. Der Landkreis Dillingen schließt ab Samstag (14.03.) seine kreiseigenen Hallenbäder in Lauingen und Wertingen.

    13. März, 12:21 Uhr: Landkreis Günzburg richtet Abstrichstelle für Corona ein

    Wegen des Coronavirus hat der Landkreis Günzburg eine "zentrale Abstrichstelle" in Ichenhausen organisiert. Dort werden seit Freitagvormittag im Acht-Minuten-Takt die vorgeschriebenen Abstriche genommen. Diese Maßnahme ist auf den vom Landratsamt vorgeladenen Personenkreis beschränkt, bei dem ein begründeter Verdacht auf eine Erkrankung mit Corona vorliegt. Andere Bürger, die beispielsweise rein vorsorglich zur eigenen Information einen Abstrich machen lassen wollen, werden abgewiesen.

    13. März, 10:20 Uhr: Kaufbeuren sucht neue Wahlhelfer

    Die Stadt Kaufbeuren bittet alle volljährigen Bürgerinnen und Bürger sich für die Kommunalwahl am Sonntag im Notfall als Wahlhelfer zur Verfügung zu stellen. Krankheitsbedingt gebe es im Moment viele Absagen, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt. Interessierte können sich per E-Mail unter wahlen@kaufbeuren.de melden. Sie sollen ihren vollständigen Namen und eine Telefonnummer angeben, unter der sie erreichbar sind. Die Daten werden nach Angaben der Stadt vertraulich behandelt und nach der Wahl unverzüglich gelöscht.

    13. März, 09.20 Uhr: Besuchsverbot in Pflege- und Altenheimen

    Einzelne Städte und Landkreise in Schwaben hatten bereits Besuchsverbote für Alten- und Pflegeheime angeordnet. Jetzt erklärte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) für ganz Bayern, das Besuchsrecht werde deutlich eingeschränkt.

    13. März, 09.15 Uhr: Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm wollen Fahrer schützen

    Um das Ansteckungsrisiko durch das Coronavirus zu senken, haben die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm (SWU) für ihre Busse im Nahverkehr in beiden Städten Maßnahmen ergriffen: Ab Samstag (14.03.) sollen die Bustüren vorne bis auf Weiteres geschlossen bleiben. Damit können auch keine Fahrscheine mehr bei den Fahrern gekauft werden. Für das Personal soll so die Gefahr einer Ansteckung verringert werden. Die Ulmer Straßenbahnlinien sind davon nicht betroffen, da die Fahrer dort in einer eigenen Kabine sitzen. Die Stadtwerke weisen darauf hin, dass die Fahrscheinpflicht nicht entfällt.

    13. März, 08.30 Uhr: Landkreis Günzburg verbietet Besuche in Altenheimen und Krankenhäusern

    Auch im Landkreis Günzburg dürfen Alten- und Pflegeheime, Krankenhäuser und andere Krankenanstalten von Besuchern bis auf weiteres nicht betreten werden. Für Notfälle gibt es eine Ausnahmeregelung. Im Landkreisgebiet sind außerdem Veranstaltungen ab einer Teilnehmerzahl von 500 Personen untersagt.

    12. März, 18:45 Uhr: Landrat fordert bayernweite Schulschließungen

    Augsburgs Landrat Martin Sailer schlägt angesichts der zunehmenden Verbreitung des Coronavirus eine bayernweite Schließung von Schulen und Kindertagesstätten vor. In den letzten Wochen habe sich das Coronavirus über Ländergrenzen hinweg verbreitet, wie es zuvor niemand für möglich gehalten hätte. "Wir müssen dafür sorgen, dass die Menschen in unserem Land ihr Verhalten ändern. Wir müssen Menschenansammlungen jeglicher Art vermeiden", teilt Sailer mit.

    So sollten neben der Absage von öffentlichen Veranstaltungen auch Schulen und Kindertagesstätten geschlossen werden. "Wie kann es sein, dass wir den Bürgern raten, nicht mehr in die Chorstunde zu gehen, aber gleichzeitig unsere Kinder jeden Tag zu Hunderten in die Bildungs- und Betreuungseinrichtungen schicken“, sagt Sailer.

    12. März, 18:40 Uhr: Drei Corona-Patienten in der Uniklinik Augsburg,

    Derzeit befinden sich drei Corona-Patienten in Behandlung in der Universitätsklinik Augsburg. Alle drei seien laut Klinik in einem stabilen Zustand. Sie sind auf Isolierzimmern mit Schleusen auf der Isolierstation untergebracht.

    Die hygienischen Maßnahmen (Desinfektion, Reinigung) und die persönliche Schutzausrüstung (Einmalhandschuhe, Mund-Nasen-Schutz, Schutzbrillen) würden streng befolgt. Allerdings reicht die verfügbare Schutzkleidung lediglich noch für die nächsten Wochen: "Aufgrund der angespannten Marktsituation nutzt der Einkauf des UKA alle Möglichkeiten der Nachbestellung im In- und Ausland, so dass der Bestand aufgebaut wird", teilt die Uniklinik mit.

    Für positiv getestete Menschen, die im Krankenhaus behandelt werden müssen, stehen laut Auskunft der Uniklinik derzeit 21 Isolierzimmer zur Verfügung. Bei steigendem Bedarf könnten die Kapazitäten erhöht werden, indem Stationen umfunktioniert werden.

    12. März, 18:30 Uhr: Stadt Memmingen verbietet Besuch von Seniorenheimen, kein Publikumslauf mehr in der Eishalle

    Um die Ausbreitung des Coronavirus in der Region einzudämmen, hat auch das Gesundheitsamt Memmingen jetzt eine Allgemeinverfügung erlassen. Es gilt jetzt ein allgemeines Besuchs- und Betretungsverbot für die Kliniken und die Seniorenheime der Stadt Memmingen. Die Maßnahme gelte unbefristet und ab sofort. Zusätzlich wird laut Stadt Memmingen gerade eine Allgemeinverfügung zu Veranstaltungen im Stadtgebiet vorbereitet. Diese verbietet Veranstaltungen über 500 Personen. Alle Aufführungen des Landestheaters Schwaben im Stadttheater Memmingen sind bis auf weiteres abgesagt. Auch der Publikumslauf in der Eissporthalle werde bis zum Ende der Saison nicht mehr stattfinden.

    12. März, 18:18 Uhr: Landkreis Unterallgäu mit Besuchs- und Veranstaltungsverboten

    Das Landratsamt Unterallgäu hat die Allgemeinverfügung erlassen, dass bis zum 19. April 2020 Veranstaltungen ab 500 Personen im gesamten Landkreis Unterallgäu untersagt werden. Außerdem gilt das Besuchs- und Betretungsverbot in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen. Mit diesen Maßnahmen erhofft sich das LRA, dass das Coronavirus sich weniger und langsamer verbreitet.

    Im Landkreis Unterallgäu gibt es Stand jetzt vier bestätigte Corona-Fälle. Drei davon befinden sich laut LRA in häuslicher Quarantäne und haben nur einen milden Verlauf. Die vierte Person werde isoliert im Krankenhaus behandelt und soll sich bereits auf dem Weg der Besserung befinden.

    12. März, 18:00 Uhr: Landratsamt Neu-Ulm untersagt Veranstaltungen ab 500 Personen

    Um eine weitere Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 zu verhindern, untersagt das Landratsamt Neu-Ulm Veranstaltungen ab 500 Personen und hat eine entsprechende Allgemeinverfügung erlassen. Ziel ist es, das Risiko für eine Ansteckung zu vermindern sowie Infektionsketten zu unterbrechen. Bereits seit gestern, 11.03.2020, sind Veranstaltungen mit über 1.000 Teilnehmern in Bayern untersagt. Das hatte die Bayerische Staatsregierung beschlossen. Bei Veranstaltungen unter 500 Personen liegt die Entscheidung weiter bei jedem Einzelnen, ob er diese abhält oder besucht.

    12. März, 16.30 Uhr: Keine Besucher mehr in Krankenhäusern im Landkreis Neu-Ulm

    Das Landratsamt Neu-Ulm hat die Allgemeinverfügung erlassen, dass Besucher Alten- und Pflegeheime, Reha-Einrichtungen, ambulant betreute Wohngemeinschaften, Krankenanstalten, Hospize, Wohneinrichtungen für Menschen mit Behinderungen sowie die drei Kliniken der Kreisspitalstiftung im Landkreis Neu-Ulm nicht mehr betreten dürfen. Ausnahmen für das Besuchsverbot sind therapeutisch oder medizinisch notwendige Besuche, Handwerker für nicht aufschiebbare bauliche Maßnahmen sowie betriebsnotwendige An- und Ablieferungen. Im Landkreis Neu-Ulm gibt es Stand jetzt insgesamt fünf bestätigte Corona-Fälle.

    12. März, 16:06 Uhr: Gesamte Rathaus-Führungsriege in Marktoberdorf in Quarantäne

    In Marktoberdorf steht derzeit die gesamte Führungsriege im Rathaus wegen Corona unter Quarantäne. 13 von 64 Mitarbeitern im Rathaus sind laut Zweiten Bürgermeister mittlerweile betroffen. Sie arbeiten, soweit es geht, von zuhause aus. Ein führender Rathausmitarbeiter, der in zahlreichen Besprechungen und Referentenrunden saß, war vergangene Woche nach einem Skiurlaub in Südtirol positiv auf das Corona-Virus getestet worden.

    Der Bürgermeister, etliche Referats- und Abteilungsleiter müssen als Kontaktpersonen deshalb bis voraussichtlich Ende kommender Woche sicherheitshalber zuhause bleiben. Die Wahl in Marktoberdorf ist laut Hannig nicht gefährdet. Es könne aber sein, dass die Auszählung der Kreistagsstimmen etwas länger dauern werde als sonst.

    12. März, 15:36 Uhr: Drive-in für Verdachtsfälle in Sonthofen und Kempten

    Corona-Verdachtsfälle im Oberallgäu können ab jetzt in einem "Drive-in" in Sonthofen getestet werden. Ab kommenden Montag wird es auch in Kempten diese Möglichkeit geben. Mit dem Auto zum Gesundheitstest: so will das Landratsamt Oberallgäu schnell und unkompliziert Verdachtsfälle auf Corona testen. Gedacht ist der "Drive-in" aber nur für Verdachtsfälle: Nur wer vom Gesundheitsamt eine Aufforderung und einen Termin bekommt, darf vorfahren. Die Testperson bleibt dabei im Auto sitzen, kurbelt das Fenster herunter, nimmt den Teststreifen kurz in den Mund und kann dann weiterfahren. Das Ergebnis bekommt man in der Regel 24 Stunden später mitgeteilt.

    12. März, 10:40 Uhr: Verdachtsfall beim Roten Kreuz in Lindau

    Innerhalb des Bayerischen Roten Kreuzes in Lindau gibt es den Verdacht, auf eine Infektion mit dem Coronavirus. Insgesamt sind deshalb knapp 20 Mitarbeiter in häuslicher Quarantäne. Das hat das BRK dem Bayerischen Rundfunk bestätigt. Der Verdacht sei am Dienstag aufgekommen. Betroffen sind nach Angaben von BRK-Sprecher Taheri-Sohi vor allem die Teams zweier Rettungswagen und eines Krankenwagens sowie die ambulante Pflege und der Service des Essens auf Rädern. Ehrenamtliche Kolleginnen und Kollegen mit entsprechender Ausbildung sowie Mitarbeiter des Nachbar-Kreisverbands konnten den Ausfall laut Taheri-Sohi ausgleichen. Ein Test-Ergebnis liegt nach Angaben des BRK-Sprechers noch nicht vor.