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Corona-Ticker Schwaben: Corona-Toter im Lkr. Günzburg | BR24

© picture alliance/Marijan Murat/dpa

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Corona-Ticker Schwaben: Corona-Toter im Lkr. Günzburg

Im Landkreis Günzburg ist eine 78-jährige Person mit Vorerkrankungen an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben. Aktuell sind 90 Menschen im Landkreis positiv getestet, in Augsburg sind es 172. Die Entwicklung in Schwaben im Liveticker.

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BR24-Liveticker und aktuelle Entwicklungen zum Coronavirus

30. März, 16.35 Uhr: Erster Mensch im Landkreis Günzburg an Corona verstorben

Im Landkreis Günzburg ist ein Mensch an den Folgen von Corona verstorben. Die Person war 78 Jahre alt und litt an Vorerkrankungen. Nähere Details gab es vom Landratsamt Günzburg vorerst nicht.

Derzeit sind 90 Menschen im Landkreis postiv auf das Corona-Virus getestet. Das sind im Vergleich zu gestern 6 Menschen mehr. Die Verdachtsfälle sind von 87 auf 44 Personen gesunken. Ebenso ist die Zahl der Personen, welche sich derzeit unter Quarantäne befinden von 352 auf 205 Personen gesunken.

Im Zusammenhang mit Corona ruft der Landkreis Handwerksbetriebe auf, Atemschutzmasken des Typs FFP2 per E-Mail unter corona@landkreis-guenzburg.de zu melden. Neben Masken ist auch anderes Schutzmaterial derzeit schwer zu bekommen. Es werden daher zusätzlich erbeten: Schutzanzüge, die möglichst virendicht sind, Schutzbrillen, Kopfhauben, medizinische Gummihandschuhe und Überzieher für Schuhe. Der Landkreis freut sich auch über kleinste Mengen.

30. März, 16.13 Uhr: Hilfsverein Reischenau bietet Lieferservice

Der Wirtschaftsförderverein Reischenau im Westen von Augsburg will lokale Geschäfte und Firmen der Corona-Krise unterstützen und hat daher einen kostenlosen Lieferservice für den Raum Dinkelscherben ins Leben gerufen. Ziel sei es, dass alle Kunden gut versorgt sind und "keines der Unternehmen in Dinkelscherben dauerhaft schließen muss“, so ein Sprecher.

Bestellt wird per Telefon oder email, die Lieferung erfolgt innerhalb von 24 Stunden direkt vor die Haustüre, bezahlt wird per Rechnung. Mit dabei sind Bäckereien, ein Modehaus, ein Brillenladen, Hauswaren- und Elektrogeschäfte, Apotheke und Tierfutterhändler. Mehr Info unter www.wirtschaft-reischenau.de

30. März, 16.05 Uhr: AWO Schwaben: Lage in den Seniorenheimen ist stabil

Die Arbeiterwohlfahrt Schwaben (AWO) bezeichnet die Lage in ihren 25 Seniorenheimen im Regierungsbezirk Schwaben als stabil und relativ ruhig. Es habe sich bewährt, dass mit dem Corona-Virus infizierte Heimbewohner unter entsprechenden Schutzvorkehrungen in medizinisch vertretbaren Fällen in den Heimen bleiben könnten, ließ der Vorsitzende der schwäbischen AWO Heinz Münzenrieder in einer Pressemitteilung wissen. Das erspare den Betroffenen, meist Hochbetagten, den Stress einer Verlegung in die Klinik.

Derzeit verzeichne die AWO, die in Schwaben für 2.100 Senioren in Heimen sorgt, fünf Heimpflegefälle. Bislang sei ein Bewohner im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Münzenrieder betonte: „Wir kennen die Handicaps unserer Bewohner und wir können sie professionell versorgen!“ Als ausreichend bezeichnete er gegenwärtig auch die Versorgung der Heime mit Atemschutzmasken und Schutzbekleidung für Pflegekräfte.

Die Pflegerinnen und Pfleger würdigte Münzenrieder ausdrücklich: „Ohne diese großartigen Menschen würde uns der Laden um die Ohren fliegen!“ Als relativ entspannt bewertet er auch die Situation in den Kindertageseinrichtungen: „Das staatlich verordnete Notgruppenkonzept hat sich bewährt.“ Positiv findet er, dass das Bayerische Sozialministerium seine erste Anweisung nachgebessert habe und nun beispielsweise auch die alleinerziehende Kassiererin im Supermarkt als „systemrelevant“ gelte.

30. März, 15.46 Uhr: Prozess um ausgesetzten Säugling von Blindheim verschoben

Der Prozess wegen versuchten Totschlags gegen eine Mutter, die ihren Säugling auf einer Wiese in Blindheim im Landkreis Dillingen ausgesetzt haben soll, beginnt voraussichtlich erst im Juli. Das gab das Landgericht Augsburg heute bekannt. Das Verfahren war zunächst auf den 19. März terminiert gewesen, dann aber aufgrund der aktuellen Corona-Situation abgesetzt worden.

Die Hauptverhandlung beginnt nunmehr am 7. Juli und wird am 8. sowie am 14. und 21. Juli fortgesetzt. Die zur Tatzeit 31-jährige Mutter befindet sich derzeit in Untersuchungshaft. Ihr wird vorgeworfen, ihren neugeborenen Sohn am 22. Juli 2019 auf einer Wiese ausgesetzt und sich selbst überlassen zu haben. Der Bub wurde durch Zufall gefunden und konnte in der Kinderklinik Augsburg gerettet und wieder aufgepäppelt werden.

30. März, 15.34 Uhr: Nach Vorfall in Bodolzer Supermarkt - Rentner negativ auf Corona getestet

Am vergangenen Freitag soll ein 89-jähriger Mann in einem Supermarkt in Bodolz (Kreis Lindau) auf Lebensmittel gespuckt haben. Eine Kundin, die das beobachtet haben will, informierte die Marktleitung, die wiederum die Polizei alarmierte. Wegen der Corona-Pandemie wurde der Supermarkt vorsichtshalber umgehend geschlossen.

Bei dem Senior wurde ein Abstrich genommen und er auf das Virus getestet. Das Landratsamt Lindau teilt nun mit, dass der Mann nicht infiziert ist. Der Senior selbst will sich nicht zu dem Vorfall äußern, die Polizei wertet derzeit noch die Videos der Überwachungskameras in dem Markt aus und hofft, darauf sehen zu können, ob der Mann wirklich die Lebensmittel bespuckt hat. Sollte dies der Fall sein, dann muss er mit einem Strafverfahren wegen eines Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz rechnen, so die Polizei.

30. März, 14.50 Uhr: Nordschwäbische Polizei überprüft Ausgangsbeschränkung: 58 Fälle von Ordnungswidrigkeit

Zwischen Sonntag- und Montagmorgen (29.3./30.3.) jeweils 6 Uhr haben im Bereich Nordschwaben mehr als 200 Einsatzkräfte der Polizei die Einhaltung der Ausgangsbeschränkung überprüft. Dies gab das Polizeipräsidium Schwaben Nord in einer Pressemitteilung bekannt.

In diesem Zeitraum kontrollierte die nordschwäbische Polizei mehr als 3.000 Einrichtungen, Örtlichkeiten und Personen. Alle kontrollierten Gaststätten und sonstigen gewerblichen Betriebe hielten sich an die Beschränkungen.

Insgesamt waren, wohl auch aufgrund des regnerischen Wetters, weniger Menschen im öffentlichen Raum unterwegs als am Samstag. Die Polizei belangte in 58 Fällen Personen wegen einer Ordnungswidrigkeit nach dem Infektionsschutzgesetz. Viele von ihnen zeigten sich nicht informiert über die aktuellen Corona-bedingten Ausgangsbeschränkungen oder uneinsichtig.

30. März, 14.16 Uhr: Corona-Isolation führt zu Stress und Gewalt - mehr Schutzräume für Opfer häuslicher Gewalt

Die Augsburger SPD-Landtagsabgeordnete und familienpolitische Sprecherin Simone Strohmayr fordert mehr Hilfen für Opfer häuslicher Gewalt. Zusammen mit zwei Kolleginnen hat sie sich in einem Brief an Sozialministerin Carolina Trautner gewandt.

Aufgrund der Ausgangsbeschränkungen und der Isolation vieler Familien sei mit einem Anstieg von innerfamiliärem Stress und Gewalt zu rechnen. "Wir haben jetzt schon zu wenige Plätze in Frauenhäusern und jetzt fallen einige wegen Quarantänemaßnahmen weg. Eine rechtzeitige Vorbereitung auf zusätzliche Anforderungen halten wir für dringend notwendig.", so Strohmayr. Die SPD schlägt vor, kurzfristig weitere Unterbringungsmöglichkeiten in Hotels oder leerstehenden Apartments bereitzustellen.

30. März, 12.16 Uhr: Prekäre Situation für Prostituierte durch Corona

“Die Notsituation für Frauen in der Prostitution hat sich seit Corona verschärft.” Das sagt Linda Greiter vom Verein Solwodi e.V. in Augsburg.

Solwodi steht für "Solidarity with women in distress" (Solidarität für Frauen in Not). Der internationale Verein, der 2014 mit dem Augsburger Friedenspreis geehrt wurde, engagiert sich für Opfer von Menschenhandel und Zwangsprostitution.

In Augsburg bietet Solwodi auch gesundheitliche Beratung und Ausstiegshilfe. Die Schließung der Bordelle als Maßnahme gegen die weitere Ausbreitung des Corona-Virus sei grundsätzlich richtig gewesen, so Linda Greiter. Doch seither stehen viele Frauen einer Wohnungslosigkeit gegenüber. Genaue Zahlen kann Greiter nicht nennen.

In Augsburg arbeiten in normalen Zeiten laut Solwodi circa 500 Prostituierte. Zu circa 180 hatte Solwodi im letzten Jahr direkten Kontakt. Dieser ist seit Corona zu vielen Frauen abgebrochen, weil mit der Schließung der Bordelle die Sexarbeiterinnen aus den Gebäuden mussten. Auch nur zur Übernachtung ist es ihnen nämlich nicht gestattet, dort zu bleiben. Laut Solwodi sind viele Frauen rechtzeitig vor den Schließungen in ihre Heimatländer gefahren, ein Großteil nach Osteuropa. Seit aber auch Anbieter wie Flixbus ihre Tätigkeit einstellen mussten und die Frauen nicht mehr ausreisen konnten, ist die Not besonders groß. “Trotz des Verbots boomt die illegale Prostitution. Wir gehen davon aus, dass viele der Prostitution nachgehen.”, sagt Linda Greiter. Käuflichen Sex gebe es weiterhin in Hotels oder Wohnungen, die über Airbnb vermittelt werden zu Dumpingpreisen.

Prostituierte, die vielfach ohne Sozial- und Krankenversicherung in Deutschland arbeiten, kommen derzeit bei Kunden unter, zu welchen Bedingungen, darüber lasse sich nur spekulieren. Für Solwodi sei es schwierig, Frauen, die privat untergekommen sind, zu erreichen. Kritik richtet Linda Greiter von Solwodi an die Behörden. Laut Greiter sei im Zuge der Bordellschließungen zu wenig an sichere Notunterkünfte für die Frauen gedacht worden.

30. März, 12.16 Uhr: 172 Corona-Fälle in Augsburg bestätigt

Das Gesundheitsamt der Stadt Augsburg verzeichnet 15 weitere Fälle von Covid-19, das gab die Pressestelle der Stadt in einer Mitteilung bekannt. Insgesamt sind damit 172 Menschen in Augsburg infiziert. 29 von ihnen seien bereits genesen und konnten die häusliche Isolierung verlassen.

30. März, 11.29 Uhr: Landsbergs neue Oberbürgermeisterin sieht Corona als wichtigste Aufgabe

Die neue Oberbürgermeisterin von Landsberg am Lech, Doris Baumgartl (UBV), hat bei der Stichwahl einen überwältigenden Erfolg gegen den bisherigen Oberbürgermeister Mathias Neuner (CSU) geschafft. Im Wahlkampf punktete sie vor allem mit den Themen Bürgerbeteiligung, Wohnen und Verkehr.

Jetzt stehe aber erst einmal das Coronavirus im Vordergrund. Es sei nun „das Wichtigste, diese Krise zu meistern“, sagte Baumgartl von der lokalen Wählergruppe UBV dem BR. Sie danke außerdem allen Wahlhelfern, die es möglich gemacht hätten, „unter diesen Umständen diese Stichwahl durchzuziehen“. Wenn alles überstanden sei, könnten die anderen stadtpolitischen Probleme wieder verstärkt angegangen werden.

Für Baumgartl ist das zum Beispiel Transparenz und Bürgerbeteiligung, sagt sie. Sie glaube, die Landsberger hätten mit ihrer Wahl diesen Wunsch zum Ausdruck gebracht. Entsprechend sei Baumgartls Zweidrittelmehrheit gegenüber dem bisherigen Amtsinhaber Mathias Neuner von der CSU bei der Stichwahl auch „eine große Verpflichtung“. Auch bezahlbarer Wohnraum ist eines ihrer großen Themen – und es werde angesichts möglicher wirtschaftlicher Nachwirkungen der Coronavirus-Krise vielleicht bald sogar noch wichtiger.

Das dritte große Thema, mit dem Baumgartl im Wahlkampf mutmaßlich punkten konnte, ist die Lösung des gravierenden Verkehrsproblems in Landsberg. Gegen die oft langen Staus durch die Innenstadt hat sie, wie auch der wiedergewählte Landrat Thomas Eichinger (CSU), die bereits seit langem diskutierte Süd-Umgehungsstraße wieder ins Gespräch gebracht.

Die Stichwahl am Sonntag hat die bisherige Zweite Bürgermeisterin mit 66,83 Prozent der Stimmen deutlich gewonnen. Amtsinhaber Neuner kam nur auf 33,17 Prozent. Der Wahlsieg der 57-jährigen Diplom-Verwaltungswirtin und Referentin der Stadt Landsberg für Kindergärten und Spielplätze überraschte nicht, hatte sie Neuner doch schon bei der Kommunalwahl am 15. März um mehr als fünf Prozentpunkte übertrumpft. Mit einem Sieg in dieser Höhe hatte aber auch Baumgartl selbst nicht gerechnet.

Im Vorfeld der Stichwahl hatte sich Kritik an ihrem Wahlkampf geregt, da sie sich in einer Zeitungsanzeige auf einem Foto vor der Kulisse des traditionellen Landsberger Ruethenfestes gezeigt hatte: Der Ruethenfestverein kritisierte dies über die Medien, weil man politisch neutral auftreten wolle. Wegen eines Flyers von Baumgartl zur Corona-Nachbarschaftshilfe gab es in den Medien außerdem Kritik von zwei darauf abgelichteten Pfarrern, die ebenfalls als politisch neutral verstanden werden wollten.

Bei der Kommunalwahl am 15. März hatte Baumgartl mit 34,11 Prozent bereits die meisten Stimmen erhalten, für Neuner hatten 28,61 Prozent gestimmt. Felix Bredschneijder von der SPD war auf 19,8 Prozent der Stimmen gekommen. Grünen-Kandidat Moritz Hartmann, Bruder des Grünen-Fraktionsvorsitzenden im Bayerischen Landtag Ludwig Hartmann hatte 17,49 Prozent erzielt.

30. März, 6.00 Uhr: 36 Menschen wieder gesund im Landkreis Augsburg

Die Zahl der Personen, die das Coronavirus unbeschadet überstanden haben steigt. Im Landkreis Augsburg sind insgesamt 36 Menschen nach ihrer Infektionwieder gesund. Insgesamt hatten sich im Landkreis bis zum Sonntag 171 Menschen mit dem Corona-Virus infiziert.

29. März, 22.20 Uhr: Augsburgers neue Oberbürgermeisterin will wegen Corona viele Vorhaben auf den Prüfstand stellen

Die künftige Augsburger Oberbürgermeisterin Eva Weber (CSU) stellt sich auf schwierige Sondierungsgespräche für die Bildung der künftigen Stadtregierung ein. Weber machte in ihrer Rede nach dem Wahlsieg deutlich, dass wegen der Corona-Krise viele Wahlversprechen nochmal auf den Prüfstand müssen. Ihre Priorität liege darauf, dass nach der Krise "wieder an den wirtschaftlichen Erfolg der Stadt angeknüpft werden kann."

29. März, 10.00 Uhr: Weiterer Anstieg in Augsburg

Die Stadt Augsburg verzeichnet 21 weitere COVID-19-Fälle. Insgesamt wurden damit 157 in Augsburg lebende Personen positiv auf das Coronavirus getestet. 29 der 157 Personen sind inzwischen genesen und konnten aus der häuslichen Isolierung entlassen werden.

28. März, 19.41 Uhr: Weniger Menschen in den Ausflugsregionen unterwegs

Die Polizei im Allgäu hat eine positive Bilanz der Ausgangsbeschränkungen am heutigen Samstag gezogen. Trotz des sonnigen Wetters seien weniger Menschen in den Ausflugsregionen im Allgäu unterwegs gewesen als erwartet. Die Bürger hätten sich einsichtig gezeigt und sich zumeist an die Vorgaben gehalten, so ein Sprecher des Polizeipräsidiums Schwaben-Südwest in Kempten. Die meisten Gruppen, die von der Polizei kontrolliert worden waren, hätten die Abstandsbestimmungen eingehalten. Auch diejenigen, die zu nah beieinander gestanden hätten, seien "sehr einsichtig" gewesen und hätten den Aufforderungen der Beamten Folge geleistet. Zudem seien alle von der Polizei kontrollierten Berghütten geschlossen gewesen.

Auch habe es nur wenige Personen gegeben, die über die Grenze nach Baden-Württemberg gefahren seien - dort sind nach wie vor etwa Baumärkte geöffnet. Man habe im angrenzenden Bundesland nur wenige Fahrzeuge mit bayerischem Kennzeichen feststellen können, hieß es bei der Polizei in Kempten.

28. März, 16.30 Uhr: Vorsitzender der Impfkommission warnt: Ende der Corona-Beschränkungen wäre "grotesk"

Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert-Koch-Institut, Dr. Thomas Mertens, hat in der Corona-Krise zu Geduld aufgerufen. Bevölkerung wie auch Politiker und Fachleute müssten nun abwarten, wie sich die Zahl der Neuinfektionen in den kommenden Tagen entwickle. Im Gespräch mit dem BR sagte Mertens in Neu-Ulm, Ziel sei ein "Plateau der Neuinfektionen", sprich die Zahl müsse sich auf einem Niveau einpendeln. Noch sei es zu früh, aus den Zahlen eine Wirksamkeit der ergriffenen Maßnahmen herauszulesen.

Italien, so Mertens, habe eine solche "flache Kurve" vor einer Woche, seit dem 21. März erreicht. Auch in der Schweiz sei ein entsprechender Effekt zu beobachten. Im Übrigen seien die in diesen Ländern ergriffenen Maßnahmen ähnlich zu denen in Deutschland. "Im Gegensatz dazu sehen sie in Großbritannien einen praktisch ungebremsten, exponentiellen Anstieg", so Mertens wörtlich: "Und das hängt sicher mit der unsinnigen Politik dort zusammen."

Zur Frage einer raschen Lockerung der Ausgangsbeschränkungen sagt Mertens, das sei der "ungeeignetste Zeitpunkt, um über so etwas zu diskutieren". Deutschland befinde sich "vor der Welle". Nun aber die "sinnvollen und vernünftigen Maßnahmen" der Politik infrage zu stellen, wäre "geradezu grotesk". "Hinterher" könne man "Manöverkritik" üben, nicht aber jetzt, so Mertens.

28. März, 16.08 Uhr: Zahl der Corona-Infektionen steigt auf 1089 in Schwaben

In Schwaben sind bis Samstag 1089 Menschen positiv auf das neuartige Corona-Virus getestet worden. Das hat das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit mitgeteilt (Stand 28.03.2020, 10 Uhr). Dies ist ein Anstieg von 121 Fällen seit gestern. In Schwaben hat es demnach aber im Vergleich zum Freitag keinen Todesfall in Verbindung mit dem Virus gegeben.

28. März, 11.32 Uhr: Stadt Augsburg schränkt Winterdienst ein

In der Stadt Augsburg ist der Winterdienst von Montag an nur eingeschränkt einsatzbereit. Das teilte die Stadt vorsorglich bereits am Wochenende mit; für den Montag werden Schneefälle erwartet. Der Winterdienst könne nur eingeschränkt räumen, sollte es in den nächsten Tagen zu einem Wintereinbruch mit Schneefall kommen, warnt die Stadt. Aufgrund der Corona-Pandemie stehe dem Winterdienst nicht die volle Personalkapazität zur Verfügung. Wegen der Ausgangsbeschränkungen würden vorrangig Gefahrenstellen, Brücken und Gefälle sowie stark frequentierte Haltestellen geräumt. Die Stadt bittet daher die Verkehrsteilnehmer, ihr Verhalten im Verkehr an die Witterungsverhältnisse anzupassen.

28. März, 09.05 Uhr: Sechs neue Corona-Infektionen in Augsburg

Das Gesundheitsamt der Stadt Augsburg verzeichnet sechs weitere COVID-19-Fälle. Insgesamt wurden somit 136 in Augsburg wohnhafte Personen positiv auf das Coronavirus getestet. 24 der 136 positiv getesteten Personen sind genesen und konnten aus der häuslichen Isolierung entlassen werden.

27. März, 19.55 Uhr: Drei neue Corona-Infektionen und Regeln für Trauerfeiern in Memmingen

In Memmingen ist die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen heute um drei auf jetzt insgesamt 26 gestiegen. Das teilte die Stadt am Nachmittag mit. Wegen der Pandemie hat Memmingen neue Regelungen für Beerdigungen erlassen. Trauerfeiern dürfen nicht mehr in geschlossenen Räumen stattfinden. Außerdem wird die Teilnahme auf den engsten Kreis mit höchstens 15 Trauernden sowie Bestattungsmitarbeiter und einen Pfarrer begrenzt.

27. März, 18.02 Uhr: 23 neue Infektionen mit dem Coronavirus im Landkreis Günzburg

Im Landkreis Günzburg sind heute 23 weitere Infektionen mit dem Coronavirus bestätigt worden. Insgesamt liegt die Zahl der positiv getesteten Personen im Landkreis bei 77. Das teilte das Landratsamt am späten Nachmittag mit. Die Verdachtsfälle sind nach Angaben des Landratsamts um 33 auf 63 gestiegen. Die Zahl der Personen, die sich unter Quarantäne befinden, ist von gestern auf heute von 270 auf 318 Personen gestiegen.

27. März, 15.02 Uhr: Polizei in Norschwaben löst Party auf

Im Rahmen der Corona-Kontrollen durch die nordschwäbische Polizei haben fast 200 Beamte zwischen Donnerstag- und Freitagfrüh knapp 3.600 Kontrollen durchgeführt. Eklatantester Verstoß war eine Party in der vergangenen Nacht in einer Garage in Buttenwiesen im Landkreis-Dillingen. Der 25 Jahre alte Gastgeber behauptete, mit dem Coronavirus infiziert zu sein und hustete zwei Polizisten an. Gegen ihn wird unter anderem wegen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz und versuchter Körperverletzung ermittelt.

27. März, 14.43 Uhr: Polizeipräsidium Kempten meldet wenige Verstöße

Die Ausgangsbeschränkungen im Bereich des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West werden nach Angaben der Polizei zum großen Teil eingehalten. "Wir ziehen bisher eine positive Bilanz, was das Verhalten der Bürgerinnen und Bürger betrifft. Es werden in Relation zur Anzahl der Kontrollen tatsächlich nur wenige Personen angetroffen, die ohne triftige Gründe unterwegs sind", so Polizeipräsident Strößner. Vom 21.03.20 bis heute früh 06.00 Uhr wurden laut Polizei im Allgäu sowie in den Landkreisen Lindau, Neu-Ulm und Kempten insgesamt 14.552 stichprobenartige Kontrollen durchgeführt. Dabei wurden 440 Verstöße festgestellt und 292 Anzeigen erstattet.

27. März, 14.29 Uhr: 25.000-Euro-Spende für Wertinger Krankenhaus

Das Wertinger Unternehmer-Ehepaar Wiesia und Dieter Romakowski spenden 25.000 Euro für das Wertinger Kreiskrankenhaus als Hilfe für die Bewältigung der Corona-Pandemie. Die Spende geht an den Förderverein der Klinik, dessen Vorsitzender Dieter Romakowski früher selbst war.

Laut einer Pressemitteilung des Vereins will das Ehepaar mit der Spende auch um Nachahmer und weitere Spender werben. Das Geld solle bei einer noch bevorstehenden Zunahme der Corona-Fälle helfen, den steigenden Bedarf des Krankenhauses an Hilfsmitteln zu decken, heißt es in der Mitteilung weiter.

Wertingen ist derzeit kein besonderer Hotspot an Corona-Fällen. Der Förderverein unterstützt das Krankenhaus immer wieder finanziell bei der Anschaffung von medizinischem Gerät.

27. März, 14.26 Uhr: Sechs neue Corona-Fälle im Landkreis Neu-Ulm

Im Landkreis Neu-Ulm gibt es mittlerweile 100 bestätigte Fälle, in denen Menschen nachweislich am Coronavirus "SARS-CoV-2" erkrankt sind. Das teilte das Landratsamt Neu-Ulm heute mit. Seit gestern sind damit sechs Fälle dazugekommen.

27. März, 13.21 Uhr: Lebenshilfe Kempten sucht Näher für Mundschutzmasken

Die Lebenshilfe in Kempten braucht dringend Mund-Nasen-Schutz für Mitarbeiter und Bewohner. Deshalb ruft sie jetzt dazu auf, solche Masken selbst zu nähen. Eine Anleitung für sogenannten Behelf-Mund-Nasen-Schutz (BMNS) findet sich auf der Website der Lebenshilfe. Gebraucht werden nach Angaben der Lebenshilfe etwa 700 dieser Schutzmasken. Ein Behelf-Mund-Nasen-Schutz kann das Risiko der Übertragung des Coronavirus reduzieren, da er die Verteilung von Tröpfchen verhindert, die beim Sprechen, Husten oder Niesen entstehen.

27. März, 12.50 Uhr: Landsberg weitet Personenkreis für Corona-Tests aus

Die Drive-In-Teststation für das Coronavirus am Sportzentrum in Landsberg öffnet sich für einen größeren Personenkreis. Der Aufenthalt in einem Risikogebiet wie Italien spielt keine Rolle mehr, um für einen Test zugelassen zu werden, teilte das Landratsamt mit. Man folge damit einer Anpassung der Kriterien zur Verdachtsabklärung durch das Robert-Koch-Institut. Insbesondere sollen Menschen in Medizinberufen und Risikogruppen getestet werden. Weiterhin zwingend erforderlich ist laut Landratsamt eine vorherige Terminvereinbarung. Diese ist über die Corona-Hotline des Landkreises 08191 129 1680, über die bayernweite Corona-Hotline 116117 oder per E-Mail an corona@LRA-LL.Bayern.de möglich.

27. März, 12.46 Uhr: Designierter Augsburger Bischof Meier - Amtsausübung vorerst auch ohne Weihe möglich

Weil die für den 21. März geplante Bischofsweihe des designierten Augsburger Bischof Bertram Meier verschoben werden musste, hat Papst Franziskus den bisherigen Diözesanadministrator Meier jetzt über die Ernennung zum Apostolischen Administrator mit den notwendigen Rechten zur Ausübung seines Amts ausgestattet, auch ohne die Weihe. Die Ernennung trat bereits zum 25. März in Kraft und gilt bis zur Bischofsweihe, deren Termin noch nicht feststeht. Bis dahin kann Meier als Apostolischer Administrator alle Entscheidungen treffen, die ihm in seinem bisherigen Amt als Diözesanadministrator nicht erlaubt waren. Die Bestellung zum Apostolischen Administrator sei für ihn sowohl Ansporn als auch Sicherheit, teilte Meier mit.

27. März, 12.20 Uhr: Uniklinik Augsburg zuversichtlich im Kampf gegen Corona

Die Augsburger Uniklinik sieht sich gut gerüstet für den befürchteten Anstieg von Corona-Patienten. Die Zahl der Intensivbetten werde auf bis zu 160 aufgestockt, erklärte der Ärztliche Direktor der Klinik, Prof. Dr. Michael Beyer, heute Wissenschaftsminister Bernd Sibler bei dessen Besuch vor Ort. Zusätzlich zu den bereits vorhandenen zwei Stationen mit je 20 Zimmern für stabile Corona-Patienten und dringende Verdachtsfälle könnten kurzfristig bis zu 57 Zimmer aktiviert werden. Für schwere Fälle würden derzeit 27 Plätze vorgehalten, diese könnten um weitere 9 erweitert werden.

27. März, 11.36 Uhr: Augburger OB Gribl ruft zu Solidarität auf – Stadt richtet Spendenkonto ein

Der scheidende Augsburger Oberbürgermeister Kurt Gribl ruft die Bürger dazu auf, sich an die Hygieneregeln und Ausgangsbeschränkungen zu halten und bittet um Solidarität für sozial Schwache. Für soziale Härtefälle infolge der Verbreitung des Coronavirus richtet die Stadt Augsburg ein zentrales Spendenkonto ein. Unter der Organisation durch die Sozialverbände sollen mit dem Geld vor allem Menschen unterstützt werden, die keinen Anspruch auf Sozialleistungen haben und deren finanzielle Situation sich durch die Maßnahmen zur Eindämmung des Virus massiv verschlechtert hat. Die Beratungsstellen vor Ort vermitteln den Kontakt, in jedem Einzelfall werde die Bedürftigkeit geprüft, heißt es von der Stadt Augsburg. Zum 7. April will die Augsburger Tafel ihre Arbeit wiederaufnehmen. Unterdessen koordiniert das Freiwilligenzentrum Augsburg private Hilfsangebote, dort haben bereits mehr als 800 Menschen Unterstützung angeboten. Einen Überblick zu Hilfsmöglichkeiten in Augsburg, wie auch zum Thema Nachbarschaftshilfe, bietet die Stadt Augsburg auf ihrer Website www.augsburg.de.

27. März, 11.25 Uhr: Schwäbische Handwerksbetriebe bitten Kunden um Treue

Die Handwerkskammer für Schwaben bittet im Namen der ihr angeschlossenen Betriebe um Unterstützung von ihren Kunden und Auftraggebern. Die Unternehmen bräuchten jetzt Stabilität, damit sie ihre Arbeits- und Ausbildungsplätze halten könnten, heißt es heute in einer Mitteilung der Handwerkskammer "hwk". Auch bei Arbeiten in Wohnungen und Häusern sei man in der Lage, die Abstandsregeln einzuhalten, damit könnten beispielsweise bereits vereinbarte Umbaumaßnahmen an Fenstern und Türen ohne Probleme ausgeführt werden. Auch Kaminkehrer können ihre Arbeit verrichten. Weil Bäckereien, Metzgereien und Konditoreien geöffnet bleiben dürfen, müsse man nicht auf gute Handwerksqualität verzichten, auch auf den Baustellen werde soweit wie möglich gearbeitet. Mitarbeiter würden auf mehrere Fahrzeuge aufgeteilt, die Firmen stellten größere Pausencontainer zur Verfügung. „Die Geschäftstätigkeit in den meisten Handwerksbetrieben in Schwaben läuft noch“, teilte die Handwerkskammer mit.

27. März, 11.20 Uhr: Füssen ruft zu Spenden für italienische Partnerstadt auf

Füssen ruft seine Bürger zu Spenden für die italienische Partnerstadt Cremona auf. Die Menschen in Cremona litten besonders unter der Corona-Pandemie, heißt es in einer Mitteilung. Die Verwaltung Cremonas habe sich an Füssen gewandt und um finanzielle Hilfe gebeten, um dringend notwendige medizinische Hilfe kaufen zu können. Die Kontoinformationen findet man auf der Internetseite der Stadt Füssen (stadt-fuessen.de). Die Stadt überweist das Geld nach eigenen Angaben an die zuständigen Stellen in Cremona.

27. März, 8.15 Uhr: Nach 30 Jahren: Pause für AKW-Mahnwache

Seit rund 30 Jahren treffen sich die Mitglieder der "Mahnwache" jeden Sonntag um 15 Uhr vor dem Kernkraftwerk in Gundremmingen, um friedlich gegen die Atomkraft zu demonstrieren. Jetzt werden sie – wegen der Corona-Krise – ihren Protest erstmals länger unterbrechen. "Es ist ein Riesen-Einschnitt für uns, weil wir tatsächlich ja seit über 30 Jahren jeden Sonntag vor dem AKW stehen. Jetzt haben wir gesagt: Bis zum Ende der Ausgangsbeschränkungen bleiben wir daheim", sagte Thomas Wolf, Organisator der Mahnwache, dem BR.

27. März, 7.50 Uhr: Produktionsstopp bei BSH in Dillingen

Beim Geschirrspüler-Hersteller Bosch Siemens Hausgeräte in Dillingen wird am Samstag die Produktion gestoppt. Dies gilt erst einmal für zwei Wochen. Die Nachfrage ist aktuell rückläufig, heißt es. Mit den zuständigen Arbeitnehmervertretungen werden standortspezifische Regelungen getroffen. So sollen z.B.  Arbeitszeitkonten abgebaut, Urlaub genommen oder auch Kurzarbeit angemeldet werden. BSH ist mit rund 2500 Mitarbeitern der größte Arbeitgeber im Landkreis Dillingen.

27. März, 7.30 Uhr: Polizeieinsatz in Asylbewerberunterkunft

Nachdem ein Asylbewerber in Augsburg positiv auf das Corona-Virus getestet worden ist, mussten Polizei und Mitarbeiter der Regierung von Schwaben verängstigte Bewohner in seiner Unterkunft beruhigen. Eine Gruppe von Schwarzafrikanern hatte panisch reagiert, als sie erfuhr, dass die Kontaktpersonen des Erkrankten in der Unterkunft untergebracht werden sollten. Außerdem trug der Fahrer des Transports Schutzkleidung. Trotz der aufgeheizten Stimmung konnte die Situation friedlich geklärt werden. Die Kontaktpersonen werden auf einer getrennten Quarantänestation betreut.

26. März, 19.05 Uhr: Sommersemester an der Hochschule Neu-Ulm virtuell

Das Sommersemester an der Hochschule Neu-Ulm (HNU) findet virtuell statt. Das teilte die Hochschule heute mit. Mit E-Learning-Angebote soll das Lehrangebot trotz Corona sichergestellt werden. Auch für digitale Prüfungen will die Hochschule Lösungen finden. "Professorinnen und Professoren sowie Dozentinnen und Dozenten halten ihre Vorlesungen zukünftig digital und interagieren in Videokonferenzen direkt mit ihren Studierenden", teilte die Hochschule mit. 98 Prozent der Semesterwochenstunden sollen digital abgedeckt werden können.

26. März, 18.56 Uhr: 109 Corona-Infektionen in Kaufbeuren und im Ostallgäu bestätigt

Im Ostallgäu und in Kaufbeuren ist die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen von unter 100 auf 109 gestiegen. Das teilte das Landratsamt Ostallgäu mit. In Kaufbeuren gibt es 15 bestätigte Fälle, im Landkreis sind es 94.

26. März, 16.00 Uhr: Nordschwäbische Polizei zieht positive Bilanz

Das Polizeipräsidium Schwaben Nord meldet 45 Fälle, in denen Bürgerinnen und Bürger die derzeit geltenden Ausgangsbeschränkungen missachtet haben. Diese Zahl bezieht sich auf die 24 Stunden von gestern (6 Uhr) bis heute (6 Uhr). Meist handelte es sich um kleinere Gruppenbildungen im Freien, bei denen Freunde oder Bekannte zusammenstanden oder -saßen. Den etwa 190 Einsatzkräften fiel bei ihren Kontrollen wiederholt auf, dass sich viele Menschen bei Spaziergängen auf Parkbänken oder anderen Sitzgelegenheiten im Freien niederlassen. Das ist laut Polizei jedoch – im Gegensatz zur Bewegung im Freien – nicht erlaubt. Mit Blick auf die 24 Stunden zeigt sich die Polizei zufrieden und zieht ein "überwiegend positives Fazit".

26. März, 15.05 Uhr: Chemiebetrieb sucht Alkohol für Desinfektionsmittel

Auf ungewöhnliche Art und Weise hat der Chemiebetrieb Witty in Dinkelscherben im Landkreis Augsburg um Hilfe gebeten, um weiterhin Desinfektionsmittel herstellen zu können: Die Geschäftsführung hat sich an das Landratsamt Augsburg gewandt. Das ersucht nun über seine Internetseite alle Augsburger Betriebe, nicht benötigte Vorräte an Ethanol und Isopropanol zur Verfügung zu stellen, damit die im Landkreis akut benötigten Desinfektionsmittel produziert werden können. "Wir haben Bedarf ohne Ende und könnten rund um die Uhr produzieren", so Firmenchef Hubert Witty. Witty beschäftigt in Dinkelscherben rund 350 Mitarbeiter und produziert Reinigungsmittel und Desinfektionslösungen.

26. März, 14.20 Uhr: Stadt Augsburg informiert in vielen Sprachen – auch über Integreat-App

In der Stadt Augsburg leben Menschen aus über 120 Nationen zusammen. Das städtische Büro für Migration arbeitet deshalb mit anderen städtischen Stellen "mit Hochdruck daran, dass wichtige Informationen in vielen Sprachen bereitgestellt werden", erklärte die Leiterin des Büros, Margret Spohn auf Anfrage des BR.

Auch die Handy-App "Integreat", die ursprünglich für Geflüchtete entwickelt wurde, wurde um Inhalte für alle Neuzugewanderten erweitert. Abrufen lässt sich die App unter https://integreat.app/augsburg/de/.

26. März, 14.00 Uhr: Angebote lokaler Händler in Kaufbeuren

Die Aktionsgemeinschaft Kaufbeuren hat auf einer Internetseite alle Kaufbeurer Unternehmen aufgelistet, die während der Corona-Krise nach Hause liefern oder bei denen Ware abgeholt werden kann. Das Angebot reicht von Gastwirtschaften, die jetzt ihr Essen nach Hause liefern, Fahrradläden, die auf ihre geöffneten Werkstätten aufmerksam machen wollen, das Creszentia-Kloster mit seiner Essensausgabe für Bedürftigen, bis zu Schmuckläden, die Ketten und Uhren nach telefonischer Bestellung nach Hause liefern. Unternehmer können sich per Mail bei der Aktionsgemeinschaft melden Dazu ist keine Mitgliedschaft in der Aktionsgemeinschaft notwendig.

26. März, 13.55 Uhr: Kreiskliniken Günzburg-Krumbach suchen Unterstützung

Die Kreiskliniken Günzburg-Krumbach suchen externe Unterstützung von Pflegekräften und Ärztinnen: "Wir stellen uns auf einen Ausfall von Mitarbeitern im Bereich der Pflege und bei Medizinern ein, da die Infektionskette in absehbarer Zeit nicht mehr nachvollzogen werden kann und Mitarbeiter daher in Quarantäne müssen", sagt Klinikvorstand Dr. Volker Rehbein. "In den nächsten Wochen sind wir für externe Unterstützung sehr dankbar", sagt Rehbein.

26. März, 13.30 Uhr: 21 neue Corona-Infektionen im Landkreis Augsburg

Im Landkreis Augsburg haben sich mittlerweile 143 Personen mit dem Corona-Virus infiziert – das sind 21 mehr als gestern. Wie das Landratsamt mitteilte, wird derzeit ermittelt, wie viele der Erkrankten bereits wieder genesen sind.

Landrat Martin Sailer lobte das nachbarschaftliche Engagement in der Region. Überall gründen sich Sailer zufolge sogenannte Nachbarschaftshilfe-Gruppen. Deren Mitglieder übernehmen zum Beispiel Einkäufe, Fahrdienste oder führen Hunde aus.

Der Landkreis hat für die Helfer eine Handlungsempfehlung verfasst, die unter www.landkreis-augsburg.de abgerufen werden kann. Darin wird beispielsweise empfohlen, dass Helfer keine Privatwohnungen betreten. www.landkreis-augsburg.de/nachbarschaftshilfen

26. März, 13.20 Uhr: BayWa sorgt sich um Ernte am Bodensee

Deutschlands größter Agrarhändler BayWa macht sich in der Corona-Krise Sorgen um den Nachschub an Dünger und Pflanzenschutzmitteln für die Landwirtschaft. Die Lieferketten seien "durchaus beeinträchtigt", sagte Vorstandschef Klaus Josef Lutz in einer Telefonkonferenz am Donnerstag.

Kopfzerbrechen macht Lutz mit Blick auf die Ernte auch das Fehlen von Saisonarbeitern aus Osteuropa. In Deutschland fehlten rund 300.000 dieser Hilfskräfte. Auch die BayWa brauche bei der Apfelernte am Bodensee jährlich einige tausend Erntehelfer.

26. März, 11.45 Uhr: Deutsch-Japanisches Frühlingsfest fällt aus

Das Deutsch-Japanisches Frühlingsfest in Augsburg, eine der größten Open-Air-Veranstaltungen im Botanischen Garten der Stadt, wird abgesagt. Das hat Wolfgang Bockhold, der Präsident der Deutsch-Japanischen Gesellschaft in Augsburg und Schwaben, am Vormittag mitgeteilt. Zu dem Fest, das traditionell am Muttertag stattfindet, kommen jedes Jahr Tausende von Japan-Fans nach Augsburg, um Kampfkunst und Kalligraphie live zu erleben, Manga-Kostüme und Teezeremonie, Bonsaipflege und Haiku-Dichtkunst. Ob das Fest zu einem späteren Zeitpunkt, etwa im Herbst, nachgeholt wird oder ganz auf das nächste Jahr verschoben wird, sei von der Entwicklung der Corona-Lage in den nächsten Monaten abhängig, so Bockhold.

25. März, 17.50 Uhr: Quarantäne im Kurhotel endet

Das Landratsamt Unterallgäu beendet morgen die Quarantäne im Sebastianeum in Bad Wörrishofen. Anfangs saßen rund 120 Menschen in dem Kurbetrieb fest. Bei einer Mitarbeiterin des Hotels war am 13. März das Coronavirus diagnostiziert worden. Die anderen Angestellten sowie sämtliche Gäste wurden daraufhin getestet – die Ergebnisse fielen alle negativ aus. Die gut 60 Männer und Frauen, die noch im Hotel bleiben mussten, werden von einem Arzt noch einmal nach möglichen Symptomen gefragt und dann nach Hause geschickt. Auf der Homepage des Kurhotels beschreiben die Gäste ihre Lage: Zuerst seien viele besorgt und irritiert gewesen, doch dann habe sich Gelassenheit und Ruhe eingestellt.

25. März, 17.00 Uhr: Strafanzeigen gegen Moschee-Besucher und Schließung von Geschäften

Die Polizei in Nordschwaben hat diverse Verstöße gegen die Allgemeiverfügung geahndet. Innerhalb von 24 Stunden gab es in ihrem Gebiet 31 Fälle, in denen die Ausgangsbeschränkung nicht beachtet wurde. In drei Fällen wurde die Nichteinhaltung von Betriebsuntersagungen beanstandet. In einer Moschee in Friedberg trafen die Polizisten in den internatsähnlichen Gemeinderäumen auf 13 Besucher. Die Polizei musste die Veranstaltung auflösen und erstattete Strafanzeige.

25. März, 16.50 Uhr: Mittlerweile 80 Corona-Infizierte im Landkreis Neu-Ulm

Wie das Landratsamt Neu-Ulm mitteilt, gibt es im Landkreis aktuell (Stand 25.03.2020, 10:00 Uhr) insgesamt 80 Personen, die mit dem Corona-Virus infiziert sind. Das sind acht Fälle mehr als am Tag zuvor. Sieben Personen werden derzeit in den Kliniken behandelt.

25. März, 15.10 Uhr: Betrügerische Kontrolleure in Augsburg unterwegs

Die Polizei in Augsburg warnt vor Betrügern, die sich als Kontrolleure vom Gesundheitsamt Zugang zu Privatwohnungen verschaffen möchten. Anlass ist ein Vorfall im Augsburger Herrenbachviertel. Dort hatten am Dienstagmittag (24.03.) zwei Männer in grüner Schutzkleidung an der Haustür einer Anwohnerin geläutet. Der Frau gegenüber gaben sie an, vom Gesundheitsamt zu sein und wegen der aktuellen Corona-Situation medizinische Abstriche machen zu müssen. Die Bewohnerin, die alles vom Türspion aus verfolgte, öffnete nicht und verlangte den Ausweis der Beiden. Die angeblichen Corona-Kontrolleure gaben daraufhin zur Antwort, ihre Ausweise im Auto vergessen zu haben, gingen weg und kamen nicht wieder. Besuche vom Gesundheitsamt werden in der Regel zuvor angekündigt, insbesondere in Verbindung mit Corona-Infektionen. Im Zweifelsfall sollte man umgehend die Polizei unter der Notrufnummer 110 informieren.

25. März, 14.20 Uhr: Foodsharing Kempten: Gesammelte Lebensmittel suchen Abnehmer

Viele Restaurant, Cafes und Kantinen sind inzwischen geschlossen. Damit die bereits gekauften Lebensmittel nicht verderben und weggeworfen werden müssen, hat der Verein Foodsharing Kempten kräftig in der Stadt und umliegenden Gemeinden eingesammelt. Jetzt platzen die Lager aus allen Nähten. Brot, frisches Gemüse, Milchprodukte, Fertiggerichte, noch verschlossene Eimer aus der Großgastronomie – die ganze Palette habe man mittlerweile vorrätig, sagt Sigrid Braunegger von Foodsharing Kempten. Die Produkte sind kostenlos im Laden im Ankergässele 1 in Kempten abzuholen. Geöffnet ist Montag bis Freitag von 17-19 Uhr und samstags von 16-18 Uhr.

25. März, 14.10 Uhr: "Dicht an dicht" am Gipfelkreuz - Bergwanderer kassieren Anzeigen

Die Polizei hat bei den Kontrollen der Ausgangsbeschränkung festgestellt, dass vor allem am Riedberger Horn und Grasgehren viele Wanderer und Skitourengeher unterwegs sind. Vereinzelt sind sie laut Polizei für ihre Touren auch aus anderen Landkreisen angereist. Die Bergwacht teilte weiter mit, dass sich im Bereich des Gipfelkreuzes Menschen dicht an dicht drängen und somit gegen die Abstandsregeln verstoßen.

25. März, 11.20 Uhr: Weitere Infektionen in Memmingen

In Memmingen gibt es jetzt 21 bestätigte Corona-Fälle. Das sind drei mehr als gestern. Zur Schwere oder zum Verlauf der Krankheit bei den Betroffenen machte das Gesundheitsamt keine Angaben.

25. März, 11.00 Uhr: Infektions-Fälle in Augsburg nehmen stark zu

In Augsburg ist die Zahl der bestätigten Corona-Fälle auf 90 gestiegen. Nach Angaben der Stadt sind 15 weitere Augsburger positiv getestet worden - die größte Zahl von Neuinfektionen innerhalb eines Tages seit dem ersten Fall am 6. März.

Betroffen sind demnach alle Altersgruppen: Ältere genauso wie Kinder und junge Erwachsene. Nur Patienten mit starken Beschwerden werden im Krankenhaus behandelt.

25. März, 10.15 Uhr: Große Nachfrage bei Wirtschaftshilfe

Für das bayerische Soforthilfe-Programm für Betriebe und Freiberufler sind bei der Regierung von Schwaben offenbar schon zahlreiche Anträge eingegangen. Nach Angaben der Behörde wird zur Bearbeitung mehr Personal eingesetzt.

Das Wirtschafts-Programm der Staatsregierung richtet sich an Betriebe und Freiberufler, die durch die Corona-Krise in eine existenzbedrohende Lage kommen und laufende Kosten wie etwa Mieten nicht mehr decken können.

25. März, 10.00 Uhr: Strikte Regeln bei Bestattungen

Für Bestattungen im Landkreis Augsburg schreibt das zuständige Landratsamt ab heute einschneidende Maßnahmen vor: Per Allgemeinverfügung wird festgelegt, dass zum Schutz vor Corona-Infektionen nur noch der engste Verwandtenkreis zu einer Trauerfeier kommen darf. Mehr als 15 Personen dürfen nicht zusammenkommen.

Personen mit Fieber oder Symptomen einer Atemwegsinfektion dürfen nicht teilnehmen. Bei Trauerfeiern sollen alle Teilnehmer einen Mindestabstand von anderthalb Metern einhalten.

Darüber hinaus dürfen Bestattungstermine bis auf Weiteres nicht mehr bekanntgegeben werden, weder in der Tagespresse noch auf anderen Wegen. Wer sich nicht an die Anordnungen hält, muss mit Strafen rechnen, so das Landratsamt in seiner Mitteilung.

25. März, 9.30 Uhr: Medizinische Schutzausrüstung erreicht Kreis Neu-Ulm

Die ersten Material-Lieferungen zur Bewältigung der Corona-Krise haben den Landkreis Neu-Ulm erreicht. Das Technische Hilfswerk hat Schutzmasken, Schutzanzüge sowie Desinfektionsmittel vom Zentrallager in München in den Landkreis gebracht. Weitere Materiallieferungen durch den Bund und die Eigenproduktionen im Freistaat sollen folgen.

Die Feuerwehr im Landkreis Neu-Ulm wird die weitere Verteilung an die Einrichtungen vor Ort übernehmen. Dabei stehen zunächst die Kliniken sowie die Alten- und Pflegeheime im Fokus.

25. März, 9.20 Uhr: Ringeisen-Werk sucht Schutzmasken

Mundschutz und Schutzkleidung dringend gesucht: Das gilt auch beim Dominikus-Ringeisen-Werk, einer Behinderten-Einrichtung in Ursberg. Das Ringeisen-Werk appelliert jetzt dringend an Unternehmen und Handwerksbetriebe, momentan nicht benötigtes Material abzugeben: Schutzmasken der Klassen FFP2 und FFP3, flüssigkeitsdichte Einweg-Overalls, einfache Schutzbrillen und Einweghandschuhe.

All das könnte etwa im Lager von Lackierereien liegen. Wer Schutzausrüstung zur Verfügung stellen kann, erreicht das Ringeisen-Werk in Ursberg per Mail unter corona-schutz@drw.de

25. März, 8.00 Uhr: Augsburg setzt Ausgangs-Bußgeld fest

Für Verstöße gegen die Corona-Ausgangsbeschränkungen hat die Stadt Augsburg jetzt einen Bußgeldbetrag festgesetzt: 55 Euro soll zahlen, wer sich nach einer erste Belehrung durch Ordnungskräfte weigert, der Allgemeinverfügung Folge zu leisten. Ein bayernweiter Bußgeld-Katalog der Staatsregierung steht noch aus.

25. März, 8.00 Uhr: Osterfest ohne Kirchenbesucher

Die Pfarrer im Bistum Augsburg werden das Osterfest in menschenleeren Kirchen feiern. Mindestens bis 19. April wird es keine öffentlichen Gottesdienste geben. Die Osterkerzen würden zwar entzündet, so das Bistum. Die Gläubigen könnten allenfalls im Gebet am Gottesdienst teilnehmen; deshalb sollen die Gläubigen über die genauen Zeiten der Osterfeiern informiert werden.

25. März, 7.45 Uhr: Auch Bundeswehr dünnt Personal aus

Auch bei der Bundeswehr gilt "Corona-Betrieb": Die Kasernen in Sonthofen und Füssen wie auch auf dem Lechfeld sind weitgehend "verwaist". Ein Sprecher sagte auf BR-Anfrage, viel Soldaten erledigten Aufgaben von zuhause und seien dort in Bereitschaft. Lediglich der Sanitätsdienst sei normal besetzt. Soldaten, die sich auf einen Auslandseinsatz etwa in Mali vorbereiten, müssen zwei Wochen vor Abflug in vorsorgliche Quarantäne.

25. März, 7.30 Uhr: Keine Starts und Landungen am Flughafen Memmingen

Weil der Reiseverkehr fast vollständig zum Erliegen gekommen ist, hat auch die Fluggesellschaft Wizz-Air alle Starts und Landungen am Allgäu Airport für heute abgesagt. Damit wird es zum ersten Mal in dieser Corona-Krise keinerlei Flugbewegungen auf Schwabens wichtigstem Flughafen geben. Ob der Flugbetrieb in den kommenden Tagen zumindest wieder eingeschränkt laufen wird, ist noch unklar.

24. März, 19.15 Uhr: Zwei weitere Tote im Allgäu

Ein Corona-Patient aus dem Unterallgäu ist auf der Intensivstation am Klinikum MIndelheim gestorben. Nach Angaben der behandelnden Ärzte war der Mann Ende 60 und litt an mehreren schweren Vorerkrankungen. Gleiches gelte im Fall einer weiteren Person im Ostallgäu, die den Folgen ihrer Virusinfektion erlegen ist.

24. März, 18.55 Uhr: Zahl der Infizierten steigt auch in Günzburg

Aktuell gibt es im Landkreis Günzburg 30 Personen, die positiv auf das Corona-Virus getestet worden sind. Dies sind im Vergleich zum Montag vier Personen mehr. 18 Verdachtsfälle sind aktuell registriert, ebenso 155 Personen, die sich in Quarantäne befinden.

24. März, 18.15 Uhr: Soforthilfe Corona: Bereits viele Anträge

Für das Soforthilfeprogramm der Bayerischen Staatsregierung sind bereits viele Anträge von Betrieben und Freiberuflern, die durch die Corona-Krise in eine existenzbedrohliche wirtschaftliche Schieflage geraten sind, eingegangen. Um die Wartezeit auf die Entscheidungen auf ein Minimum zu begrenzen appelliert die Regierung an die Antragsteller keine Nachfragen über die geschaltete Hotline zu stellen. Auch Eingangsbestätigungen zu den Anträgen gibt es aktuell nicht.

24. März, 15.00 Uhr: Gratis WLAN und Telefon am Uniklinikum Augsburg

Gratis WLAN und Telefon am Uniklinikum Augsburg Augsburg: Weil Besuche zum Schutz von Patienten, Mitarbeitern und Angehörigen am Uniklinikum Augsburg derzeit stark eingeschränkt sind, sind dort ab sofort Telefon und WLAN für Patienten gratis. Das teilt das Uniklinikum Augsburg mit. Mit dieser Neuregelung, die bis auf weiteres gilt, möchte der Vorstand das derzeit stark eingeschränkte Besuchsrecht ein wenig abfedern.

24. März, 12.00 Uhr: Schutzbekleidungs-Hersteller Franz Mensch überwältigt von Hilfsbereitschaft

Der Schutzbekleidungs-Hersteller Franz Mensch in Buchloe zeigt sich überwältigt von der Hilfsbereitschaft der Menschen. Über den Rundfunk und soziale Medien hatte das Unternehmen dringend Mitarbeiter für die Logistik gesucht. Über 850 Menschen haben sich daraufhin seit vergangenem Freitag dort gemeldet. Bereits gestern starteten elf neue Mitarbeiter, die unter anderem beim Verpacken von Overalls und Atemmasken mit anpacken. Weitere acht Neueinstellungen sind geplant. Viele Angebote kamen von Selbstständigen und aus Bereichen, die von den aktuellen Schließungen betroffen sind. Die Geschäftsführer Achim und Axel Theiler sind erleichtert: „Wir sagen allen, die sich gemeldet haben, von ganzem Herzen Danke. Sie haben uns und ganz Deutschland in dieser Notlage sehr geholfen.“

In den kommenden Wochen erwartet die Franz Mensch GmbH knapp 60 Millionen Mundschutzmasken und 2 Millionen Atemschutzmasken. Normalerweise würde ein Bestand an Mundschutz in dieser Größenordnung für 6 Jahre reichen. Aktuell entspreche das dem Bedarf für nur einen Monat, so das Unternehmen. Auch im Bereich der Schutzbekleidung sei neue Ware unterwegs: 80.000 Overalls, 130.000 Schutzbrillen und mehr als eine Million Schutzkittel.

24. März, 11.15 Uhr: 10 neue Corona-Fälle in Augsburg

Das Gesundheitsamt der Stadt Augsburg meldet jetzt zehn weitere COVID-19-Fälle. Dies ist die zweithöchste Anzahl an Neuinfektionen innerhalb eines Tages seit dem ersten Fall am 6. März, teilt die Stadt mit.

Betroffen seien Menschen aller Altersstufen: Neben Älteren auch junge Erwachsene und Kinder. Die Patienten haben demnach auch schwere Symptome. In diesen Fällen seien die Menschen im Krankenhaus.

Insgesamt wurden somit 75 Augsburger positiv auf das Coronavirus getestet. Bei zwei der 75 Personen konnte die häusliche Isolierung inzwischen wieder aufgehoben werden.

24. März, 11.00 Uhr: Oberallgäuer Landratskandidat Alfons Hörmann in Quarantäne

Alfons Hörmann, Landratskandidat für das Oberallgäu und Präsident des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB), ist in Corona-Quarantäne. Sein Sohn Roland Hörmann ist gestern positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Vor einer Woche hatte dieser nach eigenen Angaben noch persönlichen Kontakt mit seinem Vater. Deshalb dauert die Quarantäne für Alfons Hörmann nach Angaben des Sohns noch bis zum Dienstag in einer Woche und damit über die Stichwahl hinaus.

24. März, 9.30 Uhr: Höchstädter Hausarzt schlägt Alarm

Allgemeinmediziner Jürgen Arnhardt aus Höchstädt (Lkr. Dillingen) schlägt Alarm: Ohne neue Schutzkleidung werden viele Praxen zusperren müssen, fürchtet er. Zwei Praxen im Landkreis mussten wegen Corona-Fällen bzw. Verdachtsfällen schon vorübergehend geschlossen werden. Viele Hausärzte bräuchten dringend die von Bundesgesundheitsminister Spahn und Ministerpräsident Söder angekündigten Schutzmasken und weitere Schutzkleidung, so Arnhardt. Es gebe aber im Moment keine Klarheit darüber, wann und ob diese geliefert würden. Weil die Telefonnummer des ärztlichen Bereitschaftsdienst 116117 häufig belegt sei und die Krankenhäuser verständlicherweise Patienten ablehnten, um Kapazitäten für schwerere Fälle vorzuhalten, sei es umso wichtiger, dass die Hausärzte einsatzbereit blieben. Ohne Schutzausrüstung sei dies aber fahrlässig.

24. März, 8.00 Uhr: Landkreis Donau-Ries richtet Führungsgruppe im Katastrophenschutz ein

Das Landratsamt Donau-Ries hat jetzt eine Führungsgruppe des Katastrophenschutzes eingerichtet. Die Führungsgruppe arbeitet an sieben Tagen in der Woche im 24-Stunden-Modus. Die Mitglieder der Gruppe fragen jeden Tag in den Krankenhäusern des Landkreises nach, wie viele Betten und Beatmungsplätze zur Verfügung stehen und melden den Bedarf gegebenenfalls an zentrale Stellen weiter. In der Führungsgruppe wird auch die Verteilung von Schutzkleidung oder Atemschutzmasken an Einrichtungen im Landkreis koordiniert.

Das Gesundheitsamt des Landratsamtes Donau-Ries meldet mittlerweile 33 bestätigte Erkrankte. Ein Schwerpunkt von Neuinfizierungen ergab sich durch einen Ausbruch im Umfeld der Kindertagesstätte in Heroldingen. Alle betroffenen Personen sind mittlerweile in Quarantäne.

24. März, 7.30 Uhr: Nobelpreisträger-Treffen in Lindau abgesagt

Die Nobelpreisträgertagung in Lindau wird wegen der Corona-Pandemie um ein Jahr verschoben. Das hat ein Sprecher dem BR gesagt. Demnach wird die interdisziplinäre Tagung im kommenden Jahr stattfinden (Ende Juni, Anfang Juli 2021). Auch für die Tagung der Wirtschaftswissenschaftler muss ein neuer Termin gefunden werden, voraussichtlich auch in einem Jahr.

Heuer soll es nach Angaben der Nobelpreisträgertagung weitreichende Online-Aktivitäten geben, bei denen junge Forscher mit den Nobelpreisträgern virtuell in Kontakt treten können. Details dazu sollen im Laufe des Tages bekannt gegeben werden.

23. März, 19.30 Uhr: Unterstützung für Tafeln in Augsburg

Die Stadt Augsburg will den Augsburger Tafeln helfen. Laut Wirtschaftsreferentin Eva Weber sollen künftig auf dem Messegelände Lebensmittelpakete geschnürt werden, die an den Ausgabestellen verteilt werden können. In Zusammenarbeit mit den Tafeln entstehen gerade Listen, um den Bedarf zu klären. In Planung ist auch ein Lieferservice für Bedürftige, wenn sich die Situation weiter verschlechtert.

23. März, 17.20 Uhr: Positive Nachrichten aus Aichach-Friedberg

Im Landkreis Aichach-Friedberg sind von den insgesamt 39 bisher am Coronavirus erkrankten Personen mittlerweile fünf wieder gesund, das teilte das Landratsamt mit. Die Anzahl der Kontaktpersonen von Erkrankten, die sich in Quarantäne befinden, liegt aktuell bei rund 350. Etwa 50 konnten die Quarantäne bereits wieder verlassen.

23. März, 15.15 Uhr: Diakonie weiter für Menschen in Not da

Die aktuelle Lage ist für viele Menschen eine große Herausforderung und psychische Belastung, gerade für diejenigen, die schon vorher psychisch erkrankt waren. Die Diakonie Augsburg ist weiter für sie da. Der Sozialpsychiatrische Dienst (SPDI) Augsburg mit seinen Außenstellen in Gersthofen, Meitingen und dem Beratungszentrum Süd ist weiterhin telefonisch und per Mail erreichbar. Das Angebot gelte für alle Menschen, die sich gerade in einem seelischen Ausnahmezustand befinden. Um Menschen in akuter materieller Not helfen zu können, bietet die Kirchliche Allgemeine Sozialarbeit (KASA) der Diakonie telefonische Beratung an. Unter (0821) 45019-3211 sind die Mitarbeiterinnen montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr zu erreichen und bieten eine Notversorgung für Menschen mit existenziellen Problemen.

23. März, 12:20 Uhr: Erster Corona-Todesfall in Augsburg

In Augsburg ist ein erster Corona-Todesfall zu beklagen: Nach Angaben der Stadt starb eine 90 Jahre alte Frau. Die Patientin habe unter Vorerkrankungen gelitten.

Gleichzeitig steigt die Zahl der Infizierten in der schwäbischen Bezirkshauptstadt. Nach Angaben der Stadt wurden 13 weitere Fälle registriert. Damit liegt die offizielle Zahl der Infizierten in Augsburg jetzt bei 65.

23. März, 9:00 Uhr: Wertinger Kinderarzt-Praxis wegen Infektions-Fall geschlossen

Die Wertinger Kinderarztpraxis "Berweck und Steinheber" muss vorübergehend wegen einer Corona-Infektion einer Mitarbeiterin geschlossen werden. Das teilt das Dillinger Landratsamt mit. Der Fall sei gestern bekannt geworden, heißt es in der Mitteilung weiter. Alle Mitglieder der Belegschaft werden jetzt als Kontaktpersonen erfasst.

Nach Einschätzung des Gesundheitsamts hat es für die Patienten der Praxis nur ein sehr geringes Ansteckungsrisiko gegeben. Die Praxis bleibt voraussichtlich eine Woche geschlossen. Für Notfälle ist die Praxis unter (08272) 3010 zu erreichen.

23. März, 8:00 Uhr: Ausgangsbeschränkung - Polizei in Nordschwaben trifft auf uneinsichtige Männer

Von zwei Verstößen gegen die geltenden Ausgangsbeschränkungen berichtet die Polizei in Nordschwaben. Demnach hätten sich vier Männer am Sonntagabend (22.3.) in einem Garten in Höchstädt zu einer Grillparty getroffen. Weil sie auch ein Lagerfeuer entfachten, blieb das Treffen kein Geheimnis. Auf die Aufforderung der Polizei, die Party zu beenden, hätten die vier allerdings "uneinsichtig" reagiert. Sie müssen jetzt mit Anzeigen rechnen.

In Lauingen, so der Polizeibericht, hatten sich währenddessen drei junge Männer vor einer Spielhalle verabredet, einer von ihnen hatte offenbar einen Schlüssel dazu. Die Folge der Polizeikontrolle: Platzverweis und Anzeige nach dem Infektionsschutzgesetz.

22. März, 13:51 Uhr: Seit Freitag acht neue Fälle im Landkreis Aichach-Friedberg

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen im Landkreis Aichach-Friedberg liegt jetzt bei 39. Das teilte das Landratsamt mit. Etwa 300 Menschen befinden sich in Quarantäne. Während auf der einen Seite erste Personen aus der Quarantäne entlassen wurden, kamen auf der anderen Seite auch neue Quarantäne-Fälle dazu, heißt es in einer Mitteilung vom Sonntagmittag. Wie das Landratsamt weiter erklärte, gibt es im Landkreis mittlerweile Menschen, die infiziert waren und wieder gesund sind. Weitere Details dazu sollen morgen bekannt gegeben werden. Am Freitag lag die Zahl der bestätigten Infektionen noch bei 31.

22. März, 10:49 Uhr: Nur wenige Verstöße gegen Ausgangsbeschränkungen

In Schwaben sind in der Nacht einige wenige Gruppen wegen der geltenden Ausgangsbeschränkungen aufgelöst worden. Im Bereich des Präsidiums Schwaben Süd / West in Kempten wurden einige Menschen belehrt. Es gab außerdem eine kleinere Zahl von Platzverweisen, teilte das Präsidium mit. Ein Sprecher des Präsidiums Schwaben Nord in Augsburg erklärte, die Nacht sei sehr ruhig gewesen – auch wegen des kalten Wetters. Insbesondere an Tankstellen habe es kleinere Gruppen gegeben, die von der Polizei mit Belehrungen aufgelöst worden seien.

22. März, 09:10 Uhr: Sechs neue Corona-Fälle in Augsburg

In Augsburg gibt es nach Angaben des Gesundheitsamtes sechs weitere bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus. Die Zahl der bestätigten Fälle liegt damit bei 52.

21. März, 22:10 Uhr: Corona-Fall bei Kuka in Augsburg

Ein Augsburger Mitarbeiter des Roboterherstellers Kuka ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Auf Nachfrage des Bayerischen Rundfunks bestätigte das Unternehmen einen entsprechenden Zeitungsbericht. Der Mitarbeiter war nach Kuka-Angaben im Urlaub erkrankt und kam im Anschluss nicht mit Kollegen in Kontakt.

21. März, 19:35 Uhr: Drei Kliniken im Allgäu bauen Zelte auf

Vor den kommunalen Krankenhäusern in Immenstadt, Kempten und Mindelheim sollen Zelte die ambulante Notfallversorgung in der Region unterstützen. In Immenstadt wird das Zelt schon eingerichtet. In Kempten und Mindelheim laufen noch die Planungen.

21. März, 13:34 Uhr: Erster Todesfall nach Corona-Infektion im Landkreis Dillingen

Ein chronisch kranker Bewohner eines Pflegeheims im Landkreis Dillingen ist bereits am Donnerstag an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben. Das teilte das Landratsamt mit. Die Infektion sei nach dem Tod des Mannes am Freitag "labordiagnostisch bestätigt" worden.Die Übertragung des Virus auf den Verstorbenen sei demnach "offensichtlich über eine zwischenzeitlich positiv getestete Kontaktperson aus dem Kreis der Besucher" erfolgt. Die Einrichtung sei dennoch „mit einem spezifischen Hygieneplan auf die Epidemie so gut wie möglich vorbereitet“ gewesen.Das Gesundheitsamt ermittele nun die Kontaktpersonen beim Pflegepersonal. In Abstimmung mit der Regierung von Schwaben soll festgelegt werden, "ob und unter welchen Bedingungen weiter gearbeitet werden darf".Unabhängig von diesem Fall sei eine weitere Person positiv getestet worden, ein Reiserückkehrer aus Südtirol "mit milden Symptomen". Die Zahl der bestätigten Fälle im Landkreis Dillingen an der Donau steigt damit auf insgesamt acht.

21. März, 13:17 Uhr: Augsburg nähert sich der Zahl von 50 Infizierten

Das Gesundheitsamt der Stadt Augsburg verzeichnet drei weitere Corona-Fälle, teilte Stadt-Sprecher Stefan Sieber mit. Die Zahl der bestätigten Fälle von Corona-Infizierten im Stadtgebiet von Augsburg steigt damit auf insgesamt 46.

20. März, 19.27 Uhr: Sieben weitere Corona-Infektionen im Lkr. Aichach-Friedberg

Im Landkreis Aichach-Friedberg gibt es sieben weitere Corona-Infektionen. Das hat das zuständige Landratsamt mitgeteilt. Stand Freitagmittag sind es nun insgesamt 31. Die erkrankten Personen befinden sich laut Mitteilung in Quarantäne. Die Anzahl der Kontaktpersonen von Erkrankten, die sich in Quarantäne befinden, ist aktuell bei rund 300, heißt es weiter.

Das Bürgertelefon des Landratsamtes Aichach-Friedberg (Tel. 08251 92 444) ist für medizinische Belange im Zusammenhang mit Covid 19 auch Samstag und Sonntag von 10 bis 13 Uhr erreichbar.

20. März, 18.59 Uhr: Hochschule Augsburg geht bald in "sehr eingeschränkten" Betrieb

Die Hochschule Augsburg geht ab Montag, 23. März 2020, in einen "sehr eingeschränkten Betrieb". Das hat die Universität mitgeteilt. In diesem Zeitraum dürfe die Hochschule Augsburg nicht mehr betreten werden. Ausgenommen seien Personen, die den Betrieb der Hochschule aufrechterhalten. Die 480 Beschäftigten arbeiten laut Mitteilung im Homeoffice und seien weiterhin für die Studierenden online und telefonisch erreichbar. Bis Montag, 20. April 2020, finden an der Hochschule Augsburg keine Präsenzveranstaltungen statt. Es gibt laut Universität stattdessen digitale Angebote. Wenn der normale Betrieb am 20. April, wie derzeit geplant, starten kann, würden die Studierenden fristgerecht ihre Noten bekommen, schreibt die Hochschule.

20. März, 17.20 Uhr: Bücher elektronisch ausleihen in Neu-Ulm

Die Stadtbücherei in Neu-Ulm hat aufgrund der Coronavirus-Pandemie geschlossen. Doch auch wenn eine Ausleihe vor Ort derzeit nicht möglich ist, müssen Kunden der Stadtbücherei nicht auf Ausleihen verzichten. Den Nutzern stehen nach wie vor elektronische Medien wie E-Books, E-Zeitschriften, E-Audios sowie E-Videos zur Verfügung. Diese können über die "Onleihe Schwaben" geliehen werden. Anmeldungen hierzu sind laut Stadt Neu-Ulm unkompliziert und jederzeit möglich: Einfach eine Mail an stadtbuecherei@neu-ulm.de schreiben und Vor- und Nachname, Adressdaten, Geburtsdatum und E-Mail-Adresse angeben. Nach Erhalt der Mail wird das Team der Bücherei die Anmeldung bearbeiten und entsprechende Zugangsdaten per Mail zur Verfügung stellen.

20. März, 15.23 Uhr: Augsburgs Oberbürgermeister kündigt strikte Durchsetzung der Corona-Allgemeinverfügung an

Augsburgs Oberbürgermeister Gribl hat die Maßnahmen, die der Freistaat am Mittag per Allgemeinverfügung angeordnet hat, gelobt. In einer im Netz gestreamten Pressekonferenz sagte er, durch diese klaren Verfügungen würden die Verhältnisse noch klarer. Die Stadt hatte nach seinen Worten bereits weitere Restriktionen auf lokaler Ebene vorbereitet. Sie hätten heute verkündet werden sollen, wenn nicht der Freistaat bayernweite Maßnahmen angeordnet hätte.

Die Stadt hatte die Restriktionen für nötig erachtet, da sich "einige" Personen nicht an die Empfehlungen gehalten hatten. Gribl kündigte an, dass die Stadt die Allgemeinverfügung des Freistaates Bayern unter Einsatz der Polizeikräfte und des städtischen Ordnungsdienstes durchsetzen wird. Verstöße dagegen würden als Ordnungswidrigkeiten oder gar Straftaten geahndet.

In der Stadt Augsburg gibt es momentan 43 nachgewiesene Corona-Infektionen. Unter den neun seit gestern hinzugekommenen Fällen ist eine Person mit schwerem Verlauf.

20. März, 13.18 Uhr: SKM Augsburg passt Hilfsangebote an

Der SKM Augsburg, der katholische Verband für soziale Dienste e.V. Augsburg, hat wegen der Corona-Krise seine Angebote den aktuellen Umständen angepasst. Existenzsichernde Hilfen des SKM würden aufrecht erhalten – nur eben mit gewissen Einschränkungen, so die Öffentlichkeitsreferentin des Verbands, Pia Haertinger.

Die Wärmestube in der Klinkertorstraße bleibt geschlossen. Stattdessen gibt der SKM aber von neun bis zwölf Uhr am Eingang der Wärmestube Lunch-Pakete aus. Zu diesen Zeiten von Montag bis Freitag können die Klienten auch weiterhin duschen oder dringend benötigte Kleidung abholen.

Die Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter des SKM bieten derzeit bevorzugt telefonische Beratung an. In dringenden Fällen können Hilfesuchende auch zum SKM kommen und sich im dortigen Innenhof persönlich, aber mit dem entsprechenden Sicherheitsabstand beraten lassen.

Der SKM hat seinen Klienten außerdem ein Infoblatt über die aktuell notwendigen Maßnahmen zukommen lassen. Diese Information sei "vorrangiges Ziel" gewesen, so Öffentlichkeitsreferentin Haertinger.

Änderungen betreffen auch das Übergangswohnheim für obdachlose Männer, das der SKM Augsburg im Auftrag der Stadt Augsburg betreibt. Dort würden die Abläufe immer wieder an die neuen Erkenntnisse angepasst. Die Aufenthaltsräume, die in den vergangenen Tagen geschlossen waren, wurden jetzt wieder geöffnet. Laut dem Leiter des Wohnheims, Knut Bliesener, hatten sich die Bewohner weiterhin auf ihren Zimmern in größeren Gruppen getroffen. Das sei schließlich auch nicht Ziel der Sache, so Bliesener.

20. März, 12.47 Uhr: Die Zahl der Corona-Fälle im Landkreis Donau-Ries steigt auf 20

Das Gesundheitsamt im Landkreis Donau-Ries meldet nun insgesamt 20 bestätigte Corona-Fälle. Deshalb würden nun vermehrt vorsorgliche Quarantänemaßnahmen gegenüber Kontaktpersonen verhängt, heißt es in einer Mitteilung des Landratsamtes.

Wie eine Sprecherin des Landratsamtes mitteilt, sei ein Katastrophen-Team auf Anweisung des bayerischen Gesundheitsministeriums zurzeit damit beschäftigt, für den Ernstfall zusätzliche Bettenkapazitäten zu planen. So könnten Turnhallen in der Nähe der Krankenhäuser in Donauwörth, Nördlingen und Oettingen zu Notfall-Lagern werden. Auch werde geprüft, auf welchen freien Flächen, Zelte aufgestellt werden können. Die Sprecherin betont, dass es sich um eine Vorsichtsmaßnahme handle, in den Krankenhäusern im Landkreis würden erst wenige Corona-Fälle behandelt.

20. März, 12.39 Uhr: Versorgung des Uniklinikums Augsburg mit desinfizierter Stationswäsche gesichert

Entgegen anderslautender Gerüchte ist die krisensichere Versorgung mit desinfizierter Stationswäsche und Bekleidung für das Personal am Uniklinikum Augsburg gewährleistet. Dies hat Ines Lehmann, Pressesprecherin der Uniklinik, dem BR-Studio Schwaben auf Nachfrage bestätigt.

Die Wäschelogistik des Uniklinikums managt eine Firma aus Österreich. Trotz Kontrollen, geschlossener Übergänge und kilometerlanger Staus dürften die LKW aber die Grenzen passieren. Grundlage dafür sei eine Erleichterung durch das Bundeswirtschaftsministerium, so Lehmann. An der Augsburger Uniklinik fallen täglich rund zehn Tonnen Wäsche an. Für den laufenden Betrieb sei die Versorgung essentiell, so Ines Lehmann.

20. März, 12.30 Uhr: Bislang 31 Personen im Ostallgäu und Kaufbeuren positiv auf Corona getestet

Im Landkreis Ostallgäu und der kreisfreien Stadt Kaufbeuren sind inzwischen 31 Personen positiv auf Corona getestet worden. Das teilte das Landratsamt Ostallgäu mit. Damit hat sich die Zahl der Infizierten seit Montag fast verdoppelt, da waren 16 Personen als infiziert gemeldet. Diese neuen Zahlen geben aber keine Auskunft darüber, ob alle Infizierten auch krank geworden sind oder wie schwer die Fälle sind. Die Fälle werden einfach addiert, Genesene werden nicht abgezogen.

20. März, 11.06 Uhr: Eröffnung der Bayerischen Landesausstellung verschoben

Wegen des Coronavirus wird die Eröffnung der Bayerischen Landesausstellung 2020 "Stadt befreit. Wittelsbacher Städtegründer" in Aichach und Friedberg verschoben. Das teilte Wissenschafts- und Kunstminister Bernd Sibler mit. Die Eröffnung war für den 28. April geplant. Wann sie nun stattfinden wird, steht noch nicht fest.

20. März, 10.43 Uhr: Landestheaters Schwaben führt Streaming-Angebot ein

Die Theatermacher am Landestheater Schwaben in Memmingen haben während der Coronavirus bedingten Schließung einen neues Projekt auf Youtube: Unter "landestheater@home" werden jeden Tag von einem Mitglied des Ensembles entweder ein kleiner Text oder ein Gedichte vorgetragen. "Wir erzählen weiter Geschichten in einer sicherlich krisenhaften Zeit, um Mut zu machen.", sagte Kathrin Mädler, die Intendantin des Landestheaters dem BR. Das Angebot kann entweder über die Internetseite des Landestheaters www.landestheater-schwaben.de oder direkt auf Youtube gesucht werden.

20. März, 10.17 Uhr: Neun neue Corona-Infektionen in Augsburg bestätigt

In Augsburg ist die Zahl der Corona-Fälle weiter gestiegen. Laut Gesundheitsamt sind neun weitere Infektionen bestätigt. Den Angaben zufolge handelt es sich um die bislang höchste Anzahl an Neuinfektionen innerhalb eines Tages seit Nachweis des ersten Corona-Falles in Augsburg am 6. März. Insgesamt sind im Stadtgebiet 43 Menschen nachweislich mit dem Virus infiziert worden.

20. März, 10.00 Uhr: Bistum Augsburg reagiert mit TV-Gottesdiensten auf Corona

Nach der Absage öffentlicher Gottesdienste reagiert das Bistum Augsburg mit TV-Gottesdiensten. Sie werden Sonntags ab 10 Uhr und an den übrigen Wochentagen ab 19 Uhr übertragen und von Bischof Betram Meier geleitet.

20. März, 09.55 Uhr: Augsburger Frühjahrsdult fällt wegen Corona aus

Wegen des Coronavirus fällt in diesem Jahr auch die Augsburger Frühjahrsdult im gesamten Zeitraum vom 11. bis zum 26. April aus. Das teilte die Stadt Augsburg mit. Überlegungen für einen späteren Beginn gibt es nach Angaben der Stadt derzeit nicht.

20. März, 09.14 Uhr: Memmingen will Liste mit Lieferdiensten veröffentlichen

Die Stadt Memmingen will eine Liste mit lokalen Unternehmen, die einen Lieferdienst anbieten, veröffentlichen. Dazu bittet sie alle Läden, die jetzt wegen der Coronakrise Waren ausliefern, sich zu melden - möglichst mit Angaben zur Branche und den Bestellmodalitäten. Dei Stadt bitte um Kontakt per E-Mail an wirtschaftsfoerderung@memmingen.de.

20. März, 08.40 Uhr: Studienorientierungstag an der Hochschule Augsburg findet online statt

Wegen der Corona-Krise hält die Hochschule Augsburg ihren Studienorientierungstag in diesem Jahr online ab. Am Freitag, den 27. März 2020, können sich Interessenten an einem virtuellen Infostand über das Angebot informieren. Wer teilnehmen will, muss sich vorher dafür registrieren. Informationen dazu gibt es auf den Internetseiten der Hochschule Augsburg.

20. März, 08.10 Uhr: Acht Grenzübergänge von Schwaben nach Österreich

In Schwaben sollen bis auf Weiteres acht Grenzübergänge nach Österreich geöffnet bleiben. Das geht aus einer Aufstellung hervor, die die Bundespolizei am Morgen veröffentlichte.

Bundespolizei und Landespolizei kontrollieren an den Übergängen an der A96, an der A7, an der B17 bei Füssen, an der B19 bei Oberstdorf, an den Grenzübergängen Balderschwang, Jungholz und Lindau Ziegelhaus sowie am Bahnhof von Lindau. Alle anderen Übergänge im Bereich der Bundespolizei in Kempten sind bereits geschlossen oder werden geschlossen.

Die Bundespolizei bittet alle Reisenden, Ausweisdokumente und eine Pendlerbescheinigung oder Nachweise für eine dringende Ausnahme griffbereit zu haben.

20. März, 06.33 Uhr: Nur wenige Verstöße Corona-Beschränkungen

In Schwaben hat es in der Nacht nur wenige kleinere Verstöße gegen die in Zusammenhang mit dem Coronavirus erlassenen Beschränkungen gegeben. Im Stadtgebiet von Augsburg habe die Polizei im Laufe der Nacht zwei oder drei Mal Gruppen von Jugendlichen aufgelöst, teilte ein Sprecher des Präsidiums Schwaben Nord am Morgen mit. Die Beamten mussten dabei keine Platzverweise erteilen. Weitere Verstöße gegen die Allgemeinverfügung im Zuständigkeitsbereich des Präsidiums sind nicht bekannt. Auch im Bereich des Präsidiums Schwaben Süd/West in Kempten hat es im Zusammenhang mit der Allgemeinverfügung wegen des Coronavirus jedenfalls keine größeren Einsätze gegeben. Das teilte ein Sprecher des Präsidiums in Kempten mit.

19. März, 20.32 Uhr: Corona-Test-Station in Senden ab Freitagmittag

Der Landkreis Neu-Ulm startet am Mittag in Senden ein Corona-Test-Zentrum als Drive In. Das Angebot richtet sich an Menschen mit Krankheitssymptomen, für die ein Verdacht besteht, dass sie am Coronavirus erkrankt sind. Sie müssen selbstständig zur Teststation fahren können. Getestet werden nur von der KVB ausgewählte Patienten. Alle anderen erhalten keinen Zugang und können nicht getestet werden. Bei Menschen, die nicht mobil sind und so schwere Symptome zeigen, dass sie nicht zur Teststation fahren können, kommt weiterhin ein Arzt über den KVB-Fahrdienst ins Haus, um dort einen Abstrich für den Corona-Test zu nehmen.

19. März, 17.40 Uhr: Acht Corona-Fälle in Memmingen

Im Stadtgebiet Memmingen gibt es aktuell acht Personen mit einer bestätigten Corona-Infektion. Der erste Fall in Memmingen ist am 14. März 2020 aufgetreten. Wer nach Aufenthalt in einem Risikogebiet Krankheitssymptome zeigt oder Kontakt mit einer infizierten Person hatte, soll sich bitte beim Hausärztlichen Notdienst unter der Nummer 116 117 oder beim städtischen Gesundheitsamt unter der Nummer 08331/96687-0 melden. Am Telefon werden Betroffene über die weiteren Maßnahmen informiert.

19. März, 17:38 Uhr: Zahl der Corona-Infektionen im Landkreis Dillingen steigt

Die Zahl der Corona-Infektionen im Landkreis Dillingen ist um drei weitere Fälle gestiegen. Es handelt sich dabei um zwei Kontaktpersonen zu bereits bestätigten Fällen außerhalb des Landkreises und um einen Reiserückkehrer aus den USA. Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit bei den Betroffenen die Kontaktpersonen und veranlasst die gebotenen Maßnahmen.

19. März, 16:32 Uhr: Besuchsverbot in Augsburger Heimen und Kliniken

Am morgigen Freitag (20.3.) tritt in Augsburg ein Besuchsverbot für Altenheime und Krankenhäuser in Kraft. Augsburgs Ordnungsreferent Dirk Wurm verlas die Verfügung während einer Pressekonferenz der Stadt. Entsprechende Einrichtungen dürfen nicht mehr betreten werden. Das gilt bis zum 19. April. Ausnahmen sind in Notfällen bei telefonischer Anmeldung möglich.

19.März, 16.19 Uhr: Wörishofer "Kneippianum" als Corona-Notklinik im Gespräch

Paul Gruschka, Bürgermeister von Bad Wörishofen, hat das leerstehende "Kneippianum" als Corona-Klinik ins Spiel gebracht. Der Träger des Gebäudes - der Orden der Barmherzigen Brüder, habe den Vorschlag bereits geprüft. Nach knapp zwei Jahren Leerstand sei das ehemalige Kurhaus derzeit zwar als "nicht bewohnbar" zu bezeichnen. Sollte allerdings das Gesundheitsministerium das Gebäude trotz der Mängel nutzen wollen, würde der Orden einer Nutzung zustimmen. Gruschka wörtlich: "Dies wäre eine Nutzung ganz im Sinne von Pfarrer Kneipp."

19. März, 15.29 Uhr: Wohnbaugruppe Augsburg stellt Mietern Unterstützung in Aussicht

Mieter der städtischen Wohnbaugruppe Augsburg (WBG), die durch Auswirkungen von Corona in Zahlungsschwierigkeiten geraten, können mit Unterstützung durch die WBG rechnen. Unternehmenssprecherin Andrea Wolf sagte dem BR: "Die WBG ist als sozialverpflichtetes, kommunales Unternehmen ohnehin immer bemüht, mit unseren MieterInnen gemeinsam eine Lösung zu finden, wenn diese Schwierigkeiten haben, die Miete zu zahlen. Insbesondere in der aktuellen Situation werden wir in jedem Einzelfall versuchen, belastbare Vereinbarungen zu schließen." Die Wohnbaugruppe ist ein städtisches Tochterunternehmen und der größte Vermieter in der Stadt. Die WBG bewirtschaftet in Augsburg rund 10.000 Wohnungen für rund 20.000 Menschen.

19. März, 13.17 Uhr: Stadt Augsburg würde notfalls Ausgangssperre verhängen

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus schließt Augsburgs Oberbürgermeister Kurt Gribl eine Ausgangssperre in Augsburg nicht aus. Derzeit sieht die Stadtverwaltung keinen Anlass für eine solche Maßnahme. Man würde eine Ausgangssperre aber erlassen, falls es in der Stadt eine deutliche Erhöhung des Infektionsrisikos geben sollte, oder falls die derzeit verordneten Einschränkungen nicht befolgt werden sollten. Das erklärte der OB auf Nachfrage von Journalisten während einer per Livestream übertragenen Pressekonferenz der Stadt. "Wir wollen das nicht, werden aber davon Gebrauch machen, wenn es nötig ist" erklärte Gribl.

19. März, 12.25 Uhr: Donau-Ries-Kliniken stoppen ab sofort alle Patientenbesuche

Die Donau-Ries-Kliniken stoppen zum Schutz gegen Corona-Infektionen ab sofort alle Patientenbesuche. Betroffen sind damit alle drei Klinik-Standorte in Donauwörth, Nördlingen und Oettingen. Bereits zuvor gab es einen Besuchsstopp in den Altenheimen des gemeinsamen Kommunalunternehmens (gKU) in Trägerschaft des Landkreises Donau-Ries. Die Altenheime befinden sich in Nördlingen, Wemding, Monheim und Rain.

In einer Mitteilung begründet der Klinik-Chef Jürgen Busse die Maßnahme damit, dass man die Patienten vor einer Corona-Infektion schützen müsse. Die bisher eingeschränkten Besuchszeiten könnten nicht mehr aufrechterhalten werden: "Der Aufwand für die Gesundheitskontrolle an den Eingängen und die Steuerung der Besucherströme war zu aufwändig. Wir brauchen jetzt alle Mitarbeiter zur Vorbereitung weiterer Schutz- und Behandlungsmaßnahmen und zur Aufrechterhaltung des Krankenhausbetriebs", so Busse in der Mitteilung.

19. März, 11:05 Uhr: Vier weitere Corona-Fälle in Augsburg bestätigt

Vier weitere Menschen in Augsburg sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Damit sind in Augsburg aktuell 34 Covid-19-Fälle bestätigt. Das teilte die Stadt am Donnerstagvormittag (19.03.2020) mit.

19. März, 08.49 Uhr: Plakataktion in Augsburg fordert: Abstand halten!

Abstand halten ist aktuell wichtig, um sich und andere zu schützen. Um Bürgerinnen und Bürger an so vielen Orten wie möglich daran zu erinnern, stellt die Stadt Augsburg Plakate zur Verfügung. In A3 oder A4 können die Schilder, die dazu auffordern den Mindestabstand von 1.50 Meter einzuhalten, unter augsburg.de heruntergeladen werden.

19. März, 07.37 Uhr: Tirol stellt Gemeinden unter Quarantäne

Das gesamte österreichische Bundesland Tirol wurde wegen der Ausbreitung des Coronavirus unter Quarantäne gestellt. "Wir erlassen Quarantäneverordnungen für alle 279 Tiroler Gemeinden. Das bedeutet: Die Gemeinde darf nur dann verlassen werden, wenn es um die Deckung der Grundversorgung geht, um die Daseinsvorsorge oder um zur Arbeit zu kommen – und dann nur zum nächstgelegenen Ort", teilte Tirols Landeschef Günther Platter am Mittwochabend via Facebook mit. "Sofern es einen Arzt, eine Apotheke, einen Lebensmittelhandel und eine Bank im Ort gibt, darf die Gemeinde für diese Zwecke nicht verlassen werden."

18. März, 19.00 Uhr: Polizei in Schwaben überwacht Corona-Maßnahmen

Die Polizei in Schwaben überwacht die Einhaltung der Corona-Maßnahmen. Beamte im Bereich Schwaben Süd/West haben bereits vereinzelt Platzverweise ausgesprochen, wie das Präsidium mitgeteilt hat. Es habe sich um Personen gehandelt, die sich an Orten wie Spielplätzen oder Freizeiteinrichtungen aufgehalten hätten. Michael Jakob vom Polizeipräsidium Schwaben Nord wies darauf hin, dass die Polizei gezielt unterwegs ist, um die Verfügung zu überwachen. Er betonte, dass trotz der umfangreichen Maßnahmen die Polizei in Nordschwaben weiterhin zu erreichen ist und in Notfällen nach wie vor sofort helfen kann.

18. März, 17.07 Uhr: Corona-Krise in Allgäuer Partnerstädten: "Aus Erfahrungen in Italien lernen"

Füssen im Ostallgäu will aus den Erfahrungen ihrer italienischen Partnerstadt Cremona in der Lombardei lernen. Das hat Claudia Gaiotti, die sich um die Städtepartnerschaften Füssens kümmert, dem BR mitgeteilt. Die Lombardei in Norditalien ist in Europa besonders schwer vom Coronavirus betroffen. Im April sei eine Reise nach Cremona geplant gewesen, diese wurde abgesagt. Gaiotti habe vor etwa einem Monat von einer Kollegin aus der italienischen Stadt erfahren, dass es damals nur vier Infizierte gegeben habe, nun seien es über 400. Das Krankenhaus sei überfordert, nicht nur das in Cremona selbst, sondern auch die Einrichtungen in den Dörfern. Deshalb müsse man aus der Erfahrung Italiens lernen, um einen Notstand in Krankenhäusern hierzulande zu verhindern. Auch andere Allgäuer Städte haben Partnerschaften mit Städten in Italien. Kaufbeuren zum Beispiel hat ebenfalls Treffen mit der italienischen Stadt Ferrara in Oberitalien abgesagt. In Memmingen steht erst im August ein Treffen mit der Partnerstadt Teramo in den Abruzzen an. Im Moment sei die Stadt im Allgäu aber ohnehin genug mit sich selbst beschäftigt, wie ein Mitarbeiter sagt.

18.März, 15.05 Uhr: FC Memmingen hat wegen Corona finanzielle Schwierigkeiten

Beim FC Memmingen haben sie wegen der Pause im Spielbetrieb jetzt drastische Maßnahmen ergriffen. Das Präsidium hat beschlossen, dass alle "veränderbaren Zahlungen" ab sofort eingestellt werden. Das betrifft unter anderem Spieler- und Trainergehälter, Ehrenamtspauschalen und Ausbildungsentschädigungen für Übungsleiter im Jugendbereich. Sie alle sollen demnach kein Geld mehr bekommen. Die Betroffen würden per E-Mail ausführlich informiert, die Mail ist nach Angaben des Vereins mit einem Appell an die Solidarität aller, auch derer, die bestehende Verträge haben, versehen. Diese Entscheidung betrifft nach Angaben der Vereinsführung alle Mannschaften des FC Memmingen von den Bambinis bis zur ersten Herrenmannschaft. "Dies ist ein einschneidender Schritt. Aber nur mit der maximalen Reduzierung der Ausgaben kann die Überlebensfähigkeit des FC Memmingen gewährleistet werden. Dies ist das einzige Kriterium für unsere Entscheidungen, um größtmöglichen Schaden abzuwenden“, erklärt der Präsident des FC Memmingen, Armin Buchmann. Die FCM-Verantwortlichen seien zum Schluss gekommen, dass in den nächsten Wochen oder Monaten aus Verantwortung und gesundheitlicher Vorsorge heraus, Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen kein Trainingsbetrieb zugemutet werden kann.

18. März, 14.34 Uhr: Erster Corona-Fall im Landkreis Dillingen

Im Landkreis Dillingen gibt es jetzt auch einen ersten bestätigten Corona-Fall. Das teilt das Landratsamt mit. Die betroffene Person hat sich laut Mitteilung bis zwei Tage vor dem Ausbrechen der Erkrankung in einem vom Robert-Koch-Institut erklärten Risikogebiet aufgehalten. Unabhängig von diesem Fall stünden im Landkreis Dillingen aktuell 36 Personen als Kontaktpersonen zu anderen Infizierten unter Quarantäne. In den letzten Tagen hatte es Gerüchte gegeben, im Landkreis Dillingen gebe es nur deshalb noch keinen bestätigten Corona-Fall, weil das Gesundheitsamt zu wenig testen würde. Diesem Vorwurf widerspricht die Leiterin des Gesundheitsamtes, Uta-Maria Kastner, in der Mitteilung erneut und verweist auf die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts, welche Personen- bzw. Risikogruppen vorrangig getestet werden sollen.

18. März, 12.17 Uhr: Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen im Allgäu schließen – Touristen müssen sofort abreisen

Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen im Allgäu schließen, Touristen müssen noch heute abreisen. Das teilte die Allgäu GmbH soeben mit. Die Allgäuer Gastgeber folgen damit der bayerischen Allgemeinverfügung von gestern und vorgestern, die besagt, dass der Betrieb von Hotels und Beherbergungsbetrieben und die Zurverfügungstellung jeglicher Unterkünfte zu privaten touristischen Zwecken untersagt wird. Ausgenommen sind hiervon Hotels und Pensionen, die ausschließlich Geschäftsreisende und Gäste für nicht private touristische Zwecke aufnehmen.

18. März, 12.08 Uhr: Schülerbetreuung in Augsburg nur wenig gefragt

Die Kinderbetreuung an Augsburgs Grund- und Mittelschulen wird nicht so stark in Anspruch genommen, wie das beim staatlichen Schulamt zunächst befürchtet wurde. Im Zuge der Corona-Krise wurden an allen 36 Grund-, den 14 Mittelschulen und den neun so genannten Vollschulen (Grund- und Mittelschule) Schülerbetreuungen eingerichtet, an lediglich 19 davon wird diese aber auch aktiv durchgeführt, erklärte Markus Wörle vom staatlichen Schulamt in Augsburg

18. März, 11.35 Uhr: 19 Fälle im Unterallgäu – Test in Drive In nur nach Aufforderung

Im Landkreis Unterallgäu sind inzwischen 19 Personen positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Ein Patient wird derzeit isoliert in der Klinik in Mindelheim behandelt. „Jeder kann dazu beitragen, dass sich das Corona-Virus langsamer ausbreitet“, sagt Ludwig Walters, Leiter des Unterallgäuer Gesundheitsamts. Dazu sollte jeder seine persönlichen Kontakte auf das Nötigste reduzieren. Walters bittet um Verständnis, dass nicht jeder, der befürchtet, am Corona-Virus erkrankt zu sein, getestet werden kann. „Getestet werden nur Personen, die aus Risikogebieten zurückgekehrt sind und entsprechende Symptome aufweisen oder Menschen, die mit infizierten Personen Kontakt hatten.“ Deshalb dürfen den Drive-In-Schalter für die Corona-Tests des Landratsamts nur Personen anfahren, die vorab vom ein entsprechendes Ticket mit einer Nummer erhalten haben.

18. März, 10.50 Uhr: Acht neue Corona-Fälle in Augsburg

Acht weitere Personen in Augsburg wurden positiv auf das Coronavirus getestet, das hat die Stadt Augsburg mitgeteilt. Damit steigt die Zahl in der Stadt auf 30 bestätigte COVID-19-Fälle. Bei den acht neuen Personen handelt es sich um Kontaktpersonen bestätigter Fälle und Reiserückkehrer aus unterschiedlich Gebieten.

18. März, 10.40 Uhr: Augsburger Gerichte versuchen Publikumsverkehr zu minimieren

Am Landgericht Augsburg wird wegen des Coronavirus versucht, den Geschäftsbetrieb zu minimieren. Nur notwendige Verfahren sollen stattfinden, so Geschäftsleiter Alfred Schwarz. Ob und wann Gerichtstermine stattfinden, entscheiden die Richterinnen und Richter im Einzelfall. Das Gericht verzichtet auf vermeidbaren Publikumsverkehr, aber die Gerichtsverfahren bleiben öffentlich. Die Zahl der Zuschauer wird gegebenenfalls reduziert. Am Amtsgericht Augsburg sind die Beratungshilfestelle, die Grundbucheinsichtsstellte und der Bürgerservice Nachlass vorübergehend für Besucher geschlossen. Hier kann man seine Anliegen aber schriftlich einreichen.

18. März, 10.03 Uhr: Gerichte im Allgäu reagieren auf Corona

Bei den Gerichten im Allgäu wird wegen des Coronavirus jetzt geprüft, welche Verhandlungen und Gerichtstermine verschoben werden können. In Memmingen und Kaufbeuren entscheiden die Richter im Rahmen der richterlichen Unabhängigkeit, ob die Sitzungen stattfinden. In Kempten werden viele Zivilsachen abgesetzt oder verlegt. Die Verhandlungen in Strafsachen finden überwiegend statt.

18. März, 09.19 Uhr: Kleinere Grenzübergänge im Allgäu geschlossen

Im Allgäu sind derzeit die kleineren Grenzübergänge nach Österreich gesperrt. An den größeren Übergängen an der A7 und der A96 wird kontrolliert. Das teilte die Bundespolizei in Kempten auf Anfrage des BR mit. Eine Sprecherin begründete die Schließung mit einsatztaktischen Erwägungen und der Notwendigkeit Schwerpunkte zu setzen. Berufspendler kommen wegen der gesperrten Übergänge nur auf Umwegen über die Grenze.

17. März, 18.17 Uhr : Angst vor Corona-Infektionen: Viele Tafeln schließen

Die Ausbreitung des Coronavirus wirkt sich auf die Tafeln in Schwaben und Oberbayern aus. Der Betrieb des Vereins Tafel Augsburg e.V. geht vorerst weiter. Die Caritas dagegen hat die Abgabe von Lebensmitteln an Bedürftige vielerorts eingestellt.

17. März, 18.07 Uhr: So leidet die Wirtschaft in der Region unter Corona

Im Bezirk Schwaben leiden die Branchen Gastgewerbe, Reisewirtschaft und Tourismus am meisten unter den Folgen der Corona-Krise. Das erklärte Dr. Marc Lucassen, Hauptgeschäftsführer der IHK Schwaben, auf einer Pressekonferenz zu den Folgen von Corona auf die regionale Wirtschaft. Starke Einschränkungen seien durch den Katastrophenfall im Bereich der Lieferketten zu verzeichnen, auch die Industrie würde die Folgen auf dem Absatzmarkt deutlich spüren. Zudem seien besonders kleine und mittlere Unternehmen von der Krise betroffen – darauf zielten auch die Maßnahmen von Bund und Land ab, die jetzt beschlossen wurden. Entscheidend, so Lucassen, sei jetzt die schnelle und unbürokratische Umsetzung dieser Maßnahmen: „Gut gemeint sei noch nicht gut gemacht.“ Die Restriktionen seien zwar massiv – aber jede Krise sei auch eine Chance. Die Wirtschaft müsse die Herausforderung annehmen. Diese Krise werde die Wirtschaft hierzulande dauerhaft verändern.

17. März, 17.52 Uhr: Neu-Ulm ruft medizinisches Personal auf, sich zu melden

Der Landkreis Neu-Ulm ruft alle Menschen, die über medizinische oder pflegerische Sachkenntnisse verfügen - und derzeit nicht im Gesundheitssektor arbeiten - auf, sich zu melden. So rechnet auch der Landkreis mit einer weiteren Verbreitung des Coronavirus. Um das Gesundheitssystem und die Kräfte, die bereits im Einsatz sind, zu verstärken, wendet sich der Einsatzstab am Landratsamt Neu-Ulm daher frühzeitig an seine Landkreisbewohner.

Die entsprechend qualifizierten Menschen werden gebeten, sich bei den Kreis-Kliniken unter der Telefonnummer 07309/870-1511 zu melden. Besonders Ärztinnen und Ärzte oder Pflegekräfte im Ruhestand, in Elternzeit, im Studium oder in Ausbildung werden vom Landkreis gesucht. Sie könnten das Personal in den Krankenhäusern oder Praxen verstärken, unterstützen und entlasten. Es geht laut Landratsamt nicht um einen sofortigen Einsatz, sondern um die Vorbereitung für eine Lage, die den verstärkten Einsatz medizinisch erfahrener Kräfte gegebenenfalls erforderlich macht.

17. März, 17.20 Uhr: Schutzkleidungsmangel: Vertreiber aus Buchloe hofft auf Entspannung

Medizinische Schutzkleidung ist wegen der Corona-Krise derzeit weltweit Mangelware. Vergangene Woche hatte das Unternehmen Franz Mensch GmbH aus Buchloe, das unter anderem Mundschutz- und Atemschutzmasken importiert und vertreibt, noch vor einem massiven Notstand gewarnt. Nachdem China nun den Exportstopp für diese Waren aufgehoben hat, rechnet das Unternehmen mit einer Entspannung und erwartet eine große Lieferung mit Mundschutz und Atemschutzmasken.

17. März 17.10 Uhr: FC-Augsburg-Fanclub will in Corona-Krise helfen

Der FC-Augsburg-Fanclub "Ulrich Biesinger Tribüne e.V." möchte in der Corona-Krise bedürftigen und gefährdeten Menschen helfen. Wer Unterstützung in der Bewältigung des eingeschränkten Alltags benötigt, könne sich per Anruf, SMS oder Whatsapp unter 0170- 4961167 an die Organisatoren wenden, erklärte der FC Augsburg in einer Presseerklärung. Es

17. März, 11.10 Uhr: Drive-In-Schalter für Corona-Tests in Mindelheim

Das Unterallgäuer Landratsamt in Mindelheim richtet ab heute Nachmittag (14 Uhr) einen Drive-In-Schalter für Corona-Schnelltests ein. Die Teststation ist für Reiserückkehrer mit Krankheitssymptomen sowie für Kontaktpersonen von infizierten Menschen vorgesehen. Diese Personengruppen können vom Gesundheitsamt eine Nummer erhalten, mit der sie dann für einen Test zugelassen werden. Wer zu einer der beiden genannten Risikogruppen gehört, kann sich unter der Telefonnummer 08261 995 406 beim Gesundheitsamt melden. Die Teststation steht beim Kreisbauhof in der Landsberger Straße 45.

17. März, 11.05 Uhr: Zwei neue Fälle in Augsburg

In Augsburg wurden zwei weitere Menschen positiv auf das Coronavirus getestet. Das teilte die Stadt mit. Die Zahl der bestätigten Infektionen in Augsburg steigt damit auf 22.

17. März, 10.26 Uhr: AVV stellt Nachtbuslinien in der ganzen Region ein

Der Augsburger Verkehrsverbund stellt ab sofort seine Nachtbuslinien ein. Betroffen sind sowohl die Nachtbusse, die im Raum Augsburg Stadtteile und Nachbargemeinden verbinden, als auch die Verbindungen in die Region etwa nach Aindling, Dinkelscherben und Untermeitingen. Seit gestern fahren alle Busse und Straßenbahnen im Verbundgebiet nach dem reduzierten Ferienfahrplan. Alle Verbindungen, die in den Fahrplänen mit einem "S" für Schülerverstärkerfahrten gekennzeichnet sind, fallen aus.

17. März, 10 Uhr: Noch kein Corona-Fall im Landkreis Dillingen - getestet wird selbstverständlich trotzdem

Der Landkreis Dillingen gehört zu den wenigen Landkreisen in Bayern, in denen es noch keinen bestätigten Corona-Fall gibt. Das führt offenbar dazu, dass vermehrt Gerüchte aufkommen, dass im Landkreis nicht ausreichend getestet wird. Dem widerspricht ein Sprecher des Landratsamts vehement: Im Krankenhaus, im Gesundheitsamt und auch durch den Ärztlichen Bereitschaftsdienst seien bereits zahlreiche Tests durchgeführt worden. Allerdings, wie anderswo auch,  nur in begründeten Verdachtsfällen: Die Labore hätten nur begrenzte Kapazitäten, und es sei wichtig, dass Kranke mit einem hohen Risiko einer Erkrankung in der Diagnostik Vorrang hätten. Ein Mitarbeiter einer Lauinger Firma wurde positiv getestet, er wohnt aber im Landkreis Heidenheim.

16. März, 16:23 Uhr: Gemeinde Heimenkirch vermittelt Hilfe für Risikogruppen wegen Corona-Virus

Die Gemeinde Heimenkirch will Menschen, die durch das Corona-Virus besonders gefährdet sind, Hilfsangebote von Gemeindebewohnern und örtlichen Unternehmen vermitteln. In einer Mitteilung heißt es, ältere und erkrankte Bürger seien bei Besorgungen und dergleichen auf Unterstützung angewiesen. Falls sich Menschen aus Heimenkirch in dieser Situation befinden und nicht auf Dritte zurückgreifen können, sollen sie sich im Rathaus melden. Zugleich bittet die Gemeinde  Einwohner aus Heimenkirch, die Angehörigen von Risikogruppen helfen wollen, sich ebenfalls im Rathaus zu melden. Auch Gastronomiebesitzer und Supermärkte, die Essen und weitere lebensnotwendige Produkte nach Hause liefern wollen, sollen sich an die Rathausmitarbeiter wenden. Diese würden Hilfesuchende und Hilfeanbietende dann zusammenzubringen. Wichtig: Kontakt laut Mitteilung der Gemeinde nur per Mail und Telefon, Besuche im Rathaus sind – soweit möglich – zu vermeiden.

16. März, 15:23 Uhr: Zehn Infizierte im Landkreis Neu-Ulm

Im Landkreis Neu-Ulm sind aktuell insgesamt zehn Fälle für eine Erkrankung am neuen Coronavirus SARS-CoV-2 gemeldet. Eine Person befindet sich in stationärer Behandlung.

16. März, 14:43 Uhr: Dillinger OB Kunz: Betreten der Spielplätze verboten - sonst Polizei

Die Stadt Dillingen sagt alle städtischen Veranstaltungen ab, auch alle städtischen Einrichtungen sind geschlossen, alle Kurse der VHS abgesagt. Das teilt Oberbürgermeister Frank Kunz in einer Videobotschaft mit. Er weist auch daraufhin, dass alle Spielplätze in Bayern gesperrt seien, das Betreten sei verboten. Die Bürger sollten auch nicht zögern, die Polizei zu verständigen, wenn sie Personen auf einem Spielplatz sähen. Die Lage werde sich jetzt jeden Tag verändern, was heute festgelegt werde, könne morgen schon verschärft werden. Damit müsse man umgehen, dürfe aber auch nicht in Panik oder Angst verfallen, so der Dillinger Oberbürgermeister Frank Kunz weiter.

16. März, 13:34: Coronavirus: Insgesamt 20 Fälle in Augsburg bestätigt

Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus in Augsburg ist übers Wochenende auf 20 gestiegen. Neun Augsburger wurden am Samstag (14.03.2020) und Sonntag (15.03.2020) positiv auf den Virus getestet. Das teilte die Stadt am Montagmittag mit.

16. März, 13:09 Uhr: Stau wegen der Einreisegrenzkontrollen an der Grenze bei Lindau

Wegen der Einreisegrenzkontrollen der deutschen Bundespolizei in Zusammenhang mit dem Corona-Virus kommt es im Bereich Lindau zu kilometerlangen Staus. In einer Mitteilung der Landespolizeidirektion Vorarlberg heißt es, die Rückstauungen auf der Rheintalautobahn A14 reichten bis zur knapp zwanzig Kilometer entfernten Ausfahrt Dornbirn-Süd. Auch die Nebenstraßen sind demzufolge von der Staubildung betroffen, da auch die kleinen Grenzübergänge nach Deutschland kontrollierten werden. Die Polizei rät deshalb, sofern möglich, keine Fahrten nach Deutschland zu machen.

16. März, 13:07 Uhr: Deutsche Bahn stellt Regionalverkehr nach Tirol ein

Die Bahn hat den grenzüberschreitenden Regionalverkehr zwischen Bayern und Tirol eingestellt. Wie die Bahn mitteilte, ist weder Zug- noch Busverkehr möglich. Züge der DB Regio in Richtung Seefeld in Tirol und Innsbruck Hbf enden in Mittenwald. Zwischen den österreichischen Bahnhöfen Scharnitz und Innsbruck Hbf verkehren Züge der ÖBB. Die DB-Regionalzüge aus Richtung Garmisch-Partenkirchen und in Richtung Reutte in Tirol enden in Griesen. Auf österreichischer Seite ist zwischen Ehrwald Zugspitzbahn und Reutte in Tirol ein Schienenersatzverkehr eingerichtet worden. Die DB-Regionalzüge aus Richtung Kempten Hbf und in Richtung Reutte in Tirol enden in Pfronten-Steinach. Auf österreichischer Seite ist ein Schienenersatzverkehr zwischen Vils und Reutte in Tirol eingerichtet worden.

16. März, 12:00 Uhr: Zoo Augsburg wegen Katastrophenfall ab Dienstag geschlossen

Nachdem Ministerpräsident Söder den Katastrophenfall ausgerufen hat, bleibt ab Dienstag, den 17.03. auch der Augsburger Zoo geschlossen. Nach Angaben des Zoos ist noch offen, wie lange die Schließung dauern wird. Bereits gebuchte Veranstaltungen wie Kindergeburtstage, Tierkontakte, Führungen, und Ähnliches sind bis Ostern abgesagt.

16. März, 12:00 Uhr: Bistum Augsburg sagt Gottesdienste ab

Im Bistum Augsburg sind alle öffentlichen Gottesdienstfeiern abgesagt. Wie das Bistum mitteilte, gilt die Regelung vorerst bis zum Freitag, 03.04.2020. Das Bistum bittet die Gläubigen, Gottesdienstübertragungen in Fernsehen, Radio oder Internet zu verfolgen. Als Ort für persönliche Gebete sollen die Kirchen nach Möglichkeit zu den gewohnten Zeiten geöffnet bleiben.

16. März, 9:00 Uhr: Grenzen zu Österreich geschlossen

Seit dem Morgen werden in Schwaben die Grenzübergängen am Grenztunnel A 7 bei Füssen und an der A 96 bei Lindau kontrolliert. Auch die vielen kleinen Grenzübergänge sollen überwacht werden, dazu gehören zum Beispiel die Übergänge Pfronten-Steinach, Oberreute, Balderschwang-Hittisaus oder Füssen Ziegelwies. Die Bundespolizeiinspektion Kempten übernimmt die Kontrollen gemeinsam mit den Kollegen der zuständigen Polizei-Dienststellen.

14. März, 12:30 Uhr: Augsburg bestätigt elften Infektionsfall

In der Bezirkshauptstadt gibt es jetzt elf Patienten mit einer bestätigten Corona-Infektion. In einer Pressemitteilung der Stadt heißt es, der Erwachsene befinde sich seit Freitag (13.3.) in häuslicher Isolation. Die Person habe "mäßige Symptome wie Fieber und Husten", die ambulant behandelbar seien. Kontaktpersonen würden vom Gesundheitsamt ermittelt.

14. März, 11:30 Uhr: Auch Kulturbetrieb abseits der großen Städte betroffen

Die Angst vor einer Verbreitung des Coronavirus bringt auch den Kultur-Betrieb auf dem Land zum Erliegen. So hat das Frauenmuseum Hittisau "bis auf Weiteres" geschlossen. Damit wolle man sich den "Maßnahmen zur Verlangsamung der Coronavirus-Ausbreitung" anschließen. "Es ist die Zeit der Solidarität, des Schulterschlusses und der gesellschaftlichen Verantwortung", erklärt das Museum.

Auch ein Konzert des lettischen Musikers Reinis Jaunais im "Kulturgewächshaus Birkenried" in Gundelfingen am morgigen Sonntagnachmittag (15.3.) wird nicht stattfinden. Der Veranstalter erklärt, dass der Musiker die letzte Chance ergriffen habe in seine Heimat zurückzukehren, bevor die Grenzen zu Polen geschlossen wurden. Bis Mitte April sind in Gundelfingen bereits drei weitere Konzerte abgesagt.

Der kleine Kulturbetrieb beklagt, solche Absagen seien "für die Künstler im Kleinkunstbereich eine Katastrophe", da sie "kaum finanzielle Polster zum Überstehen solcher Durstzeiten" hätten. Auch das "Kulturgewächshaus Birkenried" treffe all das "mehr als empfindlich".

14. März, 9:30 Uhr: Schlösserverwaltung macht Neuschwanstein zu

Wegen der Corona-Krise schließt die Bayerische Schlösserverwaltung alle ihre Sehenswürdigkeiten. Das teilt die Abteilung des Finanzministeriums online auf ihren Webseiten mit. Damit ist ab sofort ein Besuch von Neuschwanstein im Ostallgäu nicht mehr möglich. Der Bus-Shuttle dort ist eingestellt.

Wie lange diese Maßnahme dauern soll oder wann sie überprüft wird, sagt die Schlösserverwaltung in ihrer Online-Mitteilung nicht.

13. März, 19:32 Uhr: Nachbarschaftshilfe in Donauwörth via Facebook

Auf Facebook haben sich spontan zahlreiche Donauwörther zu einer solidarischen Gruppe zusammengeschlossen: Sie bieten sich gegenseitig Hilfe an, sei es beim Einkaufen oder bei der Kinderbetreuung. Bereits 355 Menschen sind der virtuellen Nachbarschaftshilfe beigetreten.

In einer Liste werden die Hilfsangebote thematisch gegliedert aufgelistet, sodass jeder schnell finden kann, was er braucht. Der Initiator schreibt auf Facebook, diese Gruppe diene der einfacheren Organisation der täglichen Herausforderungen in den kommenden Tagen und Wochen. Die Angebote richten sich an ältere Menschen, Menschen die unter Quarantäne stehen, Eltern, die Hilfe bei der Kinderbetreuung brauchen und Menschen, die zur Risikogruppe gehören.

13. März, 19:00 Uhr: Profis vom FC Augsburg trainieren trotz Corona und Spieltagsabsage weiter

Der FC Augsburg hat mitgeteilt, dass die Profis trotz der coronabedingten Absage des 26. Bundesliga-Spieltages weiter trainieren werden, allerdings unter Ausschluss der Öffentlichkeit. So soll am Samstag wie geplant trainiert werden, am Sonntag habe die Mannschaft frei. Am Montag geht das Training normal weiter. Allerdings wird der Trainingsbetrieb am Nachwuchsleistungszentrum bis zum 22. März komplett eingestellt, "um der Fürsorgepflicht der Nachwuchspieler gerecht zu werden".

Wie Geschäftsführer Michael Strölll erklärt, werde der FCA seinen Geschäftsbetrieb ab Montag auf ein Minimum reduzieren. Die Geschäftsstelle und auch der Fanshop in der WWK-Arena bleiben bis einschließlich Sonntag, 22. März, geschlossen.

13. März, 18:22 Uhr: Oberallgäu verbietet Benutzung von kommunalen Sporthallen; Bergbahnen und Ski-Lifte sind geschlossen

Das Landratsamt Oberallgäu hat mitgeteilt, dass die Nutzung der Turn- und Sporthallen in kommunaler Verantwortung ab Montag, 16.03. untersagt ist. Ausgenommen davon bleiben die Sportplätze im Freien. Vereine seien aber dazu aufgerufen, Wettkämpfe abzusagen.

Bereits ab dem morgigen Samstag sind laut Behörde das Wonnemar Sonthofen, das Aquaria Oberstaufen und das Hallenbad Immenstadt bis 19. April geschlossen. Alle Bergbahnen und Skilifte im Landkreis Oberallgäu und weitere touristische Einrichtungen wie Skiflugschanze und Audi-Arena bleiben ebenfalls ab Montag bis zum 19. April geschlossen. Die öffentlichen Pflichthegeschauen sind abgesagt und werden auf einen späteren Zeitpunkt verlegt.

13. März, 17:15 Uhr: Bistum Augsburg beschränkt Gottesdienste auf maximal 100 Personen, keine Bischofsweihe

Das Bistum Augsburg hat auf seiner Webseite mitgeteilt, dass für alle Gottesdienste eine maximale Teilnehmerzahl von 100 Personen gelte. Die Pfarrer seien angehalten, dafür Sorge zu tragen, dass diese Anordnung vor Ort in allen Gottesdiensten umgesetzt wird. Ob im Bistum Augsburg, wie im Erzbistum München und Freising, ebenfalls alle öffentlichen Gottesdienste abgesagt werden müssen, solle die weitere Entwicklung zeigen und zeitnah entschieden werden.

Derweil hat sich das Bistum auch dazu entschieden, die Bischofsweihe am 21. März doch nicht stattfinden zu lassen. Die Weihe von Bertram Meier zum Augsburger Bischof wurde auf einen noch unbekannten Termin verschoben.

13. März, 15:30 Uhr: Augsburg schließt städtische Einrichtungen, vier Wahllokale werden verlegt

In Augsburg werden ab morgen (Samstag, 14.3.2020) wegen Corona neben Schulen und Kitas auch viele städtische Einrichtungen geschlossen. Laut Augsburgs Oberbürgermeister Kurt Gribl (CSU) gehören dazu alle Stadtbüchereien, die städtischen Hallenbäder, die Sporthallen und Sportplätze sowie die geschlossenen Räume im Botanischen Garten. Wegen der Schulschließungen sei an diesen Orten sonst ein erhöhter Andrang zu erwarten.

Zur Kommunalwahl am Sonntag hat die Stadt zudem vier Wahllokale verlegt, die ursprünglich in Altenheim hätten untergebracht werden sollen.

13. März, 15:11 Uhr: Memminger Kinobesucher sollen sich beim Gesundheitsamt melden

Laut Landratsamt sind im Landkreis Unterallgäu zehn Personen mit dem Coronavirus infiziert. Darunter ist auch eine junge Frau, die am Mittwoch (11.3.) das Cineplex-Kino in Memmingen besucht hat. Das Gesundheitsamt am Landratsamt Unterallgäu bittet nun alle, die am 11. März um 19.45 Uhr den Film "Nightlife" besucht haben, sich unter der Bürgerhotline zu melden (Telefon (08261) 995-406).

Zudem hat sich das Kind eines Erkrankten infiziert, das die Anton-Fugger-Realschule in Babenhausen besucht. Hier wurde eine weitere Klasse unter Quarantäne gestellt. Laut Gesundheitsamt verlaufen die neuen Fälle bislang mild.

Aufgrund der Schulschließungen in Bayern verkehrt der öffentliche Personennahverkehr im gesamten Bereich des Verkehrsverbunds Mittelschwaben (VVM) und somit auch im Landkreis Unterallgäu ab Montag, 16. März, bis voraussichtlich 19. April wie an Ferientagen.

13. März, 14:30 Uhr: Fuggerei weiterhin für Besucher offen, Textilmuseum reduziert sein Angebot

Die Fuggerei in Augsburg hat weiterhin ganz normal für Besucher geöffnet, bestätigen die Fuggerschen Stiftungen dem BR. Da sich die Besuchergruppen hauptsächlich im Außenbereich bewegen, können die Menschen genug Abstand voneinander halten. Es können weiterhin Führungen gebucht und wahrgenommen werden durch die älteste bestehende Sozialsiedlung der Welt. Allerdings stehe es den oft älteren Gästeführern frei, ob sie weiterhin ihre Führungen anbieten möchten oder sich wegen Corona lieber zurückhalten.

Das Staatliche Textil- und Industriemuseum Augsburg (tim) reduziert dagegen sein Angebot. In einer Mitteilung heißt es, dass ab sofort alle öffentlichen Veranstaltungen, Führungen, Maschinenvorführungen, Kindergeburtstage und Workshops bis auf weiteres abgesagt sind. Für Einzelbesucher ist das Museum derzeit noch geöffnet.

13. März, 14:22 Uhr: Stadtwerke Augsburg stellen auf Ferientakt in Bus und Tram um, Kundencenter werden geschlossen

Die Stadtwerke Augsburg lassen ihre Busse und Straßenbahnen ab Montag (16.3.) bis auf Weiteres nach dem Ferienfahrplan im durchgängigen 7,5-Minuten-Takt statt im üblichen Fünf-Minuten-Takt fahren. Damit reagieren sie auf die Schulschließungen, die die Staatsregierung aufgrund des grassierenden Coronavirus heute für die Zeit ab der kommenden Woche bekannt gegeben hat.

Außerdem werden die Kundencenter ab Montag geschlossen, Auskünfte gibt es dann nur noch telefonisch und online. Um Fahrer und Kunden zu schützen, kann man ab kommender Woche auch nicht mehr vorne im Bus einsteigen, der Fahrerbereich wird mit einem Band abgesperrt. Auch Tickets werden dann nicht mehr in Bus oder Tram verkauft, sondern nur noch am Fahrkartenautomaten oder über die App.

13. März, 12:29 Uhr: Sechster Corona-Fall im Landkreis Donau-Ries

Im Landkreis Donau-Ries ist eine weitere Frau mit Corona infiziert. Insgesamt gibt es damit sechs Fälle im Landkreis, teilt das Landratsamt mit. Gleichzeitig empfiehlt das Gesundheitsamt Donau-Ries allen Senioren- und Pflegeheimen, die Besuchszeiten einzuschränken.

In ganz Nordschwaben häufen sich zudem die Absagen von Terminen, Konzerten und Veranstaltungen. Die öffentliche Präsentation der Wahlergebnisse fallen in den Rathäusern von Nördlingen und Dillingen, sowie im Landratsamt Dillingen aus. Der Landkreis Dillingen schließt ab Samstag (14.03.) seine kreiseigenen Hallenbäder in Lauingen und Wertingen.

13. März, 12:21 Uhr: Landkreis Günzburg richtet Abstrichstelle für Corona ein

Wegen des Coronavirus hat der Landkreis Günzburg eine "zentrale Abstrichstelle" in Ichenhausen organisiert. Dort werden seit Freitagvormittag im Acht-Minuten-Takt die vorgeschriebenen Abstriche genommen. Diese Maßnahme ist auf den vom Landratsamt vorgeladenen Personenkreis beschränkt, bei dem ein begründeter Verdacht auf eine Erkrankung mit Corona vorliegt. Andere Bürger, die beispielsweise rein vorsorglich zur eigenen Information einen Abstrich machen lassen wollen, werden abgewiesen.

13. März, 10:20 Uhr: Kaufbeuren sucht neue Wahlhelfer

Die Stadt Kaufbeuren bittet alle volljährigen Bürgerinnen und Bürger sich für die Kommunalwahl am Sonntag im Notfall als Wahlhelfer zur Verfügung zu stellen. Krankheitsbedingt gebe es im Moment viele Absagen, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt. Interessierte können sich per E-Mail unter wahlen@kaufbeuren.de melden. Sie sollen ihren vollständigen Namen und eine Telefonnummer angeben, unter der sie erreichbar sind. Die Daten werden nach Angaben der Stadt vertraulich behandelt und nach der Wahl unverzüglich gelöscht.

13. März, 09.20 Uhr: Besuchsverbot in Pflege- und Altenheimen

Einzelne Städte und Landkreise in Schwaben hatten bereits Besuchsverbote für Alten- und Pflegeheime angeordnet. Jetzt erklärte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) für ganz Bayern, das Besuchsrecht werde deutlich eingeschränkt.

13. März, 09.15 Uhr: Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm wollen Fahrer schützen

Um das Ansteckungsrisiko durch das Coronavirus zu senken, haben die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm (SWU) für ihre Busse im Nahverkehr in beiden Städten Maßnahmen ergriffen: Ab Samstag (14.03.) sollen die Bustüren vorne bis auf Weiteres geschlossen bleiben. Damit können auch keine Fahrscheine mehr bei den Fahrern gekauft werden. Für das Personal soll so die Gefahr einer Ansteckung verringert werden. Die Ulmer Straßenbahnlinien sind davon nicht betroffen, da die Fahrer dort in einer eigenen Kabine sitzen. Die Stadtwerke weisen darauf hin, dass die Fahrscheinpflicht nicht entfällt.

13. März, 08.30 Uhr: Landkreis Günzburg verbietet Besuche in Altenheimen und Krankenhäusern

Auch im Landkreis Günzburg dürfen Alten- und Pflegeheime, Krankenhäuser und andere Krankenanstalten von Besuchern bis auf weiteres nicht betreten werden. Für Notfälle gibt es eine Ausnahmeregelung. Im Landkreisgebiet sind außerdem Veranstaltungen ab einer Teilnehmerzahl von 500 Personen untersagt.

12. März, 18:45 Uhr: Landrat fordert bayernweite Schulschließungen

Augsburgs Landrat Martin Sailer schlägt angesichts der zunehmenden Verbreitung des Coronavirus eine bayernweite Schließung von Schulen und Kindertagesstätten vor. In den letzten Wochen habe sich das Coronavirus über Ländergrenzen hinweg verbreitet, wie es zuvor niemand für möglich gehalten hätte. "Wir müssen dafür sorgen, dass die Menschen in unserem Land ihr Verhalten ändern. Wir müssen Menschenansammlungen jeglicher Art vermeiden", teilt Sailer mit.

So sollten neben der Absage von öffentlichen Veranstaltungen auch Schulen und Kindertagesstätten geschlossen werden. "Wie kann es sein, dass wir den Bürgern raten, nicht mehr in die Chorstunde zu gehen, aber gleichzeitig unsere Kinder jeden Tag zu Hunderten in die Bildungs- und Betreuungseinrichtungen schicken“, sagt Sailer.

12. März, 18:40 Uhr: Drei Corona-Patienten in der Uniklinik Augsburg,

Derzeit befinden sich drei Corona-Patienten in Behandlung in der Universitätsklinik Augsburg. Alle drei seien laut Klinik in einem stabilen Zustand. Sie sind auf Isolierzimmern mit Schleusen auf der Isolierstation untergebracht.

Die hygienischen Maßnahmen (Desinfektion, Reinigung) und die persönliche Schutzausrüstung (Einmalhandschuhe, Mund-Nasen-Schutz, Schutzbrillen) würden streng befolgt. Allerdings reicht die verfügbare Schutzkleidung lediglich noch für die nächsten Wochen: "Aufgrund der angespannten Marktsituation nutzt der Einkauf des UKA alle Möglichkeiten der Nachbestellung im In- und Ausland, so dass der Bestand aufgebaut wird", teilt die Uniklinik mit.

Für positiv getestete Menschen, die im Krankenhaus behandelt werden müssen, stehen laut Auskunft der Uniklinik derzeit 21 Isolierzimmer zur Verfügung. Bei steigendem Bedarf könnten die Kapazitäten erhöht werden, indem Stationen umfunktioniert werden.

12. März, 18:30 Uhr: Stadt Memmingen verbietet Besuch von Seniorenheimen, kein Publikumslauf mehr in der Eishalle

Um die Ausbreitung des Coronavirus in der Region einzudämmen, hat auch das Gesundheitsamt Memmingen jetzt eine Allgemeinverfügung erlassen. Es gilt jetzt ein allgemeines Besuchs- und Betretungsverbot für die Kliniken und die Seniorenheime der Stadt Memmingen. Die Maßnahme gelte unbefristet und ab sofort. Zusätzlich wird laut Stadt Memmingen gerade eine Allgemeinverfügung zu Veranstaltungen im Stadtgebiet vorbereitet. Diese verbietet Veranstaltungen über 500 Personen. Alle Aufführungen des Landestheaters Schwaben im Stadttheater Memmingen sind bis auf weiteres abgesagt. Auch der Publikumslauf in der Eissporthalle werde bis zum Ende der Saison nicht mehr stattfinden.

12. März, 18:18 Uhr: Landkreis Unterallgäu mit Besuchs- und Veranstaltungsverboten

Das Landratsamt Unterallgäu hat die Allgemeinverfügung erlassen, dass bis zum 19. April 2020 Veranstaltungen ab 500 Personen im gesamten Landkreis Unterallgäu untersagt werden. Außerdem gilt das Besuchs- und Betretungsverbot in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen. Mit diesen Maßnahmen erhofft sich das LRA, dass das Coronavirus sich weniger und langsamer verbreitet.

Im Landkreis Unterallgäu gibt es Stand jetzt vier bestätigte Corona-Fälle. Drei davon befinden sich laut LRA in häuslicher Quarantäne und haben nur einen milden Verlauf. Die vierte Person werde isoliert im Krankenhaus behandelt und soll sich bereits auf dem Weg der Besserung befinden.

12. März, 18:00 Uhr: Landratsamt Neu-Ulm untersagt Veranstaltungen ab 500 Personen

Um eine weitere Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 zu verhindern, untersagt das Landratsamt Neu-Ulm Veranstaltungen ab 500 Personen und hat eine entsprechende Allgemeinverfügung erlassen. Ziel ist es, das Risiko für eine Ansteckung zu vermindern sowie Infektionsketten zu unterbrechen. Bereits seit gestern, 11.03.2020, sind Veranstaltungen mit über 1.000 Teilnehmern in Bayern untersagt. Das hatte die Bayerische Staatsregierung beschlossen. Bei Veranstaltungen unter 500 Personen liegt die Entscheidung weiter bei jedem Einzelnen, ob er diese abhält oder besucht.

12. März, 16.30 Uhr: Keine Besucher mehr in Krankenhäusern im Landkreis Neu-Ulm

Das Landratsamt Neu-Ulm hat die Allgemeinverfügung erlassen, dass Besucher Alten- und Pflegeheime, Reha-Einrichtungen, ambulant betreute Wohngemeinschaften, Krankenanstalten, Hospize, Wohneinrichtungen für Menschen mit Behinderungen sowie die drei Kliniken der Kreisspitalstiftung im Landkreis Neu-Ulm nicht mehr betreten dürfen. Ausnahmen für das Besuchsverbot sind therapeutisch oder medizinisch notwendige Besuche, Handwerker für nicht aufschiebbare bauliche Maßnahmen sowie betriebsnotwendige An- und Ablieferungen. Im Landkreis Neu-Ulm gibt es Stand jetzt insgesamt fünf bestätigte Corona-Fälle.

12. März, 16:06 Uhr: Gesamte Rathaus-Führungsriege in Marktoberdorf in Quarantäne

In Marktoberdorf steht derzeit die gesamte Führungsriege im Rathaus wegen Corona unter Quarantäne. 13 von 64 Mitarbeitern im Rathaus sind laut Zweiten Bürgermeister mittlerweile betroffen. Sie arbeiten, soweit es geht, von zuhause aus. Ein führender Rathausmitarbeiter, der in zahlreichen Besprechungen und Referentenrunden saß, war vergangene Woche nach einem Skiurlaub in Südtirol positiv auf das Corona-Virus getestet worden.

Der Bürgermeister, etliche Referats- und Abteilungsleiter müssen als Kontaktpersonen deshalb bis voraussichtlich Ende kommender Woche sicherheitshalber zuhause bleiben. Die Wahl in Marktoberdorf ist laut Hannig nicht gefährdet. Es könne aber sein, dass die Auszählung der Kreistagsstimmen etwas länger dauern werde als sonst.

12. März, 15:36 Uhr: Drive-in für Verdachtsfälle in Sonthofen und Kempten

Corona-Verdachtsfälle im Oberallgäu können ab jetzt in einem "Drive-in" in Sonthofen getestet werden. Ab kommenden Montag wird es auch in Kempten diese Möglichkeit geben. Mit dem Auto zum Gesundheitstest: so will das Landratsamt Oberallgäu schnell und unkompliziert Verdachtsfälle auf Corona testen. Gedacht ist der "Drive-in" aber nur für Verdachtsfälle: Nur wer vom Gesundheitsamt eine Aufforderung und einen Termin bekommt, darf vorfahren. Die Testperson bleibt dabei im Auto sitzen, kurbelt das Fenster herunter, nimmt den Teststreifen kurz in den Mund und kann dann weiterfahren. Das Ergebnis bekommt man in der Regel 24 Stunden später mitgeteilt.

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Corona-Verdachtsfälle im Oberallgäu können ab sofort in Sonthofen in einer sogenannten Drive-in-Station getestet werden. Die Testpersonen müssen für den Test nicht einmal ihr Auto verlassen. 24 Stunden später soll es das Ergebnis geben.

12. März, 10:40 Uhr: Verdachtsfall beim Roten Kreuz in Lindau

Innerhalb des Bayerischen Roten Kreuzes in Lindau gibt es den Verdacht, auf eine Infektion mit dem Coronavirus. Insgesamt sind deshalb knapp 20 Mitarbeiter in häuslicher Quarantäne. Das hat das BRK dem Bayerischen Rundfunk bestätigt. Der Verdacht sei am Dienstag aufgekommen. Betroffen sind nach Angaben von BRK-Sprecher Taheri-Sohi vor allem die Teams zweier Rettungswagen und eines Krankenwagens sowie die ambulante Pflege und der Service des Essens auf Rädern. Ehrenamtliche Kolleginnen und Kollegen mit entsprechender Ausbildung sowie Mitarbeiter des Nachbar-Kreisverbands konnten den Ausfall laut Taheri-Sohi ausgleichen. Ein Test-Ergebnis liegt nach Angaben des BRK-Sprechers noch nicht vor.

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Innerhalb des BRK gibt es den Verdacht einer Infektion mit dem Coronavirus. Deswegen sind 20 Mitarbeiter in häuslicher Quarantäne.

12. März, 10.27 Uhr: Straßenbahnen werden verstärkt gereinigt

Die Stadtwerke Augsburg reagieren mit einer verstärkten Reinigung ihrer Busse und Trambahnen auf das Coronavirus. Die Gefahr sich über Haltestangen zu infizieren, hält ein Stadtwerke-Sprecher aber für gering. Er verweist auf Aussagen des Robert-Koch-Instituts, wonach bislang keine Übertragung über unbelebte Oberflächen dokumentiert sei. Die Stadtwerke Augsburg haben ein Maßnahmenpaket in der Schublade, für den Fall, dass die Corona-Krise sich in Augsburg verschärft. Unter anderem könnten die Türen dann an jeder Halstestelle automatisch geöffnet werden, sodass die Fahrgäste nicht auf den Knopf drücken müssen und die Fahrzeuge durchlüftet werden. Noch sei es aber nicht so weit, sagte der Sprecher auf Nachfrage des BR. Man stimme sich derzeit täglich intern ab und bespreche sich mit dem Gesundheitsamt und der Stadt Augsburg.