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Live-Stream zu Plastikmüll | BR24

© dpa/pa

Plastikmuell (Plastikflaschen, Kunststoffverpackungen) ist an der Kueste von Malia im Norden von Kreta

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    Live-Stream zu Plastikmüll

    "Wie stoppen wir die Plastikflut?“ lautet der Titel einer interaktiven Vortragsveranstaltung, die der World Wildlife Fund (WWF) Deutschland und der Deutsche Volkshochschulverband (VHS) heute im Livestream anbieten.

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    Mikroplastik-Experten schalten heute von Bayreuth aus an 100 Orten gleichzeitig und bieten Zuschauern die Möglichkeit ihre Fragen direkt an Wissenschaftler zu stellen.

    Mikroplastik ist ein Hauptproblem unserer Umwelt

    Die interaktive Vortragsveranstaltung wird vom World Wildlife Fund (WWF) Deutschland, dem Deutschen Volkshochschulverband (VHS) und der Uni Bayreuth angeboten. Als Experte ist unter anderem Prof. Dr. Christian Laforsch mit dabei. Er ist Inhaber des Lehrstuhls Tierökologie an der Fakultät für Biologie, Chemie und Geowissenschaften der Universität Bayreuth. Eines seiner Spezialgebiete ist Mikroplastik in der Umwelt.

    Die Thematik Mikroplastik ist ein für die Öffentlichkeit greifbares aktuelles Umweltthema, da jeder mit dem Werkstoff täglich konfrontiert ist. Allerdings ist es meist nicht der Kunststoff an sich, sondern unser Umgang mit Plastik, der den Werkstoff zu einem Problem werden lässt. Prof. Dr. Christian Laforsch, Uni Bayreuth

    Da die Thematik teilweise Mythen-behaftet sei und auch unsachlich diskutiert werde, so Laforsch weiter, bietet die Veranstaltung eine exzellente Basis, um sachlich und fundiert über den aktuellen Forschungstand aufzuklären.

    Im Livestream mit dabei

    Vor Ort in der Bayreuther VHS und via Livestream in mehr als 100 VHS gleichzeitig können sich die Zuschauer heute Abend aktiv beteiligen und ihre Fragen direkt an die Experten stellen.

    Mikroplastik: nicht nur in Meeren eine Gefahr

    Bis zu 20-mal mehr Mikroplastik als in den Meeren soll in unseren Böden schlummern. So nennt Prof. Laforsch als Hauptquellen beispielsweise den Abrieb von Autoreifen, Kunststoff in Biomüll, aber auch Granulate, die für Kunstrasenplätze verwendet werden.

    EU-Parlament stimmt über Verbot von Einwegplastik ab

    Das Europaparlament stimmt heute über ein Verkaufsverbot für Einwegprodukte aus Plastik ab. Das Verbot von Produkten wie etwa Trinkhalmen, Geschirr oder Wattestäbchen soll ab dem Jahr 2021 gelten. Geplant ist ferner, dass bis 2029 mindestens neun von zehn Plastikflaschen getrennt gesammelt werden müssen. Außerdem wird festgelegt, dass neu verkaufte Plastikflaschen bis 2025 zu mindestens 25 Prozent aus recyceltem Material bestehen müssen. Ferner sollen Hersteller verpflichtet werden, sich an den Kosten von Reinigungsaktionen - etwa an Stränden - zu beteiligen. Nach der erwarteten formalen Zustimmung des Rates kann die Neuregelung in Kürze in Kraft treten.

    Die Mitgliedstaaten haben anschließend zwei Jahre Zeit, um die Vorgaben in nationales Recht umzusetzen.