Ein Wanderfalkenweibchen brütet ein Ei aus.
Bildrechte: LBV

Das Wanderfalkenweibchen im Turm der Coburger Morizkirche hat ein Ei gelegt. Zwei bis drei sollen folgen, so Bernd Leuthäuser vom LBV.

Per Mail sharen
Artikel mit Audio-InhaltenAudiobeitrag

Live dabei per Webcam: Drei Eier bei Coburger Wanderfalken

Bei den Wanderfalken in der Morizkirche in Coburg steht Nachwuchs an: Vor laufender Kamera hat das Weibchen ein erstes Ei gelegt und brütet. Dabei schauen ihr über eine Webcam Menschen live im Internet zu. Inzwischen kamen zwei weitere Eier hinzu.

Über dieses Thema berichtet: Regionalnachrichten Franken am .

Im Nistkasten in der Coburger Morizkirche liegt das erste Ei der dort heimischen Wanderfalken. Wie der Landesbund für Vogelschutz (LBV) in Coburg mitgeteilt hat, wurde es am 15. März zwei Minuten vor Mitternacht gelegt. In den vergangenen Tagen wurden zwei weitere Eier gelegt.

Wanderfalken in Coburg: Weitere Eier erwartet

Bernd Leuthäusser vom Landesbund für Vogelschutz (LBV) in Coburg sagte dem BR, er erwarte sogar noch ein viertes Ei, das in den kommenden Tagen gelegt werde. Anschließend könne das Brüten im Nistkasten beginnen. Die Brutzeit beträgt etwa 35 Tage. Interessierte können das gelegte Ei und die anschließende Brut live über zwei Webcams mitverfolgen.

Es ist das siebte Jahr in Folge, dass die seltenen Wildvögel im Turm der Morizkirche Eier legen und ausbrüten. Zuvor waren die Wanderfalken 130 Jahre nicht in Coburg heimisch. Im letzten Jahr waren drei Küken geschlüpft. Bei manchen Wanderfalken-Paaren beteiligt sich auch das Männchen an der Brut der Eier. Das ist aber keine Selbstverständlichkeit, sondern von Paar zu Paar verschieden.

Wanderfalken in Nürnberg geschlüpft

Ende Februar hatte bereits das Wanderfalkenweibchen in der Nürnberger Kaiserburg ihr erstes Ei gelegt. In den folgenden Tagen folgten drei weitere, sodass es am Ende vierfachen Nachwuchs für das Falkenpaar gab. Auch die beiden Vögel wurden und werden per Webcams begleitet. Dort konnten sie im Februar sogar bei der Paarung vor laufender Kamera beobachtet werden.

Nach Angaben der Regierung von Mittelfranken, die das Projekt "Lebensraum Burg" betreut, verfolgten im vergangenen Jahr fast drei Millionen Menschen über zwei Webcams das brütende Vogelpaar in Nürnberg.

In den Sechziger und Siebziger Jahren galt der Wanderfalke in Deutschland als vom Aussterben bedroht, mittlerweile hat sich der Bestand erholt: Nach Angaben des Naturschutzbundes brüten deutschlandweit etwa 600-800 Paare.

Ein Wanderfalke im Nistkasten vor drei Eiern.
Bildrechte: BR
Artikel mit Video-InhaltenVideobeitrag

In Coburg bahnt sich weiterer Wanderfalken-Nachwuchs an. Vergangene Woche war bereits ein Ei entdeckt worden, nun kamen zwei hinzu.

"Hier ist Bayern": Der neue BR24 Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!