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"Ausflugs-Ticker" - Wo gerade wenig los ist in Oberbayern | BR24

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Top-Ausflugsziele in Oberbayern werden von Touristen nahezu überrannt. Kochel beispielsweise beklagt an Wochenenden volle Mülleimer, Autokolonnen und belegte Parkplätze. Die Lösung: ein neuer Online-Live-Ticker, der zeigt, wo Gäste noch Platz haben.

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"Ausflugs-Ticker" - Wo gerade wenig los ist in Oberbayern

Top-Ausflugsziele in Oberbayern werden von Touristen nahezu überrannt. Kochel beispielsweise beklagt an Wochenenden volle Mülleimer, Autokolonnen und belegte Parkplätze. Die Lösung: ein neuer Online-Liveticker, der zeigt, wo Gäste noch Platz haben.

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Von
  • Laila Heyne
  • Matthias Lauer

Zurzeit haben die beliebtesten Ausflugsziele in Oberbayern das Problem, dass zu viele Tagestouristen dort hinfahren. Einige Orte, wie zum Beispiel Kochel am See, können sich vor Touristen kaum mehr retten, sie quellen über, die Parkplätze sind voll – die Dorfbewohner haben Angst vor den Pfingstferien. Einige oberbayerische Tourismusverbände haben sich deshalb schon vor Wochen zusammengesetzt, um eine Lösung zu finden.

Neuer Web-Service soll Besucher steuern

Mit einem Online-Liveticker sollen Touristen und Tagesgäste, aber auch Einheimische, die Urlaub in Oberbayern machen, künftig "gelenkt" werden. Der "Ausflugs-Ticker Oberbayern" ist auf der Website www.oberbayern.de abrufbar. In Echtzeit soll er Auskunft darüber geben, wann es wo voll ist und wo es noch Kapazitäten gibt.

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Andrea Streiter, Geschäftsleiterin Tourismusverband Inn-Salzach (Lkr. Altötting und Mühldorf am Inn)

In dem Ticker ist eine Oberbayern-Landkarte mit den eingezeichneten Regionen zu sehen. Dort kann man sich informieren, wie es in der Zielregion aussieht, indem man sie anklickt. Mit dabei sind zum Beispiel die Zugspitzregion, die Alpenregion Tegernsee-Schliersee und der Chiemgau. Und auf deren Seiten stehen dann jeweils die Infos.

"Es wäre zum Beispiel denkbar, dass im Chiemsee-Alpenland oder Berchtesgadener Land oder Chiemgau-Tourismus die Wanderparkplätze belegt sind und dass von dort aus gemeldet wird, dass keine Parkplätze mehr zur Verfügung stehen. Dann kann sich der Tagesgast überlegen, ob er woandershin fährt.“ Andrea Streiter, Geschäftsführerin des Tourismusverbands Inn-Salzach

In diesem Fall können Touristen dann die Angebote der Nachbarregionen checken und gegebenenfalls den Tag umplanen.

Touristenorte, Gaststätten, Freizeitbetriebe sollen profitieren

Urlauber und Gäste sollen in nicht so überlaufene Gebiete gelenkt und die Hotspots gleichzeitig entzerrt werden. So sollte jeder etwas vom Touristenkuchen abbekommen und zwar so viel, wie er brauchen kann. Im Idealfall sind Zimmer und Tische belegt, es müssen aber auch keine Gäste abgewiesen werden. Weiterer Vorteil: Kommunen, Gastronomie, Hotellerie und Freizeiteinrichtungen können besser planen.

Ticker gibt Orientierung und Freizeittipps

Die einzelnen Regionen und Tourismusverbände packen zum Beispiel auch Ausflugstipps und Infos auf ihre Seiten. In der Region Inn-Salzach, das sind die Landkreise Altötting und Mühldorf am Inn, steht zum Beispiel immer ein Tagestipp, wie Flusstouren auf dem Inn oder der Salzach, eine Alpakawanderung oder die Besichtigung der Burg in Burghausen – je nachdem, was geöffnet hat und wo es Kapazitäten gibt.

Aktueller Corona-Ticker für Oberbayern

Verhaltenstipps zu Corona-Zeiten

Auf den Seiten sind auch wichtige Infos über Corona-Regelungen zu finden und Ratschläge zum richtigen Verhalten vor Ort. Wenn das Konzept funktioniert, könnte es Vorbild für andere Regierungsbezirke werden.

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