BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite

Lindauer Landrat warnt vor Corona-Auswüchsen am See | BR24

© BR

Die Urlaubssaison bedeutet für Lindau Hochbetrieb. Das ist gut für Gastronomie und Hotellerie, Landrat Stegmann warnt aber vor Leichtsinn: Die Zahl der Neuinfektionen steige, Schutzregeln würden vermehrt missachtet. Bußgelder bis 5.000 Euro drohen.

23
Per Mail sharen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

Lindauer Landrat warnt vor Corona-Auswüchsen am See

Die Urlaubssaison bedeutet für Lindau Hochbetrieb. Das ist gut für Gastronomie und Hotellerie, Landrat Stegmann warnt aber vor Leichtsinn: Die Zahl der Neuinfektionen steige, Schutzregeln würden vermehrt missachtet. Bußgelder bis 5.000 Euro drohen.

23
Per Mail sharen

Endlich Sommerferien, endlich Urlaub: Viele Menschen zieht es wegen der Coronakrise in deutsche Urlaubsgebiete, so auch nach Lindau am Bodensee. Eine gute Gelegenheit für Gewerbetreibende, die Hotellerie und Gastronomiebetriebe, die Ausfälle während des Lockdowns zumindest zum Teil zu kompensieren. Doch der Lindauer Landrat Elmar Stegmann (CSU) beobachtet den Trend auch mit einer gewissen Sorge und appelliert in einem offenen Schreiben an die Bevölkerung: "Leichtsinn schadet uns und anderen".

Coronavirus: Landrat sieht zunehmende Sorglosigkeit

Die Schutz- und Hygieneregeln seien wichtig und der Preis für die relative Normalität im Leben, erklärt Stegmann. Der Kampf gegen das Coronavirus sei noch nicht vorbei. "Geht man derzeit über die Lindauer Insel, so hat man den Eindruck, es gäbe kein Corona", kritisiert Stegmann.

Steigende Infektionszahlen, Schutzregeln werden missachtet

Die Zahl der Neuinfektionen steige, gleichzeitig häuften sich beim Landratsamt die Beschwerden, weil Schutzregeln in vielen Bereichen nicht oder nicht mehr konsequent eingehalten würden, wie etwa das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung. In Gaststätten würden vielerorts keine Personendaten mehr erfasst.

Androhung von Bußgeldern

Das Landratsamt hat laut Stegmann deshalb die Gemeinden in einem Schreiben aufgefordert, die Unternehmen auf deren Verantwortung hinzuweisen und klarzustellen, dass Bußgelder von bis zu 5.000 Euro konsequent verhängt würden.

Ein erneutes Aufflammen der Pandemie müsse verhindert werden, die Betreiber müssten deshalb die Corona-Regeln befolgen und dies auch von ihren Kunden und Gästen verlangen. Denn ein zweiter Lockdown könne noch härter ausfallen als der bereits erlebte, befürchtet Stegmann.

"Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!